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News-Rubrik: Sonstiges Europa

Datum:18.05.2018 - Uhrzeit: 08:15

SCI: Dynamisches Wachstum im weltweiten Eisenbahnmarkt für Triebzüge

Weitere hohe Nachfrage in Westeuropa erwartet

Mit einem derzeitigen Marktvolumen von mehr als 9 Mrd. Euro und einer jährlichen Wachstumsrate von rund 9% zählt der globale OEM-Markt für Regionalzüge und S-Bahnen zu den größten und dynamischsten Produktsegmenten im Eisenbahnsektor. In der aktuellen MultiClient-Studie Multiple Units – Global Market Trends illustriert die SCI Verkehr GmbH die zahlreichen Treiber hinter dem anhaltend hohen Marktvolumen, das entscheidend durch die momentane Beschaffungswelle von Elektrotriebzügen (EMU) in Großbritannien geprägt ist.
Weitere wichtige Länder sind Deutschland und Frankreich in der größten Marktregion Westeuropa. Mit einem insgesamt positiven Trend für die nächsten fünf Jahre auf Basis kontinuierlicher Beschaffungen wird sowohl für Neufahrzeuge als auch für den After-Sales-Markt ein weiterer Anstieg des Marktvolumens bei Triebzügen erwartet. Darüber hinaus sind Hybrid- und Dual-Mode-Triebzüge zur Substitution von Dieseltriebzügen (DMU) auf dem Vormarsch.



Rund 8,3 Mrd. Eruo werden derzeit in neue elektrische Triebzüge (EMU) investiert. Diese machen damit mehr als 90% des Gesamtvolumens für Triebzüge aus. Die wichtigsten Märkte sind Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Australien und Japan, die zusammen auf etwas mehr als die Hälfte des weltweiten Marktvolumens kommen. Das OEM-Marktvolumen für EMUs zeigt einen Anstieg von ca. 8% p.a. bis 2022. Treiber für dieses Wachstum sind die hohe Nachfrage in Westeuropa aufgrund der zunehmenden Mobilität und neue Infrastrukturprojekte, vor allem in asiatischen und südamerikanischen Ballungsräumen sowie die andauernde Substitution von lokbespannten Zügen durch Triebzüge. Infolge der fortschreitenden Urbanisierung werden die SBahn-Systeme modernisiert. Darüber hinaus wird ein zunehmender Einsatz von Doppelstockzügen in Netzen mit hohen Kapazitätsanforderungen beobachtet.
Die Marktregion Westeuropa zeigte in der jüngsten Vergangenheit ein stabiles Wachstum und wird diesen Trend in den kommenden fünf Jahren fortsetzen. In Großbritannien, das momentan gemessen am OEM-Volumen den größten Markt darstellt, dürften die Zahlen in den kommenden Jahren konstant bleiben oder sogar steigen, da die Nachfrage aufgrund von Elektrifizierungsprojekten und Flottenerweiterungen hoch ist. Darüber hinaus wird die starke Nachfrage von Neuausschreibungen verschiedener Franchise-Betreiber getragen. Der deutsche und französische Markt werden auf hohem Niveau weiter wachsen, getrieben durch signifikante Ausschreibungsvolumina der Regionen und der erwarteten Marktöffnung in Frankreich.

China ist aufgrund anderer Beschaffungsstrategien stärker zurückgeblieben als erwartet, dürfte aber in naher Zukunft weitere Anteile hinzugewinnen. Nach Jahren der Investitionen im Sektor der Hochgeschwindigkeitszüge hat sich das Land auf die Entwicklung der Nahverkehrsinfrastruktur in städtischen Gebieten konzentriert. Die Region Afrika/Naher Osten verzeichnet den stärksten relativen Marktzuwachs bis 2022. In den kommenden Jahren wird der EMU-Markt aufgrund eines Großauftrags des Gibela-Konsortiums für das südafrikanische Schienennetz stark wachsen. Weitere Dynamik kommt aus Israel mit einer geplanten Bestellung von Doppelstock-EMUs.

Im Bereich der Elektrotriebzüge sind Bombardier, Stadler und Alstom mit rund der Hälfte aller Auslieferungen in den letzten fünf Jahren die wichtigsten Hersteller. Bei Dieseltriebzügen (DMU) hat Alstom seine führende Position im Markt gehalten, gefolgt von ICF, das viele Einheiten an die indische Staatsbahn liefern konnte. Durch den Zusammenschluss der chinesischen Hersteller CNR und CSR hat der neue CRRC-Konzern stark an Bedeutung gewonnen und ist zwischen 2013 und 2017 zum weltweit fünftgrößten Hersteller von Triebzügen geworden. SCI Verkehr geht davon aus, dass CRRC in den kommenden Jahren, auch in Ländern außerhalb Chinas, weiter dynamisch wachsen und eine stärkere Position im Markt einnehmen wird. Die geplante Fusion von Siemens und Alstom führt im Segment der Triebzüge zu einer weiteren Konsolidierung.



Zuletzt konnte SCI Verkehr den klaren Trend hin zu alternativen Antrieben und flexiblen Produktplattformen beobachten. Der Einsatz von Hybrid- und Dual-Mode-Fahrzeugen ist vielerorts geplant, um alternde und ineffiziente DMUs auf nicht- oder teilweise elektrifizierten Strecken zu ersetzen. Zunehmende Ausschreibungen und Ankündigungen, in solch neue Flotten zu investieren, werden in Japan, Großbritannien, Deutschland, Norwegen und in den Niederlanden registriert. In diesen Märkten wird erwartet, dass die Einführung von Hybridtriebfahrzeugen einen schrittweisen Austausch von Dieseltriebwagen gewährleistet und den Zukunftsmarkt maßgeblich prägt. Auch batterie- und brennstoffzellenbetriebene Triebzüge werden in Kürze verstärkt auf den Markt kommen. Alle relevanten Anbieter von Triebzügen haben zumindest Projekte angekündigt, um diese Fahrzeuge in den nächsten Jahren zu entwickeln.

Die weltweite EMU-Flotte beläuft sich auf fast 35 000 Einheiten, die in 64 Ländern betrieben werden. Bei den DMUs sind 14 000 Einheiten in mehr als 80 Ländern weltweit im Einsatz.

Die MultiClient-Studie „Multiple Units - Global Market Trends 2018“ ist ab sofort (in englischer Sprache) bei der SCI Verkehr GmbH (www.sci.de) erhältlich. Informieren Sie sich ebenfalls über unser neuestes Angebot des Datenanhangs im Excel Format, der ab jetzt für alle zukünftigen Studienveröffentlichungen zur Verfügung steht.

Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH

Datum:10.05.2018 - Uhrzeit: 09:00

SCI: Markt für die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen hat das Neufahrzeuggeschäft überholt

Langfristige Planbarkeit, hohe Volumina und gute Wachstumsperspektive

Das weltweite Marktvolumen für die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen liegt nach positiver Entwicklung in den letzten Jahren aktuell 6% über dem Neufahrzeuggeschäft. Haupttreiber der überproportionalen Entwicklung sind weltweit weiter zunehmende Flottengrößen sowie die steigende technologische Komplexität der Fahrzeuge hinsichtlich Geschwindigkeit, Sicherheit, Komfort und Digitalisierung. Aufgrund der guten Planbarkeit des Instandhaltungsgeschäftes verglichen mit der Produktion von Neufahrzeugen haben die global agierenden Fahrzeughersteller ihre Präsenz im Instandhaltungsmarkt weiter verstärkt, nicht zuletzt im Rahmen von Turnkey-Projekten, bestehend aus Fahrzeuglieferung inklusive langjähriger Full-Service-Vereinbarungen. Nach großvolumigen Vertragsabschlüssen von GE Transportation und Alstom in Indien sind die Fahrzeughersteller weiter auf der Suche nach dem „Next Big Thing“, um ihre Marktstellung zu festigen und auszubauen. Dies ist das Ergebnis der auf Bahnmärkte spezialisierten Beratungsfirma SCI Verkehr in ihrer aktuellen MultiClient-Studie „Rail Vehicle Maintenance – Global Trends in the After-Sales Market“.
Marktvolumen: Asien hat Westeuropa als weltweit größten Markt - dem rasanten Auf- und Ausbau der Schienenfahrzeugflotten folgend - abgelöst und wird so auch zukünftig Motor des weiteren Wachstums sein. Trotzdem bleibt Westeuropa aufgrund seiner heterogenen Marktstruktur, des hohen technischen Fahrzeugniveaus und dem zunehmenden Einfluss der Digitalisierung auf die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen wichtiger Zielmarkt für die Industrie.
Das aktuelle Marktvolumen für After-Sales-Services beträgt knapp 54 Mrd. weltweit und wächst bis zum Jahr 2022 mit durchschnittlich 3,2 % pro Jahr. Asien ist nun der größte regionale Markt.



Mit einem stabilen Wachstum von mehr als 3% bietet auch der westeuropäische Markt bei gleichzeitigem hohem Volumen eine gute Perspektive für eine Vielzahl von Akteuren im Marktumfeld Fahrzeuginstandhaltung. Insbesondere betrifft dies Hersteller von angetriebenen Schienenfahrzeugen, welche durch den Globaltrend Digitalisierung über einen zunehmend umfassenden Datenschatz an Fahrzeugdaten verfügen, welche auch für die Fahrzeuginstandhaltung von zentralem Interesse und damit Teil der Wertschöpfung sind.
Märkte mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial sind darüber hinaus Südamerika und Afrika/Naher Osten, in welchen vor allem im Metro-Segment steigende Volumina durch den Aufbau ganzer Systeme oder aber den Ausbau bestehender Linien zu erwarten sind. In beiden Weltmarktregionen bestimmt jedoch der Schienengüterverkehr (überwiegend Diesellokomotiven und Güterwagen) den vorhandenen Instandhaltungsmarkt, weshalb die Potenziale für die Vergabe von Instandhaltungsleistungen begrenzt sind.




Zwar nimmt der Anteil der Instandhaltung durch die Bahngesellschaften tendenziell ab, doch entfallen immer noch deutlich mehr als 50% des Gesamtmarktes auf diese. Mit Ausnahme der USA und Russland organisieren die Betreiber in den großen Ländermärkten China, Japan, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien und Polen den Hauptteil der Wartung ihrer Fahrzeuge selbst. Einige unter ihnen haben im wettbewerbsintensiven Instandhaltungsmarkt Position bezogen und befinden sich in Restrukturierungsprozessen, um Überkapazitäten abzubauen und das Drittkundengeschäft zu intensivieren.
Der vom Güterverkehr bestimmte Ländermärkt der USA stellt allerdings eine Ausnahme dar: unabhängige Anbieter verfügen über eine exponierte Marktstellung und halten in einem dichten Werkstattnetz signifikante Teile der sehr großen Güterwagenflotte instand. Nach dem Verkauf der Lokinstandhaltung der russischen Staatsbahn RZD an das private Unternehmen LocoTech im Jahr 2012 hat sich der anvisierte Verkauf von Teilen der Güterwageninstandhaltung weiter verzögert. Die Privatisierung von zumindest einer der drei großen Division VRK-1, VRK-2, VRK-3 war bereits vor einigen Jahren anvisiert, konnte aber noch nicht finalisiert werden.
Die MultiClient-Studie „Rail Vehicle Maintenance – Global Trends in the After-Sales Market“ ist ab sofort (in englischer Sprache) bei der SCI Verkehr GmbH (www.sci.de) erhältlich.

Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH

Datum:04.05.2018 - Uhrzeit: 09:55

CD schreibt neue Triebwagen aus

Die Ceske drahy (CD) hat eine Ausschreibung für die Lieferung von bis zu 50 modernen Elektrotriebwagen für den Regionalverkehr veröffentlicht. DieCD schließt dabei einen Rahmenvertrag mit dem siegreichen Bieter und bestellt einzelne Zuggarnituren entsprechend dem Umfang der vertraglich vereinbarten Leistungen im Regionalverkehr. Der Sieger wird Niederflur-Elektrotriebwagen mit einer Kapazität von 140 bis 160 Sitzplätzen für die wichtigsten Traktionssysteme in der Tschechischen Republik (3 kV DC, 25 kV 50 Hz AC) und für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h liefern. Im Betrieb können bis zu 3 Einheiten in einem Zug mit einer Kapazität von ca. 420 bis 480 Sitzplätzen zusammengeschlossen werden. Die Züge werden mit dem Europäisches Zugsicherungssystem (ETCS) ausgerüstet sein. Der Wert dieses Generalauftrags wird 6 Mrd. CZK (235 Mio. Euro) übersteigen.Zudem hat die CD sechs separate Ausschreibungen für die Ausrüstung von Fahrzeugen mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) veröffentlicht. Jedes der Angebote enthält eine spezifizierte Fahrzeuggruppe, die die CD auch in Zukunft nach dem Übergang zum Europäischen Zugsicherungssystem auf den Haupteisenbahnstrecken einsetzen will. Das bedeutet, dass CD in den kommenden Jahren bis zu 468 gebrauchte Fahrzeuge aus 24 verschiedenen Baureihen mit ETCS ausrüsten wird. Der Gesamtwert aller sechs Aufträge für die ETCS-Anlage werden in einer Größenordnung von ca. 4,7 Mrd. CZK (184 Mio. EUR) erwartet. Die sechs Ausschreibungen gliedern sich in drei Einbauspezifikationen und drei allgemeine Verträge: Ausrüstung von Elektrolokomotiven der Baureihe 380, Ausstattung der Elektrotriebwagen der Serie 680, Ausrüstung der railjets sowie Rahmenverträgen für die Ausrüstung von Elektrischen Ttiebwagen z.B. der Baureihen 440, 640, 650 etc., von Elektrolokomotiven, z.B. der Baureihen 163, 362 und Ausrüstung von Steuerwagen und Fahrzeugen mit unabhängiger (Diesel-)Traktion, z.B. der Baureihen 750.7, 841, 844.
Quelle:/Fotos: Ceske Drahy

Datum:03.05.2018 - Uhrzeit: 08:55

Die unendliche Geschichte: Zulassungsfahrten in Ungarn

Aufgrund von Zulassungsfahrten im ungarischen Streckennetz konnten am 2. Mai 2018 die MGW 193.846 im ungarischen Grenzbahnhof Komarom gesehen werden.



Anmerkung dazu von unserem Leser Axel Schaer (vielen Dank dafür!): Hallo, die mgw 193 846 weilt aus einem anderen Grund in Ungarn: sie ist aktuell durch Akiem an PSZ vermietet, Übergabe fand statt am 27.04.18 in Bad Schandau.

Quelle:/Fotos: Herbert Pschill

Datum:02.05.2018 - Uhrzeit: 10:00

IC-Umleiter in den Niederlanden

Wegen verschiedener Bauarbeiten zwischen Amersfoort und Apeldoorn,werden die Internationale IC-Züge (Amsterdam C.S - Berlin Ostbahnhof) ab Samstag, 28. April 2018, eine Woche lang bis Sonntag via Flevo und Hanzelinie umgeleitet und fahren auf dem Hinweg (Amsterdam - Berlin) ohne Halt bis Zwolle und auf der Rückfahrt (Berlin - Amsterdam) ab Deventer ohne Halt bis Amsterdam C.S. Das Foto zegt die NS 1750 mit IC 145 aus Amsterdam C.S. nach Berlin Ostbahnhof Richtung Zwolle bei der Durchfahrt durch den Bahnhof Lelystad-Centrum.




Quelle:/Fotos: Reinhard Abt

Datum:20.04.2018 - Uhrzeit: 08:00

Weltmarkt für Bahnelektrifizierung wächst weiter

Anhaltende Investitionen in Europa und Asien sorgen für hohes aktuelles Marktvolumen sowie Wachstum bis 2022

Das aktuelle Marktvolumen liegt weltweit bei ca. 10 Mrd. EUR und wird bis 2022 jährlich mit einer CAGR von 3-4% wachsen. Damit spiegelt sich auch im Schienenverkehr der Trend zur E-Mobilität und die schrittweise Abkehr vom Dieselantrieb wider. Das Marktwachstum generiert sich nämlich aus zahlreichen neuen Metroprojekten sowie der verstärkten Elektrifizierung vorhandener Dieselstrecken mit wachsender Betriebsnachfrage. Gerade der europäische Markt wächst wieder mit spürbarer Dynamik. Impulse für die Marktentwicklung bis 2022 liefern die Realisierung der teilweise aufgrund der Schuldenkrise verschobenen Projekte in Frankreich und Spanien sowie die Elektrifizierung von Dieselstrecken in osteuropäischen Ländern und Skandinavien. Der asiatische Markt wächst ebenfalls weiter. China investiert weiter hohe Summen in die elektrischen Bahnen.

Einen großen Einfluss auf das Marktvolumen der Elektrifizierung haben Neu- und Ausbauprojekte von Strecken. Solche Veränderungen der bestehenden Netze sind immer Gegenstand politischer Interessen und Entscheidungen. Daraus erklärt sich die Infrastrukturpolitik als einer der wesentlichen Treiber des Marktes.

Die Bahnelektrifizierung ist zwar ein Nischenmarkt innerhalb der Schieneninfrastruktur, aber ein Wachstumsmarkt mit langfristig positiven Perspektiven, denn es sprechen ökonomische sowie umweltfreundliche Vorteile für den elektrischen Antrieb gegenüber dem Dieselbetrieb. Von etwa 1,3 Mio. km Fahrweg weltweit sind etwa 344 000 km elektrifiziert, d. h. knapp mehr als ein Viertel. In den einzelnen Marktregionen schwankt der Elektrifizierungsgrad zwischen 1 % (Nordamerika) und 57 % (Westeuropa). Der Elektrifizierungsgrad in Asien ist in den letzten Jahren stark angestiegen. In 2013 betrug er noch 34%, in 2017 bereits 47%. Neben hohen Investitionen sowohl in den Neubau von Bahnstrecken als auch in die Elektrifizierung von Dieselstrecken, war neben China auch Indien ein Wachstumsmotor.

In der historischen Entwicklung sind unterschiedliche Stromsysteme in den einzelnen Staaten und Regionen gewachsen. Ihre konkrete bauliche Ausgestaltung ist noch wesentlich differenzierter, als es die Betrachtung der verwendeten Stromsysteme ausweist. Dies hat in den Bereichen Bahnelektrifizierung zur Bildung mittelständisch geprägter nationaler Märkte mit vielen regionalen Anbietern geführt, die jeweils mit den nationalen Vorschriften und Standards vertraut sind. Die Industriestruktur ist sehr günstig für einen Nischenanbieter.



Zu den wenigen internationalen Anbietern im Bereich der Bahnelektrifizierung gehören Siemens, Alstom und Balfour Beatty. Während Balfour Beatty ihre Bahnsparte in vielen Ländern im Rahmen der Umstrukturierungsstrategie in 2012-2014 veräußert hat, wird nach dem möglichen Zusammenschluss von Siemens und Alstom ein neuer Weltmarktführer entstehen, der größer als die beiden chinesischen Bahnbaukonzerne CREC und CRCC sein wird.

Zu diesen Ergebnissen kommt die neue Marktstudie „Railway Electrification – Global Market Development“ der auf Bahntechnik und Logistik spezialisierten internationalen Fachberatung SCI Verkehr GmbH.

Die MultiClient-Studie „Railway Electrification – Global Market Development 2018“ ist in englischer Sprache ab sofort bei der SCI Verkehr GmbH (www.sci.de) erhältlich. Informieren Sie sich ebenfalls über unser neuestes Angebot des Datenanhangs im Excel Format, der ab jetzt bei allen zukünftigen Studienveröffentlichungen zur Verfügung steht.

Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH

Datum:19.04.2018 - Uhrzeit: 10:00

Green Cargo investiert in zusätzliche sechsachsige Lokomotiven

Green Cargo investiert in weitere sechs Lokomotiven vom Typ Transmontana. Die sechsachsige Lokomotive kann etwa doppelt so viel wie ein herkömmliche RC-Lok ziehen und wird im Herbst 2019 ausgeliefert.

Im Juli 2017 beschloss Green Cargo die Flotte zu verstärken und zwei neue Transmontana-Lokomotiven zu kaufen. Diese werden im Herbst 2018 in Betrieb gehen. Als Teil der Fahrzeugstrategie und um die Kundenbedürfnisse zu erfüllen, hat Green Cargo nun beschlossen, eine weitere Vereinbarung mit Sotronic zu unterzeichnen und in sechs weitere Lokomotiven zu investieren.

Die Lokomotiven sind mit automatischen und optimierter elektrischen Bremsen und sollen dank Topografie- und Kilometerdaten so optimiert werden, dass sie möglichst energieeffizient fahren.




Quelle:/Fotos: Green Cargo

Datum:19.04.2018 - Uhrzeit: 09:20

Stadler gewinnt ersten Grossauftrag in Slowenien – und kann gleich eine ganze Flotte liefern

Stadler entwickelt und baut für die slowenische Staatsbahn Slovenske Železnice 26 ein- und doppelstöckige Triebzüge. Der Auftrag umfasst elf Züge des Typs FLIRT EMU, fünf Züge des Typs FLIRT DMU und zehn Züge des Typs KISS EMU mit einer Option für 26 weitere Fahrzeuge. Die unterschiedlichen Zugstypen sind so konstruiert, dass sie in der Flotte gemischt eingesetzt werden können. Für Stadler ist es der erste Auftrag aus Slowenien – und ein lange erkämpfter Erfolg.

Bereits Ende der 90er Jahre hatte sich Stadler um einen Auftrag für 30 Triebzüge in Slowenien beworben und ihn nach einer hart umkämpften Ausschreibung an die Konkurrenz verloren. „Umso grösser ist unsere Freude, dass es nun 20 Jahre später, im zweiten Anlauf, geklappt hat und wir uns in Slowenien durchsetzen konnten“, sagt Peter Spuhler, Eigentümer und Verwaltungsratspräsident von Stadler. Er ist zusammen mit Verkaufschef Peter Jenelten nach Ljubljana gereist, um dort zusammen mit Dusan Mes, Generaldirektor von Slovenske Železnice, den Grossauftrag für die 26 ein- und doppelstöckigen Triebzüge für die slowenische Staatsbahn persönlich zu unterschreiben.

Der Vertrag für die gemischttraktionsfähige Flotte umfasst Engineering, Bau und Lieferung von elf vierteiligen Zügen des Typs FLIRT EMU, fünf dreiteiligen Zügen des Typs FLIRT DMU und zehn dreiteiligen Zügen des doppelstöckigen Typs KISS EMU inklusive Garantieleistungen. Eingeschlossen ist eine Option für 26 weitere Züge. Der Vertragswert beläuft sich auf rund 170 Millionen Euro.

Über 1500 FLIRT verkauft

Der FLIRT, der Bestseller von Stadler, konnte damit bereits über 1500-mal in insgesamt 18 Ländern verkauft werden. Auch der KISS ist sehr gefragt: Er wurde bereits fast 300-mal in 11 Ländern verkauft. Insgesamt sind die Züge von Stadler in 41 Ländern unterwegs.

Die einstöckigen FLIRT sind für den grenzüberschreitenden Verkehr auf der Normalspur zwischen Slowenien, Österreich und Kroatien vorgesehen. Sie werden auch in diesen Ländern zugelassen werden. Die doppelstöckigen KISS werden Strecken in Slowenien bedienen. Die Lieferung des ersten Fahrzeugs ist 24 Monate nach der Vertragsunterzeichnung vorgesehen.

Speziell am Auftrag der slowenischen Staatsbahn ist, dass der Bahnbetreiber nicht nur die Möglichkeit hat, die einstöckigen Fahrzeuge in Doppeltraktion zu führen, sondern die Strecken auch mit gemischten einstöckigen und doppelstöckigen Kompositionen bedienen kann. Dazu sagt Peter Jenelten, stellvertretender Group CEO und Leiter Marketing & Sales: „Stadler ist sehr stolz, nicht nur erstmals Züge nach Slowenien liefern zu dürfen, sondern in einer Beschaffung gleich eine aufeinander abgestimmte Reihe unterschiedlicher Fahrzeuge zu bauen: Eine Flotte wie aus einem Guss“.

Mehr über die Züge

Die elf vierteiligen elektrischen FLIRT mit langem Wagenkasten sind als Regionalfahrzeuge für eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt. Sie sind 80,7 Meter lang, 2,82 Meter breit und 4,12 Meter hoch. Die komfortablen Züge bieten 235 Personen Sitzplätze, davon 12 in der ersten Klasse, und weiteren 227 Fahrgästen Stehplätze. 22 Plätze in der 2. Klasse und 2 Plätze in der 1. Klasse sind als Priority-Sitze nach TSI PRM reserviert. Im Fahrzeug finden ausserdem zwei Rollstühle und fünf Fahrräder Platz. Im Endwagen A gibt es ausserdem ein WC und ein kleines Abteil für den Zugbegleiter, in einem der Mittelwagen befindet sich das WC nach TSI PRM. Für optimalen Vortrieb sorgen die zwei angetriebenen Drehgestelle direkt unter dem Maschinenraum in den Endwagen.

Die zehn dreiteiligen elektrischen KISS sind als Regionalfahrzeug für eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt. Sie sind 79. 84 Meter lang, 2. 80 Meter breit und 4. 63 Meter hoch. Die bequemen Züge bieten 292 Personen Sitzplätze, davon 16 in der ersten Klasse, und weiteren 264 Fahrgästen Stehplätze. 18 Plätze in der 2. Klasse und 4 Plätze in der 1. Klasse sind als Priority-Sitze nach TSI PRM reserviert. Im doppelstöckigen Fahrzeug finden ausserdem zwei Rollstühle und fünf Fahrräder Platz. Im Mittelwagen gibt es ausserdem ein Standard-WC und eines nach TSI PRM. Das Fahrzeug verfügt über zwei angetriebene Drehgestelle in den Endwagen.

Die fünf dreiteiligen dieselelektrischen FLIRT DMU sind als Regionalfahrzeug für eine maximale Geschwindigkeit von 140 km/h ausgelegt. Sie sind 70,40 Meter lang, 2,82 Meter breit und 4,12 Meter hoch. Die komfortablen Züge bieten 171 Fahrgästen Sitzplätze, davon 12 in der 1. Klasse, und weiteren 167 Reisenden Stehplätze. 16 Plätze in der 2. Klasse und 2 Plätze in der 1. Klasse sind als Priority-Sitze nach TSI PRM reserviert. Auch im FLIRT DMU finden ausserdem zwei Rollstühle und fünf Fahrräder Platz. Im Endwagen A gibt es ausserdem ein WC und ein kleines Abteil für den Zugbegleiter, im Mittelwagen befindet sich das WC nach TSI PRM. Das Fahrzeug verfügt über ein zusätzliches Wagenmodul, das PowerPack, das zwei Deutz-Dieselmotoren und einen Teil der Antriebsausrüstung aufnimmt. Für optimalen Vortrieb sorgen auch hier die zwei angetriebenen Drehgestelle direkt unter dem Maschinenraum in den Endwagen.




Quelle:/Fotos: Stadler Rail

Datum:19.04.2018 - Uhrzeit: 09:20

Sonderzug Eisenbahnfreunde Witten nach Amsterdam

Am Letzten Samstag, 14. April 2018 fuhr aus Deutschland ein Sonderzug von Eisenbahnfreunde Witten aus Haltern Am See nach Amsterdam C. S. Zwischen Bad Bentheim und Amsterdam C. wurde im Auftrag der Eisenbahnfreunde Witten der Oldtimer 1251 im ACTS-Look von Railexperts eingesetzt (ex NS 1215, ACTS/EETC 1251, Inbetriebname 5/1952, gebaut durch die Firma's Baldwin, Werkspoor und Heemaf.


Der SdZ fuhr morgens entlang einer Weide in Deventer-Colmschate.


Abends ging es wieder zurück in Richtung Bad Bentheim, wobei ein kurzer Halt beim Bahnhof Naarden Bussum (Provinz Nord Holland) eingelegt wurde.




Quelle:/Fotos: Reinhard Abt

Datum:19.04.2018 - Uhrzeit: 09:20

Tschechischen Bahnen mietet moderne Elektrolokomotiven

Die Tschechischen Bahnen (CD) wollen 15 moderne Drei-System-Elektrolokomotiven (3 kV DC, 25 kV 50 Hz AC, 15 kV 16,7 Hz AC) für bis zu 160 km/h mieten. Sie sollen vor allem im Binnenverkehr in der Tschechischen Republik mit Express-Zügen mit 160 km/h laufen. Dort werden sie wegen den beidne unterschiedlichen Stromsystemen (in Tschechien gibt es Strecken mit 3 kV DC und 25 kV 50 Hz AC) benötigt. Für den operativen Einsatz wird zudem auch eine Zulassung in der Slowakei und in Österreich benötigt. Die Lokomotiven sollen ab Herbst 2019 an die CD übergeben werden. Die Anmietung läuft erst mal bis Ende 2024, wobei der Vermieter auch für die notwendige Wartung sorgen wird.

Quelle:/Fotos: Ceske Drahy

Datum:18.04.2018 - Uhrzeit: 09:10

Direkter Schnellzug Prag – Harrachov

Am 14. April 2018 wurde ein direkter Schnellzug zwischen Prag und Harrachov eingeführt. Zwei Zugpaare werden an den Wochenenden nun direkt zwischen Prag und Harrachov laufen. Harrachov ist ein wichtiger Ausflugsort im Riesengebirge. Die Züge werden aus den modernisierten Triebwagen der Baureihe 854.2 gebildet, die für die Strecke zwischen Tanvald und Harrachov zugelassen sind. Der Streckenabschnitt Tanvald – Harrachov ist eine anspruchsvolle Bergstrecke mit Steigungen bis zu 58 Promille, der im Jahre 1902 zunächst als Zahnradbahn gebaut wurde. Auf dieser Strecke können nur einige Fahrzeuge mit Sonderzulassung verkehren.


Das Aufeinandertreffen des Schnellzugs Prag - Harrachov - Prag, gebildet aus 854 213, mit einem regionalen Personenzug Liberec - Szklarska Poreba (PL), gebildet aus 840 012, am 14. April 2018 in Harrachov.



Quelle:/Fotos: Ceske Drahy

Datum:13.04.2018 - Uhrzeit: 10:27

Türkische Staatsbahn unterzeichnet Vertrag für zehn Hochgeschwindigkeitszüge

- Auftragswert rund 340 Mio. Euro
- Wartungsvertrag über drei Jahre
- Velaro-Flotte wächst auf 17 Züge

Die türkische Staatsbahn TCDD und Siemens haben einen Vertrag über zehn Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro abgeschlossen. Siemens hat im Rahmen der Ausschreibung das beste Angebot abgegeben. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 340 Mio. Euro. Der Vertrag beinhaltet die Wartung, Reparatur und Reinigung der Züge über einen Zeitraum von drei Jahren. Mit dieser Bestellung wird die türkische Velaro-Flotte auf 17 Züge anwachsen.

„Unsere Velaro-Familie wächst weiter und setzt eine einzigartige Erfolgsgeschichte fort. Bei Kapazität und beim Komfort bleibt der Velaro ein Benchmark für Hochgeschwindigkeitszüge. In der Türkei kann er all seine Vorteile voll ausspielen und stellt dies schon heute im täglichen Einsatz unter Beweis. Unser Flaggschiff fährt hier mit einer 99-prozentigen Verfügbarkeit“, sagte Sabrina Soussan, Leiterin der Division Mobility.

Im Rahmen der ersten Ausschreibung, die im Mai 2013 abgeschlossen wurde, beauftragte die TCDD Siemens mit der Lieferung eines ersten Zuges auf Basis des Velaro D. Hierfür wurde ein Velaro aus der laufenden Fertigung für den Betrieb in der Türkei umgerüstet. Dieser Zug nahm im Mai 2015 den Fahrgastbetrieb zwischen Ankara und Konya auf. Gleichzeitig erteilte TCDD einen weiteren Auftrag an Siemens, erneut Gewinner der Ausschreibung, über sechs achtteilige Hochgeschwindigkeitszüge. Die sieben Züge verbinden Ankara mit Konya und Eski?ehir und haben im Fahrgastbetrieb bereits über fünf Millionen Kilometer zurückgelegt.

Die Hochgeschwindigkeitsplattform Velaro von Siemens bietet ein bedarfsgerechtes Kapazitätsprofil und hohen Reisekomfort. Die Velaro-Züge wurden für den internationalen Markt entwickelt und sind derzeit in Spanien, Frankreich, Deutschland, UK, Belgien, Russland, China, der Türkei – sowie zuletzt auch in den Niederlanden in Betrieb.




Quelle:/Fotos: Siemens
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