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News-Rubrik: Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV)/ Schienen-Personen-Fernverkehr(SPFV)

Datum:13.01.2017 - Uhrzeit: 08:40

WESTbahn: Initiativangebot für Vorarlberg bringt 25 Millionen Euro Einsparungspotential

Vorarlberger Nahverkehr auf neuen Beinen: Das private Eisenbahnunternehmen möchte beweisen, dass hohe Qualität und eine schlanke Kostenstruktur sich nicht ausschließen. Die Vorarlberger können durch das Angebot nur gewinnen.

Die WESTbahn hat am 10. Januar 2017 auf eigene Initiative beim Bundesministerium für Verkehr, Infrastruktur und Technologie (BMVIT) und beim Land Vorarlberg ein Angebot für den Vorarlberger Nahverkehr eingereicht. Das Unternehmen möchte den gesamten Eisenbahn-Nahverkehr des Bundeslandes ab Dezember 2018 auf neue Beine stellen. Das WESTbahn-Angebot beinhaltet ein Einsparungspotential von bis zu 25 Millionen Euro an Steuergeld über den Vertragszeitraum von 10 Jahren bei zumindest gleich hoher Qualität, mit neuen Fahrzeugen sowie dem bereits in vielen Regionen Österreichs bewährten „WESTbahn-Modell“ für Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit. Zumindest die gleich hohe Qualität bei geringeren Kosten: Die Vorarlberger können durch das Angebot nur gewinnen.

„Unser Angebot ist eine gute Nachricht für alle Vorarlberger und Vorarlbergerinnen! Wir bieten Bundesminister Leichtfried und Landeshauptmann Wallner die Chance zu höchster Qualität zu bestmöglichen Konditionen. Eine Entscheidung für die WESTbahn bringt doppelten Erfolg: Unsere Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind außerordentlich hoch und die schlanke Kostenstruktur senkt die allgemeine Steuerbelastung“, begründet Dr. Erich Forster, CEO der WESTbahn Management GmbH, die Angebotslegung.

Hintergrund der Einreichung war die Ankündigung des BMVIT vom Juli 2016, dass der Nahverkehr im Bundesland Vorarlberg ab Dezember 2018 für zehn weitere Jahre beauftragt werden soll. Die WESTbahn hält die Direktvergabe in der durchgeführten Form für nicht rechtmäßig. Aus diesem Grund wurde von der WESTbahn gegen eine Erstentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingelegt.

Unabhängig von der Antwort des Verwaltungsgerichtshofs und um auf der objektiven Basis eines Initiativangebots aktiv eine Neubewertung der Vorgangsweise durch das BMVIT zu ermöglichen, hat die WESTbahn am 10. Januar 2017 dem BMVIT und dem Land Vorarlberg das folgende Angebot unterbreitet: Unter Einhaltung der durch den Besteller in der Vorankündigung veröffentlichten Rahmenbedingungen führt die WESTbahn im Vertragszeitraum ab Mitte Dezember 2018 den Verkehr für 10 Jahre um insgesamt rund 25 Millionen Euro günstiger durch (im Vergleich zu der in Medienberichten genannten Auftragssumme von rund 400 Millionen Euro). Die WESTbahn garantiert gleichzeitig die gesicherte Lieferung von neuen Zügen, um zwischen April und Juni 2019 die gesamte neue Flotte im Interesse des Verkehrs in Vorarlberg bereitzustellen.

Der österreichische Nahverkehr auf der Schiene ist aktuell in hohem Maße durch den Verkehrsdienstvertrag (VDV) geregelt. Der Bund bestellte 2011 über den VDV die Durchführung aller Nahverkehrs-Strecken bis Dezember 2019 bei der Staatseisenbahn. Als Gegenleistung bekommt diese eine jährliche Abgeltung, die für 2015 bei rund 644 Millionen Euro lag.

Die Europäische Union (EU) steht allerdings gleichzeitig seit 2001 für die Liberalisierung der Eisenbahn im Rahmen ihrer Eisenbahnpakete ein. 2007 beschloss diese eine deutliche Stärkung des Wettbewerbsgedankens im bestellten Verkehr. Mitte Dezember 2016 wurde mit der „Marktsäule“ des Vierten Eisenbahnpakets der Wettbewerb noch weiter gestärkt. Alle Mitgliedsstaaten müssen in einigen Jahren verpflichtend wettbewerbliche Ausschreibungen für bestellte Verkehre durchführen. Wirtschaftlich denkende Behörden wie zum Beispiel die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) – Bayern ist etwa so groß wie Österreich – taten und tun dies unabhängig vom Gesetzeszwang der EU aus Eigeninteresse, um für ihre Kunden eine bessere und günstigere Qualität auf der Schiene zu erreichen. Auch Schweden führt eindrucksvoll vor, wie Wettbewerb die Qualität von Öffentlichem Verkehr beflügeln kann.

Aus Sicht der WESTbahn ist es höchste Zeit, das System freihändiger Direktvergaben (die, wenn es um Staatsausgaben oder Länderbestellungen geht, an sich kritisch sind) rasch zu beenden. Die WESTbahn bekennt sich klar zum Wettbewerb. „Wettbewerbliche Ausschreibungen im Nahverkehr bedeuten, dass sich jedes Unternehmen anstrengt, um zu gewinnen. Die bestellenden Behörden und die Kunden können dabei nur profitieren. Die WESTbahn möchte Angebote legen dürfen, deren Qualität und Preis von einer kompetenten Stelle diskriminierungsfrei geprüft wird – und diese Stelle wird in vielen Fällen erkennen, dass die WESTbahn den bestellten Nahverkehr besser und günstiger durchführen wird und demzufolge Verkehre an uns vergeben. Das ist eine Win-Win-Win Situation.“, betont Erich Forster.

Die WESTbahn arbeitet mit führenden Zuglieferanten zusammen und ist bereit, die Lieferung zugelassener Fahrzeuge in Vorarlberg für 2019 zu garantieren. „Vorarlberg will sich beim Weltgymnastikfest Gymnaestrada im Juli 2019 vor internationalem Publikum von seiner besten Seite zeigen – auch mit seinem leistungsstarken Nahverkehr.“, sagt der CEO der WESTbahn und fügt hinzu: „Wir haben sehr gute Verbindungen zu renommierten Zuglieferanten und können gemeinsam den Vorarlberger Nahverkehrs-Auftrag mit neuen Zügen rechtzeitig auf Schiene bringen.“

Die WESTbahn hofft, dass das BMVIT sich rasch ernsthaft mit dem abgegebenen Angebot beschäftigt und die erstmals gegebene Chance vergleichbarer Offerte nutzt, um beim Einsatz von Steuergeld die Wirtschaftlichkeit noch weiter zu steigern. Das BMVIT hat gemeinsam mit Vorarlberg jetzt die Chance, die richtigen Weichen für den Weg des Nahverkehrs in die Zukunft zu stellen.


Quelle:/Fotos: WESTbahn Management GmbH

Datum:10.01.2017 - Uhrzeit: 09:05

Entscheidung im Vergabeverfahren Elektro-Netz Saar RB

Als Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung, die als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchgeführt wurde, haben der zuständige Aufgabenträger des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV) im Saarland, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, und die an der Ausschreibung beteiligten Aufgabenträger in Rheinland-Pfalz, die Zweckverbände SPNV Nord und ZSPNV- Süd, gemeinsam entschieden, dass ab Dezember 2019 für die Dauer von 15 Jahren zwei unterschiedliche Eisenbahnverkehrsunternehmen die Leistungen im Elektro-Netz Saar RB erbringen. Anträge auf Durchführung eines Nachprüfungsverfahrens bei der Vergabekammer des Saarlandes wurden nicht gestellt. Damit ist die Vergabe rechtskräftig.

Auf der Strecke Schweich - Trier – Saarbrücken – Kaiserslautern hat sich in Los 1 mit der DB Regio AG die bisherige Betreiberin durchgesetzt. In Rheinland-Pfalz ist ab Dezember 2020 auch die Linie Trier Hafenstraße – Konz – Saarburg über die Weststrecke Trier Bestandteil dieses Loses, das insgesamt ein Volumen von 3,2 Mio. Zugkilometer pro Jahr umfasst. Zum Einsatz kommen Neufahrzeuge des Typs Alstom Coradia Continental.

In Los 2 hat sich die vlexx GmbH gegen die bisherige Betreiberin DB Regio AG durchsetzen können und den Zuschlag für insgesamt 2,3 Mio. Zugkilometer pro Jahr erhalten. Die vlexx GmbH bedient bereits seit Dezember 2014 im Saarland und in Rheinland-Pfalz u. a. die Regionalexpressleistung RE 3 zwischen Saarbrücken und Mainz/Frankfurt. Sie wird dazu die in Los 2 ausgeschriebenen Strecken von Saarbrücken nach Lebach-Jabach, von Saarbrücken über St. Wendel nach Neubrücke, von Saarbrücken über Merchweiler und Neunkirchen nach Homburg sowie die Strecke zwischen Homburg und Illingen mit modernen Neufahrzeugen des Typs Bombardier Talent 3 bedienen. Bis zur vollständigen Elektrifizierung der Strecke Saarbrücken – Lebach-Jabach werden dort übergangsweise noch Dieseltriebwagen vom Typ Desiro der Fa. Siemens verkehren, die voraussichtlich ab dem Jahr 2024 durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden.

Trotz der Vergabe an die vlexx GmbH in Los 2 bleiben die Arbeitsplätze im Land erhalten, da die Aufgabenträger bereits im Vergabeverfahren eine verpflichtende Personalübernahme seitens des Neubetreibers vorgeschrieben haben. So muss dem zurzeit in Los 2 tätigen Fahr- und Zugbegleitpersonal sowie den Mitarbeitern der Leitstelle der DB Regio AG ein Angebot von vlexx zur Übernahme der bestehenden Arbeitsverhältnisse unter Wahrung der persönlichen Besitzstände unterbreitet werden. Der Mitarbeiter entscheidet also selbst, bei wem er zukünftig arbeiten will.

Die Vergabe erfolgte nach den zwingenden Vorgaben des EU-Rechts und des nationalen Vergaberechts. Den Zuschlag erhielt jeweils das Verkehrsunternehmen, das auf Basis der vorgegebenen Qualitätsstandards je Los das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte.


Quelle:/Fotos: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

Datum:02.01.2017 - Uhrzeit: 15:05

Schnellere Züge nach Luxemburg

Die VCD Saarland unterstützt die Forderungen der Deutschen Bahn

Seit vielen Jahren fordert der ökologische Verkehrsclub Deutschland eine Verbesserungen der Bahnanbindung nach Luxemburg und Frankreich.
Der VCD Landesverband Saarland hat sich schon immer für eine bessere Anbindung der Großregion stark gemacht und auch eigene Konzepte entwickelt.
Die Idee eines Ringzuges Trier – Thionville – Metz – Forbach – Saarbrücken – Völklingen – Merzig -Trier hat der VCD schon vor einigen Jahren vorgestellt.
Ein Regionalexpress nach Luxemburg über die Bisttal- oder Niedtalbahn bietet dem Großraum Saarbrücken, Völklingen, Saarlouis, Dillingen und Merzig eine gute Anbindung an das Großherzogtum.
Ein Konzept für eine solche Verbindung hat die Regionalgruppe Saarlouis des VCD Saarland schon ausgearbeitet.
Auch die Region um Forbach, St. Avold und Creutzwald kann von einem gemeinsamen Konzept profitieren.
Gefordert ist nun die saarländische Landesregierung und das Ministerium für Verkehr, denn diese müssen nun endlich Farbe bekennen und den Worten in Bezug auf die Frankreichstrategie und die Großregion Taten folgen lassen.
Aber auch der Regionalverband und die Landkreise müssen sich aktiv um eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehrs bemühen.
Die bessere Anbindung per Bahn nach Straßburg, Metz, Thionville, St. Avold und Luxemburg muss zur Chefsache werden, allzu lange hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr dieses Themengebiet verschlafen.
Durch die Untätigkeit des MWAEV droht die Stilllegung einiger Bahnstrecken im Saarland.
Gerade jetzt, wo ein neuer Verkehrsentwicklungsplan SPNV im Saarland bis 2018 ausgearbeitet werden soll, muss die Chance eines verbesserten grenzüberschreitenden Bahnverkehrs in den Fokus der Politik und des Bürgers rücken.
Eine Bestellung von Verkehren sichert auch die Eisenbahninfrastruktur unseres Landes.
Ebenso muss der Güterverkehr auf der Schiene mit in ein neues Konzept eingebunden werden.
Die Verantwortlichen in Luxemburg haben die Verkehrsprobleme schon erkannt und entwickeln den Schienenpersonennahverkehr weiter.
Mit dem Bau der Tram in Luxemburg zeigt das Großherzogtum auf, wie schnell eine solche Idee in die Tat umgesetzt werden kann.
In Luxemburg wartet man auf Impulse aus dem Saarland und aus Frankreich, um den grenzüberschreitenden Verkehr weiter zu entwickeln.
Der VCD Landesverband und die VCD Regionalgruppe Saarlouis bieten den politisch Verantwortlichen ihre Unterstützung an, um die Großregion besser im ÖPNV und SPNV zu vernetzen.

Quelle:/Fotos: VCD Regionalgruppe Saarlouis/Saargau

Datum:22.12.2016 - Uhrzeit: 09:55

Verkehrsminister verständigen sich über Planungsvereinbarung für S-Bahn Homburg-Zweibrücken

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing und seine saarländische Amtskollegin Anke Rehlinger haben sich darauf verständigt, die Entwurfsplanung für die S-Bahn-Strecke Homburg-Zweibrücken gemeinsam voranzubringen.
„Wir sind in unseren Gesprächen einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Wir haben vereinbart, gemeinsam die Leistungsphasen 3 und 4 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure beginnen zu lassen und die hierfür notwendige Planungsvereinbarung mit der DB AG zu verhandeln. Die S-Bahn-Verbindung zwischen Homburg und Zweibrücken ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt, um die länderübergreifende Mobilität zu verbessern. Darüber hinaus gibt es vielfältige positive Aspekte, die die Region insgesamt strukturpolitisch stärken“, sagten Wissing und Rehlinger nach einem Treffen in Zweibrücken. Beide Minister kündigten an, zu Beginn des kommenden Jahres in ihren jeweiligen Ländern eine abschließende Befassung des Ministerrats zu dem Thema herbeizuführen.
Gegenstand der Leistungsphasen 3 und 4 sind die Entwurfsplanung inklusive der Kostenermittlung sowie die Erstellung der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren.
Die Eisenbahnstrecke Homburg-Zweibrücken ist insgesamt 11,1 Kilometer lang. 7,5 Streckenkilometer liegen im Saarland im Abschnitt Homburg - Einöd. Der Streckenabschnitt Einöd - Zweibrücken ist 3,6 Kilometer lang, wovon 2,6 Kilometer auf rheinland-pfälzischem Territorium liegen.

Quelle:/Fotos: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau

Datum:11.12.2016 - Uhrzeit: 09:59

Die moderniserte S-Bahn RheinNeckar verkehrt nun nach neuem S-Bahn-Vertrag

Die Aufgabenträger der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und für den hessischen Kreis Bergstraße (die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH) sorgen durch den neuen Verkehrsvertrag auf den Linien S1 bis S4 sowie S33 in modernisierten Zügen für mehr Platz, Komfort sowie Kundenservice
Ab Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 verkehrt die S-Bahn RheinNeckar auf den Linien S1 bis S4 sowie auf der S33 gemäß den Vereinbarungen des neuen Verkehrsvertrages.
DB Regio hatte hierfür im Januar 2015 den Zuschlag erhalten. Vorangegangen war eine europaweite Ausschreibung zur Vergabe der Verkehrsleistungen in Form eines sogenannten Verhandlungsverfahrens.
Gegenstand des über eine Laufzeit von 17 Jahren - von Dezember 2016 bis Dezember 2033 - abgeschlossenen Vertrages sind die S-Bahn-Angebote
S 1: Homburg/Saar – Kaiserslautern – Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg – Osterburken
S 2: Kaiserslautern – Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg – Mosbach
S 3: Karlsruhe – Heidelberg – Mannheim – Ludwigshafen – Germersheim
S 4: Bruchsal - Heidelberg – Mannheim – Ludwigshafen – Germersheim
S 33: Bruchsal – Graben-Neudorf – Germersheim
mit insgesamt rund 8 Millionen Zugkilometern pro Jahr.
Nach Fertigstellung der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke durch das BASF-Gelände werden darüber hinaus die Berufsverkehrszüge von Wörth und Germersheim sowie von Kaiserslautern und Neustadt (Weinstraße) direkt in die BASF in das S-Bahn-Angebot integriert.
Mit dem neuen Verkehrsvertrag finanzieren die Aufgabenträger - das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM), der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd), die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN) für den hessischen Kreis Bergstraße sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes (MWAEV) – ein verbessertes Fahrplanangebot, mehr Platz und Reisekomfort in modernisierten S-Bahn-Zügen sowie mehr Kundenservice. Die Erneuerung der Fahrzeugflotte zeichnet sich insbesondere durch neue und bequemere Sitzpolster, neue Informations-Displays zur Fahrgastinformation und Anlagen zur Videoaufzeichnung aus. Der Kundenservice wird durch eine größere Begleitquote der Züge durch Kundenbetreuer deutlich erhöht.

Verbesserungen des Fahrplanangebotes ab 11.12.2016
- Ausweitung der S-Bahn-Flotte von heute 40 auf 64 ET 425 (77 ab 2018) zur Angebots- und Kapazitätserweiterung. Alle Fahrzeuge sind mit Klapptritten und einer Überfahrrampe für Rollstuhlfahrer ausgestattet, welche einen niveaugleichen Einstieg ermöglichen.
- Erhöhung der Sitzplatzkapazität in stark nachgefragten Fahrlagen montags bis freitags im Abschnitt:
- Heidelberg – Bruchsal im Zeitraum 14.00 bis 16.00 Uhr (Option 3-Fach-Traktion nach den hierfür erforderlichen Bahnsteigverlängerungen südlich von Heidelberg (ab voraussichtlich Dezember 2019))
- Heidelberg – Osterburken in der Frühlage und zwischen 13.00 und 18.00 Uhr
- Kaiserslautern – Mannheim im Zeitraum 7.00 bis 8.30 Uhr und 15.00 bis 8.00 Uhr
- Halbstundentakt zwischen Heidelberg und Bruchsal auch an Sonn- und Feiertagen zwischen 9.00 und 23.00 Uhr
- Stündlicher Nachtverkehr am Wochenende zwischen Mannheim und Heidelberg
- Täglich lückenloser Halbstundentakt auf dem Abschnitt Heidelberg – Mosbach bis etwa 22.30 Uhr
- Neue Sprinter-S-Bahn im morgendlichen Berufsverkehr von Mosbach bis Heidelberg. Abfahrt in Mosbach um 6.27 Uhr; Ankunft in Heidelberg Hbf um 7.16 Uhr
- Schließung von Taktlücken im Verkehrsangebot zwischen Kaiserslautern und Homburg (Saar) nach Abschluss aller Bauarbeiten zum Strecken-ausbau Paris – Ostfrankreich - Südwestdeutschland (POS Nord)
Höherer Reisekomfort und verbesserte Fahrgastinformation in den Zügen
Das Verkehrsangebot auf den Linien S 1 bis S 4 sowie S 33 wird ab 11.12.2016 durchgängig mit redesignten Fahrzeugen der Baureihe ET 425 erbracht. Insgesamt modernisiert DB Regio 77 Fahrzeuge im Rahmen des neuen Verkehrsvertrages. Das Redesign bringt Reisekomfort und –qualität nochmal einen Schritt voran. In die Modernisierung der S-Bahn-Fahrzeuge investieren die Aufgabenträger rund 42 Millionen Euro.
Durch den Einbau von neuen Sitzpolstern (unter anderem Leder für die 1. Klasse), einzelnen Steckdosen im Bereich der Sitzplätze an den Fahrzeugenden, stromsparender LED-Beleuchtung sowie neuen Anzeigen zur Fahrgastinformation wurde der Fahrgastraum weiter aufgewertet.
Die neuen Informations-Displays bieten eine deutlich höhere Auflösung und damit bessere Lesbarkeit. Je Fahrzeug wurden darüber hinaus zusätzlich sieben neue 19-Zoll-Monitore (Format 4:3) im Fahrgastraum installiert. Sechs Bildschirme - mit Platzierung jeweils an den Wagenkastenübergängen - decken den Bereich der 2. Klasse ab. Das 1.-Klasse-Abteil Klasse erhielt einen Bildschirm an der Rückwand des dortigen Führerstands.
Die zusätzlichen Bildschirme ermöglichen Anzeigen in Echtzeit von Zuglauf, Verspätungen und Anschlüssen sowie Zusatzinformationen, wie beispielsweise Baustellenankündigungen. Bis zum Start des Echtzeitinformationssystem ab Frühjahr 2017 werden die Bildschirme im Standby-Modus für Kommunikations-maßnahmen genutzt.
Neue Anlagen der Videoaufzeichnung in den Zügen
Je Fahrzeug sind neu 18 Videokameras im Fahrgastraum eingebaut. Die Aufnahmen werden 72 Stunden gespeichert.
Sollten innerhalb dieser Zeit Vorkommnisse angezeigt werden, können die Aufzeichnungen unter Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien von der Polizei zur Beweissicherung ausgewertet werden.
Höhere Begleitquoten mit Kundenbetreuern sowie Sicherheitspersonal
Die Begleitung der Züge durch Kundenbetreuer wird gegenüber heute deutlich erhöht, insbesondere am Abend und in der Nacht.
Die Begleitquote ab Betriebsbeginn bis 19.00 Uhr beträgt wie bisher 25 Prozent der Zugkilometer im gesamten Netz. Die Besetzung wird dabei gleichmäßig auf den Tagesverlauf, Zuglauf und alle im Einsatz befindlichen Züge verteilt.
Ab 19.00 Uhr beträgt die Begleitquote in Baden-Württemberg sowie auf den hessischen Streckenabschnitten 50 Prozent der Zugkilometer: Montags bis freitags bis Betriebsschluss, in den Nächten auf Samstag, Sonn- und Feiertagen bis zum Folgetag 7.00 Uhr. Die Besetzung der Züge wird dabei gleichmäßig auf den Tagesverlauf, Zuglauf und alle im Einsatz befindlichen Züge verteilt.
In Rheinland-Pfalz beträgt die Begleitquote ab 19.00 Uhr täglich 100 Prozent.
Darüber hinaus finanzieren die Aufgabenträger über den neuen Verkehrs-vertrag zusätzliche Sicherheitspersonale, die insbesondere abends und nachts in den Zügen unterwegs sind.

Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn AG

Datum:08.12.2016 - Uhrzeit: 09:20

Abellio: Erste Fahrt mit neuen Zügen im Niederrhein-Netz

  • Abellio feiert Betriebsstart zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember
  • Mehr Verbindungen, mehr Züge, mehr Komfort für die Fahrgäste

    Mit einer Sonderfahrt von Duisburg nach Wesel hat Abellio Rail NRW am 6. Dezember 2016 die offizielle Betriebsaufnahme im neuen Niederrhein-Netz gefeiert. Zahlreiche Gäste hatten sich an Bord eingefunden, um den unmittelbar bevorstehenden Betriebsstart zu begehen. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember, übernimmt Abellio die Linien RE 19, RB 32 und RB 35 von DB Regio NRW.
    „Die erste Fahrt im neuen Netz mit den neuen Zügen ist für Abellio ein Meilenstein. Nach dreijähriger Vorbereitungs- und Mobilisierungsphase können wir uns nun auch am Niederrhein mit unseren hohen Qualitätszielen und dem Dreiklang aus Komfort, Pünktlichkeit und Sauberkeit für unsere Fahrgäste beweisen. Wir freuen uns, dass wir nun auch am Niederrhein zu mehr Qualität und Service auf der Schiene beitragen können. Die mehrfachen Auszeichnungen unserer Servicequalität, die wir von unseren Aufgabenträgern erhalten haben, sind für uns der Ansporn noch besser zu werden und das Qualitätsniveau für unsere Kunden nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen. Wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Niederrhein-Netz unsere Fahrgäste mit zuverlässiger Leistung zu überzeugen und sie pünktlich, komfortabel und sicher an ihr Ziel zu bringen. Und darüber hinaus, das in uns gesetzte Vertrauen der Aufgabenträger, Tag für Tag zu erfüllen“, erklärt Ronald R. F. Lünser, Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Rail NRW, zur Begrüßung am Bahnsteig in Duisburg.
    Martin Husmann, Vorstandssprecher VRR, ergänzt: „Wenn Abellio im Dezember mit den neuen Fahrzeugen die Linien übernimmt, erwartet die Fahrgäste auch eine spürbare Verbesserung des Angebots. Dazu gehören sowohl die neuen und modernen Triebfahrzeuge, von denen wir einen positiven Eindruck bekommen haben, aber auch bessere Verbindungen und mehr Kapazitäten auf den Linien des Niederrhein-Netzes.“
    Wie bereits bei früheren Betreiberwechseln begleitet der VRR den Prozess zwischen dem alten und dem neuen Betreiber und unterstützt dabei auch einen möglichen Personalwechsel zielgerichtet. Dazu Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW: „Im Wettbewerb sind wir Konkurrenten aber auf der Schiene sind wir Partner. Daher ist es unser gemeinsamer Anspruch, für einen reibungslosen Betreiberwechsel im Sinne der Fahrgäste zu sorgen. Das Know-how der Mitarbeiter spielt dabei eine zentrale Rolle. Der nahtlose Übergang von Mitarbeitern vom bisherigen zum neuen Betreiber trägt erheblich dazu bei, dass das Niederrhein-Netz auch künftig hoch in der Gunst der Nahverkehrskunden stehen wird.“
    Die Eröffnungsfahrt brachte zahlreiche Gäste im neuen Zug von Duisburg nach Wesel und zurück. Dabei konnten sie sich einen ersten Eindruck von den neuen Elektrotriebzügen vom Typ FLIRT der Stadler Pankow GmbH und einer Teilstrecke des neuen Netzes machen. Ulf Braker, Geschäftsführer von Stadler Pankow war einer der Gäste: „Es freut mich außerordentlich, an dem heutigen Tag der Eröffnungsfahrt beizuwohnen. Das Fahrzeugkonzept des FLIRTs überzeugt mich persönlich nach wie vor und das nicht nur aus der Sichtweise des Herstellers. Ich wünsche allzeit gute Fahrt und hoffe, dass die zukünftigen Kunden von Abellio Rail NRW ebenso begeistert sind vom Komfort und der Laufruhe, wie ich es bin.“ Abellio Rail NRW wird ab Sonntag, den 11. Dezember 2016, auf den Strecken der Linien RE 19, RB 32 und RB 35 des neuen Niederrhein-Netzes zwischen Bocholt, Emmerich, Düsseldorf, Mönchengladbach und Wesel unterwegs sein und 36 Bahnhöfe in dem 189 kilometerlangen Streckennetz anfahren. Auf den Linien RE 19 und RB 35 werden 20 neue Fahrzeuge vom Typ FLIRT eingesetzt. Die fünfteiligen Fahrzeuge sind klimatisiert, verfügen über stufenlose Einstiegsbereiche und über mehr Sitzplätze als die bisher eingesetzten Wagen. Damit sorgen die neuen Fahrzeuge für die Mobilität von rund 7 Millionen Pendlern in Nordrhein-Westfalen.
    Die Verlängerung der Linie RE 19 von Emmerich über Zevenaar nach Arnhem wird nach Erhalt der erforderlichen Zulassung der Fahrzeuge für den niederländischen Bahnverkehr am 6. April 2017 in Betrieb genommen. Seit dem 1. August hat Abellio Rail NRW bereits einige Fahrten auf den künftigen Linien im sogenannten Vorlaufbetrieb übernommen, der ohne nennenswerte Störungen lief.
    Auf der Linie RB 32 wird Abellio bis zur Fertigstellung der Elektrifizierung der Strecke von Wesel bis Bocholt im Bereich des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) moderne Dieseltriebzüge vom Typ Alstom Coradia LINT einsetzen. „Damit wird das Reisen für mobilitätseingeschränkte Menschen durch einen möglichen Zustieg über eine im Zug mitgeführte Rampe und ein behindertengerecht gestaltetes WC sowie Mehrzweckbereiche mit Stellplätzen für Rollstühle oder auch Kinderwagen bereits vor der geplanten Modernisierung der Stationen verbessert“ erklärt Dr. Hermann Paßlick, stellvertretender Verbandsvorsteher des NWL.
    Zum Fahrplanwechsel wird das vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) entwickelte neue Linienkonzept am Niederrhein umgesetzt, welches deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste aufweist:
  • Täglich, und somit auch am Wochenende, zwei umsteigefreie Verbindungen pro Stunde zwischen Wesel und Düsseldorf mit der Linie RE 19 und der von DB Regio betriebenen Linie RE 5 (verkehrt künftig zwischen Koblenz und Wesel)
  • Stündliche Bedienung aller Halte zwischen Wesel und Emmerich durch die Linie RE 19
  • Kapazitätserhöhungen gegenüber dem heutigen Angebot auf den Linien RE 19 und RB 35
  • Einsatz von Neufahrzeugen auf den Linien RE 19 und RB 35
  • Stündliche grenzüberschreitende Verbindung im Nahverkehr von und nach Arnhem ab April 2017 zum VRR-Tarif
  • Nach Elektrifizierung der Strecke Bocholt – Wesel umsteigefreie Verbindung von Bocholt und Hamminkeln nach Duisburg und Düsseldorf (2019)
    Bis zur Betriebsaufnahme des Niederrhein-Netzes hat Abellio etwa 85 Arbeitsplätze geschaffen und rund 15 Millionen Euro in den Bau eines neuen Bahnbetriebswerks in Duisburg investiert. Der Bau wurde vom VRR mit 3,7 Millionen Euro gefördert. Abellio hatte sich bei der Ausschreibung durchgesetzt und im Juni 2013 den Verkehrsvertrag gemeinsam mit dem VRR und der Provinz Gelderland in Emmerich unterzeichnet. Abellio hat die Fahrzeuge für den Betrieb des Netzes beschafft und dann an den Zweckverband VRR weiter veräußert. Der VRR wird Eigentümer der Fahrzeuge, übernimmt die Finanzierung und verpachtet diese wiederum für die Laufzeit des Verkehrsvertrages an den Betreiber.
    Zur Betriebsaufnahme am 11. und 12. Dezember sind verschiedene Abellio-Promotionteams in den Zügen unterwegs, um die Fahrgäste mit Informationen zum neuen Betreiber, zu den Fahrplänen und dem neuen Netz zu versorgen.

    Quelle:/Fotos: Abellio Rail NRW GmbH

  • Datum:06.12.2016 - Uhrzeit: 09:28

    Aufgabenträger in NRW treffen Entscheidungen in SPNV-Vergabeverfahren

    Vergabeentscheidungen für die Linien RE8 und RB33, das Ruhr-Sieg-Netz und das Emscher-Münsterland-Netz

    Die drei SPNV-Aufgabenträger in NRW, der Nahverkehr Rheinland (NVR), der Zweckverband Westfalen-Lippe (NWL) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) haben in Ihren verantwortlichen Gremien wichtige Entscheidungen für den künftigen Betrieb von SPNV-Linien und Netzen getroffen. Vorausgegangen waren europaweite Wettbewerbsverfahren. Unter Federführung des NVR wurde entschieden, dass der künftige Betrieb für die erstmals im Wettbewerb vergebenen Linien RE 8 (Mönchengladbach – Köln – Koblenz) und RB 33 (Aachen –Lindern – Heinsberg / Mönchengladbach – Duisburg – Essen) weiterhin durch die DB Regio AG übernommen wird. Unter Leitung des NWL ist beschlossen worden, den künftigen Verkehrsvertrag für das „Ruhr-Sieg-Netz“ mit den Linien RE 16 (Essen – Hagen – Siegen), RB 46 (Bochum – Gelsenkirchen) und RB 91 (Hagen – Iserlohn/Siegen) erneut mit der Abellio Rail NRW GmbH zu schließen. Das unter Federführung des VRR durchgeführte Vergabeverfahren „Emscher-Münsterland Netz“ wird wiederum an die NordWestBahn GmbH vergeben. Die NordWestBahn wird auch künftig die Linien RE 14 (Essen – Dorsten – Borken) und RB45 (Dorsten – Coesfeld) betreiben.
    Auf allen Linien wird somit der bisherige Betreiber auch künftig unterwegs sein. Nach allen Entscheidungen innerhalb der verantwortlichen politischen Zweckverbandsgremien muss jetzt noch eine zehntägige Einspruchsfrist eingehalten werden. Erst nach Ablauf dieser Frist werden die jeweiligen Verkehrsverträge abgeschlossen. In allen Vergabeverfahren wurden für die öffentliche Hand erfreuliche wirtschaftliche Ergebnisse erzielt.

    Die Entscheidungen im Einzelnen:

    Vergabeentscheidung RE 8/RB 33

    Der Nahverkehr Rheinland (NVR) als Federführer dieses europaweiten SPNV-Vergabeverfahrens wird die Betriebsleistungen der beiden Linien RE 8 und RB 33 auch in den kommenden Jahren von DB Regio durchführen lassen. Dies beschloss der Vergabeausschuss des Zweckverbandes NVR in seiner jüngsten Sitzung, ebenso wie die Gremien im VRR und SPNV Nord. Gegenstand dieser Vergabe sind SPNV-Leistungen im Zuständigkeitsbereich der SPNV-Aufgabenträger Zweckverband Nahverkehr Rheinland, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) und Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) für den RE 8 sowie im Zuständigkeitsbereich von NVR und VRR für die RB 33. Für die Strecke des RE 8 von Mönchengladbach über Köln und Bonn-Beuel nach Koblenz beträgt die Vertragslaufzeit 15 Jahre, vom 15. Dezember 2019 bis 10. Dezember 2034. Das ausgeschriebene Leistungsvolumen liegt bei rund 1,9 Millionen Zugkilometern pro Jahr. Für die Strecke der RB 33 von Aachen über Lindern (Flügelung) nach Heinsberg bzw. nach Mönchengladbach und weiter über Duisburg und Mülheim nach Essen beträgt die Vertragslaufzeit 14 Jahre, vom 13. Dezember 2020 bis 10. Dezember 2034. Das ausgeschriebene Leistungsvolumen liegt hier bei rund 2 Millionen Zugkilometern pro Jahr. Die DB Regio setzte sich in beiden Losen mit dem jeweils wirtschaftlichsten Angebot durch. In diesem sogenannten Offenen Verfahren gab es während der Angebotsphase einen intensiven Wettbewerb und eine rege Teilnahme auf Seiten der Eisenbahnverkehrsunternehmen und der Bahnindustrie, was auf einen funktionierenden Markt im SPNV schließen lässt. Auf beiden Strecken wird es zum Einsatz von Neufahrzeugen kommen. Vorgesehen sind drei- und fünfteilige elektrische Triebzüge des Typs Coradia Continental (BR 440) des Herstellers Alstom. Sie sind geeignet für Bahnsteighöhen zwischen 38 und 96 Zentimetern. Die eingesetzten Triebzüge erfüllen die neusten europäischen Normen, beispielsweise beim Brandschutz, der Barrierefreiheit und den Emissionswerten. In den mit breiten Gängen ausgestatteten Zügen wird es zwischen der ersten und letzten Tür keine Stufen im Zug geben. Die dreiteiligen Triebzüge verkehren mit 155 Sitzplätzen, die fünfteiligen Triebzüge werden mit 266 Sitzplätzen unterwegs sein.

    Vergabeentscheidung Ruhr-Sieg-Netz

    Der Nahverkehr Westfalen-Lippe und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr beabsichtigen dem Bestandsbetreiber des Ruhr-Sieg-Netzes den Zuschlag auch für den Folgevertrag zu erteilen. Damit wird die Abellio Rail NRW GmbH auch ab Dezember 2019 für weitere 15 Jahre die Linien RE 16 (Ruhr-Sieg-Express) und RB 91 (Ruhr-Sieg-Bahn) sowie die Linie RB 46 (Glückauf-Bahn) betreiben. Zum Einsatz werden im Wesentlichen die bekannten elektrisch betriebenen Fahrzeuge des Typs FLIRT kommen. Das Betriebskonzept sieht weiterhin einen Flügelzugbetrieb der Linien RE 16 und RB 91 vor, der ein umsteigefreies Reisen zwischen Siegen/Iserlohn und Essen über Hagen und Bochum ermöglicht. Zusätzliche Anpassungen des Fahrplans betreffen einzelne Leistungen in Tagesrandlagen, die das Bedienungskonzept abrunden.

    Vergabeentscheidung Emscher-Münsterland Netz

    Die NordWestBahn wird auch ab Dezember 2018 für weitere drei Jahre die Linien RE14 und RB 45 betreiben. Das Fahrplanangebot sieht deutliche Verbesserungen, insbesondere an den Wochenenden vor, wie zum Beispiel den täglichen Stundentakt auf der Linie RB 45. Ab Dezember 2019 wird die Linie RE 14 im Rahmen des neuen S-Bahn-Taktes montags bis samstags zwischen Essen und Dorsten im 30-Minuten-Takt verkehren und bis Essen-Steele verlängert werden. Somit ergibt sich zwischen Essen-Steele und Gladbeck West ein angenäherter 15-Minuten-Takt durch Überlagerung der Linien RE 14 und S 9. Viele Fahrten insbesondere am Wochenende bieten künftig eine umsteigefreie Verbindung von Coesfeld bis Essen, indem der Zug der RB 45 in Dorsten an den Zug der RE 14 aus Borken über ein sogenanntes Flügelkonzept angekuppelt wird. Die Züge legen ab Dezember 2018 rund 1,1 Mio. Zugkilometer pro Jahr zurück. Ab Dezember 2019 erhöht sich das Leistungsangebot nochmals um weitere 300.000 Zugkilometer pro Jahr auf der Linie RE 14. Zum Einsatz kommen zunächst elf, ab Dezember 2019 15 gebrauchte zwei- und dreiteilige Dieseltriebwagen vom Typ Talent, die teilweise schon heute auf den Linien unterwegs sind. Ab Dezember 2021 sehen VRR und NWL den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Zügen mit Brennstoffzelle im Emscher-Münsterland-Netz vor. Die Vergabeverfahren für den Kauf und die Instandhaltung der Züge sowie für den Betrieb ab Dezember 2021 nach dem NRW-RRX-Modell haben die beiden Aufgabenträger bereits gestartet.

    Quelle:/Fotos: NVR / NWL / VRR

    Datum:03.11.2016 - Uhrzeit: 08:45

    Komfortsprung für den „Prignitz-Express“

    Fahrplanwechsel bringt Züge mit mehr Platz, mehr Komfort und mehr Information auf die Linien RE 6 und RB 55 • Feierliche Vertragsunterzeichnung für Nordwestbrandenburg-Netz

    Bahnfahren im Nordwesten Brandenburgs wird ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember komfortabler. Erstmals kommen auf der Regionalexpress-Linie RE 6 („Prignitz-Express“) und der Regionalbahnlinie RB 55 Fahrzeuge der Bauart Coradia LINT 41 des Herstellers Alstom zum Einsatz. Die vorgesehenen 14 Doppeltriebwagen fuhren bislang in Nordrhein-Westfalen und wurden einem umfassenden Redesign unterzogen.

    Gegenüber der bisherigen Fahrzeuggeneration verfügt der in der Region erstmals eingesetzte Zugtyp über erweiterte Stellmöglichkeiten für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder. Steckdosen an den Plätzen und Monitore mit Echtzeitinformationen zu Anschlüssen tragen zu einer verbesserten Kundenfreundlichkeit bei. Das Sitzplatzangebot wurde erhöht. Künftig stehen 120 ergonomisch gestaltete Plätze samt Kopfstützen pro Doppeltriebwagen zur Verfügung. Ein behindertengerechtes WC ist nun auch für Nutzer von Elektrorollstühlen zugänglich.

    Die sukzessive Umstellung des Wagenparks auf den Strecken zwischen Wittenberge – Neuruppin – Hennigsdorf – Spandau und Gesundbrunnen sowie zwischen Velten und Hennigsdorf ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). DB Regio Nordost konnte das Verfahren im Frühjahr 2014 für sich entscheiden. Der Verkehrsvertrag für das Nordwestbrandenburg-Netz hat eine Laufzeit von zwölf Jahren und ein Volumen von jährlich 2,24 Millionen Zugkilometern.

    Im Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor wurde der Coradia LINT 41 am Mittwoch erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. In Neuruppin fand dann die feierliche Unterzeichnung des neuen Verkehrsvertrages statt.

    „Wir sind in jeder Hinsicht stolz, dass wir das bewährte Angebot des „Prignitz-Express“ fortführen und die Qualität ausbauen können. Damit kommen wir unserem Ziel, noch mehr Berufspendler und Ausflügler von der Schiene zu überzeugen, ein ganzes Stück näher“, so DB-Konzernbevollmächtigter Joachim Trettin: „Mit dem Gewinn der Ausschreibung können wir zudem den Bestand des Instandhaltungswerkes Neuruppin und die 130 Arbeitsplätze der dortigen Mitarbeiter langfristig sichern.“


    Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn

    Datum:17.10.2016 - Uhrzeit: 11:05

    RCO AT beauftragt TX Logistik mit weiteren Rundläufen

    Die TX Logistik AG (TXL) hat von Rail Cargo Operator - Austria (RCO AT) im Bereich der maritimen Hinterlandverkehre den Zuschlag für weitere 96 Rundläufe pro Jahr erhalten. Bereits seit Mitte 2015 fährt TXL zwischen den deutschen Seehäfen und Linz vier Rundläufe pro Woche für RCO.
    „Mit der Erweiterung erhöht sich die Leistung für RCO AT auf jährlich insgesamt 288 Rundläufe“, freut sich Wolfgang Debusmann, Director Maritim bei TX Logistik.
    Ausschlaggebend für den neuen Auftrag waren sowohl die hohe produktive Qualität von TXL als auch die positiven Erfahrungen mit dem Customer Service des Eisenbahnlogistikunternehmens. Wolfgang Debusmann: „Schnelle Information und kurze Reaktionszeiten sind RCO AT besonders wichtig. Wir sind nicht nur in der Lage, jederzeit Auskunft über die Züge zu geben. Wir können auch entsprechende Maßnahmen ergreifen, sollte es unvorhergesehen zu Abweichungen kommen.“
    Auch kurzfristige Anpassungen des Routenverlaufs seitens RCO AT sind möglich. „In den zusätzlichen Rundläufen bieten wir je nach Bedarf die Traktion für die Relation Linz- Bremerhaven-Hamburg-Linz oder die Direktverbindung Linz- Hamburg und vice versa“, erläutert Wolfgang Debusmann. „Wir richten unser Angebot an individuellen Anforderungen aus und halten unsere Kunden damit flexibel.“

    Quelle:/Fotos: TX Logistik AG

    Datum:23.09.2016 - Uhrzeit: 09:50

    TX Logistik erhöht Frequenz von Padborg nach Verona

    Terminal Padborg ist für Mehrtransporte und Frischelogistik gerüstet

    Die TX Logistik AG hat ihre Intermodalverbindung zwischen dem dänischen Padborg und Verona in Italien jetzt von fünf aus sechs Rundläufe pro Woche aufgestockt. Diese Neuerung fällt mit dem Abschluss umfassender Arbeiten am eigenen Terminal in Padborg zusammen. „Mit beiden Maßnahmen reagieren wir auf die anhaltende Nachfrage auf der Nord-Süd-Achse“, sagt Patrick Zilles. „Wir bieten unseren Kunden mit täglichen Abfahrten mehr Flexibilität, attraktive Slots für Dritte und sind am Terminal – auch für Kühltransporte – bestens aufgestellt.
    Mit erweiterten Kapazitäten macht TX Logistik Mehrtransporte möglich. Dabei spielt der Frischebereich eine zentrale Rolle. „Der Bedarf an Kühltransporten steigt: Etwa die Hälfte der Einheiten in unserem Terminal in Padborg sind temperatursensible Güter“, erläutert Patrick Zilles, Senior Director Sales & Marketing bei TX Logistik. Während von Dänemark aus vor allem hängendes Fleisch, Käse- und Milchprodukte in Trailern über die Schiene nach Italien transportiert werden, erreichen von Italien aus Obst- und Gemüseprodukte die skandinavischen Verbrauchermärkte.
    Um für diese Mehrtransporte und die besonderen Anforderungen der Frischelogistik gerüstet zu sein, hat TX Logistik im Terminal 14 neue Kühlanschlüsse für Reefereinheiten und Kühltrailer installiert.
    In den beiden Jahren zuvor waren bereits die Abstellfläche auf 3.300 Quadratmeter erweitert, die vorhandenen Gleise verlängert und die Elektrifizierung des Terminals umgesetzt worden. Seitdem können dort mehrere Züge gleichzeitig und auch schneller be- und entladen werden. „Padborg ist unser Gateway nach Skandinavien“, hebt Jörg Nowaczyk, Geschäftsbereichsleiter Intermodal, die Bedeutung des Standorts hervor.
    Künftiges Wachstum auf der Nord-Süd-Relation verspricht sich TX Logistik auch durch vermehrten Einsatz des NiKRASA-Umschlagsystems, dessen Bedeutung zunehmend auch im Frischebereich erkannt wird. Nicht kranbare Sattelauflieger werden einfach, effizient und ohne Änderungen an Equipment und Prozessabläufen mit einer Platte verladen und gehen so per Standardtragwagen auf die Schiene. Auch Kühltrailer werden so zwischen Padborg und Verona transportiert. Patrick Zilles: „Nie war die Verladung von der Straße auf die Schiene so einfach. Wir bieten Frischelogistikern schnelle Transitzeiten, eine hohe Pünktlichkeit und Wochenend-Öffnungszeiten im Terminal. Nicht zuletzt ist aber auch der nachhaltige Transport ein Thema, denn die Auftraggeber unserer Frischekunden erwarten zunehmend Lösungen, um ihre CO2-Emissionen zu senken – und dabei hat die Schiene eindeutige Vorteile.“




    Quelle:/Fotos: TX Logistik AG

    Datum:22.09.2016 - Uhrzeit: 09:45

    Railcare bestellt sieben Vectron-Lokomotiven

  • 25. Kunde für den Vectron
  • Einsatz im Güterverkehr in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Ausrüstung mit Diesel Power Modul

    Siemens gewinnt den 25. Kunden für die Vectron-Lokomotive: Das Bahnverkehrsunternehmen Railcare hat sieben Fahrzeuge dieses Typs bestellt. Der Vertrag beinhaltet zusätzlich die Wartung und Instandhaltung über einen Zeitraum von acht Jahren. Die Vectron-AC-Lokomotiven sollen im Güterverkehr in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 Kilometer pro Stunde bei einer Antriebsleistung von 6,4 MW.

    Railcare ist eine 100-prozentige Tochterfirma des Schweizer Detail- und Großhandelsunternehmens Coop und befördert mit eigenen Zügen und Lastwagen Güter des täglichen Bedarfs innerhalb der Schweiz. Die neuen Lokomotiven sollen im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV) bei der Verteilung von Waren zum Einsatz kommen.

    Alle Fahrzeuge werden mit einem Diesel Power Modul ausgerüstet. Damit lassen sich kurze Strecken ohne Oberleitung, beispielsweise auf Anschlussgleisen oder beim Rangieren, überbrücken. Durch das Diesel Power Modul kann Railcare auf den Einsatz zusätzlicher Rangierlokomotiven verzichten.

    Zusätzlich zur Lieferung der sieben Fahrzeuge hat Siemens mit Railcare den ersten Fullservice-Auftrag in der Schweiz unterzeichnet: In den kommenden acht Jahren werden alle Instandhaltungsarbeiten an den Vectron-Lokomotiven durch Siemens ausgeführt.

    Quelle:/Fotos: Siemens

  • Datum:16.09.2016 - Uhrzeit: 09:47

    DB Regio soll Zuschlag für Breisgauer Ost-West-Achse erhalten

    Nach Abschluss der Auswertung der Angebote für das Netz „Breisgau Ost-West“ soll DB Regio den Zuschlag für den Betrieb des Netzes erhalten. Ab Dezember 2019 gibt es nun umsteigefreie Verbindungen von Breisach und Endingen nach Seebrugg und Villingen. Außerdem soll künftig eine Elektrifizierung der Strecken erfolgen.

    Von Dezember 2019 an fahren die Nahverkehrszüge im Netz „Breisgau-Ost-West“ (Vergabenetz 9a) an Werktagen umsteigefrei durch. „Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn konnten wir einen um drei Euro günstigeren Preis pro Zugkilometer erreichen. Statt 11,69 Euro pro Zugkilometer zahlt das Land künftig rund acht Euro pro Zugkilometer. Das trotz neuer Fahrzeuge und trotz des anspruchsvollen Betriebsprogramms auf einer eingleisigen Infrastruktur mit Steilstrecke. Neben dem durchgehenden Halbstundentakt zwischen Breisach, Endingen und Neustadt profitieren die Fahrgäste von zahlreichen weiteren Verbesserungen wie mehr Sitzplätze, größere Mehrzweckbereiche beispielsweise für Fahrräder und Skiausrüstungen, Klimaanlagen oder WLAN in den Fahrzeugen“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

    Die Auswertung der Angebote für das Vergabenetz „Breisgau Ost-West“ ist durch das Land abgeschlossen. Den Zuschlag für den Betrieb soll ab Dezember 2019 für 12,5 Jahre und für rund 2,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr DB Regio – der günstigste Bieter – erhalten. Die unterlegenen Bieter können gegen diese Entscheidung binnen zehn Tagen ein Nachprüfungsverfahren bei der Vergabekammer beantragen.

    DB Regio wird neue drei- und vierteilige Elektrotriebwagen der Firma Alstom vom Typ Coradia Continental einsetzen. Die Züge verkehren künftig im neuen Landesdesign. Die Züge können mit einer Schienenkopf-Konditionierungsanlage nachgerüstet werden. Diese bietet eine Möglichkeit zur Reduzierung der Lärmemissionen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Das Land wird gemeinsam mit der Region prüfen, ob diese zusätzliche Investition sinnvoll und umsetzbar ist.

    Die erfolgreiche Betriebsaufnahme im Dezember 2019 hängt auch von einer rechtzeitigen Fertigstellung der Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Projektes Breisgau S-Bahn 2020 in der 1. Stufe 2018 ab. Hierzu zählt insbesondere die Elektrifizierung der Strecken Breisach – Freiburg, Endingen – Gottenheim und Neustadt – Donaueschingen. Der Zeitplan für die einzelnen Projekte sieht eine Fertigstellung bis spätestens Juni 2019 vor. Die wesentlichen Baumaßnahmen sind in den Jahren 2017 und 2018 vorgesehen. Die Infrastrukturbetreiber DB Netz AG, DB Station und Service AG und die SWEG arbeiten zielstrebig auf eine rechtzeitige Fertigstellung hin.

    An der Finanzierung des Verkehrsangebotes ist nicht nur das Land, sondern auch der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) beteiligt. So finanziert der ZRF den Halbstundentakt zwischen Gottenheim und Endingen zu den Nebenverkehrszeiten. Die für das Verkehrsangebot nötigen Infrastrukturmaßnahmen von mehr als 300 Millionen Euro werden vom Bund, vom ZRF, vom Land und vom Schwarzwald-Baar-Kreis finanziert. „Ich setze darauf, dass die erheblichen Angebotsausweitungen zu deutlich mehr Fahrgästen führen und dadurch der Marktanteil des Öffentlichen Verkehrs im Breisgau weiter steigen wird“, so Minister Hermann.

    Um die Betriebsaufnahmen im Freiburger Raum zu entzerren, wird das Land die Betriebsaufnahme des Netzes 4 (Rheintal), in dem die RE- und RB-Leistungen Offenburg-Basel enthalten sind, um ein halbes Jahr auf Juni 2020 verschieben. „Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber Bieter und Hersteller haben uns signalisiert, dass sie mehr Vorlaufzeit für die Produktion der Fahrzeuge brauchen“, so Hermann. „Die bisherigen Ausschreibungen einschließlich der jetzt erfolgten Vergabe des Netzes 9a haben gezeigt, dass wir nur dann wirtschaftliche Ergebnisse erzielen, wenn wir ein Ohr am Markt haben“. Zudem werde durch die Verschiebung vermieden, dass zum Dezember 2019 in der Region Freiburg drei Ausschreibungsnetze gleichzeitig in Betrieb gehen. Das noch in der Ausschreibung befindliche Netz 9b (Freiburger Y) soll weiterhin wie geplant im Dezember 2019 starten.

    Streckenabschnitte, die mit dem neuen Fahrplankonzept umsteigefrei miteinander verbunden werden

    - Freiburg – Gottenheim – Breisach (wird elektrifiziert)
    - Gottenheim – Bahlingen – Endingen (wird elektrifiziert)
    - Freiburg – Kirchzarten – Hinterzarten – Titisee – Neustadt
    - Neustadt – Donaueschingen – Villingen (wird elektrifiziert im Abschnitt Neustadt – Donaueschingen)
    - Titisee – Seebrugg

    Das vom Land vorgesehene Verkehrsprogramm

    Werktags (montags bis samstags)

    - Halbstündliche Bedienung zwischen Breisach bzw. Endingen und Neustadt (Schwarzwald)
    - durchgehende Züge von
    - Breisach über Gottenheim, Freiburg, Titisee nach Seebrugg;
    - Endingen über Gottenheim, Freiburg, Titisee nach Villingeno;
    - Stündliche Bedienung zwischen Titisee und Seebrugg sowie zwischen Neustadt und Villingen
    - Zu den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Züge Freiburg – Kirchzarten

    Sonntags

    - 20-Minuten-Takt zwischen Freiburg, Titisee und Neustadt
    - Zwei Züge pro Stunde Titisee – Seebrugg
    - Stündliche Fahrten Freiburg – Neustadt – Villingen

    An Sonn- und Feiertagen gibt es zwischen Breisach, Endingen und Freiburg in der Zeit von etwa 9 bis 18 die Besonderheit, dass das Angebot aus Gründen des Fahrzeugumlaufes über einen anderen Verkehrsvertrag erbracht wird.

    Neuerungen gegenüber heute

    - Die Zugflügelungen in Gottenheim und Titisee, d.h. dort werden die Triebwagen in zwei Richtungen getrennt oder aus zwei Richtungen zusammengekuppelt. Umstiege in Gottenheim und Titisee Richtung Freiburg entfallen dadurch.
    - Die Züge enden nicht mehr in Neustadt und Freiburg. Dies ermöglicht die Elektrifizierung der Strecken Neustadt – Donaueschingen, Freiburg – Gottenheim – Breisach und Gottenheim – Endingen.
    - Halbstundentakt Titisee – Neustadt statt heutigem Stundentakt.
    - An Sonntagen 20-Minuten-Takt zwischen Freiburg und Neustadt statt Halbstundentakt wie an Werktagen.
    - An Sonntagen zwei Züge statt einem Zug pro Stunde zwischen Titisee und Seebrugg.
    - Zusätzliche Züge zwischen Freiburg und Kirchzarten zur Hauptverkehrszeit
    - .Zusätzliche Spätverbindungen ab Freiburg mit letzten Abfahrten nach
    - Breisach und Endingen um 0.17 Uhr und 1.17 Uhr
    - Neustadt um 23.46 und 0.46 Uhr
    - Löffingen um 0.46 Uhr
    - Villingen um 22.46 Uhr


    Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr
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