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News-Rubrik: Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV)/ Schienen-Personen-Fernverkehr(SPFV)

Datum:24.03.2017 - Uhrzeit: 08:25

Symbolischer Spatenstich für S-Bahn-Verlängerung Ansbach – Dombühl

Feierlicher Auftakt der Bauarbeiten in Leutershausen-Wiedersbach • Inbetriebnahme am 10. Dezember 2017

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wird die S-Bahn-Linie Nürnberg - Ansbach bis Dombühl verlängert. Mit einem feierlichen Spatenstich am Bahnhof Leutershausen-Wiedersbach, der für den Personenverkehr reaktiviert wird, haben heute die Bauarbeiten begonnen.
„Bund und Freistaat Bayern investieren rund zehn Millionen Euro in die Bahnstrecke von Ansbach nach Dombühl und schaffen damit die Voraussetzung zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs im westlichen Mittelfranken“ erläutert Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern.
„Wir bestellen ab Dezember rund zusätzliche 170.000 Zug-Kilometer jährlich, um Leutershausen und Dombühl stündlich anzubinden“, betont Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann. „Damit setzen wir den Standard des Bahnlandes Bayern auch auf dieser Strecke um, und zwar an 365 Tagen im Jahr von fünf Uhr in der Früh bis Mitternacht“, zeigte sich Herrmann erfreut über das künftige Betriebskonzept.
Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig ergänzt: „Mit der vom Landkreis bestellten deutlichen Ausweitung des Busverkehrs werden wir nahtlos an das verbesserte Zugangebot anknüpfen. In Leutershausen-Wiedersbach und Dombühl stellen wir direkte Anschlüsse zwischen Bus und Zug her. Damit schaffen wir auch für viele Städte und Gemeinden, die nicht direkt an der Bahnstrecke liegen, stündliche Verbindungen nach Ansbach und Nürnberg.“
Die Leutershausener Bürgermeisterin Sandra Bonnemeier betont: „Der Bahnanschluss stellt einen wesentlichen Meilenstein für die Anbindung unserer Stadt dar. Ich freue mich sehr, dass nach einer langen Planungsphase nun die Bauarbeiten beginnen“.
Der Bahnhof Dombühl erhält einen barrierefreien Bahnsteig für die S-Bahn. In Leutershausen-Wiedersbach entsteht eine neue Station. Ferner erfolgen Anpassungen bei Gleisen, Oberleitungen, Weichen und Signaltechnik.
Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wird die S-Bahn alle zwei Stunden bis Dombühl verlängert. Gemeinsam mit dem Regionalexpress Nürnberg – Stuttgart, der künftig auch in Leutershausen-Wiedersbach halten wird, entsteht ein stündliches Zugangebot.
Zeitgleich mit der S-Bahn-Inbetriebnahme wird das Busangebot erheblich ausgeweitet. In Dombühl werden stündliche Anschlüsse über Feuchtwangen und Schopfloch nach Dinkelsbühl hergestellt. Eine weitere stündliche Buslinie verkehrt künftig von Dombühl über Wörnitz, Schillingsfürst, Diebach und Gebsattel nach Rothenburg ob der Tauber. Insingen wird zweistündlich angebunden.
Am Bahnhof Leutershausen-Wiedersbach sind Busanschlüsse in die Innenstadt von Leutershausen und weitere Stadtteile sowie nach Buch am Wald und Colmberg vorgesehen.

Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn

Datum:17.03.2017 - Uhrzeit: 09:25

Schienenpersonennahverkehr: Teilnetz Usedom neu vergeben

Der Schienenpersonennahverkehr im Teilnetz Usedom wird ab Dezember 2017 von der DB Regio AG bedient. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn erhielt den Zuschlag im Ausschreibungsverfahren und übernimmt damit die bisher von der Usedomer Bäderbahn (UBB) bedienten Strecken des Teilnetzes.
Das Teilnetz Usedom besteht aus den Verbindungen RB23 Stralsund – Swinemünde (ab Dezember 2019: Züssow – Swinemünde) und RB24 Zinnowitz – Peenemünde. Die durch die Landesregierung beauftragte Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) schreibt die Verkehrsnetze des Schienenpersonennahverkehrs regelmäßig europaweit aus. Die Ausschreibung von Verkehrsleistungen eines Verkehrsnetzes benötigt einen mehrjährigen Vorlauf. Aufgrund der sich überschneidenden Zeiträume der einzelnen Verkehrsverträge finden daher fortlaufend Planungen statt. Der aktuelle Verkehrsvertrag für das Teilnetz Usedom läuft zum Dezember dieses Jahres aus. Die Laufzeit des neuen Vertrages beträgt 13 Jahre. Die DB Regio AG war der einzige Bieter in dem Ausschreibungsverfahren.Das Teilnetz Usedom soll künftig weitestgehend auf den Inselbereich beschränkt sein. Aus diesem Grund wird die RB23 Stralsund – Swinemünde voraussichtlich ab Ende 2019 verkürzt und als RB23 Züssow – Swinemünde verkehren. Bis dahin wird die Strecke zwischen Züssow und Stralsund aber weiterhin im Rahmen des Verkehrsvertrages Teilnetz Usedom bedient. Später soll dieser Abschnitt aus einem anderen Verkehrsvertrag bedient werden.
Die DB Regio AG wird die bislang auf den Strecken des Teilnetzes Usedom eingesetzten Fahrzeuge (Dieseltriebwagen vom Typ GTW 2/6) übernehmen. Der Fahrplan bleibt, von Detailänderungen abgesehen, unverändert. Als Verbesserung für die Kunden ist künftig auch die bargeldlose Bezahlung in den Zügen möglich.

Quelle:/Fotos: EM - Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Datum:23.02.2017 - Uhrzeit: 09:35

VRS: Längere Züge und neue Weichen

Region beschließt weitere Verbesserungen für den S-Bahn-Verkehr – große Unzufriedenheit über die S-Bahn-Qualität im letzten Jahr

Längere Züge und damit mehr Platz in den S-Bahnen. Zusätzliche Weichen und damit mehr Flexibilität beim S-Bahn-Verkehr. Der Verband Region Stuttgart hat heute erneut Verbesserungen auf den Weg gebracht, die kurz- und langfristig wirken. Im Verkehrsausschuss verknüpften die Regionalpolitikerinnen und –politiker ihr regionales Engagement mit einem deutlichen Appell an die Deutsche Bahn AG. Alle Konzerntöchter sollten diesem guten Beispiel folgend ihre Anstrengungen forcieren, damit die S-Bahn wieder flotter und zuverlässiger wird.

Mehr Sitzplätze und überschlagene Wenden

Ein Teil der zehn neuen S-Bahn-Fahrzeuge, die der Verband Region Stuttgart für gut 80 Millionen Euro finanziert hat, werden bereits seit Dezember 2016 für mehr Komfort und Pünktlichkeit im S-Bahn-Verkehr eingesetzt. In der Hauptverkehrszeit am Morgen waren auf den Linien S1, S2 und S3 einzelne Züge auf insgesamt drei Wageneinheiten (‚Langzug‘) verlängert worden, das entspricht einem Plus von rund 3.300 Sitzplätzen. Weitere 1.000 Sitzplätze werden ab 10. April durch längere Züge der S2 am späteren Nachmittag geschaffen. Hinzu kommen längere Züge auf allen Linien an Wochenenden, abends sowie nachts. Damit gibt der Verband Region Stuttgart die richtige Antwort auf die massiven Fahrgaststeigerungen, gerade auch im Freizeitverkehr am Abend und Wochenende, führte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler aus. Auch die überschlagenen Wenden in Weil der Stadt, Stuttgart-Vaihingen (seit Dezember 2016) und Schorndorf sowie Filderstadt (ab Frühjahr 2017) seien ein regionaler Beitrag für mehr Pünktlichkeit. Dort stehen einige der neuen S-Bahn-Fahrzeuge, die pünktlich losfahren können, sofern eine ankommende S-Bahn verspätet sein sollte.

Einen Festbetrag von knapp 2,5 Millionen Euro zahlt der Verband Region Stuttgart für vier neue Weichen an der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße. Damit eröffnet die Region perspektivische Ausbauoptionen nach Stuttgart 21 (T-Spange) sowie mehr betriebliche Flexibilität, gerade auch bei Störungen. Die Weichen sollen während der Bauarbeiten von Stuttgart 21 eingebaut werden.

Gelbe Karte für zu viel ausgefallene Züge

Die Pünktlichkeit für 2016 liegt nach wie vor deutlich hinter den vertraglich vereinbarten Zielwerten zurück. Das ärgert den Verband Region Stuttgart als Finanzier des S-Bahn-Verkehrs mindestens so sehr wie die Fahrgäste. „Die Qualität der S-Bahn hat sich 2016 nicht nachhaltig verbessert und ist absolut unbefriedigend“, sagte Dr. Jürgen Wurmthaler. Die Strafzahlung in Höhe etwa 1,3 Millionen Euro, die die DB Regio AG für ausgefallene Züge an die Region überweisen muss, sind da ein schwacher Trost. Lässt man die Streiks aus dem Jahr 2015 und geplante Baustellen außen vor, haben sich die ausgefallenen Zug-Kilometer um 40 Prozent im Jahr 2016 deutlich erhöht, auf rund 160.000 Kilometer. Grund dafür sind im Wesentlichen „Einflüsse Dritter“, also Personenunfälle, Notarzteinsätze oder Menschen in der Nähe von Gleisen. Die Störungen an Signalen und Weichen machen rund 59.000 Zug-Kilometer aus, das sind mehr als ein Drittel. Ihr Anteil ging im Vergleich zu 2015 um 25 Prozent zurück. Als „gutes Signal“ wertete Dr. Wurmthaler, dass der Anteil der Zugausfälle, der von der S-Bahn Stuttgart zu verantworten ist, zurückging. „Ich setze darauf, dass DB Regio alles dafür tut, um diesen positiven Trend auch in den Folgejahren fortzuführen.“

Der Vertrag von Verband Region Stuttgart und DB Regio AG über den Betrieb der S-Bahn sieht die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung vor, sofern der Wert an ausgefallenen Zug-Kilometern in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren 1 Prozent übersteigt. 2016 war dies erstmals der Fall. Deshalb hat der Verkehrsausschuss der DB Regio AG heute die gelbe Karte gezeigt. Mit dieser Warnung ist der Hinweis verbunden, dass „alle Maßnahmen zu nutzen sind, um die Zugausfälle aller Verursacher zu reduzieren.“ Noch vor der Sommerpause werden Unternehmensvertreter der Deutschen Bahn AG im Verkehrsausschuss berichten, wie die bisher bei den „S-Bahn-Gipfeln“ vorgestellten Maßnahmen gewirkt haben.

Kopfschütteln, Frust und Hilflosigkeit

Rainer Ganske (CDU) bedauerte es, dass das „Fünkchen Hoffnung“ eines positiven Trends sich in Luft aufgelöst habe. „Jetzt muss die DB als Gesamtkonzern liefern“. Eine Kündigung des Vertrags sei keine Option. Mangels Alternativen sei es eine Illusion zu glauben, dann werde alles besser. Auch die geplanten Baustellen mit Ersatzfahrplänen strapazierten die Nerven der Fahrgäste, sagte Eva Mannhardt (Grüne). „Wir machen unsere Hausaufgaben und können sicherlich Verbesserungen erreichen.“ Der Beitrag von anderen stehe noch aus, formulierte sie vor allem in Richtung DB Netz AG. Seit Jahren hätten sich die Zahlen von Zugausfällen und Pünktlichkeit nicht signifikant verbessert, kritisierte Harald Raß (SPD). „Das ist nicht akzeptabel“. Die Region habe die neuen Fahrzeuge gekauft und investiere in den 15-Minuten-Takt, alles in allem um die 100 Millionen Euro. Damit seien die Hausaufgaben der Region mehr als gemacht. Die Warnung an die DB Regio AG könne nicht folgenlos sein.

Von „geballter Frustration und Hilflosigkeit“ sprach Bernhard Maier (Freie Wähler). „Das S-Bahn-System ist am Limit, deshalb wird es nicht besser werden. Wir verbessern das System mit öffentlichem Geld und der einzige Profiteur ist die Bahn.“ „Die Zahlen sind nicht mehr schön zu reden“, findet auch Ingo Mörl (Piraten/Die Linke). „So kann es nicht weitergehen. Und ohne Sanktionierung gibt es keine Besserung.“ Armin Serwani (FDP) war über die Werte „erschreckt“. „Mit den geplanten Baustellen, die die Infrastruktur verbessern, müssen wir uns allerdings abfinden.“ Nicht akzeptabel sei die Informationspolitik der Bahn. Nach Überzeugung von Dr. Burghard Korneffel (AfD/Innovative Politik) funktioniert dieses System S-Bahn als Teil der DB nicht.

Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

Datum:17.02.2017 - Uhrzeit: 08:52

DB Regio bestellt 39 Regionaltriebzüge bei Siemens


  • Erstauftrag über 24 Gliederzüge der neuen Zugplattform Mireo
  • 15 Doppelstockzüge aus der bewährten Desiro-Zugfamilie
  • Inbetriebnahme Sommer 2020

    Die DB Regio AG wird ab 2020 das Rheintal-Netz im Südwesten Deutschlands ausschließlich mit Neufahrzeugen von Siemens betreiben. Die Nahverkehrssparte der Deutschen Bahn hat hierfür insgesamt 39 Regionaltriebzüge bestellt. Der Auftrag umfasst 15 Desiro-HC- und 24 Mireo-Züge. Dies ist die erste Order für Fahrzeuge aus der neuen Regionaltriebzugplattform Mireo, die erst kürzlich auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans vorgestellt wurde.

    „Nach dem Produktlaunch ist uns innerhalb kürzester Zeit der Markteintritt mit unserer neuen Zugplattform Mireo gelungen. Der Mireo vereint Wirtschaftlichkeit mit Nachhaltigkeit und bietet höchste Flexibilität über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagte Sabrina Soussan, Leiterin des Geschäfts mit Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen sowie Lokomotiven.

    Das Zugangebot im Rheintal wird neu strukturiert. Es besteht dann eine klare Trennung zwischen einem schnellen Zugsystem für den überregionalen Verkehr zwischen den großen Orten und einem S-Bahn-ähnlichen Regionalzugsystem mit Halt auf allen Stationen. Gleichzeitig erfolgt eine deutliche Ausweitung des Zugangebotes. Für diese speziellen Anforderungen wurden die entsprechenden Fahrzeuge bestellt.

    Der Mireo wird als Regionalbahn (RB) auf der Strecke Offenburg –Freiburg – Basel/Neuenburg (Schweiz) sowie sonntags im Kaiserstuhl von Freiburg nach Endingen/Breisach eingesetzt. Das Fahrzeug ist als skalierbarer Gliederzug konzipiert. Die Leichtbauweise, energieeffiziente Komponenten und ein intelligentes Bordnetzmanagement führen zu einem um 25 Prozent reduzierten Energieverbrauch im Vergleich zu Vorgängerfahrzeugen. Durch die neue aerodynamische Gestaltung und das laufruhige Drehgestell wird eine Geräuschreduzierung erreicht. Die dreiteiligen Züge verfügen über 220 Sitzplätze.

    Auf der Strecke Karlsruhe – Offenburg –Freiburg –Basel wird der Desiro HC als Regionalexpress verkehren. Jeder Zug besteht aus vier Wagen, von denen der erste und der letzte als Endwagen jeweils ein Deck für die Fahrgäste haben und die beiden mittleren als Doppelstockwagen ausgeführt sind. Über 50 Prozent des Raumes für die Fahrgäste sind barrierefrei begehbar, in den beiden einstöckigen Endwagen sogar komplett stufenlos und für die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Reisender ausgestattet. Durch die zweistöckigen Mittelwagen wird pro Zug auf nur 105 Metern Länge ein Angebot von 410 Sitzplätzen mit reichlich Beinfreiheit geschaffen.

    Beide Regionalzüge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt.




    Quelle:/Fotos: Siemens AG

  • Datum:07.02.2017 - Uhrzeit: 09:55

    Netz „Rheintal“ - Zuschlag an DB Regio erteilt

    Nahverkehr auf der Rheinschiene wird deutlich ausgeweitet und schneller
    Ab Juni 2020 Ausweitung des Zugangebotes um 40 Prozent und in 85 Minuten von Offenburg nach Basel
    Die DB Regio AG hat heute vom Land den Zuschlag für das Netz „Rheintal“ (Vergabenetz 4) erhalten. DB Regio hatte in beiden Losen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. „Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn konnten wir einen um 4,39 Euro günstigeren Preis pro Zugkilometer erreichen. Statt 11,69 Euro pro Zugkilometer zahlt das Land künftig 7,30 Euro pro Zugkilometer. Und das trotz neuer, moderner Fahrzeuge und trotz des anspruchsvollen Betriebsprogramms auf der überlasteten Rheintalstrecke“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann am 6. Februar. „Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Wettbewerb sowohl günstigere Preise für das Land als auch Verbesserungen für die Fahrgäste ermöglicht. Ohne den Wettbewerb könnten wir uns die Verbesserungen nicht leisten.“
    Das Netz 4 wurde in zwei Losen ausgeschrieben. Los 1 enthält die stündlichen RE-Leistungen Karlsruhe – Offenburg – Basel mit zunächst ca. 2,1 Millionen Zugkilometern pro Jahr. Los 2 enthält die RB-Leistungen Offenburg –Freiburg –Basel/Neuenburg mit zunächst ca. 1,9 Millionen Zugkilometern im Jahr. Dem neuen Fahrplankonzept auf der Rheintalbahn war ein intensives Beteiligungsverfahren vorausgegangen, das vom Land mit den betroffenen Kommunen an der Strecke durchgeführt wurde. Künftig werden im Schienenpersonennahverkehr im Rheintal schnelle und langsame Züge klar getrennt. Der Regional-Express wird Offenburg und Basel künftig jede zweite Stunde in 85 Minuten verbinden und somit 30 Minuten schneller sein als heute. Auf Wunsch der Region wird der RE in der anderen Stunde öfters halten, dann aber für die Strecke Offenburg – Basel 98 Minuten benötigen. Die Regionalbahn im Los 2 hält stündlich an allen Stationen und wird zur Hauptverkehrszeit (HVZ) abschnittsweise verdichtet. Insgesamt wird das Angebot in der ersten Betriebsstufe ab Juni 2020 gegenüber heute um 40 Prozent ausgeweitet.
    „Leider können wir das von uns gewünschte Verkehrsangebot bei der Inbetriebnahme des Netzes 4 noch nicht ganz umsetzen, weil die Rheintalstrecke mit Fern- und Güterverkehr stark überlastet ist“, sagte Minister Hermann weiter. „Sobald die Rheintalstrecke weiter ausgebaut ist, werden wir das Betriebsprogramm aber vervollständigen.“ So werden nach Fertigstellung des Rastatter Tunnels (voraussichtlich Dezember 2022) alle RE bis Karlsruhe verlängert. Sobald die durchgehende Viergleisigkeit zwischen Müllheim und Weil am Rhein hergestellt ist (voraussichtlich Dezember 2024) wird die RB zwischen Müllheim und Basel in der HVZ im Halbstundentakt fahren. Zusammen sind dies noch einmal ca. 660.000 zusätzliche Zugkilometer im Jahr. Im Endzustand wird somit das Zugangebot gegenüber heute um 62 Prozent ausgeweitet. Weitere Einzelheiten zum Fahrplanangebot können dem anliegenden Steckbrief entnommen werden.
    DB Regio wird im Los 1 Doppelstock-Elektrotriebwagen der Firma Siemens vom Typ „Desiro HC“ einsetzen. Im Los 2 kommen Single-Deck-Elektrotriebwagen des neuen Typs „Mireo“ zum Einsatz. Die Züge verkehren künftig im neuen Landesdesign. Im Anhang finden sich Skizzen mit Außen- und Innenansichten der Fahrzeuge. Die Inbetriebnahme des Netzes ist für Juni 2020 vorgesehen.

    Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

    Datum:27.01.2017 - Uhrzeit: 10:35

    DB Regio AG soll das Netz Rheintal erhalten

    Nahverkehr auf der Rheinschiene wird deutlich ausgeweitet und schneller - Zuschlag für DB Regio geplant

    Ab Juni 2020 Ausweitung des Zugangebotes um 40 % - Künftig in 85 Minuten von Offenburg nach Basel

    Von Juni 2020 an soll die DB Regio AG das Netz „Rheintal“ (Vergabenetz 4) betreiben. DB Regio hat in beiden Losen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. „Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn konnten wir einen um rund vier Euro günstigeren Preis pro Zugkilometer erreichen. Statt 11,69 Euro pro Zugkilometer zahlt das Land künftig 7,30 Euro pro Zugkilometer. Das trotz neuer, moderner Fahrzeuge und trotz des anspruchsvollen Betriebsprogramms auf der überlasteten Rheintalstrecke“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann am 26.01.2017. „Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Wettbewerb sowohl günstigere Preise für das Land als auch Verbesserungen für die Fahrgäste ermöglicht. Ohne Wettbewerb könnten wir uns die Verbesserungen nicht leisten“.

    Das Netz 4 wurde in zwei Losen ausgeschrieben. Los 1 enthält die stündlichen RE-Leistungen Karlsruhe – Offenburg – Basel mit zunächst ca. 2, 1 Mio. Zugkilometern/Jahr. Los 2 enthält die RB-Leistungen Offenburg –Freiburg –Basel/Neuenburg mit zunächst ca. 1,9 Mio. Zugkilometer/Jahr. Dem neuen Fahrplankonzept auf der Rheintalbahn war ein intensives Beteiligungsverfahren vorausgegangen, das vom Land mit den betroffenen Kommunen an der Strecke durchgeführt wurde. Künftig werden im SPNV im Rheintal schnelle und langsame Züge klar getrennt. Der RE wird Offenburg und Basel künftig jede zweite Stunde in 85 Minuten verbinden und somit 30 Minuten schneller als heute. Auf Wunsch der Region wird der RE in der anderen Stunde öfters halten, dann aber für die Strecke Offenburg – Basel 98 Minuten benötigen. Die RB im Los 2 hält stündlich an allen Stationen und wird zur Hauptverkehrszeit (HVZ) abschnittsweise verdichtet. Insgesamt wird das Angebot in der ersten Betriebsstufe ab Juni 2020 gegenüber heute um 40 % ausgeweitet.

    „Leider können wir das von uns gewünschte Verkehrsangebot bei der Inbetriebnahme des Netzes 4 noch nicht ganz umsetzen, weil die Rheintalstrecke mit Fern- und Güterverkehr stark überlastet ist“, sagte Minister Hermann weiter. „Sobald die Rheintalstrecke weiter ausgebaut ist, werden wir das Betriebsprogramm aber vervollständigen.“ So werden nach Fertigstellung des Rastatter Tunnels (voraussichtlich Dezember 2022) alle RE bis Karlsruhe verlängert. Und wenn die durchgehende Viergleisigkeit zwischen Müllheim und Weil am Rhein hergestellt ist (voraussichtlich Dezember 2024) wird die RB zwischen Müllheim und Basel in der HVZ im Halbstundentakt fahren. Zusammen sind dies noch einmal ca. 660.000 zusätzliche Zugkilometer/Jahr. Im Endzustand wird somit das Zugangebot gegenüber heute um 62 % ausgeweitet.

    DB Regio wird im Los 1 Doppelstock-Elektrotriebwagen der Firma Siemens vom Typ „Desiro HC“ einsetzen. Im Los 2 kommen Single-Deck-Elektrotriebwagen des neuen Typs „Mireo“ zum Einsatz. Die Züge verkehren künftig im neuen Landesdesign.

    „Ich freue mich, dass mit der DB Regio der heutige Betreiber dieses anspruchsvolle Netz gewonnen hat“, so Winfried Hermann weiter. „Bei aller berechtigten Kritik an der DB müssen wir auch sehen, dass deren Qualität im Rheintal deutlich besser ist als im württembergischen Landesteil.“ Sofern keiner der unterlegenen Bieter innerhalb der nächsten 10 Tage einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer stellt, wird das Land der DB Regio AG den Zuschlag erteilen. Die Inbetriebnahme des Netzes ist für Juni 2020 vorgesehen.


    Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

    Datum:13.01.2017 - Uhrzeit: 08:40

    WESTbahn: Initiativangebot für Vorarlberg bringt 25 Millionen Euro Einsparungspotential

    Vorarlberger Nahverkehr auf neuen Beinen: Das private Eisenbahnunternehmen möchte beweisen, dass hohe Qualität und eine schlanke Kostenstruktur sich nicht ausschließen. Die Vorarlberger können durch das Angebot nur gewinnen.

    Die WESTbahn hat am 10. Januar 2017 auf eigene Initiative beim Bundesministerium für Verkehr, Infrastruktur und Technologie (BMVIT) und beim Land Vorarlberg ein Angebot für den Vorarlberger Nahverkehr eingereicht. Das Unternehmen möchte den gesamten Eisenbahn-Nahverkehr des Bundeslandes ab Dezember 2018 auf neue Beine stellen. Das WESTbahn-Angebot beinhaltet ein Einsparungspotential von bis zu 25 Millionen Euro an Steuergeld über den Vertragszeitraum von 10 Jahren bei zumindest gleich hoher Qualität, mit neuen Fahrzeugen sowie dem bereits in vielen Regionen Österreichs bewährten „WESTbahn-Modell“ für Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit. Zumindest die gleich hohe Qualität bei geringeren Kosten: Die Vorarlberger können durch das Angebot nur gewinnen.

    „Unser Angebot ist eine gute Nachricht für alle Vorarlberger und Vorarlbergerinnen! Wir bieten Bundesminister Leichtfried und Landeshauptmann Wallner die Chance zu höchster Qualität zu bestmöglichen Konditionen. Eine Entscheidung für die WESTbahn bringt doppelten Erfolg: Unsere Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind außerordentlich hoch und die schlanke Kostenstruktur senkt die allgemeine Steuerbelastung“, begründet Dr. Erich Forster, CEO der WESTbahn Management GmbH, die Angebotslegung.

    Hintergrund der Einreichung war die Ankündigung des BMVIT vom Juli 2016, dass der Nahverkehr im Bundesland Vorarlberg ab Dezember 2018 für zehn weitere Jahre beauftragt werden soll. Die WESTbahn hält die Direktvergabe in der durchgeführten Form für nicht rechtmäßig. Aus diesem Grund wurde von der WESTbahn gegen eine Erstentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingelegt.

    Unabhängig von der Antwort des Verwaltungsgerichtshofs und um auf der objektiven Basis eines Initiativangebots aktiv eine Neubewertung der Vorgangsweise durch das BMVIT zu ermöglichen, hat die WESTbahn am 10. Januar 2017 dem BMVIT und dem Land Vorarlberg das folgende Angebot unterbreitet: Unter Einhaltung der durch den Besteller in der Vorankündigung veröffentlichten Rahmenbedingungen führt die WESTbahn im Vertragszeitraum ab Mitte Dezember 2018 den Verkehr für 10 Jahre um insgesamt rund 25 Millionen Euro günstiger durch (im Vergleich zu der in Medienberichten genannten Auftragssumme von rund 400 Millionen Euro). Die WESTbahn garantiert gleichzeitig die gesicherte Lieferung von neuen Zügen, um zwischen April und Juni 2019 die gesamte neue Flotte im Interesse des Verkehrs in Vorarlberg bereitzustellen.

    Der österreichische Nahverkehr auf der Schiene ist aktuell in hohem Maße durch den Verkehrsdienstvertrag (VDV) geregelt. Der Bund bestellte 2011 über den VDV die Durchführung aller Nahverkehrs-Strecken bis Dezember 2019 bei der Staatseisenbahn. Als Gegenleistung bekommt diese eine jährliche Abgeltung, die für 2015 bei rund 644 Millionen Euro lag.

    Die Europäische Union (EU) steht allerdings gleichzeitig seit 2001 für die Liberalisierung der Eisenbahn im Rahmen ihrer Eisenbahnpakete ein. 2007 beschloss diese eine deutliche Stärkung des Wettbewerbsgedankens im bestellten Verkehr. Mitte Dezember 2016 wurde mit der „Marktsäule“ des Vierten Eisenbahnpakets der Wettbewerb noch weiter gestärkt. Alle Mitgliedsstaaten müssen in einigen Jahren verpflichtend wettbewerbliche Ausschreibungen für bestellte Verkehre durchführen. Wirtschaftlich denkende Behörden wie zum Beispiel die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) – Bayern ist etwa so groß wie Österreich – taten und tun dies unabhängig vom Gesetzeszwang der EU aus Eigeninteresse, um für ihre Kunden eine bessere und günstigere Qualität auf der Schiene zu erreichen. Auch Schweden führt eindrucksvoll vor, wie Wettbewerb die Qualität von Öffentlichem Verkehr beflügeln kann.

    Aus Sicht der WESTbahn ist es höchste Zeit, das System freihändiger Direktvergaben (die, wenn es um Staatsausgaben oder Länderbestellungen geht, an sich kritisch sind) rasch zu beenden. Die WESTbahn bekennt sich klar zum Wettbewerb. „Wettbewerbliche Ausschreibungen im Nahverkehr bedeuten, dass sich jedes Unternehmen anstrengt, um zu gewinnen. Die bestellenden Behörden und die Kunden können dabei nur profitieren. Die WESTbahn möchte Angebote legen dürfen, deren Qualität und Preis von einer kompetenten Stelle diskriminierungsfrei geprüft wird – und diese Stelle wird in vielen Fällen erkennen, dass die WESTbahn den bestellten Nahverkehr besser und günstiger durchführen wird und demzufolge Verkehre an uns vergeben. Das ist eine Win-Win-Win Situation.“, betont Erich Forster.

    Die WESTbahn arbeitet mit führenden Zuglieferanten zusammen und ist bereit, die Lieferung zugelassener Fahrzeuge in Vorarlberg für 2019 zu garantieren. „Vorarlberg will sich beim Weltgymnastikfest Gymnaestrada im Juli 2019 vor internationalem Publikum von seiner besten Seite zeigen – auch mit seinem leistungsstarken Nahverkehr.“, sagt der CEO der WESTbahn und fügt hinzu: „Wir haben sehr gute Verbindungen zu renommierten Zuglieferanten und können gemeinsam den Vorarlberger Nahverkehrs-Auftrag mit neuen Zügen rechtzeitig auf Schiene bringen.“

    Die WESTbahn hofft, dass das BMVIT sich rasch ernsthaft mit dem abgegebenen Angebot beschäftigt und die erstmals gegebene Chance vergleichbarer Offerte nutzt, um beim Einsatz von Steuergeld die Wirtschaftlichkeit noch weiter zu steigern. Das BMVIT hat gemeinsam mit Vorarlberg jetzt die Chance, die richtigen Weichen für den Weg des Nahverkehrs in die Zukunft zu stellen.


    Quelle:/Fotos: WESTbahn Management GmbH

    Datum:10.01.2017 - Uhrzeit: 09:05

    Entscheidung im Vergabeverfahren Elektro-Netz Saar RB

    Als Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung, die als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchgeführt wurde, haben der zuständige Aufgabenträger des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV) im Saarland, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, und die an der Ausschreibung beteiligten Aufgabenträger in Rheinland-Pfalz, die Zweckverbände SPNV Nord und ZSPNV- Süd, gemeinsam entschieden, dass ab Dezember 2019 für die Dauer von 15 Jahren zwei unterschiedliche Eisenbahnverkehrsunternehmen die Leistungen im Elektro-Netz Saar RB erbringen. Anträge auf Durchführung eines Nachprüfungsverfahrens bei der Vergabekammer des Saarlandes wurden nicht gestellt. Damit ist die Vergabe rechtskräftig.

    Auf der Strecke Schweich - Trier – Saarbrücken – Kaiserslautern hat sich in Los 1 mit der DB Regio AG die bisherige Betreiberin durchgesetzt. In Rheinland-Pfalz ist ab Dezember 2020 auch die Linie Trier Hafenstraße – Konz – Saarburg über die Weststrecke Trier Bestandteil dieses Loses, das insgesamt ein Volumen von 3,2 Mio. Zugkilometer pro Jahr umfasst. Zum Einsatz kommen Neufahrzeuge des Typs Alstom Coradia Continental.

    In Los 2 hat sich die vlexx GmbH gegen die bisherige Betreiberin DB Regio AG durchsetzen können und den Zuschlag für insgesamt 2,3 Mio. Zugkilometer pro Jahr erhalten. Die vlexx GmbH bedient bereits seit Dezember 2014 im Saarland und in Rheinland-Pfalz u. a. die Regionalexpressleistung RE 3 zwischen Saarbrücken und Mainz/Frankfurt. Sie wird dazu die in Los 2 ausgeschriebenen Strecken von Saarbrücken nach Lebach-Jabach, von Saarbrücken über St. Wendel nach Neubrücke, von Saarbrücken über Merchweiler und Neunkirchen nach Homburg sowie die Strecke zwischen Homburg und Illingen mit modernen Neufahrzeugen des Typs Bombardier Talent 3 bedienen. Bis zur vollständigen Elektrifizierung der Strecke Saarbrücken – Lebach-Jabach werden dort übergangsweise noch Dieseltriebwagen vom Typ Desiro der Fa. Siemens verkehren, die voraussichtlich ab dem Jahr 2024 durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden.

    Trotz der Vergabe an die vlexx GmbH in Los 2 bleiben die Arbeitsplätze im Land erhalten, da die Aufgabenträger bereits im Vergabeverfahren eine verpflichtende Personalübernahme seitens des Neubetreibers vorgeschrieben haben. So muss dem zurzeit in Los 2 tätigen Fahr- und Zugbegleitpersonal sowie den Mitarbeitern der Leitstelle der DB Regio AG ein Angebot von vlexx zur Übernahme der bestehenden Arbeitsverhältnisse unter Wahrung der persönlichen Besitzstände unterbreitet werden. Der Mitarbeiter entscheidet also selbst, bei wem er zukünftig arbeiten will.

    Die Vergabe erfolgte nach den zwingenden Vorgaben des EU-Rechts und des nationalen Vergaberechts. Den Zuschlag erhielt jeweils das Verkehrsunternehmen, das auf Basis der vorgegebenen Qualitätsstandards je Los das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte.


    Quelle:/Fotos: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr

    Datum:02.01.2017 - Uhrzeit: 15:05

    Schnellere Züge nach Luxemburg

    Die VCD Saarland unterstützt die Forderungen der Deutschen Bahn

    Seit vielen Jahren fordert der ökologische Verkehrsclub Deutschland eine Verbesserungen der Bahnanbindung nach Luxemburg und Frankreich.
    Der VCD Landesverband Saarland hat sich schon immer für eine bessere Anbindung der Großregion stark gemacht und auch eigene Konzepte entwickelt.
    Die Idee eines Ringzuges Trier – Thionville – Metz – Forbach – Saarbrücken – Völklingen – Merzig -Trier hat der VCD schon vor einigen Jahren vorgestellt.
    Ein Regionalexpress nach Luxemburg über die Bisttal- oder Niedtalbahn bietet dem Großraum Saarbrücken, Völklingen, Saarlouis, Dillingen und Merzig eine gute Anbindung an das Großherzogtum.
    Ein Konzept für eine solche Verbindung hat die Regionalgruppe Saarlouis des VCD Saarland schon ausgearbeitet.
    Auch die Region um Forbach, St. Avold und Creutzwald kann von einem gemeinsamen Konzept profitieren.
    Gefordert ist nun die saarländische Landesregierung und das Ministerium für Verkehr, denn diese müssen nun endlich Farbe bekennen und den Worten in Bezug auf die Frankreichstrategie und die Großregion Taten folgen lassen.
    Aber auch der Regionalverband und die Landkreise müssen sich aktiv um eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehrs bemühen.
    Die bessere Anbindung per Bahn nach Straßburg, Metz, Thionville, St. Avold und Luxemburg muss zur Chefsache werden, allzu lange hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr dieses Themengebiet verschlafen.
    Durch die Untätigkeit des MWAEV droht die Stilllegung einiger Bahnstrecken im Saarland.
    Gerade jetzt, wo ein neuer Verkehrsentwicklungsplan SPNV im Saarland bis 2018 ausgearbeitet werden soll, muss die Chance eines verbesserten grenzüberschreitenden Bahnverkehrs in den Fokus der Politik und des Bürgers rücken.
    Eine Bestellung von Verkehren sichert auch die Eisenbahninfrastruktur unseres Landes.
    Ebenso muss der Güterverkehr auf der Schiene mit in ein neues Konzept eingebunden werden.
    Die Verantwortlichen in Luxemburg haben die Verkehrsprobleme schon erkannt und entwickeln den Schienenpersonennahverkehr weiter.
    Mit dem Bau der Tram in Luxemburg zeigt das Großherzogtum auf, wie schnell eine solche Idee in die Tat umgesetzt werden kann.
    In Luxemburg wartet man auf Impulse aus dem Saarland und aus Frankreich, um den grenzüberschreitenden Verkehr weiter zu entwickeln.
    Der VCD Landesverband und die VCD Regionalgruppe Saarlouis bieten den politisch Verantwortlichen ihre Unterstützung an, um die Großregion besser im ÖPNV und SPNV zu vernetzen.

    Quelle:/Fotos: VCD Regionalgruppe Saarlouis/Saargau

    Datum:22.12.2016 - Uhrzeit: 09:55

    Verkehrsminister verständigen sich über Planungsvereinbarung für S-Bahn Homburg-Zweibrücken

    Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing und seine saarländische Amtskollegin Anke Rehlinger haben sich darauf verständigt, die Entwurfsplanung für die S-Bahn-Strecke Homburg-Zweibrücken gemeinsam voranzubringen.
    „Wir sind in unseren Gesprächen einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Wir haben vereinbart, gemeinsam die Leistungsphasen 3 und 4 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure beginnen zu lassen und die hierfür notwendige Planungsvereinbarung mit der DB AG zu verhandeln. Die S-Bahn-Verbindung zwischen Homburg und Zweibrücken ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt, um die länderübergreifende Mobilität zu verbessern. Darüber hinaus gibt es vielfältige positive Aspekte, die die Region insgesamt strukturpolitisch stärken“, sagten Wissing und Rehlinger nach einem Treffen in Zweibrücken. Beide Minister kündigten an, zu Beginn des kommenden Jahres in ihren jeweiligen Ländern eine abschließende Befassung des Ministerrats zu dem Thema herbeizuführen.
    Gegenstand der Leistungsphasen 3 und 4 sind die Entwurfsplanung inklusive der Kostenermittlung sowie die Erstellung der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren.
    Die Eisenbahnstrecke Homburg-Zweibrücken ist insgesamt 11,1 Kilometer lang. 7,5 Streckenkilometer liegen im Saarland im Abschnitt Homburg - Einöd. Der Streckenabschnitt Einöd - Zweibrücken ist 3,6 Kilometer lang, wovon 2,6 Kilometer auf rheinland-pfälzischem Territorium liegen.

    Quelle:/Fotos: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau

    Datum:11.12.2016 - Uhrzeit: 09:59

    Die moderniserte S-Bahn RheinNeckar verkehrt nun nach neuem S-Bahn-Vertrag

    Die Aufgabenträger der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und für den hessischen Kreis Bergstraße (die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH) sorgen durch den neuen Verkehrsvertrag auf den Linien S1 bis S4 sowie S33 in modernisierten Zügen für mehr Platz, Komfort sowie Kundenservice
    Ab Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 verkehrt die S-Bahn RheinNeckar auf den Linien S1 bis S4 sowie auf der S33 gemäß den Vereinbarungen des neuen Verkehrsvertrages.
    DB Regio hatte hierfür im Januar 2015 den Zuschlag erhalten. Vorangegangen war eine europaweite Ausschreibung zur Vergabe der Verkehrsleistungen in Form eines sogenannten Verhandlungsverfahrens.
    Gegenstand des über eine Laufzeit von 17 Jahren - von Dezember 2016 bis Dezember 2033 - abgeschlossenen Vertrages sind die S-Bahn-Angebote
    S 1: Homburg/Saar – Kaiserslautern – Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg – Osterburken
    S 2: Kaiserslautern – Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg – Mosbach
    S 3: Karlsruhe – Heidelberg – Mannheim – Ludwigshafen – Germersheim
    S 4: Bruchsal - Heidelberg – Mannheim – Ludwigshafen – Germersheim
    S 33: Bruchsal – Graben-Neudorf – Germersheim
    mit insgesamt rund 8 Millionen Zugkilometern pro Jahr.
    Nach Fertigstellung der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke durch das BASF-Gelände werden darüber hinaus die Berufsverkehrszüge von Wörth und Germersheim sowie von Kaiserslautern und Neustadt (Weinstraße) direkt in die BASF in das S-Bahn-Angebot integriert.
    Mit dem neuen Verkehrsvertrag finanzieren die Aufgabenträger - das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM), der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd), die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN) für den hessischen Kreis Bergstraße sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes (MWAEV) – ein verbessertes Fahrplanangebot, mehr Platz und Reisekomfort in modernisierten S-Bahn-Zügen sowie mehr Kundenservice. Die Erneuerung der Fahrzeugflotte zeichnet sich insbesondere durch neue und bequemere Sitzpolster, neue Informations-Displays zur Fahrgastinformation und Anlagen zur Videoaufzeichnung aus. Der Kundenservice wird durch eine größere Begleitquote der Züge durch Kundenbetreuer deutlich erhöht.

    Verbesserungen des Fahrplanangebotes ab 11.12.2016
    - Ausweitung der S-Bahn-Flotte von heute 40 auf 64 ET 425 (77 ab 2018) zur Angebots- und Kapazitätserweiterung. Alle Fahrzeuge sind mit Klapptritten und einer Überfahrrampe für Rollstuhlfahrer ausgestattet, welche einen niveaugleichen Einstieg ermöglichen.
    - Erhöhung der Sitzplatzkapazität in stark nachgefragten Fahrlagen montags bis freitags im Abschnitt:
    - Heidelberg – Bruchsal im Zeitraum 14.00 bis 16.00 Uhr (Option 3-Fach-Traktion nach den hierfür erforderlichen Bahnsteigverlängerungen südlich von Heidelberg (ab voraussichtlich Dezember 2019))
    - Heidelberg – Osterburken in der Frühlage und zwischen 13.00 und 18.00 Uhr
    - Kaiserslautern – Mannheim im Zeitraum 7.00 bis 8.30 Uhr und 15.00 bis 8.00 Uhr
    - Halbstundentakt zwischen Heidelberg und Bruchsal auch an Sonn- und Feiertagen zwischen 9.00 und 23.00 Uhr
    - Stündlicher Nachtverkehr am Wochenende zwischen Mannheim und Heidelberg
    - Täglich lückenloser Halbstundentakt auf dem Abschnitt Heidelberg – Mosbach bis etwa 22.30 Uhr
    - Neue Sprinter-S-Bahn im morgendlichen Berufsverkehr von Mosbach bis Heidelberg. Abfahrt in Mosbach um 6.27 Uhr; Ankunft in Heidelberg Hbf um 7.16 Uhr
    - Schließung von Taktlücken im Verkehrsangebot zwischen Kaiserslautern und Homburg (Saar) nach Abschluss aller Bauarbeiten zum Strecken-ausbau Paris – Ostfrankreich - Südwestdeutschland (POS Nord)
    Höherer Reisekomfort und verbesserte Fahrgastinformation in den Zügen
    Das Verkehrsangebot auf den Linien S 1 bis S 4 sowie S 33 wird ab 11.12.2016 durchgängig mit redesignten Fahrzeugen der Baureihe ET 425 erbracht. Insgesamt modernisiert DB Regio 77 Fahrzeuge im Rahmen des neuen Verkehrsvertrages. Das Redesign bringt Reisekomfort und –qualität nochmal einen Schritt voran. In die Modernisierung der S-Bahn-Fahrzeuge investieren die Aufgabenträger rund 42 Millionen Euro.
    Durch den Einbau von neuen Sitzpolstern (unter anderem Leder für die 1. Klasse), einzelnen Steckdosen im Bereich der Sitzplätze an den Fahrzeugenden, stromsparender LED-Beleuchtung sowie neuen Anzeigen zur Fahrgastinformation wurde der Fahrgastraum weiter aufgewertet.
    Die neuen Informations-Displays bieten eine deutlich höhere Auflösung und damit bessere Lesbarkeit. Je Fahrzeug wurden darüber hinaus zusätzlich sieben neue 19-Zoll-Monitore (Format 4:3) im Fahrgastraum installiert. Sechs Bildschirme - mit Platzierung jeweils an den Wagenkastenübergängen - decken den Bereich der 2. Klasse ab. Das 1.-Klasse-Abteil Klasse erhielt einen Bildschirm an der Rückwand des dortigen Führerstands.
    Die zusätzlichen Bildschirme ermöglichen Anzeigen in Echtzeit von Zuglauf, Verspätungen und Anschlüssen sowie Zusatzinformationen, wie beispielsweise Baustellenankündigungen. Bis zum Start des Echtzeitinformationssystem ab Frühjahr 2017 werden die Bildschirme im Standby-Modus für Kommunikations-maßnahmen genutzt.
    Neue Anlagen der Videoaufzeichnung in den Zügen
    Je Fahrzeug sind neu 18 Videokameras im Fahrgastraum eingebaut. Die Aufnahmen werden 72 Stunden gespeichert.
    Sollten innerhalb dieser Zeit Vorkommnisse angezeigt werden, können die Aufzeichnungen unter Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien von der Polizei zur Beweissicherung ausgewertet werden.
    Höhere Begleitquoten mit Kundenbetreuern sowie Sicherheitspersonal
    Die Begleitung der Züge durch Kundenbetreuer wird gegenüber heute deutlich erhöht, insbesondere am Abend und in der Nacht.
    Die Begleitquote ab Betriebsbeginn bis 19.00 Uhr beträgt wie bisher 25 Prozent der Zugkilometer im gesamten Netz. Die Besetzung wird dabei gleichmäßig auf den Tagesverlauf, Zuglauf und alle im Einsatz befindlichen Züge verteilt.
    Ab 19.00 Uhr beträgt die Begleitquote in Baden-Württemberg sowie auf den hessischen Streckenabschnitten 50 Prozent der Zugkilometer: Montags bis freitags bis Betriebsschluss, in den Nächten auf Samstag, Sonn- und Feiertagen bis zum Folgetag 7.00 Uhr. Die Besetzung der Züge wird dabei gleichmäßig auf den Tagesverlauf, Zuglauf und alle im Einsatz befindlichen Züge verteilt.
    In Rheinland-Pfalz beträgt die Begleitquote ab 19.00 Uhr täglich 100 Prozent.
    Darüber hinaus finanzieren die Aufgabenträger über den neuen Verkehrs-vertrag zusätzliche Sicherheitspersonale, die insbesondere abends und nachts in den Zügen unterwegs sind.

    Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn AG

    Datum:08.12.2016 - Uhrzeit: 09:20

    Abellio: Erste Fahrt mit neuen Zügen im Niederrhein-Netz

  • Abellio feiert Betriebsstart zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember
  • Mehr Verbindungen, mehr Züge, mehr Komfort für die Fahrgäste

    Mit einer Sonderfahrt von Duisburg nach Wesel hat Abellio Rail NRW am 6. Dezember 2016 die offizielle Betriebsaufnahme im neuen Niederrhein-Netz gefeiert. Zahlreiche Gäste hatten sich an Bord eingefunden, um den unmittelbar bevorstehenden Betriebsstart zu begehen. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember, übernimmt Abellio die Linien RE 19, RB 32 und RB 35 von DB Regio NRW.
    „Die erste Fahrt im neuen Netz mit den neuen Zügen ist für Abellio ein Meilenstein. Nach dreijähriger Vorbereitungs- und Mobilisierungsphase können wir uns nun auch am Niederrhein mit unseren hohen Qualitätszielen und dem Dreiklang aus Komfort, Pünktlichkeit und Sauberkeit für unsere Fahrgäste beweisen. Wir freuen uns, dass wir nun auch am Niederrhein zu mehr Qualität und Service auf der Schiene beitragen können. Die mehrfachen Auszeichnungen unserer Servicequalität, die wir von unseren Aufgabenträgern erhalten haben, sind für uns der Ansporn noch besser zu werden und das Qualitätsniveau für unsere Kunden nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen. Wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Niederrhein-Netz unsere Fahrgäste mit zuverlässiger Leistung zu überzeugen und sie pünktlich, komfortabel und sicher an ihr Ziel zu bringen. Und darüber hinaus, das in uns gesetzte Vertrauen der Aufgabenträger, Tag für Tag zu erfüllen“, erklärt Ronald R. F. Lünser, Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Rail NRW, zur Begrüßung am Bahnsteig in Duisburg.
    Martin Husmann, Vorstandssprecher VRR, ergänzt: „Wenn Abellio im Dezember mit den neuen Fahrzeugen die Linien übernimmt, erwartet die Fahrgäste auch eine spürbare Verbesserung des Angebots. Dazu gehören sowohl die neuen und modernen Triebfahrzeuge, von denen wir einen positiven Eindruck bekommen haben, aber auch bessere Verbindungen und mehr Kapazitäten auf den Linien des Niederrhein-Netzes.“
    Wie bereits bei früheren Betreiberwechseln begleitet der VRR den Prozess zwischen dem alten und dem neuen Betreiber und unterstützt dabei auch einen möglichen Personalwechsel zielgerichtet. Dazu Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW: „Im Wettbewerb sind wir Konkurrenten aber auf der Schiene sind wir Partner. Daher ist es unser gemeinsamer Anspruch, für einen reibungslosen Betreiberwechsel im Sinne der Fahrgäste zu sorgen. Das Know-how der Mitarbeiter spielt dabei eine zentrale Rolle. Der nahtlose Übergang von Mitarbeitern vom bisherigen zum neuen Betreiber trägt erheblich dazu bei, dass das Niederrhein-Netz auch künftig hoch in der Gunst der Nahverkehrskunden stehen wird.“
    Die Eröffnungsfahrt brachte zahlreiche Gäste im neuen Zug von Duisburg nach Wesel und zurück. Dabei konnten sie sich einen ersten Eindruck von den neuen Elektrotriebzügen vom Typ FLIRT der Stadler Pankow GmbH und einer Teilstrecke des neuen Netzes machen. Ulf Braker, Geschäftsführer von Stadler Pankow war einer der Gäste: „Es freut mich außerordentlich, an dem heutigen Tag der Eröffnungsfahrt beizuwohnen. Das Fahrzeugkonzept des FLIRTs überzeugt mich persönlich nach wie vor und das nicht nur aus der Sichtweise des Herstellers. Ich wünsche allzeit gute Fahrt und hoffe, dass die zukünftigen Kunden von Abellio Rail NRW ebenso begeistert sind vom Komfort und der Laufruhe, wie ich es bin.“ Abellio Rail NRW wird ab Sonntag, den 11. Dezember 2016, auf den Strecken der Linien RE 19, RB 32 und RB 35 des neuen Niederrhein-Netzes zwischen Bocholt, Emmerich, Düsseldorf, Mönchengladbach und Wesel unterwegs sein und 36 Bahnhöfe in dem 189 kilometerlangen Streckennetz anfahren. Auf den Linien RE 19 und RB 35 werden 20 neue Fahrzeuge vom Typ FLIRT eingesetzt. Die fünfteiligen Fahrzeuge sind klimatisiert, verfügen über stufenlose Einstiegsbereiche und über mehr Sitzplätze als die bisher eingesetzten Wagen. Damit sorgen die neuen Fahrzeuge für die Mobilität von rund 7 Millionen Pendlern in Nordrhein-Westfalen.
    Die Verlängerung der Linie RE 19 von Emmerich über Zevenaar nach Arnhem wird nach Erhalt der erforderlichen Zulassung der Fahrzeuge für den niederländischen Bahnverkehr am 6. April 2017 in Betrieb genommen. Seit dem 1. August hat Abellio Rail NRW bereits einige Fahrten auf den künftigen Linien im sogenannten Vorlaufbetrieb übernommen, der ohne nennenswerte Störungen lief.
    Auf der Linie RB 32 wird Abellio bis zur Fertigstellung der Elektrifizierung der Strecke von Wesel bis Bocholt im Bereich des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) moderne Dieseltriebzüge vom Typ Alstom Coradia LINT einsetzen. „Damit wird das Reisen für mobilitätseingeschränkte Menschen durch einen möglichen Zustieg über eine im Zug mitgeführte Rampe und ein behindertengerecht gestaltetes WC sowie Mehrzweckbereiche mit Stellplätzen für Rollstühle oder auch Kinderwagen bereits vor der geplanten Modernisierung der Stationen verbessert“ erklärt Dr. Hermann Paßlick, stellvertretender Verbandsvorsteher des NWL.
    Zum Fahrplanwechsel wird das vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) entwickelte neue Linienkonzept am Niederrhein umgesetzt, welches deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste aufweist:
  • Täglich, und somit auch am Wochenende, zwei umsteigefreie Verbindungen pro Stunde zwischen Wesel und Düsseldorf mit der Linie RE 19 und der von DB Regio betriebenen Linie RE 5 (verkehrt künftig zwischen Koblenz und Wesel)
  • Stündliche Bedienung aller Halte zwischen Wesel und Emmerich durch die Linie RE 19
  • Kapazitätserhöhungen gegenüber dem heutigen Angebot auf den Linien RE 19 und RB 35
  • Einsatz von Neufahrzeugen auf den Linien RE 19 und RB 35
  • Stündliche grenzüberschreitende Verbindung im Nahverkehr von und nach Arnhem ab April 2017 zum VRR-Tarif
  • Nach Elektrifizierung der Strecke Bocholt – Wesel umsteigefreie Verbindung von Bocholt und Hamminkeln nach Duisburg und Düsseldorf (2019)
    Bis zur Betriebsaufnahme des Niederrhein-Netzes hat Abellio etwa 85 Arbeitsplätze geschaffen und rund 15 Millionen Euro in den Bau eines neuen Bahnbetriebswerks in Duisburg investiert. Der Bau wurde vom VRR mit 3,7 Millionen Euro gefördert. Abellio hatte sich bei der Ausschreibung durchgesetzt und im Juni 2013 den Verkehrsvertrag gemeinsam mit dem VRR und der Provinz Gelderland in Emmerich unterzeichnet. Abellio hat die Fahrzeuge für den Betrieb des Netzes beschafft und dann an den Zweckverband VRR weiter veräußert. Der VRR wird Eigentümer der Fahrzeuge, übernimmt die Finanzierung und verpachtet diese wiederum für die Laufzeit des Verkehrsvertrages an den Betreiber.
    Zur Betriebsaufnahme am 11. und 12. Dezember sind verschiedene Abellio-Promotionteams in den Zügen unterwegs, um die Fahrgäste mit Informationen zum neuen Betreiber, zu den Fahrplänen und dem neuen Netz zu versorgen.

    Quelle:/Fotos: Abellio Rail NRW GmbH
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