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News-Rubrik: Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV)/ Schienen-Personen-Fernverkehr(SPFV)

Datum:25.07.2017 - Uhrzeit: 09:07

Stuttgart: Verkehrsausschuss beschließt zahlreiche Verbesserungen beim ÖPNV

Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 24. Juli 2017 viele Grundsatzentscheidungen getroffen, die den öffentlichen Personennahverkehr in der Region Stuttgart weiter voranbringen. Dazu gehört der barrierefreie Ausbau am Gleis 2 des Bahnhofs Feuerbach, eine Frischzellenkur für die Fahrzeuge auf der Kleinen Teckbahn (Kirchheim/Teck – Oberlenningen) und die Verschärfung der Strafzahlungen bei der S-Bahn.

VVS-Tarif 2018: Preiserhöhung für die einzelnen Ticketarten ist okay
Der Verband Region Stuttgart nimmt die Tariferhöhung für Bus- und Bahn-Tickets im VVS-Gebiet um 1,9 Prozent ab 1. Januar 2018 zur Kenntnis. CDU, Grüne und Freie Wähler sprachen von einer „moderaten Erhöhung“. SPD, Linke und FDP halten die Tariferhöhung auch angesichts der seit Jahren sprudelnden Ticket-Einnahmen für falsch. Mehrheitlich akzeptieren die Regionalpolitiker die Verteilung der Erhöhung auf die einzelnen Ticketarten. Sie forderten allerdings, bei der laufenden grundlegenden Tarifreform an der ein oder anderen Stellschraube der Tarifstruktur zu drehen.
Bei der Kostensteigerung um 1,9 Prozent handelt es sich um die niedrigste Erhöhung seit 2001. Berücksichtigt man die reale Kostentwicklung hätten den Verkehrsunternehmen im VVS rechnerisch eine Erhöhung um 2,09 Prozent zugestanden. Der VVS erwartet durch die Tariferhöhung Mehreinnahmen von mindestens 9,6 Millionen Euro. Derzeit decken die VVS-Ticket-Gesamteinnahmen etwas mehr als 60 Prozent der Kosten für den ÖPNV. Die Gesellschafterversammlung des VVS entscheidet morgen abschließend über den Tarif 2018.

S-Bahn-Vertrag: Wieder Strafzahlungen für unpünktliche Züge
Der Verband Region Stuttgart erhält künftig wieder Strafzahlungen für unpünktliche Züge, auch während der Bauzeit von Stuttgart 21. Das sieht eine Vertragsanpassung zwischen der Region und der DB Regio AG vor. In der aktuellen Fassung des S-Bahn-Vertrags waren die Strafzahlungen während der Bauzeit des Bahnprojekts auf Eis gelegt worden. Künftig wird für Züge, die später als der laut Fahrplan nachfolgende Zug der Linie unterwegs sind, eine Strafzahlung wegen Unpünktlichkeit fällig. Außerdem verpflichtet sich die DB Regio AG, innovative Pilotprojekte im Höhe von 540.000 Euro anzuschieben. So sollen unter anderem Prognose– und Fahrplandaten für „Open-Service-Anwendungen“ kostenlos, öffentlich und weltweit zur Verfügung gestellt werden. Damit einher geht eine höhere Transparenz, die ganz im Sinne der Fahrgäste ist. Die heute im Verkehrsausschuss vorgestellten Eckpunkte werden nun in einen Vertragstext gegossen.

Bahnhof Feuerbach: Mittelbahnsteig (Gleis 2) wird barrierefrei
Der Verband Region Stuttgart zahlt zirka 950.000 Euro dafür, dass der Mittelbahnsteig (Gleis 2) im Bahnhof Feuerbach auf S-Bahn-Einstiegsniveau erhöht werden kann. Die Gesamtkosten liegen bei zirka 2,659 Millionen Euro, von denen das Land knapp 1,1 Millionen Euro trägt und etwa 614.000 Euro die DB Station & Service. Damit ist sichergestellt, dass zumindest der Bahnsteig am Gleis 2 während der Bauarbeiten für Stuttgart 21 barrierefrei umgebaut werden kann. Ursprünglich hätte auch der Bahnsteig am Gleis 1 während der Arbeiten zu Stuttgart 21 auf 96 Zentimeter erhöht werden sollen. Dem hatte die DB zum Jahreswechsel eine Absage erteilt, nachdem das Bauunternehmen deutlich höhere Kosten für die Bahnsteigerhöhung geltend gemacht hatte. Die Erhöhung des Bahnsteigs am Gleis 1 kann nun erst nach Fertigstellung von Stuttgart 21 erfolgen. Der Verband Region Stuttgart, der sich bereits verpflichtet hatte, für beide Bahnsteige Planungskosten zu tragen, bleibt dran!

Kleine Teckbahn: Modernisierte Fahrzeugflotte
Für die Nutzer der Kleinen Teckbahn steigt der Fahrkomfort. Zwischen Kirchheim/Teck und Oberlenningen sollen ab Dezember 2018 komplett modernisierte Fahrzeuge der BR 650 fahren. Die drei bisherigen Fahrzeuge sowie ein weiteres Reserve-Fahrzeug, dessen Frischzellenkur im Laufe des Jahres 2019 folgt, werden dem S-Bahn-Standard entsprechend ausgerüstet: mit Echtzeit-Infos zur Fahrt und Umsteigemöglichkeiten, Videoüberwachung und WLAN. Statt bisher drei werden künftig 12 Stellplätze für Fahrräder vorhanden sein. Durch den Einbau von Dieselpartikelfiltern werden die Züge auch umweltfreundlicher unterwegs sein. Ursprünglich war die Erneuerung der Fahrzeugflotte auf der Kleinen Teckbahn ab 2021 vorgesehen, doch der Markt bietet derzeit keine Neufahrzeuge, die alle Anforderungen dieser Strecke voll erfüllen.
Parallel zur Inbetriebnahme der S1 von Plochingen nach Kirchheim/Teck und in Absprache mit den Anliegerkommunen war im Dezember 2009 ein Bus-Schienen-Konzept fürs Lenninger Tal umgesetzt worden. Zug und Bus fahren jeweils stündlich - mit Ausnahme werktags zwischen 9.00 Uhr und 11.00 Uhr - und ermöglichen so den Anschluss an die S-Bahn in Kirchheim/Teck. Für einen durchgängigen 30-Minuten-Takt auf der Schiene wären Investitionen in Millionenhöhe notwendig, unter anderem in die Strecke und in die Beseitigung von gut 15 Bahnübergängen.

Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

Datum:08.07.2017 - Uhrzeit: 14:05

VRS: Aufwärtstrend bei der S-Bahn

Der fünfte S-Bahn-Gipfel im Verkehrsausschuss zeigt, dass die S-Bahn wieder stabiler unterwegs ist

Die S-Bahn ist wieder zuverlässiger. Die zahlreichen Aktivitäten der DB-Töchter, der VVS GmbH sowie des Verbands Region Stuttgart für mehr Stabilität beim S-Bahn-Verkehr wirken. Störanfälligkeit und Verspätungen der S-Bahn haben

offensichtlich das tiefste Tal durchschritten. Das ist das Signal des heutigen S-Bahn-Gipfels im Verkehrsausschuss. Gleichwohl bleibt es dabei: Die zahlreichen Baustellen sowie die Tatsache, dass die S-Bahn in Stuttgart ihre Gleise mit anderen Zügen teilen muss, bergen auch künftig Verspätungsrisiken.

Überschlagene Wenden wirken positiv

Der Verband Region Stuttgart habe wichtige Beiträge für die positive Trendwende geleistet, sagte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Sie erinnerte beispielsweise an den Kauf von zehn neuen S-Bahn-Fahrzeugen im Gesamtwert von über 80 Millionen Euro. Damit konnten überschlagene Wenden an den Bahnhöfen Filderstadt, Schorndorf, Stuttgart-Vaihingen und Weil der Stadt eingeführt werden. Durch entspannte Zeiten beim Wenden würden mögliche Folgeverspätungen im Netz vermieden oder abgebaut. Dr. Schelling sieht ebenso wie die Regionalpolitikerinnen und –politiker weiterhin „Bedarf für zusätzliche Verbesserungsmaßnahmen“. Ganz oben steht die Einführung der digitalen Signalisierung ETCS in der Stammstrecke.

Jede Sekunde zählt

Das Resümee von S-Bahn-Chef Dr. Dirk Rothenstein nach dem nunmehr fünften „S-Bahn-Gipfel“ mit Vertretern aller DB-Konzerntöchter sowie der VVS GmbH fällt verhalten positiv aus: „Die von der DB seit 2013 umgesetzten Maßnahmen greifen. Wir geben zu, nicht immer sofort. Aber sie bewirken heute, dass wir bei einer Toleranz von sechs Minuten mit einer robusten Pünktlichkeit von über 97 Prozent unterwegs sind.“ Dass die Werte unterhalb der vereinbarten Ziele von 98 Prozent liegen, führt der Vorsitzende S-Bahn Stuttgart der DB Regio AG auf die derzeitigen Rahmenbedingungen zurück. „Über 100 Baustellen im Jahr, über die Hälfte der Strecken, die wir uns mit anderen Zügen teilen, und ein stetig wachsender Anteil von externen Einflüssen, die uns unvorbereitet treffen, lassen eine Stabilität auf höchstem Niveau einfach nicht zu.“

Die Fahrgastinformation, gerade im Störungsfall, müsse noch besser werden. „Wir werden deshalb verstärkt auch in die Information der Reisenden bei Unregelmäßigkeiten investieren und unter anderem den DB Streckenagent zur Pendler- und Vielfahrer-App für die S-Bahn Stuttgart machen“, führte Dr. Rothenstein weiter aus. Er kündigte an, dass „die Investitionsoffensive der DB Netz AG konsequent fortgeführt“ werde. Darunter fallen unter anderem die vorbeugende Instandhaltung sowie ein Diagnosesystem für Weichen. Als „deutlichen Erfolg“ wertete Dr. Rothenstein den Einsatz der S-Bahn-Helfer. Die Haltezeitüberschreitungen an der Station Hauptbahnhof konnten so um 48 Prozent reduziert werden. Dass die Zugausfälle insgesamt noch immer deutlich zu hoch sind, liege an Einflüssen von außen, auf die die S-Bahn nicht einwirken könne. Dr. Dirk Rothenstein prognostizierte, dass in diesem Jahr mit einem neuen Höchststand an Zugausfällen durch Dritte gerechnet werden müsse.

Die Baustellen zur Instandhaltung des S-Bahn-Netzes sowie die Bauarbeiten für Stuttgart 21 werden auch in Zukunft zu Einschränkungen des S-Bahn-Verkehrs führen. Dennoch versicherte Dr. Rothenstein. „Wir werden weiterhin um jede Sekunde ringen und an jeder Schraube drehen, um noch pünktlicher zu werden.“

Auch der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (GmbH) leistet seinen Beitrag für bessere Fahrgastinformation und mehr Fahrplanstabilität, wie Jochen Biesinger ausführte. Bis Ende 2019 sollen 62 Prozent der Umstiegszeiten zwischen S-Bahn und Bussen mindestens fünf Minuten betragen. In Kombination mit der technischen Anschlusssicherung ergebe sich sogar ein Gesamtwert von rund 91 Prozent.

Erste wahrnehmbare Erfolge stellen sich ein

Thomas Leipnitz (SPD) formulierte: „Die Botschaft hör‘ ich wohl, alleine mir fehlt der Glaube“. Viele Probleme seien von der DB Netz AG „hausgemacht“. Dadurch würden der S-Bahn „Knüppel zwischen die Beine geworfen“. Es sei umso wichtiger, sich dem Thema ETCS anzunehmen. „Der ÖPNV muss funktionieren und die Qualität der S-Bahn muss stimmen“, sagte Eva Mannhardt (Grüne). „Unsere Bemühungen zeigen langsam Erfolg. Ich habe das Gefühl, es geht etwas besser.“ Sie ermunterte, weiter in Infrastruktur zu investieren und forderte Verbesserungen bei der Information. „Man sieht Ihr ehrliches Bemühen, die Grundübel zu bekämpfen“, sagte Rainer Ganske (CDU). Leider gebe es dabei keine schnellen Erfolge. Die Region habe mit dem Kauf der Fahrzeuge viel Geld in die Hand genommen. Diese sollten aber nicht langfristig für überschlagende Wenden verwendet werden, sondern werden für die Ausdehnung des 15-Minuten-Takts gebraucht.

Im Gegensatz zu den Vorjahren hat Bernhard Maier (Freie Wähler) nun „das erste Mal das Gefühl, dass sich etwas bewegt.“ Es gehe aufwärts und es bestehe Grund zur Hoffnung. Vertragliche Aufgabe der Bahn sei es, ETCS einzuführen, um die Pünktlichkeit weiter zu verbessern. Nicht die kleinen Verspätungen, sondern die Großstörungen an der Infrastruktur seien das eigentliche Ärgernis für Pendler, führte Ingo Mörl (Piraten/Linke) aus. Durch die Ausdehnung des 15-Minuten-Takts gebe es nur noch „eine große Hauptverkehrszeit“, in der die S-Bahnen pünktlich fahren müssten. „Von Seiten der Bahn ist viel unternommen worden“, bilanzierte Armin Serwani (FDP). Angesichts der gestiegenen Fahrgastzahlen müsse der Fahrplan zeitliche Puffer für Umstieg, aber auch für Ein- und Ausstieg, erhalten. Dr. Burghard Korneffel (Innovative Politik) sagte: „Wenn wir mit Lobhudelei anfangen, bleibt der Fortschritt auf der Strecke.“ Er forderte weitere Anstrengungen.

Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

Datum:07.06.2017 - Uhrzeit: 08:56

S-Bahn Rhein-Neckar soll an DB Regio AG vergeben werden

Die Nahverkehrsleistungen auf der S-Bahn Rhein-Neckar (Los 2) im Vergabenetz 6b des Landes Baden-Württemberg sollen an die DB Regio AG vergeben werden. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN) sowie der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV RLP Süd) haben am 2. Juni 2017, die entsprechende Vorabinformation versandt. Sofern keiner der unterlegenen Bieter einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer stellt, wird seitens der Aufgabenträger der DB Regio AG der Zuschlag erteilt. 

Die Fahrgäste in der Metropolregion Rhein-Neckar dürfen sich auf Neufahrzeuge und einen verbesserten Fahrplan mit konsequentem Halbstundentakt auf fast allen Linien freuen, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL. "Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass das Fahrzeugfinanzierungsmodell des Landes ("BW-Modell") zu mehr Wettbewerb und zu günstigeren Konditionen geführt hat. Damit gehen wir konsequent einen weiteren Schritt in Richtung langfristiger Sicherung und Ausbau der SPNV-Leistungen für das Land Baden-Württemberg", so Minister Herrmann. 

Die Betriebsaufnahme mit Neufahrzeugen des Typs "Mireo" der Firma Siemens erfolgt ab Dezember 2020 in zwei Stufen: Die Linien in Baden-Württemberg und dem südlichen Hessen starten im Dezember 2020. Der fast ausschließlich in Rheinland-Pfalz liegende Abschnitt Mannheim – Mainz wird im Dezember 2021 in das Netz integriert. Der dann bis Ende 2034 gültige Verkehrsvertrag umfasst insgesamt rund sechs Millionen Zugkilometer.

Für die Gemeinden im hessischen Ried und entlang der Bergstraße führt die Inbetriebnahme der S-Bahn Rhein-Neckar zu einer wesentlichen Verbesserung des Verkehrsangebots auf der Schiene. Die S-Bahn Rhein-Neckar wird gemeinsam mit dem bereits zum Jahresende 2017 startenden Main-Neckar-Ried-Express den Fahrgästen zukünftig ein attraktives Angebot bieten können. Mit der geplanten Wiederherstellung der Zweigleisigkeit auf der östlichen Riedbahn wird endlich wieder eine direkte Anbindung der Riedgemeinden an die Arbeitsplatz- und Ausbildungsstandorte im Bereich Mannheim-Käfertal und -Neuostheim ermöglicht, so Volkhard Malik, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Rhein-Neckar als SPNV-Aufgabenträger für den Kreis Bergstraße.

Landrat Dr. Winfried Hirschberger stellt als Verbandsvorsteher des für die Strecke Mannheim – Mainz zuständigen ZSPNV RLP Süd die umfangreichen Bemühungen zur Modernisierung dieser Bahnlinie heraus: "Wir haben gemeinsam mit den Kommunen, dem Bund und dem Land Rheinland-Pfalz für die Modernisierung und Barrierefreiheit aller Stationen gesorgt und werden ab 2018 auf Basis eines anderen Verkehrsvertrages modernisierte und barrierefreie Fahrzeuge zwischen Mannheim und Mainz einsetzen, um den Kundennutzen der barrierefrei ausgebauten Stationen möglichst kurzfristig zu erzielen. Ab Dezember 2021 werden diese Elektrotriebwagen dann durch die neuen S-Bahn-Fahrzeuge ersetzt." 

Mit dem antriebsstarken Triebfahrzeug vom Typ Mireo der Firma Siemens kommt ein modernes und komfortables Fahrzeug der neuesten Generation zum Einsatz. Alle Fahrzeuge verfügen über einen für die Fahrgäste kostenfreien WLAN-Zugang und sind für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg an allen Bahnsteigen mit 76 cm Höhe ausgerichtet. Fünf Mehrzweckbereiche im Fahrzeug bieten großzügige Stellflächen z.B. für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen. So sind zukünftig pro Zugeinheit bis zu 26 Fahrradabstellplätze vorgesehen

Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Datum:28.04.2017 - Uhrzeit: 10:00

Abellio bestellt fünf zusätzliche Züge für das Neckartal

Baden-Württemberg stockt die Fahrzeugflotte für das Neckartal auf 48 Elektrotriebzüge vom Talent 2 des Herstellers Bombardier auf / Verkehrsminister Hermann: Fahrgäste können sich nicht nur auf weitere Neufahrzeuge, sondern auch auf mehr Komfort freuen!

Abellio übernimmt im Auftrag des Landes Baden-Württemberg ab Juni 2019 zeitlich gestaffelt den Betrieb für das Neckartal in den Stuttgarter Netzen. Eines der führenden Bahnunternehmen in Deutschland hat dafür beim Hersteller Bombardier 43 fabrikneue Elektrotriebzüge vom Typ Talent 2 im baden-württembergischen Landesdesign bestellt und wird damit jährlich 6,8 Mio. Zugkilometer erbringen. Im Verkehrsvertrag zwischen Land und Betreiber war bereits eine Option auf Bestellung von weiteren Zügen vereinbart worden, die nun realisiert wird.

„Abellio hat fünf weitere Züge aus dieser Serie bei Bombardier geordert. Damit stellen wir sicher, dass die gesamte Produktion aus einem Guss in gewohnt guter Qualität entsteht“, erklärte Dr. Andreas Moschinski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Wir gehen nicht zuletzt aufgrund des deutlich verbesserten Angebots von weiter wachsenden Fahrgastzahlen aus. Die Fahrgäste können damit auch in den Stoßzeiten mit mehr Komfort rechnen. Dies steigert die Attraktivität des klimafreundlichen regionalen Schienenverkehrs und trägt mit Blick auf die Anstrengungen für bessere Luft in der Region Stuttgart dazu bei, dass mehr Menschen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.“

„Die zusätzlichen zwei Dreiteiler und drei Fünfteiler werden unsere Kapazitäten nachhaltig erhöhen. Ich bin daher sehr froh, diesen Auftrag an unseren Fahrzeuglieferanten erteilen zu können und freue mich über das Vertrauen von Minister Hermann und der landeseigenen Nahverkehrsgesellschaft in die vorgeschlagenen Maßnahmen“, so Dr. Moschinski bei der Auftragserteilung.

Abellio wird die Schienenpersonennahverkehrsstrecken Stuttgart – Mühlacker – Pforzheim/Bruchsal; Stuttgart – Heilbronn – Mannheim/Osterburken und Stuttgart – Tübingen des Loses 1 (Neckartal) des Stuttgarter Netzes befahren. Auf dem 480 km langen Streckennetz mit 114 Stationen wird Abellio jährlich 6,8 Mio. Zugkilometer erbringen. Rund 250 Arbeitsplätze werden dafür von Abellio in Baden-Württemberg geschaffen, davon rund 50 am Werkstattstandort Pforzheim. In der Werkstatt werden die 48 elektrischen Triebfahrzeuge vom Typ Talent 2 des Herstellers Bombardier bis mindestens 2032 instandgehalten.

Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg / Alstom Transport Deutschland GmbH

Datum:27.04.2017 - Uhrzeit: 09:00

Hohenzollerische Landesbahn fährt künftig auf der Brenzbahn und im Donautal

Fahrgäste profitieren von Juni 2019 an von modernen Neufahrzeugen sowie weiteren Zügen am Wochenende und Abends

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat gestern (24.04.2017) zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) den regionalen Bahnverkehr im sogenannten „Ulmer Stern“ (Vergabenetz 12) an die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) vergeben.

„Dies bedeutet vom Juni 2019 an neue und modernere Fahrzeuge sowie ein verbesserter Fahrplan“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann am 24. April in Stuttgart. „Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Wettbewerb sowohl günstigere Preise für das Land als auch Verbesserungen für die Fahrgäste ermöglicht. Besonders freue ich mich darüber, dass sich diesmal eine Landesgesellschaft im Wettbewerb durchgesetzt hat.“ Mit der Neuvergabe an die HzL liegt der Preis pro Zugkilometer rund ein Fünftel unter dem bisherigen Preis des Großen Verkehrsvertrags. Die Inbetriebnahme des Netzes ist für Juni 2019 vorgesehen.

Das Netz 12 umfasst den Regionalexpress (RE) Ulm-Aalen, die Regionalbahn (RB) Ulm-Langnau und die RB Ulm-Munderkingen. Nicht enthalten sind der Interregio Express (IRE) Ulm-Aalen und der IRE/RE Ulm-Sigmaringen-Donaueschingen. Diese Leistungen wurden bereits im Netz 5 an die DB vergeben. Im Netz 12 wird grundsätzlich das heutige Angebot weitergefahren. Verbesserungen wird es in den Tagesrandlagen und am Wochenende geben. Dort werden Taktlücken geschlossen. Insbesondere wird das Angebot in den Abendstunden verbessert:

Ab Ulm geht es von Juni 2019 an stündlich bis 22.14 nach Aalen und um 23.14 Uhr nach Heidenheim sowie ab Aalen stündlich bis 22.34 Uhr nach Ulm und um 23.34 Uhr mit IRE-Anschluss von Karlsruhe nach Heidenheim.

Ab Langenau verkehrt künftig sonntags von 6.26 Uhr an eine zusätzliche Regionalbahn nach Ulm. Täglich fährt um 20.30 Uhr ein zusätzlicher Zug von Ulm nach Langenau.

Der vor einigen Jahren wieder in Betrieb genommene Bahnhalt Rottenacker wird künftig stündlich bedient, auch an den Wochenenden.

Der heutige RE Ulm-Aalen-Crailsheim wird mit Dieselantrieb nur noch bis Aalen fahren. Dort besteht aber Anschluss von und zur elektrisch betriebenen Metropolexpress-Linie Stuttgart-Aalen-Crailsheim. Insgesamt wird das Angebot im Netz 12 im Vergleich zu heute um rund 16 Prozent auf künftig ca. 1,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr ausgeweitet. Davon entfallen knapp 200.000 Zugkilometer auf den rund 8 Kilometer langen bayerischen Abschnitt der Brenzbahn. Dort halten die Züge an den drei bayerischen Verkehrsstationen Thalfingen (RE, RB), Oberelchingen (RB) und Unterelchingen (RB).

Die HzL wird moderne, neue Dieseltriebwagen des Typs LINT 54 des Herstellers Alstom einsetzen. Dieser Fahrzeugtyp wird damit erstmals in Baden-Württemberg eingesetzt. In vielen anderen Bundesländern hat er seine Praxistauglichkeit schon unter Beweis gestellt. Die Fahrzeuge werden eine Einstiegshöhe von 55 Zentimetern haben. Damit ist an den meisten Stationen der Brenz- und Donautalbahn im Unterschied zu den heute eingesetzten Fahrzeugen ein barrierefreier Einstieg möglich. Außerdem werden in jedem Fahrzeug 18 Fahrradstellplätze vorhanden sein.




Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg / Alstom Transport Deutschland GmbH

Datum:24.03.2017 - Uhrzeit: 08:25

Symbolischer Spatenstich für S-Bahn-Verlängerung Ansbach – Dombühl

Feierlicher Auftakt der Bauarbeiten in Leutershausen-Wiedersbach • Inbetriebnahme am 10. Dezember 2017

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wird die S-Bahn-Linie Nürnberg - Ansbach bis Dombühl verlängert. Mit einem feierlichen Spatenstich am Bahnhof Leutershausen-Wiedersbach, der für den Personenverkehr reaktiviert wird, haben heute die Bauarbeiten begonnen.
„Bund und Freistaat Bayern investieren rund zehn Millionen Euro in die Bahnstrecke von Ansbach nach Dombühl und schaffen damit die Voraussetzung zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs im westlichen Mittelfranken“ erläutert Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern.
„Wir bestellen ab Dezember rund zusätzliche 170.000 Zug-Kilometer jährlich, um Leutershausen und Dombühl stündlich anzubinden“, betont Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann. „Damit setzen wir den Standard des Bahnlandes Bayern auch auf dieser Strecke um, und zwar an 365 Tagen im Jahr von fünf Uhr in der Früh bis Mitternacht“, zeigte sich Herrmann erfreut über das künftige Betriebskonzept.
Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig ergänzt: „Mit der vom Landkreis bestellten deutlichen Ausweitung des Busverkehrs werden wir nahtlos an das verbesserte Zugangebot anknüpfen. In Leutershausen-Wiedersbach und Dombühl stellen wir direkte Anschlüsse zwischen Bus und Zug her. Damit schaffen wir auch für viele Städte und Gemeinden, die nicht direkt an der Bahnstrecke liegen, stündliche Verbindungen nach Ansbach und Nürnberg.“
Die Leutershausener Bürgermeisterin Sandra Bonnemeier betont: „Der Bahnanschluss stellt einen wesentlichen Meilenstein für die Anbindung unserer Stadt dar. Ich freue mich sehr, dass nach einer langen Planungsphase nun die Bauarbeiten beginnen“.
Der Bahnhof Dombühl erhält einen barrierefreien Bahnsteig für die S-Bahn. In Leutershausen-Wiedersbach entsteht eine neue Station. Ferner erfolgen Anpassungen bei Gleisen, Oberleitungen, Weichen und Signaltechnik.
Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wird die S-Bahn alle zwei Stunden bis Dombühl verlängert. Gemeinsam mit dem Regionalexpress Nürnberg – Stuttgart, der künftig auch in Leutershausen-Wiedersbach halten wird, entsteht ein stündliches Zugangebot.
Zeitgleich mit der S-Bahn-Inbetriebnahme wird das Busangebot erheblich ausgeweitet. In Dombühl werden stündliche Anschlüsse über Feuchtwangen und Schopfloch nach Dinkelsbühl hergestellt. Eine weitere stündliche Buslinie verkehrt künftig von Dombühl über Wörnitz, Schillingsfürst, Diebach und Gebsattel nach Rothenburg ob der Tauber. Insingen wird zweistündlich angebunden.
Am Bahnhof Leutershausen-Wiedersbach sind Busanschlüsse in die Innenstadt von Leutershausen und weitere Stadtteile sowie nach Buch am Wald und Colmberg vorgesehen.

Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn

Datum:17.03.2017 - Uhrzeit: 09:25

Schienenpersonennahverkehr: Teilnetz Usedom neu vergeben

Der Schienenpersonennahverkehr im Teilnetz Usedom wird ab Dezember 2017 von der DB Regio AG bedient. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn erhielt den Zuschlag im Ausschreibungsverfahren und übernimmt damit die bisher von der Usedomer Bäderbahn (UBB) bedienten Strecken des Teilnetzes.
Das Teilnetz Usedom besteht aus den Verbindungen RB23 Stralsund – Swinemünde (ab Dezember 2019: Züssow – Swinemünde) und RB24 Zinnowitz – Peenemünde. Die durch die Landesregierung beauftragte Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) schreibt die Verkehrsnetze des Schienenpersonennahverkehrs regelmäßig europaweit aus. Die Ausschreibung von Verkehrsleistungen eines Verkehrsnetzes benötigt einen mehrjährigen Vorlauf. Aufgrund der sich überschneidenden Zeiträume der einzelnen Verkehrsverträge finden daher fortlaufend Planungen statt. Der aktuelle Verkehrsvertrag für das Teilnetz Usedom läuft zum Dezember dieses Jahres aus. Die Laufzeit des neuen Vertrages beträgt 13 Jahre. Die DB Regio AG war der einzige Bieter in dem Ausschreibungsverfahren.Das Teilnetz Usedom soll künftig weitestgehend auf den Inselbereich beschränkt sein. Aus diesem Grund wird die RB23 Stralsund – Swinemünde voraussichtlich ab Ende 2019 verkürzt und als RB23 Züssow – Swinemünde verkehren. Bis dahin wird die Strecke zwischen Züssow und Stralsund aber weiterhin im Rahmen des Verkehrsvertrages Teilnetz Usedom bedient. Später soll dieser Abschnitt aus einem anderen Verkehrsvertrag bedient werden.
Die DB Regio AG wird die bislang auf den Strecken des Teilnetzes Usedom eingesetzten Fahrzeuge (Dieseltriebwagen vom Typ GTW 2/6) übernehmen. Der Fahrplan bleibt, von Detailänderungen abgesehen, unverändert. Als Verbesserung für die Kunden ist künftig auch die bargeldlose Bezahlung in den Zügen möglich.

Quelle:/Fotos: EM - Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Datum:23.02.2017 - Uhrzeit: 09:35

VRS: Längere Züge und neue Weichen

Region beschließt weitere Verbesserungen für den S-Bahn-Verkehr – große Unzufriedenheit über die S-Bahn-Qualität im letzten Jahr

Längere Züge und damit mehr Platz in den S-Bahnen. Zusätzliche Weichen und damit mehr Flexibilität beim S-Bahn-Verkehr. Der Verband Region Stuttgart hat heute erneut Verbesserungen auf den Weg gebracht, die kurz- und langfristig wirken. Im Verkehrsausschuss verknüpften die Regionalpolitikerinnen und –politiker ihr regionales Engagement mit einem deutlichen Appell an die Deutsche Bahn AG. Alle Konzerntöchter sollten diesem guten Beispiel folgend ihre Anstrengungen forcieren, damit die S-Bahn wieder flotter und zuverlässiger wird.

Mehr Sitzplätze und überschlagene Wenden

Ein Teil der zehn neuen S-Bahn-Fahrzeuge, die der Verband Region Stuttgart für gut 80 Millionen Euro finanziert hat, werden bereits seit Dezember 2016 für mehr Komfort und Pünktlichkeit im S-Bahn-Verkehr eingesetzt. In der Hauptverkehrszeit am Morgen waren auf den Linien S1, S2 und S3 einzelne Züge auf insgesamt drei Wageneinheiten (‚Langzug‘) verlängert worden, das entspricht einem Plus von rund 3.300 Sitzplätzen. Weitere 1.000 Sitzplätze werden ab 10. April durch längere Züge der S2 am späteren Nachmittag geschaffen. Hinzu kommen längere Züge auf allen Linien an Wochenenden, abends sowie nachts. Damit gibt der Verband Region Stuttgart die richtige Antwort auf die massiven Fahrgaststeigerungen, gerade auch im Freizeitverkehr am Abend und Wochenende, führte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler aus. Auch die überschlagenen Wenden in Weil der Stadt, Stuttgart-Vaihingen (seit Dezember 2016) und Schorndorf sowie Filderstadt (ab Frühjahr 2017) seien ein regionaler Beitrag für mehr Pünktlichkeit. Dort stehen einige der neuen S-Bahn-Fahrzeuge, die pünktlich losfahren können, sofern eine ankommende S-Bahn verspätet sein sollte.

Einen Festbetrag von knapp 2,5 Millionen Euro zahlt der Verband Region Stuttgart für vier neue Weichen an der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße. Damit eröffnet die Region perspektivische Ausbauoptionen nach Stuttgart 21 (T-Spange) sowie mehr betriebliche Flexibilität, gerade auch bei Störungen. Die Weichen sollen während der Bauarbeiten von Stuttgart 21 eingebaut werden.

Gelbe Karte für zu viel ausgefallene Züge

Die Pünktlichkeit für 2016 liegt nach wie vor deutlich hinter den vertraglich vereinbarten Zielwerten zurück. Das ärgert den Verband Region Stuttgart als Finanzier des S-Bahn-Verkehrs mindestens so sehr wie die Fahrgäste. „Die Qualität der S-Bahn hat sich 2016 nicht nachhaltig verbessert und ist absolut unbefriedigend“, sagte Dr. Jürgen Wurmthaler. Die Strafzahlung in Höhe etwa 1,3 Millionen Euro, die die DB Regio AG für ausgefallene Züge an die Region überweisen muss, sind da ein schwacher Trost. Lässt man die Streiks aus dem Jahr 2015 und geplante Baustellen außen vor, haben sich die ausgefallenen Zug-Kilometer um 40 Prozent im Jahr 2016 deutlich erhöht, auf rund 160.000 Kilometer. Grund dafür sind im Wesentlichen „Einflüsse Dritter“, also Personenunfälle, Notarzteinsätze oder Menschen in der Nähe von Gleisen. Die Störungen an Signalen und Weichen machen rund 59.000 Zug-Kilometer aus, das sind mehr als ein Drittel. Ihr Anteil ging im Vergleich zu 2015 um 25 Prozent zurück. Als „gutes Signal“ wertete Dr. Wurmthaler, dass der Anteil der Zugausfälle, der von der S-Bahn Stuttgart zu verantworten ist, zurückging. „Ich setze darauf, dass DB Regio alles dafür tut, um diesen positiven Trend auch in den Folgejahren fortzuführen.“

Der Vertrag von Verband Region Stuttgart und DB Regio AG über den Betrieb der S-Bahn sieht die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung vor, sofern der Wert an ausgefallenen Zug-Kilometern in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren 1 Prozent übersteigt. 2016 war dies erstmals der Fall. Deshalb hat der Verkehrsausschuss der DB Regio AG heute die gelbe Karte gezeigt. Mit dieser Warnung ist der Hinweis verbunden, dass „alle Maßnahmen zu nutzen sind, um die Zugausfälle aller Verursacher zu reduzieren.“ Noch vor der Sommerpause werden Unternehmensvertreter der Deutschen Bahn AG im Verkehrsausschuss berichten, wie die bisher bei den „S-Bahn-Gipfeln“ vorgestellten Maßnahmen gewirkt haben.

Kopfschütteln, Frust und Hilflosigkeit

Rainer Ganske (CDU) bedauerte es, dass das „Fünkchen Hoffnung“ eines positiven Trends sich in Luft aufgelöst habe. „Jetzt muss die DB als Gesamtkonzern liefern“. Eine Kündigung des Vertrags sei keine Option. Mangels Alternativen sei es eine Illusion zu glauben, dann werde alles besser. Auch die geplanten Baustellen mit Ersatzfahrplänen strapazierten die Nerven der Fahrgäste, sagte Eva Mannhardt (Grüne). „Wir machen unsere Hausaufgaben und können sicherlich Verbesserungen erreichen.“ Der Beitrag von anderen stehe noch aus, formulierte sie vor allem in Richtung DB Netz AG. Seit Jahren hätten sich die Zahlen von Zugausfällen und Pünktlichkeit nicht signifikant verbessert, kritisierte Harald Raß (SPD). „Das ist nicht akzeptabel“. Die Region habe die neuen Fahrzeuge gekauft und investiere in den 15-Minuten-Takt, alles in allem um die 100 Millionen Euro. Damit seien die Hausaufgaben der Region mehr als gemacht. Die Warnung an die DB Regio AG könne nicht folgenlos sein.

Von „geballter Frustration und Hilflosigkeit“ sprach Bernhard Maier (Freie Wähler). „Das S-Bahn-System ist am Limit, deshalb wird es nicht besser werden. Wir verbessern das System mit öffentlichem Geld und der einzige Profiteur ist die Bahn.“ „Die Zahlen sind nicht mehr schön zu reden“, findet auch Ingo Mörl (Piraten/Die Linke). „So kann es nicht weitergehen. Und ohne Sanktionierung gibt es keine Besserung.“ Armin Serwani (FDP) war über die Werte „erschreckt“. „Mit den geplanten Baustellen, die die Infrastruktur verbessern, müssen wir uns allerdings abfinden.“ Nicht akzeptabel sei die Informationspolitik der Bahn. Nach Überzeugung von Dr. Burghard Korneffel (AfD/Innovative Politik) funktioniert dieses System S-Bahn als Teil der DB nicht.

Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

Datum:17.02.2017 - Uhrzeit: 08:52

DB Regio bestellt 39 Regionaltriebzüge bei Siemens


  • Erstauftrag über 24 Gliederzüge der neuen Zugplattform Mireo
  • 15 Doppelstockzüge aus der bewährten Desiro-Zugfamilie
  • Inbetriebnahme Sommer 2020

    Die DB Regio AG wird ab 2020 das Rheintal-Netz im Südwesten Deutschlands ausschließlich mit Neufahrzeugen von Siemens betreiben. Die Nahverkehrssparte der Deutschen Bahn hat hierfür insgesamt 39 Regionaltriebzüge bestellt. Der Auftrag umfasst 15 Desiro-HC- und 24 Mireo-Züge. Dies ist die erste Order für Fahrzeuge aus der neuen Regionaltriebzugplattform Mireo, die erst kürzlich auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans vorgestellt wurde.

    „Nach dem Produktlaunch ist uns innerhalb kürzester Zeit der Markteintritt mit unserer neuen Zugplattform Mireo gelungen. Der Mireo vereint Wirtschaftlichkeit mit Nachhaltigkeit und bietet höchste Flexibilität über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagte Sabrina Soussan, Leiterin des Geschäfts mit Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen sowie Lokomotiven.

    Das Zugangebot im Rheintal wird neu strukturiert. Es besteht dann eine klare Trennung zwischen einem schnellen Zugsystem für den überregionalen Verkehr zwischen den großen Orten und einem S-Bahn-ähnlichen Regionalzugsystem mit Halt auf allen Stationen. Gleichzeitig erfolgt eine deutliche Ausweitung des Zugangebotes. Für diese speziellen Anforderungen wurden die entsprechenden Fahrzeuge bestellt.

    Der Mireo wird als Regionalbahn (RB) auf der Strecke Offenburg –Freiburg – Basel/Neuenburg (Schweiz) sowie sonntags im Kaiserstuhl von Freiburg nach Endingen/Breisach eingesetzt. Das Fahrzeug ist als skalierbarer Gliederzug konzipiert. Die Leichtbauweise, energieeffiziente Komponenten und ein intelligentes Bordnetzmanagement führen zu einem um 25 Prozent reduzierten Energieverbrauch im Vergleich zu Vorgängerfahrzeugen. Durch die neue aerodynamische Gestaltung und das laufruhige Drehgestell wird eine Geräuschreduzierung erreicht. Die dreiteiligen Züge verfügen über 220 Sitzplätze.

    Auf der Strecke Karlsruhe – Offenburg –Freiburg –Basel wird der Desiro HC als Regionalexpress verkehren. Jeder Zug besteht aus vier Wagen, von denen der erste und der letzte als Endwagen jeweils ein Deck für die Fahrgäste haben und die beiden mittleren als Doppelstockwagen ausgeführt sind. Über 50 Prozent des Raumes für die Fahrgäste sind barrierefrei begehbar, in den beiden einstöckigen Endwagen sogar komplett stufenlos und für die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Reisender ausgestattet. Durch die zweistöckigen Mittelwagen wird pro Zug auf nur 105 Metern Länge ein Angebot von 410 Sitzplätzen mit reichlich Beinfreiheit geschaffen.

    Beide Regionalzüge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt.




    Quelle:/Fotos: Siemens AG

  • Datum:07.02.2017 - Uhrzeit: 09:55

    Netz „Rheintal“ - Zuschlag an DB Regio erteilt

    Nahverkehr auf der Rheinschiene wird deutlich ausgeweitet und schneller
    Ab Juni 2020 Ausweitung des Zugangebotes um 40 Prozent und in 85 Minuten von Offenburg nach Basel
    Die DB Regio AG hat heute vom Land den Zuschlag für das Netz „Rheintal“ (Vergabenetz 4) erhalten. DB Regio hatte in beiden Losen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. „Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn konnten wir einen um 4,39 Euro günstigeren Preis pro Zugkilometer erreichen. Statt 11,69 Euro pro Zugkilometer zahlt das Land künftig 7,30 Euro pro Zugkilometer. Und das trotz neuer, moderner Fahrzeuge und trotz des anspruchsvollen Betriebsprogramms auf der überlasteten Rheintalstrecke“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann am 6. Februar. „Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Wettbewerb sowohl günstigere Preise für das Land als auch Verbesserungen für die Fahrgäste ermöglicht. Ohne den Wettbewerb könnten wir uns die Verbesserungen nicht leisten.“
    Das Netz 4 wurde in zwei Losen ausgeschrieben. Los 1 enthält die stündlichen RE-Leistungen Karlsruhe – Offenburg – Basel mit zunächst ca. 2,1 Millionen Zugkilometern pro Jahr. Los 2 enthält die RB-Leistungen Offenburg –Freiburg –Basel/Neuenburg mit zunächst ca. 1,9 Millionen Zugkilometern im Jahr. Dem neuen Fahrplankonzept auf der Rheintalbahn war ein intensives Beteiligungsverfahren vorausgegangen, das vom Land mit den betroffenen Kommunen an der Strecke durchgeführt wurde. Künftig werden im Schienenpersonennahverkehr im Rheintal schnelle und langsame Züge klar getrennt. Der Regional-Express wird Offenburg und Basel künftig jede zweite Stunde in 85 Minuten verbinden und somit 30 Minuten schneller sein als heute. Auf Wunsch der Region wird der RE in der anderen Stunde öfters halten, dann aber für die Strecke Offenburg – Basel 98 Minuten benötigen. Die Regionalbahn im Los 2 hält stündlich an allen Stationen und wird zur Hauptverkehrszeit (HVZ) abschnittsweise verdichtet. Insgesamt wird das Angebot in der ersten Betriebsstufe ab Juni 2020 gegenüber heute um 40 Prozent ausgeweitet.
    „Leider können wir das von uns gewünschte Verkehrsangebot bei der Inbetriebnahme des Netzes 4 noch nicht ganz umsetzen, weil die Rheintalstrecke mit Fern- und Güterverkehr stark überlastet ist“, sagte Minister Hermann weiter. „Sobald die Rheintalstrecke weiter ausgebaut ist, werden wir das Betriebsprogramm aber vervollständigen.“ So werden nach Fertigstellung des Rastatter Tunnels (voraussichtlich Dezember 2022) alle RE bis Karlsruhe verlängert. Sobald die durchgehende Viergleisigkeit zwischen Müllheim und Weil am Rhein hergestellt ist (voraussichtlich Dezember 2024) wird die RB zwischen Müllheim und Basel in der HVZ im Halbstundentakt fahren. Zusammen sind dies noch einmal ca. 660.000 zusätzliche Zugkilometer im Jahr. Im Endzustand wird somit das Zugangebot gegenüber heute um 62 Prozent ausgeweitet. Weitere Einzelheiten zum Fahrplanangebot können dem anliegenden Steckbrief entnommen werden.
    DB Regio wird im Los 1 Doppelstock-Elektrotriebwagen der Firma Siemens vom Typ „Desiro HC“ einsetzen. Im Los 2 kommen Single-Deck-Elektrotriebwagen des neuen Typs „Mireo“ zum Einsatz. Die Züge verkehren künftig im neuen Landesdesign. Im Anhang finden sich Skizzen mit Außen- und Innenansichten der Fahrzeuge. Die Inbetriebnahme des Netzes ist für Juni 2020 vorgesehen.

    Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

    Datum:27.01.2017 - Uhrzeit: 10:35

    DB Regio AG soll das Netz Rheintal erhalten

    Nahverkehr auf der Rheinschiene wird deutlich ausgeweitet und schneller - Zuschlag für DB Regio geplant

    Ab Juni 2020 Ausweitung des Zugangebotes um 40 % - Künftig in 85 Minuten von Offenburg nach Basel

    Von Juni 2020 an soll die DB Regio AG das Netz „Rheintal“ (Vergabenetz 4) betreiben. DB Regio hat in beiden Losen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. „Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn konnten wir einen um rund vier Euro günstigeren Preis pro Zugkilometer erreichen. Statt 11,69 Euro pro Zugkilometer zahlt das Land künftig 7,30 Euro pro Zugkilometer. Das trotz neuer, moderner Fahrzeuge und trotz des anspruchsvollen Betriebsprogramms auf der überlasteten Rheintalstrecke“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann am 26.01.2017. „Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Wettbewerb sowohl günstigere Preise für das Land als auch Verbesserungen für die Fahrgäste ermöglicht. Ohne Wettbewerb könnten wir uns die Verbesserungen nicht leisten“.

    Das Netz 4 wurde in zwei Losen ausgeschrieben. Los 1 enthält die stündlichen RE-Leistungen Karlsruhe – Offenburg – Basel mit zunächst ca. 2, 1 Mio. Zugkilometern/Jahr. Los 2 enthält die RB-Leistungen Offenburg –Freiburg –Basel/Neuenburg mit zunächst ca. 1,9 Mio. Zugkilometer/Jahr. Dem neuen Fahrplankonzept auf der Rheintalbahn war ein intensives Beteiligungsverfahren vorausgegangen, das vom Land mit den betroffenen Kommunen an der Strecke durchgeführt wurde. Künftig werden im SPNV im Rheintal schnelle und langsame Züge klar getrennt. Der RE wird Offenburg und Basel künftig jede zweite Stunde in 85 Minuten verbinden und somit 30 Minuten schneller als heute. Auf Wunsch der Region wird der RE in der anderen Stunde öfters halten, dann aber für die Strecke Offenburg – Basel 98 Minuten benötigen. Die RB im Los 2 hält stündlich an allen Stationen und wird zur Hauptverkehrszeit (HVZ) abschnittsweise verdichtet. Insgesamt wird das Angebot in der ersten Betriebsstufe ab Juni 2020 gegenüber heute um 40 % ausgeweitet.

    „Leider können wir das von uns gewünschte Verkehrsangebot bei der Inbetriebnahme des Netzes 4 noch nicht ganz umsetzen, weil die Rheintalstrecke mit Fern- und Güterverkehr stark überlastet ist“, sagte Minister Hermann weiter. „Sobald die Rheintalstrecke weiter ausgebaut ist, werden wir das Betriebsprogramm aber vervollständigen.“ So werden nach Fertigstellung des Rastatter Tunnels (voraussichtlich Dezember 2022) alle RE bis Karlsruhe verlängert. Und wenn die durchgehende Viergleisigkeit zwischen Müllheim und Weil am Rhein hergestellt ist (voraussichtlich Dezember 2024) wird die RB zwischen Müllheim und Basel in der HVZ im Halbstundentakt fahren. Zusammen sind dies noch einmal ca. 660.000 zusätzliche Zugkilometer/Jahr. Im Endzustand wird somit das Zugangebot gegenüber heute um 62 % ausgeweitet.

    DB Regio wird im Los 1 Doppelstock-Elektrotriebwagen der Firma Siemens vom Typ „Desiro HC“ einsetzen. Im Los 2 kommen Single-Deck-Elektrotriebwagen des neuen Typs „Mireo“ zum Einsatz. Die Züge verkehren künftig im neuen Landesdesign.

    „Ich freue mich, dass mit der DB Regio der heutige Betreiber dieses anspruchsvolle Netz gewonnen hat“, so Winfried Hermann weiter. „Bei aller berechtigten Kritik an der DB müssen wir auch sehen, dass deren Qualität im Rheintal deutlich besser ist als im württembergischen Landesteil.“ Sofern keiner der unterlegenen Bieter innerhalb der nächsten 10 Tage einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer stellt, wird das Land der DB Regio AG den Zuschlag erteilen. Die Inbetriebnahme des Netzes ist für Juni 2020 vorgesehen.


    Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

    Datum:13.01.2017 - Uhrzeit: 08:40

    WESTbahn: Initiativangebot für Vorarlberg bringt 25 Millionen Euro Einsparungspotential

    Vorarlberger Nahverkehr auf neuen Beinen: Das private Eisenbahnunternehmen möchte beweisen, dass hohe Qualität und eine schlanke Kostenstruktur sich nicht ausschließen. Die Vorarlberger können durch das Angebot nur gewinnen.

    Die WESTbahn hat am 10. Januar 2017 auf eigene Initiative beim Bundesministerium für Verkehr, Infrastruktur und Technologie (BMVIT) und beim Land Vorarlberg ein Angebot für den Vorarlberger Nahverkehr eingereicht. Das Unternehmen möchte den gesamten Eisenbahn-Nahverkehr des Bundeslandes ab Dezember 2018 auf neue Beine stellen. Das WESTbahn-Angebot beinhaltet ein Einsparungspotential von bis zu 25 Millionen Euro an Steuergeld über den Vertragszeitraum von 10 Jahren bei zumindest gleich hoher Qualität, mit neuen Fahrzeugen sowie dem bereits in vielen Regionen Österreichs bewährten „WESTbahn-Modell“ für Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit. Zumindest die gleich hohe Qualität bei geringeren Kosten: Die Vorarlberger können durch das Angebot nur gewinnen.

    „Unser Angebot ist eine gute Nachricht für alle Vorarlberger und Vorarlbergerinnen! Wir bieten Bundesminister Leichtfried und Landeshauptmann Wallner die Chance zu höchster Qualität zu bestmöglichen Konditionen. Eine Entscheidung für die WESTbahn bringt doppelten Erfolg: Unsere Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind außerordentlich hoch und die schlanke Kostenstruktur senkt die allgemeine Steuerbelastung“, begründet Dr. Erich Forster, CEO der WESTbahn Management GmbH, die Angebotslegung.

    Hintergrund der Einreichung war die Ankündigung des BMVIT vom Juli 2016, dass der Nahverkehr im Bundesland Vorarlberg ab Dezember 2018 für zehn weitere Jahre beauftragt werden soll. Die WESTbahn hält die Direktvergabe in der durchgeführten Form für nicht rechtmäßig. Aus diesem Grund wurde von der WESTbahn gegen eine Erstentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingelegt.

    Unabhängig von der Antwort des Verwaltungsgerichtshofs und um auf der objektiven Basis eines Initiativangebots aktiv eine Neubewertung der Vorgangsweise durch das BMVIT zu ermöglichen, hat die WESTbahn am 10. Januar 2017 dem BMVIT und dem Land Vorarlberg das folgende Angebot unterbreitet: Unter Einhaltung der durch den Besteller in der Vorankündigung veröffentlichten Rahmenbedingungen führt die WESTbahn im Vertragszeitraum ab Mitte Dezember 2018 den Verkehr für 10 Jahre um insgesamt rund 25 Millionen Euro günstiger durch (im Vergleich zu der in Medienberichten genannten Auftragssumme von rund 400 Millionen Euro). Die WESTbahn garantiert gleichzeitig die gesicherte Lieferung von neuen Zügen, um zwischen April und Juni 2019 die gesamte neue Flotte im Interesse des Verkehrs in Vorarlberg bereitzustellen.

    Der österreichische Nahverkehr auf der Schiene ist aktuell in hohem Maße durch den Verkehrsdienstvertrag (VDV) geregelt. Der Bund bestellte 2011 über den VDV die Durchführung aller Nahverkehrs-Strecken bis Dezember 2019 bei der Staatseisenbahn. Als Gegenleistung bekommt diese eine jährliche Abgeltung, die für 2015 bei rund 644 Millionen Euro lag.

    Die Europäische Union (EU) steht allerdings gleichzeitig seit 2001 für die Liberalisierung der Eisenbahn im Rahmen ihrer Eisenbahnpakete ein. 2007 beschloss diese eine deutliche Stärkung des Wettbewerbsgedankens im bestellten Verkehr. Mitte Dezember 2016 wurde mit der „Marktsäule“ des Vierten Eisenbahnpakets der Wettbewerb noch weiter gestärkt. Alle Mitgliedsstaaten müssen in einigen Jahren verpflichtend wettbewerbliche Ausschreibungen für bestellte Verkehre durchführen. Wirtschaftlich denkende Behörden wie zum Beispiel die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) – Bayern ist etwa so groß wie Österreich – taten und tun dies unabhängig vom Gesetzeszwang der EU aus Eigeninteresse, um für ihre Kunden eine bessere und günstigere Qualität auf der Schiene zu erreichen. Auch Schweden führt eindrucksvoll vor, wie Wettbewerb die Qualität von Öffentlichem Verkehr beflügeln kann.

    Aus Sicht der WESTbahn ist es höchste Zeit, das System freihändiger Direktvergaben (die, wenn es um Staatsausgaben oder Länderbestellungen geht, an sich kritisch sind) rasch zu beenden. Die WESTbahn bekennt sich klar zum Wettbewerb. „Wettbewerbliche Ausschreibungen im Nahverkehr bedeuten, dass sich jedes Unternehmen anstrengt, um zu gewinnen. Die bestellenden Behörden und die Kunden können dabei nur profitieren. Die WESTbahn möchte Angebote legen dürfen, deren Qualität und Preis von einer kompetenten Stelle diskriminierungsfrei geprüft wird – und diese Stelle wird in vielen Fällen erkennen, dass die WESTbahn den bestellten Nahverkehr besser und günstiger durchführen wird und demzufolge Verkehre an uns vergeben. Das ist eine Win-Win-Win Situation.“, betont Erich Forster.

    Die WESTbahn arbeitet mit führenden Zuglieferanten zusammen und ist bereit, die Lieferung zugelassener Fahrzeuge in Vorarlberg für 2019 zu garantieren. „Vorarlberg will sich beim Weltgymnastikfest Gymnaestrada im Juli 2019 vor internationalem Publikum von seiner besten Seite zeigen – auch mit seinem leistungsstarken Nahverkehr.“, sagt der CEO der WESTbahn und fügt hinzu: „Wir haben sehr gute Verbindungen zu renommierten Zuglieferanten und können gemeinsam den Vorarlberger Nahverkehrs-Auftrag mit neuen Zügen rechtzeitig auf Schiene bringen.“

    Die WESTbahn hofft, dass das BMVIT sich rasch ernsthaft mit dem abgegebenen Angebot beschäftigt und die erstmals gegebene Chance vergleichbarer Offerte nutzt, um beim Einsatz von Steuergeld die Wirtschaftlichkeit noch weiter zu steigern. Das BMVIT hat gemeinsam mit Vorarlberg jetzt die Chance, die richtigen Weichen für den Weg des Nahverkehrs in die Zukunft zu stellen.


    Quelle:/Fotos: WESTbahn Management GmbH
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