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News-Rubrik: Schweiz

Datum:14.09.2017 - Uhrzeit: 09:10

Revision bei Alstom: Die 19 Züge des Typs ETR 610 werden aufgerüstet und revidiert.

Die gesamte Flotte der 19 Neigezüge des Typs ETR 610 wird für insgesamt rund 90 Millionen Franken aufgerüstet und revidiert. Grössere Gepäckablagen, eine Familienzone, moderne Toiletten, neue Technik und ein besserer Mobilfunkempfang verbessern den Reisekomfort und die Zuverlässigkeit auf der Nord-Süd-Achse. Die Lieferantin Alstom startet nun mit den Arbeiten in Savigliano (Italien).

Die Fahrzeuge des Typs ETR 610 der ersten Serie erreichen eine Laufleistung von 2,5 Millionen Kilometer und müssen daher in die erste grosse Revision. Mit der gleichzeitigen Aufrüstung der sieben Züge aus der ersten Serie auf den Standard der zweiten Serie, werden Komfort und Technik der gesamten ETR 610 Flotte vereinheitlicht. Die Züge der ersten Serie erhalten ebenfalls grössere Gepäckablagen, eine Familienzone, moderne Toiletten sowie eine Brandunterdrückungsanlage.

Einmalige Synergien bei Alstom.

Alle 19 Züge werden bis 2020 schrittweise revidiert und dabei mit neuer Technik ausgestattet, die unter anderem auch für besseren Mobilfunkempfang mit Signalverstärkern und WiFi sorgt. Die Revision und die Aufrüstung erfolgt im Werk von Alstom. Die Firma hat bereits die Revision der ETR 610 für Trenitalia vorgenommen und abgeschlossen, so dass sie das daraus gewonnene Know-how in die Revision der ETR 610 der SBB einfliessen lassen kann. Kostenpunkt für die gesamte Aufrüstung und Revision: rund 90 Mio. Franken.

Seit Frühling 2017 ist Flotte komplett.

Die sieben Züge der ersten Serie stammen aus der Zeit der ehemaligen Betreibergesellschaft Cisalpino: Ab Ende 2009 wurden die Züge durch SBB und TI getrennt betrieben. So verkehren in der Schweiz auch sieben ETR 610-Züge der Trenitalia. Im Jahr 2012 bestellten die SBB acht zusätzliche ETR 610 (RABe 503) und 2015 folgte eine Nachbestellung von vier weiteren Zügen. Seit Frühling 2017 ist die Flotte der SBB komplett.

Die Zuverlässigkeit der ETR 610 konnte im letzten Jahr dank einer Taskforce deutlich gesteigert werden. Die aufgetretenen Qualitätsprobleme bei der Neigetechnik, den Schiebetritten und den Küchengeräten konnten weitgehend behoben werden. Die Taskforce läuft parallel zu den Arbeiten in Savigliano weiter bis 2018.

Quelle:/Fotos: SBB

Datum:20.07.2017 - Uhrzeit: 10:00

Stadler gewinnt Service-Auftrag in den Niederlanden und baut neues Depot in Hengelo

Am 18. Juli 2017 hat das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus den Auftrag für die Instandhaltung von 16 Stadler-FLIRT an Stadler vergeben. Die Laufzeit des Service-Vertrages beträgt 15 Jahre. Stadler investiert für die Instandhaltung der Fahrzeuge in ein neues Depot in Hengelo.

Für 16 Schienenfahrzeuge des Typs Stadler-FLIRT übernimmt Stadler die Instandhaltungsarbeiten von 2017 bis 2032. Das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus hat die elektrischen Niederflurtriebzüge FLIRT im Januar 2016 Stadler in Auftrag gegeben. Derzeit befinden sich die Fahrzeuge auf Testfahrten zwischen Amersfoort und Zwolle und verkehren künftig im Regionalverkehr auf der Strecke zwischen Zwolle-Kampen/Enschede. Der kommerzielle Betrieb wird per Dezember 2017 aufgenommen. Stadler Service Nederland wird ab diesem Zeitpunkt die umfassende Instandhaltung übernehmen.

Damit eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte während des ganzen Jahres sichergestellt wird, baut Stadler ein neues Depot in Hengelo und beschäftigt dort fünf Personen. Sämtliche Service-Arbeiten werden von Stadler-Mitarbeitenden ausgeführt, die mit den Fahrzeugen vertraut sind und einen schnellen und kosteneffizienten Einsatz gewährleisten. Mit diesem Standort baut Stadler seine Serviceaktivitäten in den Niederlanden weiter aus.



Die neun dreiteiligen und sieben vierteiligen 1.5-kV-FLIRT-Triebzüge für Syntus bieten höchsten Komfort mit Luftfederung, einladender Sitzanordnung und Klimaanlage. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Mit dem FLIRT bietet Stadler ein bewährtes, modernes und wirtschaftliches Fahrzeug für den erfolgreichen Einsatz im öffentlichen Verkehr.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:08.07.2017 - Uhrzeit: 14:05

Stadler intensiviert Umzugsplanungen für St. Margrethen

  • Teilbereich bleibt in Altenrhein

    Stadler evaluiert einen neuen Standort in St. Margrethen. Der definitive Verwaltungsratsentscheid soll nach den Sommerferien gefällt werden. Der Mietvertrag am bestehenden Standort in Altenrhein wurde per Ende Juni angepasst: Stadler und der Eigentümer des Industrieparks, Swisscanto (CH) Real Estate Fund Swiss Commercial, haben eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach Stadler die bisherigen Flächen in Altenrhein noch bis 2020 nutzt. Anschliessend soll die Produktion der Schienenfahrzeuge im neuen und effizienzoptimierten Werk in St. Margrethen gestartet werden. Die Kastendetailfertigung mit – je nach Auslastungsgrad – circa 50 bis 70 Mitarbeitern bleibt in Altenrhein.

    Stadler hat mit der mit Swisscanto getroffenen Anschlusslösung ausreichend Zeit, um das Areal in St. Margrethen optimal auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten zu entwickeln und einen allfälligen Umzug umzusetzen. Gleichzeitig kann die Produktion ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Mit der Einigung wurde für beide Parteien Planungssicherheit geschaffen.

    Bereits im April dieses Jahres hat Stadler kommuniziert, dass das Unternehmen wegen der Währungssituation und des Lohnkostenniveaus in der Schweiz bei gleichzeitig hohem Exportanteil nach wie vor unter hohem Margendruck steht. Um am Standort in der Schweiz festhalten zu können, ist eine Effizienzsteigerung nötig. Stadler evaluiert deshalb die Machbarkeit eines Neubaus in St. Margrethen. Voraussetzung für den Neubau wäre eine Umzonung und Anpassung des Überbauungsplans. Ein entsprechendes Gesuch wurde eingereicht und die Vorprüfung durch den Kanton erfolgt. Mit der Rechtskräftigkeit ist frühestens im September/Oktober dieses Jahres zu rechnen.

    Ziel des neuen Produktionsstandorts ist die Optimierung der Produktionsbedingungen für das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge. Das geplante Investment ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck. Die Verlagerung betrifft nur den Produktionsstandort in Altenrhein. Nicht betroffen ist der Hauptsitz in Bussnang, das Kompetenzzentrum für Drehgestelle in Winterthur oder das Inbetriebsetzungszentrum in Erlen.

    Am Standort Altenrhein entwickeln, fertigen und montieren zurzeit rund 950 Mitarbeitende auf über 49'000 m2 Produktions- und Lagerflächen neben KISS-Zügen auch Strassenbahnen, meterspurige Schienenfahrzeuge und Reisezugwagen für den Schweizer und den internationalen Markt. Die Engineering-Abteilung mit 250 hochqualifizierten Mitarbeitern erbringt neben der Entwicklungsarbeit für die am Standort produzierten Fahrzeuge auch Dienstleistungen für die ganze Stadler Gruppe, u.a. als Kompetenzzentrum für alle Berechnungen und Zulassungen.


    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

  • Datum:03.07.2017 - Uhrzeit: 09:15

    EC250 fährt erstmals durch den Gotthard-Basistunnel

    Am Sonntag, 2. Juli, hat der EC250 zum ersten Mal den Gotthard-Basistunnel durchquert. Als nächstes sind für den Giruno Hochtastfahrten auf dem Eisenbahntestring in Tschechien zu bestehen.

    Für den Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler war die erste Durchfahrt des EC250 – wenn auch nur mit 100 km/h – durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt ein voller Erfolg. Die Fahrt hat gezeigt, dass der EC250 für die Erfüllung der Vorgaben in Bezug auf die extremen Umgebungsbedingungen im Tunnel gewappnet ist. Als nächstes wird der Giruno in Tschechien geprüft. Auf dem Eisenbahntestring in Velim gilt es, Hochtastfahrten von 100 km/h und mehr zu bestehen. Bei diesen Prüffahrten wird die Fahrgeschwindigkeit schrittweise gesteigert. Dieses Testverfahren dient unter anderem der Inbetriebsetzung, der Erprobung der Sicherheit und der Netzzulassung des neuen Hochgeschwindigkeitstriebzuges von Stadler. Im Anschluss folgen dann weitere umfangreiche Tests in den vier Einsatzländern Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich.

    Der Giruno wurde der breiten Öffentlichkeit zum ersten Mal am Roll-out am 18. Mai 2017 in Bussnang präsentiert. An diesem feierlichen Tag waren Verkehrsministerin Doris Leuthard, SBB-CEO Andreas Meyer und weitere wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft anwesend.

    Der Giruno ist mit besonderem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden, insbesondere für Familien, Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Der Niederflureinstieg, für einen serienmässigen Hochgeschwindigkeitstriebzug ein Novum, macht für Fahrgäste das Einsteigen zum Eintreten. Im Innenraum erwartet Passagiere ein geräumiges und hell gestaltetes Interieur mit einem modernen Beleuchtungskonzept. Damit auch auf langen Tunnelstrecken keine Langeweile aufkommt, fährt der Giruno mit weiteren Komfortmerkmalen auf: Er verfügt über 4G-/3G- Mobilfunkverstärker, Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen und geschlechtergetrennte sowie behindertengerechte Toiletten. Die Züge bieten auf 202 Metern Länge 405 Fahrgästen Sitzplätze, davon sind 117 in der 1. Klasse und 288 in der 2. Klasse. Multifunktionsabteile und ein Fahrradabteil ergänzen das Platzangebot sinnvoll.




    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:16.06.2017 - Uhrzeit: 16:15

    Stadler: Roll-out des ersten bimodalen FLIRT

    Stadler präsentiert am 15. Juni in Bussnang den ersten bimodalen FLIRT – bestimmt für die Region Valle d’Aosta. Im Beisein des Kunden und italienischen Gästen – Bahnbetreiber, Regionenvertreter aus dem Valle d’Aosta, dem Piemont, aus Molise und Kalabrien und Medienvertreter – präsentiert Stadler den ersten FLIRT mit bimodalem Antrieb. Das umweltfreundliche Fahrzeug ist für elektrifizierte Strecken mit 3 kV Gleichstrom und für nichtelektrifizierte mit einem dieselelektrischen Antrieb ausgerüstet. Herausragend ist die niedrige Achslast, die max. 18 Tonnen beträgt.



    Die Region Valle d’Aosta hat im Mai 2015 fünf bimodale FLIRT (BMU) bestellt. Dieses Fahrzeug wurde nach einer Entwicklungs- und Bauzeit von nur gut zwei Jahren in Bussnang und dem nahegelegenen Inbetriebsetzungszentrum in Erlen präsentiert. Dr. Pierluigi Marquis, Regierungsratspräsident der Region Valle d’Aosta, und Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales von Stadler, durchschnitten in einer feierlichen Zeremonie das Band und markierten den Anfang der Fahrzeuglaufbahn auf der Schiene.



    Wie alle FLIRT ist auch der erste bimodale FLIRT aus Aluminium-Strangpressprofilen gebaut. Das macht ihn leicht und energieeffizient. Das dreiteilige Fahrzeug weist ein begehbares Powermodul auf, das die zwei Deutz-V8-Dieselmotoren (Euro lllB), den Tank und weitere Antriebsausrüstung aufnimmt. Das Fahrzeug ist 66.8 m lang, 2.82 m breit und 4.12 m hoch. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt im elektrischen Betrieb 160 km/h und im dieselelektrischen Modus 140 km/h.



    Der FLIRT für die Region Valle d’Aosta ist ein Meilenstein für Stadler: Er ist der erste FLIRT mit bimodalem Antrieb. Einzigartig für einen bimodalen Regionalzug ist die niedrige Achslast von max. 18 Tonnen. Das Fahrzeug ist damit auch geeignet für Nebenstrecken. Der FLIRT für die Region Valle d’Aosta absolviert nun die erforderlichen Zulassungstests. Das erste Fahrzeug wird im Mai 2018 den kommerziellen Betrieb auf der Strecke Aosta-Turin aufnehmen.

    Der neue bimodale FLIRT ist ein Fahrzeug mit exzellenter Leistung sowohl im Diesel- als auch im Elektrobetrieb. Dank seiner Vielseitigkeit, Umweltfreundlichkeit und der tiefen Achslast wird das Fahrzeug den Anforderungen von Bahnbetreibern, die sowohl Haupt- als auch Nebenstrecken bedienen, effizient, nachhaltig und zuverlässig gerecht.

    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:08.06.2017 - Uhrzeit: 08:56

    Stadler verzeichnet rekordhohen Bestellungseingang

    2016 war für Stadler ein erfolgreiches Jahr. Der Schweizerische Schienenfahrzeughersteller konnte einen rekordhohen Bestellungseingang von 4,9 Mia. CHF verbuchen. Trotz anhaltend starken Frankenkurses liegen Umsatz und Jahresergebnis im Durchschnitt.
    Der erneute Frankenschock im Januar 2015, ausgelöst durch die Aufhebung der Frankenbindung an den Euro, hatte Stadler hart getroffen. 3'000 von 7'000 Mitarbeitenden arbeiten im Hochlohnland Schweiz, die Exportquote liegt über 50 Prozent und die Konsolidierung geschieht im Schweizer Franken. Dies führte im Geschäftsjahr 2015 zu einer massiven Umsatzreduktion. Die breitere Abstützung durch den Eintritt in neue Märkte und neue Marktsegmente sowie die Lancierung neuer Produkte hat sich bezahlt gemacht: Im Jahr 2016 hat Stadler trotz der währungsbedingten Rückschläge der vergangenen Jahre beinahe zur alten Stärke zurückgefunden.
    Im Auftragseingang konnte ein Rekordergebnis eingefahren werden: Stadler verbucht für das Jahr 2016 Aufträge über 4,9 Mia. CHF. Im vergangenen Jahr war es weniger als die Hälfte. 2015 lag der Auftragseingang bei 2,1 Mia. CHF. Trotz des anhaltend starken Frankenkurses bewegen sich Umsatz und Jahresergebnis im Durchschnitt: Der Umsatz der Stadler Rail AG liegt im Jahr 2016 bei 2,1 Mrd. CHF (2015: 2,05 Mrd. CHF).
    „Es freut mich, dass Stadler die Währungskrise der vergangenen Jahre relativ gut überstanden hat. Die Wechselkursverwerfungen haben zwar zu einem Einbruch der Margen geführt. Das beschlossene Massnahmenpaket wurde von der Belegschaft gut aufgenommen und hat die Mitarbeiter noch enger zusammengeschweisst. Das hat es uns ermöglicht, dass wir gestärkt durch die Krise gekommen sind und nach wie vor auf sprichwörtlich gesunden Beinen stehen“, sagte Peter Spuhler, Eigentümer und Group CEO von Stadler anlässlich der Jahresmedienkonferenz in Bussnang.
    Die Zahl der Mitarbeitenden ist mit dem Zukauf von Valencia vor einem Jahr auf knapp 7'000 angestiegen, davon sind 3'000 in der Schweiz angestellt. Diese Zahlen konnten im vergangenen Jahr relativ stabil gehalten werden. Aktuell beschäftigt Stadler 7'300 Mitarbeitende. Der Zuwachs erfolgte durch die Gründung des Joint Ventures mit Solaris Bus & Coach sowie die Gründung des Engineering-Standortes in Chemnitz.
    Der globale Markt für Rollmaterial wächst – getrieben durch das enorme Bevölkerungswachstum und die nötigen Investitionen aufgrund der veralteten Infrastruktur. Gleichzeitig wächst der Konkurrenzkampf. Insbesondere das Vordringen der chinesischen Anbieter führen zu einem grossen Margendruck. Dem muss Stadler mit grosser Innovationskraft und Investitionen in neue Produkte begegnen. Die Stadler Rail Group ist mit dem hohen Bestellungsbestand, der soliden Bilanz sowie dem grossen Know-how der Mitarbeitenden bestens für die Zukunft gerüstet.

    Die Auslastung der Standorte ist grossmehrheitlich gut. Auch im Werk in Minsk ist eine deutliche Besserung eingetreten. Nach der in Folge der Erdöl- und Erdgaskrise und der damit verbundenen Rubelkrise eingetretenen Unterauslastung konnte im vergangenen Jahr eine solide Grundauslastung erreicht werden. Dazu beigetragen hat insbesondere auch der Auftrag für 23 Metelitsa-Strassenbahnen aus St. Petersburg.

    Zwei neue Gesellschaften
    Stadler führt zwei neue Gesellschaften in seiner Organisation. Hinzugekommen sind in den letzten zwölf Monaten Stadler Chemnitz und das Joint Venture Solaris Tram. Stadler Chemnitz ist der Division Deutschland angehängt und erbringt Engineering-Leistungen in den Bereichen Konstruktion (Struktur, Innenausbau und Aussenelemente), Elektrik, Pneumatik, technische Berechnungen und Mehrkörpersimulation. Die circa 60 Ingenieure von Stadler Chemnitz werden zum einen eigenständig technische Projekte abwickeln und zum anderen definierte Arbeitspakete für alle Standorte der Gruppe bearbeiten.
    Solaris Bus & Coach und Stadler haben per 1. April 2017 in Polen ein Joint Venture unter dem Namen Solaris Tram gegründet. Das Joint Venture führt in Sroda ein gemeinsames Werk, in dem Wagenkästen gefertigt und lackiert werden. Bei Ausschreibungen in Polen und weiteren zentraleuropäischen Ländern werden Solaris Tram und Stadler Polska künftig gemeinsam als Konsortium unter der Führung von Stadler anbieten. Beide Unternehmen können so ihre Position im polnischen und im zentraleuropäischen Markt stärken.

    Neuer Standort in der Schweiz
    Wegen der Währungssituation und des Lohnkostenniveaus in der Schweiz bei gleichzeitig hohem Exportanteil steht Stadler nach wie vor unter hohem Margendruck. Um am Standort in der Schweiz festhalten zu können, ist eine Effizienzsteigerung nötig. Stadler evaluiert deshalb die Machbarkeit eines Neubaus in St. Margrethen. In Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen, der Gemeinde St. Margrethen sowie der Landbesitzerin Hiag hat der Schienenfahrzeughersteller in St. Margrethen ein rund 70'000 Quadratmeter grosses Areal gefunden, das unter anderem wegen des bereits vorhandenen Gleisanschlusses optimale Bedingungen bietet. Voraussetzung für den Neubau wäre allerdings eine Umzonung und Anpassung des Überbauungsplans. Ein entsprechendes Gesuch wurde eingereicht.
    Ziel des neuen Produktionsstandorts ist die Optimierung der Produktionsbedingungen für das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge. Die gemietete Infrastruktur am Standort in Altenrhein ist circa 100jährig und nicht optimal auf die Produktion von Doppelstocktriebzügen ausgelegt. Dadurch ist die Produktivität an diesem Standort limitiert und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld geschwächt. Das geplante Investment ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck.

    Hoher Bestellungseingang im Tailor-Made-Bereich
    Einen hohen Bestellungseingang verzeichnet Stadler nach wie vor auch im Tailor-Made-Bereich: Die Appenzeller Bahnen bestellten im letzten Jahr elf TANGO und fünf Tailor-Made-Triebzüge bei Stadler. Die RhB beauftragte Stadler mit 36 massgeschneiderten Triebzügen. Dem RBS Regionalverkehr Bern-Solothurn konnte Stadler 14 Tailor-Made-Triebzüge liefern, der Wynen- und Suhrentalbahn weitere 5. HVLE hat bei Stadler zehn sechsachsige EURODUAL-Lokomotiven bestellt. Ausserdem übernimmt Stadler für zehn Jahre die Instandhaltung. Die Matterhorn Gotthard Bahn bestellte bei Stadler insgesamt sieben neue Loks.

    Das Ende des „Please Mind The Gap“ in UK
    Stadler hat erfolgreich in UK Fuss gefasst. Gleich zu Beginn des Jahres konnte mit Merseytravel ein Vertrag über 52 Commuter-Züge unterzeichnet werden, die ab 2020 in Liverpool eingesetzt werden. Die neuen Züge werden speziell für das Anforderungsprofil in Liverpool entwickelt und stellen eine Mischung aus herkömmlichen Vorortszügen und einer Metro dar. Die neue Flotte wird die erste in UK sein, die einenbarrierefreien Zugang zum Fahrzeug gewährleistet. Das weltberühmte „Please Mind The Gap“, welches das Klangbild an UK-Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen prägt, wird damit obsolet werden. Zugleich hat Stadler auch den Full-Service-Vertrag für die 52 Züge über 35 Jahre gewonnen.

    KISS findet guten Absatz
    Auch der Doppelstocktriebzug KISS hat im vergangenen Jahr sehr guten Anklang gefunden. Der Vertrag mit Mälab wurde nach Abweisung des Rekurses von Bombardier rechtsgültig. Stadler kann damit 33 vierteilige Doppelstocktriebzüge aus Altenrhein an die Schwedische Bahngesellschaft Mälab liefern. Zehn Doppelstöcker konnten an die Aserbaidschanische Staatsbahn verkauft werden. Die Georgische Staatsbahn übernimmt vier Doppelstöcker.

    Sicherheit im Projekt Caltrain
    Zum ersten Mal konnte Stadler den KISS auch in die USA verkaufen. Das amerikanische Bahnunternehmen Caltrain bestellte im Juni 2016 16 sechsteilige, elektrische Doppelstocktriebzüge. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf 551 Millionen US-Dollar und enthält eine Option für weitere 96 Wagen im Wert von 385 Millionen US-Dollar. Ab 2020 fahren Schweizer Stadler-Züge auf der Strecke von San Francisco nach San José im Silicon Valley – und ermöglichen den Mitarbeitern von Apple, Google und Facebook ein bequemes Reisen. Die elektrischen Hochleistungs-Doppelstocktriebzüge mit hoher Fahrgastkapazität werden es Caltrain ermöglichen, schnellere und häufigere Verbindungen für die rasch zunehmenden Passagierzahlen zu bieten. Die modernen Doppelstocktriebzüge in Aluminium-Leichtbauweise lösen die bestehenden dieselbetriebenen Stahlzüge ab und senken damit wesentlich die Treibhausgas- und Lärmemissionen im US-Staat.
    Das Projekt Caltrain ist durch regionale, bundesstaatliche und staatliche Gelder finanziert. Das Budget für das Elektrifizierungsprojekt beläuft sich auf insgesamt knapp 2 Mia. US-Dollar. Eine Zusage der staatlichen Mittel über 647 US-Dollar aus dem Budget des Department of Transportation (DOT) ist Anfang Juni – aufgrund des Regierungswechsels und der damit einhergehenden Neubesetzung der Spitzenpositionen im DOT leicht verzögert – erfolgt.
    Stadler hat trotz der Verzögerung im Auftrag des Kunden alle Projekttätigkeiten weitergeführt. Diese waren durch die bereits freigegebene Finanzierung bis zu einem vertraglich festgehaltenen Kostendach gedeckt. Die nun vorliegende rechtsgültige Unterschrift schafft weitere Sicherheit und wird von Stadler mit Erleichterung zur Kenntnis genommen.


    KISS Caltrain


    Rekord auch in Deutschland
    Einen rekordhohen Auftragseingang von über einer Milliarde Euro konnte Stadler letztes Jahr auch in Deutschland verzeichnen. Zu den Highlights zählen unter anderem folgende Aufträge: Die S-Bahn Rhein-Ruhr bestellte 41 FLIRT, die Stuttgarter Netze weitere 45 FLIRT. Für die BVG darf Stadler 27 vierteilige METRO entwickeln und bauen. Die VBK hat eine Option für 25 CITYLINK eingelöst. Alpha Trains bestellte fünf FLIRT.
    Service-Geschäft legt zu
    Der jüngste Auftrag von Merseytravel aus UK enthält auch einen Full-Service-Vertrag über 35 Jahre. Zum ersten Mal in der Geschichte von Stadler hat der Service-Vertrag mehr wert als die Fahrzeugbestellung selber. Des Weiteren hat Stadler den Instandhaltungsvertrag über 15 Jahre für die FLIRT für MAV gewonnen sowie auch den Full-Service-Vertrag über ebenfalls 15 Jahre für die FLIRT von Arriva Limburg. Auch East Anglia setzt auf Stadler und hat den Schienenfahrzeughersteller für sieben Jahre mit der Instandhaltung beauftragt. Jüngster Bestellungseingang: Stadler konnte Ende Mai dieses Jahres einen Auftrag von Go-Ahead für die Instandhaltung von 45 elektrischen Triebzügen des Typs FLIRT über die Dauer von 13,5 Jahren unterzeichnen.


    Abellio East Anglia


    Roll-out Giruno
    Im Mai 2017 konnte Stadler zusammen mit der SBB den Roll-out des elfteiligen Giruno feiern. Der Roll-out markiert den Start der komplexen Zulassungsverfahren für die vier Länder. Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines Schienenfahrzeuges. Die spektakuläre Einfahrt des Giruno in Bussnang wurde von circa 500 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien live verfolgt. Auch Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Doris Leuthard war für den Roll-out des Giruno nach Bussnang gereist.


    SBB EC 250 Giruno


    Stadler feiert die ersten 75 Jahre
    Gleichzeitig mit dem Roll-out des Giruno feiert Stadler sein 75jähriges Firmenjubiläum. Ernst Stadler hatte 1942, inmitten des Zweiten Weltkrieges, ein Ingenieurbüro in Zürich gegründet, welches auf die Entwicklung und den Bau von Lokomotiven spezialisiert war. 20 Jahre später zog Ernst Stadler mit seinen Angestellten in den Thurgau nach Bussnang, wo er den Grundstein für den Hauptsitz von Stadler legte. Nach seinem Tod führte seine zweite Ehefrau Irma Stalder die Geschicke des Unternehmens. Peter Spuhler trat 1987 in das Unternehmen ein und kaufte es zwei Jahre später mit einem Darlehen der Thurgauer Kantonalbank. Das Unternehmen hatte damals 18 Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 4,5 Millionen Schweizer Franken. Stadler feierte sein Jubiläum am 20. Mai zusammen mit der Bevölkerung. 40'000 Besucherinnen und Besucher wurden in den Produktionswerken in Bussnang, Altenrhein und Winterthur gezählt.

    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:01.06.2017 - Uhrzeit: 11:25

    Hupac bestellt acht Mehrsystem-Lokomotiven bei Siemens

  • Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor
  • Auslieferung beginnt ab Frühsommer 2018
  • Ausgerüstet mit ETCS

    Der Schweizer Anbieter für kombinierte Verkehre Hupac hat bei Siemens acht Lokomotiven vom Typ Vectron MS bestellt. Die Mehrsystem-Fahrzeuge sind für den Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor (DACHINL) vorgesehen. Die Auslieferung beginnt ab Frühsommer 2018. Die Lokomotiven verfügen über eine Leistung von 6,4 MW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Neben den nationalen Zugsicherungssystemen erhalten die Fahrzeuge das Europäische Zugsicherungssystem ETCS. Gebaut werden sie im Siemens-Werk in München-Allach.

    Mit den neuen Lokomotiven baut Hupac gemeinsam mit seinen Partnern das Angebot für Güterschienentransporte von zentralen europäischen Hubs, wie beispielsweise dem Logistikzentrum Rotterdam, über die Kernstrecken zwischen den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz bis in den Mittelmeerraum weiter aus. Die neuen Vectrons ermöglichen es den mit Hupac kooperierenden Betreibern, die europäischen Wirtschaftsräume nördlich und südlich der Alpen mit dem Betrieb durch den neuen Gotthard-Basistunnel miteinander zu verbinden.

    „Mit dieser Investition in Vectron-Lokomotiven können wir den Rhein-Alpen-Korridor durch die durchgehende Traktion deutlich effizienter bedienen“, sagte Bernhard Kunz, Geschäftsführer der Hupac AG.




    Quelle:/Fotos: Siemens AG

  • Datum:29.05.2017 - Uhrzeit: 11:17

    Neue SBB-Güterwagen

    Am 22. Mai 2017 überstellte die 1016 013 einige neue SBB-Güterwagen von der ZOS Trnava über den Bhf. Petrzalka nach Buchs SG. Im Zug enthalten waren Wagen der Gattung Xans (Flachwagen mit 7 Containers) und Fans-u (Kippwagen mit zwei Mulden).






    Quelle:/Fotos: Vladislav Bokora

    Datum:22.05.2017 - Uhrzeit: 10:15

    40'000 Besucher am Tag der offenen Tür von Stadler

    Stadler feiert dieses Jahr sein 75-Jahr-Jubiläum und hat deshalb am 20. Mai 2017 an den Standorten in Bussnang, Altenrhein und Winterthur seine Türen geöffnet. Insgesamt besuchten rund 40'000 Personen die drei Stadler-Werke. Alleine in Bussnang wurden rund 28'000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Auf sehr grosses Interesse stiess der neue Gotthard-Zug der SBB, welcher in Bussnang besichtigt werden konnte.

    Stadler hat am 20. Mai 2017 an den Produktionsstandorten Bussnang (TG), Altenrhein (SG) und Winterthur (ZH) für die Öffentlichkeit die Tore geöffnet. Die drei Werke konnten besichtigt werden. Auf einem Rundgang liess sich nachverfolgen, wie ein Zug entsteht. Auf grossen Anklang stiessen die ausgestellten Fahrzeuge, die auch von Innen besichtigt werden konnten. Highlight war der neue Gotthard-Zug der SBB, welcher nach dem Roll-out vom 18. Mai nun für die ganze Bevölkerung in Bussnang zur Besichtigung offen stand. Rege genutzt wurde auch der Fahrsimulator, in welchem die Gotthard-Strecke als „Lokführer“ abgefahren werden konnte. In Altenrhein konnten sich die Gäste überdies näher mit KISS-Doppelstockzügen und Strassenbahnen vertraut machen und in Winterthur standen die Drehgestelle im Zentrum des Interesses.

    Grossen Andrang erfuhren die Talkrunden, welche an jedem Standort mit Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler, dem jeweiligen Standortleiter und Viktor Giacobbo als Moderator durchgeführt wurden.

    Stadler-Mitarbeiter empfingen die Gäste, führten sie durch den Rundgang, erzählten an diversen Posten Wissenswertes zu den Fahrzeugen und beantworteten die Fragen der Besucherinnen und Besucher. Auch an den Grill-Stationen und im Getränke-Ausschank standen Stadler-Mitarbeiter. Auf diese Art bedankt sich das Unternehmen für das grosse Wohlwollen in der Bevölkerung, das ihm das ganze Jahr über entgegengebracht wird.

    Auf den drei Festplätzen wurden in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr nachmittags über 35'000 Würste, 6'000 Liter Bier und 7'800 Liter Softdrinks verteilt und konsumiert.

    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:19.05.2017 - Uhrzeit: 09:35

    Roll-out Giruno: Stadler präsentiert den neuen Gotthard-Zug


    Zulassungsverfahren für vier Länder startet

    Stadler feiert am 18. Mai 2017 im Beisein der Schweizerischen Bundesbahnen SBB den Roll-out des Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzuges Giruno. In feierlichem Rahmen und mit der Bundespräsidentin Doris Leuthard als Ehrengast präsentiert der Schweizer Schienenfahrzeughersteller nach nur zweieinhalb Jahren Entwicklungs- und Bauzeit den neuen Hochgeschwindigkeitstriebzug Giruno zum ersten Mal in Fahrt. Für den neuen Gotthard-Zug, der mit speziellem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden ist, startet nun das Zulassungsverfahren für die vier Länder Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien. Ab Ende 2019 wird der Giruno durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt fahren und die Schweizer Städte Zürich und Basel mit Mailand, und später auch mit Frankfurt verbinden. Insgesamt baut Stadler für die SBB 29 elfteilige Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzüge. Die Bestellung ist überdies mit einer Option für 92 weitere Fahrzeuge verbunden.

    Ende Oktober 2014 haben die Schweizerischen Bundesbahnen bei Stadler 29 elektrische Hochgeschwindigkeitszüge bestellt, um damit ab Ende 2019 via Gotthardbasistunnel Basel und Zürich mit Mailand zu verbinden. Weniger als zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung präsentierte Stadler im September 2016 den von der SBB “Giruno” genannten Zug an der weltgrössten Schienenfahrzeugmesse InnoTrans in Berlin in Form eines fünfteiligen Kurzzuges. Am 18. Mai 2017 feierte Stadler zusammen mit der SBB den Roll-out des elfteiligen Giruno. Der Roll-out markiert den Start der komplexen Zulassungsverfahren für die vier Länder.

    Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines technisch hochkomplexen Schienenfahrzeuges. Dem entsprechend ist es in der Branche üblich, dass dieser Moment gebührend gefeiert wird. Die spektakuläre Einfahrt des Giruno in Bussnang wurde von circa 500 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik live verfolgt. Auch Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Doris Leuthard war für den Roll-out des Giruno nach Bussnang gereist.

    Doris Leuthard: „Neue Massstäbe gesetzt“

    Nachdem Doris Leuthard im Juni des vergangenen Jahres den neuen Gotthard-Basistunnel eröffnen konnte, feierte die Verkehrsministerin nun auch den Roll-out jenes Zuges, der ab 2019 durch den neuen Gotthard-Tunnel fahren wird. „Der Giruno setzt neue Massstäbe – wie es die Schweiz mit dem Gotthard-Basistunnel getan hat. Darauf dürfen wir stolz sein. Ich gratuliere Stadler zu dieser Leistung und zum 75jährigen Jubiläum“, sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard in Bussnang.

    Andreas Meyer: „Mit dem Giruno am komfortabelsten unterwegs“

    „Heute ist ein Tag zum Feiern – für unsere Kunden, besonders aber für Stadler. Ich gratuliere Stadler zum Jubiläum und zum rekordschnellen Roll-out unseres Giruno. Zuverlässige Lieferanten wie Stadler sind für die SBB die Grundlage, um die Stärken der Bahn ausspielen zu können: einfach, schnell, staufrei, persönlich und gut vernetzt mit anderen Verkehrsmitteln. Unser aktuell wichtigstes gemeinsames Projekt ist der Giruno. Züge wie der Giruno sind die Basis für eine moderne und konkurrenzfähige Bahn. Sie verbessern unter anderem unsere Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Verkehr: Wer mit dem Giruno reist, reist künftig zwischen Italien und der Schweiz am komfortabelsten“, sagte Andreas Meyer, CEO der SBB.

    Peter Spuhler: „Behindertengleichstellungsgesetz vollumfänglich erfüllt“

    „Ich freue mich ausserordentlich, dass wir ausgerechnet in unserem Jubiläumsjahr den Roll-out dieses besonderen Zuges feiern dürfen. Der Giruno ist der weltweit erste serienmässig hergestellte Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzug. Er wird durch den weltweit längsten Eisenbahntunnel fahren und er ist der erste Zug, der das Schweizerische Behindertengleichstellungsgesetz vollumfänglich erfüllt. Ich bin sehr stolz auf alle, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben und weiterhin beitragen werden. Die Leistung der beiden Projektteams, diesen Zug in nur 30 Monaten zu entwickeln und zu bauen, ist sensationell“, sagte Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler.

    Spuhler wie auch Meyer betonten am Roll-out die aussergewöhnlich gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Projektteams, welche massgeblich zum schnellen Projektfortschritt beigetragen habe.

    Eintreten statt Einsteigen

    Für die Entwicklung des Giruno wurden bewährte Technologien auf Basis des Erfolgsprodukts FLIRT mit den betrieblichen Anforderungen des neuen Gotthard-Basistunnels kombiniert. Stufenfreies Eintreten sowohl von Bahnsteigen mit 55 cm als auch mit 76 cm Höhe, die Berücksichtigung der speziellen Anforderungen im Gotthard–Basistunnel hinsichtlich Druckschutz und Klimatisierung sowie die fortschrittliche thermische und akustische Isolation setzen einen neuen Standard für Bahnreisen im Fernverkehr.

    Der Giruno ist mit besonderem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden, insbesondere für Familien, Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Der Niederflureinstieg, für einen serienmässigen Hochgeschwindigkeitstriebzug ein Novum, macht für Fahrgäste das Einsteigen zum Eintreten. Im Innenraum erwartet Passagiere ein geräumiges und hell gestaltetes Interieur mit einem modernen Beleuchtungskonzept. Damit auch auf langen Tunnelstrecken keine Langeweile aufkommt, fährt der Giruno mit weiteren Komfortmerkmalen auf: Er verfügt über 4G-/3G- Mobilfunkverstärker , Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen und geschlechtergetrennte sowie behindertengerechte Toiletten. Die Züge bieten auf 202 Metern Länge 405 Fahrgästen Sitzplätze, davon sind 117 in der 1. Klasse und 288 in der 2. Klasse. Multifunktionsabteile- und ein Fahrradabteil ergänzen das Platzangebot sinnvoll.

    Der Giruno wird nach TSI-Highspeed zertifiziert und wird alle Anforderungen an die Kollisionssicherheit nach DIN EN15227 erfüllen. Vor der Inbetriebnahme wird der Hochgeschwindigkeitszug im Klima-Wind-Kanal in Wien getestet. Die maximale Geschwindigkeit beträgt, wie der Name verspricht, 250 km/h. Die erforderliche Leistung wird über vier motorisierte Drehgestelle auf die Schiene gebracht, wobei beide Achsen der Motordrehgestelle angetrieben sind. Die maximale Leistung am Rad beträgt 6000 kW. Auf dem Dach sind vier Stromabnehmer montiert. Die Züge können bei Bedarf in Doppeltraktion geführt werden. Der Giruno wird neben der Schweiz auch für Deutschland, Österreich und Italien die Zulassung erhalten.




    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:11.05.2017 - Uhrzeit: 09:05

    Mercitalia/TX Logistik: Eine Milliarde für den Erwerb von Lokomotiven und Waggons

    - Von TX Logistik Switzerland, ab Dezember 2017 durchgeführte Verbindungen
    - Auf dem Core Corridor Rhein-Alpen unter Verwendung des Lötschbergtunnels und des Basistunnels des Sankt Gotthard
    - Schwungrad der europäischen Erweiterung, die deutsche Gesellschaft TX Logistik
    Der Pol Mercitalia blickt auf den europäischen Markt, um sein Business zu erweitern
    Ab Dezember 2017 führt der Pol Mercitalia mittels seiner Gesellschaft TX Logistik Switzerland den Warenbeförderungsdienst auf Schiene zwischen der Po-Ebene und Nordeuropa (Belgien, Frankreich, Deutschland und die Niederlande) aus.Ein neuer strategischer Ansatz mit einer zweifachen Bedeutung. Einerseits wirksam die Bahnachsen des europäischen Core Corridor Rhein-Alpen, den Lötschbergtunnel und den neuen Basistunnel des Sankt Gotthard (seit Dezember 2016 in Betrieb) zu nutzen. Andererseits die Kunden mit einer gesteigerten Engmaschigkeit zu bedienen, indem die Unternehmnensassets aufs Beste genutzt werden und die im Industrieplan 2017-2026 programmierten Investitionen zur Geltung kommen zu lassen.

    Der Plan sieht Investitionen für 1,5 Milliarden Euro vor. Über eine Milliarde für den Erwerb von Lokomotiven und Waggons, 100 Millionen für die intermodalen Terminals (Ausbau und Aufwertung der Anlagen von Mailand, Brescia und Piacenza), 100 Millionen für die Information Technology & Sicherheit und etwa 250 Millionen für den Erwerb von Unternehmen. Der Pol Mercitalia hat bereits die Grundsteine für die ersten Ergebnisse gelegt. Im Februar 2017 haben Mercitalia Rail und TX Logistik (miteinander) den Instanzenweg beschritten, um in den nächsten Jahren bis zu 125 neue Elektroloks (im Wert von 350 Millionen Euro) , sowohl für den europäischen wie den inländischen Markt zu erwerben. Mercitalia Rail und Cemat haben dagegen das Verfahren für den Erwerb von 250 neuen Waggons für den Transport von Eisenerzeugnissen und von Mega-Sattelaufliegern eingeleitet (Gesamtwert über 20 Millionen Euro).

    Der Polo Mercitalia ist heute in München von Renato Mazzoncini, Geschäftsführer und Generaldirektor von FS Italiane und Marco Gosso, Geschäftsführer und Generaldirektor von Mercitalia Logistics der internationalen Welt der Logistik und der Waren vorgestellt worden, die an der Messe Transport Logistic, der bedeutendsten der Welt, teilnimmt.

    „Der Bezugsmarkt des Polo Mercitalia - unterstreicht Marco Gosso – ist Europa: Daher haben wir das ehrgeizige Ziel, die Kunden zu bedienen, indem wir einzig auf die interne Produktionskapazität bauen. Von den italienischen Terminals abfahrend, werden die Züge Nordeuropa mit einer bedeutend schnelleren Geschwindigkeit und Engmaschigkeit erreichen, im Unterschied zu früher und in Linie mit den strategischen und industriellen Zielen des Polo. Ein Engagement, das uns in den nächsten zehn Jahren dazu bringen wird, über die Hälfte unseres Umsatzes mit den internationalen Geschäften zu erwirtschaften.“

    Schwungrad der europäischen Erweiterung des Polo Mercitalia wird die Gesellschaft TX Logistik, Tochtergesellschaft mit Sitz in Deutschland, sein, die in diesen Monaten im Mittelpunkt einer bedeutenden Umwandlung des Unternehmens befindet, auch dank der vollständigen Erneuerung des Spitzen-Managements.

    Hier bringt TX Logistik ein gewachsenes Netzwerk ein, sowie besondere Expertise im Bereich integrierter Schienenlogistik. Das Unternehmen ist seit 20 Jahren als Traktionär und Operator tätig und für die Abwicklung europäischer Logistikketten optimal aufgestellt.

    „Mit uns wird es möglich, die wichtigsten Korridore zu durchdringen“, erklärt Mirko Pahl, Vorstandsvorsitzender der TX Logistik. „Nach einiger Zeit der Konsolidierung befinden wir uns mit einem neuen Management wieder geradlinig auf einem Wachstumspfad, mit ehrgeizigen Zielen: Kurz- und mittelfristig wollen wir in neue Segmente und Korridore hinein wachsen, langfristig mehr Volumen von der Straße auf die Schiene bringen. Dazu gilt es, die Schiene noch attraktiver zu machen, um langfristig einen sozio-ökonomisch und ökologisch sinnvollen Transport zu organisieren.“

    TXLOGISTIK stärkt dieses Selbstverständnis mit Investitionen, um Qualität, Effizienz und Kosten besser steuern zu können und mit Innovationen, die den Zugang zum Verkehrsträger Schiene erleichtern. „Die Zukunft liegt auf der Schiene“, erklärt Mirko Pahl. „Diese Überzeugung wird auch in unserer neuen Außendarstellung sichtbar: Offroad bieten wir nachhaltige Lösungen für den Güterverkehr.“


    Quelle:/Fotos: Mercitalia/TX Logistik

    Datum:03.05.2017 - Uhrzeit: 09:33

    BLS entscheidet sich für 58 neue Züge von Stadler Rail

    Die BLS AG hat sich nach einem umfangreichen Beschaffungsverfahren für 58 neue Züge des Herstellers Stadler Rail entschieden. Die Züge des Typs Flirt der neusten Generation sollen im Regional- und S-Bahn-Verkehr bis ins Jahr 2026 schrittweise drei ältere Fahrzeugtypen ersetzen. Das Angebot von Stadler Rail überzeugte sowohl wirtschaftlich wie auch in zahlreichen Kriterien wie Betrieb, sparsamem Energiebedarf oder Komfort für die Fahrgäste. Die Beschaffungskosten belaufen sich auf insgesamt rund 650 Millionen Franken.

    Es handelt sich um die grösste Fahrzeugbeschaffung in der Geschichte der BLS. Im Rahmen des umfangreichen Ausschreibungsverfahrens beschafft sie 58 sechsteilige, einstöckige Triebzüge – 30 für den RegioExpress-Verkehr und 28 für die S-Bahn Bern. Am Schluss hatten die Hersteller Stadler Rail und Bombardier konkrete Angebote eingereicht, die einer aufwändigen Evaluation unterzogen wurden. Bernard Guillelmon würdigt das grosse Engagement beider Hersteller: «Wir hatten zwei hochstehende Wettbewerbsofferten auf dem Tisch», sagt der BLS-CEO. «Nach minutiöser Prüfung aller Kriterien überzeugte das Angebot von Stadler Rail. Es erfüllt sowohl preislich wie auch bezüglich Qualität, Komfort für unsere Fahrgäste sowie den effizienten Betrieb die Kriterien am besten.» Besonders erfreulich ist, dass die Beschaffungskosten mit insgesamt 650 Millionen Franken deutlich unter den beim Start des Verfahrens geschätzten Kosten liegen.

    Leicht, energieschonend und innovativ

    Mit den 105 Meter langen, sechsteiligen Zügen des Typs Flirt neuster Generation erhält die BLS ein hochmodernes, preiswertes Qualitätsprodukt. Die leicht zugänglichen Fahrzeuge bestechen durch die gewichtsoptimierte Bauweise, eine hohe Energieeffizienz und ein innovatives Antriebssystem. Das wirkt sich positiv auf die Betriebskosten aus. Weitere Merkmale sind grosszügige Einstiegsbereiche mit Stehplatzzonen, grosse Fenster, ein angenehmes Interieur mit bequemen Sitzen, grosszügige Ablageflächen, Steckdosen in der 1. und 2. Klasse, guter Handyempfang sowie eine Verpflegungszone (RegioExpress-Züge).

    Die Kriterien für die Ausstattung und Ausgestaltung der neuen Züge hatte die BLS in enger Zusammenarbeit – zum Beispiel mit Sitztests – mit der Kundenorganisation Pro Bahn erarbeitet. Die Bedürfnisse der Fahrgäste will die BLS bei der nun folgenden Detailplanung für die neuen Züge weiter berücksichtigen. Sie bezieht die Kundenvertretungen deshalb wiederum eng mit ein. «Es ist uns wichtig, dass sich die BLS-Kunden auf die modernen Züge freuen können und sich darin wohlfühlen werden», betont Bernard Guillelmon.

    Einsatz ab 2021 in der S-Bahn Bern und als RegioExpress geplant

    Die neuen Fahrzeuge sollen nach einer intensiven Testphase ab 2021 bis 2026 schrittweise in Betrieb gehen. Sie ersetzen 43 ältere Züge der Typen Einheitswagen EW III, RBDe565 und RBDe 566II. Die RE-Triebzüge werden auf der Linie La Chaux-de-Fonds–Bern–Spiez–Domodossola/Zweisimmen und weiteren RE-Linien der BLS eingesetzt, die S-Bahn-Züge auf verschiedenen Linien der S-Bahn Bern. Überdies benötigt die BLS einen Teil der neuen Züge für das ausgebaute Angebot der zweiten Teilergänzung der S-Bahn Bern.

    Der Zuschlag wurde den Anbietern mit Schreiben vom 1. Mai 2017 mitgeteilt und heute auf der elektronischen Plattform von Bund, Kantonen und Gemeinden im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens (SIMAP) publiziert. Er unterliegt einer Beschwerdefrist von 20 Tagen. Die finale Auftragsvergabe steht unter Vorbehalt der notwendigen Mittelzusagen durch den BLS-Verwaltungsrat, Bund und Kantone. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird die BLS das neue Fahrzeug voraussichtlich im Herbst detaillierter vorstellen können.

    Quelle:/Fotos: BLS AG
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