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News-Rubrik: Schweiz

Datum:03.11.2017 - Uhrzeit: 09:30

Stadler gewinnt Auftrag für die Revision von bis zu 195 Drehgestellen in Finnland

Stadler hat mit Junakalusto Oy einen Vertrag für die Revision der Drehgestelle, die in den vierteiligen Elektrotriebzügen des Typs FLIRT zum Einsatz kommen, unterschrieben. Die Züge wurden zwischen 2009 und 2014 von Stadler nach Finnland geliefert.

Der Vertrag umfasst insgesamt bis zu 78 Motor- und 117 Laufdrehgestelle sowie mehrere Ersatzteile. Nach einer Fahrleistung von ca. einer Million Kilometer ist die Revision der Drehgestelle notwendig und wird nach dem jeweiligen Zustand der Drehgestelle durchgeführt. Im Sinne dieses Ansatzes wird Stadler den Zustand überprüfen und die notwendigen Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Drehgestelle sicher und gut gewartet sind. Die Vertragslaufzeit für die Überholung der ersten Drehgestelle beginnt im Januar 2018 und endet, sobald alle Drehgestelle geprüft worden sind, spätestens jedoch per Ende 2022. Die Arbeiten sollen von den Experten des Kompetenzzentrums für Drehgestellrevisionen in Szolnok, Ungarn, durchgeführt werden.

Yrjö Judström, geschäftsführender Direktor von Junakalusto Oy, verriet weitere Einzelheiten zum Vertrag: «Drehgestellrevisionen sind ein wichtiger Aspekt im Lebenszyklus eines Zugs. Mit Hilfe dieses Vertrags werden wir in der Lage sein, die qualitativen und finanziellen Ziele zu erreichen, die wir für die Wartung aufgestellt haben. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Stadler an diesem neuen Projekt.»

Jürg Gygax, Executive Vice President und Divisionsleiter Service bei Stadler, fügte hinzu: «Die Bereitstellung von Serviceleistungen für Fahrzeuge ist für uns ein wichtiges Geschäftssegment. Darüber hinaus erhalten wir auf diese Weise einen exzellenten Feedback-Kanal für unsere Züge. Aus diesem Grund ist für uns der Zuschlag bei Ausschreibungen, die unsere Fahrzeuge betreffen, stets besonders wichtig. Ebenso sind wir sehr stolz, dass es uns angesichts der ausserordentlich starken Konkurrenz gelungen ist, das beste Preis- und Qualitätsangebot abzugeben.»

Die Division Service ist bei Stadler für die Wartung von Fahrzeugflotten in 16 Ländern zuständig und betreut somit mehr als 680 Fahrzeuge, die jährlich insgesamt mehr als 115 Millionen Kilometer zurücklegen. In Ergänzung zu den umfassenden Serviceleistungen bietet Stadler Service auch die Modernisierung von Zügen sowie die Komponentenrevision an. Aus diesem Grund eröffnete Stadler im Jahr 2013 im ungarischen Szolnok ein Kompetenzzentrum für Drehgestellrevisionen.




Quelle:/Fotos: Stadler Rail

Datum:27.10.2017 - Uhrzeit: 09:35

Stadler gewinnt den ersten Serviceauftrag für die FLIRT-Züge in Norwegen

Erik Røhne, Verwaltungsratspräsident der NSB Gjøvikbanen, und Jürg Gygax, Divisionsleiter Service bei Stadler, haben am 26. Oktober 2017 einen Serviceauftrag für zehn FLIRT-Triebzüge für die nächsten drei Jahre unterschrieben. Dies ist der erste Serviceauftrag für die FLIRT-Flotte in Norwegen. Ein bestehendes Unterhaltsdepot, „Lodalen“ in Oslo, wird auf die speziellen Anforderungen der FLIRT-Fahrzeugwartung angepasst.
Ab 1. Januar 2018 übernimmt Stadler die Wartungsarbeiten für zehn FLIRT der NSB Gjøvikbanen übernehmen. NSB Gjøvikbanen ist ein Tochterunternehmen der staatseigenen NSB (Norges Statsbaner). Im Jahr 2008 bestellte NSB die ersten 50 FLIRT bei Stadler und wird ihre Flotte bis zum Jahr 2020 auf 125 Züge ausbauen, eine der grössten FLIRT-Flotten von Stadler. Die Fahrzeuge wurden speziell konzipiert, um den norwegischen Wintertemperaturen von -40° Celsius standzuhalten. Stadler konnte sich nun den Serviceauftrag für die zehn FLIRT-Züge der NSB Gjøvikbanen nach einer öffentlichen Ausschreibung sichern und wird die Instandhaltung bis zum Jahr 2020 ausführen. Die Möglichkeit einer Vertragsverlängerung für weitere vier Jahre besteht.
Das Paket für die NSB Gjøvikbanen wird ähnlich gestaltet werden wie beim MTR Express in Schweden. Dort konnte Stadler in den letzten zwei Jahren eine Verfügbarkeit von 100% gewährleisten. Die Wartungsarbeiten, die Stadler übernehmen wird, beinhalten die präventive und korrektive Instandhaltung. Die Wartungsarbeiten, für die Stadler norwegische Facharbeiter einstellen wird, werden im dafür umgebauten Depot „Lodalen“, im Zentrum von Oslo, durchgeführt.
Dieser erstmalige Serviceauftrag für die FLIRT-Flotte in Norwegen ist für Stadler von grosser Bedeutung. Er erlaubt Stadler, seine Markpräsenz im Service auszubauen. Stadler übernimmt bereits die umfassende Instandhaltung für Bybanens Strassenbahnflotte in Bergen und betreibt weitere Servicestandorte in Stockholm (SE), Tillberga (SE) und Aarhus (DK).
Jürg Gygax, Divisionsleiter Service, fügte hinzu: „Wir sind froh, diese Ausschreibung gewonnen zu haben. Sie stellt einen grossen Schritt für unsere Fokusmärkte Norwegen und die gesamte nordische Region dar, und bietet uns die Gelegenheit, eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten. Ich freue mich darauf, den Fahrgästen zusammen mit den NSB Gjøvikbanen ein positives Service-Erlebnis bieten zu können.“
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Italien, Österreich, Niederlanden, Weissrussland, Algerien, UK und den USA arbeiten über 7000 Mitarbeitende. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reise-zugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste diesel-elektrische Lok. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.




Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:10.10.2017 - Uhrzeit: 10:05

Stadler und FWTA enthüllen den ersten U.S.-FLIRT


Stadler und die Fort Worth Transportation Authority (FWTA) aus Texas präsentieren an der APTA Expo 2017, dem Schaufenster des öffentlichen Verkehrs in den USA, den ersten FLIRT für die Linie TEXRail. Der Vertrag für die Lieferung von acht FLIRT wurde im Juni 2015 unterzeichnet. Die Triebzüge mit dieselelektrischem Antrieb (DMU) verkehren künftig auf der TEXRail-Linie zwischen Fort Worth und dem Terminal B des Dallas/Fort Worth International Airport. Es ist das erste Mal, dass Stadler den FLIRT in den USA verkaufen konnte.

Der FLIRT ist das Erfolgsmodell von Stadler. Über 1400 Exemplare dieses modularen Gliederzugs sind weltweit im Einsatz. Umso mehr freut es Stadler, die ersten acht FLIRT in den USA auf die Schiene bringen zu können. An der APTA Expo 2017 präsentiert Stadler gemeinsam mit FWTA erstmals öffentlich das erste produzierte Fahrzeug für TEXRail. Der erste US-FLIRT mit mittig angeordnetem Powermodul erfüllt die AVTAnforderungen (Alternative Vehicle Technology) der Federal Railroad Administration und jene von Buy America. Die FLIRT für die FWTA wurden mehrheitlich im eingemieteten Stadler-Werk in Salt Lake City, UT, gebaut.

„Wir sind begeistert, diese schneidigen Züge nach Fort Worth und Dallas zu bringen,“ sagt Paul Ballard, Verwaltungsratspräsident und CEO der FTWA. Wie haben die vielen Schritte der Herstellung bis heute hautnah mitverfolgt und wir könnten nicht zufriedener sein. Die Besucher der APTA Expo erwartet ein Erlebnis der Extraklasse.“

Peter Spuhler, Group CEO and Eigentümer von Stadler, sagt: „Wir sind stolz, heute gemeinsam mit FWTA unseren Bestseller erstmals in den USA präsentieren zu dürfen und sind überzeugt, dass die mehrheitlich in den USA gebauten FLIRT in Big-Sky-Texas eine gute Figur machen und den Fahrgästen in und um Fort Worth einen neuen Level von Reisekomfort bieten werden.“
Die acht FLIRT erfüllen auch die Anforderungen des „American with Disabilities Act“. Die breiten Eingangstüren und der grosszügige Raum im Niederflurbereich ermöglichen einen unkomplizierten Zugang zum Fahrzeug.

Das Fahrzeug ist mit 224 Sitzen mit Beistelltischen inkl. USB-Steckdosen und einem ADA WC ausgestattet. Sie erfüllen so unterschiedliche Komfortbedürfnisse der Reisenden. Der ergonomisch geformte Führerstand, das intuitive Design und die Anordnung der Bedienelemente bieten dem Zugpersonal einen modernen, komfortablen Arbeitsplatz. Die Aufnahme in den kommerziellen Betrieb ist für Dezember 2018 vorgesehen.

Die neuen Pendlerzüge für TEXRail sind auf eine maximale Geschwindigkeit von 130 km/h ausgelegt. Die vierteiligen Kompositionen weisen je eine Länge über Kupplung von 81,1 Meter auf. Die dieselelektrisch angetriebenen FLIRT sind mit je zwei Dieselmotoren des Typs Deutz TCD 16.0 V8 mit 520 kW Leistung ausgerüstet und entsprechen den Normen der Abgasstufe EPA Tier 4 final.





Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:28.09.2017 - Uhrzeit: 09:15

BLS betreibt ab dem 10. Dezember 2017 den Autoverlad zwischen Brig und Iselle

Ab dem 10. Dezember 2017 will die BLS den Autoverlad am Simplon zwischen Brig und Iselle betreiben. Dabei plant die BLS, das Angebot gegenüber heute zu verbessern: Zu Spitzenzeiten sollen die Züge neu im Stundentakt verkehren.

Die BLS betreibt auf den Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 den Autoverlad am Simplon zwischen Brig und Iselle. Damit übernimmt sie den Betrieb von der SBB, nachdem diese bekannt gegeben hatte, auf diesen zu verzichten. Der Kanton Wallis und die BLS haben sich über die vor Monatsfrist eingereichte Offerte geeinigt, nachdem keine weitere Offerte eingereicht worden war. Das Angebot für die Kunden wird ausgebaut. Nichts desto trotz bleiben die Verladetarife für die Kunden gegenüber heute unverändert. Vielfahrer profitieren zudem davon, dass die geltenden Punktekarten am Lötschberg künftig auch am Simplon gültig sein werden. Die BLS, welche bereits den Autoverlad am Lötschberg und den regionalen Bahnverkehr zwischen Brig und Domodossola fährt, kann dank der Übernahme des Simplonverlads Synergien nutzen.

Mehr Kapazität durch den Simplon

Ab Fahrplanwechsel wird die BLS das Angebot an insgesamt 35 Tagen pro Jahr verstärken – konkret während Feiertagen wie Ostern oder Auffahrt sowie an nachfragestarken Wochenenden im Sommer. Die Züge fahren dann stündlich. An den übrigen Tagen bleibt der 90-Minuten-Takt bestehen. In den kommenden Jahren will die BLS den Fahrplan weiter ausbauen. Sämtliche Autozüge werden als reine Verladezüge geführt.

Weiter geführt wird der bei Kunden sehr beliebte, direkte BLS-Autoverlad von Kandersteg durch den Lötschberg- und den Simplontunnel bis Iselle: Zwischen April und Mitte Oktober verkehrt mindestens ein Zug pro Wochenende in jede Richtung. Den Bahnkunden bietet die BLS seit dem 9. Juli alle zwei Stunden eine Verbindung mit dem RegioExpress «Lötschberger» zwischen Brig und Domodossola.

Quelle:/Fotos: BLS AG

Datum:14.09.2017 - Uhrzeit: 09:10

Revision bei Alstom: Die 19 Züge des Typs ETR 610 werden aufgerüstet und revidiert.

Die gesamte Flotte der 19 Neigezüge des Typs ETR 610 wird für insgesamt rund 90 Millionen Franken aufgerüstet und revidiert. Grössere Gepäckablagen, eine Familienzone, moderne Toiletten, neue Technik und ein besserer Mobilfunkempfang verbessern den Reisekomfort und die Zuverlässigkeit auf der Nord-Süd-Achse. Die Lieferantin Alstom startet nun mit den Arbeiten in Savigliano (Italien).

Die Fahrzeuge des Typs ETR 610 der ersten Serie erreichen eine Laufleistung von 2,5 Millionen Kilometer und müssen daher in die erste grosse Revision. Mit der gleichzeitigen Aufrüstung der sieben Züge aus der ersten Serie auf den Standard der zweiten Serie, werden Komfort und Technik der gesamten ETR 610 Flotte vereinheitlicht. Die Züge der ersten Serie erhalten ebenfalls grössere Gepäckablagen, eine Familienzone, moderne Toiletten sowie eine Brandunterdrückungsanlage.

Einmalige Synergien bei Alstom.

Alle 19 Züge werden bis 2020 schrittweise revidiert und dabei mit neuer Technik ausgestattet, die unter anderem auch für besseren Mobilfunkempfang mit Signalverstärkern und WiFi sorgt. Die Revision und die Aufrüstung erfolgt im Werk von Alstom. Die Firma hat bereits die Revision der ETR 610 für Trenitalia vorgenommen und abgeschlossen, so dass sie das daraus gewonnene Know-how in die Revision der ETR 610 der SBB einfliessen lassen kann. Kostenpunkt für die gesamte Aufrüstung und Revision: rund 90 Mio. Franken.

Seit Frühling 2017 ist Flotte komplett.

Die sieben Züge der ersten Serie stammen aus der Zeit der ehemaligen Betreibergesellschaft Cisalpino: Ab Ende 2009 wurden die Züge durch SBB und TI getrennt betrieben. So verkehren in der Schweiz auch sieben ETR 610-Züge der Trenitalia. Im Jahr 2012 bestellten die SBB acht zusätzliche ETR 610 (RABe 503) und 2015 folgte eine Nachbestellung von vier weiteren Zügen. Seit Frühling 2017 ist die Flotte der SBB komplett.

Die Zuverlässigkeit der ETR 610 konnte im letzten Jahr dank einer Taskforce deutlich gesteigert werden. Die aufgetretenen Qualitätsprobleme bei der Neigetechnik, den Schiebetritten und den Küchengeräten konnten weitgehend behoben werden. Die Taskforce läuft parallel zu den Arbeiten in Savigliano weiter bis 2018.

Quelle:/Fotos: SBB

Datum:20.07.2017 - Uhrzeit: 10:00

Stadler gewinnt Service-Auftrag in den Niederlanden und baut neues Depot in Hengelo

Am 18. Juli 2017 hat das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus den Auftrag für die Instandhaltung von 16 Stadler-FLIRT an Stadler vergeben. Die Laufzeit des Service-Vertrages beträgt 15 Jahre. Stadler investiert für die Instandhaltung der Fahrzeuge in ein neues Depot in Hengelo.

Für 16 Schienenfahrzeuge des Typs Stadler-FLIRT übernimmt Stadler die Instandhaltungsarbeiten von 2017 bis 2032. Das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus hat die elektrischen Niederflurtriebzüge FLIRT im Januar 2016 Stadler in Auftrag gegeben. Derzeit befinden sich die Fahrzeuge auf Testfahrten zwischen Amersfoort und Zwolle und verkehren künftig im Regionalverkehr auf der Strecke zwischen Zwolle-Kampen/Enschede. Der kommerzielle Betrieb wird per Dezember 2017 aufgenommen. Stadler Service Nederland wird ab diesem Zeitpunkt die umfassende Instandhaltung übernehmen.

Damit eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte während des ganzen Jahres sichergestellt wird, baut Stadler ein neues Depot in Hengelo und beschäftigt dort fünf Personen. Sämtliche Service-Arbeiten werden von Stadler-Mitarbeitenden ausgeführt, die mit den Fahrzeugen vertraut sind und einen schnellen und kosteneffizienten Einsatz gewährleisten. Mit diesem Standort baut Stadler seine Serviceaktivitäten in den Niederlanden weiter aus.



Die neun dreiteiligen und sieben vierteiligen 1.5-kV-FLIRT-Triebzüge für Syntus bieten höchsten Komfort mit Luftfederung, einladender Sitzanordnung und Klimaanlage. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Mit dem FLIRT bietet Stadler ein bewährtes, modernes und wirtschaftliches Fahrzeug für den erfolgreichen Einsatz im öffentlichen Verkehr.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:08.07.2017 - Uhrzeit: 14:05

Stadler intensiviert Umzugsplanungen für St. Margrethen

  • Teilbereich bleibt in Altenrhein

    Stadler evaluiert einen neuen Standort in St. Margrethen. Der definitive Verwaltungsratsentscheid soll nach den Sommerferien gefällt werden. Der Mietvertrag am bestehenden Standort in Altenrhein wurde per Ende Juni angepasst: Stadler und der Eigentümer des Industrieparks, Swisscanto (CH) Real Estate Fund Swiss Commercial, haben eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach Stadler die bisherigen Flächen in Altenrhein noch bis 2020 nutzt. Anschliessend soll die Produktion der Schienenfahrzeuge im neuen und effizienzoptimierten Werk in St. Margrethen gestartet werden. Die Kastendetailfertigung mit – je nach Auslastungsgrad – circa 50 bis 70 Mitarbeitern bleibt in Altenrhein.

    Stadler hat mit der mit Swisscanto getroffenen Anschlusslösung ausreichend Zeit, um das Areal in St. Margrethen optimal auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten zu entwickeln und einen allfälligen Umzug umzusetzen. Gleichzeitig kann die Produktion ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Mit der Einigung wurde für beide Parteien Planungssicherheit geschaffen.

    Bereits im April dieses Jahres hat Stadler kommuniziert, dass das Unternehmen wegen der Währungssituation und des Lohnkostenniveaus in der Schweiz bei gleichzeitig hohem Exportanteil nach wie vor unter hohem Margendruck steht. Um am Standort in der Schweiz festhalten zu können, ist eine Effizienzsteigerung nötig. Stadler evaluiert deshalb die Machbarkeit eines Neubaus in St. Margrethen. Voraussetzung für den Neubau wäre eine Umzonung und Anpassung des Überbauungsplans. Ein entsprechendes Gesuch wurde eingereicht und die Vorprüfung durch den Kanton erfolgt. Mit der Rechtskräftigkeit ist frühestens im September/Oktober dieses Jahres zu rechnen.

    Ziel des neuen Produktionsstandorts ist die Optimierung der Produktionsbedingungen für das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge. Das geplante Investment ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck. Die Verlagerung betrifft nur den Produktionsstandort in Altenrhein. Nicht betroffen ist der Hauptsitz in Bussnang, das Kompetenzzentrum für Drehgestelle in Winterthur oder das Inbetriebsetzungszentrum in Erlen.

    Am Standort Altenrhein entwickeln, fertigen und montieren zurzeit rund 950 Mitarbeitende auf über 49'000 m2 Produktions- und Lagerflächen neben KISS-Zügen auch Strassenbahnen, meterspurige Schienenfahrzeuge und Reisezugwagen für den Schweizer und den internationalen Markt. Die Engineering-Abteilung mit 250 hochqualifizierten Mitarbeitern erbringt neben der Entwicklungsarbeit für die am Standort produzierten Fahrzeuge auch Dienstleistungen für die ganze Stadler Gruppe, u.a. als Kompetenzzentrum für alle Berechnungen und Zulassungen.


    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

  • Datum:03.07.2017 - Uhrzeit: 09:15

    EC250 fährt erstmals durch den Gotthard-Basistunnel

    Am Sonntag, 2. Juli, hat der EC250 zum ersten Mal den Gotthard-Basistunnel durchquert. Als nächstes sind für den Giruno Hochtastfahrten auf dem Eisenbahntestring in Tschechien zu bestehen.

    Für den Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler war die erste Durchfahrt des EC250 – wenn auch nur mit 100 km/h – durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt ein voller Erfolg. Die Fahrt hat gezeigt, dass der EC250 für die Erfüllung der Vorgaben in Bezug auf die extremen Umgebungsbedingungen im Tunnel gewappnet ist. Als nächstes wird der Giruno in Tschechien geprüft. Auf dem Eisenbahntestring in Velim gilt es, Hochtastfahrten von 100 km/h und mehr zu bestehen. Bei diesen Prüffahrten wird die Fahrgeschwindigkeit schrittweise gesteigert. Dieses Testverfahren dient unter anderem der Inbetriebsetzung, der Erprobung der Sicherheit und der Netzzulassung des neuen Hochgeschwindigkeitstriebzuges von Stadler. Im Anschluss folgen dann weitere umfangreiche Tests in den vier Einsatzländern Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich.

    Der Giruno wurde der breiten Öffentlichkeit zum ersten Mal am Roll-out am 18. Mai 2017 in Bussnang präsentiert. An diesem feierlichen Tag waren Verkehrsministerin Doris Leuthard, SBB-CEO Andreas Meyer und weitere wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft anwesend.

    Der Giruno ist mit besonderem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden, insbesondere für Familien, Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Der Niederflureinstieg, für einen serienmässigen Hochgeschwindigkeitstriebzug ein Novum, macht für Fahrgäste das Einsteigen zum Eintreten. Im Innenraum erwartet Passagiere ein geräumiges und hell gestaltetes Interieur mit einem modernen Beleuchtungskonzept. Damit auch auf langen Tunnelstrecken keine Langeweile aufkommt, fährt der Giruno mit weiteren Komfortmerkmalen auf: Er verfügt über 4G-/3G- Mobilfunkverstärker, Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen und geschlechtergetrennte sowie behindertengerechte Toiletten. Die Züge bieten auf 202 Metern Länge 405 Fahrgästen Sitzplätze, davon sind 117 in der 1. Klasse und 288 in der 2. Klasse. Multifunktionsabteile und ein Fahrradabteil ergänzen das Platzangebot sinnvoll.




    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:16.06.2017 - Uhrzeit: 16:15

    Stadler: Roll-out des ersten bimodalen FLIRT

    Stadler präsentiert am 15. Juni in Bussnang den ersten bimodalen FLIRT – bestimmt für die Region Valle d’Aosta. Im Beisein des Kunden und italienischen Gästen – Bahnbetreiber, Regionenvertreter aus dem Valle d’Aosta, dem Piemont, aus Molise und Kalabrien und Medienvertreter – präsentiert Stadler den ersten FLIRT mit bimodalem Antrieb. Das umweltfreundliche Fahrzeug ist für elektrifizierte Strecken mit 3 kV Gleichstrom und für nichtelektrifizierte mit einem dieselelektrischen Antrieb ausgerüstet. Herausragend ist die niedrige Achslast, die max. 18 Tonnen beträgt.



    Die Region Valle d’Aosta hat im Mai 2015 fünf bimodale FLIRT (BMU) bestellt. Dieses Fahrzeug wurde nach einer Entwicklungs- und Bauzeit von nur gut zwei Jahren in Bussnang und dem nahegelegenen Inbetriebsetzungszentrum in Erlen präsentiert. Dr. Pierluigi Marquis, Regierungsratspräsident der Region Valle d’Aosta, und Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales von Stadler, durchschnitten in einer feierlichen Zeremonie das Band und markierten den Anfang der Fahrzeuglaufbahn auf der Schiene.



    Wie alle FLIRT ist auch der erste bimodale FLIRT aus Aluminium-Strangpressprofilen gebaut. Das macht ihn leicht und energieeffizient. Das dreiteilige Fahrzeug weist ein begehbares Powermodul auf, das die zwei Deutz-V8-Dieselmotoren (Euro lllB), den Tank und weitere Antriebsausrüstung aufnimmt. Das Fahrzeug ist 66.8 m lang, 2.82 m breit und 4.12 m hoch. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt im elektrischen Betrieb 160 km/h und im dieselelektrischen Modus 140 km/h.



    Der FLIRT für die Region Valle d’Aosta ist ein Meilenstein für Stadler: Er ist der erste FLIRT mit bimodalem Antrieb. Einzigartig für einen bimodalen Regionalzug ist die niedrige Achslast von max. 18 Tonnen. Das Fahrzeug ist damit auch geeignet für Nebenstrecken. Der FLIRT für die Region Valle d’Aosta absolviert nun die erforderlichen Zulassungstests. Das erste Fahrzeug wird im Mai 2018 den kommerziellen Betrieb auf der Strecke Aosta-Turin aufnehmen.

    Der neue bimodale FLIRT ist ein Fahrzeug mit exzellenter Leistung sowohl im Diesel- als auch im Elektrobetrieb. Dank seiner Vielseitigkeit, Umweltfreundlichkeit und der tiefen Achslast wird das Fahrzeug den Anforderungen von Bahnbetreibern, die sowohl Haupt- als auch Nebenstrecken bedienen, effizient, nachhaltig und zuverlässig gerecht.

    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:08.06.2017 - Uhrzeit: 08:56

    Stadler verzeichnet rekordhohen Bestellungseingang

    2016 war für Stadler ein erfolgreiches Jahr. Der Schweizerische Schienenfahrzeughersteller konnte einen rekordhohen Bestellungseingang von 4,9 Mia. CHF verbuchen. Trotz anhaltend starken Frankenkurses liegen Umsatz und Jahresergebnis im Durchschnitt.
    Der erneute Frankenschock im Januar 2015, ausgelöst durch die Aufhebung der Frankenbindung an den Euro, hatte Stadler hart getroffen. 3'000 von 7'000 Mitarbeitenden arbeiten im Hochlohnland Schweiz, die Exportquote liegt über 50 Prozent und die Konsolidierung geschieht im Schweizer Franken. Dies führte im Geschäftsjahr 2015 zu einer massiven Umsatzreduktion. Die breitere Abstützung durch den Eintritt in neue Märkte und neue Marktsegmente sowie die Lancierung neuer Produkte hat sich bezahlt gemacht: Im Jahr 2016 hat Stadler trotz der währungsbedingten Rückschläge der vergangenen Jahre beinahe zur alten Stärke zurückgefunden.
    Im Auftragseingang konnte ein Rekordergebnis eingefahren werden: Stadler verbucht für das Jahr 2016 Aufträge über 4,9 Mia. CHF. Im vergangenen Jahr war es weniger als die Hälfte. 2015 lag der Auftragseingang bei 2,1 Mia. CHF. Trotz des anhaltend starken Frankenkurses bewegen sich Umsatz und Jahresergebnis im Durchschnitt: Der Umsatz der Stadler Rail AG liegt im Jahr 2016 bei 2,1 Mrd. CHF (2015: 2,05 Mrd. CHF).
    „Es freut mich, dass Stadler die Währungskrise der vergangenen Jahre relativ gut überstanden hat. Die Wechselkursverwerfungen haben zwar zu einem Einbruch der Margen geführt. Das beschlossene Massnahmenpaket wurde von der Belegschaft gut aufgenommen und hat die Mitarbeiter noch enger zusammengeschweisst. Das hat es uns ermöglicht, dass wir gestärkt durch die Krise gekommen sind und nach wie vor auf sprichwörtlich gesunden Beinen stehen“, sagte Peter Spuhler, Eigentümer und Group CEO von Stadler anlässlich der Jahresmedienkonferenz in Bussnang.
    Die Zahl der Mitarbeitenden ist mit dem Zukauf von Valencia vor einem Jahr auf knapp 7'000 angestiegen, davon sind 3'000 in der Schweiz angestellt. Diese Zahlen konnten im vergangenen Jahr relativ stabil gehalten werden. Aktuell beschäftigt Stadler 7'300 Mitarbeitende. Der Zuwachs erfolgte durch die Gründung des Joint Ventures mit Solaris Bus & Coach sowie die Gründung des Engineering-Standortes in Chemnitz.
    Der globale Markt für Rollmaterial wächst – getrieben durch das enorme Bevölkerungswachstum und die nötigen Investitionen aufgrund der veralteten Infrastruktur. Gleichzeitig wächst der Konkurrenzkampf. Insbesondere das Vordringen der chinesischen Anbieter führen zu einem grossen Margendruck. Dem muss Stadler mit grosser Innovationskraft und Investitionen in neue Produkte begegnen. Die Stadler Rail Group ist mit dem hohen Bestellungsbestand, der soliden Bilanz sowie dem grossen Know-how der Mitarbeitenden bestens für die Zukunft gerüstet.

    Die Auslastung der Standorte ist grossmehrheitlich gut. Auch im Werk in Minsk ist eine deutliche Besserung eingetreten. Nach der in Folge der Erdöl- und Erdgaskrise und der damit verbundenen Rubelkrise eingetretenen Unterauslastung konnte im vergangenen Jahr eine solide Grundauslastung erreicht werden. Dazu beigetragen hat insbesondere auch der Auftrag für 23 Metelitsa-Strassenbahnen aus St. Petersburg.

    Zwei neue Gesellschaften
    Stadler führt zwei neue Gesellschaften in seiner Organisation. Hinzugekommen sind in den letzten zwölf Monaten Stadler Chemnitz und das Joint Venture Solaris Tram. Stadler Chemnitz ist der Division Deutschland angehängt und erbringt Engineering-Leistungen in den Bereichen Konstruktion (Struktur, Innenausbau und Aussenelemente), Elektrik, Pneumatik, technische Berechnungen und Mehrkörpersimulation. Die circa 60 Ingenieure von Stadler Chemnitz werden zum einen eigenständig technische Projekte abwickeln und zum anderen definierte Arbeitspakete für alle Standorte der Gruppe bearbeiten.
    Solaris Bus & Coach und Stadler haben per 1. April 2017 in Polen ein Joint Venture unter dem Namen Solaris Tram gegründet. Das Joint Venture führt in Sroda ein gemeinsames Werk, in dem Wagenkästen gefertigt und lackiert werden. Bei Ausschreibungen in Polen und weiteren zentraleuropäischen Ländern werden Solaris Tram und Stadler Polska künftig gemeinsam als Konsortium unter der Führung von Stadler anbieten. Beide Unternehmen können so ihre Position im polnischen und im zentraleuropäischen Markt stärken.

    Neuer Standort in der Schweiz
    Wegen der Währungssituation und des Lohnkostenniveaus in der Schweiz bei gleichzeitig hohem Exportanteil steht Stadler nach wie vor unter hohem Margendruck. Um am Standort in der Schweiz festhalten zu können, ist eine Effizienzsteigerung nötig. Stadler evaluiert deshalb die Machbarkeit eines Neubaus in St. Margrethen. In Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen, der Gemeinde St. Margrethen sowie der Landbesitzerin Hiag hat der Schienenfahrzeughersteller in St. Margrethen ein rund 70'000 Quadratmeter grosses Areal gefunden, das unter anderem wegen des bereits vorhandenen Gleisanschlusses optimale Bedingungen bietet. Voraussetzung für den Neubau wäre allerdings eine Umzonung und Anpassung des Überbauungsplans. Ein entsprechendes Gesuch wurde eingereicht.
    Ziel des neuen Produktionsstandorts ist die Optimierung der Produktionsbedingungen für das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge. Die gemietete Infrastruktur am Standort in Altenrhein ist circa 100jährig und nicht optimal auf die Produktion von Doppelstocktriebzügen ausgelegt. Dadurch ist die Produktivität an diesem Standort limitiert und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld geschwächt. Das geplante Investment ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck.

    Hoher Bestellungseingang im Tailor-Made-Bereich
    Einen hohen Bestellungseingang verzeichnet Stadler nach wie vor auch im Tailor-Made-Bereich: Die Appenzeller Bahnen bestellten im letzten Jahr elf TANGO und fünf Tailor-Made-Triebzüge bei Stadler. Die RhB beauftragte Stadler mit 36 massgeschneiderten Triebzügen. Dem RBS Regionalverkehr Bern-Solothurn konnte Stadler 14 Tailor-Made-Triebzüge liefern, der Wynen- und Suhrentalbahn weitere 5. HVLE hat bei Stadler zehn sechsachsige EURODUAL-Lokomotiven bestellt. Ausserdem übernimmt Stadler für zehn Jahre die Instandhaltung. Die Matterhorn Gotthard Bahn bestellte bei Stadler insgesamt sieben neue Loks.

    Das Ende des „Please Mind The Gap“ in UK
    Stadler hat erfolgreich in UK Fuss gefasst. Gleich zu Beginn des Jahres konnte mit Merseytravel ein Vertrag über 52 Commuter-Züge unterzeichnet werden, die ab 2020 in Liverpool eingesetzt werden. Die neuen Züge werden speziell für das Anforderungsprofil in Liverpool entwickelt und stellen eine Mischung aus herkömmlichen Vorortszügen und einer Metro dar. Die neue Flotte wird die erste in UK sein, die einenbarrierefreien Zugang zum Fahrzeug gewährleistet. Das weltberühmte „Please Mind The Gap“, welches das Klangbild an UK-Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen prägt, wird damit obsolet werden. Zugleich hat Stadler auch den Full-Service-Vertrag für die 52 Züge über 35 Jahre gewonnen.

    KISS findet guten Absatz
    Auch der Doppelstocktriebzug KISS hat im vergangenen Jahr sehr guten Anklang gefunden. Der Vertrag mit Mälab wurde nach Abweisung des Rekurses von Bombardier rechtsgültig. Stadler kann damit 33 vierteilige Doppelstocktriebzüge aus Altenrhein an die Schwedische Bahngesellschaft Mälab liefern. Zehn Doppelstöcker konnten an die Aserbaidschanische Staatsbahn verkauft werden. Die Georgische Staatsbahn übernimmt vier Doppelstöcker.

    Sicherheit im Projekt Caltrain
    Zum ersten Mal konnte Stadler den KISS auch in die USA verkaufen. Das amerikanische Bahnunternehmen Caltrain bestellte im Juni 2016 16 sechsteilige, elektrische Doppelstocktriebzüge. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf 551 Millionen US-Dollar und enthält eine Option für weitere 96 Wagen im Wert von 385 Millionen US-Dollar. Ab 2020 fahren Schweizer Stadler-Züge auf der Strecke von San Francisco nach San José im Silicon Valley – und ermöglichen den Mitarbeitern von Apple, Google und Facebook ein bequemes Reisen. Die elektrischen Hochleistungs-Doppelstocktriebzüge mit hoher Fahrgastkapazität werden es Caltrain ermöglichen, schnellere und häufigere Verbindungen für die rasch zunehmenden Passagierzahlen zu bieten. Die modernen Doppelstocktriebzüge in Aluminium-Leichtbauweise lösen die bestehenden dieselbetriebenen Stahlzüge ab und senken damit wesentlich die Treibhausgas- und Lärmemissionen im US-Staat.
    Das Projekt Caltrain ist durch regionale, bundesstaatliche und staatliche Gelder finanziert. Das Budget für das Elektrifizierungsprojekt beläuft sich auf insgesamt knapp 2 Mia. US-Dollar. Eine Zusage der staatlichen Mittel über 647 US-Dollar aus dem Budget des Department of Transportation (DOT) ist Anfang Juni – aufgrund des Regierungswechsels und der damit einhergehenden Neubesetzung der Spitzenpositionen im DOT leicht verzögert – erfolgt.
    Stadler hat trotz der Verzögerung im Auftrag des Kunden alle Projekttätigkeiten weitergeführt. Diese waren durch die bereits freigegebene Finanzierung bis zu einem vertraglich festgehaltenen Kostendach gedeckt. Die nun vorliegende rechtsgültige Unterschrift schafft weitere Sicherheit und wird von Stadler mit Erleichterung zur Kenntnis genommen.


    KISS Caltrain


    Rekord auch in Deutschland
    Einen rekordhohen Auftragseingang von über einer Milliarde Euro konnte Stadler letztes Jahr auch in Deutschland verzeichnen. Zu den Highlights zählen unter anderem folgende Aufträge: Die S-Bahn Rhein-Ruhr bestellte 41 FLIRT, die Stuttgarter Netze weitere 45 FLIRT. Für die BVG darf Stadler 27 vierteilige METRO entwickeln und bauen. Die VBK hat eine Option für 25 CITYLINK eingelöst. Alpha Trains bestellte fünf FLIRT.
    Service-Geschäft legt zu
    Der jüngste Auftrag von Merseytravel aus UK enthält auch einen Full-Service-Vertrag über 35 Jahre. Zum ersten Mal in der Geschichte von Stadler hat der Service-Vertrag mehr wert als die Fahrzeugbestellung selber. Des Weiteren hat Stadler den Instandhaltungsvertrag über 15 Jahre für die FLIRT für MAV gewonnen sowie auch den Full-Service-Vertrag über ebenfalls 15 Jahre für die FLIRT von Arriva Limburg. Auch East Anglia setzt auf Stadler und hat den Schienenfahrzeughersteller für sieben Jahre mit der Instandhaltung beauftragt. Jüngster Bestellungseingang: Stadler konnte Ende Mai dieses Jahres einen Auftrag von Go-Ahead für die Instandhaltung von 45 elektrischen Triebzügen des Typs FLIRT über die Dauer von 13,5 Jahren unterzeichnen.


    Abellio East Anglia


    Roll-out Giruno
    Im Mai 2017 konnte Stadler zusammen mit der SBB den Roll-out des elfteiligen Giruno feiern. Der Roll-out markiert den Start der komplexen Zulassungsverfahren für die vier Länder. Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines Schienenfahrzeuges. Die spektakuläre Einfahrt des Giruno in Bussnang wurde von circa 500 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien live verfolgt. Auch Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Doris Leuthard war für den Roll-out des Giruno nach Bussnang gereist.


    SBB EC 250 Giruno


    Stadler feiert die ersten 75 Jahre
    Gleichzeitig mit dem Roll-out des Giruno feiert Stadler sein 75jähriges Firmenjubiläum. Ernst Stadler hatte 1942, inmitten des Zweiten Weltkrieges, ein Ingenieurbüro in Zürich gegründet, welches auf die Entwicklung und den Bau von Lokomotiven spezialisiert war. 20 Jahre später zog Ernst Stadler mit seinen Angestellten in den Thurgau nach Bussnang, wo er den Grundstein für den Hauptsitz von Stadler legte. Nach seinem Tod führte seine zweite Ehefrau Irma Stalder die Geschicke des Unternehmens. Peter Spuhler trat 1987 in das Unternehmen ein und kaufte es zwei Jahre später mit einem Darlehen der Thurgauer Kantonalbank. Das Unternehmen hatte damals 18 Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 4,5 Millionen Schweizer Franken. Stadler feierte sein Jubiläum am 20. Mai zusammen mit der Bevölkerung. 40'000 Besucherinnen und Besucher wurden in den Produktionswerken in Bussnang, Altenrhein und Winterthur gezählt.

    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:01.06.2017 - Uhrzeit: 11:25

    Hupac bestellt acht Mehrsystem-Lokomotiven bei Siemens

  • Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor
  • Auslieferung beginnt ab Frühsommer 2018
  • Ausgerüstet mit ETCS

    Der Schweizer Anbieter für kombinierte Verkehre Hupac hat bei Siemens acht Lokomotiven vom Typ Vectron MS bestellt. Die Mehrsystem-Fahrzeuge sind für den Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor (DACHINL) vorgesehen. Die Auslieferung beginnt ab Frühsommer 2018. Die Lokomotiven verfügen über eine Leistung von 6,4 MW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Neben den nationalen Zugsicherungssystemen erhalten die Fahrzeuge das Europäische Zugsicherungssystem ETCS. Gebaut werden sie im Siemens-Werk in München-Allach.

    Mit den neuen Lokomotiven baut Hupac gemeinsam mit seinen Partnern das Angebot für Güterschienentransporte von zentralen europäischen Hubs, wie beispielsweise dem Logistikzentrum Rotterdam, über die Kernstrecken zwischen den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz bis in den Mittelmeerraum weiter aus. Die neuen Vectrons ermöglichen es den mit Hupac kooperierenden Betreibern, die europäischen Wirtschaftsräume nördlich und südlich der Alpen mit dem Betrieb durch den neuen Gotthard-Basistunnel miteinander zu verbinden.

    „Mit dieser Investition in Vectron-Lokomotiven können wir den Rhein-Alpen-Korridor durch die durchgehende Traktion deutlich effizienter bedienen“, sagte Bernhard Kunz, Geschäftsführer der Hupac AG.




    Quelle:/Fotos: Siemens AG

  • Datum:29.05.2017 - Uhrzeit: 11:17

    Neue SBB-Güterwagen

    Am 22. Mai 2017 überstellte die 1016 013 einige neue SBB-Güterwagen von der ZOS Trnava über den Bhf. Petrzalka nach Buchs SG. Im Zug enthalten waren Wagen der Gattung Xans (Flachwagen mit 7 Containers) und Fans-u (Kippwagen mit zwei Mulden).






    Quelle:/Fotos: Vladislav Bokora
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