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News-Rubrik: Schweiz

Datum:10.05.2013 - Uhrzeit: 08:13

Regio-Dosto für den Rheintal-Express (REX)

Ab dem 9. Juni verkehren auf der Strecke des Rheintal-Express (REX) zwischen St. Gallen und Chur neue Züge des Typs Regio-Dosto. Für die Kundinnen und Kunden bedeuten die sechsteiligen Doppelstock-Züge der Firma Stadler Rail eine deutliche Komfortsteigerung. Die Regio-Dosto lösen die heutigen Züge ab, die teilweise über 40 Jahre im Einsatz sind.

Die Passagierzahlen auf der Rheintal-Strecke zwischen Chur und St. Gallen sind seit der Einführung des Stundentakts im Jahr 1995 kontinuierlich gestiegen. Die Zunahme der Mobilität auf dieser Strecke, die zu 47 Prozent von Pendlern und Geschäftsreisenden und von 53 Prozent im Freizeitverkehr genutzt wird, führt zu einem höheren Bedarf an Kapazitäten. Die Kantone St. Gallen und Graubünden haben deshalb beschlossen, den Rheintal-Express (REX) im Rahmen der Einführung der S-Bahn St. Gallen mit neuem, leistungsfähigem Rollmaterial auszustatten. Die vier neuen Kompositionen des Typs Regio-Dosto werden per 9. Juni eingeführt und ersetzen die teilweise über 40 Jahre alten Züge. Erfahrungen auf anderen Strecken des SBB-Netzes – zum Beispiel zwischen Schaffhausen und Zürich sowie in der Westschweiz – haben gezeigt, dass die sechsteiligen Doppelstock-Züge der Firma Stadler Rail bei den Kundinnen und Kunden gut ankommen.

Das neue Fahrzeug des Typs Regio-Dosto besteht aus hellen, überschaubaren und klimatisierten Innenräumen mit 120 Sitzplätzen in der ersten und 415 Sitzplätzen in der zweiten Klasse. Das Ein- und Aussteigen erfolgt komfortabel und schnell durch die breiten, tief angeordneten Türen.

Kürzere Fahrzeiten St. Gallen–Chur ab Dezember 2013.

Auf Bestellung des Kantons St. Gallen wird der REX per Fahrplanwechsel im Dezember 2013 bis nach Wil (SG) verlängert. Zudem wird die Reisezeit auf diesen Zeit-punkt unter anderem aufgrund der Ausbauten für Hochgeschwindigkeiten (HGV) bis zu 160 km/h auf der Strecke St. Gallen – Chur um bis zu 13 Minuten verkürzt.

Der REX ist derzeit aus technischen Gründen durch Zugpersonal begleitet, welches die Abfertigung an den Haltestellen gewährleistet. Aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten in der Zugsabfertigung und der Fahrgastinformation wird der REX mit dem Regio-Dosto künftig ohne systematische Zugbegleitung verkehren.

Sicherheit hat hohe Priorität.

Um die Sicherheit in den Zügen zu gewährleisten, hat die SBB gemeinsam mit den Bestellerkantonen St. Gallen und Graubünden ein Sicherheits- und Kontrollkonzept erarbeitet. Die Einsätze der Transportpolizei werden entsprechend der Sicherheits-lage ausgestaltet. Zudem verfügen die neuen Züge über eine Videoüberwachung sowie einen 24-Stunden-Notruf.

Um den künftigen Ansprüchen der Kundinnen und Kunden noch besser gerecht zu werden, prüfen die Besteller gemeinsam mit der SBB weitere mögliche Verbesserungen des Angebots, beispielsweise im Bereich der Verpflegung in den Regio-Dosto. Ein entsprechendes Konzept für ein Verpflegungsangebot wird in den nächsten Monaten ausgearbeitet.

Am Samstag, 8. Juni, haben Interessierte die Möglichkeit, die neuen Regio-Dosto auf dem REX bereits vor dem fahrplanmässigen Einsatz zu testen. Die kostenlosen Publikumsfahrten zwischen St. Gallen und Buchs SG sowie Chur und Buchs SG sind ab dem 27. Mai über www.sbb.ch/rex reservierbar.

Quelle:/Fotos: SBB

Datum:15.04.2013 - Uhrzeit: 09:25

SBB: Neue Maurice Lacroix-Werbelok


Am 10. April 2013 wird in Zürich die neue Maurice Lacroix-Werbelok Re460 präsentiert. Die Lok wird während der nächsten 12 Monate auf dem gesamten Schweizer Schienennetz unterwegs sein. Die Bilder zeigen die neue Werbelok am 13. April 2013 mit dem IC 569 Basel SBB - Chur auf der Rheinbrücke bei Bad Ragaz sowie mit dem IC 576 Chur - Basel SBB in Sargans.
(Mehr Bilder gibt es im Fotoalbum auf info24)



Quelle:/Fotos: Marcel Manhart, http://info24.jimdo.com

Datum:02.04.2013 - Uhrzeit: 10:32

BLS Cargo: Konzentration auf rentable Geschäftssegmente

BLS Cargo stärkt sein Profil als effizienter Anbieter im Schienengüterverkehr. Das Unternehmen konzentriert sich dazu auf rentable Geschäftssegmente. Es verzichtete bei den laufenden Verhandlungen für die Verträge mit Laufzeit ab 2014 auf die Abgabe von nicht kostendeckenden Preisangeboten. Diese Konzentration führt ab 2014 mit dem Wegfall von nicht rentablen Transitgüterzügen am Gotthard zu einer Reduktion des Verkehrsvolumens und erfordert Anpassungen beim Personalbestand.

BLS Cargo ist seit seiner Gründung vor 12 Jahren ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen. Neben dem starken Wachstum der Verkehre und des Marktanteils konnten bis 2008 laufend positive Ergebnisse erzielt werden. Seither haben sich durch das tiefe Eurokursniveau, die schwache europäische Wirtschaftslage, speziell in Italien, sowie Kostensteigerungen bei den Trassen die Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr in der Schweiz substanziell verschlechtert. Dies hat auch bei BLS Cargo in den vergangenen Jahren zu leichten finanziellen Verlusten geführt. Weil BLS Cargo flexibel auf die Veränderungen reagieren konnte, waren die Verluste jedoch wesentlich geringer als im Branchendurchschnitt. 2012 schrieb BLS Cargo einen Verlust von -1.85 Mio CHF, der allerdings vornehmlich durch die ausserordentlichen Infrastrukturunterbrüche (Gotthard-Felsstürze, Sanierung Simplon-Tunnel und -Südrampe) entstanden ist.

Konzentration auf rentable Verkehre

Vor diesem Hintergrund hat BLS Cargo die strategische Entscheidung getroffen, die finanziellen Zielsetzungen weiter hoch zu gewichten, ihre einzelnen Verkehrssegmente noch konsequenter auf Rentabilität zu überprüfen und sich nicht nur an reinen Mengen- oder Marktanteilszielen auszurichten. Ziel dieser wirtschaftlichen Ausrichtung ist es, ab 2013 ein ausgeglichenes finanzielles Ergebnis und eine nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone zu ermöglichen. „Wir finanzieren uns selber. Deshalb müssen wir auch gewinnorientiert arbeiten“, sagt CEO Dirk Stahl.

Handlungsbedarf Gotthardverkehre

Handlungsbedarf entstand aufgrund der Analyse vor allem bei den Verkehren auf der Gotthardachse, die rund 26% des Verkehrsvolumens von BLS Cargo ausmachen. Hauptkunde auf dieser Achse ist DB Schenker Rail, mit der in den vergangenen Monaten intensive Preisverhandlungen stattgefunden haben. Die Gründe für die finanzielle Schieflage liegen einerseits beim generell tiefen Preisniveau, andererseits bei der überproportionalen Steigerungen der Trassenpreise auf der Gotthardachse sowie dem ungünstigen Wechselkurs CHF-Euro. Intensive Verhandlungen mit dem Kunden mit dem Ziel, die heutigen Verluste schrittweise zu eliminieren, scheiterten. Mit dem Verzicht auf die Abgabe einer nicht kostendeckenden Offerte fallen für BLS Cargo ab 2014 rund 10 Zugspaare pro Tag im Transitgüterverkehr am Gotthard weg. Da diese Verkehre heute nicht rentabel sind, wird dies einen positiven Effekt auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens haben.

BLS Cargo bleibt am Gotthard präsent

BLS Cargo strebt an, in einem ersten Schritt mit der Akquisition von neuen Verkehren und innovativen Angeboten einen Teil des Verkehrsverlustes zu kompensieren. Dabei wird BLS Cargo ihren schon seit Jahren bestehenden Marktauftritt weiterentwickeln und den Kunden als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen. BLS Cargo wird auch in Zukunft als vollwertiger Anbieter auf beiden Transitachsen präsent sein und sich mit neuen Strukturen auf die Inbetriebnahme des Gotthardbasistunnels vorbereiten.

Auswirkungen für das Personal

Trotz der geplanten Akquisitionsaktivitäten müssen sich BLS Cargo und die BLS AG, die u.a. die Lokführerleistungen für die BLS Cargo erbringt, ab 2014 auf ein stark verringertes Verkehrsvolumen auf der Gotthardachse einstellen. Kurz- und mittelfristig entstehen dadurch bei BLS Cargo und BLS erhebliche Überkapazitäten bei den Mitarbeitenden, was zu einem Stellenabbau führen wird. Betroffen sind in erster Linie Lokführerstellen an den Standorten Erstfeld und Bellinzona / Chiasso, in geringerem Mass auch in Basel. Weiter betroffen sind Stellen der Servicestelle in Chiasso sowie Arbeitsplätze am Geschäftssitz in Bern. BLS und BLS Cargo rechnen insgesamt mit rund 70 bis 80 abzubauenden Stellen, davon 50 bis 60 Lokführerstellen. Ausserdem prüft das Unternehmen die Verlegung des Lokführerstandorts Erstfeld in den Raum Arth-Goldau, um Synergien mit dem Standort Luzern nutzen zu können. Die Sozialpartner und die hauptsächlich betroffenen Kantone Uri und Tessin wurden bereits direkt informiert.

„Ich bedaure sehr, dass keine finanzielle Einigung bezüglich der Gotthardverkehre möglich war und wir deshalb zu diesen harten Schritten gezwungen sind“, sagt Bernard Guillelmon, CEO der BLS. „Wir werden alles daran setzen, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.“ BLS und BLS Cargo werden dazu in den kommenden Wochen die Planungen konkretisieren und Massnahmen zur Abfederung des Stellenabbaus erarbeiten. Dazu gehört die Suche nach Lösung innerhalb der BLS, die Vermittlung von Personal, insbes. Lokpersonal, für andere Bahnen, der Verzicht auf den Einkauf von Lokführerleistungen bei Dritten sowie das Erarbeiten eines Sozialplans in Abstimmung mit den Sozialpartnern. Die BLS will ausserdem mit der Güterbahn, die in Zukunft die betroffenen Züge führen wird, das Gespräch zum Thema Personalübernahme suchen. Nach heutiger Einschätzung werden Kündigungen jedoch unvermeidbar sein. Das genaue Ausmass wird die BLS bis Mitte Jahr konkreter abschätzen können.

Ergebnisoffene Neuordnung der Zusammenarbeit mit DBSR

Die DB Schweiz Holding AG ist mit 45 Prozent am Aktienkapital der BLS Cargo AG beteiligt. Die Tatsache, dass leider keine Einigung zwischen BLS Cargo und DB Schenker Rail zur Sanierung der Gotthardverkehre getroffen werden konnte und die Anzahl der gemeinsamen Verkehre ab 2014 stark reduziert wird, führt für beide Seiten zur Notwendigkeit einer Neubewertung und Neuordnung der Zusammenarbeit. Diese wird in den kommenden Monaten sehr breit und ergebnisoffen angegangen.

Quelle:/Fotos: BLS Cargo

Datum:14.03.2013 - Uhrzeit: 08:44

Stadler-Züge für vier Westschweizer Unternehmen

Gemeinsame Ausschreibung für die Anschaffung von Rollmaterial

Die Transportunternehmen der Regionen Morges - Bière - Cossonay (MBC) und Vallée de Joux - Yverdon - Sainte-Croix (TRAVYS), die Montreux–Berner Oberland-Bahn (MOB) sowie die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) haben den Auftrag für 17 neue Züge an die Stadler Bussnang AG vergeben. Die ersten Fahrzeuge werden Anfang 2015 geliefert. Die Kosten der Bestellung belaufen sich auf rund CHF 150 Millionen.
Am 24. August 2012 starteten die Bahnunternehmen MBC, TRAVYS, MOB UND TPF eine gemeinsame Ausschreibung zur Anschaffung von neuem Rollmaterial. Die vier Unternehmen, die in den Kantonen Waadt, Freiburg und Bern Strecken auf schmalen Bahngleisen bedienen, schlossen sich zusammen, da sich die Züge im gleichen Erneuerungszyklus befanden. Beim gemeinsamen Ausschreibungsverfahren wurde ein technisches Lastenheft definiert, das den Bedürfnissen aller Einheiten gerecht wird.
Aus Sicht des Erfahrungsaustauschs hat sich diese Zusammenarbeit als sehr interessant erwiesen. Sie hat zu einer Effizienzsteigerung in der technischen Vorgehensweise geführt, zu bedeutenden Grössendegressionen (Einsparungen von CHF 28 Millionen im Vergleich zur individuellen Bearbeitung) und schliesslich zur Aussicht, dass auch in der Zukunft Synergien bei der Wartung und Instandhaltung des Materials genutzt werden können.

Zulieferer aus der Romandie

Der an Stadler vergebene Auftrag umfasst gesamthaft die Anschaffung von 17 Zügen für CHF rund 150 Millionen, zusätzlich gibt es Optionen in der Höhe von rund CHF 80 Millionen. Die Auftragnehmerin wurde auf der Basis eines strengen technischen Pflichtenhefts ausgewählt. Entscheidend waren dabei der finanzielle Aspekt des Angebots sowie Garantien bezüglich Qualität, Dienstleistungen und Terminen. Die Stadler Bussnang AG hatte bei allen Kriterien am besten abgeschnitten. Das Verfahren zur Auswahl einer Auftragnehmerin wurde gemäss den Regeln der Ausschreibung unter der Verantwortung des MBC durchgeführt. Dabei wird die Auftragnehmerin mit jedem Unternehmen separate Verträge abschliessen. Stadler beauftragt häufig Zulieferer aus der Region und wird auch in diesem Fall soweit möglich Zulieferer aus der Romandie einbeziehen.
Die neuen Züge, die aus zwei oder drei Elementen zusammengestellt sind, werden schrittweise zwischen Januar 2015 und Juli 2016 gemäss der Einsatzplanung der Unternehmen ausgeliefert.
Vier Züge gehen an die MOB und ersetzen dabei im Rahmen des Projekts zur Verbindung Montreux–Interlaken vier Triebwagen der Serie 4000 von 1968.
Weitere vier Züge gehen an das MBC und ersetzen die Kompositionen von 1981, damit die Strecke Bière–Morges ab Dezember 2015 im Halbstundentakt bedient werden kann.
Von drei neuen Zügen, die an TRAVYS gehen, ersetzen zwei das ausrangierte Rollmaterial und ermöglichen so einen Halbstundentakt zwischen Sainte-Croix und Yverdon-les-Bains.
Schliesslich erhalten die TPF sechs Züge. Diese ersetzen vier ausrangierte Züge, damit der Ausbau der RER Fribourg | Freiburg gewährleistet werden kann. Das moderne Rollmaterial wird den Bahnkunden zusätzlichen Komfort und Sicherheit bieten. Im Jahr 2011 haben die vier Unternehmen 38 Millionen Passagiere transportiert und einen Umsatz von gesamthaft CHF 220 Millionen erwirtschaftet. Gemeinsam haben sie 1350 Mitarbeitende.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail

Datum:12.03.2013 - Uhrzeit: 08:57

SBB nimmt Unfälle genau unter die Lupe.

In den letzten Wochen ereignete sich auf dem Netz der SBB eine ungewöhnliche Häufung von Zwischenfällen. Dabei lässt sich nach ersten Erkenntnissen weder ein systematisches Muster für die Ursachen noch ein Zusammenhang erkennen. Die SBB baut auf ein langfristig angelegtes, umfassendes Sicherheitsprogramm und setzt alles daran, die Sicherheit weiter zu erhöhen. Sie analysiert jeden Fall detailliert, überprüft die Wirksamkeit der bereits eingeleiteten Massnahmen und setzt bei neuen Erkenntnissen zusätzliche Massnahmen um.
Seit Anfang Jahr ereigneten sich auf dem SBB-Netz zehn Rangier- und Zugunfälle. Schwerstes Ereignis war ein Unglück mit zwei Regionalzügen in Neuhausen SH, wo 26 verletzte Personen zu beklagen waren. Der letzte Unfall ereignete sich am vergangenen Freitag, als eine Rangierlokomotive in Cossonay VD auf einem Stumpengleis nicht zum Stillstand kam und in einen Bach rollte. Die beiden Lokführer einer externen Firma mussten zur Abklärung ins Spital. Bei den übrigen Zwischenfällen entstand glücklicherweise lediglich Sachschaden. Diese hatten jedoch zum Teil massive betriebliche Auswirkungen. «Das war für unsere Kundinnen und Kunden mit unangenehmen Umtrieben und Verspätungen verbunden. Wir bedauern diese Häufung von Ereignissen und bitten unsere Kunden um Entschuldigung», sagte Philippe Gauderon, Mitglied der Konzernleitung SBB und Leiter Infrastruktur, am Montag in Bern.
Er trat zusammen mit dem Sicherheitschef der SBB vor die Medien, um Fragen zur Häufung der Ereignisse zu erörtern und über den Stand der Abklärungen zu informieren. «Wir haben eine systematische, langfristig angelegte Sicherheitsstrategie und ein Massnahmenprogramm. Wir tun alles, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Dazu diskutieren wir die Analyse der Unfälle auf höchster Stufe, prüfen die Wirksamkeit der bereits eingeleiteten Massnahmen und klären, ob diese ergänzt werden müssen», betonte Hans Vogt, Leiter Sicherheit der SBB . Obschon die Untersuchungen zum Teil noch im Gang sind, weisen die ersten Erkenntnisse auf keinen Zusammenhang zwischen den Ereignissen hin. «Objektiv betrachtet liegt kein Muster vor, das auf systematische Probleme hindeutet. Wir verstehen jedoch, dass diese untypische Folge von Zwischenfällen Fragen nach der Sicherheit aufwirft, die wir sehr ernst nehmen», unterstrich Gauderon.
Die SBB arbeitet mit einem strategischen, unternehmensweiten Sicherheitsprogramm laufend an der Erhöhung der Sicherheit. Die Strategie berücksichtigt die zukünfige Verkehrsentwicklung und wird alle vier Jahre aktualisiert, letztmals 2012. Schwerpunkte sind eine ausgeprägte Sicherheitskultur, technische Massnahmen, die Zuverlässigkeit sicherheitsrelevanter Prozesse, ein sicherer Zugang zur Bahn für die Reisenden , Innovationen und die Einhaltung Sicherheitsregeln bei Änderungen. Auch der Zustand der Infrastruktur und der Nachholbedarf beim Unterhalt sind adressiert, auf Basis der Erkenntnisse aus dem schweizweiten Netzaudit. Die SBB erhöht die Qualität der Infrastruktur systematisch.

SBB zieht Lehren aus den Zwischenfällen
Zwischenfälle und Beinaheunfälle werden immer detailliert untersucht, die Wirksamkeit der bereits getroffenen Massnahmen geprüft und falls notwendig zusätzliche Massnahmen umgesetzt. Das ist auch bei den jüngsten Ereignissen der Fall. Unter anderem werden der Meldeprozess zwischen Lokführer und Betriebsführung überprüft, der Freigabeablauf nach Instandhaltungsarbeiten auf dem Schienennetz analysiert und überdies entschieden, Lieferfirmen und Drittunternehmen verstärkt auf sicherheitsrelevante Aspekte zu sensibilisieren. Aufgrund der Entgleisung eines Schotterwagens bei Effingen werden zudem die Verladevorschriften verstärkt geschult. Als zusätzliche Massnahme hat die SBB aufgrund der untypischen Häufung von Zwischenfallen entschieden, die Abfolge der Ereignisse detailliert zu untersuchen, um eventuelle Gemeinsamkeiten festzustellen. Philippe Gauderon: «Wir wollen auf Nummer sicher gehen, selbst wenn wir einen Zusammenhang heute praktisch ausschliessen können.» Die Analyse erfolge ergänzend und unabhängig des normalen Sicherheitsprozesses, wie Hans Vogt, Leiter Sicherheit der SBB, erklärte.

Ausbau moderner Sicherungsanlagen in vollem Gang
Die tendenziell rückläufige Zahl der Entgleisungen und Zusammenstösse ist nebst einer hohen Sensibilisierung der Mitarbeitenden für eine hochstehende Sicherheitskultur insbesondere auf den Ausbau mit modernen Sicherungssystemen zurückzuführen, der nach wie vor in vollem Gang ist. «Es ist uns ein zentrales Anliegen, die über Jahre positive Entwicklung fortzusetzen und die Sicherheit weiter zu erhöhen», sagte Hans Vogt. Heute sind an den meisten Bahnhöfen die Schweizer Sicherungssysteme des Typs «Signum» und «Zugbeeinflussung ZUB» installiert. Beide Systeme werden durch das international normierte Zugbeeinflussungssystem «European Train Control System ETCS Limited Supervision» abgelöst. Dafür investiert die SBB in den kommenden Jahren rund 300 Millionen Franken. Diese Arbeiten wurden im Juli 2012 in Airolo, dem ersten von 11‘000 Standorten, in Angriff genommen.
Im Rahmen dieser technologischen Erneuerung engagierte sich die SBB in den vergangenen Jahren stark dafür, dass die bestehenden, gut funktionierenden Sicherungssysteme an kritischen Stellen zusätzlich mit einer Geschwindigkeitsüberwachung ergänzt werden. Die SBB hat Ende 2011 entschieden, weitere 50 Millionen Franken zu investieren, um die Zahl der Signale mit Geschwindigkeitsüberwachung (ZUB) von heute 3200 auf 4900 zu erhöhen. ZUB stoppt einen Zug, bevor er ein Halt zeigendes Signal passieren kann. Damit lässt sich das Sicherheitsniveau mittelfristig trotz Mehrverkehr weiter steigern und das Restrisiko nochmals senken. Aufgrund vorrausschauender Risikoeinschätzungen hat die SBB in den letzten Jahre darüber hinaus ein Netz von stationären Anlagen zur Überwachung fahrender Züge installiert. Im Einsatz von automatischen Zugkontrolleinrichtungen (ZKE) ist die Schweiz weltweit führend. Bei SBB und BLS sind derzeit 138 ZKE-Anlagen in Betrieb. Die ZKE-Anlagen erkennen technische Mängel, bevor diese auf dem Schienennetz zu einem Ereignis führen können.
Hinzu kommt die Überwachung des Netzes durch erfahrene Streckeninspektoren, welche das Schienennetz der SBB – über 3000 Kilometer – alle 14 Tage komplett abschreiten und kontrollieren. Überdies untersuchen Diagnosefahrzeuge mit modernster Messtechnik die SBB Infrastruktur, sprich Schotterbett, Gleise, Fahrleitungen und Tunnel, fortlaufend auf mögliche Unregelmässigkeiten.

Sicherheit als Priorität auf allen Stufen
Diese technischen Massnahmen verbessern die Sicherheit des Bahnbetriebs weiter. Entscheidend für eine hohe Sicherheit ist auch das Verhalten jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters. Wichtiger Bestandteil des Sicherheitsprogramms ist daher die Steigerung der Sicherheitskultur. Dazu gehören regelmässige Sicherheitstrainings, Schulungen und eine umfangreiche Sensibilisierungskampagne. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Stufen des Unternehmens besuchen jedes Jahr Sicherheitsworkshops, wo sie vom Topkader bis zu den Teams in der ganzen Schweiz weitere Verbesserungen erarbeiten und umsetzen.

Quelle:/Fotos: SBB

Datum:07.03.2013 - Uhrzeit: 07:38

SOB-FLIRT auf Testfahrt

Mit der Erweiterung der S-Bahn St. Gallen (S-Bahn SG 2013) verkehrt ab 15. Dezember 2013 ein sogenannter „Ringzug“ rund um den Säntis. Die zukünftige S-Bahn Linie S4 befährt die Strecke St. Gallen – Rorschach – Sargans – Ziegelbrücke – Uznach – Wattwil – St. Gallen und wird mit modernstem Rollmaterial (SOB-FLIRT) betrieben.
Um das neue Kunden-Informations-System zu testen waren deshalb die neusten beiden SOB-FLIRT RABe 526 052-6 und RABe 526 053-4 am 06. März 2013 auf dieser Strecke auf einer Testfahrt im Einsatz.


Quelle:/Fotos: Marcel Manhart, http://info24.jimdo.com

Datum:05.03.2013 - Uhrzeit: 09:21

Schweiz: ICN beschädigte Sicherungseinrichtungen.

Ein von Solothurn in Richtung Olten fahrender Intercity-Neigezug ICN beschädigte heute Vormittag beim Befahren der Neubaustrecke die Bahninfrastruktur wie Schwellen und Zugkontrolleinrichtungen. Der ICN konnte seine Fahrt fortsetzen, wurde aber in Zürich einer eingehenden Kontrolle unterzogen.

An einem Drehgestell eines von Solothurn in Richtung Olten fahrenden ICN beschädigte heute eine Kardanwelle des Neigezuges die Bahninfrastruktur. Mehrere Bahnschwellen wie auch die Zugkontrolleinrichtungen (Balisen) wurden beschädigt. Die Neubaustrecke konnte deshalb während rund drei Stunden in der Fahrtrichtung Bern–Olten nicht mehr befahren werden. Ausgelöst wurde die Störung durch eine Kardanwelle, welche sich zwischen einem Fahrmotor und dem Getriebe eines Drehgestells des ICN-Zuges befindet. Diese löste sich und beschädigte das Gleis. Die Reisezüge in Fahrrichtung Olten mussten bis zur Abklärung der genauen Schäden vor Ort über die alte Linie umgeleitet werden und erhielten Verspätungen von rund 10 Minuten. Um 11 Uhr wurde die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben. Die Meldung wurde heute irrtümlich in den Verkehrsmeldungen der SBB als Stellwerkstörung bezeichnet.

Der beschädigte ICN konnte seine Fahrt noch bis Zürich fortsetzen und wurde dort untersucht. Nach einer ersten Einschätzung geht die SBB von einem Einzelfall aus. Die Kardanwellen der ICN-Züge werden in einem Rhythmus von 10 Tagen kontrolliert. Beim betroffenen Zug letztmals am 2. März 2013. Die Ursache für den Zwischenfall wird derzeit von Spezialisten der SBB abgeklärt. Noch ist unklar, weshalb sich die Kardanwelle löste und die Bahninfrastruktur beschädigen konnte.

Die 44 ICN der SBB verkehren heute vor allem auf der West-Ost Achse via Jurasüdfuss und durch den Gotthard. Seit Juni 2012 führt das Industriewerk Yverdon für rund 130 Mio. Franken eine Grossrevision der Fahrzeuge durch. Die Arbeiten umfassen neben der Revision auch eine Auffrischung des Äussern und Innern sowie den Einbau von neuen 3G/LTE-Repeatern. Die Arbeiten dauern noch bis 2019.

Quelle:/Fotos: SBB

Datum:04.03.2013 - Uhrzeit: 17:13

Stadler flirtet in Serbien

Die Serbische Staatsbahn ŽS hat bei Stadler Rail 21 elektrische FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) für den S-Bahn-Verkehr in der Region Belgrad bestellt. Der Vertrag mit einem Volumen von rund EURO 100 Mio. wurde heute in Belgrad unterschrieben. Die Finanzierung des Auftrages erfolgt über die EBRD in London (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung). Die Fahrzeuge werden zwischen Herbst 2014 und Spätsommer 2015 im 2-Wochen-Takt ausgeliefert. Die Züge sind dank geringem Energieverbrauch sehr umweltfreundlich.

Heute haben in Belgrad am Hauptsitz der Serbischen Staatsbahn ŽS Dragoljub Simonovi?, Generaldirektor der ŽS und Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales von Stadler Rail, den Vertrag für die Beschaffung der 21 neuen Züge unterzeichnet. Bei diesen handelt es sich um 4-teilige FLIRT der neuesten Generation. Auf der Basis des in den letzten 10 Jahren über 800-fach verkauften FLIRT hat Stadler die nächste Generation FLIRT3 entwickelt. In dieser neuen Zugsfamilie gibt es verschiedene modular aufgebaute Unterfamilien. Peter Jenelten freut sich sehr über diesen Auftrag: "Wir sind stolz, dass wir diese EBRD finanzierte Ausschreibung gewinnen konnten. Mit den neuen FLIRT Zügen wird die serbische Staatsbahn ŽS einen neuen Standard im Regionalverkehr setzen. Und für uns ist es der erste FLIRT Auftrag in Südosteuropa.“

Komfortabel und umweltfreundlich

Die Züge sind mit einem elektrischen Antrieb für eine Spannung von 25kV 50Hz ausgerüstet. Die Höchstgeschwindigkeit der modernen Fahrzeuge, die in 3-fach-Traktion eingesetzt werden können, beträgt 160 km/h. Die Züge sind durchgehend stufenlos begehbar und verfügen über 234 Sitzplätze, davon 14 Klappsitze und 12 Plätze in der 1. Klasse. Die FLIRT enthalten grosszügige Multifunktionsabteile im Einstiegsbereich für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder, ein behindertenfreundliches WC und eine Klimaanlage. SOS-Sprechstellen ermöglichen den Kontakt mit dem Lokführer.

Die Züge verfügen vorerst über einen Typ der Indusi-Zugsicherung, wobei eine spätere Nachrüstung auf das europäische ETCS 2 bei der Planung berücksichtigt wurde. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt und verfügen somit über ein geringes Gewicht. Dadurch werden höhere Beschleunigungswerte erzielt und somit der Energieverbrauch und die Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen erheblich gesenkt.

Massgeschneidert auf Kundenbedürfnisse

Den Bedürfnissen der Serbischen Bahn entsprechend hat jeder der vier Wagenkasten eine Passagiertüre pro Seite. Hier kommt eine der Stärken des FLIRT3-Konzeptes zum Ausdruck: Anzahl Türen, wie auch verschiedene weitere Merkmale können variabel auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden.
Die erste Komposition wird im Herbst 2014 ausgeliefert. 10 Wochen nach Auslieferung des ersten Fahrzeuges beginnt die Serienauslieferung der restlichen 20 Züge im 2-Wochen-Takt. Somit wird das letzte Fahrzeug im Spätsommer 2015 ausgeliefert.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:28.02.2013 - Uhrzeit: 15:33

Stadler gewinnt in Ungarn


Stadler Rail hat in Ungarn eine gemeinsame Ausschreibung der Staatsbahn MÁV und der Privatbahn GYSEV für 48 FLIRT-Züge gewonnen. Damit kann Stadler Rail ihre Stellung in Ungarn weiter festigen. Stadler betreibt in Ungarn seit dem Gewinn eines ersten Auftrages der MÁV vor sieben Jahren zwei Standorte mit insgesamt 400 Mitarbeitern. Ein wesentlicher Teil des aktuellen Auftrages wird in Ungarn abgewickelt. Die Mitarbeiterzahl wird auf 600 erhöht. Die bestellten 4-teiligen FLIRT entsprechen weitgehend den 60 Zügen, die Stadler bereits 2007 – 2010 an MÁV geliefert hat. Für diese erste Serie führt Stadler seit Beginn auch die Wartung aus und erreicht eine sehr hohe Fahrzeugverfügbarkeit.
Die Ungarische Staatsbahn MÁV und die Österreichisch-Ungarische Bahngesellschaft GYSEV haben gestern Nachmittag das abschliessende Ergebnis der Ausschreibung vom letzten November verkündet. Stadler Rail erhält den Auftrag zum Bau der Fahrzeuge, die auf den insgesamt 64 FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) basieren, welche von MÁV (60 Züge) und GYSEV (4 Züge) bereits in den letzten Jahren bestellt worden waren. Die Züge sind für den Regional- und S-Bahn-Verkehr in verschiedenen Regionen Ungarns bestimmt.
Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Gruppe, freut sich sehr über den neuen Auftrag aus Ungarn: „Die Bestellung von weiteren FLIRT ist ein Beweis dafür, dass der Kunde mit den seit sechs Jahr im täglichen Betrieb stehenden Zügen sehr zufrieden ist. Ungarn ist für Stadler ein sehr wichtiges Land, in welchem wir nach der Schweiz und Deutschland am drittmeisten Mitarbeiter beschäftigen.“
Erfolgreiche Werke in Szolnok und Pusztaszabolcs

Der erste Auftrag für 60 FLIRT erteilte MÁV an Stadler im Jahre 2005. Parallel dazu baute Stadler in Ungarn zwei Standorte auf und investierte rund Euro 40 Mio. in die beiden Werke in Szolnok und Pusztaszabolcs. In Szolnok hat Stadler ein leistungsfähiges Aluminiumwagenkastenwerk aufgebaut. Dieses beliefert insbesondere die Stadler-Standorte in Deutschland und Polen. Verbunden mit dem aktuellen Auftrag ist ein weiterer Ausbau des Standortes in Szolnok. Neben zusätzlichen Produktions- und Montagebereichen ist derzeit in Szolnok ein Revisionszentrum für Drehgestelle für die gesamte Stadler-Gruppe im Bau. Künftig wird Stadler in Ungarn insgesamt 600 Mitarbeiter beschäftigen.
In Pusztaszabolcs betreibt Stadler nicht nur die Wartung der 60 MÁV-FLIRT, sondern hat auch einen langjährigen Wartungsvertrag für andere Fahrzeuge der Ungarischen Staatsbahn. Der Standort gilt als modernes Vorzeigewerk, das seit Jahren eine konstant hohe Fahrzeugverfügbarkeit erreicht, die deutlich über dem mit der MAV vertraglich vereinbarten Wert liegt.
Komfortabel und umweltfreundlich

Die Züge sind mit einem elektrischen Antrieb für eine Spannung von 25kV 50Hz ausgerüstet. Die Höchstgeschwindigkeit der modernen Fahrzeuge beträgt 160 km/h. Die Züge sind durchgehend stufenlos begehbar und verfügen über 200 Sitzplätze. Die FLIRT enthalten grosszügige Multifunktionsabteile im Einstiegsbereich für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder, ein behindertenfreundliches WC und eine Klimaanlage.
Im Gegensatz zur ersten Serie werden die neuen FLIRT über das europäische Zugsicherungssystem ETCS Level 2 verfügen. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt und verfügen somit über ein geringes Gewicht. Dadurch werden höhere Beschleunigungswerte erzielt und somit der Energieverbrauch und die Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen erheblich gesenkt. Die Auslieferung erfolgt im Wochentakt ab Herbst 2014 bis Spätsommer 2015.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:26.02.2013 - Uhrzeit: 12:15

Flirt in Norwegen geht weiter

Die Norwegischen Staatsbahnen NSB haben bei Stadler Rail 16 weitere FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) bestellt. Sie lösen damit eine Option aus dem Vertrag von 2008 ein. Damals wurden 50 FLIRT mit Option auf bis zu 100 weitere Züge bestellt. Die Hälfte dieser Züge ist bereits erfolgreich im fahrplanmässigen Betrieb. Das Auftragsvolumen für die aktuelle Bestellung beträgt rund 1,1 Mrd. Norwegische Kronen (entspricht derzeit rund CHF 180 Mio.). Die Züge werden zwischen Frühling 2014 und Anfang 2015 ausgeliefert.
Die von NSB nun bestellten weiteren 16 Fahrzeuge sind identisch mit den Zügen der ersten Serie für den S-Bahn-Verkehr und erreichen ebenfalls eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die fünfteiligen NSB-Fahrzeuge verfügen über drei Antriebseinheiten statt über zwei, wie bei den 4-teiligen FLIRT in den meisten anderen Ländern üblich. Das breitere norwegische Profil erlaubt eine Wagenkastenbreite von 3'200 mm und die Fahrzeuge müssen die Anforderungen eines strengen Winters in Norwegen erfüllen.
Im September 2008 hatten die NSB bei Stadler 50 fünfteilige FLIRT in zwei verschiedenen Ausführungen bestellt: 24 Züge sind für den Interregio-Verkehr auf verschiedenen Strecken im Süden Norwegens konzipiert (maximale Reisezeit 3 Stunden), die restlichen 26 Züge für den S-Bahn-Verkehr im Grossraum Oslo (maximale Reisezeit 90 Minuten). Dem vertraglich vereinbarten Zeitplan entsprechend wurde für 24 Fahrzeuge inzwischen das sogenannte „final takeover“ durchgeführt. Diese definitive Abnahme wird vom Kunden vorgenommen, nachdem das jeweilige Fahrzeug mehrere Monate im Fahrgastbetrieb getestet worden ist.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:14.02.2013 - Uhrzeit: 09:08

Stadler gewinnt S-Bahn-Auftrag in Moskau

Stadler Rail hat eine Ausschreibung des Russischen Bahnbetreibers Aeroexpress für die Lieferung von 24 Doppelstocktriebzügen gewonnen. Diese Züge werden auf den S-Bahn-Linien zwischen dem Moskauer Stadtzentrum und den drei Flughäfen eingesetzt. Der Auftrag hat ein Volumen von rund EURO 350 Mio. und wird teilweise im neuen Stadler-Werk in Minsk und teilweise in der Schweiz abgewickelt. Das Werk in Minsk befindet sich derzeit im Bau und wird im Herbst 2013 in Betrieb genommen. Der Auftrag beinhaltet auch eine Option für 13 weitere Züge.

Aeroexpress bestellt bei Stadler 16 vierteilige und 8 sechsteilige Doppelstocktriebzüge, die bis Ende 2016 ausgeliefert werden. Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group freut sich sehr über den Auftrag: „Dieser zweite Auftrag aus Russland stellt für uns einen bedeutenden Meilenstein dar. Nach einem ersten Auftrag des Russischen Schienenfahrzeugherstellers Transmash Holding, den wir vor eineinhalb Jahren gewannen, ist dies Bestellung für Stadler ein Durchbruch im Russischen Markt.“

Gewaltige Dimensionen

Die Basis für die neuen Züge stellt der bewährte Stadler-KISS dar. Die russischen Masse unterscheiden sich indes deutlich von den bisher produzierten KISS-Fahrzeugen: Die Spurweite beträgt 1‘520 mm (im Vergleich zu 1‘435 mm im westlichen Europa). Während im westlichen Europa die Züge üblicherweise eine Breite von 2‘800 mm haben, sind die neuen Doppelstöcker 3‘400 mm breit. Mit einer Höhe von 5‘240 mm (im Vergleich zu 4‘500 mm im Westen) weisen die Fahrzeuge wesentlich grössere Dimensionen auf.

Die Züge sind ausgelegt auf die speziellen russischen Klimabedingungen von -50 Grad bis +40 Grad und basieren in diesem Bereich auf den für Finnland, Norwegen, Estland und Weissrussland gelieferten FLIRT-Fahrzeugen. Die Züge werden eine Geschwindigkeit von 160 km/h aufweisen und über komfortable und helle Innenräume in zwei Klassen verfügen (Business- und Economie-Klasse). Der Wagenkasten wird in Aluminium-Leichtbauweise erstellt, wodurch die Fahrzeuge im Vergleich zu klassischen Stahl-Wagenkasten wesentlich leichter sind. Die Gewichtsreduktion bedeutet für den Bahnbetreiber markante Energieeinsparungen im täglichen Betrieb.



Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:13.02.2013 - Uhrzeit: 08:44

100 Stadler-GTW für Thurbo

Heute wurde im Stadler-Inbetriebsetzungszentrum in Erlen der 100. GTW feierlich an Thurbo übergeben. Damit wird eine bereits 17-jährige Erfolgsgeschichte weitergeschrieben. 1996 übergab Stadler Rail den allerersten, dieselelektrisch betriebenen GTW an die damalige Mittelthurgaubahn (MThB). Zwei Jahre später folgte der erste von zehn elektrischen GTW für die MThB. Inzwischen wurden weltweit 562 dieser niederflurigen Aluminiumleichtbauzüge verkauft. Der heute ausgelieferte Zug gehört zu einer Serie von zwölf Zügen, die 2010 für die S-Bahn St. Gallen 2013 bestellt wurden.
Mit einer speziellen Zeremonie übergab heute Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group, im Beisein von vielen Gästen aus Politik und Wirtschaft den 100. Gelenktriebwagen (GTW) an Dr. Ernst Boos, Geschäftsführer der Ostschweizer Regionalbahn Thurbo. Regierungsrat Willi Haag, Vorsteher des Baudepartements des Kantons St. Gallen, würdigte die Bedeutung der Thurbo-GTW für die S-Bahn St. Gallen 2013. Diese wurde vom St.Galler Stimmvolk in einer Volksabstimmung 2010 angenommen.
Peter Spuhler freut sich sehr über diese Auslieferung: „Wir sind sehr stolz, dass die S-Bahn St. Gallen mit Stadler-Zügen betrieben wird. Mit ihren Fahrzeugen wird Thurbo die grösste Gelenktriebwagen-Flotte all unserer Kunden halten.“

Von 0 auf 100 – Erfolgsgeschichte mit Zug
1996 lieferte Stadler ihre allerersten drei (dieselelektrisch betriebenen) GTW an die damalige Mittelthurgaubahn (MThB). Sie waren für die nichtelektrifizierte Strecke Radolfzell – Stockach bestimmt. Ab 1998 begann die Auslieferung der ersten zehn elektrischen GTW für die Seelinie Schaffhausen – Romanshorn ( – Rorschach/St. Gallen) an die MThB.
Im Dezember 2002 startete die 2001 gegründete Regionalbahn Thurbo mit dem Betrieb des normalspurigen Regionalverkehrs in der Ostschweiz. Das Betriebsgebiet erstreckte sich von Altstätten bis Waldshut und von Wattwil bis Schaffhausen. Von der früheren MThB übernahm sie die zehn Seelinie-GTW und bestellte bei Stadler eine neue Serie von 80 weiterentwickelten GTW-Zügen der zweiten Generation. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgte in den Jahren 2003 bis 2006.
Die Züge kamen sukzessive auf allen Thurbo-Linien zum Einsatz. Weitere Aufgaben, wie die Verbindung Buchs – Sargans und der Betrieb im Tösstal von Winterthur nach Rapperswil (heute bis Rüti ZH), folgten in den Jahren 2005 und 2006.
Im Hinblick auf die S-Bahn St.Gallen 2013 bestellte Thurbo zwölf weitere GTW. Das Ostschweizer Bahnunternehmen, eine Tochtergesellschaft der SBB, wird letztlich über eine Flotte von 102 Gelenktriebwagen verfügen.
„Wir starteten 2002 quasi bei null“, erinnerte sich Geschäftsführer Ernst Boos an den Start der zehnjährigen Erfolgsgeschichte von Thurbo. Neben dem Fahrzeugpark hat sich auch die Anzahl Fahrgäste positiv entwickelt: „Im vergangenen Jahr benutzten 32 Millionen Reisende unsere Züge. Diese legten gesamthaft 12 Millionen Kilometer zurück, haben also etwa 300 Mal die Erde umkreist“, liess ein sichtlich zufriedener Unternehmensleiter die vergangenen Jahre Revue passieren.

Die neue S-Bahn St.Gallen
Der Kanton St.Gallen erhält ab dem 15. Dezember 2013 ein systematisiertes, halbstündlich vernetztes Bahnangebot mit rund 30 Prozent mehr Zügen, die auch in den Nachbarkantonen Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Glarus und Graubünden verkehren. Regierungsrat Willi Haag strich die Bedeutung der GTW in Kombination mit modernen Publikumsanlagen hervor. "Drei Viertel der st.gallischen Bahnhöfe werden nach Abschluss der laufenden Ausbauetappe einen ebenerdigen Eintritt ermöglichen und die Stärken des GTW optimal zum Tragen bringen. Bereits zehn Jahre vor den gesetzlichen Fristen setzt der Kanton St.Gallen damit Massstäbe in Bezug auf einen behindertengerechten öffentlichen Regionalverkehr."

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group
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