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News-Rubrik: Schweiz

Datum:16.01.2018 - Uhrzeit: 09:00

BLS und Stadler unterzeichnen Vertrag für die Beschaffung 52 neuer Züge

Die BLS beschafft 52 Züge des Typs Flirt der neusten Generation. Damit ersetzt sie drei ältere Fahrzeugtypen und stellt den geplanten Ausbau des Regionalverkehrs um Bern sicher. Heute haben Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler und BLS-CEO Bernard Guillelmon den Werkliefervertrag unterzeichnet.

Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler und BLS-CEO Bernard Guillelmon haben heute den Werkliefervertrag für die Beschaffung von 52 Zügen des Typs Flirt der neusten Generation unterzeichnet. Der Bund, die Kantone und der BLS-Verwaltungsrat haben die für die Beschaffung notwendige Mittelzusage erteilt. Peter Spuhler ist stolz, nach dem Doppelstocktriebzug MUTZ für die BLS den Flirt der neusten Generation herzustellen: «Es freut uns besonders, dass wir mit dieser Beschaffung aus dem Thurgau heraus Schweizer Züge für die BLS liefern dürfen.» Das neue Fahrzeug ist laut Spuhler besonders leicht, energieschonend und bietet den Reisenden höchsten Komfort und Sicherheit. «Das Angebot von Stadler für die grösste Zugsbeschaffung in der Geschichte der BLS überzeugt uns. Wir freuen uns, die neuen Züge gemeinsam mit Stadler zu entwickeln und unsere Fahrgäste künftig noch komfortabler und zuverlässiger ans Ziel zu bringen», sagte BLS-CEO Bernard Guillelmon bei der Vertragsunterzeichnung.

BLS sichert sich Optionen für eine einheitliche Flotte

Mit den 52 neuen Zügen ersetzt die BLS einerseits drei ältere Fahrzeugtypen und vereinheitlicht ihre Flotte. Damit werden der Betrieb, die Einsatzplanung und die Instandhaltung der Züge stark vereinfacht. Andererseits kann sie den geplanten Ausbau des Regionalverkehrs im Kanton Bern sicherstellen. Der Kanton sieht unter anderem vor, im Kernperimeter der S-Bahn Bern den Viertelstundentakt einzuführen. 28 Züge werden auf verschiedenen Linien der S-Bahn Bern eingesetzt. Für den RegioExpress-Verkehr bestellt die BLS vorerst 24 statt 30 Züge, weil die Linie Bern-Neuenburg-La Chaux-de-Fonds künftig nicht mehr als Regionalverkehrs-, sondern als Fernverkehrslinie betrieben werden soll. Damit die BLS für künftige Entwicklungen gerüstet ist und die Einheitlichkeit der Flotte langfristig sicherstellen kann, sichert sich die BLS die Option, weitere Züge des gleichen Typs nachzubestellen.

Kunden reden bei der Ausgestaltung der neuen Züge mit

Ab Mitte 2018 wird Stadler in ihrem Werk in Bussnang ein im Massstab 1:1 angefertigtes Modell – eine sogenannte Maquette – bereitstellen. Anhand dieser Maquette konkretisiert die BLS und Stadler die Ausgestaltung der neuen Züge; etwa die Ausstattung der Einstiegsbereiche, die Art und Polsterung der Sitze oder die Grösse der Tische. Um die Bedürfnisse der Fahrgäste optimal zu berücksichtigen, bezieht die BLS verschiedene Kundenvertreter wie Pro Bahn, ausgewählte Fahrgäste und Behindertenorganisationen eng mit in den Prozess ein. Voraussichtlich Anfang 2019 beginnt Stadler mit dem Bau des ersten Wagenkastens. Ab Mitte 2019 soll der erste Zug auf den Schienen getestet werden. Zwischen 2021 und 2025 nimmt die BLS die Züge schrittweise in Betrieb.

Die neuen Züge sind einstöckig und 105 Meter lang. Die Züge für den S-Bahn-Verkehr (28 Stück) und für den RegioExpress-Verkehr (24 Stück) sind technisch identisch. Sowohl die S-Bahn- wie auch die RegioExpress-Züge verfügen über niederflurige und grosszügige Einstiegsbereiche mit Stehplatzzonen, grosse Fenster, Ablageflächen, Steckdosen in der 1. und 2. Klasse und guten Handyempfang. Die RegioExpress-Züge werden mit einer Verpflegungszone ausgestattet.




Quelle:/Fotos: BLS / Stadler Rail

Datum:01.12.2017 - Uhrzeit: 10:05

Neue FLIRT-Generation für GYSEV in Ungarn

Stadler und GYSEV haben am 30. November 2017 die erste Einheit der zehn FLIRT EMU der neuen Generation vorgestellt, die die GySEV vor einem Jahr bestellt hat. Die neuen 4-teiligen Niederflur-Elektrotriebzüge werden nach der bis Mitte 2018 vorgesehenen Zulassung auf den Regionalstrecken West-Ungarns in Betrieb genommen. Mit diesem Auftrag hat die GYSEV insgesamt 20 FLIRT in ihrer Flotte, die dann den gesamten Regionalverkehr der Bahngesellschaft abdecken.
Die GYSEV hat im Jahr 2016 eine öffentliche Ausschreibung für die Beschaffung von zehn Niederflur-Elektrozügen gestartet, die das Konsortium der Stadler-Tochtergesellschaften in der Schweiz und Polen gewonnen hat. Der Liefervertrag wurde im September letzten Jahres unterzeichnet, und kaum ein Jahr später wurde der erste Zug bereits auf der polnischen Eisenbahnausstellung TRAKO in Danzig der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Zur Zeit befinden sich zwei FLIRTs in Ungarn zur Zulassung. Die ersten Einheiten werden Mitte 2018 in Betrieb genommen, während der zehnte FLIRT im Januar 2019 den kommerziellen Betrieb aufnehmen wird.
Zusammen mit den zehn FLIRT der GYSEV, die im Rahmen früherer Ausschreibungen zwischen 2013 und 2015 beschafft wurden, wird der Bahnbetreiber über eine Flotte von insgesamt 20 FLIRT verfügen. Die neuen und älteren FLIRTs können im Betrieb gemeinsam betrieben werden, was der GYSEV eine große Flexibilität bei der Organisation des Fahrplans gibt.
Die vierteiligen FLIRT-Züge der neuen Generation mit 208 Sitzplätzen und zwei Toiletten erfüllen die neuesten Anforderungen der TSI- und Crash-Normen. Die Länge der neuen Einheiten wird 77,1 Meter betragen, 2,8 Meter länger als die früheren FLIRT-Züge von GYSEV. Ihre Endgeschwindigkeit beträgt 160 km/h, und sie werden in 39 Sekunden 120 km/h erreichen können. Die Züge werden mit den neuesten Standards des Fahrgastkomforts ausgestattet, darunter helle und multifunktionale Boarding-Bereiche, WIFI, Power-USB-Steckdosen zum Aufladen von Laptops, Tablets und Mobiltelefonen.





Quelle:/Fotos: Stadler Rail

Datum:30.11.2017 - Uhrzeit: 09:20

Entgleisung einzelner Wagen ICE 75 bei Bahnhof Basel SBB

Entgleisung einzelner Wagen ICE 75 bei Bahnhof Basel SBB • nach derzeitigem Stand keine Verletzten

Gegen 17 Uhr ist der ICE 75 auf seiner Fahrt von Hamburg Altona nach Chur im Einfahrtbereich des Bahnhofs Basel SBB mit einzelnen Wagen aus den Gleisen gesprungen. Nach Auskunft der SBB gibt es nach derzeitigem Stand keine Verletzten. Die Reisenden konnten den Zug über den vorderen Zugteil am Bahnsteig verlassen. Die SBB, DB und die zuständigen Behörden sind vor Ort und bemühen sich um schnelle Hilfe für die Betroffenen und Klärung der Sachlage.



Aktualisierung: Entgleisung einzelner Wagen des ICE 75 im Bahnhof Basel SBB 20:10 Uhr

ICE 75 (Hamburg-Altona – Chur) • Keine Verletzten • Aus Deutschland kommende Züge enden in Basel Badischer Bahnhof

Nachdem heute gegen 17 Uhr der ICE 75 auf seiner Fahrt von Hamburg-Altona nach Chur im Einfahrtbereich des Bahnhofs Basel SBB mit drei Wagen aus den Gleisen gesprungen ist, bemühen sich die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die Deutsche Bahn (DB) und die zuständigen Behörden vor Ort um die Betreuung der Reisenden und um Klärung der Sachlage. Es gab keine Verletzten. Alle Reisenden konnten den Zug am Bahnsteig verlassen und die Weiterreise wurde durch die SBB gewährleistet.

Derzeit enden die Fernverkehrszüge aus Deutschland kommend in Basel Badischer Bahnhof.

In Basel gibt es zwei Fernbahnhöfe. Der nördlich gelegene Badische Bahnhof wird von der DB betrieben, der Bahnhof Basel SBB von den Schweizerischen Bundesbahnen. Zwischen beiden Bahnhöfen bestehen Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs.



2. Aktualisierung: Entgleisung dreier Wagen des ICE 75 im Bahnhof Basel SBB 07.30 Uhr

Bergungsarbeiten dauern weiter an • Aus Deutschland kommende Züge enden in Basel Badischer Bahnhof

(Berlin, 30. November 2017, Stand 7.45 Uhr) Die Bergung des gestern mit drei Wagen entgleisten ICE 75 im Einfahrtbereich des Bahnhofs Basel SBB dauert weiterhin an.

Auch heute enden die Fernverkehrszüge aus Deutschland kommend in Basel Badischer Bahnhof. Reisende, die weiter Richtung Schweiz fahren möchten, steigen dort auf den öffentlichen Nahverkehr um.

Wenn die Aufgleisungsarbeiten beendet sind, erfolgt eine Begutachtung der Schäden am Gleisbett durch die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Erst dann kann eine Prognose zur Dauer der Reparaturarbeiten gegeben werden.

In Basel gibt es zwei Fernbahnhöfe. Der nördlich gelegene Badische Bahnhof wird von der DB betrieben, der Bahnhof Basel SBB von den Schweizerischen Bundesbahnen. Zwischen beiden Bahnhöfen bestehen Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs.


Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn

Datum:22.11.2017 - Uhrzeit: 08:59

Stadler lanciert neue Produktlinie WINK - Arriva als Erstkunde

Arriva Netherlands bestellt bei Stadler 18 zweiteilige Züge des neuen Typs WINK. Der WINK ist ein zweiteiliger Triebzug für Nebenlinien mit kleinerem Fahrgastaufkommen. Der WINK nimmt in einem PowerPack genannten Mittelteil die Komponenten zur Energieerzeugung, die Traktionskomponenten und die Hilfsbetriebe auf. Das PowerPack lässt sich mit klassischen Bauteilen der Energieerzeugung und -speicherung ausrüsten, aber auch mit solchen, die komplett emissionsfreies Fahren ermög-lichen. Der WINK rundet das Stadler-Produktportfolio der Regionalzüge nachhaltig ab.

Die neuen Züge für Arriva Netherlands sind in einer ersten Phase als bi-modale zweiteilige Triebzüge ausgelegt. Sie werden mit einem von hydriertem Pflanzenöl (HVO) betriebenen Dieselmotor von Deutz angetrieben und verfügen zusätzlich über Batterien zur Speicherung der Bremsenergie. Durch die gespeicherte Energie in den Batterien können die Dieselmotoren in den Bahnhöfen bei längerer Standzeit ausgeschaltet werden. Der WINK für Arriva Netherlands wird im Rahmen der von Arriva gewonnenen Konzession ab 2020 im Norden der Niederlande auf der Strecke Leeuwarden-Groningen sowie in den Provinzen Friesland und Groningen zum Einsatz gelangen. Nach einer teilweisen Elektrifizierung der Strecke Leeuwarden-Groningen – erwartet bis im Jahr 2025 – werden die Fahrzeuge als emissionsfreie Züge verkehren. Auf diesen Termin hin werden die Dieselmotoren durch Batterien ersetzt. Der Betrieb erfolgt dann mit 1.5 kV Gleichspannung und mit der in den Batterien gespeicherten Energie auf den nicht elektrifizierten Streckenabschnitten.

Die Bestellung von Arriva umfasst die Lieferung der 18 neuen bi-modalen WINK-Züge, den späteren Umbau dieser Fahrzeuge auf den emissionsfreien Betrieb und zusätzlich den Upgrade der bestehenden 51 GTW von Arriva mit einem neuen Fahrgastinformationssystem und Batterien zur Speicherung der Bremsenergie. Der Auftragswert beträgt total rund 170 Millionen Euro.

Die WINK-Züge für Arriva sind 55.5 Meter lang, 2.82 Meter breit und 4.12 Meter hoch. Sie weisen drei Einstiegstüren auf beiden Seiten für raschen Fahrgastwechsel auf – das Fahrzeug ist mit beachtlichen 135 Sitzplätzen, inkl. Klappsitzen sogar mit 151 Sitzplätzen, ausgerüstet. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 140 km/h bei einer maximalen Traktionsleistung von 1000 kW. Im Inneren sind die Fahrzeuge mit allem ausgerüstet, um Fahrgästen die Reise im Regionalverkehr angenehm zu machen: Helles, freundliches Interieur mit grossen Fenstern, zwei Ruhebereiche, Toilette, Stellflächen für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle, ein Fahrgastinformationssystem auf dem aktuellsten Stand der Technik, Stecker zum Laden von elektrischen Geräten und WiFi. Die 18 neuen Fahrzeuge nehmen im Jahr 2020 den kommerziellen Betrieb auf.



Der WINK in Kürze

Der WINK ist das Produkt für Nebenlinien mit kleinerem Fahrgastaufkommen. Er bietet bis zu 275 Personen Platz, rund 150 davon auf Sitzplätzen. Das entspricht ungefähr dem Fassungsvermögen eines dreiteiligen GTW. Wie beim FLIRT werden beim WINK die Enddrehgestelle beim Führerstand angetrieben. Der Hauptunterschied zum FLIRT liegt beim Mittelteil, dem PowerPack. Dieses wird nicht nur mit der Energieerzeugung, sondern zusätzlich mit den Traktionskomponenten und den Hilfsbetrieben bestückt. Die Stärke dieser Lösung liegt in der grossen Flexibilität der Antriebslösung: DMU mit Diesel, DMU mit HVO, BMU als Diesel mit Batterien oder elektrisch mit Batterielösung sind realisierbar. Mit dem WINK stellt Stadler ein Regionalfahrzeug auf die Schiene, das ab sofort emissionsfreies Fahren ermöglicht.

Den WINK gibt es mit langen oder kurzen Wagenkasten, er lässt sich im Raster von 1.8 Meter in der Länge auf die Erfordernisse konfigurieren. Das Fahrzeug kann mit zwei, drei oder vier Türpaaren ausgerüstet werden. Dank der cleveren Konfiguration und der Aluminium-Verbundbauweise liegt die Achslast des WINK unter 18 Tonnen. Die maximale Geschwindigkeit des WINK beträgt bis zu 160 km/h. Durch den Wegfall der Maschinenräume wird hinter den Führerständen für weitere Sitzplätze Platz geschaffen – der Erstkunde Arriva Netherlands nutzt diesen Bereich bis zur ersten Türe geschickt für Ruhezonen.

Mit dem WINK setzen Bahnbetreiber auf eine bewährte Technologie, ohne bei der Nachhaltigkeit Kompromisse einzugehen. Der modulare Aufbau des WINK, basierend auf dem über 1400 Mal im Einsatz stehenden FLIRT, garantiert eine kurze Bauzeit und höchste Verfügbarkeit im Betrieb. Ausserdem müssen im Bereich der Infrastruktur keine Investitionen getätigt werden.

Stadler sieht die Absatzchancen für die neue Produktlinie WINK schwergewichtig in West- und Zentraleuropa sowie in Grossbritannien.

WINK ist ein Akronym und steht für „Wandelbarer Innovativer Nahverkehrs-Kurzzug“.




Quelle:/Fotos: Stadler Rail

Datum:03.11.2017 - Uhrzeit: 09:30

Stadler gewinnt Auftrag für die Revision von bis zu 195 Drehgestellen in Finnland

Stadler hat mit Junakalusto Oy einen Vertrag für die Revision der Drehgestelle, die in den vierteiligen Elektrotriebzügen des Typs FLIRT zum Einsatz kommen, unterschrieben. Die Züge wurden zwischen 2009 und 2014 von Stadler nach Finnland geliefert.

Der Vertrag umfasst insgesamt bis zu 78 Motor- und 117 Laufdrehgestelle sowie mehrere Ersatzteile. Nach einer Fahrleistung von ca. einer Million Kilometer ist die Revision der Drehgestelle notwendig und wird nach dem jeweiligen Zustand der Drehgestelle durchgeführt. Im Sinne dieses Ansatzes wird Stadler den Zustand überprüfen und die notwendigen Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Drehgestelle sicher und gut gewartet sind. Die Vertragslaufzeit für die Überholung der ersten Drehgestelle beginnt im Januar 2018 und endet, sobald alle Drehgestelle geprüft worden sind, spätestens jedoch per Ende 2022. Die Arbeiten sollen von den Experten des Kompetenzzentrums für Drehgestellrevisionen in Szolnok, Ungarn, durchgeführt werden.

Yrjö Judström, geschäftsführender Direktor von Junakalusto Oy, verriet weitere Einzelheiten zum Vertrag: «Drehgestellrevisionen sind ein wichtiger Aspekt im Lebenszyklus eines Zugs. Mit Hilfe dieses Vertrags werden wir in der Lage sein, die qualitativen und finanziellen Ziele zu erreichen, die wir für die Wartung aufgestellt haben. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Stadler an diesem neuen Projekt.»

Jürg Gygax, Executive Vice President und Divisionsleiter Service bei Stadler, fügte hinzu: «Die Bereitstellung von Serviceleistungen für Fahrzeuge ist für uns ein wichtiges Geschäftssegment. Darüber hinaus erhalten wir auf diese Weise einen exzellenten Feedback-Kanal für unsere Züge. Aus diesem Grund ist für uns der Zuschlag bei Ausschreibungen, die unsere Fahrzeuge betreffen, stets besonders wichtig. Ebenso sind wir sehr stolz, dass es uns angesichts der ausserordentlich starken Konkurrenz gelungen ist, das beste Preis- und Qualitätsangebot abzugeben.»

Die Division Service ist bei Stadler für die Wartung von Fahrzeugflotten in 16 Ländern zuständig und betreut somit mehr als 680 Fahrzeuge, die jährlich insgesamt mehr als 115 Millionen Kilometer zurücklegen. In Ergänzung zu den umfassenden Serviceleistungen bietet Stadler Service auch die Modernisierung von Zügen sowie die Komponentenrevision an. Aus diesem Grund eröffnete Stadler im Jahr 2013 im ungarischen Szolnok ein Kompetenzzentrum für Drehgestellrevisionen.




Quelle:/Fotos: Stadler Rail

Datum:27.10.2017 - Uhrzeit: 09:35

Stadler gewinnt den ersten Serviceauftrag für die FLIRT-Züge in Norwegen

Erik Røhne, Verwaltungsratspräsident der NSB Gjøvikbanen, und Jürg Gygax, Divisionsleiter Service bei Stadler, haben am 26. Oktober 2017 einen Serviceauftrag für zehn FLIRT-Triebzüge für die nächsten drei Jahre unterschrieben. Dies ist der erste Serviceauftrag für die FLIRT-Flotte in Norwegen. Ein bestehendes Unterhaltsdepot, „Lodalen“ in Oslo, wird auf die speziellen Anforderungen der FLIRT-Fahrzeugwartung angepasst.
Ab 1. Januar 2018 übernimmt Stadler die Wartungsarbeiten für zehn FLIRT der NSB Gjøvikbanen übernehmen. NSB Gjøvikbanen ist ein Tochterunternehmen der staatseigenen NSB (Norges Statsbaner). Im Jahr 2008 bestellte NSB die ersten 50 FLIRT bei Stadler und wird ihre Flotte bis zum Jahr 2020 auf 125 Züge ausbauen, eine der grössten FLIRT-Flotten von Stadler. Die Fahrzeuge wurden speziell konzipiert, um den norwegischen Wintertemperaturen von -40° Celsius standzuhalten. Stadler konnte sich nun den Serviceauftrag für die zehn FLIRT-Züge der NSB Gjøvikbanen nach einer öffentlichen Ausschreibung sichern und wird die Instandhaltung bis zum Jahr 2020 ausführen. Die Möglichkeit einer Vertragsverlängerung für weitere vier Jahre besteht.
Das Paket für die NSB Gjøvikbanen wird ähnlich gestaltet werden wie beim MTR Express in Schweden. Dort konnte Stadler in den letzten zwei Jahren eine Verfügbarkeit von 100% gewährleisten. Die Wartungsarbeiten, die Stadler übernehmen wird, beinhalten die präventive und korrektive Instandhaltung. Die Wartungsarbeiten, für die Stadler norwegische Facharbeiter einstellen wird, werden im dafür umgebauten Depot „Lodalen“, im Zentrum von Oslo, durchgeführt.
Dieser erstmalige Serviceauftrag für die FLIRT-Flotte in Norwegen ist für Stadler von grosser Bedeutung. Er erlaubt Stadler, seine Markpräsenz im Service auszubauen. Stadler übernimmt bereits die umfassende Instandhaltung für Bybanens Strassenbahnflotte in Bergen und betreibt weitere Servicestandorte in Stockholm (SE), Tillberga (SE) und Aarhus (DK).
Jürg Gygax, Divisionsleiter Service, fügte hinzu: „Wir sind froh, diese Ausschreibung gewonnen zu haben. Sie stellt einen grossen Schritt für unsere Fokusmärkte Norwegen und die gesamte nordische Region dar, und bietet uns die Gelegenheit, eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten. Ich freue mich darauf, den Fahrgästen zusammen mit den NSB Gjøvikbanen ein positives Service-Erlebnis bieten zu können.“
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Italien, Österreich, Niederlanden, Weissrussland, Algerien, UK und den USA arbeiten über 7000 Mitarbeitende. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reise-zugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste diesel-elektrische Lok. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.




Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:10.10.2017 - Uhrzeit: 10:05

Stadler und FWTA enthüllen den ersten U.S.-FLIRT


Stadler und die Fort Worth Transportation Authority (FWTA) aus Texas präsentieren an der APTA Expo 2017, dem Schaufenster des öffentlichen Verkehrs in den USA, den ersten FLIRT für die Linie TEXRail. Der Vertrag für die Lieferung von acht FLIRT wurde im Juni 2015 unterzeichnet. Die Triebzüge mit dieselelektrischem Antrieb (DMU) verkehren künftig auf der TEXRail-Linie zwischen Fort Worth und dem Terminal B des Dallas/Fort Worth International Airport. Es ist das erste Mal, dass Stadler den FLIRT in den USA verkaufen konnte.

Der FLIRT ist das Erfolgsmodell von Stadler. Über 1400 Exemplare dieses modularen Gliederzugs sind weltweit im Einsatz. Umso mehr freut es Stadler, die ersten acht FLIRT in den USA auf die Schiene bringen zu können. An der APTA Expo 2017 präsentiert Stadler gemeinsam mit FWTA erstmals öffentlich das erste produzierte Fahrzeug für TEXRail. Der erste US-FLIRT mit mittig angeordnetem Powermodul erfüllt die AVTAnforderungen (Alternative Vehicle Technology) der Federal Railroad Administration und jene von Buy America. Die FLIRT für die FWTA wurden mehrheitlich im eingemieteten Stadler-Werk in Salt Lake City, UT, gebaut.

„Wir sind begeistert, diese schneidigen Züge nach Fort Worth und Dallas zu bringen,“ sagt Paul Ballard, Verwaltungsratspräsident und CEO der FTWA. Wie haben die vielen Schritte der Herstellung bis heute hautnah mitverfolgt und wir könnten nicht zufriedener sein. Die Besucher der APTA Expo erwartet ein Erlebnis der Extraklasse.“

Peter Spuhler, Group CEO and Eigentümer von Stadler, sagt: „Wir sind stolz, heute gemeinsam mit FWTA unseren Bestseller erstmals in den USA präsentieren zu dürfen und sind überzeugt, dass die mehrheitlich in den USA gebauten FLIRT in Big-Sky-Texas eine gute Figur machen und den Fahrgästen in und um Fort Worth einen neuen Level von Reisekomfort bieten werden.“
Die acht FLIRT erfüllen auch die Anforderungen des „American with Disabilities Act“. Die breiten Eingangstüren und der grosszügige Raum im Niederflurbereich ermöglichen einen unkomplizierten Zugang zum Fahrzeug.

Das Fahrzeug ist mit 224 Sitzen mit Beistelltischen inkl. USB-Steckdosen und einem ADA WC ausgestattet. Sie erfüllen so unterschiedliche Komfortbedürfnisse der Reisenden. Der ergonomisch geformte Führerstand, das intuitive Design und die Anordnung der Bedienelemente bieten dem Zugpersonal einen modernen, komfortablen Arbeitsplatz. Die Aufnahme in den kommerziellen Betrieb ist für Dezember 2018 vorgesehen.

Die neuen Pendlerzüge für TEXRail sind auf eine maximale Geschwindigkeit von 130 km/h ausgelegt. Die vierteiligen Kompositionen weisen je eine Länge über Kupplung von 81,1 Meter auf. Die dieselelektrisch angetriebenen FLIRT sind mit je zwei Dieselmotoren des Typs Deutz TCD 16.0 V8 mit 520 kW Leistung ausgerüstet und entsprechen den Normen der Abgasstufe EPA Tier 4 final.





Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:28.09.2017 - Uhrzeit: 09:15

BLS betreibt ab dem 10. Dezember 2017 den Autoverlad zwischen Brig und Iselle

Ab dem 10. Dezember 2017 will die BLS den Autoverlad am Simplon zwischen Brig und Iselle betreiben. Dabei plant die BLS, das Angebot gegenüber heute zu verbessern: Zu Spitzenzeiten sollen die Züge neu im Stundentakt verkehren.

Die BLS betreibt auf den Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 den Autoverlad am Simplon zwischen Brig und Iselle. Damit übernimmt sie den Betrieb von der SBB, nachdem diese bekannt gegeben hatte, auf diesen zu verzichten. Der Kanton Wallis und die BLS haben sich über die vor Monatsfrist eingereichte Offerte geeinigt, nachdem keine weitere Offerte eingereicht worden war. Das Angebot für die Kunden wird ausgebaut. Nichts desto trotz bleiben die Verladetarife für die Kunden gegenüber heute unverändert. Vielfahrer profitieren zudem davon, dass die geltenden Punktekarten am Lötschberg künftig auch am Simplon gültig sein werden. Die BLS, welche bereits den Autoverlad am Lötschberg und den regionalen Bahnverkehr zwischen Brig und Domodossola fährt, kann dank der Übernahme des Simplonverlads Synergien nutzen.

Mehr Kapazität durch den Simplon

Ab Fahrplanwechsel wird die BLS das Angebot an insgesamt 35 Tagen pro Jahr verstärken – konkret während Feiertagen wie Ostern oder Auffahrt sowie an nachfragestarken Wochenenden im Sommer. Die Züge fahren dann stündlich. An den übrigen Tagen bleibt der 90-Minuten-Takt bestehen. In den kommenden Jahren will die BLS den Fahrplan weiter ausbauen. Sämtliche Autozüge werden als reine Verladezüge geführt.

Weiter geführt wird der bei Kunden sehr beliebte, direkte BLS-Autoverlad von Kandersteg durch den Lötschberg- und den Simplontunnel bis Iselle: Zwischen April und Mitte Oktober verkehrt mindestens ein Zug pro Wochenende in jede Richtung. Den Bahnkunden bietet die BLS seit dem 9. Juli alle zwei Stunden eine Verbindung mit dem RegioExpress «Lötschberger» zwischen Brig und Domodossola.

Quelle:/Fotos: BLS AG

Datum:14.09.2017 - Uhrzeit: 09:10

Revision bei Alstom: Die 19 Züge des Typs ETR 610 werden aufgerüstet und revidiert.

Die gesamte Flotte der 19 Neigezüge des Typs ETR 610 wird für insgesamt rund 90 Millionen Franken aufgerüstet und revidiert. Grössere Gepäckablagen, eine Familienzone, moderne Toiletten, neue Technik und ein besserer Mobilfunkempfang verbessern den Reisekomfort und die Zuverlässigkeit auf der Nord-Süd-Achse. Die Lieferantin Alstom startet nun mit den Arbeiten in Savigliano (Italien).

Die Fahrzeuge des Typs ETR 610 der ersten Serie erreichen eine Laufleistung von 2,5 Millionen Kilometer und müssen daher in die erste grosse Revision. Mit der gleichzeitigen Aufrüstung der sieben Züge aus der ersten Serie auf den Standard der zweiten Serie, werden Komfort und Technik der gesamten ETR 610 Flotte vereinheitlicht. Die Züge der ersten Serie erhalten ebenfalls grössere Gepäckablagen, eine Familienzone, moderne Toiletten sowie eine Brandunterdrückungsanlage.

Einmalige Synergien bei Alstom.

Alle 19 Züge werden bis 2020 schrittweise revidiert und dabei mit neuer Technik ausgestattet, die unter anderem auch für besseren Mobilfunkempfang mit Signalverstärkern und WiFi sorgt. Die Revision und die Aufrüstung erfolgt im Werk von Alstom. Die Firma hat bereits die Revision der ETR 610 für Trenitalia vorgenommen und abgeschlossen, so dass sie das daraus gewonnene Know-how in die Revision der ETR 610 der SBB einfliessen lassen kann. Kostenpunkt für die gesamte Aufrüstung und Revision: rund 90 Mio. Franken.

Seit Frühling 2017 ist Flotte komplett.

Die sieben Züge der ersten Serie stammen aus der Zeit der ehemaligen Betreibergesellschaft Cisalpino: Ab Ende 2009 wurden die Züge durch SBB und TI getrennt betrieben. So verkehren in der Schweiz auch sieben ETR 610-Züge der Trenitalia. Im Jahr 2012 bestellten die SBB acht zusätzliche ETR 610 (RABe 503) und 2015 folgte eine Nachbestellung von vier weiteren Zügen. Seit Frühling 2017 ist die Flotte der SBB komplett.

Die Zuverlässigkeit der ETR 610 konnte im letzten Jahr dank einer Taskforce deutlich gesteigert werden. Die aufgetretenen Qualitätsprobleme bei der Neigetechnik, den Schiebetritten und den Küchengeräten konnten weitgehend behoben werden. Die Taskforce läuft parallel zu den Arbeiten in Savigliano weiter bis 2018.

Quelle:/Fotos: SBB

Datum:20.07.2017 - Uhrzeit: 10:00

Stadler gewinnt Service-Auftrag in den Niederlanden und baut neues Depot in Hengelo

Am 18. Juli 2017 hat das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus den Auftrag für die Instandhaltung von 16 Stadler-FLIRT an Stadler vergeben. Die Laufzeit des Service-Vertrages beträgt 15 Jahre. Stadler investiert für die Instandhaltung der Fahrzeuge in ein neues Depot in Hengelo.

Für 16 Schienenfahrzeuge des Typs Stadler-FLIRT übernimmt Stadler die Instandhaltungsarbeiten von 2017 bis 2032. Das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus hat die elektrischen Niederflurtriebzüge FLIRT im Januar 2016 Stadler in Auftrag gegeben. Derzeit befinden sich die Fahrzeuge auf Testfahrten zwischen Amersfoort und Zwolle und verkehren künftig im Regionalverkehr auf der Strecke zwischen Zwolle-Kampen/Enschede. Der kommerzielle Betrieb wird per Dezember 2017 aufgenommen. Stadler Service Nederland wird ab diesem Zeitpunkt die umfassende Instandhaltung übernehmen.

Damit eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte während des ganzen Jahres sichergestellt wird, baut Stadler ein neues Depot in Hengelo und beschäftigt dort fünf Personen. Sämtliche Service-Arbeiten werden von Stadler-Mitarbeitenden ausgeführt, die mit den Fahrzeugen vertraut sind und einen schnellen und kosteneffizienten Einsatz gewährleisten. Mit diesem Standort baut Stadler seine Serviceaktivitäten in den Niederlanden weiter aus.



Die neun dreiteiligen und sieben vierteiligen 1.5-kV-FLIRT-Triebzüge für Syntus bieten höchsten Komfort mit Luftfederung, einladender Sitzanordnung und Klimaanlage. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Mit dem FLIRT bietet Stadler ein bewährtes, modernes und wirtschaftliches Fahrzeug für den erfolgreichen Einsatz im öffentlichen Verkehr.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:08.07.2017 - Uhrzeit: 14:05

Stadler intensiviert Umzugsplanungen für St. Margrethen

  • Teilbereich bleibt in Altenrhein

    Stadler evaluiert einen neuen Standort in St. Margrethen. Der definitive Verwaltungsratsentscheid soll nach den Sommerferien gefällt werden. Der Mietvertrag am bestehenden Standort in Altenrhein wurde per Ende Juni angepasst: Stadler und der Eigentümer des Industrieparks, Swisscanto (CH) Real Estate Fund Swiss Commercial, haben eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach Stadler die bisherigen Flächen in Altenrhein noch bis 2020 nutzt. Anschliessend soll die Produktion der Schienenfahrzeuge im neuen und effizienzoptimierten Werk in St. Margrethen gestartet werden. Die Kastendetailfertigung mit – je nach Auslastungsgrad – circa 50 bis 70 Mitarbeitern bleibt in Altenrhein.

    Stadler hat mit der mit Swisscanto getroffenen Anschlusslösung ausreichend Zeit, um das Areal in St. Margrethen optimal auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten zu entwickeln und einen allfälligen Umzug umzusetzen. Gleichzeitig kann die Produktion ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Mit der Einigung wurde für beide Parteien Planungssicherheit geschaffen.

    Bereits im April dieses Jahres hat Stadler kommuniziert, dass das Unternehmen wegen der Währungssituation und des Lohnkostenniveaus in der Schweiz bei gleichzeitig hohem Exportanteil nach wie vor unter hohem Margendruck steht. Um am Standort in der Schweiz festhalten zu können, ist eine Effizienzsteigerung nötig. Stadler evaluiert deshalb die Machbarkeit eines Neubaus in St. Margrethen. Voraussetzung für den Neubau wäre eine Umzonung und Anpassung des Überbauungsplans. Ein entsprechendes Gesuch wurde eingereicht und die Vorprüfung durch den Kanton erfolgt. Mit der Rechtskräftigkeit ist frühestens im September/Oktober dieses Jahres zu rechnen.

    Ziel des neuen Produktionsstandorts ist die Optimierung der Produktionsbedingungen für das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge. Das geplante Investment ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck. Die Verlagerung betrifft nur den Produktionsstandort in Altenrhein. Nicht betroffen ist der Hauptsitz in Bussnang, das Kompetenzzentrum für Drehgestelle in Winterthur oder das Inbetriebsetzungszentrum in Erlen.

    Am Standort Altenrhein entwickeln, fertigen und montieren zurzeit rund 950 Mitarbeitende auf über 49'000 m2 Produktions- und Lagerflächen neben KISS-Zügen auch Strassenbahnen, meterspurige Schienenfahrzeuge und Reisezugwagen für den Schweizer und den internationalen Markt. Die Engineering-Abteilung mit 250 hochqualifizierten Mitarbeitern erbringt neben der Entwicklungsarbeit für die am Standort produzierten Fahrzeuge auch Dienstleistungen für die ganze Stadler Gruppe, u.a. als Kompetenzzentrum für alle Berechnungen und Zulassungen.


    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

  • Datum:03.07.2017 - Uhrzeit: 09:15

    EC250 fährt erstmals durch den Gotthard-Basistunnel

    Am Sonntag, 2. Juli, hat der EC250 zum ersten Mal den Gotthard-Basistunnel durchquert. Als nächstes sind für den Giruno Hochtastfahrten auf dem Eisenbahntestring in Tschechien zu bestehen.

    Für den Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler war die erste Durchfahrt des EC250 – wenn auch nur mit 100 km/h – durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt ein voller Erfolg. Die Fahrt hat gezeigt, dass der EC250 für die Erfüllung der Vorgaben in Bezug auf die extremen Umgebungsbedingungen im Tunnel gewappnet ist. Als nächstes wird der Giruno in Tschechien geprüft. Auf dem Eisenbahntestring in Velim gilt es, Hochtastfahrten von 100 km/h und mehr zu bestehen. Bei diesen Prüffahrten wird die Fahrgeschwindigkeit schrittweise gesteigert. Dieses Testverfahren dient unter anderem der Inbetriebsetzung, der Erprobung der Sicherheit und der Netzzulassung des neuen Hochgeschwindigkeitstriebzuges von Stadler. Im Anschluss folgen dann weitere umfangreiche Tests in den vier Einsatzländern Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich.

    Der Giruno wurde der breiten Öffentlichkeit zum ersten Mal am Roll-out am 18. Mai 2017 in Bussnang präsentiert. An diesem feierlichen Tag waren Verkehrsministerin Doris Leuthard, SBB-CEO Andreas Meyer und weitere wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft anwesend.

    Der Giruno ist mit besonderem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden, insbesondere für Familien, Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Der Niederflureinstieg, für einen serienmässigen Hochgeschwindigkeitstriebzug ein Novum, macht für Fahrgäste das Einsteigen zum Eintreten. Im Innenraum erwartet Passagiere ein geräumiges und hell gestaltetes Interieur mit einem modernen Beleuchtungskonzept. Damit auch auf langen Tunnelstrecken keine Langeweile aufkommt, fährt der Giruno mit weiteren Komfortmerkmalen auf: Er verfügt über 4G-/3G- Mobilfunkverstärker, Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen und geschlechtergetrennte sowie behindertengerechte Toiletten. Die Züge bieten auf 202 Metern Länge 405 Fahrgästen Sitzplätze, davon sind 117 in der 1. Klasse und 288 in der 2. Klasse. Multifunktionsabteile und ein Fahrradabteil ergänzen das Platzangebot sinnvoll.




    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group
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