Das das vorhandene Altmaterial in den Hauptverkehrszeiten von Montag bis Freitags am Morgen und Abend nicht mehr ausreicht, hat man in Zürich eine neue "Hauptverkehrszeiten-Doppelstock S-Bahn" ins Leben gerufen. Diese besteht aus 6 bis 10teiligen Einheiten. Dafür entnahm man aus den Doppelstockpendelzüge der 1.Generation je einen Wagen und tauschte ihn gegen einen Niederflurdoppelstockwagen als Ersatz. Die freiwerdenden Doppelstockwagen erhielten eine grundliegende Erneuerung sowie ein geschlossenes Toilettensystem. Als Zuglok dienen 30 grunderneuerte Re 4/4 II Loks (neu als Re 420.2 bezeichnet), die mit Vielfachsteuerung, automatische Türschliessung, Fahrgastinformationssystem sowie WBL 85-Stromabnehmer nachgerüstet wurden. Äußerlich erkennt man die Losk an dem großen SBB Logo und der neuen wartungsfreundlichen LED-Beleuchtung. Zudem haben die Maschinen größerer Puffer erhalten, um eine Überpufferungen aufgrund der Zug- und Druckkräften im Pendelzugbetrieb (weil immer eine Lok schiebt und die andere zieht) zu verhindern.
Re 420 (91 85 4 420 213-1 CH-SBB) "LION" gekuppelt Richtung Altstetten wartet am 15. Mai auf die Nachmittagshauptverkehrszeitleistung nach Schaffhausen im Reparaturzenter Altstetten. Re 420 (91 85 4420 230-5 CH-SBB) "LION" gekuppelt Richtung Zürich wartet am 15. Mai 2012 auf die Nachmittagshauptverkehrszeitenleistung nach Schaffhausen im Reparaturzenter Altstetten.
Quelle:/Fotos: Ludwig Reyer
Datum:17.05.2012 - Uhrzeit: 09:32
Neues aus dem Reparaturzenter Zürich
Im Reparaturzenter Zürich-Altstetten werden nicht nur Fahrzeuge repariert sondern auch zwischengeparkt bis sie wieder in den Einsatz zurückkehren. Gelegentlich sind auch Lokomotiven von SBB Cargo hier zu Gast, falls dringende Reparaturen notwendig sind. Anschließend kehren die Cargo-Loks dann wieder in den Gütereinsatz im nahen Rangierbahnhof Limmattal zurück. Die modernisierten RBDe 560 "DOMINO" und die hauptrevidierten Re 450 werden ebenfalls hier unterhalten. Die Aufnahmen zeigen:
Re 6/6 11616 "Dübendorf" von SBB Cargo war auf Reparatur im IW Altstetten und wird nun in den Rangierbahnhof Limmattal in den Einsatz zurückkehren. (15.05.12)
Re 450 (91 85 4450 012-0 CH-SBB) mit Refit wartet auf ihren ersten Einsatz nach abgeschlossener Revision 3 (IW Altstetten 15.05.12)
RBDe 560 (94 85 7560 220-6 CH-SBB) "NPZ Domino" wird gerade repariert und bekommt einen revidierten Stromabnehmer Typ WBL 85. (IW Altstetten 16.05.12)
Re 450 102 und Re 460 034 treffen sich im Reparaturzenter Altstetten (14.05.12 )
Quelle:/Fotos: Ludwig Reyer
Datum:02.05.2012 - Uhrzeit: 09:21
Bahnmuseum Albula
In Bergün, unmittelbar an der Albulalinie der Rhätischen Bahn, eröffnet am 02. Juni 2012 das Bahnmuseum Albula, ein Ort für Familien und Bahnliebhaber. Hier erfahren die Besucher anhand multimedial inszenierter Räume und originaler Exponate sowohl historische und aktuelle Aspekte der spektakulären Bahnstrecke, als auch ihre Baugeschichte. Am vergangenen Samstag hatten die Gewinner eines Wettbewerbes exklusiv die einmalige Gelegenheit anlässlich der ersten offiziellen Führung das sich noch im Aufbau befindende Museum in Bergün zu besuchen und einen ersten Blick "hinter die Kulissen" zu werfen. Der vollständige Bericht ist hier abrufbar.
Quelle:/Fotos: Marcel Manhart, http://info24.jimdo.com
Datum:17.04.2012 - Uhrzeit: 09:52
Stadler: Vier FLIRT für die GySEV
GYSEV und Stadler haben einen Vertrag über die Lieferung von EMU-Zügen unterzeichnet – Der erste FLIRT trifft Anfang 2014 in Sopron ein
Ilona Dávid, Vorsitzende und CEO von Gy?r-Sopron-Ebenfurti Vasút Zrt. (GYSEV), und Zoltán Dunai, Länderverantwortlicher für Ungarn von Stadler Rail Group (Stadler), haben heute einen Vertrag über die Lieferung von vier elektrischen Regionalzügen unterzeichnet. Der Vertrag beruht auf einer Ausschreibung für die Modernisierung des Bahnangebots auf der Linie Sopron–Szombathely–Szentgotthárd. Der Gesamtwert des Vertrags beläuft sich auf rund EUR 20 Mio., wovon 85 % durch den Kohäsionsfonds der Europäischen Union gedeckt sind. Die erste Zugseinheit wird Stadler Anfang 2014 an die Eisenbahngesellschaft liefern, der letzte Zug soll Mitte 2014 folgen. Die Wagenkästen werden im Werk von Stadler in Szolnok gefertigt.
GYSEV Zrt. hat im Rahmen der Modernisierung der Eisenbahnlinie Sopron–Szombathely–Szentgotthárd in Westungarn am 26. November 2011 eine öffentliche Ausschreibung für die Lieferung von vier EMU-Zügen bekannt gegeben. Am 30. März konnte die Eisenbahngesellschaft das öffentliche Beschaffungsverfahren erfolgreich abschliessen und Stadler Bussnang AG als Ausschreibungsgewinner präsentieren.
Der Kaufpreis für die vier Züge beläuft sich auf rund EUR 20 Mio. Der erste FLIRT von Sopron wird bereits ab Frühjahr 2014 Passagiere befördern, der letzte Zug wird Mitte 2014 in Betrieb genommen.
Beim zu fertigenden Fahrzeug handelt es sich um einen ähnlichen Typ wie bei den FLIRT-Zügen, die an die ungarische Eisenbahngesellschaft MÁV geliefert wurden. Das Niederflurfahrzeug, das eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h erreichen kann, bietet neben 200 Sitzplätzen auch 164 Stehplätze. Die FLIRT-Züge für die Eisenbahn von Sopron sind mit einem modernen Passagierinformationssystem und einer Klimaanlage ausgestattet. Sie verfügen zudem über multifunktionale Bereiche für den Transport von Fahrrädern und Toilettenanlagen, die auch für Passagiere mit Behinderung leicht zugänglich sind. Das Fahrzeug erreicht eine Anfahrbeschleunigung von 1,2 m/s2. Damit können die Züge Verspätungen von bis zu 10 Minuten aufholen.
«Die vollständige Erneuerung der von GYSEV Zrt. betriebenen Bahnlinie Sopron–Szombathely–Szentgotthárd wurde vor mehr als einem halben Jahr abgeschlossen. Die Züge fahren viel schneller, viel sicherer und mit einem viel attraktiveren Fahrplan. Die Statistiken zeigen, dass die Passagiere sich über diese Entwicklung freuen: Im Februar dieses Jahres haben wir zwischen Sopron und Szombathely 26 % mehr Passagiere befördert und zwischen Szombathely und Szentgotthárd 20 % mehr als noch vor einem Jahr. Wir möchten, dass sich unsere Fahrgäste auch langfristig für den öffentlichen Verkehr entscheiden. Die Unterzeichnung dieses Vertrags kann dazu beitragen, denn damit kommen in weniger als zwei Jahren die modernen FLIRT-Züge – die sich in ganz Europa grosser Beliebtheit erfreuen – auf der von GYSEV betriebenen Bahnlinie Sopron–Szentgotthárd zum Einsatz.» Ilona David, Vorsitzende und CEO von GYSEV.
Stadler hat 2004 den ersten FLIRT EMU an die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) geliefert. Dieser Fahrzeugtyp ist nicht nur in der Schweiz sehr beliebt, sondern FLIRT-Züge stehen mittlerweile in insgesamt 13 Ländern im Einsatz: Neben der Schweiz sind dies Deutschland, Österreich, Frankreich, Finnland, Norwegen, Italien, Polen, Algerien, Weissrussland, Estland, Tschechien und natürlich Ungarn. Mit insgesamt 722 bisher bestellten Einheiten ist der FLIRT definitiv zum Star der Stadler Gruppe avanciert.
Quelle:/Fotos: Stadler Rail
Datum:17.04.2012 - Uhrzeit: 09:45
Dominos Ziegelbrücke – Chur
Seit Mitte April 2012 verkehren moderne Domino-Züge in der Südostschweiz auf der Strecke Ziegelbrücke – Sargans – Chur. Die Dominos sind ehemalige Nahverkehrszüge NPZ, welche die SBB Industriewerke Yverdon und Olten umfassend erneuert haben. Einzig die Zwischenwagen wurden mit neuen Niederflurwagen der Firma Bombardier ersetzt. Das Aufrüsten hat gegenüber einem Neukauf den Vorteil, dass rund ein Drittel der Kosten eingespart werden. Weitere Dominos werden im Laufe des Herbstes folgen und die Flotte auf der Strecke Rapperswil – Ziegelbrücke – Linthal modernisieren. Die Aufnahme zeigt eine Kompositionen am ersten Verkehrstag (Samstag 14.04.2012) als Zug 7842 Chur - Ziegelbrücke in Flums.
Weitere Bilder der drei Kompositionen mit Nummern und Fotos gibt es hier.
Am Samstag 14. Apri 2012 waren die Kompositionen wie folgt zusammengesetzt (in Fahrrichtung Ziegelbrücke-Chur): ABt NPZ DO 50 85 39-43 815-2 CH-SBB B NPZ DO 50 85 29-43 160-5 CH-SBB RBDe 560 DO 94 85 7 560 207-3 CH-SBB
RBDe 560 DO 94 85 7 560 297-4 CH-SBB B NPZ DO 50 85 29-43 171-2 CH-SBB ABt NPZ DO 50 85 39-43 875-6 CH-SBB
RBDe 560 DO 94 85 7 560 295-8 CH-SBB B NPZ DO 50 85 29-43 187-8 CH-SBB ABt NPZ DO 50 85 39-43 880-6 CH-SBB
Quelle:/Fotos: Marcel Manhart
Datum:26.03.2012 - Uhrzeit: 08:14
ZVV Verbundzug abseits seines "angestammtes Netzes"
In der Woche vom 19. - 25. März 2012 machte der ZVV Verbundzug täglich "Ausflüge" und hat sein "angestammtes Netz" verlassen. Der Zug war als Regionalzug zwischen Ziegelbrücke und Chur sowie zwischen Rapperswil und Linthal im Einsatz. Der ZVV-Verbundzug: Re 450 060-9 B 50 85 26-33 050-3 AB 50 85 36-33 058-4 Bt 50 85 26-33 949-6 Die Fotos: Am 21. März 2012 in Mitlödi als Regionalzug 7749 Rapperswil - Linthal Am 21. März 2012 in Linthal als Regionalzug 7760 Linthal - Rapperswil Am 22. März 2012 in Mols am Walensee als Regionalzug 7853 Ziegelbrücke - Chur Am 22. März 2012 auf der Rheinbrücke bei Bad Ragaz als Regionalzug 7858 Chur - Ziegelbrücke
Alle Fotos von der Woche vom 19. - 25. März 2012: facebook).
Stadler Rail präsentiert den ersten BLS-Doppelstöcker
Die Präsentation des ersten BLS-Doppelstocktriebzuges in Erlen TG ist für die BLS ein historischer Moment. Die erstmalige Beschaffung von Doppelstöckern durch die BLS verhilft auf den eingesetzten Linien der S-Bahn Bern zu 30 Prozent mehr Sitzplätzen. Die 28 bestellten Kompositionen werden von Stadler Rail in Altenrhein gefertigt und bis Ende 2014 ausgeliefert. Die ersten Züge verkehren fahrplanmässig ab Ende 2012. Am 20. März 2012, um 12.40 Uhr, enthüllten Peter Spuhler (Inhaber und CEO Stadler Rail) und Bernard Guillelmon (CEO BLS) im thurgauischen Erlen den ersten BLS-Doppelstockzug der Geschichte. Die BLS beschafft für insgesamt CHF 494 Mio. 28 Doppelstocktriebzüge des Typs KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahntriebzug). Das zweitgrösste Bahnunternehmen der Schweiz wird die neuen Züge ab Fahrplanwechsel im Dezember 2012 sukzessive auf der S-Bahn Bern einsetzen. Die letzte Komposition wird Ende 2014 ausgeliefert. Gebaut wurde der erste KISS in nur neun Monaten im Werk in Altenrhein. Nach umfangreichen Test- und Prüffahrten in der Ostschweiz ist die Übergabe des ersten Doppelstöckers an die BLS und das Roll-in im Raum Bern im September 2012 vorgesehen.
Mehr Platz, Komfort und Sicherheit
Mit 335 Sitz- (davon 61 in der 1. Klasse) und 110 Stehplätzen bieten die Doppelstöcker viel Platz und Komfort. Bernard Guillelmon freut sich: „Das ist für unser Unternehmen ein historischer Moment und für die Fahrgäste ein wegweisender Schritt. Mit den neuen Zügen erhöhen wir auf den betreffenden Berner S-Bahn-Linien die Zahl der Sitzplätze in der Hauptverkehrszeit um rund 30 Prozent.“ Niederflureinstiege mit Schiebetritten, Klimatisierung, Boden- und Seitenwandheizung, moderne optische und akustische Fahrgastinformation, Videoüberwachung, zwei Toiletten (eine davon rollstuhlgängig), Rollstuhlplätze in beiden Wagenklassen, Steckdosen in der 1. Klasse, sowie Abfallbehälter auch am Sitzplatz zeichnen die neuen Fahrzeuge aus.
Einsatz der Doppelstöcker auf der S1, S3, S31 und S6
Ab dem Sommer wird die BLS mit Fahrten zur Einführung ins Streckennetz und zur Ausbildung der Mitarbeitenden beginnen. Die Betriebserprobung mit Fahrgästen ist ab September 2012 geplant. Sie wird für alle 28 Züge ausschliesslich auf der S31 durchgeführt. Im Dezember 2012 gehen die Züge schrittweise in den fahrplanmässigen Einsatz. Etappenweise bedienen sie bis Ende 2014 die Berner S-Bahn-Linien S1 (Fribourg–Bern–Münsingen–Thun),.S3 (Biel/Bienne–Bern–Belp), S31 (Münchenbuchsee–Bern–Belp) und die S6 (Schwarzenburg–Bern). Bis zu diesem Zeitpunkt sollen alle Perrons soweit verlängert sein, damit die Züge in Doppeltraktion ohne Einschränkungen halten können.
Meilenstein für BLS und Stadler
Für Stadler ist dieser Auftrag ein Meilenstein. Peter Spuhler ist stolz auf dieses Fahrzeug: „Mit der Weiterentwicklung unseres KISS konnten wir einmal mehr unsere Innovationsfähigkeit und Flexibilität unter Beweis stellen. In nur neun Monaten haben wir die höchste Brandschutz- und Crashanforderungsstufe für die Durchfahrt durch den Lötschbergbasistunnel entwickelt. Ich freue mich sehr, dass nun auch die BLS in der Hauptstadtregion unsere Züge einsetzen wird.“ Die Beschaffung der 28 Niederflur-Doppelstocktriebzüge stellt die bisher grösste Rollmaterialinvestition in der Geschichte der BLS dar. Im Rahmen ihrer langfristigen Flottenstrategie plant die BLS bis 2025 weitere Rollmaterialinvestitionen von insgesamt rund CHF 1,2 Mrd. Dies unter der Voraussetzung, dass geplante Infrastruktur- und Angebotsausbauten bis dahin realisiert werden können.
Im Vordergrund der neue KISS vor der Halle in Erlen, im Hintergrund ein Extrazug der BLS für die Anreise der Gäste aus Bern
Quelle:/Fotos: Stadler Rail
Datum:19.03.2012 - Uhrzeit: 10:32
Zürich: 420 Meter lange neue Serviceanlage für Fernverkehrs-Doppelstockzüge in Altstetten.
In Zürich-Altstetten baut die SBB bis 2013 eine neue Serviceanlage für Fernverkehrs-Doppelstockzüge. Das Gebäude in der Herdern wird mit 420 Metern das drittlängste der Stadt Zürich sein. In dieser Anlage werden dereinst die 59 neuen Doppelstockzüge instand gehalten, welche die SBB vor knapp zwei Jahren bei Bombardier bestellt hatte. Die SBB investiert 123 Mio. Franken in die neue Serviceanlage. Heute fand im Beisein von Stadträtin Ruth Genner und der Leiterin SBB Personenverkehr, Jeannine Pilloud, der Spatenstich statt. Die SBB transportiert heute rund 40 Prozent mehr Fahrgäste als noch 2004. Um die Kapazitäten insbesondere während der Stosszeiten weiter auszubauen, bestellte die SBB im Mai 2010 bei Bombardier Transportation Switzerland AG für 1,9 Mrd. Franken 59 Fernverkehrs-Doppelstockzüge. Diese Züge sind bis zu 400 Meter lang und können über 1200 Personen transportieren. Sie werden ab 2014 die wichtigsten Verkehrsknoten der Deutsch- und Westschweiz verbinden. Um die neuen Doppelstock-Fernverkehrszüge professionell und effizient instand zu halten, baut die SBB in der Herdern bis Ende 2013 auf einer Länge von 420 Metern – das entspricht vier Fussballfeldern – eine neue Serviceanlage für 123 Mio. Franken. In dieser werden die für die Instandhaltung der Züge notwendigen Anlagen eingebaut: Hallenkräne, Hochperrons, Dacharbeitsbühnen, WC-Entsorgungssysteme und Logistikanlagen. Mit dieser Infrastruktur können Komponenten wie Antriebssysteme, Klimageräte oder die Bio-Reaktoren der Toiletten betriebstüchtig gehalten werden. Dazu kommen fünf neue Zug-Standplätze von insgesamt einem Kilometer Länge.
Aufwendige Trennmanöver entfallen
Damit professionalisiert die SBB die Instandhaltung ihrer Züge weiter: Künftig kann an einem ganzen, rund 900 Tonnen schweren Zug gearbeitet werden, ohne die einzelnen Wagen aufwendig trennen zu müssen. «Wir können so unsere Instandhaltungsarbeiten noch effizienter erledigen als heute», sagte Jeannine Pilloud, Leiterin SBB Personenverkehr, anlässlich des Spatenstichs. Und dies nicht nur an den Fernverkehrs-Doppelstockzügen: Auch andere Züge wie etwa IC2000 und ICN werden in der neuen Anlage gewartet, um die vorhandene Infrastruktur bestmöglich auszulasten. Auch Zürichs Stadträtin Ruth Genner zeigte sich erfreut über das Vorhaben: «Unsere 24-Stunden-Gesellschaft profitiert ganz direkt von der neuen Anlage. Dank ihr verbringen die Züge ein Minimum an Zeit im Service, aber ein Maximum an Zeit auf den Schienen. Das hilft, die Preise tief zu halten und macht Zugfahren mit sauberen Wagen zu einem attraktiven Transportmittel für breite Bevölkerungsschichten.»
Neben Zürich-Herdern investiert die SBB bis 2023 über eine Milliarde oder 90 Mio. Franken jährlich in Anlagen für die Instandhaltung ihrer Flotte. Grössere Anlagenprojekte werden aktuell an den Instandhaltungsstandorten in Yverdon, Olten, Oberwinterthur, Zürich-Altstetten und Basel umgesetzt. Zusätzlich zu den Investitionen in Anlagen und Infrastruktur fallen pro Jahr mehrere hundert Millionen Franken Betriebsaufwand für die Instandhaltung an. Nur so kann die SBB ihre Flotte effizient und professionell in Schuss halten und für ihre Kundinnen und Kunden Sicherheit, Komfort, Verfügbarkeit sowie Pünktlichkeit im gewohnten Masse gewährleisten.
Nachhaltige Serviceanlage mit dreidimensionaler Fassade
Die neue SBB Serviceanlage in der Herdern (nähe Hardturm-Areal) kommt an prominenter, für Bahnreisende gut sichtbarer Stelle zu stehen – täglich fahren ein paar hundert Züge dort vorbei. Der Bau ist für die SBB mehrfach speziell: Zum einen wegen der hohen Ansprüche, die an eine solche Anlage in Bezug auf Infrastruktur und Sicherheit gestellt werden. Zum anderen aber auch der Dimensionen wegen. Insbesondere für die 420 Meter lange Südfassade – «die so genannte Stadtkante» – war bei der Planung eine enge Koordination zwischen den Beteiligten bei der SBB, beim Generalplaner und den Baubehörden von Stadt und Kanton Zürich erforderlich. «Wir sind überzeugt, dass das Resultat mit der dreidimensional wirkenden Südfassade dem viel beachteten Ort absolut gerecht wird», sagt Roger Beier, Leiter Development bei SBB Immobilien. Das Hallendach ist so konzipiert, dass eine Photovoltaikanlage in der Grösse von 4000 Quadratmetern Platz findet. Die SBB plant, auf dem Dach eine solche Anlage zu installieren.
Quelle:/Fotos: SBB
Datum:09.03.2012 - Uhrzeit: 18:12
SBB Cargo nimmt erste Hybridlok in Betrieb
SBB Cargo hat heute die erste von 30 bestellten Hybridloks getauft und in Betrieb genommen. Sie ermöglicht einen ökonomischeren und ökologischeren Wagenladungsverkehr. Als modernste Lokomotive auf dem Markt kommt sie sowohl auf den Strecken wie auch im Rangierbetrieb zum Einsatz. «Mit dem heutigen Tag starten wir in die Zukunft für einen modernen und noch umweltschonenderen Wagenladungsverkehr», sagte Nicolas Perrin, CEO von SBB Cargo, am Freitag im Rangierbahnhof Limmattal. Zusammen mit Peter Spuhler, Inhaber und CEO des Herstellers Stadler Rail Group und Käthi Hagmann, Stadträtin von Zofingen, taufte er die erste Hybridlok des Typs Eem 923 auf den Namen «Heitern». «Ich bin stolz, dass wir mit dieser innovativen Lok Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit effizient unter einen Hut bringen. Damit setzen wir auf dem Markt einen neuen Standard», sagte Peter Spuhler. SBB Cargo übernehme so eine Pionierrolle im europäischen Schienengüterverkehr. Die Lieferung der zweiten Lok erfolgt im Mai, die restlichen 28 bestellten Fahrzeuge liefert die Stadler Winterthur AG im 3-Wochen-Takt bis Ende 2013. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt 88 Millionen Franken, inklusive Ersatzteilpaket.
Mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
Mit der neuen Hybridlok lassen sich die künftigen Bedürfnisse der Kunden im schweizerischen Wagenladungsverkehr optimal bedienen. Denn die Eem 923 verbindet Effizienz und Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit. Sie reiht sich nahtlos in die modernisierten Fahrzeuge von SBB Cargo ein: Die Lok Am 843 wird hauptsächlich für den schweren Rangier- und Zustelldienst eingesetzt, diejenige des Typs Tm 232 für den leichten Dienst. Im Gegenzug lassen sich die Rangierloks Bm 4/4 sowie verschiedene dreiachsige Loktypen und Traktoren ausrangieren. Dank der Neubeschaffung kann SBB Cargo die Fahrzeugvielfalt weiter reduzieren, was einen ökonomischeren Betrieb und Unterhalt der gesamten Flotte ermöglicht. Die neue Hybridlok wird auch den ökologischen Ansprüchen von SBB Cargo gerecht: Dank der hohen Leistung von 1500 Kilowatt eignet sie sich sowohl für den Strecken- als auch für den Rangierbetrieb. Damit gewinnt SBB Cargo in der Produktion an Flexibilität. Die Lokführer können rasch zwischen Elektro- und Diesel-Hilfsantrieb umschalten. Das spart Zeit und Kosten, da keine aufwändigen Lokwechsel mehr notwendig sind, um die nicht elektrifizierten Anschlussgleise der letzten Meile zu befahren. Auch die Betriebs- und Unterhaltskosten der Hybridlok liegen merklich unter jenen der alten Rangierflotte – Gleichzeitig erwartet SBB Cargo eine deutlich höhere Fahrzeugverfügbarkeit.
Die Hybridlok Eem 923 wird voraussichtlich zu über 90 Prozent elektrisch verkehren. Nur auf den Anschlussgleisen ohne Fahrleitung kommt der Diesel-Hilfsmotor zum Zug. Dadurch kann SBB Cargo im Vergleich zu heute eine jährliche CO2-Reduktion von mehr als 4000 Tonnen pro Jahr bewirken. «Wir haben uns bewusst für ein zukunftsweisendes Fahrzeug entschieden, das nachhaltige ökonomische und ökologische Vorteile verbindet», erklärte Nicolas Perrin abschliessend.
Namensgebung: Regionale Hausberge als Symbol für Nachhaltigkeit
Nicht nur mit der Hybridlok selber, auch bei der Namensgebung beschreitet SBB Cargo neue Wege: Da die Loks an regionalen Standorten zum Einsatz kommen, erhalten sie die Namen örtlicher Hausberge. Sie symbolisieren die nachhaltige, regionale und ökologische Verankerung. Die Namen wählt das jeweilige Cargo-Produktionsteam vor Ort aus. Im Fall der ersten Eem 923, die in Zofingen stationiert ist, fiel die Wahl leicht. Das RCP-Team unter der Leitung von Christoph Unternährer entschied sich für den Zofinger Hausberg «Heitern».
Quelle:/Fotos: Stadler Rail / SBB Cargo
Datum:07.03.2012 - Uhrzeit: 08:50
RhB Ge 4/4 I 602 kommt ins Verkehrshaus
Am Mittwoch 7. März 2012 wird die Lok Ge 4/4 I 602 und der Aussichtswagen B 2092 der Rhätischen Bahn von Landquart nach Luzern ins Verkehrshaus der Schweiz überführt und dort in einer Sonderausstellung gezeigt. Anschliessend bleiben beide Exponate für weitere 5 Jahre in Luzern im Verkehrshaus.
Quelle:/Fotos: Ludwig Reyer
Datum:21.02.2012 - Uhrzeit: 08:57
ABeh 160 001-1 für die Zentralbahn
Der ABeh 160 001-1 "FINK" für die Zentralbahn ist auf die Schienenwelt gekommen. In Kürze wird dieser Zug für die Inbetriebnahme in Meiringen erwartet. Ab Juni 2012 soll der Zug dann erstmals Fahrgäste transportieren. Der Zug ist 54,4 m lang und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. An den restlichen ABeh 160 (3teiliger Fink ) wird unterdessen noch kräftig gearbeitet, ebenso an den 7teiligen ABReh 150 "ADLER", deren ersten Zug man ebenfalls im Juni 2012 erwartet. Das Bild zeigt den ABeh 160 001-1 beim RollOut im Stadlerrail Werk in Bussnang (CH).
Quelle:/Fotos: Ludwig Reyer
Datum:21.02.2012 - Uhrzeit: 08:57
Ae 6/6 11505 abgebrochen
Die grüne Ae 6/6 11505 hat am 02. Februar 2012 ihre allerletzte Reise in Bellinzona angetreten und wurde via Rangierbahnhof Limmattal nach Emmenbrücke geschleppt. Dort traf die Lok am 14. Februar ein und wird jetzt bei einem örtlicheh Schrotthändler verschrottet.
Quelle:/Fotos: Ludwig Reyer