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News-Rubrik: Lokindustrie

Datum:15.11.2017 - Uhrzeit: 09:30

DB Arriva bestellt für die Niederlande Züge mit innovativem Antriebskonzept für 170 Millionen Euro

Flotte der „Nördlichen Linien“ wird um 18 Züge von Stadler erweitert

Die DB-Tochter Arriva kauft für die Verkehre auf den „Nördlichen Linien“ in den Niederlanden 18 besonders umweltfreundliche Züge des Typs Stadler Flirtino. Der Wert des Vertrages mit dem Schweizer Hersteller beträgt 170 Millionen Euro.

„Innovative Lösungen, die einen Mehrwert für den Kunden und die Umwelt schaffen, sind zentral für die Strategie von DB Arriva. Wir gehen mit diesen Zügen einen neuen Weg, der den nachhaltigen Schienenverkehr im Wettbewerb mit anderen Verkehrsmitteln weiter voranbringt“, sagt Manfred Rudhart, CEO von DB Arriva, zum Abschluss des Vertrages.

Stadler liefert die neuen Züge für den Regionalverkehr um die Provinzhauptstädte Groningen und Leeurwarden (Friesland) ab 2020 zunächst mit emissionsarmen Dieselmotoren*. Mit der schrittweisen Elektrifizierung der Strecke werden diese Antriebe durch Elektromotoren ersetzt. Durch ein innovatives Stromspeicherkonzept können die eigens für Arriva entwickelten Züge auch auf Teilstrecken ohne Oberleitung fahren. Die bestehende Zugflotte aus 51 Diesel-Triebzügen wird ebenfalls mit der neuen Hybrid-Technologie ausgestattet, sodass langfristig 69 der emissionsfreien Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Um auf Kundenwünsche besonders einzugehen, entscheiden die Reisenden beim Design der Züge mit. Die Zahl der Sitzplätze steigt bei der neuen Flotte um rund 30 Prozent.

DB Arriva hat die „Nördlichen Linien“, zu denen auch grenzüberschreitende Verkehre nach Leer in Niedersachsen gehören, in einer Wettbewerbsausschreibung Mitte 2017 gewonnen. Das Unternehmen fährt bereits aktuell diese Verkehre und ist im Rahmen des neuen Verkehrsvertrages, der ein Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro hat, nun auch von 2020 bis 2035 der Betreiber. In den Niederlanden ist DB Arriva einer der größten Anbieter im Öffentlichen Personenverkehr und seit 1999 im Markt. Rund 6.000 Mitarbeiter sind in elf von zwölf Provinzen des Landes im Einsatz und betreiben 1.550 Busse, 147 Züge und 13 Wassertaxis.

DB Arriva ist die Tochter der DB für den Personenverkehr im Ausland. Rund 60.000 Mitarbeiter befördern in 14 europäischen Ländern mehr als 2,2 Milliarden Fahrgäste pro Jahr. Der Umsatz lag 2016 bei 5,09 Milliarden Euro.

Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn / DB Arriva

Datum:13.11.2017 - Uhrzeit: 10:00

BR 490: Neue S-Bahnen jetzt im Probebetrieb

Vorserienbetrieb des ET 490 jetzt im Hamburger Streckennetz • Ausgiebige Tests betrieblicher Besonderheiten und Funktionen

Seit Oktober läuft der Vorserienbetrieb der neuen Hamburger S-Bahnen der Baureihe 490. Bis zum Frühjahr 2018 werden bis zu acht Fahrzeuge im Streckennetz eingesetzt. Im Fokus der ausgiebigen Tests stehen betriebliche Besonderheiten des S-Bahn-Netzes, zum Beispiel der Wechsel zwischen Stromschiene und Oberleitung. Außerdem werden schnelle Störungslösungen erarbeitet sowie verschiedene Funktionen des Fahrzeugs geprüft, etwa die Klimaanlage. Im Dezember 2018 sollen 60 neue S-Bahnen der Baureihe 490 auf dem Netz der S-Bahn unterwegs sein.

„Wir nutzen die vorhandene Zeit voll aus“, sagt Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer S-Bahn Hamburg. „Die Probefahrten sind eine wichtige Grundlage für den zuverlässigen Start im Dezember 2018.“

„Wir sind mit dem Testverlauf sehr zufrieden. Die Hamburger können sich auf eine top moderne S-Bahn freuen. Im Frühjahr 2018 soll dann der Probebetrieb mit Passagieren starten“, so Juliane Storm-Ohm, Projektleiterin Bombardier Transportation.

2019 ist die Auslieferung für nochmals zwölf weitere Züge geplant. Nach Ablösen der alten Baureihe 472 stehen der S-Bahn Hamburg dann 20 S-Bahnen mehr als heute zur Verfügung.

Die energieeffizienten Fahrzeuge der Baureihe 490 bieten viel Komfort: Klimaanlagen, Durchgänge zwischen den Wagen, Mehrzweckabteile und ein modernes Informationssystem. Das Design der Fahrzeugfront bildet ein silbernes H für Hamburg.

Über 500 Millionen Euro investiert die S-Bahn Hamburg in die neue Baureihe sowie in die Modernisierung der vorhandenen Züge und Werkstätten. Grundlage dafür ist der im Jahr 2013 abgeschlossene Verkehrsvertrag, nach dem die S-Bahn ab dem Dezember 2018 für weitere fünfzehn Jahre Verkehrsleistung im Auftrag der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen erbringen wird.

Die S-Bahn Hamburg GmbH befördert als starker Partner der Metropolregion Hamburg mit 1.200 Zugfahrten täglich mehr als 700.000 Fahrgäste auf sechs Linien. Dabei verbindet das Unternehmen Knotenpunkte wie den Hamburger Hauptbahnhof oder den Hamburg Airport mit dem öffentlichen Nahverkehr und schließt die ganze Metropolregion an das Netz des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) an.




Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn AG / Geheimtipp Media GmbH / Lisa Knauer

Datum:13.11.2017 - Uhrzeit: 10:00

Siemens modernisiert Flotte von South Western Railway

  • Modernisierung der bestehenden Desiro-Flotte mit 172 Zügen der Klassen 444 und 450
  • Auftragsvolumen von mehr als 56 Millionen Euro

    Der britische Regionalverkehrsbetreiber South Western Railway (SWR) hat Siemens mit der Modernisierung seiner Flotte beauftragt. Siemens wird die bestehende Desiro-Flotte mit 172 Regionalzügen der Klassen 444 und 450 erneuern, die derzeit im gesamten SWR-Netz in Betrieb ist. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 56 Millionen Euro.

    Das Projekt beginnt im Dezember 2017 und umfasst die komplette Erneuerung der Innenausstattung aller Züge; einschließlich Axminster-Teppichen, Steckdosen für Mobilgeräte an den Sitzen und Echtzeit-Informationsanzeigen. Für Fahrgäste der ersten Klasse werden neue Ledersitze und Tische eingebaut, die mit innovativen, induktiven Ladestationen ausgestattet sind. Die Sanierung wird voraussichtlich zwölf Monate dauern.

    Das Projekt ist Teil eines Investitionsplans, mit dem South Western Railway das Kundenerlebnis verbessern möchte. Dazu gehören auch neue Zugflotten, um Kapazitäten zu erhöhen, längere und enger getaktete Züge sowie kürzere Reisezeiten, effizientere Verbindungen, Verbesserungen an den Haltestellen und beim Ticketkauf.

    „Wir freuen uns, Siemens mit der Modernisierung unserer Desiro-Flotte der Klassen 444 und 450 beauftragt zu haben. Diese bedeutende Investition in unsere Flotte bringt wichtige Neuerungen für unsere Kunden und ist ein Investment in lokale Standorte und Zulieferer. Wir haben eine lange Partnerschaft mit Siemens und ich bin überzeugt, dass das Unternehmen ein qualitativ hochwertiges Produkt liefern wird, sagt Neil Drury, Technischer Direkter von SWR.

    „Großbritannien ist einer unserer Kernmärkte. Mit der Modernisierung der SWR-Flotte – durch besser ausgestattete Züge und mehr Sitzplätze – leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Aufwertung des Fahrgasterlebnisses für Reisende in der Region“, sagt Johannes Emmelheinz, Chef der Bahnservicesparte von Siemens.

    Quelle:/Fotos: Siemens

  • Datum:09.11.2017 - Uhrzeit: 10:00

    CD vergibt Aufträge für Dutzende von Neufahrzeugen

    Ceske Drahy (CD) möchte sieben öffentliche Aufträge für die Lieferung von Dutzenden von Neufahrzeugen starten, wenn möglich noch bis Ende des Jahres. Die Gesellschaft wird insgesamt mehr als 160 Fahrzeuge für den Fern- und Regionalverkehr im voraussichtlichen Wert von etwa 20 Mrd. CZK ausschreiben. Die Investition wurde bereits vom Aufsichtsrat und dem Lenkungsausschuss gebilligt. Die CD wird mit den Gewinnern der Ausschreibungen Rahmenverträge unterzeichnen und die Fahrzeuge nur dann kaufen, wenn ein Teil der für den Kauf erforderlichen Mittel aus dem operationellen Programm für Verkehr II erworben werden kann oder wenn man mit den Auftraggebern von Verkehrsdienstleistungen Vereinbarungen über die Abrechnung der Kosten im Zusammenhang mit ihrer Einführung trifft.

    Im Rahmen von sieben öffentlichen Aufträgen sucht die CD Hersteller von 90 Waggons und 31 Elektrotriebwagen für den Fernverkehr, 30 Elektro- und 8 Motortriebwagen für den Regionalverkehr und 5 nicht-traktionsgetriebene Wendezugwagen.

    Ceske Drahy beschäftigt sich derzeit mit dem Geschäftsmodell nach 2019, wenn ein Teil der langfristigen Verträge mit den Regionen und dem Staat auslaufen wird. Die Anzahl der angefragten Fahrzeuge basiert auf Verhandlungen mit den einzelnen Regionen und auf veröffentlichten Absichten des Verkehrsministeriums der Tschechischen Republik im Rahmen der Öffnung des Marktes für den Fernverkehr.

    Wenn wir im Wettbewerb erfolgreich sein wollen, müssen wir auf die Wünsche der Auftraggeber vorbereitet sein. Dank der Rahmenvereinbarungen haben wir dann bereits im Voraus ausgewählte Lieferanten, und wenn uns die Transportaufträge erteilt werden, können wir sofort die Produktion von Neufahrzeugen in Auftrag geben. Das bedeutet, dass wir Zeit sparen und unseren Kunden schneller bessere Qualität liefern können. Gleichzeitig werden wir Subventionsmittel aus dem operationellen Programm für Verkehr II in Anspruch nehmen können, die für die Erneuerung des rollenden Materials im Regionalverkehr bestimmt sind. Natürlich sind wir bereit für die Kofinanzierung des Kaufs , ergänzt Miroslav Kupec, Mitglied des Board of Directors der CD und zuständig für den Bereich Technik, Service und Immobilien.

    Quelle:/Fotos: Ceske drahy, a.s. (CD)

    Datum:08.11.2017 - Uhrzeit: 08:00

    Sprinter Nieuwe Generatie von CAF-Civity auf Probefahrt

    Seit einer Woche macht einer der ersten vier neuen Triebwagenzüge Sprinter Nieuwe Generatie (SNG) der Bauart CAF-Civity der Nederlandse Spoorwegen Probefahrten auf der Hanzelinie zwischen Zwolle und Lelystad-Centrum. Bei den Tag und Nacht stattfindenden Fahrten wird u.a. die Geschwindigkeit und das ETCS getestet. Ab 2018 werden die 118 bestellten SNG (68 Exemplare in dreiteiliger Ausführung sowie 50 Stück in vierteiliger Ausführung) im Reiseverkehr als Sprinter u.a. auf der Flevolinie und in Amsterdam eingesetzt und dort dann älteres Material wie SGMm, DDM-I ersetzen. Die Aufnahme zeigt den NSR 2701 am 06.11.2017 in Lelystad -Centrum (NL).





    Quelle:/Fotos: Reinhard-Fotografie

    Datum:06.11.2017 - Uhrzeit: 10:10

    Komfortable Züge für Main-Neckar-Ried

    Neue Doppelstock-Fahrzeuge ersetzen sukzessive lokbespannte Züge • Attraktives und zuverlässiges Verkehrsangebot durch hohe Qualitätsstandards auf der Main-Neckar-Bahn und der Riedbahn

    Die Main-Neckar-Bahn und die Riedbahn stehen für schnelle Verbindungen zwischen den Metropolregionen FrankfurtRheinMain und Rhein-Neckar. Der neue Main-Neckar-Ried-Express verbindet künftig die beiden Regionen zwischen Frankfurt am Main und Mannheim via Darmstadt bzw. Biblis sowie Heidelberg und Wiesloch-Walldorf mit modernen und fabrikneuen Doppelstock-Fahrzeugen vom Typ TWINDEXX Vario des Herstellers Bombardier Transportation.

    Im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens unter Federführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zusammen mit dem Land Baden-Württemberg und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) wurde die Verkehrsleistung für den Main-Neckar-Ried-Express an die DB Regio Mitte vergeben. Damit wird das derzeitige Verkehrsunternehmen bis 2032 weiterhin die Verkehrsleistungen von 3,3 Millionen Zugkilometern pro Jahr erbringen.

    Die seitens der Besteller vorgegebenen hohen Qualitätsstandards für das Verkehrsangebot des Main-Neckar-Ried-Express werden insbesondere durch den Einsatz moderner Doppelstock-Fahrzeuge der Firma Bombardier vom Typ TWINDEXX Vario erreicht. Bis Frühjahr 2018 werden 24 neue Fahrzeuge dieser Baureihe ausgeliefert und sukzessive die heute eingesetzten lokbespannten Züge ablösen.

    Bereits zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember diesen Jahres werden die ersten fabrikneuen Doppelstock-Triebwagen auf der Main-Neckar-Bahn zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg bzw. Wiesloch-Walldorf den Betrieb aufnehmen. Die modernen Fahrzeuge des Main-Neckar-Ried-Express wurden am 04.11.2017 der Öffentlichkeit im Hauptbahnhof Frankfurt vorgestellt. Vertreter der Aufgabenträger in Hessen und Baden-Württemberg sowie der Betreiber DB Regio Mitte informierten über die Neuerungen, Verbesserungen und technischen „Highlights“ der Züge In seiner Begrüßung wies Frank Klingenhöfer, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Mitte, auf den Qualitätsanspruch von DB Regio hin und erläuterte das Übergangskonzept für den Main-Neckar-Ried-Express bis zur vollständigen Auslieferung der Neufahrzeuge: „Wir nehmen die im neuen Verkehrsvertrag gesetzten hohen Qualitätsanforderungen sehr ernst und unser Anspruch ist und bleibt es, tagtäglich dafür alles zu geben. Das zeigt sich auch in unserem Übergangskonzept, das mit Hochdruck und mit viel Engagement und Erfahrung durch das Inbetriebnahmeteam nach jeder durch Bombardier angezeigten Auslieferungsverzögerung feinjustiert wurde“, so Frank Klingenhöfer.

    Der Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung in Hessen, Tarek Al-Wazir, erwähnte in seiner Rede die Rekordinvestition in den ÖPNV in Hessen: „Noch nie gab es in Hessen so viel Geld für den Betrieb von Bussen und Bahnen wie heute. Und noch nie waren so viele Menschen Kundinnen und Kunden. Gerade die Main-Neckar-Bahn und die Riedbahn zeigen die Notwendigkeit sowohl von Investition in die Infrastruktur als auch den Ausbau des Betriebs. Um es ganz deutlich zu sagen: Die mit der Neuausschreibung verbundenen Verbesserungen sind kein Luxusprojekt. Es geht hier schlicht und einfach darum, einen zeitgemäßen ÖPNV anzubieten: Mit neuen, pünktlichen und zuverlässigen Fahrzeugen und zusätzlicher Kapazität. Ich freue mich deshalb sehr, dass heute deutlich zu erkennen ist, dass in den nächsten 12 Monaten auf den Strecken von Frankfurt in Richtung Süden ein neues Zeitalter im ÖPNV beginnt.“

    Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ging insbesondere auf die Angebots- und Fahrplanverbesserungen sowie kostenloses WLAN im Zug ein: „Der neue Fahrplan“, so Prof. Knut Ringat Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), „bedeutet für unsere Fahrgäste häufigere Verbindungen, mehr Sitzplätze in der Hauptverkehrszeit und einen höheren Komfort mit fabrikneuen Zügen, die sogar mit WLAN ausgestattet sind. Die beiden Linien zwischen der RheinMain- und Main-Neckar-Region werden damit erheblich attraktiver und bilden das verkehrliche Rückgrat für das weitere Zusammenwachsen der beiden pulsierenden Metropolregionen.“

    Der Abteilungsleiter Öffentlicher Verkehr im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Gerd Hickmann, erläuterte die Verbesserungen für die Fahrgäste und den Komfort der neuen Fahrzeuge des Main-Neckar-Ried-Express: “Wir freuen uns sehr darüber, dass wir länderübergreifend Ihnen als Fahrgäste zukünftig ein einheitlich hohen Reisekomfort in den neuen Fahrzeugen mit neuen Komfortsitzen, leistungsstarken Klimaanlagen, Barrierefreiheit und Videokameras zur Steigerung der Sicherheit anbieten können. Abgerundet wird das neue Angebot durch kostenfreies W-LAN und Steckdosen in den Zügen.“

    Und Christian Specht, Vorsitzender des Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar und erster Bürgermeister der Stadt Mannheim, hob abschließend die Bedeutung des neuen Angebots für den Landkreis Bergstraße hervor: „Mit dem finanziellen Engagement der Kommunen und des Landkreises Bergstraße wurde der barrierefreie Ausbau der Stationen für den Main-Neckar-Ried-Express und der 2. Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar fristgerecht ermöglicht. Beide Verkehrskonzepte bilden im Zusammenspiel ein integriertes Gesamtsystem auf den Schienenstrecken im Kreis Bergstraße und im weiteren VRN-Verbundraum, die sukzessive mit neuen Fahrzeugen bedient werden“.

    „Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass die vollständige Bereitstellung der Fahrzeuge zum jetzigen Fahrplanwechsel beim Main-Neckar-Ried-Express erfolgt wäre, freuen uns aber trotzdem über die Angebotsverbesserungen durch das neue Betriebskonzept. Denn alle vier Linien führen durch den Kreis Bergstraße und ermöglichen vor allem Berufspendlern damit zwischen den Metropolregionen Rhein-Neckar mit den Wirtschaftsstandorten Mannheim, Heidelberg sowie Wiesloch Walldorf (u.a. SAP, Heidelberger Druckmaschinen) und FrankfurtRheinMain mobil zu sein“, so Specht weiter.

    Klare Formen, funktionale Gestaltung und Vandalismus hemmende Materialien bestimmen das Innendesign der neuen TWINDEXX Vario Doppelstockzüge. Individuelle Lösungen mit abwechslungsreicher Innenraumgestaltung bedienen unterschiedlichste Ansprüche. Neben vis-á-vis- und Reihenbestuhlung, Mehrzweckbereichen sowie Rollstuhlplätze gibt es saisonal zusätzliche Fahrradstellplätze. Niveaugleiche Einstiege auf Bahnsteighöhe und automatische Spaltüberbrückungen an jeder Tür unterstützen das barrierefreie Reisen. Die Fahrzeuge sind mit Steckdosen am Platz sowie WLAN für bessere mobile Kommunikation ausgerüstet.

    Großzügig gestaltete Mehrzweckbereiche mit beidseitig angeordneten Klappsitzen bieten Platz für Kinderwagen und Gepäck sowie zwei Stellplätze für Rollstühle. Kontrastreiche Farben und Piktogramme erleichtern die Orientierung. Glastrennwände im Einstiegsbereich sorgen für hohe Transparenz und ein angenehmes Raumklima.

    Dank der großen Innenraumbreite wird dem Fahrgast auch im Oberstock eine großzügige Kopffreiheit im Fensterbereich geboten.

    Zur Sicherheit der Fahrgäste sind die Innenräume transparent gestaltet und werden videoüberwacht. Monitore in den Fahrgast- und Einstiegsbereichen informieren die Reisenden über den aktuellen Fahrtverlauf und bestehende Anschlussverbindungen.

    Die neuen TWINDEXX Vario Triebzüge wurden auf Basis der seit Jahrzenten bewährten Doppelstockwagen entwickelt. Die aerodynamisch optimierten Züge verfügen selbstverständlich über leistungsstarke Antriebe und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

    Eingesetzt werden die Fahrzeuge in 3- und 4-teiliger Ausführung und können somit in Spitzenzeiten als Doppeltraktion bis zu 806 Sitzplätze anbieten.

    Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn AG

    Datum:03.11.2017 - Uhrzeit: 09:30

    Stadler gewinnt Auftrag für die Revision von bis zu 195 Drehgestellen in Finnland

    Stadler hat mit Junakalusto Oy einen Vertrag für die Revision der Drehgestelle, die in den vierteiligen Elektrotriebzügen des Typs FLIRT zum Einsatz kommen, unterschrieben. Die Züge wurden zwischen 2009 und 2014 von Stadler nach Finnland geliefert.

    Der Vertrag umfasst insgesamt bis zu 78 Motor- und 117 Laufdrehgestelle sowie mehrere Ersatzteile. Nach einer Fahrleistung von ca. einer Million Kilometer ist die Revision der Drehgestelle notwendig und wird nach dem jeweiligen Zustand der Drehgestelle durchgeführt. Im Sinne dieses Ansatzes wird Stadler den Zustand überprüfen und die notwendigen Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Drehgestelle sicher und gut gewartet sind. Die Vertragslaufzeit für die Überholung der ersten Drehgestelle beginnt im Januar 2018 und endet, sobald alle Drehgestelle geprüft worden sind, spätestens jedoch per Ende 2022. Die Arbeiten sollen von den Experten des Kompetenzzentrums für Drehgestellrevisionen in Szolnok, Ungarn, durchgeführt werden.

    Yrjö Judström, geschäftsführender Direktor von Junakalusto Oy, verriet weitere Einzelheiten zum Vertrag: «Drehgestellrevisionen sind ein wichtiger Aspekt im Lebenszyklus eines Zugs. Mit Hilfe dieses Vertrags werden wir in der Lage sein, die qualitativen und finanziellen Ziele zu erreichen, die wir für die Wartung aufgestellt haben. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Stadler an diesem neuen Projekt.»

    Jürg Gygax, Executive Vice President und Divisionsleiter Service bei Stadler, fügte hinzu: «Die Bereitstellung von Serviceleistungen für Fahrzeuge ist für uns ein wichtiges Geschäftssegment. Darüber hinaus erhalten wir auf diese Weise einen exzellenten Feedback-Kanal für unsere Züge. Aus diesem Grund ist für uns der Zuschlag bei Ausschreibungen, die unsere Fahrzeuge betreffen, stets besonders wichtig. Ebenso sind wir sehr stolz, dass es uns angesichts der ausserordentlich starken Konkurrenz gelungen ist, das beste Preis- und Qualitätsangebot abzugeben.»

    Die Division Service ist bei Stadler für die Wartung von Fahrzeugflotten in 16 Ländern zuständig und betreut somit mehr als 680 Fahrzeuge, die jährlich insgesamt mehr als 115 Millionen Kilometer zurücklegen. In Ergänzung zu den umfassenden Serviceleistungen bietet Stadler Service auch die Modernisierung von Zügen sowie die Komponentenrevision an. Aus diesem Grund eröffnete Stadler im Jahr 2013 im ungarischen Szolnok ein Kompetenzzentrum für Drehgestellrevisionen.




    Quelle:/Fotos: Stadler Rail

    Datum:31.10.2017 - Uhrzeit: 08:16

    Letzte Doppelstock-Garnitur von Skoda Vagonka ist in Litauen eingetroffen


    Die letzte Einheit der neuen Doppelstockgarnituren EJ 575 von Skoda Vagonka ist beim Kunden im litauischen Vilnius eingetroffen. Die Tochtergesellschaft von Skoda Transportation mit Sitz in Ostrava hat den Litauischen Bahnen schrittweise insgesamt drei Doppelstockeinheiten vom Typ EJ 575 mit einem Gesamtwert von 750 Millionen Kronen geliefert.

    „Jetzt folgt der Testbetrieb mit Fahrgästen, danach wird der Zug in den Regelbetrieb am elektrifizierten Streckenabschnitt Vilnius – Minsk eingeführt. Insgesamt haben wir bereits dreizehn dieser modernen Einheiten geliefert. Die erste befindet sich bereits seit Dezember 2008 im Fahrgastbetrieb“, erklärt Ivo Gurnak, Vice President Sales bei Skoda Transportation.

    Die neuen Züge bieten den Reisenden eine komfortable Reiseumgebung, unter anderem mit einer neuen Generation von Sitzen für die 1. und 2. Klasse. Die Wagen sind mit großzügigen Ablagen für Großgepäck ausgestattet und verfügen über ein eingebautes Informationssystem mit Bildschirmen, auf denen Informationen zum Reiseverlauf oder andere Videoprogramme abgespielt werden können. Der Betreiber hat die Möglichkeit online Daten während der Fahrt zu verfolgen. Es handelt sich dabei beispielsweise um Informationen zum genauen Standort, über die Geschwindigkeit oder den Stromverbrauch des Zuges.

    „Die dreiteilige Einheit wurde zuerst ins slowakische Hanisky überstellt, wo Mitarbeiter von Skoda den Austausch der Überführungsfahrgestelle mit europäischer Spurweite auf Betriebsfahrgestelle mit breiter Spurweite vorgenommen haben. Danach wurde die Garnitur ins slowakische Matovce unweit der ukrainischen Grenze überstellt, wo eine Kontrolle durch Mitarbeiter der Ukrainischen Bahnen erfolgte. Nach der Kontrolle wurde die Einheit ins ukrainischen Uzhorod überführt, wo sie in einen Spezialzug eingereiht wurde mit dem sie die Reise durch die Ukraine und Weißrussland bis ins litauische Vilnius fortgesetzt hat“, ergänzt der Experte von Skoda Vagonka, Jirí Vyoralek. Im Depot der Litauischen Bahnen erfolgen im Laufe des Oktobers die notwendigen Prüfungen, um die Garnitur zum festgesetzten Termin in den Fahrgastbetrieb übergeben zu können.


    Quelle:/Fotos: Skoda Vagonka

    Datum:27.10.2017 - Uhrzeit: 09:35

    Stadler gewinnt den ersten Serviceauftrag für die FLIRT-Züge in Norwegen

    Erik Røhne, Verwaltungsratspräsident der NSB Gjøvikbanen, und Jürg Gygax, Divisionsleiter Service bei Stadler, haben am 26. Oktober 2017 einen Serviceauftrag für zehn FLIRT-Triebzüge für die nächsten drei Jahre unterschrieben. Dies ist der erste Serviceauftrag für die FLIRT-Flotte in Norwegen. Ein bestehendes Unterhaltsdepot, „Lodalen“ in Oslo, wird auf die speziellen Anforderungen der FLIRT-Fahrzeugwartung angepasst.
    Ab 1. Januar 2018 übernimmt Stadler die Wartungsarbeiten für zehn FLIRT der NSB Gjøvikbanen übernehmen. NSB Gjøvikbanen ist ein Tochterunternehmen der staatseigenen NSB (Norges Statsbaner). Im Jahr 2008 bestellte NSB die ersten 50 FLIRT bei Stadler und wird ihre Flotte bis zum Jahr 2020 auf 125 Züge ausbauen, eine der grössten FLIRT-Flotten von Stadler. Die Fahrzeuge wurden speziell konzipiert, um den norwegischen Wintertemperaturen von -40° Celsius standzuhalten. Stadler konnte sich nun den Serviceauftrag für die zehn FLIRT-Züge der NSB Gjøvikbanen nach einer öffentlichen Ausschreibung sichern und wird die Instandhaltung bis zum Jahr 2020 ausführen. Die Möglichkeit einer Vertragsverlängerung für weitere vier Jahre besteht.
    Das Paket für die NSB Gjøvikbanen wird ähnlich gestaltet werden wie beim MTR Express in Schweden. Dort konnte Stadler in den letzten zwei Jahren eine Verfügbarkeit von 100% gewährleisten. Die Wartungsarbeiten, die Stadler übernehmen wird, beinhalten die präventive und korrektive Instandhaltung. Die Wartungsarbeiten, für die Stadler norwegische Facharbeiter einstellen wird, werden im dafür umgebauten Depot „Lodalen“, im Zentrum von Oslo, durchgeführt.
    Dieser erstmalige Serviceauftrag für die FLIRT-Flotte in Norwegen ist für Stadler von grosser Bedeutung. Er erlaubt Stadler, seine Markpräsenz im Service auszubauen. Stadler übernimmt bereits die umfassende Instandhaltung für Bybanens Strassenbahnflotte in Bergen und betreibt weitere Servicestandorte in Stockholm (SE), Tillberga (SE) und Aarhus (DK).
    Jürg Gygax, Divisionsleiter Service, fügte hinzu: „Wir sind froh, diese Ausschreibung gewonnen zu haben. Sie stellt einen grossen Schritt für unsere Fokusmärkte Norwegen und die gesamte nordische Region dar, und bietet uns die Gelegenheit, eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten. Ich freue mich darauf, den Fahrgästen zusammen mit den NSB Gjøvikbanen ein positives Service-Erlebnis bieten zu können.“
    Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Italien, Österreich, Niederlanden, Weissrussland, Algerien, UK und den USA arbeiten über 7000 Mitarbeitende. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reise-zugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste diesel-elektrische Lok. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.




    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:27.10.2017 - Uhrzeit: 09:35

    Bombardier und Abellio präsentieren neuen TALENT 2-Zug für Baden-Württemberg



    Der Bahntechnikhersteller Bombardier Transportation und der private Mobilitätsanbieter Abellio haben am 26. Oktober 2017 gemeinsam den neuen Regionaltriebzug vom Typ BOMBARDIER TALENT 2 für das Stuttgarter Regionalnetz Neckartal vorgestellt. Höhepunkte der Veranstaltung am Bombardier-Standort in Hennigsdorf waren die gemeinsame Fahrzeugbesichtigung mit Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann und der Besuch im Virtual Reality Lab. Dort wurde die digitale Entwicklung der Züge mit Hilfe von 3D-Visualisierungen vorgestellt und erläutert.
    Zu den zahlreichen Gästen der Veranstaltung zählten neben dem Verkehrsminister auch die Deutschland-Chefs von Abellio und Bombardier, Stephan Krenz und Michael Fohrer. Beide zusammen zeigten erstmals das Abellio-Logo auf dem bewegten Bombardier-Fahrzeug mit der neuen ÖPNV-Dachmarke « bwegt », die Minister Hermann in der Vorwoche in Stuttgart vorgestellt hatte.
    „Neue Verkehrsunternehmen auf dem Markt bringen frischen Wind. Mit den attraktiven neuen Zügen kommt zudem ein neues Fahrgefühl im Nahverkehr. Mit Klimatisierung, WLAN und mehr Platz für Gepäck oder Räder kann man zukünftig im Neckartal den Stau auf den Straßen umfahren. Bombardier und Abellio haben am 26. Oktober 2017 gezeigt, dass sie die Aufgaben der Zukunft professionell angehen, so Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden-Württemberg.
    „Mit diesen 48 modernen und komfortablen gelb-weißen Abellio-Zügen starten wir Mitte 2019 unsere Qualitätsoffensive am Fahrgast. Sie werden damit eine neue Ära in der Mobilität Baden-Württembergs einläuten. Bahnfahren durch das Neckartal darf so wieder Spaß machen. Als eine der führenden deutschen Wettbewerbsbahnen streben wir mit motivierten und qualifizierten Mitarbeitern auch hier die Qualitätsführerschaft an, sagte Abellio-CEO Stephan Krenz bei der Präsentation von Fahrzeug und Logo.
    „Politik, Abellio und Bombardier verbindet das gemeinsame Ziel, den Passagieren im Stuttgarter Regionalnetz ab 2019 mit fabrikneuen Zügen ein modernes Reiseerlebnis zu ermöglichen. Dabei ist die konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg, so Michael Fohrer, Deutschlandchef von Bombardier Transportation. „Wir sind stolz, mit unseren innovativen TALENT 2-Zügen einen wichtigen Beitrag für mehr umweltfreundliche und sichere Mobilität in Baden-Württemberg zu leisten.
    Bei den Zügen für Abellio handelt es sich um 26 Elektrotriebzüge mit drei Wagen und 22 Elektrotriebzügen mit fünf Wagen. Die Fahrzeuge sind mit WLAN ausgestattet, bieten barrierefreien Zugang sowie 24 beziehungsweise 39 Fahrradstellplätze. Die Züge erzielen Spitzenwerte bei Energieeffizienz und Zuverlässigkeit. Ab 2019 nehmen sie stufenweise den Passagierbetrieb auf, und bis Juni 2020 werden alle 48 Züge an Abellio ausgeliefert sein. Hergestellt werden die Triebzüge am Bombardier-Standort in Hennigsdorf, die Drehgestelle kommen aus dem Werk in Siegen.
    In Deutschland sind rund 400 TALENT 2-Züge auf den Schienen unterwegs. Sie bilden das Rückgrat des Regionalverkehrs und sind bei verschiedenen privaten Verkehrsunternehmen und der Deutschen Bahn im Einsatz. Mit einer kürzlich erfolgten Bestellung von fünf weiteren TALENT-Zügen durch Abellio Deutschland wurde die Marke von 500 TALENT-Bestellungen geknackt.



    Quelle:/Fotos: Bombardier Transportation / Abellio Rail Südwest GmbH

    Datum:23.10.2017 - Uhrzeit: 10:40

    BR 102: Immer noch Messfahrten

    Hebertshausen, 20.10.2017: Und da war noch 102 002 mit dem zukünftigen München-Nürnberg-Express nach vollbrachten Testfahrten zum verdienten Wochenende Richtung München-Freimann zum FTZ (Forschungs und TechnologieZentrum)




    Quelle:/Fotos: Heiner & Sascha Prochazka

    Datum:16.10.2017 - Uhrzeit: 10:20

    SCI Global Rail Index 3/2017

    Stimmung in der globalen Bahnbranche bleibt deutlich postiv – und scheint unberührt von den Konsolidierungsplänen der Branche
    Das Geschäftsklima unter den führenden Unternehmen in der globalen Bahnindustrie bleibt im dritten Quartal 2017 auf einem deutlich positiven Niveau. Das zeigt der aktuelle SCI RAIL BUSINESS INDEX – eine regelmäßige Befragung der Top-Manager der weltweiten Bahnbranche durch das Beratungsunternehmen SCI Verkehr. Auf die jüngste Aufschwungsphase in der Bewertung der aktuellen Geschäftslage folgt eine gemäßigtere, jedoch deutlich heterogene Einschätzung. Die allgemeinen Rahmenbedingungen für die Entwicklung in der Eisenbahnbranche haben sich in den letzten zwölf Monaten nicht verbessert. Vor allem der Preisdruck im internationalen Wettbewerb wird dabei als wesentliches Hindernis angesehen. Mit zunehmender Konkretisierung von Konsolidierungsplänen der großen europäischen Schienenfahrzeughersteller verändern sich auch die etablierten Strukturen des weltweiten Marktes für Bahntechnik. Dies scheint auch eine positive Bewertung der zukünftigen Geschäftsentwicklung zu fördern.





    Der jüngste Aufschwung in der Bewertung der aktuellen Geschäftssituation wird abgelöst von einer gemäßigteren und heterogeneren Bewertung im dritten Quartal 2017. Mit einem Anteil von 40% bewertet ein wachsender und großer Anteil der befragten Top-Manager die aktuelle Geschäftslage zwar als positiv, jedoch beurteilt auch ein zunehmender Anteil von 20% die aktuelle Geschäftssituation als ungünstiger im Vergleich zum letzten Quartal.



    Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleitungen, als wichtiger Indikator für die Branchenentwicklung, verliert an zuletzt gewonner Dynamik, bleibt jedoch stabil auf einem guten Niveau. Insgesamt berichten 13% der befragten Top-Manager von einer postiven Entwicklung. Zu Beginn des zweiten Halbjahres 2017 sind die Beurteilungen der Top-Manager wieder zunehmend heterogen. Während ein Drittel der Umfrageteilnehmer eine positive Entwicklung melden, klagen rund 20% über eine zurückgehende Nachfrage. Dennoch gibt die große Mehrheit der befragten Unternehmen an, dass sie nach wie vor mit dem aktuellen Auftragsbestand zufrieden sind. Insgesamt geben sogar 20% an, dass sie von einer relativ hohen Auftragslage profitieren.



    Darüber hinaus hat SCI Verkehr die Top-Manager der Bahnbranche um eine Bewertung der wichtigsten Einflussfaktoren für die Geschäftsentwicklung der vergangenen zwölf Monate gebeten. Gemäß den Angaben der befragten Unternehmen haben Wechselkurse, Preisentwicklung wie auch der bestehende Regulierungsrahmen eher negativ zu der Situation der Geschäftsentwicklung beigetragen – im letzteren Fall mit einer einstimmigen Beurteilung. Im Saldo sehen 53% die Kosten für Beschaffungen als ein besonderes Hindernis für die Geschäftsentwicklung, was den zunehmenden Kostendruck für Hersteller bahntechnischer Produkte auf dem weltweit umkämpften Markt widerspiegelt.
    Einen positiven Einfluss auf die zurückliegende Geschäftsentwicklung sieht die Mehrheit der Unternehmen ausschließlich in der Verbesserung der Nachfragesituation. Niedrige Zinssätze, die in der Vergangenheit als Erleichterung für die Finanzerung von Investitionvorhaben wahrgenommen wurden, scheinen aktuell ihre Wirkung verloren zu haben.



    Mit zunehmenden Konsolidierungsaktivitäten haben die wichtigsten Akteure der europäischen Bahnindustrie damit begonnen, auf dem globalen Markt für Bahntechnik die Karten neu zu mischen. In einer bedeutenden Ankündigung haben Siemens und Alstom Pläne für einen Zusammenschluss bekanntgegeben mit dem Ziel einen europäischen Champion für Mobilität zu schaffen und damit die etablierten Strukturen des globalen Bahnmarktes zu verändern. Führende Unternehmen in der Bahnbranche scheinen allerdings zum aktuellen Zeitpunkt noch unberührt von diesen großen Konsolidierungsplänen zu sein. 40% der befragten Manager erwarten eine günstigere Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten. „Große Effekte und Synergien des Konsolidierungsprozesses können jedoch erst langfristg erwartet werden“, sagt Maria Leenen, Geschäftsführerin von SCI Verkehr, im Bezug zum Optimismus in der Branche für die Zukunft.

    Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH
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