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News-Rubrik: Sonstiges Europa

Datum:08.05.2012 - Uhrzeit: 08:40

Neues aus Mallorca

Aufnahme Elektrische Zugförderung
Die Mallorcanische Eisenbahngesellschaft SFM hat bereits am 16. Februar 2012 die elektrische Zugförderung zwischen Palma und Enlac mit einem Fest offziell in Betrieb genommen. Zum Einsatz kommen die neuen 4teiligen Triebwagenzügen Baureihe 81/83 vom Hersteller CAF, die schon im 2011 in Palma waren aber wegen grossen Problemen sowie dem Regierungswechsel nicht getestet werden konnten. Im Januar 2012 konnten diese Neubauzüge endlich mittels einem Probevorlaufbetrieb in Betrieb genommen werden und haben nun die Dieseltriebzüge Baureihe 61 auf den Restabschnitt Enlac-Inca / Manaco verdrängt. Lediglich am zu Verstärkerzeiten fahren die Dieselzüge noch bis Palma durch. Wann die restliche Strecke Enlac - Inca/Manaco elektrifiziert wird ist noch offen. Derzeit kann sich die SFM, die auf einem Schuldenberg von 350 Mio Euro sitzt, die dafür notwendigen 58 Mio. Euro nicht leisten. Allerdings hofft man durch den Verkauf von 5 Dieselzügen der Baureihe 61 wenigstens ein wenig in die Kassen zu bekommen.

Ferrocarill de Soller feiert ihren 100. Geburtstag
Die Ferrocarill de Soller feiert dieses Jahr ihren 100. Geburtstag. Bereits in den Jahren 1905 bis 1907 wurde die 27km lange Bahnstrecke von Palma nach Soller gebaut, doch erst 1912 wurde der Bahnbetrieb mit Dampfloks sowie wenigen Personenwagen offziell aufgenommen. Zeitgleich wurde auch die Trambahn Soller-Soller Port eingeweiht, die gleich mit 600 Volt elektrifiziert worden war. Im Jahr 1929 erfolgte dann auch auf der Sollerbahn die Elektrifizierung durch Siemens-Schuckert - diesmal allerdings mit 1500 Volt Gleichstrom. Bei einer spanischen Wagonbaufirma in Saragossa wurden weitere Personenwagen gebaut um den Fuhrpark zu vergrössern. 1992 hat die UNESCO die Ferrocarill de Soller zum Weltkulturerbe erklärt so dass die historische Schmalspurbahn der Nachwelt erhalten bleiben wird. Heute sind immer noch alle 18 Personenwagen sowie 4 Triebwagen im Einsatz, die in der Werkstatt Soller von Hand gepflegt werden.

Triebwagen 4 in Palma (Aufnahme von 2010 Ludwig Reyer)

Quelle:/Fotos: Ludwig Reyer

Datum:17.04.2012 - Uhrzeit: 09:52

Stadler: Vier FLIRT für die GySEV

GYSEV und Stadler haben einen Vertrag über die Lieferung von EMU-Zügen unterzeichnet – Der erste FLIRT trifft Anfang 2014 in Sopron ein

Ilona Dávid, Vorsitzende und CEO von Gy?r-Sopron-Ebenfurti Vasút Zrt. (GYSEV), und Zoltán Dunai, Länderverantwortlicher für Ungarn von Stadler Rail Group (Stadler), haben heute einen Vertrag über die Lieferung von vier elektrischen Regionalzügen unterzeichnet. Der Vertrag beruht auf einer Ausschreibung für die Modernisierung des Bahnangebots auf der Linie Sopron–Szombathely–Szentgotthárd. Der Gesamtwert des Vertrags beläuft sich auf rund EUR 20 Mio., wovon 85 % durch den Kohäsionsfonds der Europäischen Union gedeckt sind. Die erste Zugseinheit wird Stadler Anfang 2014 an die Eisenbahngesellschaft liefern, der letzte Zug soll Mitte 2014 folgen. Die Wagenkästen werden im Werk von Stadler in Szolnok gefertigt.

GYSEV Zrt. hat im Rahmen der Modernisierung der Eisenbahnlinie Sopron–Szombathely–Szentgotthárd in Westungarn am 26. November 2011 eine öffentliche Ausschreibung für die Lieferung von vier EMU-Zügen bekannt gegeben. Am 30. März konnte die Eisenbahngesellschaft das öffentliche Beschaffungsverfahren erfolgreich abschliessen und Stadler Bussnang AG als Ausschreibungsgewinner präsentieren.

Der Kaufpreis für die vier Züge beläuft sich auf rund EUR 20 Mio. Der erste FLIRT von Sopron wird bereits ab Frühjahr 2014 Passagiere befördern, der letzte Zug wird Mitte 2014 in Betrieb genommen.

Beim zu fertigenden Fahrzeug handelt es sich um einen ähnlichen Typ wie bei den FLIRT-Zügen, die an die ungarische Eisenbahngesellschaft MÁV geliefert wurden. Das Niederflurfahrzeug, das eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h erreichen kann, bietet neben 200 Sitzplätzen auch 164 Stehplätze. Die FLIRT-Züge für die Eisenbahn von Sopron sind mit einem modernen Passagierinformationssystem und einer Klimaanlage ausgestattet. Sie verfügen zudem über multifunktionale Bereiche für den Transport von Fahrrädern und Toilettenanlagen, die auch für Passagiere mit Behinderung leicht zugänglich sind. Das Fahrzeug erreicht eine Anfahrbeschleunigung von 1,2 m/s2. Damit können die Züge Verspätungen von bis zu 10 Minuten aufholen.

«Die vollständige Erneuerung der von GYSEV Zrt. betriebenen Bahnlinie Sopron–Szombathely–Szentgotthárd wurde vor mehr als einem halben Jahr abgeschlossen. Die Züge fahren viel schneller, viel sicherer und mit einem viel attraktiveren Fahrplan. Die Statistiken zeigen, dass die Passagiere sich über diese Entwicklung freuen: Im Februar dieses Jahres haben wir zwischen Sopron und Szombathely 26 % mehr Passagiere befördert und zwischen Szombathely und Szentgotthárd 20 % mehr als noch vor einem Jahr. Wir möchten, dass sich unsere Fahrgäste auch langfristig für den öffentlichen Verkehr entscheiden. Die Unterzeichnung dieses Vertrags kann dazu beitragen, denn damit kommen in weniger als zwei Jahren die modernen FLIRT-Züge – die sich in ganz Europa grosser Beliebtheit erfreuen – auf der von GYSEV betriebenen Bahnlinie Sopron–Szentgotthárd zum Einsatz.» Ilona David, Vorsitzende und CEO von GYSEV.

Stadler hat 2004 den ersten FLIRT EMU an die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) geliefert. Dieser Fahrzeugtyp ist nicht nur in der Schweiz sehr beliebt, sondern FLIRT-Züge stehen mittlerweile in insgesamt 13 Ländern im Einsatz: Neben der Schweiz sind dies Deutschland, Österreich, Frankreich, Finnland, Norwegen, Italien, Polen, Algerien, Weissrussland, Estland, Tschechien und natürlich Ungarn. Mit insgesamt 722 bisher bestellten Einheiten ist der FLIRT definitiv zum Star der Stadler Gruppe avanciert.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail

Datum:05.04.2012 - Uhrzeit: 09:02

Desiro RUS in Wien bei RTA



Es bedarf immerhin eines seltenen Anlassfalles um ausgerechnet ein russisches Triebfahrzeug in Österreich antreffen zu können. Aufgrund von anberaumten Untersuchungen im Wiener Klima- Windkanal der RailTec Arsenal (RTA) entsandte der Triebfahrzeughersteller Siemens zwei Elemente eines für die Russischen Staatsbahnen (RZD) bestimmten Elektrotriebwagenzuges der Type „Desiro RUS“ in die Bundeshauptstadt. Die Zuführung aus dem Herstellerwerk im deutschen Krefeld erfolgt dabei mehrheitlich am Schiffsweg woraufhin das Umschlagen auf der österreichischen Seite am heutigen Mittwoch im niederösterreichischem Bad Deutsch Altenburg stattgefunden hat. Die letzte Etappe nach Wien legen die beiden Fahrzeuge bis Freitag auf Lkw Tiefladern zurück wobei der Transport aus logistischen Gründen untertags ruhen muss.Die Aufnahmen entstanden am Mittwoch Vormittag (04.04.2012).

Quelle:/Fotos: Sybic, Bahnnews-Austria

Datum:21.03.2012 - Uhrzeit: 09:00

Siemens verkauft erstmals zwei Vectron-Lokomotiven nach Italien


Siemens hat vom italienischen Privatbahnbetreiber Fuori Muro einen Auftrag über zwei Lokomotiven vom Typ Vectron DC (Gleichstrom) erhalten. Es ist die erste Vectron-Bestellung aus Italien. Die Fahrzeuge werden im Siemens-Werk in München-Allach gefertigt und im Dezember 2013 an den Kunden ausgeliefert. Der Vectron ist die neue Lokomotiven-Generation von Siemens für den europäischen Markt und wurde erstmals auf der Bahntechnikmesse InnoTrans 2010 präsentiert.
Fuori Muro wird die beiden Loks im Güterverkehr vor allem auf der rund 60 Kilometer langen Strecke zwischen der Hafenstadt Genua und dem Hinterlandterminal Interporto Rivalta Scrivia einsetzen. Mit einer Antriebsleistung von 5,2 Megawatt und einem Gewicht von 80 Tonnen erreicht der Vectron DC eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 Kilometer pro Stunde. Die Bestellung von Fuori Muro ist der weltweit erste Auftrag über DC-Lokomotiven aus der Vectron-Familie von Siemens. Der erste Kunde über Vectron-Lokomotiven war der Münchner Lokomotivvermieter Railpool, der im Dezember 2010 sechs Fahrzeuge vom Typ Vectron AC (Wechselstrom) kaufte.
Vectron-Lokomotiven sind zu 98 Prozent recyclingfähig. Damit gehört die Vectron-Familie zum Siemens-Umweltportfolio, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Quelle:/Fotos: Siemens AG

Datum:29.02.2012 - Uhrzeit: 13:17

Siemens liefert 20 Regionalzüge für britisches Fernverkehrsnetz

Die Flotte des Desiro UK wird um 20 elektrische Regionaltriebzüge erweitert. Einen entsprechenden Auftrag erhielt Siemens Rail Systems von den Betreibern London Midland (LM), First TransPennine Express (FTPE) und der Leasinggesellschaft Angel Trains Ltd. (ATL). Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 170 Mio. EUR inklusive Wartungsvertrag. London Midland verstärkt mit den Zügen seine bestehenden London-Zugverbindungen. First TransPennine Express ersetzt die Dieseltriebzüge, die den Flughafen Manchester mit den schottischen Städten Glasgow und Edinburgh verbinden. Die Fertigung erfolgt im Siemens-Werk in Krefeld. Der Lieferzeitraum erstreckt sich von Ende 2013 bis Sommer 2014.
Siemens Rail Systems wird weitere 20 elektrische Regionaltriebzüge (EMU) nach Großbritannien liefern und schreibt damit die Erfolgsgeschichte des Desiro UK fort. Zehn der bestellten Züge gehören zur Klasse 350/3 des Betreibers London Midland und zehn zur Klasse 305/4 des Betreibers First TransPennine Express. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Desiro-UK-Flotte seit nunmehr neun Jahren für die Fahrgäste zuverlässig im Einsatz ist und freuen uns, dass die Zugfamilie erneut erweitert wird. Dies zeugt von der hohen Zufriedenheit unserer Kunden in Großbritannien und steht für die hervorragende Zuverlässigkeit unserer Züge“, sagte Hans-Jörg Grundmann, CEO der Division Rail Systems.
First TransPennine Express wird auf der West Coast Main Line seine Dieseltriebzüge durch die EMUs ersetzen, die sowohl die Stadt Edinburgh als auch die Stadt Glasgow mit dem Flughafen Manchester verbinden. Ebenfalls auf der West Coast Main Line wird London Midland sein bestehendes Verkehrsangebot für Pendler Richtung London ausbauen. Gewartet werden die vierteiligen Triebzüge im Siemens-Depot in Manchester.
Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Meilen pro Stunde. Dies entspricht 176 Kilometern pro Stunde. Der Betrieb erfolgt mit 25 kV Wechselspannung (AC). Beim Bremsen speisen die Züge die freiwerdende Energie ins Netz ein. Zusätzlich erhalten die Triebfahrzeugführer mittels eines Fahrerassistenzsystems unterstützende Informationen, die eine energieoptimierte Fahrweise ermöglichen. Dadurch wird Strom gespart und der CO2-Ausstoß vermindert.
Der Desiro UK wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem wiederholt mit dem „Golden und Silver Spanner Award“ des Modern Railways Magazine für seine Zuverlässigkeit. Zuletzt erhielten die Züge der Baureihe 350/2 Ende vergangenen Jahres den „Golden Spanner“: Ohne technischen Fehler legte die Flotte in vier Wochen eine Gesamtstrecke von mehr als 615.000 Kilometern zurück. Das ist neuer britischer Rekord für einen Passagierzug.
Begonnen hat die Erfolgsgeschichte der britischen Zugfamilie im Jahr 2003, als First Great Eastern (heute Greater Anglia) die ersten Fahrzeuge zwischen London und East Anglia einsetzte. Bestellt wurden diese Züge ebenfalls von der Leasinggesellschaft Angel Trains, die mit dem nun vergebenen Auftrag insgesamt 243 Züge geordert hat. Auf Großbritanniens Schienen sind mehr als 370 Desiros unterwegs. Instand gehalten werden diese Züge mit annähernd 1.500 Wagen-Einheiten in den von Siemens gebauten und betriebenen Depots in Acton, Northam, Manchester, York, Northampton und Glasgow.

Quelle:/Fotos: Siemens

Datum:17.02.2012 - Uhrzeit: 08:58

Desiro RUS wird verladen





DB Schenker übernimmt die Aufgabe für die Verladung der Triebwagen ab dem Rheinhafen in Krefeld bis nach St. Petersburg. Die Bilder zeigen die Verladung mehrerer Einheiten am 16. Februar 2012.

Quelle:/Fotos: Bernd Piplack

Datum:07.02.2012 - Uhrzeit: 08:16

Siemens präsentiert den ersten Desiro RUS

Die Russischen Eisenbahnen (RZD) haben den ersten Regionaltriebzug vom Typ Desiro RUS im Siemens-Werk in Krefeld besichtigt und zur Auslieferung freigegeben: Im Februar beginnt der Transport per Schiff bis in den russischen Seehafen Ust Luga. Von dort geht es auf der Schiene weiter ins Depot bei Sankt Petersburg, von wo aus die Züge ihre Zulassungsfahrten starten. Mit einer Höhe von 4,85 und einer Breite von 3,48 Metern ist der Desiro RUS ein Koloss auf Schienen. Das erste von 38 Fahrzeugen wird im Februar 2012 per Schiff von Krefeld über Amsterdam und Sassnitz (Insel Rügen) nach Ust Luga bei Sankt Petersburg transportiert. Gekuppelt ist jeder Fünfteiler über 126 Meter lang und rund 260 Tonnen schwer. Da im Siemens-Werk in Krefeld keine russischen Breitspur-Schienen verlegt sind, stehen die Drehgestelle des Fahrzeugs hier auf Adaptern.

Die Produktion des Desiro RUS im Siemens-Werk in Krefeld hatte im April 2011 begonnen. Neun Monate später, Ende Januar 2012, unterzeichneten Siemens und die RZD die Transport-Freigabe des ersten von 38 Fünfteilern. Mitte Februar startet dessen Auslieferung nach Russland. Dabei stellt das Fahrzeug mit einer Höhe von fast fünf und einer Breite von dreieinhalb Metern die Logistik-Spezialisten von Siemens vor große Herausforderungen: Die Wagen sind zu breit und zu hoch, um sie auf der Schiene oder der Straße quer durch Deutschland in den Fährhafen Sassnitz (Insel Rügen) zu bringen. Daher fiel die Wahl auf den Fluss- und Seeweg, von Krefeld über Amsterdam nach Rügen. Dort werden die Wagen erstmals auf ihre richtigen Gleise gestellt – das heißt auf russische Spurweite mit 1.520 Millimetern Breite – und zum Zugverband gekuppelt. Eine Lokomotive schiebt den Desiro RUS dann über die Schienen in den Frachtraum der Eisenbahnfähre. Deren Ankunft im russischen Hafen Ust Luga ist im März 2012 geplant. Von dort sollen die Regionaltriebzüge für ihre ersten Testfahrten in ein Depot bei Sankt Petersburg gebracht werden.

Mit den neuen Regionalzügen wird der Komfort für Fahrgäste und Zugpersonal steigen. Außerdem verbraucht der neue Siemens-Zug gegenüber den aktuell in Russland eingesetzten Zügen etwa 30 Prozent weniger Energie. Der Desiro RUS, der bei den RZD „Lastotschka“ heißt (russisch für „Schwalbe“), erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde. Das Fahrzeug ist eine Weiterentwicklung des Desiro ML und wurde speziell an den russischen Markt angepasst. Dazu gehören unter anderem die Kälteresistenz bis minus 40 Grad Celsius, größere Wagenkästen sowie breitere Drehgestelle.

In den Jahren 2009 und 2010 haben die Russischen Eisenbahnen insgesamt 54 Fahrzeuge vom Typ Desiro RUS für den Einsatz bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi bestellt. Die ersten 38 werden komplett bei Siemens in Krefeld gebaut, die restlichen 16 Fahrzeuge mit steigender Lokalisierung der Arbeiten auch in Jekaterinburg. Dort investiert Siemens rund 200 Millionen Euro in den gerade beginnenden Aufbau der Fabrik. Neben der Produktion übernimmt Siemens für eine Dauer von 40 Jahren auch die Instandhaltung der Fahrzeuge. Insgesamt sind die Aufträge über Herstellung und Wartung fast 1,1 Milliarden Euro wert."


Mit einer Höhe von 4,85 und einer Breite von 3,48 Metern ist der Desiro RUS ein Koloss auf Schienen. Das erste von 38 Fahrzeugen wird im Februar 2012 per Schiff von Krefeld über Amsterdam und Sassnitz (Insel Rügen) nach Ust Luga bei Sankt Petersburg transportiert. Gekuppelt ist jeder Fünfteiler über 126 Meter lang und rund 260 Tonnen schwer. Da im Siemens-Werk in Krefeld keine russischen Breitspur-Schienen verlegt sind, stehen die Drehgestelle des Fahrzeugs hier auf Adaptern


Quelle:/Fotos: Siemens

Datum:19.12.2011 - Uhrzeit: 14:06

Russische Bahn bestellt weitere Hochgeschwindigkeitszüge bei Siemens

Die russische Bahngesellschaft RZD hat bei Siemens acht weitere Hochgeschwindigkeitszüge "Velaro RUS" in Auftrag gegeben. Hinzu kommt ein Instandhaltungsvertrag für die Dauer von 30 Jahren. Insgesamt beträgt das Auftragsvolumen rund 600 Millionen Euro. Die Auslieferung der Züge, die im Siemens-Werk Krefeld gefertigt werden, beginnt im Januar 2014. "Es freut uns sehr, dass die RZD beim weiteren Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs wieder auf Siemens setzt", sagte Siemens-Chef Peter Löscher, der heute in Moskau die entsprechenden Vereinbarungen mit Vladimir Yakunin, Präsident der RZD, unterzeichnete.

Durch den Nachfolgeauftrag wird die Kapazität der RZD-Hochgeschwindigkeitsflotte, die heute ausschließlich aus Zügen von Siemens besteht, mit einem Schlag verdoppelt. Die zusätzlich bestellten acht Züge mit jeweils zehn Wagen sollen auf der Strecke Moskau - Sankt Petersburg eingesetzt werden, um die hohe Nachfrage der Kunden bedienen zu können. Das in Russland Sapsan - zu Deutsch "Wanderfalke" - genannte Modell basiert auf der Velaro-Plattform von Siemens, dem aktuell erfolgreichsten Hochgeschwindigkeitszug der Welt.

Seit Ende 2009 verbinden acht Sapsan-Garnituren die Hauptstadt Moskau mit den Metropolen Sankt Petersburg und Nischni Nowgorod. Die hohe Reisegeschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern verkürzt die Fahrzeit gegenüber den bislang eingesetzten Zügen erheblich, beispielsweise nach Sankt Petersburg um eine Stunde. Die Züge sind für extreme Witterungsbedingungen von minus 40 bis plus 40 Grad ausgelegt und haben sich in der Praxis durch einen reibungslosen Betrieb sowie höchste Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit bewährt. Bereits seit 2009 ist Siemens auch für die Instandhaltung der Flotte verantwortlich. Die Wartung der Züge erfolgt in einem der weltweit modernsten Depots etwas außerhalb von Sankt Petersburg. Die dort eingesetzten neuen Instandhaltungstechniken, wie etwa Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung), sowie die kontinuierliche Überwachung der Fahrzeuge im Betrieb sorgen dafür, dass seit Vertragsbeginn die vertraglich vereinbarte Verfügbarkeit von 98 Prozent stets deutlich übertroffen werden konnte.

Der Velaro RUS nutzt die sogenannte Triebzugtechnologie, eine Entwicklung von Siemens. Dabei sind Antrieb und alle Technikmodule im gesamten Unterflurbereich verteilt und nicht wie bei herkömmlichen Zügen in den Lokomotiven am Kopf und Ende des Zuges untergebracht. Auf diese Weise wird eine um rund 20 Prozent höhere Sitzplatzkapazität, eine stärkere Beschleunigung und bessere Steigfähigkeit an Steilstrecken erreicht. Mit dieser Technologie erhöht sich die Wirtschaftlichkeit insgesamt im Vergleich zu konventionellen Zügen erheblich.

Die zehnteiligen Triebzüge des Velaro RUS sind jeweils 250 Meter lang und bieten Platz für 600 Fahrgäste. Die Fahrzeuge sind für das russische Spur-Format ausgelegt und rund 33 Zentimeter breiter als die in Deutschland eingesetzten ICE-3-Züge der Deutschen Bahn. In den jetzt bestellten Modellen wird es zusätzlich zur Business-Klasse eine Premium-Klasse sowie eine besonders komfortable VIP-Zone geben. Alle Wagen verfügen außerdem über Internet-Anschluss.

Russland gilt als einer der expansivsten Bahnmärkte der nächsten Jahrzehnte. Die Siemens-Division Rail System ist derzeit der erfolgreichste nicht-russische Anbieter im größten Flächenstaat der Welt. "In den letzten fünf Jahren konnten wir in Russland strategisch bedeutende Aufträge gewinnen. Gemeinsam mit russischen Partnerfirmen haben wir Produktionsstätten für Lokomotiven und Regionalzüge gegründet und Investitionen in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro getätigt - ein klares Bekenntnis zu einem langfristigen Engagement in Russland", betonte der CEO von Rail Systems, Hans-Jörg Grundmann.

Quelle:/Fotos: Siemens AG

Datum:12.12.2011 - Uhrzeit: 09:09

Neue Werbeloks in Ungarn und Slowenien

Gleich zwei neue Werbeloks wurden in den letzten Tagen fertiggestellt. Die slowenische 541-001 wirbt nun in einer recht gelungenen Ganzreklame für die für die Bayerisch-Österreichische Landesausstellung 2012 (Bild).
Die 1047 501 der GySEV wurde mit Werbefolien anlässlich des 175. Geburtstags von Kaiserin Elisabeth (Sisi) 2012 mit Werbefolien beklebt. (Bild).

Quelle:/Fotos: EBFÖ, DSO

Datum:06.12.2011 - Uhrzeit: 08:57

Schon wieder neue Werbelok in Ungarn

Am 9. Dezember 2011 soll eine weitere Werbelok in Ungarn präsentiertw erden. Diesmal wird die GySEV in Gödöllö die 470 501 mit einer Beklebung anlässlich des 175. Geburtstags von Kaiserin Elisabeth (Sissi) vorgestellt.
Quelle:/Fotos: EBFÖ

Datum:02.12.2011 - Uhrzeit: 08:54

Desiro UK von Siemens ist Englands bester Zug



Ausgezeichnet mit dem „Golden Spanner” für seine Zuverlässigkeit im Jahr 2011: Der Desiro UK der Baureihe 350/2 hält den britischen Rekord für Pannenfreiheit.

Der Desiro UK der Baureihe 350/2 von Siemens ist der zuverlässigste Regionaltriebzug in Großbritannien: Ohne technischen Fehler legte die Flotte in vier Wochen eine Gesamtstrecke von mehr als 615.000 Kilometern zurück. Das entspricht beinahe einer Mondfahrt mit Rückreise – und ist neuer britischer Rekord für einen Passagierzug.
Die Fachzeitschrift „Modern Railways“ hat den Regionaltriebzug Desiro UK der Baureihe 350/2 von Siemens jetzt für seine hohe Zuverlässigkeit mit dem begehrten Preis „Golden Spanner“ (Goldener Schraubenschlüssel) ausgezeichnet. Das britische Leasing-Unternehmen Porterbrook hatte die 37 Fahrzeuge im Jahr 2007 bestellt.
Gefertigt wurden sie im Siemens-Werk in Krefeld. Seit 2008 sind sie für den Betreiber London Midland zwischen Birmingham, Northampton und Euston unterwegs und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde. Beim Bremsen speisen sie die freiwerdende Energie ins Netz ein, sparen dadurch Strom und vermindern den CO2-Ausstoß.
Den zweiten Preis – den „Silver Spanner“ – verlieh „Modern Railways“ an die Schwesterflotte: die Baureihe 360/2. Sie verbindet London mit dem Flughafen Heathrow. Damit hat sich Siemens erneut eine Spitzenplatzierung bei der jährlichen Preisvergabe des Magazins gesichert.
Die Desiro-UK-Flotte wurde schon mehrfach von Fachmedien und Betreibern für ihre herausragende Zuverlässigkeit ausgezeichnet. Bereits im vergangenen Jahr erhielten die Baureihen 350/2 und 360/2 den „Golden Spanner“ und den „Silver Spanner“, damals in umgekehrter Platzierung.
Entscheidend für die hohe Zuverlässigkeit der britischen Desiro-Flotte sind nicht nur die Technik und das Material, sondern auch die regelmäßige Instandhaltung der Fahrzeuge. Dafür ist ebenfalls Siemens verantwortlich: Als einziger Hersteller konnte das Unternehmen in Großbritannien für jeden ausgelieferten Zug einen Wartungsvertrag abschließen. Heute wartet Siemens in neun Depots in Acton, Ardwick, Crewe, Glasgow Shields, Ilford, Leeds, Northampton, Southampton und York insgesamt über 370 Züge seiner Desiro-Familie für sieben verschiedene Betreiber.

Quelle:/Fotos: Siemens

Datum:24.11.2011 - Uhrzeit: 08:32

Neue Werbelok in Ungarn

Die 470 010 (ehemalige 1047 010) wird am 25. November 2011 um 11 Uhr in Budapest Nyugati als neue Werbelok getauft. Die Lok trägt die Beklebung "Aranycsapat", der "Gold"-Fußballmannschaft von 1954.
Quelle:/Fotos: EBFÖ
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