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News-Rubrik: Sonstiges Europa

Datum:21.03.2017 - Uhrzeit: 09:20

TSSC 180.018 in Breclav

Am 20.3.2017 gab es im tschechischen Grenzbahnhof Breclav eine -aus technischen Gründen- dort planmäßig nicht anzutreffende Lok zu sehen. Dabei handelte es sich um die TSSC 180 018 (ex DB), welche im südtschechischen 25 kV-Bereich stand, dieses Triebfahrzeug aber keinen 25 kV-Teil hat. Zu beachten ist auch der Stromabnehmer über dem Führerstand 2, welcher vermutlich die Ursache für die Verschleppung dieser Lok ist.


TSSC 180.018 am 20.3.2017 im tschechischen Grenzbahnhof Breclav.



Quelle:/Fotos: Herbert Pschill

Datum:16.03.2017 - Uhrzeit: 09:05

Hector Rail bestellt 15 Vectron-Lokomotiven bei Siemens

- Auslieferung ab Frühjahr 2018
- Zweiter Auftrag des schwedischen Eisenbahnverkehrsunternehmens

Das Eisenbahnverkehrsunternehmen Hector Rail AB hat 15 Wechselstrom-Lokomotiven des Typs Vectron bestellt. Die Auslieferung ist ab Frühjahr 2018 geplant. Alle Loks verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 KW und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Alle Vectron AC werden mit dem europäischen Sicherungssystem ETCS sowie dem Zugleitsystem ATC2-STM ausgerüstet. Der Einsatz erfolgt im schweren Gütertransport sowie für Holztransporte in Schweden und Norwegen. Für die Überbrückung von kurzen Strecken ohne Oberleitung ist ein Diesel Power Modul mit Funkfernsteuerung an Bord.

Hector Rail ist ein unabhängiger Güterverkehrsanbieter mit Sitz in Schweden. Das Unternehmen bietet für den europäischen Eisenbahnverkehrsmarkt Transportlösungen für Produkte der Schwerindustrie sowie intermodalen Güter- und Personenverkehr für Industrieunternehmen an. Die Flotte von Hector Rail umfasst 75 Lokomotiven mit einer Jahresgesamtlaufleistung von über sieben Millionen Schienenkilometern pro Jahr. Bereits im Juli 2016 bestellte Hector Rail bei Siemens fünf Vectron-Lokomotiven. Der Auftrag beinhaltete eine Option über die jetzt georderten 15 Lokomotiven dieses Typs.




Quelle:/Fotos: Siemens AG

Datum:15.03.2017 - Uhrzeit: 08:32

Stadler liefert zehn EURODUAL-Lokomotiven an die HVLE

Stadler Valencia und der deutsche Schienengüterverkehrsbetreiber Havelländische Eisenbahn Aktiengesellschaft HVLE, haben einen Kaufvertrag über die Lieferung von zehn sechsachsigen EURODUAL-Lokomotiven nach deutscher Konfiguration angekündigt.

HVLE und Stadler haben einen Vertrag für die Herstellung und Lieferung von zehn sechsachsigen EURODUAL-Lokomotiven und den entsprechenden Full-Service-Wartungsvertrag unterschrieben. Die leistungsstarken Lokomotiven werden im Gütertransport im deutschen Netzwerk eingesetzt und verbinden 15kV AC und 25 kV AC Elektro- und Dieselantriebsmodi. Auf der Finanzierungsseite begleitet die DAL Deutsche Anlagen-Leasing die Transaktion mit einer massgeschneiderten, assetbasierten Leasing-Struktur. Der Rail-Spezialist mit Sitz in Mainz, hat auch die Arrangierung und das Funding mit Mitteln aus der Sparkassen-Finanzgruppe übernommen.

HVLE wird zum ersten Kunden der neuen Generation der sechsachsigen Dual-Mode-Lokomotiven, die Stadler für den europäischen Markt entwickelt hat. Iñigo Parra, CEO von Stadler Rail Valencia, unterstrich die Bedeutung dieses Projekts und die Vorteile der neuen Plattform: „Dieser Vertrag ist ein wichtiger Meilenstein für Stadler als erster Auftrag einer neuen Lok-Familie. Mit ihrer avantgardistischen Technik deckt die EURODual-Lokomotive alle Bedürfnisse der Bahntreiber effizient und zuverlässig ab und bietet ihnen gleichzeit zahlreiche wirtschaftliche und ökologische Vorteile.”

Für Ludolf Kerkeling (HVLE) werden sich die Bedingungen im Schienengüterverkehr verändern: Die Nachfrage nach Sechsachs-Lokomotive wird durch zunehmende Länge und Gewicht der Züge wachsen. Martin Wischner (HVLE) fügte hinzu: Wir brauchen Dieselkraft für die erste / letzte Meile, aber die ökologischen und ökonomischen Vorteile der elektrischen Energie sind für uns sehr wichtig.

Die EURODual-Lokomotive von Stadler ist eine Dual-Mode-Lokomotive mit einer beeindruckenden Leistung, sowohl im Diesel- als auch im Elektroantriebsmodus, die in verschiedenen Konfigurationen, Spurweiten und Fahrdrahtspannungen erhältlich ist. Die modulare Plattform bietet ebenfalls ein breites Spektrum an verschiedenen Antriebsleistungen im Diesel-Modus, um den individuellen Bedarf des Kunden adäquat zu decken. Die vielseitige Plattform der Lokomotive wurde für den Fracht- und Reisefernverkehr bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/Std. auf elektrifizierten und nicht-elektrifizierten Strecken entwickelt.

Stadler, bekannt als Hersteller von Schienenfahrzeugen, u.a. auch Frachtlokomotiven für den europäischen Markt, liefert derzeit die vierachsigen Dual-Mode-Lokomotiven Class 88 an den britischen Betreiber Direct Rail Services aus und führt die ersten Tests des sechsachsigen EURODUAL-Prototyps in seinem spanischen Werk durch.




Quelle:/Fotos: Stadler Rail Valencia

Datum:10.03.2017 - Uhrzeit: 10:15

Léman Express - Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg.

In der Zusammenarbeit zwischen der SBB und der SNCF ist am 9. März 2017 ein entscheidender Schritt erfolgt: Die Chefs der beiden Bahnunternehmen haben in Paris einen Vertrag zur Regelung der Betriebsmodalitäten des Léman Express unterzeichnet. Diese zukünftige grenzüberschreitende S-Bahn wird über 40 Bahnhöfe der Kantone Waadt und Genf sowie der Region Auvergne-Rhône-Alpes und somit über eine Million Einwohner bedienen.
Andreas Meyer, CEO der SBB, und Guillaume Pepy, Präsident der SNCF, haben am 9. März 2017 in Paris die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Hinblick auf den Betrieb des Léman Express besiegelt. Die integrale Inbetriebnahme dieser grenzüberschreitenden S-Bahn ist für Dezember 2019 vorgesehen, wenn der Bau des Kernstücks, der neuen CEVA-Bahnlinie (Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse), abgeschlossen ist.
Der Kooperationsvertrag zwischen der SBB und der SNCF definiert die Rahmenbedingungen des Betriebs des Léman Express und bereitet die Gründung einer neuen Gesellschaft namens Lémanis vor. Er stärkt die Beziehungen zwischen der SBB und SNCF und gewährleistet die harmonische und nachhaltige Entwicklung der Mobilität in dieser Region mit über einer Million Einwohnern. Die Aufgabe von Lémanis wird es sein, das neue Bahnangebot des Léman Express zu vermarkten und den Betrieb beidseits der Grenzen zu koordinieren. In den kommenden Wochen findet in Anwesenheit der Besteller dieses Regionalangebots die Gründung der Lémanis SA statt.
Kürzlich wurde für die Lancierung des künftigen grenzüberschreitenden Netzes unter dem Namen OMEX (Organisation für die Betriebseinführung Léman Express/CEVA) ein Team aus Mitarbeitenden der beiden Unternehmungen zusammengestellt. Dieses wird von Daniel Leuba von der SBB und Armelle Laugier von SNCF geleitet. Das Team übernimmt sowohl im Bereich der Infrastruktur als auch bei den Dienstleistungen für die Kunden des Léman Express technische und operative Aufgaben.
Mit dem Zusammenarbeitsvertrag und der Gründung von Lémanis streben SBB und SNCF nun eine schnelle Entwicklung des Angebots von Léman Express an, dies zusammen mit allen Partnern des künftigen grenzüberschreitenden Netzes.

Eine grenzüberschreitende S-Bahn – einzigartig in Europa.

Der Léman Express wird sowohl die Kantone Waadt und Genf als auch die Departemente Ain und Haute-Savoie bedienen. Auf dem 230 Kilometer langen Netz des Léman Express werden täglich 50 000 Reisende erwartet. Mit der Inbetriebnahme der 16 Kilometer langen CEVA-Linie verkürzt sich die Reisedauer zwischen Genf Cornavin und Annemasse von 47 Minuten (aktuell im Bus) auf 22 Minuten.
Die SBB und die Region Auvergne-Rhône-Alpes haben knapp 500 Millionen Franken bzw. 460 Millionen Euro in die 40 Züge der zukünftigen grenzüberschreitenden S-Bahn investiert. Die französischen und schweizerischen Besteller des Regionalverkehrs finanzieren die knapp 2 Milliarden Franken bzw. 1,8 Milliarden Euro für die Modernisierung der Infrastruktur und den Bau der neuen CEVA-Linie, die dem Léman Express seine grenzüberschreitende Dimension gibt.

Quelle:/Fotos: SBB

Datum:10.03.2017 - Uhrzeit: 09:51

SCI Global Rail Index 1/2017

Unternehmen der Bahnindustrie sehen sich zwischen Investitionsbedarf und nur moderaten Wachstumserwartungen gefangen
Zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres zeigt sich die globale Bahnbranche in verhaltener Stimmung. Dies zeigt der aktuelle SCI RAIL BUSINESS INDEX – eine regelmäßige Befragung der Top-Manager der weltweiten Bahnbranche durch das Beratungsunternehmen SCI Verkehr. Sowohl die hohen Anforderungen der Digitalisierung als auch Veränderungen der Marktstrukturen drängen die Unternehmen der Bahnindustrie zur Anpassung ihrer Geschäfte. Als Reaktion sind die Investitionsaktivitäten im Vergleich zum Vorjahr signifikant gestiegen. Die Beurteilungen der derzeitigen Geschäftslage sowie zukünftigen Geschäftsentwicklung bleiben moderat. Nur 9% der befragten Manager erwarten eine Verbesserung der Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten. Eine entsprechend verhaltene Zurückhaltung zeigt sich auch in der Beurteilung der Nachfrage. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen rutscht mit einem Saldo von -6% in den leicht negativen Bereich.





Mit einem Saldo von nur 5% beurteilen die befragten Top-Manager der weltweiten Bahnbranche die aktuelle Geschäftslage zu Beginn des neuen Geschäftsjahres als eher moderat – äußern im Vergleich zum letzten Quartal jedoch eine leicht negative Tendenz. Dabei bleibt die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage heterogen, obwohl sowohl der Anteil der Top-Manager, die die Geschäftsentwicklung als „gut“ bezeichnen, als auch jener, die die Geschäftsentwicklung als „unbefriedigend“ beurteilen, je um weitere 5% sinken. Infolgedessen wächst die Mehrheit der befragten Unternehmen, die sich mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden zeigen, weiter auf einen Anteil von insgesamt 67%.



Die moderate aber noch überwiegend positive Beurteilung der aktuellen Geschäftslage erhält mit Blick auf die Entwicklung der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen einen leicht rauen Beiklang. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, als wichtiger Indikator der Branchenentwicklung, verliert weiter an Schwung und sinkt mit einem Saldo von -6% in den leicht negativen Bereich. Vor dem Hintergrund stark gestiegener Investitionsaktivitäten im vergangenen Jahr, berichten rund 23% der befragten Unternehmen von einer Steigerung in der Nachfrage berichtet, während fast 30% der Top-Manager über einen Rückgang der Nachfrage klagen.
Gleichwohl zeigt sich eine Mehrheit von 75% der befragten Unternehmen hinsichtlich des derzeitigen Auftragsbestands zufrieden. Sowohl die Anzahl der Unternehmen, die den Auftragsbestand als zu gering beurteilen (10%), als auch jene, die den Auftragsbestand als vergleichbar groß beurteilen (15%), sinkt um etwa 10%.



Angesprochen auf die Beurteilung der erwarteten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2017, äußern sich im Saldo wieder mehr Unternehmen zurückhaltender als noch im Quartal zuvor. Angesichts der deutlichen gestiegenen Investitionstätigkeiten bleibt der Anteil der Unternehmen, die eine negative Entwicklung erwarten nahezu unverändert; aber auch die Anzahl der Top-Manager, die eine günstigere Entwicklung erwarten, sinkt auf weniger als 20%, verglichen mit 32% im letzten Quartal. Im Gegenzug wächst der Anteil der befragten Unternehmen, die eine stetige Geschäftsentwicklung erwarten auf 71%.



Seit vielen Jahren befragt SCI Verkehr die Unternehmen der globalen Bahnindustrie zur Entwicklung ihrer Investitionsaktivitäten im Vergleich zum Vorjahr. Während eine Welle an Auftragsvergaben Anfang 2013 zu steigenden Investitionsaktivitäten in den nachfolgenden Jahren führte, spiegelten sich zunehmende Unsicherheiten der Branche im Jahr 2015 in stark reduzierten Investitionstätigkeiten wider. Im Jahr 2016 verzeichnete das Niveau der Investitionstätigkeit jedoch einen signifikanten Sprung. 57% der befragten Top-Manager berichten von steigenden Investitionsaktivitäten – davon fast 20% von nachhaltig gestiegenen Investitionstätigkeiten.
„Angesichts der sich verändernden Marktstrukturen scheinen viele Unternehmen die vermehrt positiven Bilanzen der letzten Jahre zum Anlass genommen zu haben, um mit gezielten Investitionen ihre Position in einem zunehmend von Wettbewerb geprägten Markt zu stärken“, interpretiert Maria Leenen, Geschäftsführerin von SCI Verkehr GmbH, die gestiegenen Investitionstätigkeiten.

Quelle:/Fotos: SCI Verkehr

Datum:09.03.2017 - Uhrzeit: 09:11

Majestic Imperator mit Zebra in Bratislava

Am 08. März 2017 konnte diese interessante Fuhre im Bahnhof Bratislava Petrzalka beobachtet werden:



Ventus Siemens 4744 800 und 185 662 Lokomotion mit Salonzug Majestic Imperator am 08. März 2017 in Bratislava



185 662 mit Salonzug Richtung Kittsee - am 08. März 2017 bei der Ausfahrt Bratislava Petrzalka



Salonwagen Majestic Imperator



Salonwagen Majestic Imperator



Salonwagen Majestic Imperator


Quelle:/Fotos: Vladislav Bokora

Datum:09.03.2017 - Uhrzeit: 09:11

Entwicklung des weltweiten Schienenverkehrs: Güterverkehr aktuell sinkend - Stadtverkehr wächst

Weltweit sank der Schienengüterverkehr im Jahr 2015 - erstmals seit der Finanzkrise - um 4,4%. So die aktuell vorgestellte Studie der SCI Verkehr „Rail Transport Markets – Global Market Trends 2016-2025“. Eine weitere Verringerung wird auch für das Jahr 2016 erwartet, wobei diese vor allem durch die geringe Nachfrage in großen Märkten wie China oder den USA bedingt wird. Doch die Perspektive gestaltet sich mittelfristig optimistisch: ab 2018 wird ein positives Leistungswachstum prognostiziert. Dagegen werden die Leistungen im städtischen Bahnverkehr sowohl kurz- als auch mittelfristig mit durchschnittlich mehr als 5% jährlich zwischen 2015 und 2025 stark wachsen.

Der Schienengüterverkehr hat im Jahr 2015 mit einer Abnahme von 4,4% im Vergleich zum Vorjahr ein Negativwachstum verzeichnet. Dieser Trend wird sich bis 2017 fortsetzen. Ursache ist der nachlassende Transport von Kohle und Stahl aufgrund einer abgeschwächten Produktionstätigkeit sowie der Rückgang des internationalen Handelswachstums. Es ist zu befürchten, dass die Transportnachfrage angesichts des wachsenden Protektionismus in verschiedenen Teilen der Welt negativ beeinflusst wird.

In Nordamerika hat der Kohletransport durch einen Wandel des Energiemix deutlich abgenommen. Das intensive Fracking in den USA hat auf dem Transportmarkt in den letzten Jahren zu einer Sonderkonjunktur geführt, die jedoch den Rückgang der Nachfrage am Kohlemarkt nicht vollständig kompensieren konnte. Mit dem sinkenden Ölpreisniveau verliert die Transportnachfrage nach Erdöl aktuell an Dynamik und wird langfristig durch den Bau von Pipelines weiter negativ beeinflusst werden.

Asien wird vom chinesischen Transportmarkt dominiert, welcher im Bereich des Schienengüterverkehrs schrumpft. Ursachen dafür sind steigende Tarife im Schienengüterverkehr in den letzten Jahren, während parallel die Straßeninfrastruktur mit Autobahnen stark ausgebaut wurde, wodurch die Attraktivität des Straßengüterverkehrs deutlich zugenommen hat. Darüber hinaus hat auch in der chinesischen Energiepolitik ein Umdenken weg von der Kohle eingesetzt, das die Transportnachfrage bedeutend negativ beeinflusst hat. Die jüngsten chinesischen Bestrebungen, die Luftqualität nachhaltig zu verbessern, kann auch eine Verschiebung des Modal Split zugunsten der umweltfreundlicheren Schiene bewirken. Inwiefern entsprechende politische Weichenstellungen stattfinden und ob diese in der Lage sein werden die sinkenden Kohletransporte auf der Schiene zu kompensieren, ist aktuell noch unklar.




Im Gegensatz zum Schienengüterverkehr ist der städtische Bahnverkehr seit 2010 schnell gewachsen. Ein Nachlass dieses Wachstums wird vor 2020, wenn viele Metro- und Straßenbahnsysteme fertiggestellt sind, nicht erwartet. Netzerweiterungen, vor allem der Bau neuer Linien in Städten, die zuvor kein städtisches Bahnsystem hatten, sind der Hauptantrieb in der Entwicklung von Stadtbahnen. Ein Beispiel hierfür ist China, wo die Stadtbahnsysteme zwischen 2005 und 2015 von weniger als 1.000 km auf mehr als 3.000 km um das Dreifache gewachsen sind. Weitere Investitionen sind geplant. Aktuell sind 4.450 km Strecke an schienengebundenen Stadtverkehrsnetzen im Bau oder bereits in Betrieb. Hohe Wachstumsraten werden auch in Süd- und Mittelamerika erzielt. Wichtige Verbesserungs- und Erweiterungsprojekte finden momentan in den größten Märkten Brasilien, Argentinien und Chile statt. Das Wachstum wird zudem auch in kleineren Märkten durch neue Systeme untermauert, so zum Beispiel die Umsetzung von Metroprojekten in Quito, Panama City und Lima.

Der Schienenpersonenverkehr hat in den letzten Jahren eine konstant positive Entwicklung gezeigt, obwohl die Trends in den Regionen der Welt sehr unterschiedlich sind. Während Leistungen im Schienenpersonenverkehr der GUS-Staaten, Osteuropas sowie Afrikas und des Mittleren Ostens signifikant abgenommen haben, sind diese in Asien sowie in Süd- und Mittelamerika schnell gewachsen. Die Erweiterung von Hochgeschwindigkeitsnetzen, vor allem in China, und die zunehmende Anzahl von Leistungen z.B. in den Ballungsräumen Südamerikas haben zu diesem Trend beigetragen. Beflügelt wird der Schienenpersonenverkehr gerade in reifen Märkten wie Westeuropa oder Nordamerika auch durch ordnungspolitische Maßnahmen, welche den PKW-Verkehr im Interesse von Umwelt und Lebensqualität zu reduzieren versuchen.

Insgesamt befinden sich die Schienenverkehrsmärkte im Wachstum. Zwischen 2005 und 2015 fand in allen drei Segmenten: Schienengüter-, Schienenpersonen-, und Stadtverkehr ein Wachstum statt. Trotz kurzfristiger bzw. regionaler Volatilitäten ist das Gesamtbild positiv: die Verkehrsvolumina waren im Jahr 2015 bedeutend höher als noch im Jahr 2005. Ein langfristiges Wachstum wird auch weiterhin in allen Segmenten erwartet, jedoch kurzfristig mit verschiedenen Geschwindigkeiten.

Die MultiClient Studie “Rail Transport Markets – Global Market Trends 2016-2025” ist ab sofort bei SCI Verkehr GmbH erhältlich.


Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH

Datum:07.03.2017 - Uhrzeit: 10:15

Weiterer Ausbau der RCG am Slowenischen Markt

Rail Cargo Logistics erhöht Anteile der Beteiligung an Intereuropa-FLG; Umfirmierung in Rail Cargo Logistics d.o.o abgeschlossen

Die Rail Cargo Group – Güterverkehrstochter der ÖBB – intensiviert ihre Bahnlogistikaktivitäten am slowenischen Markt. Nachdem Rail Cargo Logistics - Austria durch Aufstockung der Unternehmensanteile von 50% auf 74% Mehrheitseigentümer des Unternehmens Intereuropa-FLG wurde, folgte nun der nächste Schritt: Im Hinblick auf einen einheitlichen Marktauftritt wurde der Name von Intereuropa-FLG auf Rail Cargo Logistics d.o.o. geändert.

Starke Marktpräsenz

Das Unternehmen Intereuropa-FLG d.o.o. blickt auf eine langjährige Firmengeschichte zurück und ist bereits seit 2005 Teil der Rail Cargo Group. Das Leistungsspektrum des Unternehmens mit Sitz in Ljubljana reicht vom klassischen Bahntransport bis hin zu Containertransporten und umfasst vor allem die Abwicklung intermodaler Transporte über die Adria-Seehäfen. Insbesondere werden Transitverkehren über den Hafen Koper inklusive dazugehöriger Hafenleistungen organisiert. Ergänzend profitieren die Kunden von Logistikleistungen wie Lagerhaltung, Umladung, LKW-Lieferungen, Sendungsverfolgung, Verzollung und Beratungen.

Rail Cargo Logistics d.o.o. punktet sowohl mit umfassenden Serviceleistungen als auch qualitativ hochwertigem Logistiksupport und festigt so seine Position als eines der führenden Unternehmen der Schienenlogistik in Slowenien. Darüber hinaus ermöglicht die geographische Lage Sloweniens als Knotenpunkt zweier wichtiger paneuropäischer Schienenkorridore effiziente Bahntransporte über nationale Grenzen hinweg.


Quelle:/Fotos: Rail Cargo Group

Datum:06.03.2017 - Uhrzeit: 11:15

193 212 nun auch bei MMV

Seit 1.3.2017 fährt nun die ehemalige ECCORAIL 193 212 für das ungarische EVU MMV. Neben der 193 228 ist sie jetzt die zweite ELL-Lok die für dieses EVU fährt. Nachdem sie auch eine Zulassung in Ungarn hat, ist sie uneingeschränkt einsetzbar. Meist erbringt sie aber Zugleistungen zwischen den Grenzbahnhöfen Hegyeshalom und Passau.
Äußerlich unterscheiden sich dies beiden Loks durch den stirnseitigen schwarzen MMV-Aufkleber den die 193.212 trägt, an den Seitenwänden sind noch die Konturen von ECCO zu sehen.
ELL/MMV 193.212 sowie die abgestellten FLOYD-Lokomotiven 659.001, 450.006, 450.004 und 450.008 am 4.3.2017 im ungarischen Grenzbahnhof Hegyeshalom.




Quelle:/Fotos: Herbert Pschill

Datum:27.02.2017 - Uhrzeit: 10:15

Neue Traxx in Belgien unterwegs

Die vor kurzem nach Belgien überführten Akiem-TRAXX 186 252 bis 255 mit Zulassung in DE, BE und FR sind nun dort bei B Logistics im Einsatz. 186 253 + 254 beförderten beispielsweise am 24. Februar 2017 in Berchem einen Kohlezug nach Dillingen.



Auch die erste kürzlich ausgelieferten Akiem-186 192 bis 195 sind in Belgien unterwegs - allerdings sid diese Loks von der SNCF angemietet. Die Aufnahmen entstand am 17. Februar 2016 in Berchem.




Quelle:/Fotos: Thierri Heylen

Datum:22.02.2017 - Uhrzeit: 09:25

Weitere BDZ 44/45 zur ZOS Zvolen

Drei Skoda-BDZ Rheihe 44 und 45 sind am 20. Februar 2017 in Curtici unterwegs zum Werk in Zvolen. Das Bild zeigt die 44.135.2.




Quelle:/Fotos: Silviu Dirlea

Datum:17.02.2017 - Uhrzeit: 09:42

Neuer Partner für BLS Cargo

Einstieg von SNCF Logistics in das Aktionariat von BLS Cargo vereinbart

Die BLS verkauft 45 Prozent der Aktienanteile an ihrer Güterverkehrstochter BLS Cargo an SNCF Logistics. Die neue Partnerschaft zwischen den beiden Güterbahnen stärkt das erfolgreiche Geschäftsmodell auf dem Nord-Süd-Güterverkehrskorridor.

Die BLS AG hat sich im Zuge ihrer Partnersuche für ihre Güterverkehrstochter, die BLS Cargo AG, für SNCF Logistics entschieden. SNCF Logistics verantwortet innerhalb der SNCF-Gruppe die Bereiche Logistik und Güterverkehr. Die Beteiligung in Höhe von 45 Prozent untersteht der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Die BLS bleibt mit 52 Prozent Aktienanteil Mehrheitsaktionärin. Unverändert an der BLS Cargo AG beteiligt bleibt die Ambrogio-Gruppe (IMT) mit einem Aktienanteil von 3 Prozent.

Neue Partner ergänzen sich ideal

SNCF Logistics ist bereits heute aktiv auf dem Güterverkehrsmarkt tätig und hält mit ihren Tochtergesellschaften Captrain Deutschland und Captrain Italia nach den jeweiligen Staatsbahnen die zweitstärksten Akteure im deutschen und italienischen Markt. In der Schweiz und auf dem Güterverkehrs-Korridor Nord-Süd ist die SNCF-Gruppe bisher weniger stark tätig, so dass die gute Position von BLS Cargo vor allem im internationalen Kombinierten Verkehr die Geschäftstätigkeit der SNCF ideal ergänzt. «Mit der SNCF-Gruppe haben wir die richtige Partnerin gefunden», sagt Bernard Guillelmon, Verwaltungsratspräsident von BLS Cargo. «Damit können wir das Gütergeschäft im internationalen Umfeld weiter nachhaltig und zukunftsorientiert gestalten.»

BLS Cargo und SNCF Logistics werden die Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Verkehren stärken, gegenseitig von der Partnerschaft profitieren und am Markt mit internationalen und durchgängigen Angeboten auftreten. «BLS Cargo ist ein äusserst attraktives und gut aufgestelltes Unternehmen», betont Sylvie Charles, Generaldirektorin des Geschäftsbereichs Eisenbahngüter- und intermodaler Verkehr der SNCF Logistics. «Wir glauben an das grosse Potenzial des Nord-Süd-Korridors», präzisiert Sylvie Charles. «Die enge Zusammenarbeit zwischen BLS Cargo und unseren Captrain-Gesellschaften wird uns erlauben, optimierte grenzüberschreitende Angebote für die Kunden auf dem Korridor zu erstellen.»

Alle drei Aktionäre BLS, SNCF und IMT stützen das erfolgreiche Geschäftsmodell von BLS Cargo und den unabhängigen und neutralen Marktauftritt gegenüber Kunden und Lieferanten. Die bisherigen Unternehmensstrukturen, der Standort Bern und das bestehende Management bleiben unverändert, ebenso die wichtigen Leistungsbeziehungen mit der BLS in den Bereichen Lokführer, Lokomotiven und Werkstätten.

BLS Cargo verbessert ihr Ergebnis 2016

BLS Cargo hat sich in den vergangenen Jahren auf dem Kernmarkt zwischen Nordsee und Mittelmeer (Rhine-Alpine-Korridor) eine gute Marktposition erarbeitet und bei Kunden und Partnern eine starke Reputation aufgebaut. Dank des schlanken Geschäftsmodells und den innovativen grenzüberschreitenden Lokeinsatz-Konzepten gelingt es BLS Cargo als eine der wenigen europäischen Güterbahnen, seit Jahren finanziell erfolgreich zu arbeiten. Dies ist auch im vergangen Jahr mit einem gesteigerten Umsatz und einem positiven Ergebnis gelungen. Im Geschäftsjahr 2016 erarbeitete BLS Cargo einen Umsatz von CHF 190,6 Mio. (Vorjahr CHF 170,4 Mio.) und schloss bei einem EBIT von CHF 2,1 Mio. (Vorjahr CHF 2,1 Mio.) mit einem Gewinn von CHF 1,5 Mio. (Vorjahr CHF 0,3 Mio.) ab.

Quelle:/Fotos: BLS Cargo
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