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News-Rubrik: Sonstiges Europa

Datum:25.07.2017 - Uhrzeit: 09:07

Tschechische Bahn bestellt bei Gesellschaft CZ LOKO 12 neue Rangierlokomotiven.

Neue Lokomotiven, auch unter dem Handelsnamen EffiShunter 300 (BR 794 CD) bekannt, werden vor allem die mehr als 20 Jahre alten Lokomotivem der BR 714, die in der Mitte der 90er Jahre durch die Modernisierung noch älterer Lokomotiven entstanden, ersetzen.

Der EffiShunter 300 ist eine zweiachsige (Bo) dieselelektrische Lokomotive mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und mit einem CAT C13-Motor mit Leistung 328 kW. Das Lokomotiv-Gewicht beträgt 36 Tonnen, die in Kombination mit Dieselwechselgleichstromübertragung optimal die Haftung nutzt, so dass sie eine maximale Zugkraft von 124 kN erreicht. Die Maschinen sind auch mit einem digitalen Steuersystem, Online-Diagnose, Multiple System-Management und letztlich rutschen Schutz ausgestattet.

Der Vertrag über die Lieferung von 12 Lokomotiven der BR 794 wurde im Juni unterzeichnet, und die Maschinen werden bis zum Februar 2019 geliefert. Der Auftragswert beträgt 238 980 000 CZK. (ca. 9,2 Mio. EUR)




Quelle:/Fotos: CD

Datum:20.07.2017 - Uhrzeit: 10:00

Neue GySEV-Vectrons

Nach den drei GYSEV-Loks 471.001, 471.500 und 471.501 wurden am 11.7.2017 die nächsten beiden Vectron von München-Allach nach Ungarn überstellt. Es waren dies die 471.002 (AC) und 471.502 (AC/DC) -somit sind nun 5 GYSEV-Vectron geliefert-, welche bei der Einfahrt in den ungarischen Grenzbahnhof Hegyeshalom fotografiert wurden.





Quelle:/Fotos: Herbert Pschill

Datum:20.07.2017 - Uhrzeit: 10:00

Stadler gewinnt Service-Auftrag in den Niederlanden und baut neues Depot in Hengelo

Am 18. Juli 2017 hat das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus den Auftrag für die Instandhaltung von 16 Stadler-FLIRT an Stadler vergeben. Die Laufzeit des Service-Vertrages beträgt 15 Jahre. Stadler investiert für die Instandhaltung der Fahrzeuge in ein neues Depot in Hengelo.

Für 16 Schienenfahrzeuge des Typs Stadler-FLIRT übernimmt Stadler die Instandhaltungsarbeiten von 2017 bis 2032. Das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus hat die elektrischen Niederflurtriebzüge FLIRT im Januar 2016 Stadler in Auftrag gegeben. Derzeit befinden sich die Fahrzeuge auf Testfahrten zwischen Amersfoort und Zwolle und verkehren künftig im Regionalverkehr auf der Strecke zwischen Zwolle-Kampen/Enschede. Der kommerzielle Betrieb wird per Dezember 2017 aufgenommen. Stadler Service Nederland wird ab diesem Zeitpunkt die umfassende Instandhaltung übernehmen.

Damit eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte während des ganzen Jahres sichergestellt wird, baut Stadler ein neues Depot in Hengelo und beschäftigt dort fünf Personen. Sämtliche Service-Arbeiten werden von Stadler-Mitarbeitenden ausgeführt, die mit den Fahrzeugen vertraut sind und einen schnellen und kosteneffizienten Einsatz gewährleisten. Mit diesem Standort baut Stadler seine Serviceaktivitäten in den Niederlanden weiter aus.



Die neun dreiteiligen und sieben vierteiligen 1.5-kV-FLIRT-Triebzüge für Syntus bieten höchsten Komfort mit Luftfederung, einladender Sitzanordnung und Klimaanlage. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Mit dem FLIRT bietet Stadler ein bewährtes, modernes und wirtschaftliches Fahrzeug für den erfolgreichen Einsatz im öffentlichen Verkehr.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:19.07.2017 - Uhrzeit: 09:05

Arriva 140 in RegioJet-Diensten

Was wurde eigentlich aus...? Die Arriva 140 079 war seit November 2016 auf der Strecke Sumperk - Kouty nad Desnouim Einsatz. Allerdings dauerte diess Gastspiel nur bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016. Seitdem sieht man die Lok nur sporadisch im Einsatz. Am 10/11. Juli 2017 war sie aber wieder einmal im Personenzugdienst unterwegs und half bei RegioJet mit einigen Fahrten aus. Das Bild zeigt die Lok am 11. Juli am RJ 1016 in Pardubice.




Quelle:/Fotos: Jörg Flecks

Datum:18.07.2017 - Uhrzeit: 09:02

Der russische Bahnmarkt behauptet sich in schwierigem Umfeld

Der Markt für Bahntechnik (Infrastruktur, Systemtechnik und Fahrzeuge) in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) erreicht zurzeit ein Volumen von 20 Mrd. Euro und wächst bis 2021 um jährlich 1,7 %. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Marktstudie „The Railway Market in Russia and the CIS“ der SCI Verkehr GmbH.

„Industrie und Betreiber in der Region richten in einem schwierigen Umfeld den Blick nach vorn“, konstatiert Maria Leenen, geschäftsführende Gesellschafterin von SCI Verkehr. Motor der Entwicklung ist der russische Bahnmarkt, in dem drei Viertel des Marktvolumens realisiert werden.



Die durch den Verfall der Öl- und Gaspreise hervorgerufene Wirtschaftskrise in Russland und Kasachstan seit 2014 sowie der Konflikt in der Ostukraine hinterließen auch im Bahnsektor Spuren: Der Markt für Güterwagen, traditionell wichtigstes Produkt in der Region, hat sich zwischen 2013 und 2016 fast halbiert; das bis 2014 boomende Leasinggeschäft sah einige Übernahmen. Beschaffungswellen für Lokomotiven und Triebwagen schöpften die Budgets der Betreiber aus. Infrastrukturprojekte wurden verschoben oder zeitlich gedehnt.

Doch kaum ein Vorhaben wurde endgültig aufgegeben. „Die Entwicklung neuer Fahrzeugtypen geht weiter, und auch die Modernisierung des Bestandsnetzes macht Fortschritte“, so Leenen. „Kooperationen, die regionale Anbieter mit westlichen Partnern geschlossen haben, stehen überwiegend stabil im Markt, denn der zeigt Nachfrage.“ Der Schienengüterverkehr stagnierte zuletzt auf hohem Niveau, brach aber nicht weg – ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung der Region im Transitverkehr zwischen Asien und Europa.

Der Personenverkehr steht unterdessen vor einem Strukturwandel: In den Ballungsräumen decken zunehmend Pendlerzüge und Metros die wachsende Nachfrage, während zur Erhaltung der zahlreichen Straßenbahnnetze die Finanzmittel fehlen. Die Märkte für entsprechende Fahrzeuge schrumpfen. Wachsender Bedarf an modernen, komfortablen und wirtschaftlichen Zügen für die langen Strecken zwischen den Wirtschaftszentren treibt parallel den Markt für flexibel einsetzbare Personenwagen.

Dass die Marktentwicklung dennoch nicht günstiger ist, liegt an der Ausgangsposition. Inmitten vielfältiger politischer und wirtschaftlicher Unwägbarkeiten bilden Restrukturierung und Diversifizierung die zentralen Aufgaben der nächsten Jahre. „Die Bahnunternehmen und ihre Lieferanten in der Region sind mit diesen Begriffen allerdings schon lange sehr vertraut“, so Leenen abschließend.

Die MultiClient-Studie „The Railway Market in Russia and the CIS“ ist erhältlich bei der SCI Verkehr GmbH, www.sci.de.

Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH

Datum:08.07.2017 - Uhrzeit: 14:05

CD startet die Modernisierung der Pendolino-Züge

Die Gesellschaft Ceske drahy, a.s. (CD) und ihre Tochter, die Fahrzeuginstandhaltungsgesellschaft Dílny pro opravy vozidel (DPOV), nahmen im Juni das Projekt einer Modernisierung der Innenräume von Pendolino-Schnellzügen auf. In den kommenden Monaten werden alle sieben Einheiten der CD einer Verjüngungskur unterzogen.

„Bei der Erneuerung der Ausstattung der Pendolino-Züge konzentrieren wir uns insbesondere auf das Interieur der Abteile für Reisende, die WCs, aber auch auf die Ausstattung des Bistroabteils. Bei den gegenständlichen Räumen ist nach 12 Jahren intensiven Betriebes bereits eine gewisse Abnutzung zu erkennen. Neu gestaltet werden Sitze, Wandverkleidungen, Fußböden, Gepäckablagen und WC-Abteile. Ausgetauscht werden Steckdosen und Beleuchtung,“ erläutert die Gründe und den Umfang der Änderungen das für den Bereich Technik, Service und Vermögen verantwortliche Mitglied des Vorstandes der CD, Herr Miroslav Kupec. „Wir ergänzen auch moderne Elemente, die vor 12 Jahren noch nicht zur Standardausstattung von Zügen zählten. Es handelt sich zum Beispiel um die Installierung eines visuellen Informationssystems für die Reisenden. Im Zug entsteht des Weiteren ein kleines Kinderkino – ähnlich dem Kino, wie es auch unsere railjet bieten.“

„Die erste Revitalisierung wurde an der Einheit 680.005 aufgenommen. Auf Grundlage der gefahrenen Kilometer wurde der Zug Anfang April zunächst einer periodischen Wartung übergeben, bei der wir ein komplett instand gesetztes Fahrgestell aus der Werkstatt der DPOV in Nymburk eingesetzt haben,“ kommentierte den aktuellen Verlauf der Modernisierung des ersten Zuges der Vorstandsvorsitzende der Tochtergesellschaft der CD, der Dílny pro opravy vozidel (DPOV), Herr Roman Kott.

„Im Verlauf des Monats Mai wurden die ersten vorbereitenden Arbeiten in der Außenstelle vorgenommen, in der wir die Revitalisierung der Innenräume der Pendolinos vornehmen werden. Diese befindet sich in den Räumen der JLV Prag und ermöglicht uns eine Modernisierung eines ganzen zweihundert Meter langes Zuges, der in zwei Teile geteilt wird, in einer geschlossenen Halle auf zwei nebeneinander liegenden Gleisen. Die Vorbereitung wurde Ende Juni abgeschlossen. Parallel hierzu haben wir im Laufe des Junis auf einem Abstellgleis des Fahrzeugdepots Prag die eigentliche Revitalisierung durch eine Demontage des ursprünglichen Interieurs aufgenommen. Anfang Juli wird der Zug 680.005 in den neu gestalteten Räumlichkeiten bei der JLV Prag bereitgestellt, wo die Vitalisierung und die Installierung des neuen Interieurs und der neuen Ausstattung erfolgen werden. Das gesamte Projekt wird nicht nur in diesem Jahr realisiert, sondern auch im kommenden Jahr 2018 fortgesetzt werden,“ ergänzte Roman Kott.



Interessante Fakten rund um die Modernisierung der Pendolino-Schnellzüge:
  • Die Pendolinos haben bereits mehr als 26,25 Millionen Kilometer zurückgelegt, am meisten – mit fast 4 Millionen Kilometern – die Einheit 680.006;
  • Mit den Zügen wurden mehr als 12 Millionen Reisende befördert;
  • Modernisiert werden 49 Wagen (hiervon 2 Wagen nach einer Instandsetzung bei der Gesellschaft Alstom nach einem Zusammenstoß mit einem Lastkraftwagen im vergangenen Jahr);
  • Ausgetauscht werden 2 331 Sitze;
  • Neu installiert werden 196 LCD-Monitore eines neuen visuellen Informationssystems;
  • Installiert wird des Weiteren eine neue LED-Beleuchtung anstatt der bisherigen Glühbirnen;
  • In jedem Zug wird ein neues Kinderkino eingerichtet.

    Quelle:/Fotos: Ceske drahy, a.s. (CD)

  • Datum:21.06.2017 - Uhrzeit: 09:21

    Bombardier erhält Großauftrag zur Lieferung und Wartung von Schienenfahrzeugen in Großbritannien

    - Der Vertrag über 750 Wagen ist der bislang größte Auftrag zur Lieferung von AVENTRA-Zügen
    - Der AVENTRA-Zug soll FirstGroup und MTR dabei helfen, eine höhere Fahrgastkapazität und mehr Komfort im South Western-Netz zu erzielen

    Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation hat einen Vertrag mit FirstGroup und MTR über die Lieferung und Wartung von 750 BOMBARDIER AVENTRA-Wagen unterzeichnet, die beim South Western Franchise in Großbritannien eingesetzt werden sollen. Hierbei handelt es sich um den bislang größten Einzelauftrag für AVENTRA-Züge weltweit.

    Der Auftrag hat einen Wert von rund 895 Millionen britischen Pfund (1.1 Milliarden US-Dollar, 1 Milliarde Euro). Zudem wird Bombardier einen Vertrag über die Bereitstellung technischer Services und Ersatzteile (TSSSA, Technical Services and Spares Supply Agreement) für die Dauer der siebenjährigen Franchisevereinbarung unterzeichnen, der im Rahmen der bestehenden Franchiseoption für 11 Laufzeiten verlängert werden kann. Rock Rail, ein in Großbritannien ansässiges Investmentkonsortium für Schienenfahrzeuge, wird die millionenschwere Beschaffung finanzieren.

    Steve Montgomery, Geschäftsführer First Rail, sagte: „Wir haben große Pläne für die South Western Railway und dieser Auftrag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, unseren Fahrgästen ein verbessertes Reiseerlebnis zu bieten. Wir haben unseren Fahrgästen und anderen Interessenvertretern zugehört und wissen daher, dass sie, neben der Leistung, zusätzliche Sitzplätze wünschen. Die werden wir mit diesen modernen Zügen bieten.

    Richard Hunter, Geschäftsführer bei Bombardier Transportation in Großbritannien, betonte: „Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Auftrag. Er verdeutlicht das anhaltende Vertrauen in diese marktführenden Schienenfahrzeuge, die in Großbritannien entwickelt und gefertigt werden. AVENTRA bietet eine erhöhte Leistung und Fahrgastkapazität, was bei der Unterstützung von First/MTR im Hinblick auf einen weiteren Fahrgastzuwachs im South Western-Netz eine wichtige Rolle spielen wird. Der Vertrag stützt sich auf unsere eindrucksvollen Referenzen, nachdem AVENTRA für Crossrail und LOTRAIN in London sowie für das East Anglia Franchise ausgewählt wurde. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit mit FirstGroup und MTR weiter vertiefen zu können.

    Neben der deutlichen Leistungserhöhung durch innovative Energieerzeugung, beispielsweise dem regenerativen Bremssystem, sorgt der AVENTRA-Elektrotriebzug durch breite Wagenübergänge, Klimaanlage, WLAN, 2+2-Sitzanordnung, an den Sitzen befindliche USB-Buchsen, Universaltoiletten und ein verbessertes Fahrgastinformationssystem für mehr Fahrgastkomfort. Die neuen Züge werden als fünf- und 10-Wagenzüge konfiguriert.

    Die FirstGroup- und MTR-Partnerschaft wird das South Western Franchise am 20. August 2017 übernehmen. Die neuen Züge werden auf den Windsor-, Reading- und West London-Nahverkehrslinien ab Dezember 2019 den Betrieb aufnehmen und bis Dezember 2020 komplett ausgeliefert sein.




    Quelle:/Fotos: Bombardier Transportation

    Datum:16.06.2017 - Uhrzeit: 16:15

    Stadler: Roll-out des ersten bimodalen FLIRT

    Stadler präsentiert am 15. Juni in Bussnang den ersten bimodalen FLIRT – bestimmt für die Region Valle d’Aosta. Im Beisein des Kunden und italienischen Gästen – Bahnbetreiber, Regionenvertreter aus dem Valle d’Aosta, dem Piemont, aus Molise und Kalabrien und Medienvertreter – präsentiert Stadler den ersten FLIRT mit bimodalem Antrieb. Das umweltfreundliche Fahrzeug ist für elektrifizierte Strecken mit 3 kV Gleichstrom und für nichtelektrifizierte mit einem dieselelektrischen Antrieb ausgerüstet. Herausragend ist die niedrige Achslast, die max. 18 Tonnen beträgt.



    Die Region Valle d’Aosta hat im Mai 2015 fünf bimodale FLIRT (BMU) bestellt. Dieses Fahrzeug wurde nach einer Entwicklungs- und Bauzeit von nur gut zwei Jahren in Bussnang und dem nahegelegenen Inbetriebsetzungszentrum in Erlen präsentiert. Dr. Pierluigi Marquis, Regierungsratspräsident der Region Valle d’Aosta, und Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales von Stadler, durchschnitten in einer feierlichen Zeremonie das Band und markierten den Anfang der Fahrzeuglaufbahn auf der Schiene.



    Wie alle FLIRT ist auch der erste bimodale FLIRT aus Aluminium-Strangpressprofilen gebaut. Das macht ihn leicht und energieeffizient. Das dreiteilige Fahrzeug weist ein begehbares Powermodul auf, das die zwei Deutz-V8-Dieselmotoren (Euro lllB), den Tank und weitere Antriebsausrüstung aufnimmt. Das Fahrzeug ist 66.8 m lang, 2.82 m breit und 4.12 m hoch. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt im elektrischen Betrieb 160 km/h und im dieselelektrischen Modus 140 km/h.



    Der FLIRT für die Region Valle d’Aosta ist ein Meilenstein für Stadler: Er ist der erste FLIRT mit bimodalem Antrieb. Einzigartig für einen bimodalen Regionalzug ist die niedrige Achslast von max. 18 Tonnen. Das Fahrzeug ist damit auch geeignet für Nebenstrecken. Der FLIRT für die Region Valle d’Aosta absolviert nun die erforderlichen Zulassungstests. Das erste Fahrzeug wird im Mai 2018 den kommerziellen Betrieb auf der Strecke Aosta-Turin aufnehmen.

    Der neue bimodale FLIRT ist ein Fahrzeug mit exzellenter Leistung sowohl im Diesel- als auch im Elektrobetrieb. Dank seiner Vielseitigkeit, Umweltfreundlichkeit und der tiefen Achslast wird das Fahrzeug den Anforderungen von Bahnbetreibern, die sowohl Haupt- als auch Nebenstrecken bedienen, effizient, nachhaltig und zuverlässig gerecht.

    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:01.06.2017 - Uhrzeit: 09:35

    Erste Vectron-Breitspurlokomotive erhält Zulassung in Finnland

  • Acht von insgesamt 80 Lokomotiven nehmen Betrieb sofort auf
  • Auslieferung aller Lokomotiven bis 2026
  • Vertrag enthält Option für weitere 97 Fahrzeuge

    Die Wechselstrom-Lokomotive vom Typ Vectron für die finnische Bahn VR hat von der Zulassungsbehörde Trafi die Zulassung für den Betrieb in Finnland erhalten. Die ersten acht Vectron nehmen ab sofort den kommerziellen Betrieb auf. Der erste kommerzielle Einsatz erfolgt am 31. Mai 2017 von der Stadt Tampere zum Hafen Vuosaari in Helsinki. Insgesamt liefert Siemens 80 Lokomotiven an die VR-Gruppe. Es ist der erste Auftrag in Breitspurausführung und zugleich der bislang größte Einzelauftrag für die Vectron-Lokomotive. Alle Loks werden bis Ende 2026 ausgeliefert.

    Zur Überprüfung und Zulassung der umfangreichen neuen Ausrüstungspakete absolvierten seit Beginn 2016 bis zu fünf Lokomotiven Typprüfungen entsprechend den Technischen Spezifikationen für Interoperabilität (TSI). Es wurden verschiedene zusätzliche Funktionalitäten und Ausrüstungspakete zertifiziert, beispielsweise die Breitspurdrehgestelle, das spezielle Winterpaket sowie die Ausrüstung mit zwei Diesel-Power-Modulen für die Überbrückung von kurzen Strecken ohne Oberleitung.

    Im Februar 2014 bestellte die finnische Bahn die Nordlandausführung der elektrischen Vectron-Hybrid-Lokomotiven. Die Lokomotiven haben eine Leistung von 6,4 MW und sind für eine Geschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. Das Fahrwerk ist für die Spurweite von 1524 mm ausgeführt. Die Fahrzeuge kommen in Finnland zum Einsatz und sind sowohl mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS als auch mit dem finnischen Zugsicherungssystem JKV-STM ausgerüstet. In Finnland werden die Lokomotiven unter der Baureihenbezeichnung Sr3 betrieben. Die Lokomotiven wurden an die nordischen Winterbedingungen und die speziellen Umgebungsbedingung in Finnland angepasst, z. B. für häufige Kollisionen mit großen Tieren, Temperaturen bis minus 40 Grad und sehr feinen Schnee. Dafür sind das Dach als Hohlkammerdach und die Frontklappe verstärkt ausgeführt. Eine weitere Besonderheit ist die Ausrüstung sowohl mit Seitenpuffern als auch automatischer Kupplung.

    Ein spezieller Einsatzfall in Finnland ist der Transport von Holz auf der Schiene. Diese Züge werden auf nichtelektrifizierten Streckenabschnitten in die Wälder hinein bzw. aus ihnen heraus bewegt. Ermöglicht wird dies mit zwei Diesel-Power-Modulen sowie Rangierfunkfernsteuerung an Bord. Somit kann auf den Einsatz von Diesel-Rangierlokomotiven verzichtet werden.




    Quelle:/Fotos: Siemens AG

  • Datum:29.05.2017 - Uhrzeit: 11:17

    Neue SBB-Güterwagen

    Am 22. Mai 2017 überstellte die 1016 013 einige neue SBB-Güterwagen von der ZOS Trnava über den Bhf. Petrzalka nach Buchs SG. Im Zug enthalten waren Wagen der Gattung Xans (Flachwagen mit 7 Containers) und Fans-u (Kippwagen mit zwei Mulden).






    Quelle:/Fotos: Vladislav Bokora

    Datum:19.05.2017 - Uhrzeit: 09:35

    Zulassungsfahrten der neuen Metrans 386 in Ungarn

    Neben den beiden GYSEV Vectron wurden auch drei der nachbestellten Metrans 386er in Ungarn zugelassen. Dies waren die MT 386.021, 386.022 und 386.023, welche am 16.5.2017 bei den Tests im ungarischen Grenzbahnhof Komarom fotografiert werden konnten.



    Quelle:/Fotos: Herbert Pschill

    Datum:18.05.2017 - Uhrzeit: 09:00

    Bahninfrastruktur: Chinesische Hersteller auf dem Vormarsch

    Konzerne aus China mit immer größere Bedeutung auch im Bereich Bahninfrastruktur

    Die aktuelle Studie Worldwide Manufacturers of Rail Infrastructure der SCI Verkehr GmbH zeigt, dass Siemens zwar den Markt für Produkte der Bahninfrastruktur immer noch anführt und Voestalpine ebenfalls ihre führende Position behaupten kann, die chinesischen Hersteller von Bahninfrastrukturprodukten aber deutlich aufholen. Dies geht einher mit tiefgreifenden Veränderungen im internationalen Stahlmarkt und einer immer weiter voranschreitenden Digitalisierung auch im Bahninfrastrukturbereich. Die Studie analysiert den produktbezogenen Umsatz, die Unternehmensentwicklung und die Gewinne der 55 wichtigsten Hersteller von Infrastrukturprodukten, aufgeteilt in die Bereiche Fahrweg, Elektrifizierung und Leit- und Sicherungstechnik.

    Während Siemens als einziger Hersteller mit mehr als einer Milliarde Euro produktbezogenem Umsatz gefolgt von der Voestalpine Gruppe weiterhin ganz oben in der Top 10 Liste der Infrastrukturhersteller steht, haben im Verlauf der letzten Jahre drei chinesische Unternehmen aufgeschlossen. Sowohl die China Railway Construction Corporation Ltd. (CRCC) als auch die China Railway Group Ltd. (China Railway, CRECG) sind in den Bereichen Fahrweg und Elektrifizierung aktiv. Die China Railway Signalling & Communication Corp. (CRSC) ist für große Teile des chinesischen Eisenbahnnetzes der alleinige Lieferant für Produkte im Bereich Leit- und Sicherungstechnik. Da diese drei Hersteller den größten Teil des chinesischen Infrastrukturmarktes unter sich aufteilen, konnten sie enorm vom Wachstum des chinesischen Bahnmarktes der letzten Jahre profitieren. Außerdem waren sie in der Lage, neue Technologien selbst zu entwickeln, oder Firmen mit entsprechenden Fähigkeiten zu integrieren.



    Der Markt für Schienen ist nach dem für Schwellen der größte im Bereich Bahninfrastrukturprodukte. Dieser wird von den weltweit aktiven Stahlkonzernen bestimmt. Mit Evraz und ArcelorMittal sind zwei Stahlproduzenten unter den Top-10 Produzenten in der von SCI Verkehr veröffentlichten Studie. Diese Konstellation wird sich in den kommenden Jahren allerdings deutlich verändern: durch die Zusammenlegung der Boashan Gruppe und Wuhan Steel zur Boawu Gruppe entsteht nach eigenen Angaben der zweitgrößte Stahlkonzern der Welt, der einen dementsprechenden Umsatz im Bereich der Schienenproduktion aufweisen wird. Hohe Überkapazitäten im chinesischen Stahlmarkt und rückläufige Absatzzahlen nötigen die Produzenten allerdings auch zu tiefgreifenden Reaktionen. So gab die Boawu Gruppe bekannt, in den kommenden Jahren mehr als 15% ihrer Kapazitäten abzubauen. Inwieweit die Schienenproduktion davon betroffen sein wird, hängt stark vom Abruf durch Neu- und Ausbauprojekte in China ab.

    Die Digitalisierung wirkt als Treiber auch auf den Bahninfrastrukturmarkt. Vernetzte Systeme in der Leit- und Sicherungstechnik und mobile Systeme zur Kommunikation gehören aktuell bereits zur Grundlage moderner Infrastrukturausstattung. Weiterhin sind Systeme zur Überwachung der Infrastruktur immer weiter auf dem Vormarsch. Den hohen Anforderungen durch wachsende Streckenbelastungen, erhöhte Sicherheitsanforderungen und den weiter steigenden Kostendruck mit Hilfe digitaler Systeme zu begegnen, wird in den kommenden Jahren der Innovationstreiber Nummer eins bleiben. So arbeiten Betreiber zum Beispiel daran, die Digitalisierung auch auf die Betriebsfunktionen des Netzes zu übertragen und Trassenvergaben auf Basis vernetzter Systeme zu automatisieren.

    Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH
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