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News-Rubrik: Sonstiges Europa

Datum:16.04.2013 - Uhrzeit: 09:40

541 101 nun als "Leonardo Da Vinci" unterwegs

Die ehemalige Coca-Cola-Werbelok 541 101 der SZ trägt seit dem 15. April eine neue Ganzreklame. In Kooperatzion mit dem Modellbahnhersteller RailAd wurde die Lok mit Zeichnungen von leonardo da Vinci versehen. Bider der Lok gibt es (hier).
Quelle:/Fotos: railad.at

Datum:09.04.2013 - Uhrzeit: 09:27

Hannover Messe 2013: RZD wollen Lokomotiven von Siemens

Die Russischen Eisenbahnen (RZD) haben im Rahmen der diesjährigen Hannover Messe eine Absichtserklärung über die Bestellung von 350 elektrischen Güterstreckenlokomotiven unterzeichnet. Sie sollen von Ural Locomotives, dem Gemeinschaftsunternehmen von Sinara und Siemens, für den Einsatz im Zubringerverkehr entwickelt und produziert werden. Die Fertigung soll im Werk von Ural Locomotives in Jekaterinburg, Russland, erfolgen. Die Loks sollen bis 2020 an die RZD ausgeliefert werden. Gleichzeitig ist beabsichtigt, dass Ural Locomotives für die gesamte Wartung und Instandhaltung dieser Lokomotiven verantwortlich zeichnet. Der entsprechende Vertragsabschluss wird für das kommende Jahr angestrebt.

Die Absichtserklärung wurde von Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG, dem Präsident der RZD, Wladimir Jakunin, und Dmitri Pumpjanski, Präsident der Sinara Group, unterzeichnet. „Die heute getroffene Vereinbarung ist einmal mehr ein Zeichen für die sehr enge Partnerschaft zwischen der RZD und Siemens Rail Systems. Mit unserem Gemeinschaftsunternehmen Ural Locomotives und dem Werk in Jekaterinburg sind wir bestens aufgestellt, um der RZD moderne und zuverlässige Züge und Lokomotiven bereitstellen zu können“, sagte Jochen Eickholt, CEO von Siemens Rail Systems, anlässlich der Unterzeichnung.

Bereits Ende 2012 unterzeichnete die RZD eine Absichtserklärung über die geplante Bestellung von 675 Lokomotiven vom Typ 2ES10 alias „Granit“, die ebenfalls im Werk von Ural Locomotives in Jekaterinburg gebaut werden sollen.

Quelle:/Fotos: Siemens

Datum:27.03.2013 - Uhrzeit: 08:23

„Schwalbe“ trotzt russischem Winter

Statt wie geplant im Herbst 2013 nahm der neue Regionaltriebzug von Siemens für die Russischen Eisenbahnen (RZD) bereits im Januar den Fahrgastbetrieb auf. Im Rahmen des Winterfahrplans verkehren die ersten Züge täglich auf den Strecken Sankt Petersburg – Tschudowo – Weliki Nowgorod sowie Sankt Petersburg – Tschudowo – Bologoje. Dabei trotzt er den winterlichen Wetterverhältnissen von durchschnittlich minus 20 Grad.
Hierfür wurde der Desiro RUS, der von der RZD liebevoll „Lastotschka“ (russisch für „kleine Schwalbe“) genannt wird, speziell ausgelegt und umfangreichen Tests im Klima-Wind-Kanal des Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien, Österreich, unterzogen. Die Züge müssen bei einer Umgebungstemperatur bis zu minus 40 Grad uneingeschränkt fahren können. Alle Komponenten sind hierauf mit künstlichem Wind, Eis, Regen und Schnee geprüft worden.

Quelle:/Fotos: Siemens

Datum:04.03.2013 - Uhrzeit: 17:13

Stadler flirtet in Serbien

Die Serbische Staatsbahn ŽS hat bei Stadler Rail 21 elektrische FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) für den S-Bahn-Verkehr in der Region Belgrad bestellt. Der Vertrag mit einem Volumen von rund EURO 100 Mio. wurde heute in Belgrad unterschrieben. Die Finanzierung des Auftrages erfolgt über die EBRD in London (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung). Die Fahrzeuge werden zwischen Herbst 2014 und Spätsommer 2015 im 2-Wochen-Takt ausgeliefert. Die Züge sind dank geringem Energieverbrauch sehr umweltfreundlich.

Heute haben in Belgrad am Hauptsitz der Serbischen Staatsbahn ŽS Dragoljub Simonovi?, Generaldirektor der ŽS und Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales von Stadler Rail, den Vertrag für die Beschaffung der 21 neuen Züge unterzeichnet. Bei diesen handelt es sich um 4-teilige FLIRT der neuesten Generation. Auf der Basis des in den letzten 10 Jahren über 800-fach verkauften FLIRT hat Stadler die nächste Generation FLIRT3 entwickelt. In dieser neuen Zugsfamilie gibt es verschiedene modular aufgebaute Unterfamilien. Peter Jenelten freut sich sehr über diesen Auftrag: "Wir sind stolz, dass wir diese EBRD finanzierte Ausschreibung gewinnen konnten. Mit den neuen FLIRT Zügen wird die serbische Staatsbahn ŽS einen neuen Standard im Regionalverkehr setzen. Und für uns ist es der erste FLIRT Auftrag in Südosteuropa.“

Komfortabel und umweltfreundlich

Die Züge sind mit einem elektrischen Antrieb für eine Spannung von 25kV 50Hz ausgerüstet. Die Höchstgeschwindigkeit der modernen Fahrzeuge, die in 3-fach-Traktion eingesetzt werden können, beträgt 160 km/h. Die Züge sind durchgehend stufenlos begehbar und verfügen über 234 Sitzplätze, davon 14 Klappsitze und 12 Plätze in der 1. Klasse. Die FLIRT enthalten grosszügige Multifunktionsabteile im Einstiegsbereich für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder, ein behindertenfreundliches WC und eine Klimaanlage. SOS-Sprechstellen ermöglichen den Kontakt mit dem Lokführer.

Die Züge verfügen vorerst über einen Typ der Indusi-Zugsicherung, wobei eine spätere Nachrüstung auf das europäische ETCS 2 bei der Planung berücksichtigt wurde. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt und verfügen somit über ein geringes Gewicht. Dadurch werden höhere Beschleunigungswerte erzielt und somit der Energieverbrauch und die Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen erheblich gesenkt.

Massgeschneidert auf Kundenbedürfnisse

Den Bedürfnissen der Serbischen Bahn entsprechend hat jeder der vier Wagenkasten eine Passagiertüre pro Seite. Hier kommt eine der Stärken des FLIRT3-Konzeptes zum Ausdruck: Anzahl Türen, wie auch verschiedene weitere Merkmale können variabel auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden.
Die erste Komposition wird im Herbst 2014 ausgeliefert. 10 Wochen nach Auslieferung des ersten Fahrzeuges beginnt die Serienauslieferung der restlichen 20 Züge im 2-Wochen-Takt. Somit wird das letzte Fahrzeug im Spätsommer 2015 ausgeliefert.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:28.02.2013 - Uhrzeit: 15:33

Stadler gewinnt in Ungarn


Stadler Rail hat in Ungarn eine gemeinsame Ausschreibung der Staatsbahn MÁV und der Privatbahn GYSEV für 48 FLIRT-Züge gewonnen. Damit kann Stadler Rail ihre Stellung in Ungarn weiter festigen. Stadler betreibt in Ungarn seit dem Gewinn eines ersten Auftrages der MÁV vor sieben Jahren zwei Standorte mit insgesamt 400 Mitarbeitern. Ein wesentlicher Teil des aktuellen Auftrages wird in Ungarn abgewickelt. Die Mitarbeiterzahl wird auf 600 erhöht. Die bestellten 4-teiligen FLIRT entsprechen weitgehend den 60 Zügen, die Stadler bereits 2007 – 2010 an MÁV geliefert hat. Für diese erste Serie führt Stadler seit Beginn auch die Wartung aus und erreicht eine sehr hohe Fahrzeugverfügbarkeit.
Die Ungarische Staatsbahn MÁV und die Österreichisch-Ungarische Bahngesellschaft GYSEV haben gestern Nachmittag das abschliessende Ergebnis der Ausschreibung vom letzten November verkündet. Stadler Rail erhält den Auftrag zum Bau der Fahrzeuge, die auf den insgesamt 64 FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) basieren, welche von MÁV (60 Züge) und GYSEV (4 Züge) bereits in den letzten Jahren bestellt worden waren. Die Züge sind für den Regional- und S-Bahn-Verkehr in verschiedenen Regionen Ungarns bestimmt.
Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Gruppe, freut sich sehr über den neuen Auftrag aus Ungarn: „Die Bestellung von weiteren FLIRT ist ein Beweis dafür, dass der Kunde mit den seit sechs Jahr im täglichen Betrieb stehenden Zügen sehr zufrieden ist. Ungarn ist für Stadler ein sehr wichtiges Land, in welchem wir nach der Schweiz und Deutschland am drittmeisten Mitarbeiter beschäftigen.“
Erfolgreiche Werke in Szolnok und Pusztaszabolcs

Der erste Auftrag für 60 FLIRT erteilte MÁV an Stadler im Jahre 2005. Parallel dazu baute Stadler in Ungarn zwei Standorte auf und investierte rund Euro 40 Mio. in die beiden Werke in Szolnok und Pusztaszabolcs. In Szolnok hat Stadler ein leistungsfähiges Aluminiumwagenkastenwerk aufgebaut. Dieses beliefert insbesondere die Stadler-Standorte in Deutschland und Polen. Verbunden mit dem aktuellen Auftrag ist ein weiterer Ausbau des Standortes in Szolnok. Neben zusätzlichen Produktions- und Montagebereichen ist derzeit in Szolnok ein Revisionszentrum für Drehgestelle für die gesamte Stadler-Gruppe im Bau. Künftig wird Stadler in Ungarn insgesamt 600 Mitarbeiter beschäftigen.
In Pusztaszabolcs betreibt Stadler nicht nur die Wartung der 60 MÁV-FLIRT, sondern hat auch einen langjährigen Wartungsvertrag für andere Fahrzeuge der Ungarischen Staatsbahn. Der Standort gilt als modernes Vorzeigewerk, das seit Jahren eine konstant hohe Fahrzeugverfügbarkeit erreicht, die deutlich über dem mit der MAV vertraglich vereinbarten Wert liegt.
Komfortabel und umweltfreundlich

Die Züge sind mit einem elektrischen Antrieb für eine Spannung von 25kV 50Hz ausgerüstet. Die Höchstgeschwindigkeit der modernen Fahrzeuge beträgt 160 km/h. Die Züge sind durchgehend stufenlos begehbar und verfügen über 200 Sitzplätze. Die FLIRT enthalten grosszügige Multifunktionsabteile im Einstiegsbereich für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder, ein behindertenfreundliches WC und eine Klimaanlage.
Im Gegensatz zur ersten Serie werden die neuen FLIRT über das europäische Zugsicherungssystem ETCS Level 2 verfügen. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt und verfügen somit über ein geringes Gewicht. Dadurch werden höhere Beschleunigungswerte erzielt und somit der Energieverbrauch und die Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen erheblich gesenkt. Die Auslieferung erfolgt im Wochentakt ab Herbst 2014 bis Spätsommer 2015.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:14.02.2013 - Uhrzeit: 09:08

Stadler gewinnt S-Bahn-Auftrag in Moskau

Stadler Rail hat eine Ausschreibung des Russischen Bahnbetreibers Aeroexpress für die Lieferung von 24 Doppelstocktriebzügen gewonnen. Diese Züge werden auf den S-Bahn-Linien zwischen dem Moskauer Stadtzentrum und den drei Flughäfen eingesetzt. Der Auftrag hat ein Volumen von rund EURO 350 Mio. und wird teilweise im neuen Stadler-Werk in Minsk und teilweise in der Schweiz abgewickelt. Das Werk in Minsk befindet sich derzeit im Bau und wird im Herbst 2013 in Betrieb genommen. Der Auftrag beinhaltet auch eine Option für 13 weitere Züge.

Aeroexpress bestellt bei Stadler 16 vierteilige und 8 sechsteilige Doppelstocktriebzüge, die bis Ende 2016 ausgeliefert werden. Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group freut sich sehr über den Auftrag: „Dieser zweite Auftrag aus Russland stellt für uns einen bedeutenden Meilenstein dar. Nach einem ersten Auftrag des Russischen Schienenfahrzeugherstellers Transmash Holding, den wir vor eineinhalb Jahren gewannen, ist dies Bestellung für Stadler ein Durchbruch im Russischen Markt.“

Gewaltige Dimensionen

Die Basis für die neuen Züge stellt der bewährte Stadler-KISS dar. Die russischen Masse unterscheiden sich indes deutlich von den bisher produzierten KISS-Fahrzeugen: Die Spurweite beträgt 1‘520 mm (im Vergleich zu 1‘435 mm im westlichen Europa). Während im westlichen Europa die Züge üblicherweise eine Breite von 2‘800 mm haben, sind die neuen Doppelstöcker 3‘400 mm breit. Mit einer Höhe von 5‘240 mm (im Vergleich zu 4‘500 mm im Westen) weisen die Fahrzeuge wesentlich grössere Dimensionen auf.

Die Züge sind ausgelegt auf die speziellen russischen Klimabedingungen von -50 Grad bis +40 Grad und basieren in diesem Bereich auf den für Finnland, Norwegen, Estland und Weissrussland gelieferten FLIRT-Fahrzeugen. Die Züge werden eine Geschwindigkeit von 160 km/h aufweisen und über komfortable und helle Innenräume in zwei Klassen verfügen (Business- und Economie-Klasse). Der Wagenkasten wird in Aluminium-Leichtbauweise erstellt, wodurch die Fahrzeuge im Vergleich zu klassischen Stahl-Wagenkasten wesentlich leichter sind. Die Gewichtsreduktion bedeutet für den Bahnbetreiber markante Energieeinsparungen im täglichen Betrieb.



Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:28.01.2013 - Uhrzeit: 09:57

Desiro RUS: Jungfernfahrt mit Passagieren

Der Regionaltriebzug vom Typ Desiro RUS wurde am vergangenen Mittwoch in Russland auf seine erste Fahrt mit Passagieren an Bord geschickt. Vom Moskauer Bahnhof in Sankt Petersburg fuhr der Zug, der in Russland „Lastotschka“ (kleine Schwalbe) genannt wird, über Tschudowo nach Weliki Nowgorod. Künftig wird der Zug täglich während des Winterfahrplans auf dieser Route sowie auf der Strecke Sankt Petersburg – Tschudowo – Bologoje unterwegs sein. Ende des Jahres ist außerdem der Start des Passagierbetriebs in Sotschi und Kasan geplant.

„Der Lastotschka-Zug ist ein innovatives Projekt im Bereich des Personenverkehrs. Er wurde für den Betrieb im russischen Klima entworfen und um unsere Technologiestandards und besonderen Anforderungen bezüglich Sicherheit und Umweltschutz zu erfüllen. Er erfüllt die Bedürfnisse des anspruchsvollsten Passagiers“, sagte Valentin Gapanovich während der Zeremonie.

„Als RZD und Siemens im April 2011 im Siemens-Werk in Deutschland die Produktion der Lastotschka-Serie starteten, da planten wir die Inbetriebnahme der neuen Regionalzüge für den Herbst 2013. Das war aus unserer Sicht seinerzeit schon ein ehrgeiziger Plan. Aber wir haben es geschafft, die ersten Züge früher auszuliefern und die Test- und Zulassungsphase erheblich früher abzuschließen. Wir können daher schon jetzt, im Januar 2013, mit dem realem Fahrgastbetrieb beginnen. Ich bin sicher, dass Lastotschka auch während des Einsatzes in Sotschi allen Herausforderungen gewachsen sein wird“, sagte Jochen Eickholt.

Die erste Tranche von insgesamt 38 Lastotschkas wird seit April 2011 im Siemens-Werk in Krefeld gefertigt. Bisher wurden 18 Züge nach Russland geliefert. Mitte 2013 wird mit der Fertigung der zweiten Tranche von 16 Zügen im Werk von Ural Locomotives, einem Joint Venture von Siemens und der Sinara Group, in Ekaterinenburg begonnen werden. Die Zulassung hatte der Zug Mitte Dezember 2012 von der russischen Zulassungsbehörde „Register zur Zertifizierung im föderalen Eisenbahnverkehr (RS FzhT)“ erhalten. Vorausgegangen waren zahlreiche Prüfungsfahrten sowie umfangreiche Tests im Klima-Wind-Kanal des Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien, Österreich.

Während im RTA noch die Versuche mit künstlichem Wind, Eis, Regen und Schnee stattfanden, wird nun das Verhalten der Zugsysteme unter realen Winterbedingungen beobachtet. Interessant ist dabei, wie verschiedene Schneearten und Temperaturen die Funktion der Systeme beeinflussen. Statt Luftbefeuchtern auf dem Boden und Heizmatten auf den Sitzen, die Passagiere nur simulieren, sitzen nun tatsächlich Passagiere im Zug. Die hieraus gewonnenen Erfahrungen stellen sicher, dass alle 38 Züge in Sotschi zuverlässig allen Anforderungen im Rahmen der Spiele gerecht werden können.


Quelle:/Fotos: Siemens

Datum:22.01.2013 - Uhrzeit: 09:24

Erster FLIRT für Emilia Romagna

Stadler Rail und der italienische Schienenfahrzeugbauer AnsaldoBreda haben gestern in Bologna feierlich den ersten FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) an die Ferrovie Emilia Romagna FER übergeben. Stadler und AnsaldoBreda haben für den Bau von 32 elektrischen und 2 Diesel-Triebzügen an die beiden Betreiber FER und Sistemi Territoriali ein Konsortium gebildet. Das Auftragsvolumen beträgt insgesamt rund EURO 200 Mio., zusätzlich bestehen noch Optionen für weitere 20 FLIRT und weitere GTW. Dieser Auftrag umfasst neben weiteren Fahrzeugen 12 fünfteilige FLIRT für FER, die nun in den kommenden Monaten ausgeliefert werden. In Italien verkaufte Stadler bisher bereits 132 Züge an verschiedene Kunden.
Die ersten fünf neuen FLIRT (Bezeichnung in Italien: ETR-350) wurden gestern im Hauptbahnhof von Bologna in Anwesenheit des Präsidenten der Region Emilia Romagna, Vasco Errani, der Presse und der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich bei diesen Fahrzeugen um moderne 5-teilige Züge mit hohem Passagierkomfort und dem höchsten Sicherheitsstandard, welcher von der italienischen Zulassungsbehörde definiert wurde. Der Innenraum ist grosszügig gestaltet mit Mehrzweckabteilen für den Transport von Kinderwagen, Fahrrädern oder sperrigem Gepäck und mit Behindertenabteilen für Rollstuhlfahrer.

Leichtbaufahrzeuge aus Aluminium
Bei den Zügen handelt es sich um Leichtbaufahrzeuge aus Aluminium. Damit können die Energiekosten deutlich reduziert werden. Sie können in Doppeltraktion betrieben werden um in Spitzenzeiten höhere Kapazitäten anbieten zu können. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Die Züge haben eine USTIF-Zulassung (Streckenspezifische Zulassung für verschiedene Strecken in der Region Emilia Romagna). In den kommenden Wochen werden die Fahrzeuge auch eine ANSF-Zulassung (Agenzia Nazionale per la Sicurezza della Ferrovie) für das gesamte italienische RFI-Netz (Rete Ferroviaria Italiana) erhalten.

Zusammenarbeit mit AnsaldoBreda
Stadler ist für das Engineering, die Fertigung der Triebköpfe, den Einbau der Traktionsausrüstung sowie des Führerstands und für die Herstellung der Lauf- und Triebdrehgestelle verantwortlich. AnsaldoBreda übernimmt am Standort Pistoia die Fertigung der Zwischenwagen, deren Endmontage sowie die Zusammenstellung des Triebzuges und seine Inbetriebsetzung bis zur Auslieferung an den Kunden.

Erfolgsstory in Italien
Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail Group freut sich sehr über die Auslieferung des ersten FLIRT an FER: „Dieser Auftrag ist für uns von sehr grosser Bedeutung. Erstmals haben wir gemeinsam mit AnsaldoBreda ein Fahrzeug gebaut. Der italienische Markt ist für uns von grosser Bedeutung.“ Stadler hat bisher bereits über 130 Triebzüge an neun verschiedene Kunden in Italien verkauft (ohne die TILO-Flotte der SBB). Davon sind rund die Hälfte FLIRT. Mit der heutigen Auslieferung hat Stadler die komplette Palette an möglichen FLIRT in Italien ausgeliefert: Es wurden 3-teilige, 4-teilige, 5-teilige und 6-teilige Kompositionen gebaut. Die Züge verkehren in verschiedenen Regionen verteilt über das ganze Land, von Kalabrien oder Apulien im Süden bis in die Lombardei oder das Südtirol im Norden. Peter Spuhler ergänzt: „Ich bin sehr stolz, dass nun auch in der Emilia Romagna Züge aus unserem Hause verkehren.“

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:19.12.2012 - Uhrzeit: 07:51

Desiro RUS erhält Zulassung in Russland

Gestern erteilte die russische Zulassungsbehörde „Register zur Zertifizierung im föderalen Eisenbahnverkehr (RS FzhT)“ die Zulassung für den Regionaltriebzug Desiro RUS. Ab Juni 2012 fanden hierfür die Prüfungsfahrten statt, die bereits Ende November erfolgreich abgeschlossen werden konnten. „Wir sind drei Monate früher als geplant im Ziel. Das ist den klaren Rahmenbedingungen und einer engen Zusammenarbeit mit dem Kunden zu verdanken“, sagt Jochen Eickholt, CEO der Siemens-Division Rail Systems. Möglich wurde dies durch die parallele Durchführung des anspruchsvollen Zertifizierungsprozesses und der intensiven Abnahmeprüfungen durch die Russische Eisenbahn AG (RZD). Außerdem wurde auf fünf Zügen gleichzeitig getestet.

Für die Zulassung muss der Desiro RUS die russischen Normen erfüllen. Zum Nachweis der Einhaltung müssen neben dem Gesamtzug auch die einzelnen Komponenten eine Zulassung erhalten. Über 60 Komponenten wurden in einem ersten Schritt zertifiziert. Dazu gehören unter anderem die Klimaanlage, Signalhörner, Räder, Achsen und Drehgestellrahmen. Im zweiten Schritt wurden die Parameter des Gesamtzuges getestet, wie zum Beispiel die Entgleisungssicherheit, die elektromagnetische Verträglichkeit und das Bremsverhalten.

Da der Zug bei einer Umgebungstemperatuir bis zu – 40 Grad uneingeschränkt fahren können muss, sind alle Komponenten hierauf geprüft worden. Diese Tests fanden im Klima-Wind-Kanal des Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien, Österreich, statt. Die Versuche mit künstlichem Wind, Eis, Regen und Schnee dienen beispielsweise dazu, die Funktionalität der Kupplung, der Türen oder des Scheibenwischers zu prüfen. Während das Fahrzeug außen mit künstlichem Schnee besprüht wird, überwachen rund 150 Sensoren im Inneren die Heizung und die Klimaanlage. Luftbefeuchter auf dem Boden und Heizmatten auf den Sitzen simulieren dabei die Passagiere im Zug. Die Tests und Auswertungen allein im RTA dauerten insgesamt rund zehn Wochen.

Die RZD bestellten im Dezember 2009 die 38 Regionaltriebzüge vom Typ Desiro RUS im Wert von rund 410 Millionen Euro. Sie werden seit April 2011 komplett im Siemens-Werk in Krefeld gefertigt; die Auslieferung startete im Februar 2012. Anfang März 2012 wurde im Fährhafen Sassnitz auf der Insel Rügen der erste Desiro RUS nach Russland verschifft.

Zusätzliche 16 Einheiten, die ab Ende 2012 mit zunehmender Lokalisierung in Russland gebaut werden, bestellten die RZD auf der Bahnmesse InnoTrans im September 2010; der Wert beträgt 170 Millionen Euro. Mit der Instandhaltung der insgesamt 54 Fahrzeuge haben die RZD ebenfalls Siemens beauftragt. Der Wartungsvertrag läuft 40 Jahre und ist mehr als 500 Millionen Euro wert.

Im September 2011 orderten die RZD die bisher größte Tranche von 1.200 weiteren Desiro-RUS Wagen bei LLC Ural Locomotives, einem Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und dem russischen Bahntechnikhersteller Sinara. Der Auftragswert beläuft sich auf etwa zwei Milliarden Euro. Die Wagenfertigung im Werk von LLC Ural Locomotives nahe Jekaterinburg soll 2013 beginnen.

Technisch ist der Desiro RUS für Sotschi, der bei der RZD „Lastotchka“ heißt (russisch für „kleine Schwalbe“), auf der Desiro ML Fahrzeug-Plattform aufgebaut. Speziell für den russischen Markt wurden die Fahrzeuge weiterentwickelt: so sind sie für – 40 Grad ausgelegt, erhalten einen Wagenkasten mit 3.480 mm Breite, eine Fußbodenhöhe von 1.400 mm und Drehgestelle mit 1.520 mm Spurweite. Die aus dem Desiro ML übernommene Flexibilität der Innenraumaufteilung des Desiro RUS ermöglicht es, die besonderen Anforderungen während der Spiele 2014 zu meistern. Für den Einsatz in Sotschi am Schwarzen Meer müssen die Züge auch in der Lage sein, eine Steigung von 4 % zu den Austragungsorten der Wettkämpfe in den Bergen zu überwinden. So bietet der Desiro RUS eine Lösung für den russischen Nah- und Regionalverkehr.

Quelle:/Fotos: Siemens

Datum:14.12.2012 - Uhrzeit: 08:20

Stadler präsentiert ersten Diesel-FLIRT

Der estnische Bahnbetreiber Elektriraudtee AS und Stadler Rail feierten heute die offizielle Ankunft der ersten Elektro- und Dieseltriebzüge des Typs FLIRT in Estland. Juhan Parts, Wirtschafts- und Kommunikationsminister von Estland, Kaida Kauler, Verwaltungsratspräsidentin von Elektriraudtee, und Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales der Stadler Rail Group, präsentierten der Öffentlichkeit in Tallinn die ersten beiden Züge. Stadler liefert Elektriraudtee bis Sommer 2014 insgesamt 18 Elektro- und 20 Diesel-FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Elektro Triebzug). Dabei handelt es sich um den ersten Diesel-FLIRT aus dem Hause Stadler.

„Diese ersten beiden Züge markieren den Beginn einer neuen Epoche, die es Elektriraudtee ermöglichen wird, die Bahn zu einem Rückgrat des estnischen Verkehrssystems werden zu lassen.” verkündet Kaida Kauler, Verwaltungsratspräsidentin von Elektriraudtee, stolz.

Auch Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales der Stadler Rail Group, freut sich sehr über diesen Meilenstein: „Es ist eine sehr einzigartige Gelegenheit für einen Schienenfahrzeughersteller, einem Bahnbetreiber eine komplett neue Flotte liefern zu dürfen. Wir sind sehr stolz darauf und freuen uns, heute die ersten neuen Züge für Estland der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Der FLIRT ist das meistverkaufte Produkt von Stadler, welches nun erstmals auch als Diesel-Version verfügbar ist.”

Elektriraudtee hat 2009 die Beschaffung von 18 elektrischen (EMU) und 20 diesel-elektrischen (DMU) Triebzügen einzeln ausgeschrieben. Stadler gewann diese Ausschreibung, woraufhin die Verträge im August 2010 unterzeichnet wurden. Der Auftragswert zur Anschaffung der Elektro-FLIRT beläuft sich auf ca. 80 Mio. Euro, wovon 85 % vom Kohäsionsfonds der EU finanziert werden. Die Anschaffungskosten der Diesel-FLIRT in der Höhe von rund 95 Mio. Euro werden indessen mittels Finanzierungsleasing beglichen. Elektriraudtee plant Mitte 2013 die Aufnahme des fahrplanmässigen Betriebs. Zu diesem Zweck werden in Estland umfangreiche Testfahrten durchgeführt, um die Zulassung für den kommerziellen Betrieb zu erhalten. Der letzte elektrische Triebzug soll bis Anfang 2014 geliefert werden, während der letzte diesel-elektrische Triebzug bis Mitte 2014 erwartet wird.

Insgesamt gab Elektriraudtee bei Stadler 12 dreiteilige und 6 vierteilige Elektrotriebzüge sowie 6 zweiteilige, 8 dreiteilige und 6 vierteilige Dieseltriebzüge in Auftrag. Die Breitspurzüge (1520 mm) wurden so konzipiert und hergestellt, dass sie der für Estland typischen strengen Winterbedingungen standhalten. Das Fachwissen hierfür besitzt Stadler dank früherer Lieferungen nach Finnland und Norwegen. Die Aluminium-Leichtbauweise und energiesparende Systeme ermöglichen dem Betreiber Elektriraudtee auch bedeutende Kostenersparnisse. Die elektrischen Fahrzeuge können die beim Bremsvorgang entstehende Energie umwandeln und sie über die Oberleitung zurück ins Stromnetz einspeisen. Die Elektrotriebzüge werden eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h sowie eine maximale Beschleunigung von 1,2 m/s2 erreichen, was in diesem Bahnsegment einen beachtlichen Wert darstellt. Die Dieseltriebzüge wiederum werden ebenfalls über ein hervorragendes Beschleunigungsvermögen verfügen und auch eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen.

Der Führerstand erhielt ein ergonomisches und modernes Design, das die jetzigen Arbeitsbedingungen der Fahrer deutlich verbessert. Die Züge wurden nach den neuesten Crashnormen gebaut. Die Fahrgäste werden auch den verbesserten Komfort bemerken, da alle Züge mit einem hochmodernen Fahrgastinformationssystem, Klimaanlage, kostenlosem WLAN, Steckdosen zum Aufladen von Laptops und Handys, Videoüberwachung sowie Mehrzweckbereichen ausgestattet sind, in denen Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder transportiert werden können. Die Züge werden über einen Niederfluranteil von 70 % verfügen. Des Weiteren ermöglichen die breiten Türen einen reibungslosen und schnellen Passagierwechsel.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail

Datum:11.12.2012 - Uhrzeit: 08:44

MAV-Triebwagen verlieren das "H-START"

Seit einigen Wochen sieht man auf der Ostbahnstrecke zwischen Wien und Györ frisch aufpollierte Triebwagen des ungarischen EVU MAV-START. Neben der optischen Verschönerung wurde aber auch der Schriftzug H-START an der Stirnseite der Triebwagen weggelassen. Die Aufnahme des 5342.006 entstand am 8.12.12 im Wiener Südbahnhof.

Quelle:/Fotos: Herbert Pschill

Datum:19.11.2012 - Uhrzeit: 09:59

Russland will Lokomotiven bei Siemens Joint Venture bestellen

Im Rahmen der Deutsch-Russischen Konsultationen, die heute in Moskau zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin stattfanden, wurden Siemens große Aufträge in Russland in Aussicht gestellt. So möchte unter anderem die Russische Staatsbahn RZD insgesamt 675 Lokomotiven bei dem russischen Anbieter „Ural Locomotives“ ordern. Dieses Unternehmen ist ein Joint-Venture von Siemens und dem russischen Hersteller von Frachtlokomotiven, OJSC Sinara Transport Machines (Sinara). Die entsprechende Absichtserklärung wurde heute von Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, Vladimir Yakunin, Präsident der RZD, sowie Dmitriy Pumpyanskiy, Präsident der Sinara Group, unterzeichnet. Bereits 2010 hatte die RZD 221 Elektrolokomotiven bei Ural Locomotives bestellt. Gefertigt werden die Lokomotiven in einem Produktionsstandort nahe Jekaterinburg.
Mit der neuen Vereinbarung wird die seit Jahren bestehende enge Partnerschaft zwischen der RZD und Siemens weiter ausgebaut. Die russische Bahn betreibt das längste Streckennetz in Europa. „Russland ist für Bahntechnik ein riesiger Wachstumsmarkt in dem wir heute der erfolgreichste nicht-russische Anbieter sind. Bis zum Jahr 2030 will die russische Bahngesellschaft RZD Investitionen in Höhe von rund 380 Milliarden Euro vornehmen und wir wollen für die RZD weiterhin ein verlässlicher Partner sein. Die lokale Fertigung in Russland wird dabei auch in Zukunft eine wichtige Rolle für uns spielen“, sagte Jochen Eickholt, CEO von Siemens Rail Systems, heute in Moskau.
Eine wesentliche Rolle bei der Bestellabsicht spielen die Doppellokomotiven des Typs 2ES10 alias „Granit“. Die Lokomotiven sind mit wartungsfreundlicher Drehstromantriebstechnik ausgerüstet und halten die russischen GOST-Normen ein. Im russischen Winter sind die Fahrzeuge Temperaturen bis zu minus 50 Grad Celsius ausgesetzt. Durch eine Rückspeisung der Energie im Bremsen lassen sich die Energiekosten senken. Dank höherer Leistung und Zugkraft werden weniger Lokomotiven bei gleichem Transportvolumen benötigt.
Technische Daten der Lokomotive 2ES10
Achsfolge 2 (Bo’Bo’)
Spannungssystem DC 3 kV
Leistung [kW] 8.800
Anfahrzugkraft [kN] 784
Höchstgeschwindigkeit [km/h] 120
Gewicht [t] 200
Spurweite [mm] 1.520

Quelle:/Fotos: Siemens
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