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E-Stories
Oktober 2012Etwas Bahn muß sein – in jedem Urlaub!Thomas Förster
Reisen

Etwas Bahn muß sein - in jedem Urlaub! Die letzte Oktoberwoche nutzten meine Familie und ich für eine 10tägige Tour durch Frankreich bis nach Millau in den Grands Causses. Dabei fielen -leider- nur wenige Bahnbilder ab. Aber einige will ich doch zeigen.

Am 23. Oktober sind wir im "Einsatzgebiet" angekommen. Dabei passierten wir den "Viaduc de Garabit", der die aufgestaute Truyère überspannt. Eines der Bauwerke aus dem Hause Eiffel, und nur der Eiffel-Turm (der nach dem Viadukt entstand) ist wohl bekannter.


Dummerweise ist der Zugverkehr nicht sehr dicht in dieser Ecke, und wir mussten noch einige Kilometer fahren. Deshalb blieb es beim Foto ohne Rollmaterial…
Das nächste Brückenbauwerk, das abgelichtet wurde, war der Viaduc de Millau. Eine Autobahnbrücke, aber trotzdem ein Bild anbei, weil es schon ein imponierendes Bauwerk ist.
An unsrem gewählten Standort Millau angekommen, sollte Mittagspause gemacht werden, und das wollte ich damit verbinden, endlich mal ein Bild von einem Zug auf der "Ligne des Causses" vor der Kulisse des Dorfes Compeyre zu machen. Das ist eine der bekannteren Stellen in Frankreich für solche Zwecke, und jeder, der sich mit den französischen Eisenbahnen befasst, kommt früher oder später darauf zu.
Der Ort Compeyre liegt einige Kilometer nördlich von Millau. Und von Aguessac aus kann man die Strecke auf dem Viadukt vor Compeyre gut einsehen.
Als wir in Aguessac ankamen, ging aber erst mal gar nichts mehr. Stau ohne Ende. Ich bin mit dem Fotoapparat ans vordere Ende gegangen, und da hatten wir den Salat. Die Schranken gingen nicht mehr auf… Die Polizei hat den BÜ gesichert, und zeitgleich mit mir traf der "Pannenhelfer" der SNCF ein. Ein kurzer Anruf beim Fahrdienstleiter, dann hat er den BÜ auf manuellen Betrieb umgeschaltet und die Schranken geöffnet.


Nun konnte also nichts mehr passieren - auf der Schiene zumindest. Wir haben also in aller Ruhe einen Aussichtspunkt in Aguessac gesucht und mit dem Mahle begonnen.
Nach einiger Zeit rumpelte es, und der SNCF-Mitarbeiter fuhr mit seinem Auto auf der Trasse des ausgebauten zweiten Gleises bergan. Na, hatte ich wenigstens schon mal ein SNCF-Fahrzeug auf dem Viadukt erwischt.


Am bergseitigen Ende der Brücke war dann wohl FuBa (Fummeln und Basteln) angesagt, da liegt wohl der Einschaltpunkt des BÜ, der wieder zur Mitarbeit überredet werden musste…
Nachdem dies erledigt war, kam dann doch noch ein Zug, leider nur ein "Blauwal". Ich hätte lieber etwas Elektrisches gesehen, aber bei der spärlichen Zugdichte muß man nehmen, was kommt: X73734 rollte bergab, in langsamer Fahrt wegen der Monteure, die noch am Gleis standen.



Es folgte eine mehrere Tage andauernde Bahnabstinenz, die erst am 28.10. mit dem abermaligen Versuch, bei Compeyre einen Zug zu erwischen, beendet wurde. Diesmal nördlich des Dorfes an einem anderen Viadukt. Man sollte sich vorher schon mit dem Fahrplan befassen, die Regel habe ich nicht beachtet, und so bleibt es auch hier bei einem Bild des leeren Viaduktes und dem Gedanken an die spöttischen Blicke der beiden Esel, die uns beobachteten…


Die nun anstehende Rückfahrt in den Norden brachte einen Stop in Montchanin ("Wenn wir schon mal hier sind, schauen wir auch kurz"). Dort ist ein Anschluß der Schnellfahrstrecke an das normale Eisenbahnnetz, und deshalb stehen dort auch Fahrzeuge für die Unterhaltung der Strecke. Wir sahen das Dieseldoppel BB67202+67203, die "6" vor der Nummer weist sie als Fahrzeuge des Bestandes der Sparte "Unterhaltung Infrastruktur" aus, und eine ganze Horde Baumaschinen wie Schotterplanier- und -stopfgeräte, Schotterwagen und zugehörige Zugloks aus dem Vosslohprogramm, teils von der VFLI, teils von privaten Baufirmen.



Am nachfolgenden Tag, mittlerweile der 29.10., wurde in der Bourgogne nochmals ein Versuch gemacht, Bahnbetrieb zu erleben. Bei bestem Mützenwetter kam dann auch eine BB22200 in "en-Voyage"-Beklebung mit einem Ter Bourgogne vor die Linse sowie Sybic BB26227 in "Multiservice"-Lackierung mit einem Kesselwagenzug und eine Doppelgarnitur E-Triebwagen, deren Baureihennummer ich mir partout nicht merken kann.




Es muss noch auf zwei Sachen hingewiesen werden: die Gittermasten sind Betonmasten und entstammen dem originalen Ausrüstungsstand. Weil sie aber nach und nach aufplatzen (die Armierung rostet und sprengt den Beton!), werden sie im Bedarfsfalle durch die bei der SNCF heute üblichen Masten aus Doppel-T-Propfilen ersetzt. Und der Lokführer der Sybic muß Hitze gehabt haben, warum hat er sonst bei dem kalten Wetter die Tür aufgelassen?!?
Nächste Station: Rangierbahnhof Gevrey bei Dijon: Schock: alles fest in deutscher Hand - TRAXX im Bahnhof in Form von ECR 186 341 und rangieren tut eine Vossloh-Lok von ECR. Der nächste Zug, der durch die Wendeschleife einläuft, geführt von ECR 186 331




. Nur ein "FRETchen"-Pärchen aus BB69489+69496 stört die teutonische Idylle, um einen Schwellenzug abzuholen…


An nächsten Abend, dem 30.10. steht vor dem Aufsuchen des Schlafplatzes die Frage des Zeit totschlagens im Raum. Meine Frau hat die Frage "Wollen wir noch mal in Völklingen gucken?" noch nicht ganz ausgesprochen, da stehen wir auch schon dort auf dem Bahnhof. Als erstes rollt uns 186 331 vor die Linse, hängt ihren Zug ab und rangiert sich auf einen Warteplatz.


Nach kurzer Zeit (und einer gefühlten Legion Quitschies) kommt dann ein "Suppenzug", und er wird geführt von einer DB-Einheitslok! 139 311 hat die Ehre. Wenn doch nur mehr Licht wäre!




Während mein Sohn mich noch etwas irritiert anschaut ob des Gefühlsausbruchs "Das ist meine letzte E40!", rumpelt es, und hinter uns jagen 140 876 und eine Schwester in Doppeltraktion mit einem Kohleleerzug saarabwärts - fotografieren geht nur noch mit "Mitziehen". Drei "Schraubeneimer" in 10 Minuten - das hatte ich lange nicht mehr!


Jetzt geht aber auch gar nichts mehr mit der Beleuchtung, es reicht noch für ein "Stimmungsfoto" aufgestützt auf den Zaun, dann setzen wir uns ab.


Am nächsten (sonnigen) Morgen nochmals ein kurzer Besuch in Völklingen, aber keine Suppenübergabe und wir müssen weiter. Nur 111 115 muß noch "dran glauben".


Uns bleibt nur noch, unsere Vorräte aufzufüllen, in Forbach noch ein Abschiedsfoto mit dem Blauwal X73915 in DB-rot und BB37014 sowie der ECR-Fraktion in Form von UK-Dieseln und BB37008 mit leerem Güterzug zu machen.



Aber nächstes Jahr wird die Ausbeute ja bestimmt besser…

Fotos und Text: Thomas Förster

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