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News-Rubrik: Aktuell

Datum:09.06.2017 - Uhrzeit: 09:56

DB Museum holt Schienenlegende zurück auf die Rheinstrecke

60 Jahre Trans Europ Express: Sonderfahrten zwischen Köln, Bonn und Koblenz • Lokparaden und Vorführungen • Pendelzug bringt Besucher vom Koblenzer Hauptbahnhof ins DB Museum Koblenz

Auf nach Koblenz! Am Wochenende 17. und 18. Juni lädt das stiftungseigene DB Museum zum traditionellen Sommerfest ein. Höhepunkt ist das 60-jährige Jubiläum des „Trans Europ Express“ (kurz TEE). Als Schienenstar der Nachkriegszeit verband der markante Luxusreisezug – auch Rheingold-Express genannt – europäische Metropolen. Zum Sommerfest setzt das DB Museum einen TEE-Zug der 1970er Jahre ein, der entlang seiner früheren Route verkehren wird. Der Sonderzug fährt an beiden Tagen unter anderem über Köln, Bonn und Remagen zum DB Museum Koblenz.


Trans Europ Express "Rheingold" auf der Rheinstrecke, bespannt mit E-Lok 103 235. Foto: Deutsche Bahn Stiftung/DB Museum


Bei der Lokparade am 17. Juni wird das DB Museum außerdem einen TEE-Dieseltriebzug der ersten Stunde zeigen – die Baureihe VT 11.5 aus dem Jahr 1957, von der damaligen Deutschen Bundesbahn eigens für das Trans-Europ-Express-System beschafft. Die gewölbte Front und der creme-rote Anstrich machten den TEE einst legendär.


Trans Europ Express. Dieseltriebzug VT 11.5., zu sehen bei der Lokparade am 17. Juni 2017. Foto: Deutsche Bahn Stiftung/Klaus Mosch


Außerdem auf dem Programm: Mitfahrten auf dem „Adler“, einem Nachbau der ersten deutschen Eisenbahn. Geführte Rundgänge und Vorführungen sowie Verkaufsstände und ein gastronomisches Angebot runden das Sommerfest ab. Besucher können das Auto zu Hause lassen: An beiden Tagen verkehren kostenlose Pendelzüge zwischen Hauptbahnhof Koblenz und DB Museum.

Mit dem Trans Europ Express (TEE) „Rheingold“ von Köln nach Koblenz

Die Sonderfahrten des Trans Europ Express am 17./18. Juni starten jeweils ab DB Museum. Die Tickets kosten – je nach Zustieg – zwischen 4 und 59 Euro. Die Preise gelten für die Hin- und Rückfahrt und schließen den Museumseintritt mit ein. Kinder (6 bis 14 Jahre) fahren ermäßigt und zahlen nur 50 Prozent des Fahrpreises. Tickets unter www.dbmuseum.de/ticketshop. Weitere Informationen: Tel. 0261 396-1338 oder sonderzug@dbmuseum-koblenz.de.

Fahrplan und Fahrzeiten Samstag, 17. Juni 2017
TEE 5464 / TEE 5465
09:05 / 16:35 ab DB Museum Koblenz
10:43 / 17:53 ab Köln Hbf.
11:16 / 17:32 ab Bonn Hbf.
11:30 / 17:15 ab Remagen
11:42 / 17:00 ab Andernach
12:05 / 19:15 an DB Museum Koblenz

Fahrplan und Fahrzeiten Sonntag, 18. Juni 2017
TEE 5464 / TEE 5465
08:15 / 15:45 ab DB Museum Koblenz
08:41 / 20:41 ab Andernach
09:00 / 20:22 ab Remagen
09:15 / 19:52 ab Bonn Hbf.
09:40 / 19:23 ab Köln Hbf.
12:21 / 16:46 ab Bingen
13:15 / 21:00 an DB Museum Koblenz

Das DB Museum Koblenz
Bereits im Jahr 1882 als eisenbahntechnische Sammlung gegründet, ist das heutige DB Museum das älteste Eisenbahnmuseum der Welt. Unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH hält es die deutsche Eisenbahngeschichte aller Epochen lebendig. Über 235.000 Gäste besuchen jedes Jahr das Stammhaus des DB Museums in Nürnberg und die beiden Standorte Koblenz und Halle (Saale). Koblenz ist seit 2001 Teil des DB Museums und wird durch ehrenamtliche Mitarbeiter der Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW) unterstützt. Das Museum befindet sich im früheren Ausbesserungswerk für Güterwagen im Stadtteil Lützel. Die Anlage wurde 1905 während der Umgestaltung und Erweiterung des Güterbahnhofs erbaut, sie beherbergt heute eine umfangreiche historische Fahrzeugsammlung mit 40 Lokomotiven und 50 Reisezug- und Güterwagen.


Trans Europ Express "Rheingold". Aufnahme aus dem Nürnberger Hauptbahnhof. Foto: Deutsche Bahn Stiftung/Uwe Niklas



Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn Stiftung gGmbH

Datum:08.06.2017 - Uhrzeit: 08:56

TX Logistik erhöht Frequenz auf der Relation zwischen Herne und Busto

Die TX Logistik AG (TXL) hat die Frequenz auf ihrer Intermodalverbindung zwischen Herne und Busto bei Mailand erhöht. Seit Ende Mai werden nun sechs statt fünf Rundläufe pro Woche durchgeführt.

„Auslöser für diese Verkehrserweiterung ist die stetig steigende Nachfrage auf dieser Strecke“, sagt Patrick Zilles, Senior Director Sales & Marketing bei TXL. „Die Nachfrage nach Stellplatzkapazitäten auf unseren Zügen kommt dabei sowohl von Bestands- als auch Neukunden.“ Bei dem neuen Rundlauf werden die Züge samstags beladen. Das bedeutet: Die Züge, die am Wochenende jeweils im Container Terminal Herne und im Terminal Busto Arsizio, rund 20 Kilometer nordwestlich von Mailand, starten, werden dann am Dienstag in den frühen Morgenstunden bereitgestellt. Transportiert werden auf den TXL-Zügen vor allem Trailer mit Konsumgütern aller Art.

„Busto ermöglicht unseren Kunden nicht nur eine schnelle Erreichbarkeit der Wirtschaftsregion Mailand“, erläutert Patrick Zilles. „Das Umschlagterminal ist auch Gateway-Plattform für Anschlussverbindungen zu weiteren Zielen im italienischen Schienennetz.“ Ähnliche Vorteile bietet Herne: Mit seiner Lage im Zentrum des Ruhrgebiets bestehen sowohl schnelle Verbindungen zu allen Metropolen an Rhein und Ruhr als auch zu den Wirtschaftszentren in Benelux.

Quelle:/Fotos: TX Logistik AG

Datum:08.06.2017 - Uhrzeit: 08:56

Stadler verzeichnet rekordhohen Bestellungseingang

2016 war für Stadler ein erfolgreiches Jahr. Der Schweizerische Schienenfahrzeughersteller konnte einen rekordhohen Bestellungseingang von 4,9 Mia. CHF verbuchen. Trotz anhaltend starken Frankenkurses liegen Umsatz und Jahresergebnis im Durchschnitt.
Der erneute Frankenschock im Januar 2015, ausgelöst durch die Aufhebung der Frankenbindung an den Euro, hatte Stadler hart getroffen. 3'000 von 7'000 Mitarbeitenden arbeiten im Hochlohnland Schweiz, die Exportquote liegt über 50 Prozent und die Konsolidierung geschieht im Schweizer Franken. Dies führte im Geschäftsjahr 2015 zu einer massiven Umsatzreduktion. Die breitere Abstützung durch den Eintritt in neue Märkte und neue Marktsegmente sowie die Lancierung neuer Produkte hat sich bezahlt gemacht: Im Jahr 2016 hat Stadler trotz der währungsbedingten Rückschläge der vergangenen Jahre beinahe zur alten Stärke zurückgefunden.
Im Auftragseingang konnte ein Rekordergebnis eingefahren werden: Stadler verbucht für das Jahr 2016 Aufträge über 4,9 Mia. CHF. Im vergangenen Jahr war es weniger als die Hälfte. 2015 lag der Auftragseingang bei 2,1 Mia. CHF. Trotz des anhaltend starken Frankenkurses bewegen sich Umsatz und Jahresergebnis im Durchschnitt: Der Umsatz der Stadler Rail AG liegt im Jahr 2016 bei 2,1 Mrd. CHF (2015: 2,05 Mrd. CHF).
„Es freut mich, dass Stadler die Währungskrise der vergangenen Jahre relativ gut überstanden hat. Die Wechselkursverwerfungen haben zwar zu einem Einbruch der Margen geführt. Das beschlossene Massnahmenpaket wurde von der Belegschaft gut aufgenommen und hat die Mitarbeiter noch enger zusammengeschweisst. Das hat es uns ermöglicht, dass wir gestärkt durch die Krise gekommen sind und nach wie vor auf sprichwörtlich gesunden Beinen stehen“, sagte Peter Spuhler, Eigentümer und Group CEO von Stadler anlässlich der Jahresmedienkonferenz in Bussnang.
Die Zahl der Mitarbeitenden ist mit dem Zukauf von Valencia vor einem Jahr auf knapp 7'000 angestiegen, davon sind 3'000 in der Schweiz angestellt. Diese Zahlen konnten im vergangenen Jahr relativ stabil gehalten werden. Aktuell beschäftigt Stadler 7'300 Mitarbeitende. Der Zuwachs erfolgte durch die Gründung des Joint Ventures mit Solaris Bus & Coach sowie die Gründung des Engineering-Standortes in Chemnitz.
Der globale Markt für Rollmaterial wächst – getrieben durch das enorme Bevölkerungswachstum und die nötigen Investitionen aufgrund der veralteten Infrastruktur. Gleichzeitig wächst der Konkurrenzkampf. Insbesondere das Vordringen der chinesischen Anbieter führen zu einem grossen Margendruck. Dem muss Stadler mit grosser Innovationskraft und Investitionen in neue Produkte begegnen. Die Stadler Rail Group ist mit dem hohen Bestellungsbestand, der soliden Bilanz sowie dem grossen Know-how der Mitarbeitenden bestens für die Zukunft gerüstet.

Die Auslastung der Standorte ist grossmehrheitlich gut. Auch im Werk in Minsk ist eine deutliche Besserung eingetreten. Nach der in Folge der Erdöl- und Erdgaskrise und der damit verbundenen Rubelkrise eingetretenen Unterauslastung konnte im vergangenen Jahr eine solide Grundauslastung erreicht werden. Dazu beigetragen hat insbesondere auch der Auftrag für 23 Metelitsa-Strassenbahnen aus St. Petersburg.

Zwei neue Gesellschaften
Stadler führt zwei neue Gesellschaften in seiner Organisation. Hinzugekommen sind in den letzten zwölf Monaten Stadler Chemnitz und das Joint Venture Solaris Tram. Stadler Chemnitz ist der Division Deutschland angehängt und erbringt Engineering-Leistungen in den Bereichen Konstruktion (Struktur, Innenausbau und Aussenelemente), Elektrik, Pneumatik, technische Berechnungen und Mehrkörpersimulation. Die circa 60 Ingenieure von Stadler Chemnitz werden zum einen eigenständig technische Projekte abwickeln und zum anderen definierte Arbeitspakete für alle Standorte der Gruppe bearbeiten.
Solaris Bus & Coach und Stadler haben per 1. April 2017 in Polen ein Joint Venture unter dem Namen Solaris Tram gegründet. Das Joint Venture führt in Sroda ein gemeinsames Werk, in dem Wagenkästen gefertigt und lackiert werden. Bei Ausschreibungen in Polen und weiteren zentraleuropäischen Ländern werden Solaris Tram und Stadler Polska künftig gemeinsam als Konsortium unter der Führung von Stadler anbieten. Beide Unternehmen können so ihre Position im polnischen und im zentraleuropäischen Markt stärken.

Neuer Standort in der Schweiz
Wegen der Währungssituation und des Lohnkostenniveaus in der Schweiz bei gleichzeitig hohem Exportanteil steht Stadler nach wie vor unter hohem Margendruck. Um am Standort in der Schweiz festhalten zu können, ist eine Effizienzsteigerung nötig. Stadler evaluiert deshalb die Machbarkeit eines Neubaus in St. Margrethen. In Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen, der Gemeinde St. Margrethen sowie der Landbesitzerin Hiag hat der Schienenfahrzeughersteller in St. Margrethen ein rund 70'000 Quadratmeter grosses Areal gefunden, das unter anderem wegen des bereits vorhandenen Gleisanschlusses optimale Bedingungen bietet. Voraussetzung für den Neubau wäre allerdings eine Umzonung und Anpassung des Überbauungsplans. Ein entsprechendes Gesuch wurde eingereicht.
Ziel des neuen Produktionsstandorts ist die Optimierung der Produktionsbedingungen für das Kompetenzzentrum für Doppelstocktriebzüge. Die gemietete Infrastruktur am Standort in Altenrhein ist circa 100jährig und nicht optimal auf die Produktion von Doppelstocktriebzügen ausgelegt. Dadurch ist die Produktivität an diesem Standort limitiert und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld geschwächt. Das geplante Investment ist ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und zum Standort im Dreiländereck.

Hoher Bestellungseingang im Tailor-Made-Bereich
Einen hohen Bestellungseingang verzeichnet Stadler nach wie vor auch im Tailor-Made-Bereich: Die Appenzeller Bahnen bestellten im letzten Jahr elf TANGO und fünf Tailor-Made-Triebzüge bei Stadler. Die RhB beauftragte Stadler mit 36 massgeschneiderten Triebzügen. Dem RBS Regionalverkehr Bern-Solothurn konnte Stadler 14 Tailor-Made-Triebzüge liefern, der Wynen- und Suhrentalbahn weitere 5. HVLE hat bei Stadler zehn sechsachsige EURODUAL-Lokomotiven bestellt. Ausserdem übernimmt Stadler für zehn Jahre die Instandhaltung. Die Matterhorn Gotthard Bahn bestellte bei Stadler insgesamt sieben neue Loks.

Das Ende des „Please Mind The Gap“ in UK
Stadler hat erfolgreich in UK Fuss gefasst. Gleich zu Beginn des Jahres konnte mit Merseytravel ein Vertrag über 52 Commuter-Züge unterzeichnet werden, die ab 2020 in Liverpool eingesetzt werden. Die neuen Züge werden speziell für das Anforderungsprofil in Liverpool entwickelt und stellen eine Mischung aus herkömmlichen Vorortszügen und einer Metro dar. Die neue Flotte wird die erste in UK sein, die einenbarrierefreien Zugang zum Fahrzeug gewährleistet. Das weltberühmte „Please Mind The Gap“, welches das Klangbild an UK-Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen prägt, wird damit obsolet werden. Zugleich hat Stadler auch den Full-Service-Vertrag für die 52 Züge über 35 Jahre gewonnen.

KISS findet guten Absatz
Auch der Doppelstocktriebzug KISS hat im vergangenen Jahr sehr guten Anklang gefunden. Der Vertrag mit Mälab wurde nach Abweisung des Rekurses von Bombardier rechtsgültig. Stadler kann damit 33 vierteilige Doppelstocktriebzüge aus Altenrhein an die Schwedische Bahngesellschaft Mälab liefern. Zehn Doppelstöcker konnten an die Aserbaidschanische Staatsbahn verkauft werden. Die Georgische Staatsbahn übernimmt vier Doppelstöcker.

Sicherheit im Projekt Caltrain
Zum ersten Mal konnte Stadler den KISS auch in die USA verkaufen. Das amerikanische Bahnunternehmen Caltrain bestellte im Juni 2016 16 sechsteilige, elektrische Doppelstocktriebzüge. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf 551 Millionen US-Dollar und enthält eine Option für weitere 96 Wagen im Wert von 385 Millionen US-Dollar. Ab 2020 fahren Schweizer Stadler-Züge auf der Strecke von San Francisco nach San José im Silicon Valley – und ermöglichen den Mitarbeitern von Apple, Google und Facebook ein bequemes Reisen. Die elektrischen Hochleistungs-Doppelstocktriebzüge mit hoher Fahrgastkapazität werden es Caltrain ermöglichen, schnellere und häufigere Verbindungen für die rasch zunehmenden Passagierzahlen zu bieten. Die modernen Doppelstocktriebzüge in Aluminium-Leichtbauweise lösen die bestehenden dieselbetriebenen Stahlzüge ab und senken damit wesentlich die Treibhausgas- und Lärmemissionen im US-Staat.
Das Projekt Caltrain ist durch regionale, bundesstaatliche und staatliche Gelder finanziert. Das Budget für das Elektrifizierungsprojekt beläuft sich auf insgesamt knapp 2 Mia. US-Dollar. Eine Zusage der staatlichen Mittel über 647 US-Dollar aus dem Budget des Department of Transportation (DOT) ist Anfang Juni – aufgrund des Regierungswechsels und der damit einhergehenden Neubesetzung der Spitzenpositionen im DOT leicht verzögert – erfolgt.
Stadler hat trotz der Verzögerung im Auftrag des Kunden alle Projekttätigkeiten weitergeführt. Diese waren durch die bereits freigegebene Finanzierung bis zu einem vertraglich festgehaltenen Kostendach gedeckt. Die nun vorliegende rechtsgültige Unterschrift schafft weitere Sicherheit und wird von Stadler mit Erleichterung zur Kenntnis genommen.


KISS Caltrain


Rekord auch in Deutschland
Einen rekordhohen Auftragseingang von über einer Milliarde Euro konnte Stadler letztes Jahr auch in Deutschland verzeichnen. Zu den Highlights zählen unter anderem folgende Aufträge: Die S-Bahn Rhein-Ruhr bestellte 41 FLIRT, die Stuttgarter Netze weitere 45 FLIRT. Für die BVG darf Stadler 27 vierteilige METRO entwickeln und bauen. Die VBK hat eine Option für 25 CITYLINK eingelöst. Alpha Trains bestellte fünf FLIRT.
Service-Geschäft legt zu
Der jüngste Auftrag von Merseytravel aus UK enthält auch einen Full-Service-Vertrag über 35 Jahre. Zum ersten Mal in der Geschichte von Stadler hat der Service-Vertrag mehr wert als die Fahrzeugbestellung selber. Des Weiteren hat Stadler den Instandhaltungsvertrag über 15 Jahre für die FLIRT für MAV gewonnen sowie auch den Full-Service-Vertrag über ebenfalls 15 Jahre für die FLIRT von Arriva Limburg. Auch East Anglia setzt auf Stadler und hat den Schienenfahrzeughersteller für sieben Jahre mit der Instandhaltung beauftragt. Jüngster Bestellungseingang: Stadler konnte Ende Mai dieses Jahres einen Auftrag von Go-Ahead für die Instandhaltung von 45 elektrischen Triebzügen des Typs FLIRT über die Dauer von 13,5 Jahren unterzeichnen.


Abellio East Anglia


Roll-out Giruno
Im Mai 2017 konnte Stadler zusammen mit der SBB den Roll-out des elfteiligen Giruno feiern. Der Roll-out markiert den Start der komplexen Zulassungsverfahren für die vier Länder. Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines Schienenfahrzeuges. Die spektakuläre Einfahrt des Giruno in Bussnang wurde von circa 500 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien live verfolgt. Auch Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Doris Leuthard war für den Roll-out des Giruno nach Bussnang gereist.


SBB EC 250 Giruno


Stadler feiert die ersten 75 Jahre
Gleichzeitig mit dem Roll-out des Giruno feiert Stadler sein 75jähriges Firmenjubiläum. Ernst Stadler hatte 1942, inmitten des Zweiten Weltkrieges, ein Ingenieurbüro in Zürich gegründet, welches auf die Entwicklung und den Bau von Lokomotiven spezialisiert war. 20 Jahre später zog Ernst Stadler mit seinen Angestellten in den Thurgau nach Bussnang, wo er den Grundstein für den Hauptsitz von Stadler legte. Nach seinem Tod führte seine zweite Ehefrau Irma Stalder die Geschicke des Unternehmens. Peter Spuhler trat 1987 in das Unternehmen ein und kaufte es zwei Jahre später mit einem Darlehen der Thurgauer Kantonalbank. Das Unternehmen hatte damals 18 Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 4,5 Millionen Schweizer Franken. Stadler feierte sein Jubiläum am 20. Mai zusammen mit der Bevölkerung. 40'000 Besucherinnen und Besucher wurden in den Produktionswerken in Bussnang, Altenrhein und Winterthur gezählt.

Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

Datum:07.06.2017 - Uhrzeit: 08:56

S-Bahn Rhein-Neckar soll an DB Regio AG vergeben werden

Die Nahverkehrsleistungen auf der S-Bahn Rhein-Neckar (Los 2) im Vergabenetz 6b des Landes Baden-Württemberg sollen an die DB Regio AG vergeben werden. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN) sowie der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV RLP Süd) haben am 2. Juni 2017, die entsprechende Vorabinformation versandt. Sofern keiner der unterlegenen Bieter einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer stellt, wird seitens der Aufgabenträger der DB Regio AG der Zuschlag erteilt. 

Die Fahrgäste in der Metropolregion Rhein-Neckar dürfen sich auf Neufahrzeuge und einen verbesserten Fahrplan mit konsequentem Halbstundentakt auf fast allen Linien freuen, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL. "Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass das Fahrzeugfinanzierungsmodell des Landes ("BW-Modell") zu mehr Wettbewerb und zu günstigeren Konditionen geführt hat. Damit gehen wir konsequent einen weiteren Schritt in Richtung langfristiger Sicherung und Ausbau der SPNV-Leistungen für das Land Baden-Württemberg", so Minister Herrmann. 

Die Betriebsaufnahme mit Neufahrzeugen des Typs "Mireo" der Firma Siemens erfolgt ab Dezember 2020 in zwei Stufen: Die Linien in Baden-Württemberg und dem südlichen Hessen starten im Dezember 2020. Der fast ausschließlich in Rheinland-Pfalz liegende Abschnitt Mannheim – Mainz wird im Dezember 2021 in das Netz integriert. Der dann bis Ende 2034 gültige Verkehrsvertrag umfasst insgesamt rund sechs Millionen Zugkilometer.

Für die Gemeinden im hessischen Ried und entlang der Bergstraße führt die Inbetriebnahme der S-Bahn Rhein-Neckar zu einer wesentlichen Verbesserung des Verkehrsangebots auf der Schiene. Die S-Bahn Rhein-Neckar wird gemeinsam mit dem bereits zum Jahresende 2017 startenden Main-Neckar-Ried-Express den Fahrgästen zukünftig ein attraktives Angebot bieten können. Mit der geplanten Wiederherstellung der Zweigleisigkeit auf der östlichen Riedbahn wird endlich wieder eine direkte Anbindung der Riedgemeinden an die Arbeitsplatz- und Ausbildungsstandorte im Bereich Mannheim-Käfertal und -Neuostheim ermöglicht, so Volkhard Malik, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Rhein-Neckar als SPNV-Aufgabenträger für den Kreis Bergstraße.

Landrat Dr. Winfried Hirschberger stellt als Verbandsvorsteher des für die Strecke Mannheim – Mainz zuständigen ZSPNV RLP Süd die umfangreichen Bemühungen zur Modernisierung dieser Bahnlinie heraus: "Wir haben gemeinsam mit den Kommunen, dem Bund und dem Land Rheinland-Pfalz für die Modernisierung und Barrierefreiheit aller Stationen gesorgt und werden ab 2018 auf Basis eines anderen Verkehrsvertrages modernisierte und barrierefreie Fahrzeuge zwischen Mannheim und Mainz einsetzen, um den Kundennutzen der barrierefrei ausgebauten Stationen möglichst kurzfristig zu erzielen. Ab Dezember 2021 werden diese Elektrotriebwagen dann durch die neuen S-Bahn-Fahrzeuge ersetzt." 

Mit dem antriebsstarken Triebfahrzeug vom Typ Mireo der Firma Siemens kommt ein modernes und komfortables Fahrzeug der neuesten Generation zum Einsatz. Alle Fahrzeuge verfügen über einen für die Fahrgäste kostenfreien WLAN-Zugang und sind für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg an allen Bahnsteigen mit 76 cm Höhe ausgerichtet. Fünf Mehrzweckbereiche im Fahrzeug bieten großzügige Stellflächen z.B. für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen. So sind zukünftig pro Zugeinheit bis zu 26 Fahrradabstellplätze vorgesehen

Quelle:/Fotos: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Datum:07.06.2017 - Uhrzeit: 08:55

Die ODEG hat Geburtstag - 15 Jahre Ostdeutsche Eisenbahn GmbH

Die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH feiert am 06.06.2017 ihr 15-jähriges Firmenjubiläum. Vor genau 15 Jahren wurde die ODEG in Parchim gegründet. Am 15. Dezember 2002, um 04:53 Uhr, ging gemäß Verkehrsvertrag der erste RegioShuttle von Parchim nach Neustrelitz auf seine Reise.

Die ODEG ist eine Erfolgsgeschichte der neuen Bundesländer und die gelb-grünen ODEG-Züge sind heute von Wismar bis nach Zittau nicht mehr wegzudenken. Die Hamburger Hochbahn AG und die Prignitzer Eisenbahn GmbH erhielten als Bietergemeinschaft den Zuschlag nach einer europaweiten Streckenausschreibung vom Land Mecklenburg-Vorpommern, siehatten sich gegen diverse Wettbewerber der Bahnbranche durchgesetzt. Somit stand der Gründung in 2002 nichts mehr im Weg. Der Hamburger Hochbahn fehlte zwar die Erfahrung im Schienenpersonennahverkehr, diese brachte die Prignitzer Eisenbahn mit, bei der wiederum die finanziellen Mittel knapp waren – also eine klassische Win-win-Situation, um gemeinsam durchzustarten. Stetig hat sich die ODEG weiter entwickelt, von einem kleinen Start-up mit anfänglich 30 Personen ist die ODEG heute mit ihren 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ernst zu nehmende Privatbahn in der Eisenbahnverkehrsbranche. Auf zurzeit 11 Linien, fahren auf rund 1.200 Streckenkilometern, 42 Triebfahrzeuge, vom Typ 14 RegioShuttle RS1, KISS, Desiro Classic und GTW und erbringen jährlich stattliche 11 Millionen Zugkilometer. Die Instandhaltung der Fahrzeugflotte erfolgt über ihre 100%ige Tochter, der ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft.

„Vergleicht man den Erfolg mit einer Fußballmannschaft, dann hat sich die ODEG in den letzten 15 Jahren von der Regionalliga zur Bundesliga „hochgefahren“, so Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer und Sprecher der ODEG. Wir bestehen 15 Jahre! Man glaubt es kaum, wie die Zeit vergeht. Rund 17,9 Millionen Fahrgäste nutzen die ODEG jedes Jahr. Die ODEG verbindet über fünf Bundesländer hinweg Menschen mit ihrem Arbeitsplatz, mit Verwandten und Freunden, mit Freizeit und Urlaub, mit persönlichen Anlässen und Zielen. Wir sind mächtig stolz, auch wenn es nicht immer einfach war, haben wir es als ein starkes Team aus Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern geschafft und uns am Markt behauptet. Im Namen der ODEG, bedanke ich mich von Herzen bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie bei unseren Gesellschaftern und Partnern. Nur durch unsere gemeinsame Arbeit sind wir heute das, was wir sind und darauf sind wir stolz: Die größte private Eisenbahn im Osten Deutschlands. Und eines ist sicher, unser Liniennetz in den neuen Bundesländern soll selbstverständlich um weitere Kilometer, Linien und Verkehrshalte wachsen. Die Endstation ist für die ODEG also nicht in Sicht. Herzlichen Glückwunsch, liebe ODEG!“




Quelle:/Fotos: ODEG - Ostdeutsche Eisenbahn GmbH, Bild: ODEG/Anja Tessmann Design

Datum:06.06.2017 - Uhrzeit: 11:00

ODEG: Einladung zur feierlichen Zugtaufe in Stendal

Ein ODEG-Zug vom Typ „GTW“ wird auf den Namen der Stadt getauft

Berlin, 02.06.2017 – Die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH und die Stadt Stendal taufen am Samstag, den 10. Juni 2017 gemeinsam einen Zug aus der ODEG-Flotte vom Typ „GTW“ auf den Namen „Hansestadt Stendal“. Die feierliche Taufe des gelb-grünen Botschafters findet im Rahmen des 50. Stendaler Rolandfest statt, welches vom 9. bis zum 11. Juni gefeiert wird. Nach der Zugtaufe nimmt der Zug seine erste Reise als frisch getaufter Triebwagen Richtung Rathenow auf.

Das Besondere an dieser Zugtaufe ist, dass hierfür original Taufwasser aus der Uchte verwendet wird. Der stellvertretende Oberbürgermeister Stendal, Herr Alex Kleefeldt, und der Geschäftsführer und Sprecher der ODEG, Arnulf Schuchmann taufen am 10. Juni 2017 feierlich zusammen mit dem Geschäftsführer der NASA, Rüdiger Malter den GTW der ODEG. Mit dem geistlichen Segen für die Fahrgäste und Mitarbeiter durch die Pfarrerin der evangelischen Stadtgemeinde Stendal, Daniela Schröder, geht der Zug auf seine zukünftigen Fahrten. Alle Bürgerinnen und Bürger aus Stendal und Umgebung sind herzlich eingeladen, den feierlichen Moment der Zugtaufe live mitzuerleben.

„Ich freue mich sehr, dass zukünftig auch ein Zug der ODEG nach unserer Hansestadt Stendal benannt sein wird und somit `Hansestadt Stendal` Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin verbindet“, freut sich Stendals stellvertretender Oberbürgermeister Alex Kleefeldt.

„Auch wir freuen uns, dass unser GTW ab sofort den Namen `Hansestadt Stendal` tragen darf. Die Zugtaufe setzt ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit der Stadt Stendal mit der ODEG. Wir sind sehr stolz darauf, dass „Hansestadt Stendal“ viele tausende Fahrgäste sicher in die Hansestadt sowie in schöne Städte in Süd-West-Brandenburg bringen darf und somit ein Brückenschlag für die Region ist“, so Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer und Sprecher der ODEG.

Alle Pressevertreter und insbesondere die Bürgerinnen und Bürger Stendals sind zu diesem Ereignis herzlich willkommen! Kommen Sie vorbei. Wir freuen uns auf Sie!

Wann: Samstag, den 10. Juni 2017, um 10:00 Uhr
Wo: Bahnhof Stendal, Gleis 6, Bahnhofstr. 33, 39576 Stendal, Sachsen-Anhalt
Für die musikalische Untermalung der Feierlichkeit sorgen junge Musikschüler der Musik- und Kunstschule Stendal.

Quelle:/Fotos: ODEG

Datum:02.06.2017 - Uhrzeit: 09:22

TX Logistik stärkt in Kooperation mit ECL Verkehre auf der Achse Deutschland - - Skandinavien

Mit einer neuen Intermodal-Verbindung zwischen Herne und Malmö via Lübeck bietet die TX Logistik AG (TXL) ihren Kunden seit Anfang Mai noch schnellere und effizientere Wege zwischen Deutschland und Skandinavien. In Kooperation mit der European Cargo Logistics GmbH (ECL) realisiert der Schienenlogistiker aktuell sechs Rundläufe, in denen Schiene und Fähre sich optimal ergänzen. Das neue System hat sich in den ersten Wochen bereits bewährt. Schon heute ist absehbar, dass die Nachfrage weiter steigt: Eine Erweiterung der Rundläufe ist vorgesehen.

„Die integrierte Lösung Schiene - Fähre löst die Direktverbindung Herne - Malmö über die Schiene ab. Hiermit reagieren wir auf Qualitätsthemen, die sich auf Teilen der Strecke vor allem auch durch anhaltende Bauarbeiten ergeben haben“, erklärt Jörg Nowaczyk, Geschäftsbereichsleiter Intermodal bei TXL. „Als führender Anbieter im intermodalen Bereich verfügen wir über einige starke Stellhebel, wenn es darum geht, Verkehre sinnvoll umzurouten: Mit Partnern schaffen wir auch kurzfristig neue Relationen unter Einbindung unterschiedlicher Verkehrsträger. Manchmal entstehen daraus dauerhafte Verbindungen.“

Ebenso ist aus der Route Herne - Lübeck - Malmö ein Regelverkehr geworden. In Kooperation mit ECL hat TX Logistik ein stabiles System aufgesetzt und die Effizienz auf der Achse nachhaltig gesteigert. Mit sechs Rundläufen pro Woche und täglichen Abfahrten gewinnen Kunden Flexibilität. Die Verkehrszeiten der Relation sind eng mit den RoRo-Fahrplänen im Lübecker Hafen abgestimmt. So ergeben sich optimale Transitzeiten.

„Die Nachfrage auf der Achse Deutschland - Skandinavien war schon immer groß und steigt stetig weiter. Dem begegnen wir mit einer hochfrequenten Verbindung“, erklärt ECL-Geschäftsführer Jörg Ullrich. „Wir freuen uns, dass wir nun wieder eine Relation zwischen dem Ruhrgebiet und Lübeck anbieten können; das war unser erklärtes Ziel.“ Die neue Route bietet Durchgängigkeit zwischen den Wirtschaftszentren Schwedens, Finnlands, Russlands und des Baltikums auf der einen sowie Ruhrgebiet, Niederlande, Belgien und Frankreich auf der anderen Seite. Außerdem stehen ab Herne diverse Anschlussverbindungen nach Italien zur Verfügung.

Es ist ein offenes System: Kunden buchen die Kapazitäten, die sie brauchen, unmittelbar bei TXL oder ECL. TX Logistik verantwortet Organisation, Betrieb, Disposition sowie die Traktion zwischen Herne und Lübeck und wird von ECL in der Abwicklung der Fährtransporte von Lübeck nach Malmö und Trelleborg unterstützt. Im One-Stop-Shop erfolgt die Durchbuchung zu einem All-in-Preis, es gibt einen Ansprechpartner für die gesamte Lieferkette.

„Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten: Qualität in der Verbindung“, erklärt Jörg Nowaczyk. „So stärken wir unsere Bestandsverkehre und schaffen neues Potenzial für zusätzliche Volumina. Die Nachfrage steigt stetig. Eine Erweiterung auf neun, später zwölf Rundläufe ist denkbar.“




Quelle:/Fotos: TX Logistik AG, Fotograf: Michael Imhoff

Datum:01.06.2017 - Uhrzeit: 11:25

Hupac bestellt acht Mehrsystem-Lokomotiven bei Siemens

  • Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor
  • Auslieferung beginnt ab Frühsommer 2018
  • Ausgerüstet mit ETCS

    Der Schweizer Anbieter für kombinierte Verkehre Hupac hat bei Siemens acht Lokomotiven vom Typ Vectron MS bestellt. Die Mehrsystem-Fahrzeuge sind für den Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor (DACHINL) vorgesehen. Die Auslieferung beginnt ab Frühsommer 2018. Die Lokomotiven verfügen über eine Leistung von 6,4 MW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Neben den nationalen Zugsicherungssystemen erhalten die Fahrzeuge das Europäische Zugsicherungssystem ETCS. Gebaut werden sie im Siemens-Werk in München-Allach.

    Mit den neuen Lokomotiven baut Hupac gemeinsam mit seinen Partnern das Angebot für Güterschienentransporte von zentralen europäischen Hubs, wie beispielsweise dem Logistikzentrum Rotterdam, über die Kernstrecken zwischen den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz bis in den Mittelmeerraum weiter aus. Die neuen Vectrons ermöglichen es den mit Hupac kooperierenden Betreibern, die europäischen Wirtschaftsräume nördlich und südlich der Alpen mit dem Betrieb durch den neuen Gotthard-Basistunnel miteinander zu verbinden.

    „Mit dieser Investition in Vectron-Lokomotiven können wir den Rhein-Alpen-Korridor durch die durchgehende Traktion deutlich effizienter bedienen“, sagte Bernhard Kunz, Geschäftsführer der Hupac AG.




    Quelle:/Fotos: Siemens AG

  • Datum:01.06.2017 - Uhrzeit: 09:35

    Erste Vectron-Breitspurlokomotive erhält Zulassung in Finnland

  • Acht von insgesamt 80 Lokomotiven nehmen Betrieb sofort auf
  • Auslieferung aller Lokomotiven bis 2026
  • Vertrag enthält Option für weitere 97 Fahrzeuge

    Die Wechselstrom-Lokomotive vom Typ Vectron für die finnische Bahn VR hat von der Zulassungsbehörde Trafi die Zulassung für den Betrieb in Finnland erhalten. Die ersten acht Vectron nehmen ab sofort den kommerziellen Betrieb auf. Der erste kommerzielle Einsatz erfolgt am 31. Mai 2017 von der Stadt Tampere zum Hafen Vuosaari in Helsinki. Insgesamt liefert Siemens 80 Lokomotiven an die VR-Gruppe. Es ist der erste Auftrag in Breitspurausführung und zugleich der bislang größte Einzelauftrag für die Vectron-Lokomotive. Alle Loks werden bis Ende 2026 ausgeliefert.

    Zur Überprüfung und Zulassung der umfangreichen neuen Ausrüstungspakete absolvierten seit Beginn 2016 bis zu fünf Lokomotiven Typprüfungen entsprechend den Technischen Spezifikationen für Interoperabilität (TSI). Es wurden verschiedene zusätzliche Funktionalitäten und Ausrüstungspakete zertifiziert, beispielsweise die Breitspurdrehgestelle, das spezielle Winterpaket sowie die Ausrüstung mit zwei Diesel-Power-Modulen für die Überbrückung von kurzen Strecken ohne Oberleitung.

    Im Februar 2014 bestellte die finnische Bahn die Nordlandausführung der elektrischen Vectron-Hybrid-Lokomotiven. Die Lokomotiven haben eine Leistung von 6,4 MW und sind für eine Geschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. Das Fahrwerk ist für die Spurweite von 1524 mm ausgeführt. Die Fahrzeuge kommen in Finnland zum Einsatz und sind sowohl mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS als auch mit dem finnischen Zugsicherungssystem JKV-STM ausgerüstet. In Finnland werden die Lokomotiven unter der Baureihenbezeichnung Sr3 betrieben. Die Lokomotiven wurden an die nordischen Winterbedingungen und die speziellen Umgebungsbedingung in Finnland angepasst, z. B. für häufige Kollisionen mit großen Tieren, Temperaturen bis minus 40 Grad und sehr feinen Schnee. Dafür sind das Dach als Hohlkammerdach und die Frontklappe verstärkt ausgeführt. Eine weitere Besonderheit ist die Ausrüstung sowohl mit Seitenpuffern als auch automatischer Kupplung.

    Ein spezieller Einsatzfall in Finnland ist der Transport von Holz auf der Schiene. Diese Züge werden auf nichtelektrifizierten Streckenabschnitten in die Wälder hinein bzw. aus ihnen heraus bewegt. Ermöglicht wird dies mit zwei Diesel-Power-Modulen sowie Rangierfunkfernsteuerung an Bord. Somit kann auf den Einsatz von Diesel-Rangierlokomotiven verzichtet werden.




    Quelle:/Fotos: Siemens AG

  • Datum:31.05.2017 - Uhrzeit: 08:45

    Auch beim Railjet fällt der Steuerwagen mal aus

    Wenn der Steuerwagen eines Railjets defekt ist, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die Lok wird am anderen Ende abgekuppelt und kuppelt vor den Steuerwagen oder eine zweite Lok wird als Steuerwagenersatz verwendet. Letzteres war am 30. Mai 2017 beim RJ 111 der Fall, als die 1116 077 „Christof“ vor den Steuerwagen des RJ 111 gespannt wurde. Die eigentliche Schublok 1116 156 schiebt den RJ 111 nach - also 12800 KW für eine RJ-Garnitur. Die Aufnahmen zeigen den Zug beim planmäßigen Halt in Traunstein.





    Quelle:/Fotos: Reinhard Prokoph

    Datum:30.05.2017 - Uhrzeit: 08:35

    Doppeltaufe auf dem S-Bahnhof Hennigsdorf am 31. Mai, 16 Uhr

    Eine einzigartige S-Bahn-Geschichte verbindet Hennigsdorf und Velten. Über zwei Jahrzehnte verfügten die beiden Städte im Nordwesten Berlins über eine eigene autarke S-Bahn-Linie von nur fünf Kilometern Länge – ohne Kontakt zum übrigen S-Bahn-Netz in Ost und West. Denn die Züge des West-Berliner S-Bahn-Netz fuhren nur noch bis Heiligensee. Das Kuriosum des Kalten Krieges währte von 1961 bis 1983.

    Seit Dezember 1998 gehören die rot-gelben Züge in Hennigsdorf längst wieder zum vertrauten Bild. Ob die S-Bahn in nächster Zeit auch wieder Velten erreicht, hängt vom Ergebnis der Korridoruntersuchungen ab, mit denen das Land Brandenburg derzeit den Ausbau der Stadt-Umland-Verkehre nach Berlin untersucht.

    Mit der ersten Doppeltaufe von zwei Triebzügen wollen beide Städte am Mittwoch, 31. Mai, um 16 Uhr, ihre enge Verbundenheit mit der S-Bahn und ihren rot-gelben Zügen zum Ausdruck bringen. Da die 750-Volt-Stromschiene nur bis zum Endpunkt der Linie S25 reicht, finden die Zeremonien am Bahnsteig in Hennigsdorf statt. S-Bahn-Berlin-Chef Peter Buchner, Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner und Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz freuen sich auf viele Einwohner beider Städte und zahlreiche Besucher.

    Aus Velten erreichen alle die mitfeiern wollen die Veranstaltung am besten mit der Regionalbahn RB 55, die um 15.43 Uhr, in der Ofenstadt startet. Fahrgäste aus der Berliner City fahren mit der Linie S25 um 15.22 Uhr ab Gesundbrunnen (15.38 Uhr ab Tegel).

    Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, freut sich über das rege Interesse der Fahrgäste an der S-Bahn-Verbindung in den Landkreis Oberhavel: „Über 10.000 Fahrgäste sind täglich auf dem nördlichen Abschnitt der Linie S25 unterwegs. Mit rund einer halben Stunde Fahrzeit von Hennigsdorf in die Berliner City ist die Verbindung eine unschlagbare Alternative zum Dauerstau im Berufsverkehr auf der Autobahn A111.“

    Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz spricht von einer Erfolgsgeschichte der S-Bahn-Anbindung seiner Stadt: „Nach 37 Jahren der Unterbrechung, im Jahr 1998, bekam die Stadt Hennigsdorf wieder ihren S-Bahn Anschluss nach Berlin. Seit dem nutzen täglich tausende Berufspendler und zunehmend auch Tagestouristen das schnelle Verkehrsmittel. Die direkte Anbindung in die Bundeshauptstadt war und ist für Hennigsdorf eine Lebensader. „Unser Zug“ wird diese positive Entwicklung weiter befördern.“

    Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner zeigt sich überzeugt, dass die Wiederinbetriebnahme der S-Bahn bis nach Velten die verkehrspolitisch sinnvollste sei: „Die Stadt Velten hat ihre Hausaufgaben längst gemacht. Alle Tatsachen sprechen für einen Wiederanschluss unserer Ofenstadt an das S-Bahn-Netz. Nur so ist den Pendlerströmen zu begegnen, die aus dem Wachstumsdruck Randberlins folgen. Der S-Bahn-Anschluss Veltens muss daher jetzt zügig umgesetzt werden.“

    Nach den Taufzeremonien gehen die beiden Züge erstmals mit ihren neuen Namen auf die Strecke. Zug „Velten“ startet um 16.28 Uhr zur Jungfernfahrt Richtung Teltow Stadt. 20 Minuten später folgt ihm die S-Bahn mit dem Namen „Hennigsdorf“.

    Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn

    Datum:29.05.2017 - Uhrzeit: 11:17

    28 Jahre ...

    ... liegen zwischen diesen beiden Aufnahmen: Am 27. Mai 1989 standen noch Holzroller (BR 242) und Eisenschweien (BR 254) der DR im Bw Engelsdorf.


    254 059 am 21. Mai 1989 im Bw Engelsdorf

    Am 27. Mai 2017 warten dagegen modere Drehstromloks im Rondell des Bw Leipzig-Engelsdorf auf neue Einsätze. Lediglich die 155 im Hintergrund war auch schon 1989 in Engelsdorf anzutreffen...


    189 013 am 27. Mai 2017 in Engelsdorf



    Quelle:/Fotos: Ernst Lauer
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