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Eisenbahn in Österreich
Das große Album

von Wolfgang Kaiser, Andreas Knipping

Format:225 x 271 mm
Umfang:256 Seiten
Preis:EUR 34,99
ISBN-10:3987021136
ISBN-13:9783987021138
Verlag: VGB Verlagsgruppe Bahn GmbH
Anschrift: Am Fohlenhof 9A
82256 Fuerstenfeldbruck
URL: www.vgbahn.de
E-mail: info@vgbahn.de

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Pressetext:

- Kompletter Überblick über die Bahngeschichte Österreichs
- Mit vielen attraktiven Bildern aus bald zwei Jahrhunderten
Vor bald 200 Jahren zeichneten weitsichtige Planer die ersten Entwürfe für Schienenwege in die Landkarte des riesigen Kaisertums Österreich zwischen Adria und Weichsel. Die technischen Bedingungen änderten sich von der Pferdebahn über die große Dampflokzeit und den Siegeszug der Elektrotraktion bis zum Schnellverkehr. Die beiden Autoren beschreiben die Wege und Umwege vom Salztransport auf schmaler Spur bis in die Epoche des Brennerbasistunnels.




Inhalt:

  • Eisenbahnbau im Kaisertum Österreich bis 1867
  • Die große Zeit der privaten Gesellschaften 1867-1884
  • Die kkStB 1884-1914
  • Österreichs Eisenbahnen im Ersten Weltkrieg 1914-1918
  • BBÖ in der Ersten Republik 1918-1938
  • “Anschluss“, Krieg und Trümmerfelder 1938-1945
  • Besatzungszeit und Wiederaufbau 1945-1959
  • Im Windschatten vor der großen Modernisierung
  • Neue Farben, neue Züge
  • Faszinierende Vielfalt
  • Österreich auf den Schienen ins 21. Jahrhundert




    elektrolok.de-Bewertung

    Mit über 250 Seiten ist das Buch über die Eisenbahn in Österreich recht umfangreich geworden. Es gibt aber auch viel zu berichten. Das Buch startet mit den Anfängen ab 1832 und schlägt den Bogen dann bis in die heutige Zeit, wobei man chronologisch vorgeht. Jedes Kapitel wird dabei mit einigen textlastigen Seiten eingeleitet, ehe ein Bildteil Abbildungen aus der besprochenen Zeit bietet. Die Aufnahmen bieten vor allem verschiedenen Baureihen-Porträts (Lokomotiven, aber auch Wagen), besondere Ereignisse sowie Streckenaufnahmen.
    Die Entstehung der Eisenbahnen in Österreich wird im ersten Kapitel auf 15 Seiten beleuchtet, wobei man auch aus dieser diverse Fotos und Zeichnungen zusammengesucht hat. Das nächste achtseitige Kapitel beleuchtet die Zeit der privaten Bahngesellschaften im Zeitraum 1867 bis 1884, die eingangs erstmal alle aufgelistet werden. Auch hier folgen wieder mehrere großformatige und diverse kleine Fotos aus dieser Epoche. Die nachfolgend Zeit bis zum Ersten Weltkrieg wird auf den folgenden 32 Seiten in gleicher Manier behandelt. Themen sind hier u.a. die Verstaatlichung der meisten Privatbahnen, die Arlbergbahn aber auch der geniale Lokkonstrukteur Gölsdorf und der legendären Orient-Express. Im Bildteil werden hier auch diverse zeitgenössische Postkarten gezeigt.
    Der Erste Weltkrieg wird in einem eigenen Bereich auf 10 Seiten betrachtet, die Zeit von 1918 bis 1938 auf weiteren 16 Seiten. Hier werden der schwere Start nach den Gebietsverlusten 1918 oder die aufkommende Elektrifizierung thematisiert.
    Der Anschluss der Ostmark an das Deutsche Reich und der kurz danach startende Zweite Weltkrieg führten auch Österreich ins Chaos. Auf 18 Seiten werden vor allem umgezeichnete und neu beschaffte Baureihen aus jenem Zeitabschnitt behandelt. Der anstrengende Wiederaufbau der Nachkriegszeit im nochmal geschrumpften Landesgebiet bekommt ebenfalls ein eigens Kapitel mit 18 Seiten. Hier widmen sich die Autoren den zahlreichen privaten Schmal- und Nebenbahnen in Österreich sowie bieten eine Übersicht zu den vorhandenen Baureihen der ÖBB im Jahr 1953. Im Fototeil geht es nun überwiegend mit farbigen Aufnahmen weiter.
    Ab den 1960ern begann der Weg zur modernen ÖBB, der die zweite Hälfte des Buches beschäftigen wird. Erste Schritt wie der Transalpin oder die neue Triebfahrzeuge standen in den 1960ern im Kontrast zu den zahlreichen noch vorhandenen Dampfloks, die auch den Bildteil in diesem Jahrzehnt noch dominieren. Ab Ende des Jahrzehnt kamen dann neue Farben und neue Baureihen, die die alte Bahn (u.a. die Dampfloks und alte Elektrolokreihen wie die 1089/1189) ablösten, was auf weiteren 30 Seiten gezeigt wird. Dennoch gab es bis in die 1990er Jahre hinein, noch eine breite Vielfalt an Baureihen, die in einem eigene Kapitel beschrieben ist. Die letzten knapp 40 Seiten zeigen dann den Weg zur modernen Bahn mit den letzten österreichischen Baureihenentwicklungen, zahlreichen Reformen und den modernen Lokomotiven und Triebwagen, die heute noch in Österreich verkehren. Auch hier werden wieder die diversen privaten Bahnen nicht vergessen.

    Fast 200 Jahre Eisenbahngeschichte eines Landes in ein Buch zu bekommen, ist nicht ganz einfach. Das vorliegende Werk konzentriert sich vor allem auf die Aufnahmen und bieten viele großformatige und zahlreiche kleinere Aufnahmen, die durch informative Bildunterschriften beschrieben werden. Hinzu kommen noch verschiedene Aspekte, die in einem einleitenden Text Erwähnung finden. Ein „Kompletter Überblick über die Bahngeschichte Österreichs“ wie der Verlag es anpreist, ist es allerdings nicht. Dazu fehlen zu viele detaillierte Informationen, Statistiken oder technische Daten. Wenn eine Epoche wie die große Zeit der privaten Eisenbahnen 1867-1884 auf nur acht Seiten behandelt wird, von denen sechs reine Fotoseiten sind, ist es klar, dass hier kein kompletter Überblick vorhanden sein kann. Allerdings kann man das zweite Versprechen „viele attraktive Bildern aus bald zwei Jahrhunderten“ durchaus bejahen. Von Anfang an, zeigt das Buch viele tolle und interessante Fotos. Vor allem die verschiedenen Baureihen, die in Österreich fuhren, Privat- und Staatsbahnen sowie natürlich die berühmten Strecken des Landes werden gezeigt. Mit den einleitenden Texten eines Kapitels und den Bildern bzw. Bildunterschriften wird die Geschichte der Bahn in Österreich somit auch recht gut beschrieben. Wer also einen Überblick über die zahlreichen Facetten der österreichischen Bahn haben und dabei noch tolle Fotos ansehen will, der ist mit diesem Buch durchaus gut beraten. Es ist ein prachtvoller Streifzug durch die österreichische Eisenbahngeschichte, der sich auch gut als Geschenk für einen Fan der österreichischen Bahn eignet.


    Na ja... Ausbaufähig! Durchschnitt! Gut! Toptitel!