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Datum: 08.10.2026 Uhrzeit: 08:25

Stadler liefert die komplette vollelektrische FLIRT-Flotte für die Region Aostatal


Die sechs neuen elektrischen FLIRT-Züge für das Aostatal wurden ausgeliefert und am Bahnhof Torino Porta Nuova vorgestellt. Die moderne Flotte bietet Einwohnern und Touristen ein komfortables, sicheres und umweltfreundliches Reiseerlebnis durch eine der schönsten Regionen Norditaliens. Dank der neuen Züge und der Elektrifizierung der Strecke zwischen Turin und Aosta können jährlich mehr als 500’000 Liter Diesel eingespart werden.

Gefertigt im polnischen Siedlce werden die emissionsfreien, leuchtend roten Züge Fahrgäste durch das Herz der italienischen Alpen fahren. Sie ergänzen die bereits im Aostatal eingesetzten Stadler-Fahrzeuge und markieren einen weiteren Meilenstein in der langjährigen Partnerschaft zwischen Stadler und der Region. Die Zusammenarbeit begann 2015 mit der Bestellung von fünf bimodalen FLIRT-Zügen. Diese können sowohl elektrisch unter Fahrleitung als auch mit Dieselantrieb verkehren und eignen sich daher für Strecken mit teilweise fehlender Elektrifizierung. Seit sieben Jahren verkehren diese Fahrzeuge erfolgreich auf der Strecke Aosta–Turin und haben sich zu einem unverwechselbaren Symbol des regionalen Schienenverkehrs entwickelt.
«Wir freuen uns sehr, Stadler als zuverlässigen Partner an unserer Seite zu haben und diese neuen Züge vorstellen zu können. Dieses Projekt ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Aostatals und wird dazu beitragen, die Region für Touristen noch attraktiver zu machen. Die neuen Züge bieten ein modernes, komfortables und nachhaltiges Reiseerlebnis», sagt Laura Obert, Leiterin des öffentlichen Nahverkehrs der Region Aostatal.

Mehr als 500’000 Liter Diesel eingespart

Ergänzt wird die bestehende Flotte nun durch sechs vollelektrische FLIRT-Züge. Diese erhalten die markante Gestaltung der bisherigen Fahrzeuge. Gleichzeitig bieten sie mehr Kapazität, höheren Reisekomfort sowie einen vollständig emissionsfreien Betrieb auf der Strecke. Mit der Elektrifizierung der gesamten Strecke und der Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge werden jährlich über 500’000 Liter Diesel eingespart. Das entspricht rund 10’000 Tankfüllungen eines Autos.

Entwickelt für den Einsatz durch die Alpen

Die neuen FLIRT-Züge wurden speziell auf die Bedürfnisse von Pendlern, Bewohnern und Touristen in der Alpenregion ausgelegt. Jeder Zug verfügt über 236 Sitzplätze, einen modernen, klimatisierten Innenraum sowie grosszügige Mehrzweckbereiche für Fahrräder und die Skiausrüstung. Die vierteiligen Elektrozüge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und sind mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet.
«Die Züge für das Aostatal verfügen über leichte Aluminiumwagenkästen und reduzierte Achslasten. Dadurch wird die volle Kompatibilität mit dem bestehenden Streckennetz sowie ein effizienter und sicherer Betrieb gewährleistet, auch auf den anspruchsvollen Bergstrecken», sagt Agata Prekurat, Projektleiterin bei Stadler Polska.

Vier breite Niederflurtüren pro Fahrzeugseite ermöglichen einen schnellen Fahrgastwechsel und gewährleisten einen barrierefreien Einstieg.

Züge sind Botschafter des Aostatals

Die sechs Züge wurden innerhalb von etwas mehr als nur zwei Jahren entwickelt und gebaut. Sie basieren auf der bewährten modularen FLIRT-Plattform von Stadler. Bei der Entwicklung sind zudem die bisherigen Erfahrungen der bereits im Aostatal verkehrenden Stadler-Fahrzeuge eingeflossen.

Wie ihre Vorgänger tragen auch die neuen Züge die charakteristische visuelle Identität der Region. Jedes Fahrzeug ist mit dem Herzlogo «LOVE VDA» versehen, das für die einzigartige Landschaft, Kultur und touristische Attraktivität des Aostatals steht. Damit sind die FLIRT-Züge nicht nur ein modernes Verkehrsmittel, sondern auch rollende Botschafter der Region.

«Der erfolgreiche Abschluss dieses Projekts hat für uns eine besondere Bedeutung. Er steht für ein weiteres Kapitel der mehr als zehnjährigen Partnerschaft und ist Ausdruck der engen Zusammenarbeit während der gesamten Projektlaufzeit. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie das Know-how unserer Mitarbeitenden in Polen zur Weiterentwicklung des nachhaltigen Schienenverkehrs in Europa beiträgt. Für das Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit bedanken wir uns bei der Region Aostatal ganz herzlich», sagt Maurizio Oberti, Leiter Verkauf und Marketing für den italienischen Markt.

Fünf Jahre Wartung für einen nachhaltigen Betrieb

Das Projekt umfasst mehr als die Lieferung der Fahrzeuge. Gemeinsam mit dem Bahnbetreiber Trenitalia übernimmt Stadler während fünf Jahren die Wartung der neuen Flotte. Ein spezialisiertes Team sorgt zusammen mit den erforderlichen Ersatzteilen und Materialien für einen zuverlässigen Betrieb. Die Instandhaltung erhöht die Verfügbarkeit der Fahrzeuge, verlängert deren Lebensdauer und trägt dazu bei, die ökologischen Vorteile der modernen Flotte langfristig zu sichern.
Die neuen Fahrzeuge werden schrittweise im Regionalnetz in Betrieb genommen – entsprechend den im Verkehrsvertrag festgelegten Betriebsabläufen und abhängig vom Fortschritt der Elektrifizierungsarbeiten auf der Strecke Ivrea–Aosta.


Quelle:/Fotos: Stadler Rail