elektrolok xyania
Anzeige

Datum: 29.09.2026 Uhrzeit: 07:47

evb gewinnt Ausschreibung der Regionalbahnlinien RB33 und RB34


Wasserstoffzug Coradia-iLint der evb von Alstom. (evb/Sabrina Adeline Nagel)

Die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) wird auch in den kommenden zehn Jahren den regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude betreiben.

Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen GmbH (LNVG) sowie der Freien Hansestadt Bremen setzte sich das Unternehmen mit seinem Angebot durch. Der neue Verkehrsvertrag beginnt im Dezember 2027. Neben dem Betrieb der Regionalbahnlinie (RB) 33 beinhalten die beauftragten Leistungen eine Option für den Betrieb der RB34 von Bremervörde nach Stade, deren Reaktivierung geplant ist.

Mit dem Zuschlag bleibt die wichtige Schienenverbindung im Elbe-Weser-Raum in regionaler Hand. „Die Beauftragung unterstreicht nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der evb, sondern auch unsere Wachstumsziele“, erklärt Christoph Grimm, Sprecher der Geschäftsführung der evb. „Wir bleiben damit im niedersächsischen SPNV eine Alternative zur DB AG und zu internationalen Großkonzernen. Zudem sichern wir über 100 Arbeitsplätze.“
Um den wirtschaftlichsten Betrieb für das Land Niedersachsen sicherzustellen, schreibt die LNVG als Auftraggeber regelmäßig SPNV-Betriebsleistungen aus.

Die Verkehrsverträge werden im Wettbewerb vergeben.

„Unser Expertenteam für die Ausschreibung hat kein Detail ausgelassen, um ein deutliches Signal zu setzen und neben wirtschaftlichen Aspekten auch den zukünftigen Fahrgastservice weiter zu verbessern“, betont Christoph Grimm. „Schließlich ist die RB33 nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch als ‚Heimatstrecke‘ der evb eine echte Herzensangelegenheit für uns. Sie ist Teil des Streckennetzes, für dessen Rettung unser Unternehmen 1981 gegründet worden ist.“

Betrieb seit 1993 und internationales Interesse

Seit 1993 betreibt die evb die RB33. In dieser Zeit hat sie regelmäßig in Verbesserungen der Infrastruktur investiert.

Internationale Schlagzeilen machte die Pionierarbeit mit der ersten Wasserstoffzugflotte der Welt im Linienbetrieb. Seit August 2022 verkehrt sie im Auftrag der LNVG auf der RB33 und zieht nach wie vor Besucher aus aller Welt an. Bereits 2018-19 hatte die evb mit Partnern den Pilotbetrieb auf die Schiene gebracht.

Über Brennstoffzellen auf dem Zugdach generieren die Züge den Strom für Antrieb, Heizung und weitere Technik durch die chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff. Statt CO2-haltigem Abgas entsteht Wasserdampf.

Eine weitere Besonderheit: Als integriertes Eisenbahnunternehmen betreibt die evb nicht nur den Personenverkehr, sondern verfügt auch über ein eigenes, rund 235 Kilometer langes Schienennetz. Der überwiegende Teil der RB 33 sowie die Strecke zwischen Bremervörde und Stade gehören zur eigenen Infrastruktur der evb.
„Wir sind in der Region tief verwurzelt und kennen die Eigenschaften unseres Netzes ebenso wie unsere Fahrgäste“, so Christoph Grimm. „Für sie wünschen wir uns vor allem drei Dinge: mehr Mobilität, moderne Züge und ein leistungsfähiges Angebot aus der Region für die Region. Und natürlich freuen wir uns immer über Bewerbungen von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern, Fahrgastbetreuerinnen und Fahrgastbetreuern, die mit uns das Elbe-Weser-Dreieck nach vorn bringen wollen.“

Über die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb):
So nah ist ganz weit vorn: Mit der ersten Wasserstoffzug-Flotte der Welt im Linienverkehr, als klimafreundlicher Mobilitätsnahversorger auf Schiene und Straße und durch zukunftssichere Leistungen im Schienengüterverkehr verbindet die evb Regionalität, Kompetenz und Innovation. Im Auftrag und Besitz des Landes Niedersachsen und neun weiterer Landkreise und Kommunen bringt sie Jahr für Jahr 6 Millionen Fahrgäste nachhaltig und sicher ans Ziel – angetrieben und getragen von rund 700 engagierten Beschäftigten, einem eigenen Streckennetz, Werkstätten für Bahn und Bus sowie leistungsstarker Logistik mit Standorten in Bremerhaven, Bremen, Hamburg und Wilhelmshaven.

Und die Meldung der LNVG dazu:

evb fährt auch weiterhin RB 33 zwischen Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude
Auf der RB 33 zwischen Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude sind weiterhin die Züge der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) unterwegs. Das Unternehmen hat von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) erneut den Zuschlag für die Strecke bekommen.

Neuer Vertrag läuft bis ins Jahr 2037

Wasserstoffzüge bleiben im Einsatz

Minister Tonne gratuliert: „Schaffen Verlässlichkeit für Fahrgäste“
Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren bleibt die evb Betreiberin der RB 33. Die LNVG hat den Zuschlag für das wirtschaftliche Angebot jetzt rechtskräftig erteilt. Für das traditionsreiche Eisenbahnunternehmen, das zu über 80 Prozent dem Land Niedersachsen gehört, gibt es prominente Glückwünsche. Grant Hendrik Tonne, Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen sagte: „Die RB 33 ist eine wichtige Verbindung für das gesamte Elbe-Weser-Dreieck. Mit der erneuten Vergabe an die evb schaffen wir Verlässlichkeit für die Fahrgäste bis 2037 und sichern zugleich den weiteren Einsatz der Wasserstoffzüge. Die evb kennt die Strecke, die Region und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Ich gratuliere dem Unternehmen zum Zuschlag und wünsche den Beschäftigten weiterhin eine sichere und erfolgreiche Fahrt.“

Rund zwei Millionen Fahrgäste im Elbe-Weser-Dreieck

Laut evb sind auf der RB 33 im Jahr rund zwei Millionen Fahrgäste unterwegs. Der neue Vertrag läuft von Dezember 2027 bis Dezember 2037. Carmen Schwabl, Sprecherin der LNVG-Geschäftsführung sagt: „Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit diesem langjährigen Partner.“ Seit August 2022 ist die evb mit Wasserstoffzügen unterwegs – der weltweit ersten Fahrzeugflotte dieser Art. Die technischen Kinderkrankheiten der Fahrzeuge sind weitgehend ausgeräumt. Die evb wird die Fahrzeuge auch weiterhin von der LNVG mieten.

Reaktivierung Bremervörde – Stade als Option enthalten

Im Vertrag ist auch eine Option für die geplante neue Linie RB 34 (Bremervörde – Stade) enthalten, um für eine mögliche Reaktivierung auch den Betrieb auf Verkehrsvertragsbasis durchführen zu können.
Mit der aktuellen Vergabe der RB 33 an die evb ist auch das dritte und letzte Los aus der Ausschreibung „Weser-Elbe und Unterelbe 2027+“ vergeben. Diese Ausschreibung hatte die LNVG als Federführer gemeinsam mit den Ländern Bremen und Hamburg durchgeführt. Der Verkehrsvertrag für den RE 5 Cuxhaven – Hamburg ging dabei an die metronom Eisenbahngesellschaft mbH, der für die künftige RB 39 Soltau – Lüneburg an die erixx GmbH.


Quelle:/Fotos: evb/LNVG