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Datum: 04.09.2026 Uhrzeit: 10:20

FS: Testfahrten für die Frecciarossa-Züge von Trenitalia in Deutschland und Österreich beginnen


ETR 400 am 17.10.2021 in Conegliano (Thomas Radice)

Verbindungen Mailand–München und Rom–München für Sommer 2027 geplant
Betrieb in Partnerschaft mit der Deutschen Bahn und den ÖBB

Das Projekt zur Einrichtung von Frecciarossa-Verbindungen zwischen Italien, Deutschland und Österreich – initiiert von Trenitalia (FS-Gruppe) in Partnerschaft mit der Deutschen Bahn und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) – hat einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Im Rahmen des internationalen Zulassungsverfahrens haben in Deutschland und Österreich Testfahrten mit den speziell angepassten und mit der erforderlichen Messtechnik ausgestatteten Zügen von Trenitalia begonnen. Die Aufnahme des Betriebs auf den Strecken Mailand–München und Rom–München ist für den Sommer 2027 geplant, sobald die Zulassungsverfahren für die neuen Züge erfolgreich abgeschlossen sind.

Die Testfahrten finden im deutschen Schienennetz auf der Strecke Berlin–München–Kufstein statt. In Österreich wird der Frecciarossa auf den Linien Kufstein–Brenner sowie Salzburg–Wien erprobt. Gianpiero Strisciuglio, CEO und Generaldirektor der FS-Gruppe, erklärte: „Der Start der Testfahrten in Deutschland und Österreich ist ein Schritt zur Verwirklichung eines Projekts, das unseren Anspruch unterstreicht, die Bahn zum bevorzugten Verkehrsmittel für die europäische Mobilität zu machen. Dank der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und den ÖBB schaffen wir eine europäische Hochgeschwindigkeits-‚Metro‘ und bieten den Fahrgästen einen Service, der Regionen, Menschen und Volkswirtschaften näher zusammenbringt. Damit setzt der Frecciarossa seinen internationalen Wachstumskurs fort, trägt die technologische und industrielle Exzellenz der FS-Gruppe ins Ausland und leistet einen Beitrag zur Entwicklung eines zunehmend vernetzten europäischen Schienennetzes.“

Die Vereinbarung zwischen Trenitalia und der Deutschen Bahn ermöglicht zudem den Austausch technischer Expertise, um die Anpassung der Züge an unterschiedliche Stromversorgungs- und Signalsysteme zu gewährleisten; dies beschleunigt die erforderlichen technischen Prozesse und hält die damit verbundenen Kosten niedrig. Parallel zur Entwicklung der Prototypen wurden auch Schulungsprogramme für deutsche und österreichische Lokführer gestartet.

Der geplante kommerzielle Betrieb umfasst vier Verbindungen auf den Strecken Mailand–München und Rom–München. Auf der Strecke Mailand–München, die eine Fahrzeit von rund sechseinhalb Stunden umfasst, sind Brescia, Verona, Rovereto, Trento, Bozen und Innsbruck die wichtigsten Zwischenhalte. Für die Verbindung Rom–München, mit einer Fahrzeit von etwa achteinhalb Stunden, sind Florenz, Bologna, Verona, Rovereto, Trento, Bozen und Innsbruck als Haupthalte vorgesehen. Die Eröffnung des Brenner-Basistunnels wird die Fahrzeiten um rund eine Stunde verkürzen. Ab Dezember 2028 wird das Gesamtangebot zehn Verbindungen zwischen Italien und Deutschland umfassen; diese decken die Strecken zwischen Mailand, Rom und München ab und reichen bis nach Neapel und Berlin. Zum Einsatz kommt dabei der „Frecciarossa“ – der Hochgeschwindigkeitszug von Trenitalia –, der den europäischen technischen Spezifikationen für Interoperabilität entspricht. Er wurde für den Betrieb in Italien sowie im europäischen Schienennetz (Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien) konzipiert und gebaut und ist für die unterschiedlichen Stromversorgungs- und Signalsysteme dieser Länder ausgelegt. Mit den Verbindungen von Rom/Mailand über München nach Berlin expandiert Frecciarossa – nach dem Markteintritt in Frankreich und Spanien – nun auch nach Deutschland. Damit verfolgt das Unternehmen weiterhin das Ziel, eine „europäische Metro“ im Hochgeschwindigkeitsverkehr zu schaffen, die die wichtigsten Städte des alten Kontinents miteinander verbindet.
Die neue Verbindung wird sich zudem auf den Bahnverkehr mit anderen Ländern auswirken, da sie auch die Reisenachfrage zu weiteren Zielen wie Frankfurt und Krakau abdeckt.


Quelle:/Fotos: FS Trenitalia