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Datum: 17.08.2026 Uhrzeit: 09:32

Skoda Group schließt Lieferung von 20 Elektrozügen für Bulgarien ab


Erste Einheiten nehmen Fahrgastbetrieb auf

Die Skoda Group, ein führender europäischer Hersteller von Lösungen für emissionsfreie Mobilität, hat die Lieferung und Übergabe aller zwanzig vierteiligen elektrischen Triebzüge an den Kunden abgeschlossen. Die Züge sind für den modernen Vorort- und Regionalverkehr im bulgarischen Bahnnetz konzipiert. Alle zwanzig Einheiten wurden am 5. August an den Auftraggeber, das Ministerium für Verkehr und Kommunikation der Republik Bulgarien, übergeben. Nach Tests auf der lokalen Infrastruktur erhielten die Fahrzeuge die Typzulassung sowie die Genehmigung für das Inverkehrbringen auf dem bulgarischen Markt durch die bulgarische Eisenbahnbehörde (IAJA).

Am 7. August wurden alle Einheiten in das Europäische Fahrzeugregister (EVR) eingetragen und sind damit für den Betrieb in Bulgarien zugelassen. Ab dem 10. August wurden einige der Einheiten auf die Betriebsaufnahme vorbereitet; dazu gehörten auch Leerfahrten ohne Fahrgäste auf ausgewählten Strecken.
Seit dem 14. August werden die Züge schrittweise in den Fahrgastbetrieb überführt.
Mit der Auslieferung der gesamten Flotte hat die Skoda Group eine wesentliche Phase eines ihrer größten Bahnprojekte in Südosteuropa der letzten Jahre abgeschlossen. Der Vertrag umfasst die Lieferung von 20 elektrischen Triebzügen, eine Option auf weitere Fahrzeuge sowie umfassende Instandhaltungsleistungen für 15 Jahre, die von der Skoda Group direkt in Bulgarien erbracht werden. Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich auf rund eine halbe Milliarde Euro. Die ersten beiden Züge wurden im März dieses Jahres offiziell in Sofia vorgestellt. Anschließend begannen die Tests auf der bulgarischen Infrastruktur, bei denen die Einsatzbereitschaft für das lokale Bahnnetz überprüft wurde.

Bei Vertragsunterzeichnung hatte sich die Skoda Group verpflichtet, alle zwanzig elektrischen Triebzüge innerhalb des sehr kurzen Zeitraums von 24 Monaten zu liefern. Dieser Meilenstein wurde erfolgreich erreicht: Die ersten Züge nahmen bereits 23 Monate nach Vertragsunterzeichnung den Fahrgastbetrieb auf. Die außergewöhnlich schnelle Projektabwicklung wurde durch die Arbeit der Ingenieure, Produktions- und Qualitätsteams sowie des Projektmanagement-Teams der Skoda Group ermöglicht. Auch das Ministerium für Verkehr und Kommunikation der Republik Bulgarien spielte eine entscheidende Rolle, indem es dem Projekt hohe Priorität einräumte und seine besten Experten einsetzte; dies trug maßgeblich dazu bei, dass das Projekt fristgerecht und unter Einhaltung der geforderten Qualitätsstandards abgeschlossen werden konnte.

„Wir haben die Fahrzeuge an die spezifischen Anforderungen des Kunden sowie an die Gegebenheiten des bulgarischen Schienennetzes angepasst. Wir freuen uns, dass sie nun den Fahrgastbetrieb aufnehmen und zur Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs in Bulgarien beitragen können. Moderne Fahrzeuge sind einer der Hauptgründe dafür, dass die Schiene im europäischen Verkehr wieder an Bedeutung gewinnt. Genau deshalb ist dieses Projekt so wichtig. Gleichzeitig bestätigt es, dass tschechische Technologien eine wichtige Rolle bei der Verbesserung nicht nur des öffentlichen Verkehrs in Bulgarien, sondern des gesamten Verkehrs in der südosteuropäischen Region spielen können“, kommentierte Olesea Lachi, Vice President South & East Europe der Skoda Group, die Auslieferung der neuen Züge nach Sofia.

Moderne Züge nach europäischen Standards

Die neuen vierteiligen elektrischen Triebzüge basieren auf der erfolgreichen Plattform „RegioPanter“, die bereits in mehreren europäischen Ländern – darunter Tschechien und der Slowakei – sowie auf Breitspurnetzen in Lettland und Estland im Einsatz ist. Für Bulgarien wurden die Fahrzeuge entsprechend den Kundenwünschen modifiziert: Dies reicht von der spezifischen Farbgebung und Innenausstattung über das Fahrgastinformationssystem bis hin zur Integration von Signaltechnik und weiteren Sicherheitsmerkmalen.

Jeder Zug bietet mehr als 300 Sitzplätze, eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und wird über das Bahnstromsystem mit 25 kV Wechselspannung (50 Hz) betrieben. Die Fahrzeuge sind mit ETCS Level 2, Klimaanlage, WLAN, Videoüberwachungssystemen im Innen- und Außenbereich, ergonomischen Sitzen sowie Multifunktionsbereichen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Eltern mit Kinderwagen und Radfahrer ausgestattet. Dank der teilweisen Niederflurbauweise ist zudem ein komfortablerer und barrierefreier Ein- und Ausstieg möglich. „Die neuen Elektrozüge stellen einen bedeutenden Schritt bei der Modernisierung der bulgarischen Zugflotte dar. Sie bieten den Fahrgästen mehr Komfort, Sicherheit und Barrierefreiheit und schaffen zugleich die Voraussetzungen für einen zuverlässigeren und attraktiveren Regional- und Vorortverkehr“, sagte Olesea Lachi, Vice President für Süd- und Osteuropa bei der Skoda Group, und fügte hinzu: „Gleichzeitig ist die Skoda Group nicht nur Hersteller und Lieferant der Züge, sondern auch Partner für die Instandhaltung über einen Zeitraum von 15 Jahren. Diese langfristige Instandhaltungspartnerschaft gewährleistet eine hohe Betriebszuverlässigkeit der Fahrzeuge sowie stabile und planbare Wartungskosten.“

Der Einsatz der neuen Fahrzeugflotte wird dazu beitragen, die Qualität des Vorort- und Regionalbahnverkehrs in Bulgarien zu verbessern und den Fahrgästen eine moderne Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Pkw zu bieten. Dank ihres Elektroantriebs leisten die Züge zudem einen Beitrag zur Entwicklung einer energieeffizienten und emissionsfreien Mobilität.


Quelle:/Fotos: Skoda Group