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Datum: 11.06.2026 Uhrzeit: 06:58

Siemens präsentiert digitalisierte Vectron X Lokomotive


Beues Rail Service Center in München-Allach eröffnet
Siemens präsentiert digitalisierte Vectron X Lokomotive und eröffnet neues Rail Service Center in München-Allach
Vectron X verbindet bewährte Lokomotiven-Technologie mit einer digitalen, app-basierten Funktions- und Bedienwelt sowie Schnittstellen zu Drittpartnern
Digitaler Führerstand mit Smart Screen, TrainPlay, App-Funktionen und nahezu Echtzeit-Konnektivität für mehr Bedienkomfort und effizienteren Betrieb
Vectron X erweitert das Siemens Xcelerator Portfolio eines offenen, modularen digitalen Ökosystems mit standardisierten Schnittstellen
Neues Rail Service Center in München-Allach erweitert das Siemens-Servicenetzwerk und verkürzt Durchlaufzeiten für Vectron-Kunden in Europa

Siemens Mobility hat heute vor Kunden und internationalen Medien im neu eröffneten Rail Service Center in München-Allach die nächste Generation hoch digitalisierter Lokomotiven für den Schienengüter- und Personenverkehr präsentiert – den Vectron X. Die neue Lokomotive basiert auf der marktführenden Vectron-Lokomotivenplattform, die sich mit fast 3.000 verkauften Fahrzeugen im täglichen Betrieb bewährt hat. Sie kombiniert bewährte Technologie mit digitalen, app-basierten Funktionen, offenen Schnittstellen für Drittpartner sowie einem zentralen Smart Screen im Führerstand. Der Vectron X kann somit schrittweise mit künftigen Kundenanforderungen wachsen und flexibel an den Betrieb angepasst werden. Für Betreiber erhöht der Vectron X den Bedienkomfort und die Transparenz im Betrieb. Datenbasierte Anwendungen, gezieltere Wartung und app-basierte Funktionen tragen dazu bei, Betriebskosten zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugeinsatzes weiter zu steigern.

Mit seiner offenen, softwarebasierten Architektur ist der Vectron X Teil von Siemens Xcelerator – dem offenen, modularen digitalen Ecosystem von Siemens. Dieser verknüpft Fahrzeug, Betrieb, Service und Infrastruktur digital und ermöglicht die Integration von Partnerlösungen über standardisierte Schnittstellen.

„Mit der Vectron X Lokomotive entwickeln wir unseren europäischen Marktführer konsequent weiter und schaffen als Teil des Siemens Xcelerator Portfolios eine skalierbare digitale Plattform, die mit den Anforderungen unserer Kunden wächst. Standardisierte Schnittstellen und softwarebasierte Funktionen sorgen für einen noch effizienteren Betrieb über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagt Michael Peter, CEO bei Siemens Mobility. „Gemeinsam mit unserem wachsenden Serviceangebot und dem neuen Rail Service Center in München?Allach entsteht ein durchgängig digitalisiertes Leistungsangebot, das Betrieb und Instandhaltung nahtlos verbindet und den hocheffizienten Einsatz unserer Lokomotiven im Schienengüter- und Personenverkehr ermöglicht.“

„Der Vectron X verbindet perfekt die reale und die digitale Welt und bringt digitale Funktionen direkt in die Lokomotive. Smart Screen, app-basierte Anwendungen, TrainPlay und Konnektivität in nahezu Echtzeit vereinfachen die Bedienung und machen den Lokbetrieb transparenter und deutlich effizienter. Der Vectron X verbindet die bewährte Vectron-Performance mit intelligenter Software und schafft so einen spürbaren Mehrwert für Betreiber, Lokführerinnen und Lokführer sowie Instandhaltungsteams“, sagt Andre Rodenbeck, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility.

App Store und digitalisierter Führerstand

Im Führerstand setzt der Vectron X auf ein digitales Bedienkonzept. Es erweitert den bewährten Vectron-Führerstand, mit dem Triebfahrzeugführerinnen und -führer europaweit vertraut sind, um einen zentralen 11,6-Zoll-Smart-Screen. Dieser bündelt wichtige Anwendungen und Informationen direkt im Cockpit – von betrieblichen Daten über Streckeninformationen bis hin zu Applikationen von Drittanbietern im App Store. Zudem werden über TrainPlay ausgewählte kunden- und betreiberspezifische Anwendungen, die Lokführerinnen und Lokführer heute häufig auf Smartphones oder Tablets nutzen – etwa für Einsatzplanung, betriebliche Koordination oder kundenspezifische Informationen – künftig auf dem Smart Screen im Führerstand dargestellt. Das vereinfacht die Bedienung und unterstützt effizientere Abläufe im Betrieb. Siemens Mobility bringt damit erstmals eine CarPlay-ähnliche Lösung für Lokomotiven auf die Schiene und macht den Führerstand zu einem digitalen Arbeitsplatz, der Informationen einfacher zugänglich macht und Arbeitsabläufe spürbar vereinfacht.

Remote Control Funktionen

Auch bei der Fahrzeugbereitstellung bringt Siemens Mobility neue digitale Funktionen auf die Schiene. Über Remote Start kann die Lokomotive aus der Ferne aktiviert werden. Damit wird die Einsatzbereitschaft deutlich beschleunigt und die operative Flexibilität erhöht.

Konnektivität in nahezu Echtzeit und vorausschauende Wartung

Ein zentrales Element der Vectron X ist ihre durchgängige Konnektivität. Die Lokomotive kann Betriebsdaten in nahezu Echtzeit übertragen und sich sicher mit digitalen Systemen vernetzen. Das schafft die Grundlage für eine frühzeitige Erkennung von Auffälligkeiten, gezieltere Wartungsmaßnahmen und eine deutliche Reduzierung ungeplanter Ausfälle. Das trägt dazu bei, den Betrieb zu stabilisieren und die Verfügbarkeit weiter zu verbessern. Erweiterte Diagnose-, Analytics- und Condition-Monitoring-Funktionen sorgen darüber hinaus für mehr Transparenz über den Zustand der Lokomotive. Betreiber können den technischen Gesundheitszustand einzelner Systeme besser bewerten. Wartung wird dadurch zunehmend vorausschauend statt reaktiv, was die Fahrzeugverfügbarkeit nachhaltig erhöht.

Neues Rail Service Center: Europäisches Service Netz wächst

Parallel zur Vorstellung des Vectron X hat Siemens Mobility in München-Allach ein neues Rail Service Center nach umfassendem Umbau eröffnet. Mit dem Neubau verdreifacht das Unternehmen die Kapazität am Standort von bisher rund 25 auf künftig bis zu 80 Revisionen und Unfallinstandsetzungen pro Jahr. Als einer der größten industriellen Arbeitgeber in der Region hat Siemens Mobility in Allach rund 250 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts investiert und beschäftigt dort rund 2.500 Menschen.

„Das neue Rail Service Center München?Allach ist unser Kompetenzzentrum für die Instandhaltung von Vectron?Lokomotiven – von Revisionen bis zur Unfallinstandsetzung – und ein weiterer wichtiger Baustein im Ausbau unseres europäischen Servicenetzwerks”, sagt Elmar Zeiler, CEO Customer Services bei Siemens Mobility. „Mit deutlich mehr Kapazität und durchgängig digitalen Werkstattprozessen schaffen wir die Basis für schnellere, planbarere Werkstattaufenthalte.“

Kunden profitieren damit von deutlich kürzeren Durchlaufzeiten und einer hohen Verfügbarkeit ihrer Lokomotiven auf der Schiene. Lösungen wie Railigent X ermöglichen dabei bereits vor dem Werkstattaufenthalt eine zustandsbasierte Instandhaltung: Auffälligkeiten werden früher erkannt, Ersatzteile schneller disponiert und Reparaturen gezielter vorbereitet. Ergänzt wird dies durch durchgängig digitale Werkstattprozesse, die papierloses Arbeiten, digitale Dokumentation und effizient vorbereitete Teilelogistik verbinden.





Quelle:/Fotos: Siemens Mobility