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| Datum: 14.05.2026 Uhrzeit: 08:51 | ![]() |
RTC testet ELP Euro9000
Nach der erfolgreichen Italienzulassung der Euro9000 startet European Loc Pool (ELP) gemeinsam mit Rail Traction Company (RTC) die ersten Testfahrten im Rahmen der praktischen Immatrikulation in Italien. Im Fokus stehen dabei die Leistungsfähigkeit der Mehrsystemlokomotive im anspruchsvollen italienischen Güterverkehr, sowie neue Möglichkeiten für effizientere und interoperable Transportlösungen auf die Brennerachse zwischen Deutschland, Österreich und Italien und auf der Domodossola-Strecke zwischen der Schweiz, und Italien. Mit der Zulassung für Italien erweitert die Euro9000 ihren Einsatzradius auf einen der wichtigsten europäischen Güterverkehrskorridore. Sowohl die Brennerachse, als auch die Domodossola-Strecke zählen zu den zentralen Verbindungen zwischen Nord- und Südeuropa und stellen hohe Anforderungen an Leistung, Flexibilität und grenzüberschreitende Interoperabilität. RTC gehört zu den ersten Unternehmen, die die Euro9000 nach der Italienzulassung im operativen Umfeld testen. „Wir glauben daran, dass man sich technisch ständig weiterentwickeln muss“, erklärt Martin Ausserdorfer, Geschäftsführer von RTC. „Die Euro9000 verspricht eine deutliche Verbesserung der Effizienz in der Zugproduktion, insbesondere auf der Brennerachse.“ Ein zentraler Aspekt der Tests ist die Möglichkeit, internationale Verkehre künftig ohne zusätzliche Lokwechsel abzuwickeln. Mit ihrer Mehrsystemfähigkeit ermöglicht die Euro9000 den Einsatz in Deutschland, Österreich, in der Benelux und Italien und schafft damit die Voraussetzungen für interoperable Verkehrskonzepte entlang des gesamten Korridors. „Zukünftig wird es immer mehr interoperable Verkehre geben“, so Ausserdorfer weiter. „Wir benötigen Lokomotiven, die in Deutschland, Österreich, der Benelux und Italien eingesetzt werden können und idealerweise durchgehend verkehren.“ Bislang wurden vergleichbare Leistungen auf der Brennerachse teilweise mit Doppeltraktion realisiert. Die Euro9000 soll nun zeigen, ob schwere Zuggewichte künftig effizient mit nur einer Lokomotive transportiert werden können. „Die ELP-Lokomotive verspricht Leistungen, die bisher teilweise zwei Lokomotiven benötigt haben“, erklärt Ausserdorfer. „Genau das möchten wir im Rahmen der Testfahrten evaluieren.“ Neben der technischen Leistungsfähigkeit hebt RTC auch die Bedeutung eines zuverlässigen Full-Service-Leasingpartners hervor. Besonders entscheidend seien hohe Verfügbarkeit, schnelle Reaktionszeiten sowie eine lösungsorientierte Zusammenarbeit im täglichen Betrieb. „Das Wichtigste ist der Service, die Erreichbarkeit und die Fähigkeit, Probleme schnell und effizient zu lösen“, sagt Ausserdorfer. „Jeder Tag, an dem eine Lokomotive nicht fahren kann, kostet Geld.“ „Die Euro9000 wurde nicht nur für schwere internationale Verkehre entwickelt, sondern auch dafür, die erste und letzte Meile effizient abzudecken. Genau darin liegt einer der grossen Vorteile der Lokomotive. Betreiber können Verkehre ohne zusätzliche Rangier oder Diesellokomotiven abwickeln und gleichzeitig von der hohen Leistung auf internationalen Korridoren profitieren. Unter 3 kV Infrastruktur zeigt die Euro9000 ihre Stärke: Durch den zusätzlichen Einsatz des Dieselmotors als Boost steht nochmals deutlich mehr Leistung zur Verfügung. Dadurch lassen sich auch anspruchsvolle Verkehre effizient und zuverlässig abwickeln. Damit schaffen wir mehr Effizienz, weniger Komplexität und eine deutlich flexiblere Zugproduktion., sagt Willem Goosen, CEO von European Loc Pool. Sollten die Testfahrten erfolgreich verlaufen, sieht RTC weiteres Potenzial für den langfristigen Einsatz der Euro9000 im internationalen Güterverkehr. Perspektivisch könnten künftig auch weitere internationale Verbindungen und zusätzliche europäische Märkte erschlossen werden. Mit der Italienzulassung und den laufenden Testfahrten unterstreicht ELP die Positionierung der Euro9000 als leistungsstarke Mehrsystemlokomotive für moderne europäische Güterverkehrskorridore. Die Kombination aus hoher Leistung, Mehrsystemfähigkeit und zusätzlichem Dieselmodul ermöglicht flexible Einsätze auf elektrifizierten sowie nicht elektrifizierten Streckenabschnitten und schafft neue Möglichkeiten für effiziente internationale Transportketten. „Mit der Euro9000 bringen wir unsere dreijährige Betriebserfahrung aus internationalen Märkten nun auch in den italienischen Markt ein. Wir sind überzeugt, dass die Lokomotive die Erwartungen von RTC erfüllen wird. Als Lokomotive der nächsten Generation setzt die Euro9000 neue Massstäbe in Effizienz und Flexibilität, sowohl für den italienischen Markt als auch für den europäischen Schienengüterverkehr“, sagt Willem Goosen. Quelle:/Fotos: European Loc Pool AG | |