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Datum: 19.03.2026 Uhrzeit: 07:58

SBB plant neue Serviceanlage für Zürcher S-Bahn bei Güterbahnhof Schaffhausen


(Remo Zehnder)

Für den Ausbau der Zürcher S-Bahn braucht es mehr Service- und Abstellkapazitäten. Das Areal beim Güterbahnhof Schaffhausen eignet sich betrieblich und wirtschaftlich am besten für eine neue Serviceanlage für S-Bahn-Züge. Das hat die Prüfung der SBB und von Stadt und Kanton Schaffhausen ergeben. Die Anlage wird so geplant, dass die Stadt das Areal schrittweise weiterentwickeln kann.

Die neue Serviceanlage (rot) wird nördlich der Güterhalle in Schaffhausen erstellt.

Für das Erfolgsmodell Zürcher S-Bahn mit täglich über 500 000 Reisenden braucht es künftig mehr Züge und mehr Kapazitäten für die Instandhaltung und die Abstellung. Damit die Pendlerinnen und Pendler täglich in sicheren, pünktlichen und sauberen Zügen reisen, baut die SBB in Schaffhausen eine neue Serviceanlage. Damit wird der Standort als moderner Mobilitätsknotenpunkt langfristig gestärkt. Zudem werden rund 60 Arbeitsplätze geschaffen.
Als Endpunkt mehrerer Linien der Zürcher S-Bahn ist die Stadt Schaffhausen ein bahnbetrieblich geeigneter Standort. Die Züge haben nur einen kurzen Weg in die Serviceanlage – unnötige Leerfahrten im bereits stark ausgelasteten Netz können vermieden werden.

Areal beim Güterbahnhof eignet sich am besten für Serviceanlage

Zusammen mit Stadt und Kanton Schaffhausen hat die SBB seit Februar 2025 mit einer Machbarkeitsstudie mögliche Standorte nördlich des Bahnhofs Schaffhausen geprüft. Diese Flächen befinden sich auf Grundstücken der SBB und werden bereits heute bahnbetrieblich genutzt.
Das Areal beim Güterbahnhof – am nördlichen Ende der Güterhalle – ist für die neue Serviceanlage aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen am besten geeignet. Für die anderen geprüften Optionen im Gleisfeld hätte die heutige Nutzung (Abstellung von Zügen, Freiverlad) verlegt werden müssen. Dies wäre betrieblich schwieriger und teurer gewesen.

Zusammenarbeit für weitere Arealentwicklung

Die Serviceanlage wird so geplant, dass die Stadt Schaffhausen das Güterbahnhofsareal zu einem späteren Zeitpunkt umfassend weiterentwickeln kann. Zur Vertiefung der Optionen für die künftige Arealentwicklung arbeiten die SBB und die Stadt Schaffhausen auf Basis einer gemeinsamen Rahmenvereinbarung eng zusammen. Die Serviceanlage wird so erstellt, dass die Stadt Schaffhausen diese später überbauen kann. Die SBB gewährt die Baurechte über das gesamte Areal des Güterbahnhofs. Die Stadt kann diese im Unterbaurecht an Dritte vergeben.
Drei Instandhaltungsgleise für neue S-Bahn-Züge

Die neue Serviceanlage in Schaffhausen wird rund 220 Meter lang, 40 Meter breit und 10 Meter hoch werden. In der Halle sind drei Instandhaltungsgleise von je 150 Metern Länge geplant. Die Gleisanlagen in Schaffhausen werden für die Abstellung der neuen Züge ebenfalls angepasst. In der Anlage werden die neuen Fahrzeuge der Zürcher S-Bahn instandgehalten.
Die SBB beginnt in diesem Jahr mit der Projektierung der neuen Serviceanlage. Das Plangenehmigungsverfahren kann voraussichtlich in zwei Jahren starten. Die Inbetriebnahme ist für 2032 geplant.

SBB prüft Areal für zweite Anlage in Hinwil

Parallel zu den Arbeiten in Schaffhausen läuft im Kanton Zürich die Standortevaluation für eine zweite Anlage mit Zeithorizont 2050 im Industriegebiet Hinwil West weiter: Die SBB prüft mit der Schweizer Armee die Machbarkeit einer gemeinsamen Nutzung des Armeelogistikcenters. In einer gemeinsamen Absichtserklärung haben die Partner die Ziele, Inhalte und das Vorgehen festgehalten. Vertieft geprüft werden unter anderem Themen wie Verdichtung (bspw. Stapelung von Nutzflächen), gemeinsame Nutzung oder Betrieb von Infrastruktur sowie Auslagerungen.


Quelle:/Fotos: SBB CFF FFS