Baureihe E 94/194/254/1020 DRB/DB/DR/ÖBB elektrolok.de
Güterzuglokomotive 1940 bis 1995

Geschichte: DRB DB (1945-1969) DB (1970-1988) DR ÖBB Museumsloks
Farbgebung 1 Farbgebung 2 Statistik Foto1 Foto2 Foto3



Farbgebung Teil 1: Deutsche Reichsbahn (DRB) und Deutsche Bundesbahn (DB):

Wohl keine andere Altbau-E-Lok hatte so viele verschiedene Anstriche und Farbvarianten wie die E 94 aufzuweisen. Jede Farbvariante aller E 94er/1020er aufzuführen, würde den Rahmen dieser Seite sprengen, weshalb nur die Hauptanstriche sowie einige Sonderlinge aufgeführt werden sollen.

Deutsche Reichsbahn (DRB)
Über die Farbgebung der E 94 bei der Deutschen Reichsbahn wird viel spekuliert. Verschiedenste Anstrichvarianten sind im Gespräch. Zumindest bei den ersten Loks ist die Anwendung des üblichen blau-grauen Anstrichs der E-Loks anzunehmen. Alte schwarz-weiß Aufnahmen sprechen dafür, dass auch Sandkästen und der Rahmen in blaugrau lackiert worden war, wobei die Literatur desöfteren von einem schwarz-lackierten Brückenrahmen spricht. Die Stromabnehmer waren dabei feuerrot gestrichen, das Dach weißaluminiumfarben und die Drehgestelle tiefschwarz gehalten worden. Zumindest bei der E 94 001,003 und 007 gibt es Beweise für Zierlinien am Lokkasten, die allerdings bei den weiteren Serienloks entfallen sein dürften. Die Radsterne sollen nach einer Quelle rubinrot gewesen sein, obwohl schwarz-weiß Aufnahmen eher für eine schwarz Lackierung sprechen würden.
E 94 001-...


Variante 1: E 94 mit Zierlinien mit blau-grauer Rahmen

Variante 2: E 94 ohne Zierlinien mit schwarzem Rahmen und rubinroten Radsternen


Während die Lieferung wurde der Regelanstrich dann offenbar auf stahlgrau mit schwarzem Dach geändert. Gleichzeitig wurden die Lampen durch Abdeckteller im Krieg entscheidend verkleinert. So ähnlich dürften auch die DB bis 1947/48 ausgelieferten Loks ausgesehen haben.
E 94 ...



Deutsche Bundesbahn (DB)
Wie bei der E 18 gab es offenbar auch bei der E 94 Loks im olivgrünen Anstrich der US-Army. So soll die E 94 159 nach ihrem Unfall bei Assling und der damit verbundenen Reparatur bei Krauss Maffei komplett in dieser Farbe lackiert worden sein. Lediglich die Stromabnehmer sollen rot gewesen sein. Auch die E 94 138 soll diesen Anstrich bekommen haben.
E 94 138, 159



Die meisten anderen Loks hatten allerdings noch den blaugrauen oder grauen Anstrich aus der Reichsbahnzeit. Dabei bekamen einige Maschinen auch wieder ein silberfarbenens Dach E 94 …



Nachdem im Mai 1950 erstmals eine E 16 im neuen grünen Anstrich auf den Gleisen unterwegs war, wurden schrittweise auch die E 94er in diesem Anstrich lackiert. Auch die nachnbestellten Loks wurden in diesem flaschengrünen Anstrich geliefert. Noch heute gibt die in den Lieferzustand zurückversetzte Museumslok E 94 279 ein Möglichkeit diesen Anstrich zu begutachten.
E 94 012, 013, 014, 018, 022-024, 026, 032, 035, 036, 038, 039, 041-051, 053-055, 060, 062, 063, 067, 070-073, 075, 080, 081, 084-087, 091-093, 107-109, 111-113, 116-122, 124-126, 128, 131-133, 137-142, 145, 151, 152, 155-161, 178-196, 262-285



Ab 1962 führte die DB ein neues Farbkonzept ein, dass für Güterzugloks nun einen chromdioxidgrünen Lokkasten vorsah. Das Dach war ab 1969 in umbragaru zu streichen. In diesem Erscheinungsbild waren die E 94er bis zum Ende ihrer Laufbahn bei der DB unterwegs.
E 94 012, 013, 014, 018, 022-024, 026, 032, 035, 036, 038, 039, 041-051, 053-055, 060, 062, 063, 067, 070-073, 075, 080, 081, 084-087, 091-093, 107-109, 111-113, 116-122, 124-126, 128, 131-133, 137-142, 145, 151, 152, 155-161, 178-196, 262-285



Eine Farbvariante betraf 19 Lokomotiven der 194, die in Freilassing und München Ost beheimatet waren. In Eigenregie lackierten diese Dienststellen bei einigen Loks einen weißen Zierstreifen unterhalb des Lokkastens. Als erstes die 194 131 und 151 im Jahr 1973. Gleichzeitig wurden bei allen Loks die bis dato üblichen Lokschilder durch aufgemalte Ziffern und Embleme ersetzt.
194 047, 086, 087, 107, 111, 112, 117, 118, 122, 124, 126, 131, 128, 138, 151, 152, 158, 183



Die Einführung des ozeanblau-beigen Farbkonzeptes Mitte der 70er Jahre machte auch vor Altbau-E-Loks nicht halt. Doch schon bald zeigte sich, dass dieses Farbkonzept nur bei Loks mit Endführerstand gut aussah, während der Anstrich bei Vorbau-Loks wie die E 94 und die E 44 eher zu einem unbefriedigendem Ergebnis führte. Als Versuchskaninchen war im Jahr 1975/1976 die 194 178 im AW München-Freimann mit dem neuen Anstrich versehen worden und verließ am 8. Januar 1976 in dieser Form das AW. Da wenig später die U3-Untersuchungen bei der E 94 der DB endeten, blieb die 194 178 ein Einzelstück und bekam deswegen bei Eisenbahnfreunden und Personal den Spitznamen "Blaue Mauritius".
194 178



194 der SBB
Gegen Ende ihrer Laufbahn gaben einige E 94er ein kurzes Gastspiel bei der SBB und wurden zu diesem Zweck mit einem Einholmstromabnehmer der SBB ausgerüstet. Obwohl nur ein kleiner Eingriff, wurde das Aussehen der Loks dadurch entscheidend verändert.
194 563-565, 567, 576, 574, 575 und 580



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