Baureihe E 94/194/254/1020 DRB/DB/DR/ÖBB elektrolok.de
Güterzuglokomotive 1940 bis 1995

Geschichte: DRB DB (1945-1969) DB (1970-1988) DR ÖBB Museumsloks
Farbgebung 1 Farbgebung 2 Statistik Foto1 Foto2 Foto3



Farbgebung Teil 2: Deutsche Reichsbahn (DR), Österreichische Bundesbahn (ÖBB) und Privatbahnen:

Deutsche Reichsbahn (DR)
Bei der DR waren die Lok bis 1946 sicher noch in der Farbgebung der Reichsbahn unterwegs, erst nach der Rückkehr aus der UdSSR gab man den Loks bei der Wiederaufarbeitung ein neues Aussehen. Zunächst waren die Krokodile dabei entsprechend dem gültigen Farbschema mit einem tannengrünen Lokkasten, roten Dachaufbauten und hellgrauem Dach vorgesehen. Räder und Drehgestelle waren zunächst schwarz zu lackieren.
E 94 016, 017, 020, 021, 040, 052, 056, 057, 058, 059, 065, 066, 078, 089, 096, 106, 110, 114, 115, 153, 154



Da die aus der UdSSR zurückgekehrten Loks immer wieder unter feinen Rissen im Drehgestellbereich litten, entschloss sich die DR zur besseren Kenntlichmachung ab 1961 die Loks mit roten Drehgestellen zu versehen. Die 1961 aufgearbeiteten E 94 069 und 082 dürften dabei bereits diese Lackierung ab Werk gehabt haben. Der Brückenrahmen blieb bei der E 94 aber schwarz. Das gegen Ende der Siebziger Jahre eingeführte Farbkonzept mit rotem Lokkasten fand bei der E 94 dagegen keine Verwendung mehr, da die DR zu diesem Zeitpunkt von einer baldigen Ausmusterung ausging.
E 94 016, 017, 020, 021, 040, 052, 056, 057, 058, 059, 065, 066, 069, 078, 082, 089, 096, 106, 110, 114, 115, 153, 154



Sondereinsätze:
Im April 1981 erhielt das Bw Reichenbach die 254 069 die in Zwickau für den Ablaufberg entsprechend umgebaut werden sollte. Innerhalb eines Zeitraums von fünf Monaten wurden u.a. folgende Arbeiten an der 254 069 durchgeführt:
  • Über dem Führerstand zwei wurde der Stromabnehmer abgebaut und durch eine große Funkplatte ersetzt, die einfach auf die Stützisolatoren moniert wurde
  • Beide Führerstände wurden mit Funkausrüstung versehen, die sowohl von Triebführerseite als auch vom Beimann bedienbar waren.
  • Änderungen der Bedienelemente von Sifa, Bremse und Sandunsgvorrichtungen, so dass auch hier die Lok von beiden Seiten aus bedienbar war
  • Ersatz des Sandstreuabstellhans durch zwei Mangetventile und Abbau des mittleren Sandkastens
  • Ausbau nicht benötigter Bauteile aus der Lok (u.a. elektrische Bremse, Spurkranzschmieruntg und 800 V-Heizstufe, die durch zwei Heizkörper auf den Führerständen ersetzt wurde
  • Umrüstung der Schaltelemente und Steuereinrichtungen auf die der Baureihen 242 und 250, um Ersatzteilbeschaffung, Standzeiten und Unterhaltungskosten zu senken
    Am 29. September 1981 war die Lok soweit fertig, dass eine erste Probefahrt unternommen werden.
    E 94 069



    BKK Bitterfeld
    Die an das BKK Bitterfeld verkauften E 94er der DR blieben weiter im DR-Anstrich im Einsatz. Lediglich die großen Seitennummern, gaben über dem neuen Besitzer Auskunft.
    1-1121, 1-1122, 1-1122 (II), 1-1179




    Österreichische Bundesbahn (ÖBB)
    Die wohl größte Farben- und Formvielfalt bot die ÖBB bei ihren Loks. Ab Anfang der 50er Jahre wurden die E 94er in einem tannengrünen Anstrich lackiert. Rahmen und Drehgestelle waren schwarz, Stromabnehmer und Dachaufbauten rot lackiert. Das Dach glänzte silbergrau.
    1020.01-44



    Die drei ÖBB-Nachbauten 1020.45-47 unterscheiden sich hinsichtlich der Lackierung zund dtre Anordnung der Lüftergitter etwas von den Serienloks. Neben gelben Zierlinien waren die roten Lokschilder das auffälligste Unterscheidungsmerkmal. Zudem hatten die Lokomotiven auf einer Seite in der unteren Reihe des Lokkastens ein Lüftergitter weniger, das dafür auf der anderen Seite zusätzlich vorhanden war.
    1020.45-47



    Um die Loks besser den österreichischen Gegebenheiten anzupassen wurden die Loks ab 1969 einer erweiterten Hauptuntersuchung zugeführt, im Rahmen derer die Loks u.a. einen blutorangen Lokkasten bekommen sollten. Zudem führten einige äußere Änderungen wie neue Düsenlüftergitter im Vorbau, geänderte Stirnlaternen oder nur noch zwei große statt drei kleine Führerstandsfenster eine deutliche Veränderung des Aussehens der Lokomotiven. Die ersten 1020er wurden allerdings noch mit grünem Anstrich ausgeliefert. Teilweise waren einige Loks bereits zuvor mit Düsenlüfter im Vorbau ausgestattet worden, so dass es die verschiedensten Varianten zu beobachten gab. Die 1020.36, 38 und 39 (nur eine Führerstandsseite) waren nach Unfällen zeitweise bereits mit zwei Stirn-Fenstern unterwegs obwohl die Loks noch nicht HG-untersucht waren. Die Loks besaßen dabei noch die alte Wechselstrom-Wiederstandsbremse und die Lampen waren noch nicht fest im Vorbau eingebaut.
    1020.01, 05, 06, 19, 21, 22, 24, 27, 33, 35, (36), (38), (39), 41, (45-47 nur teilweise HG-ausgebessert)



    Als erste Lok bekam die 1020.42 am 25. März 1970 den blutorangen Anstrich verpasst. Sie war gleichzeitig auch die allererste Altbau-E-Lok der ÖBB, die diesen Anstrich erhalten hatte. Vielfach wird in der Literatur das Vohandensein einer "alten" Lok mit drei Stirnfenstern und einem orangen Anstrich diskutiert. Nach neuesten Ergebnissen gab es diese Lok aber nicht. Die vielfach auftauchende 1020.42 war ja bereits 1970 orange geworden und hatte die HG-Untersuchung erhalten. Ab 1974 bekamen die Loks dann das ÖBB-Emblem ("Pflatsch") auf den Lokkasten gemalt - als erste die 1020.40 im Jahr 1974. Neben allen HG-Loks wurden auch die noch grünen 1020.01, 19 und 46 mit ÖBB-Pflasch ausgerüstet. Lediglich die Nicht HG-untersuchten 1020.45-47 blieben bis zu ihrer Ausmusterung in tannengrün im Einsatz. Im Rahmen der HG-Untersuchung wurden auch bei den Seirenloks die Lüftergitter an den Lokkästen auf einer Seite angepasst. Da auch hier verschieden vorgegangen wurde, gab es verschiedene Varianten in den Lüftergittern bei der 1020. Insgesamt war die blutorange Lackierung sehr gefällig und zählte wohl zu den schönsten Lackierungen, die die E 94 / 1020 je besessen hatte.
    1020.01-44



    Ab etwa 1985 führte die ÖBB Umbragrau als Dachfarbe ein. Etwa zur gleichen Zeit entschied die ÖBB, die bis dato üblichen drei Zierlinien am Lokkasten, durch einen durchgehenden in der Mitte der Lok zu ersetzten. Da mit der Computerumzeichnung der Lok auch die Loknummern teilweise aufgeklebt wurden und die Personale hinsichtlich der Einhaltung der neuen Richtlinen nicht so genau waren, gab es fortan in der Anordnung der elfenbeinfabenen Zierlinien und Loknummern deutliche Unterscheide zwischen den Lokomotiven, auf die aber nicht eingegangen werden soll.
    1020.001-044 (mit Lücken)



    Im Jahr 1989 änderte die ÖBB die Farbe des Lokkastens auf verkehrsrot, so dass die nun noch untersuchten Loks in dieser Farbe lackiert werden mussten. Die Zierlinien waren nun in weiß gehalten. Als erstes traf es die 1020.011 die im Juli 1990 in dieser dunkleren Rotton auf den Gleisen unterwegs war. Auch die 1020.016, 015 und 041 wurden noch so lackiert.
    1020 011, 015, 016, 041



    Doch 1992 gab es erneut eine Lackierungsvariante. Offenbar der Spielerei der Designabteilung entsprungen, bekam die 1020 002 im Mai 1992 eine achatgraue Bauchbinde an den Vorbauten. Der Lokkasten war dagegen in verkehrsrot gehalten worden. Zierlinien gab es dagegen keine mehr. In diesem als "Valousek-Design" bezeichnetem Anstrich waren vier Loks unterwegs:
    1020.008, 033, 014, 044



    Als Beispiel der vielen Sonderformen mag die 1020.010 herhalten. Die Lok hatte den blutorangen Anstrich nach einer HU im Jahr 1984 bis auf das Dach verlängert bekommen. Nach einer weiteren Ausbesserungen waren zusätzlich noch die Zierstreifen an den Vorbauten entfallen, so dass sich die Lok in einem etwas ungewohnten Bild darstellte:
    1020.010



    Die geplante Innsbrucker Museumslok 1020.027 war ebenfalls ein Unikum. Die Lok hatte entgegen der Ursprungsausführung beid er Umlackierung auf den Tannengrünen Anstrich hellgrüne Zierlinien erhalten. Dagegen hatten die Bludenzer 1020.042 und die spätere Innsbrucker 1020.044 keine grünen Zierlinien mehr erhalten. Die 1020.44 wurde mittlerweile übrigens wieder auf drei Stirnfenster zurückgebaut.
    1020.027




    Privatbahnen
    1020.041 MWB:
    Eine ganz neue Farbvariante gab es im Jahr 2003. nachdem die Mittelweserbahn die 1020.041 erworben hatte, erhielt die lOkomotive bei der Aufarbeitung in der HW Linz die Firmenfarben der MWB - also blau (RAL 5010) und gelb (RAL 1021). In dieser Form ist die Lok seitdem insbesondere im Schubdienst im Spessart anzutreffen.
    1020.041



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