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News-Rubrik: Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV)/ Schienen-Personen-Fernverkehr(SPFV)

Datum:02.05.2018 - Uhrzeit: 10:00

Hessen-Thüringen-Express umsetzen - cantus entlasten

Die Ortsgruppe Bebra der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer setzt sich für eine schnelle Regionalzugverbindung zwischen Hessen und Thüringen ein. Patrick Rehn, Mitglied des Vorstand der Ortsgruppe: In den zurückliegenden Jahren sind die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen kontinuierlich weiter gestiegen. Die Diskussionen um den Schadstoffausstoß von Diesel-Pkw, einen kostenfreien Nahverkehr in Städten und Ballungsräumen sowie der Ausbau von Infrastruktur und Platzkapazitäten müssen konsequent weitergedacht werden und dürfen daher nicht an Landesgrenzen oder vor dem ländlichen Raum Halt machen.

Von Nordhessen in Richtung Nordrhein-Westfalen wurden hier in den vergangenen Jahren Lücken im Angebot geschlossen. Rehn: Bis vor ungefähr zehn bis fünfzehn Jahren gab es eine InterRegio-Linie der Deutschen Bahn, welche im verlässlichen Zwei-Stunden-Takt von Chemnitz und Gera kommend über Erfurt, Eisenach, Bebra, Kassel und Warburg weiter nach Paderborn, Hamm, Düsseldorf und Köln sowie teilweise bis Aachen fuhr. Unter dem Deutsche Bahn-Vorstand Mehdorn wurde dieses Angebot radikal bis auf zwei Verbindungen je Richtung zusammengestrichen, der Nahverkehr sprang teilweise in die Bresche. Seit etwa zwei Jahren gibt es von Kassel wieder einen guten Rhythmus: Wenn der InterCity fährt setzt der Regionalexpress nach Düsseldorf aus, ansonsten fährt dieser alle zwei Stunden.

Richtung Bebra und Erfurt hat sich jedoch nichts getan. Rehn: Wer von Kassel aus nach Erfurt möchte ist mindestens zwei Stunden und zehn Minuten unterwegs und hat dabei die Wahl zwischen Direktverbindungen mit Nahverkehrszügen über Eichenberg und Leinefelde oder mit Umsteigen in Göttingen oder Fulda jeweils mit ICE. Die wenigen am Tag noch verkehrenden InterCity überbrücken die Strecke mit Halten in Bebra, Eisenach und Gotha hingegen in 95 Minuten und sind somit mindestens 35 bis 40 Minuten schneller.

Ziel muss daher unter Betrachtung der weiter steigenden Fahrgastzahlen eine schnelle Verbindung zwischen Kassel und Erfurt über Bebra und Eisenach sein, welche zugleich mehrere Funktionen übernehmen könnte. Rehn: Um schnelle Fahrzeiten und das Erreichen der wichtigsten Anschlüsse zu sichern kann und darf eine solche Linie nicht durch zuviele Halte verwässert werden. Wir stellen uns für den Verlauf zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Erfurt Hbf daher besonders Halte an den Übergangspunkten zum regionalen Zugverkehr in Melsungen, Bebra, Gerstungen, Eisenach, Fröttstädt, Gotha und Neudietendorf vor. Grundangebot sollte dabei - ergänzend zum ab Ende des Jahres dreimal pro Tag und Richtung geplant fahrenden neuen Doppelstock-InterCity - ein Zwei-Stunden-Takt zwischen 6 und 22 Uhr sein, welcher im Berufsverkehr auf Teilabschnitten verdichtet werden könnte.

So wünschenswert ein durchgehender Einsatz der in einigen Jahren zur Verfügung stehenden Triebwagen auf der Linie Ruhrgebiet - Kassel weiter nach Erfurt auch sei, so schwierig sieht Rehn hier die Abstimmung der beteiligten Aufgabenträger, Bundesländer, Fahrzeugeigentümer und einsetzenden Unternehmen: Die Triebwagen sollen ja nicht nur zwischen Kassel und Düsseldorf, sondern teilweise noch weiter fahren. Bei Verspätungen auf diesem langen Laufweg würden sich weitere Probleme auch Richtung Bebra, Eisenach und Erfurt und umgekehrt verlagern. Zudem erwarten wir, dass die meisten Reisenden nicht die komplette Strecke von Düsseldorf nach Erfurt fahren, sondern nur auf Teilabschnitten unterwegs sind. Der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe stellt zudem einen überregionalen Taktknoten dar, wo die meisten Reisenden auf andere Züge umsteigen.

Die Einsetzung eines neu in Kassel beginnenden oder endenden Zuges Richtung Thüringen hätte zudem weitere Vorteile für den Fahrzeugeinsatz und künftige Konzepte: Es ist ja nicht ausgeschlossen und durchaus erstrebenswert, dass diese Züge dann in einigen Jahren - wenn die Strecke Weimar - Jena - Gera elektrifiziert ist - hier ebenfalls fahren.

Für die Strecke Kassel - Melsungen - Bebra würde die neue überregionale Linie zudem einen positiven Effekt bei der Fahrgastsituation bewirken: Die Züge von cantus sind auf der Linie Kassel - Bebra - Fulda nahezu ganztags durchgehend gut besetzt, zu bestimmten Tageszeiten bekommt man selbst über weite Strecken nur noch einen Stehplatz da nicht alle Züge mit zwei Triebwagen gefahren werden können. Besonders morgens und abends im Berufsverkehr könnte man daher eine spürbare Entlastung herbeiführen, da Fahrgäste die von Bebra und Melsungen nach Kassel pendeln den neuen Hessen-Thüringen-Express nutzen könnten, wodurch wiederum den zu erwartenden zusätzlichen Fahrgästen aus den dazwischen liegenden Stationen Platz geschaffen würde.

Das Platz-Problem in den cantus-Zügen ist nicht neu, hat sich jedoch in den zurückliegenden Monaten und Jahren verschärft: Als das Verkehrs- und Fahrzeugkonzept vor fast 15 Jahren aufgestellt wurde ahnten vermutlich die Wenigsten, wie positiv sich die Fahrgastzahlen im Nord-Osthessen-Netz entwickeln würden. Zusätzliche Triebwagen könnte man zwar nachbestellen, diese würden jedoch aufgrund sich weiter entwickelter rechtlicher und technischer Grundlagen nicht mit den derzeit eingesetzten Triebwagen kuppeln lassen.

Mit dem neuen Hessen-Thüringen-Express würden sich zudem auch für die gesamte Region Nordhessen neue und attraktive Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Rehn abschließend: Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass ländliche Regionen nur dann eine Chance im Wettbewerb zu Ballungszentren haben wenn die Infrastruktur stimmt. Hierzu gehören nicht nur neue und schnelle Straßen und Internetleitungen, sondern auch moderne und leistungsfähige Verbindungen des öffentlichen Verkehr. Wir sehen daher auch die Länder und den Bund in der Pflicht seinen Absichten zur Stärkung der ländlichen Regionen in diesem Bereich Taten folgen zu lassen.




Quelle:/Fotos: GDL-Ortsgruppe Bebra

Datum:19.04.2018 - Uhrzeit: 09:20

Rügenlinie erneut an PRESS vergeben

Die Linie RB 26 Bergen auf Rügen und Lauterbach Mole wird nach der Beauftragung 2009 erneut an die Eisenbahn-Bau-und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (PRESS) vergeben. Die PRESS als Bestandsbetreiber hat im Vergabeverfahren das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt. Die Zuschlagserteilung ist heute (18. 04. 2018) erfolgt. Damit ist die Fortführung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Rügenlinie für die Laufzeit von Dezember 2018 bis Dezember 2027 vertraglich gesichert.

„Der neue Verkehrsvertrag enthält vor allem für die Schüler und Pendler auf der Insel einige Verbesserungen. Die Linie wird künftig ganzjährig zu den Hauptverkehrszeiten und am Nachmittag im Stundentakt statt im Zweistundentakt bedient. Dies kommt Einheimischen und Touristen gleichermaßen zugute“, sagt Verkehrsminister Christian Pegel. „Zudem können wir, nach dem erfolgreichen Start des WLAN-Piloten auf der Strecke zwischen Rostock und Sassnitz/Binz, nun auch auf der Rügenlinie den Reisenden WLAN im Zug anbieten“, so Pegel weiter.

Diese Verbesserungen waren auf Grundlage eines Gutachtens in die Vergabeunterlagen aufgenommen worden, welches das Land im Vorfeld der Ausschreibung beauftragt hatte. Insgesamt wird das Land auf der Rügenlinie über eine Vertragslaufzeit von neun Jahren mit knapp 98. 000 Zugkilometern jährlich rund 10. 000 Kilometer pro Jahr mehr als bisher bestellen.

„Wir sind stolz auf die Beauftragung und möchten die sehr gute Qualität unseres Angebots weiter ausbauen. “ freut sich Kay Kreisel, Geschäftsführer der PRESS. „Der bewährte Triebwagen präsentiert sich in frischer Optik und weist auf die Zubringerfunktion zur Schmalspurbahn „Rasender Roland“ hin. Auch der historische Fahrzeugeinsatz bleibt als echtes Zugpferd im Marketing erhalten. “

Die durch die Landesregierung beauftragte Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) schreibt die Verkehrsnetze des Schienenpersonennahverkehrs regelmäßig europaweit aus. Aufgrund der sich überschneidenden Zeiträume der einzelnen Verkehrsverträge finden daher fortlaufend Planungen statt. Der aktuelle Verkehrsvertrag für die Rügenlinie läuft zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 aus.

Der folgende Link enthält den PDF Fahrplanentwurf der Rügenlinie für 2019.

Quelle:/Fotos: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

Datum:07.03.2018 - Uhrzeit: 09:35

Fernverkehr der Deutschen Bahn Richtung Belgien und in die Niederlande boomt

Zusätzliche Züge nach Brüssel gut angenommen • Ausbau des Angebots von und nach Belgien für 2019 vorgesehen • WLAN auch auf allen internationalen Verbindungen

Flanieren in Brüssel, Radeln in Amsterdam – der internationale Fernverkehr nach Belgien und in die Niederlande boomt. 2017 haben 1,1 Millionen Reisende die ICE-Verbindungen von Frankfurt/Main über Köln, Aachen, Lüttich nach Brüssel genutzt, ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch nach und von Amsterdam reisten 2017 mehr Fahrgäste mit der Bahn als jemals zuvor: 2,5 Millionen Fahrgäste nutzten die ICE-Verbindungen von Frankfurt/Main über Köln sowie die Intercity-Züge von Berlin via Hannover– rund zehn Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Diese Bilanz zieht die Deutsche Bahn anlässlich der morgen beginnenden weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin.

Gut alle zwei Stunden fahren die ICE-Züge zwischen Frankfurt am Main und Brüssel. Das Angebot wurde Ende 2016 von vier auf sechs Zugpaare (Hin- und Rückfahrt) ausgeweitet. Angesichts der hohen Nachfrage soll 2019 ein siebtes Zugpaar hinzukommen, um den Fahrgästen eine noch flexiblere Reiseplanung zu ermöglichen.

ICE-Züge punkten mit kurzen Reisezeiten und kostenlosem WLAN

Das Reisen im ICE ist im Vergleich zum Auto nicht nur schneller und umweltfreundlicher, sondern auch deutlich komfortabler – nicht zuletzt durch das kostenfreie WLAN, das seit letztem Jahr bereits auf den Verbindungen nach Belgien, in die Niederlande, nach Frankreich und Österreich zur Verfügung steht. Für die ICE-Verkehre in die Schweiz ist die Einführung des Angebots für das erste Halbjahr 2018 geplant. Damit steht den Reisenden dann auf allen internationalen ICE-Verbindungen kostenfreies WLAN in der 1. und 2. Klasse zur Verfügung.

Mit einer Reisezeit von knapp über drei Stunden von Frankfurt am Main nach Brüssel bzw. rund vier Stunden nach Amsterdam sind die Verkehre hochattraktiv für Geschäfts- und Freizeitreisende. Von Köln braucht der ICE sogar nur 1 Stunde 50 Minuten in die belgische Hauptstadt bzw. 2 Stunden 40 Minuten in die Grachtenstadt.


Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn

Datum:07.02.2018 - Uhrzeit: 09:09

Arriva-Mehrsystem-Flirt 3 auf Testfahrten

Für Arriva zwischen Aachen und Maastricht sowie Lüttich wird Stadler acht Mehrsystem-Flirts ausliefern. Aktuell sind diese Züge auf Testfahrt in Deutschland unterwegs. Am 5. Februar kam der 94 84 4 040 552-0 NL-AN durch Frankfurt-Süd in Richtung Osten.




Quelle:/Fotos: Alan Lathan

Datum:04.02.2018 - Uhrzeit: 10:10

Neue Vectrons in München-Allach

Folgende neuen Vectrons waren in den letzten Tagen in München zu sehen: München-Allach, 31.01.2018:
Auf die Abnahme wartete 476 454 CH-RLC Railcare



Auf die Abnahme wartete 193 818 D-SIEAG
kurz vor Vollendung 383 202 SK-RAILL
München-Allach, 02.02.2018:
Auf Abnahmefahrt 383 104 SK-RAILL



Quelle:/Fotos: Heiner & Sascha Prochazka

Datum:31.01.2018 - Uhrzeit: 09:30

VRS: Mehrere Varianten für die S-Bahn ins Neckartal

Mögliche Trassen für die S-Bahn von den Fildern ins Neckartal vorgestellt – weitere Beratungen im Rahmen der Fortschreibung des Regionalverkehrsplans

Wie könnte langfristig eine Schienenanbindung des Filderraums in das Neckartal verlaufen? Welche Varianten für eine S-Bahn-Verlängerung sollen weiterverfolgt werden? Darüber diskutierten die Mitglieder des regionalen Verkehrsausschusses am Montag. Grundlage waren die Zwischenergebnisse aus einer Machbarkeitsstudie, welche das Verkehrswissenschaftliche Institut der Universität Stuttgart (VWI) zusammen mit der Deutsche Bahn Engineering und Consulting im Auftrag des Verbands Region Stuttgart durchführt. Bei allen vorgestellten Lösungen handelt es sich um sehr langfristige Betrachtungen. Sie sollen für den Entwurf eines fortgeschriebenen Regionalverkehrsplans weiter beraten werden.

Ein Ringschluss ins Neckartal könnte grundsätzlich mit zwei Optionen erfolgen: entweder ausgehend vom zukünftigen Endbahnhof der S2 in Neuhausen oder vom S-Bahn-Halt am Flughafen. Im letzteren Fall würden die S-Bahnen teilweise auf der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm fahren. Für jede Option wurden verschiedene Trassenvarianten mit unterschiedlichen Endpunkten unter die Lupe genommen. Sie bieten teils erhebliche Fahrgastpotenziale, die als Chance dem Finanzbedarf gegenüberstehen. Die einzelnen Trassenführungen sind mit Herausforderungen verbunden, die noch genauer unter die Lupe genommen werden sollen.

Die Varianten für die weitere Diskussion

In der Diskussion sind folgende grundsätzliche Varianten:

Über Neuhausen ergibt sich eine Möglichkeit durchs Körschtal in Richtung Altbach und dann weiter nach Plochingen. Alternativ ergibt sich eine Möglichkeit über Köngen mit Anbindung an die Neckartalbahn in Richtung Nürtingen oder Kirchheim/Teck bzw. Plochingen. Auch eine Streckenführung mit einer neuen zweigleisigen Bahnstrecke parallel zur Neubaustrecke Stuttgart-Ulm in Richtung Unterensingen wurde untersucht.

Vom Flughafen aus könnte man über die Neubaustrecke nach Kirchheim/Teck, auf die Neckartalbahn nach Plochingen fahren oder auch über Denkendorf in Richtung Altbach und Plochingen, gegebenenfalls auch weiter nach Göppingen.

Die Investitionen können derzeit erst grob abgeschätzt werden: Für die Neuhausen-Varianten werden 570 bis 950 Millionen Euro veranschlagt, für jene entlang der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm 210 bis zu 600 Millionen Euro. Ob die vorgeschlagenen Strecken wirtschaftlich sind, müssen detaillierte Nutzen-Kosten-Untersuchungen noch zeigen. Noch nicht eingerechnet sind die zusätzlichen S-Bahn-Fahrzeuge, die für den Betrieb erforderlich wären: Bei Fahrten mit Langzügen wären dies bis zu 24 neue Fahrzeuge.

Der Verband Region Stuttgart hatte die Machbarkeitsstudie für die Bereiche Filder und Zuffenhausen in Auftrag gegeben, nachdem mehreren Fraktionen im Herbst 2016 Anträge zu zukünftigen Bahnverbindungen gestellt hatten. Erkenntnisse, die das VWI bereits aus einer Untersuchung für den Landkreis Esslingen mit den Kommunen gewonnen hat, flossen in diese Studie ein. Die Ergebnisse für den Bereich Zuffenhausen werden im Laufe des Frühjahrs vorgestellt.

Regionalpolitik hat Chancen und Kosten im Blick

Dieser erste Aufschlag sei eine eher längerfristige Realisierungsperspektive, sagte Helmut J. Noe (CDU) „Dennoch halten wir einen Ringschluss ins Neckartal für enorm wichtig“. Er überlegte, ob gegebenenfalls eine separate Trasse neben der Neubaustrecke sinnvoll sei. Noe hinterfragte zudem die Wirtschaftlichkeit der weiterzuverfolgenden Varianten. Auch Prof. André Reichel (Grüne) wünschte vorab eine Einschätzung, welche Varianten sich für eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung eignen. „Man sollte das Thema nicht auf die nachfolgende Generation verschieben“. Thomas Leipnitz (SPD) sieht auf der Neubaustrecke kurzfristigere Realisierungschancen als mit der Option über Neuhausen. Daher begrüßt er, dass sich die Region in der jüngsten Diskussion um die Anbindung des Flughafens an die Neubaustrecke deutlich für die vertraglich vereinbarten Planungen ausgesprochen habe.

„Das ist Zukunftsmusik und der Auftakt lässt nicht ganz darauf schließen, wie es sich weiterentwickelt“, sagte Frank Buß (Freie Wähler).“Tangentiale sind wichtig, aber der volkswirtschaftliche Nutzen muss die Investitionen rechtfertigen.“ Eine gute Verbindung insbesondere ins Filstal sei jedoch im Hinblick auf die überlasteten Straßen wichtig. Ingo Mörl (Die Linke) sieht „viel Potenzial bezüglich zusätzlicher Fahrgäste“. Armin Serwani (FDP) war es wichtig, das Projekt trotz der zu erwartenden Kosten weiterzuverfolgen, damit zumindest die nächste Generation eine Realisierung in Angriff nehmen könne. Dr. Burghard Korneffel (Innovative Politk) kritisierte mögliche Kapazitätsengpässe auf der Neubaustrecke nach Ulm.


Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

Datum:27.12.2017 - Uhrzeit: 10:10

Eurobahn Flirt fahren jetzt bis Hengelo

Anbei meine Foto von Eurobahn Flirt ET 4.01 in Hengelo am 22. December 2017 in Hengelo NL. Dieser Zug wurde erst am 14. Januar 2018 in die Niederlande zugelassen. Fünf Wochen später als das ursprüngliche Datum. Der umklappbare Außenspiegel wäre in den Niederlanden zu weit über der Bahnsteig. Ist natürlich Unsinn, du musst mindestens 1,85 Meter lang sein und auf der Bahnsteigkante stehen.



Quelle:/Fotos: Marcel Kouwenhoven

Datum:20.12.2017 - Uhrzeit: 09:39

BEG schreibt die Regionalverkehre im Netz Chiemgau-Berchtesgaden aus

Fortführung des bewährten Fahrplankonzeptes / Umweltfreundliche Elektrofahrzeuge / Umfassender Service für die Fahrgäste

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die den Regional- und S-Bahn-Verkehr plant, finanziert und kontrolliert, schreibt die Regionalverkehre im Netz Chiemgau-Berchtesgaden aus. Die Vergabe der Leistungen erfolgt in einem europaweit bekanntgemachten sogenannten offenen Vergabeverfahren. Angebote können bis August 2018 abgegeben werden. Der Zuschlag erfolgt voraussichtlich im Oktober 2018.

Die Vertragslaufzeit erstreckt sich über den Zeitraum von 14 bzw. 15 Jahren und sieht eine Betriebsaufnahme in zwei Betriebsstufen vor. Das Netz umfasst insgesamt rund 0,7 Mio. Zugkilometer pro Jahr und besteht aus den Bahnstrecken Freilassing – Bad Reichenhall – Berchtesgaden (Betriebsaufnahme im Dezember 2021) sowie Traunstein – Ruhpolding (Betriebsaufnahme im Dezember 2022).

Fahrplanangebot

Auf beiden Strecken soll das aktuelle Fahrplanangebot auch in Zukunft grundsätzlich fortgeführt werden. Auf der Strecke Freilassing – Berchtesgaden besteht ein Stundentakt, der in Freilassing auf die Anschlüsse von und zum Meridian Richtung Traunstein – Rosenheim – München ausgerichtet ist. Zwischen Freilassing und Bad Reichenhall verkehren weitere Züge ebenfalls stündlich, die den Fahrplan hier auf einen 20/40-Minuten-Rhythmus verdichten und in Freilassing die Anschlüsse von und zu den Fernzügen Richtung München – Frankfurt herstellen. In das Fahrplanangebot ist zudem weiterhin der „IC Königssee“ integriert. Dieser durch die DB betriebene Zug bindet das Berchtesgadener Land umsteigefrei an Norddeutschland an und ist nicht Gegenstand des Wettbewerbsprojektes. Zwischen Traunstein und Ruhpolding verkehren die Züge ebenfalls im Stundentakt mit guten Anschlüssen morgens Richtung München und nachmittags von München. Einzelne weitere Züge bieten in Traunstein zusätzliche Anschlüsse von und zu den für den Urlaubsverkehr wichtigen Fernzügen Richtung Frankfurt, Dortmund und Hamburg.

Zugleistungen nur auf bayerischer Seite

Das Wettbewerbsprojekt umfasst die Zugleistungen nur auf der bayerischen Seite bis Freilassing, nicht aber bis Salzburg oder darüber hinaus. Die BEG fordert allerdings, dass die Bieter sich bereit erklären, konstruktive Verhandlungen mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zur Einrichtung von grenzüberschreitenden, umsteigefreien Verbindungen aus dem Berchtesgadener Land über Freilassing hinaus nach Salzburg aufzunehmen. Der Freistaat strebt auch zukünftig an, die grenzüberschreitenden umsteigefreien Verbindungen weiter auszubauen.

Umweltfreundliche Elektrofahrzeuge

Die BEG gibt vor, dass auf beiden Strecken nur moderne, klimatisierte, elektrische Zuggarnituren mit großzügigen Mehrzweckräumen zum Einsatz kommen dürfen. Damit ist die umweltfreundliche Elektromobilität für beide Strecken weiterhin gewährleistet. Die Fahrzeuge müssen auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste zugänglich sein. Aufgrund des S-Bahn-artigen Charakters der Verkehre wird ein 1. Klasse-Bereich nicht gefordert.

Hohe Qualitätsanforderungen

Um den Fahrgästen einen hohen Komfort und umfangreichen Service zu bieten, gelten hohe Anforderungen hinsichtlich Pünktlichkeit und Anschlusssicherung, Störfall-management, Sitzplatzkapazitäten, Sauberkeit und Serviceorientierung. Die Züge werden weiterhin zu 100 Prozent mit mindestens einem Zugbegleiter besetzt, so dass den Fahrgästen im Zug jederzeit ein Ansprechpartner zur Verfügung steht. Des Weiteren muss das Verkehrsunternehmen am Qualitätsmesssystem der BEG teilnehmen. Damit prüft die BEG die Sauberkeit der Züge, die Funktionsfähigkeit der Ausstattung, die Fahrgastinformation im Zug, die Kompetenz und Serviceorientierung der Zugbegleiter und die Kundenorientierung bei Beschwerden. Die Mindestsitzplatzkapazitäten werden sowohl entsprechend der heutigen Nachfrage als auch im Hinblick auf die zu erwartende Entwicklung, unter besonderer Berücksich-tigung des Berufs- und Schülerverkehrs sowie des Freizeitverkehrs, vorgegeben. Abweichungen von den vertraglich vereinbarten Leistungen werden durch Entgeltminderungen (sogenannte Pönalen) bestraft. Neben einer hohen Pünktlichkeit wird auch ein bestimmter Anschlusserreichungsgrad an den Knotenbahnhöfen Freilassing und Traunstein gefordert, um durchgängige Reiseketten sicher zu stellen. Werden Zugausfälle durch das Verkehrsunternehmen selbst verschuldet, wird eine zusätzliche Minderung fällig. Im Falle eines Schienenersatzverkehrs (SEV) werden einerseits die Vergütung und andererseits die Qualitätsanforderungen und die damit verbundenen Sanktionen im Falle einer mangelhaften Leistung erhöht.

Vorgaben zu Tarif und Vertrieb

Nach Vorgaben der BEG muss der Fahrgast ohne besonderen Aufwand jederzeit einen Fahrschein kaufen können und an jeder Station umfassende Informationen darüber erhalten, wo die Fahrscheine zu erwerben sind. Ein personenbedienter Verkauf muss in Freilassung und in Traunstein gewährleistet sein.

Die BEG verpflichtet den Ausschreibungsgewinner, mindestens im bisherigen Umfang Fahrscheine des Nahverkehrs gemäß DB-Tarif zu verkaufen und somit auch das Bayern-Ticket und andere Sonderangebote wie die BahnCard anzuerkennen. Zusätzlich wird eine Fahrkarte zu einem Pauschalpreis für den Nahbereich bis 50 km gefordert. Die BEG ist an der Fortführung der Kooperation mit dem Salzburger Verkehrsverbund interessiert.

Fahrgastinformation

Die Züge müssen mit einem kundenfreundlichen Echtzeit-Fahrgastinformationssystem ausgestattet werden: Monitore in den Zügen sollen über aktuelle Ankunfts- bzw. Abfahrtszeiten sowie Anschlussbeziehungen an den jeweiligen Bahnhöfen informieren. Der Gewinner der Ausschreibung verpflichtet sich, alle relevanten Soll- und Echtzeitdaten zur Fahrgastinformation und Anschlusssicherung an DEFAS Bayern, den bayernweiten Datenpool für Auskunftssysteme, zu liefern. Beim Einsatz von Neufahrzeugen müssen diese auf die Nachrüstung von Hardware für Fahrgast-WLAN und In-Train-Repeatern vorbereitet werden.

Personalübergang

Die BEG gibt für den Fall eines Betreiberwechsels dem Gewinner der Ausschreibung vor, dass er vom Altbetreiber die für die Erbringung der Verkehrsleistung beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer übernimmt.

Quelle:/Fotos: Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG)

Datum:09.11.2017 - Uhrzeit: 09:00

Verträge zum künftigen Betrieb der Linien RE 8, RB 33 und RB 27 unterzeichnet

NVR, VRR und SPNV-Nord besiegeln Partnerschaft mit DB Regio NRW nach europaweiten Ausschreibungen • Leistungserweiterungen ab 2019

Heute haben die jeweils Verantwortlichen von Nahverkehr Rheinland (NVR), Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und DB Regio NRW die Verkehrsverträge für den künftigen Betrieb der Nahverkehrslinien RE 8, RB 33 und RB 27 unterzeichnet.

Besteller und Betreiber der Verkehrsleistungen besiegelten damit die Ende 2016 und Mitte 2017 getroffenen Entscheidungen der politischen Gremien, den Zuschlag für den Betrieb der Linien zwischen Koblenz und Mönchengladbach sowie Essen und Aachen an die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn zu erteilen. Die Unterzeichnungen fanden im Werk Köln-Nippes von DB Regio NRW statt, wo ein großer Teil der eingesetzten Fahrzeuge auch instandgehalten wird.

Neufahrzeuge auf RE 8 und RB 33

Die in Zuständigkeitsbereichen von NVR, VRR und SPNV-Nord liegende RegionalExpress-Linie 8 führt von Mönchengladbach über Köln und Bonn-Beuel nach Koblenz. Der neue Verkehrsvertrag tritt Ende 2019 in Kraft und umfasst eine Laufzeit von 15 Jahren bis Ende 2034. Das Leistungsvolumen liegt bei jährlich rund 1,9 Millionen Zugkilometern.

Verantwortlich für die Vergabe der Leistungen der als Los 2 ausgeschriebenen Regionalbahn-Linie 33 sind NVR und VRR. Auf VRR-Gebiet wird die Linie mit Betriebsaufnahmen von Duisburg nach Essen verlängert. Das ausgeschriebene Volumen umfasst rund zwei Millionen Zugkilometer pro Jahr. Die Vertragslaufzeit für die Strecke von Aachen über Lindern nach Heinsberg bzw. über Mönchengladbach, Duisburg und Mülheim nach Essen beträgt 14 Jahre, von Ende 2020 bis Ende 2034. Gegenüber dem heutigen Umfang steigt die Kilometerleistung auf den beiden Linien künftig um insgesamt 20 Prozent.

Für den Betrieb von RE 8 und RB 33 ist der Einsatz von Neufahrzeugen vom Typ Coradia Continental vorgesehen. Die für Bahnsteighöhen von 38 bis 96 Zentimetern geeigneten Fahrzeuge verfügen über breite Gänge und einen stufenlosen Durchgang zwischen der ersten und letzten Tür. Als dreiteilige Variante bieten die Triebzüge 152 Sitze, als Fünfteiler 266 Plätze.

RB 27 mit neuem Laufweg über Köln/Bonn Flughafen

Die Kernlaufzeit des Verkehrsvertrags für die Strecke der Regionalbahn 27 (Mönchengladbach – Köln – Koblenz) beträgt sieben Jahre, von Ende 2019 bis Ende 2026. Hinzu kommen zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die von NVR, VRR und SPNV-Nord ausgeschriebene Leistung umfasst künftig 2,4 Millionen Zugkilometer pro Jahr – eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Vertragsvolumen.

Bereits ab Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres werden zusätzliche Wochenendleistungen zwischen Köln und Rommerskirchen angeboten. Weitere Angebotserweiterungen kommen ab Ende 2019 zum Tragen. Neu wird dann auch der Laufweg der Linie sein, da dieser mit dem der Line RE 8 getauscht wird. Künftig fahren die Züge der RB 27 über Köln/Bonn Flughafen.

Zum Einsatz kommen auf der RB 27 Bestandsfahrzeuge von Typ ET 425. Die Triebzüge werden im Vorfeld der Betriebsaufnahme einem aufwändigen Modernisierungsprogramm unterzogen. So sorgen etwa neue Sitzpolster und der Einbau von Steckdosen für mehr Komfort. Zudem werden die Züge mit Videoüberwachung, automatischen Fahrgastzählsystemen und modernen Fahrgastinformationsanlagen ausgestattet. Die für Bahnsteighöhen zwischen 38 und 76 Zentimetern konzipierten Fahrzeuge verfügen über 210 Sitzplätze, in Doppeltraktion erhöht sich die entsprechende Kapazität auf 420 Plätze pro Zug.

Statements der Vertragspartner:

Andree Bach, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio NRW:

„Als aktueller und künftiger Betreiber der Linien RE 8, RB 33 und RB 27 freuen wir uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnern NVR, VRR und SPNV-Nord die Zukunft des Nahverkehrs auf diesen wichtigen Verkehrsachsen zu gestalten. Mit einer flexiblen Aufstellung sowie einer erfahrenen Mannschaft in Betrieb und Instandhaltung sind wir für diese Herausforderung bestens gerüstet.“

Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland GmbH:

„Die heutige Vertragsunterzeichnung trägt dazu bei, den Nahverkehr in unserer Region weiter zu stärken. Ich gehe davon aus, dass der Ausschreibungsgewinner DB Regio unseren Fahrgästen ein attraktives Leistungsangebot bei weiter steigender Qualität anbieten wird. Unsere Fahrgäste können sich über komfortablere Fahrzeuge und mehr Fahrten freuen.“

Martin Husmann, Vorstandssprecher Verkehrsverbund Rhein-Ruhr:

„Ein attraktiver Nahverkehr bildet die Grundlage für die Mobilität der Menschen in der Region und dabei spielen moderne Triebfahrzeuge eine wichtige Rolle. Wir haben dies in den Wettbewerbsverfahren der zurückliegenden Jahre berücksichtigt. Denn mit neuen Fahrzeugen wird ein langfristig hohes Qualitätsniveau gesichert.“

Dr. Thomas Geyer, Verbandsdirektor Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord:

„Mit den beiden neuen Verkehrsverträgen wird das SPNV-Angebot rechtsrheinisch zwischen Koblenz und Köln deutlich aufgewertet. Neben den zahlreichen Berufspendlern, die aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz in den Großraum Köln pendeln, profitieren auch Gelegenheitsfahrer, z. B. durch die längeren Bedienzeiten von und zum Flughafen Köln/Bonn.“


Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn

Datum:21.09.2017 - Uhrzeit: 09:25

VRS: S-Bahn-Betrieb profitiert von der S21- Infrastruktur

Bauarbeiten im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs sollen die Leistungsfähigkeit des S-Bahn-Betriebs nicht beeinträchtigen

Die Betriebsqualität der S-Bahn wird mit Fertigstellung von Stuttgart 21 insgesamt besser, obwohl mehr Züge im Knoten Stuttgart fahren werden. Das ist die zentrale Erkenntnis eines Prüfberichts der DB Netz AG, der heute im Verkehrsausschuss vorgestellt worden ist. Darin wurde untersucht, welche Veränderungen sich mit der neuen Schieneninfrastruktur von Stuttgart 21 für den S-Bahn-Betrieb ergeben. Sorgenfalten bereiten den DB-Experten allerdings die Linien S1 und S2. Dort könnten sich im Zwischentakt mehr Verspätungen aufbauen als bisher. Ob und vor allem wie die Qualität dort besser werden kann, soll eine weitere Untersuchung zeigen. Grundlage dafür wird der abgestimmte Fahrplan des Landes sein.

Einig sind sich die Fachleute, dass sich die elektronische Signalisierung ETCS positiv auf die Kapazität vor allem der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Mittnachtstraße/Hauptbahnhof und Schwabstraße auswirken könnte. Da ETCS bisher nur im Fernverkehr eingesetzt wird, haben das Verkehrsministerium, die DB Netz und der Verband Region Stuttgart eine Studie in Auftrag gegeben, die eine mögliche technische Umsetzung prüft. Mit den Ergebnissen ist Anfang 2018 zu rechnen.

Doch bevor die Infrastruktur fertiggestellt ist, muss sie gebaut werden. Dr. Florian Bitzer von der DB Projekt Stuttgart – Ulm GmbH hat heute im Verkehrsausschuss über den Umbau der S-Bahn-Rampe im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs berichtet. Um die S-Bahn-Stammstrecke über die neue S-Bahn-Station Mittnachtstraße im Tunnel verlängern zu können, muss eine Anbindung an die heutige S-Bahn-Strecke gebaut werden. Für diese umfangreichen Bauarbeiten muss Platz geschaffen werden. Deshalb wird die Sperrung und Verlegung von Gleisen im Bereich der S-Bahn-Rampe und des Gleisvorfeldes erforderlich.

Der Verband Region Stuttgart hat frühzeitig darauf hingewiesen, dass Störungen des S-Bahn-Betriebs, wie bei den Arbeiten im Jahr 2010 geschehen, unbedingt zu vermeiden sind. Für einen möglichst reibungslosen Ablauf sprachen sich die Verkehrspolitiker heute erneut aus. Dr. Florian Bitzer versicherte: „Die Signalstandorte sind so optimiert, dass die Leistungsfähigkeit vollumfänglich erhalten bleibt.“ Er erläuterte detailliert die unterschiedlichen Bauzustände.

Fahrplan 2018 mit dichterem S-Bahn-Takt

Erste Stufe des ganztägigen Viertelstundentakts – S 4 am Wochenende im Halbstundentakt – vereinzelte Fahrplanänderungen

Der Verband Region Stuttgart verbessert das S-Bahn-Angebot ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember weiter. Von Montag bis Freitag werden die S-Bahnen dann von 15 Uhr bis 20.30 Uhr viertelstündlich fahren (derzeit von 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr). Dies gilt auf allen Linien, auf denen es bereits jetzt einen 15-Minuten-Takt gibt.

Mit der Ausweitung des 15-Minuten-Takts geht der Verband Region Stuttgart den ersten Schritt hin zu einem ganztägigen Viertelstundentakt. Dieser soll bis Ende 2020 stufenweise umgesetzt werden. Damit trägt die Region der steigenden Zahl an S-Bahn-Fahrgästen ebenso Rechnung wie den zunehmend flexibleren Arbeitszeiten.

Der neue Fahrplan sieht auch zusätzliche Fahrten auf der Linie S 4 vor. Ein attraktiver Halbstundentakt wird nun auch zwischen Marbach und Backnang samstags und sonntags zwischen 8 Uhr und 20.30 Uhr den Freizeit- und Ausflugsverkehr stärken.

Mit kleineren Fahrplananpassungen wird die Relex-Linie X20 noch besser auf andere Busverbindungen sowie auf die S-Bahn abgestimmt. Der Expressbus fährt in Waiblingen 16 Minuten früher ab, in Esslingen hingegen 11 Minuten später.

Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

Datum:25.07.2017 - Uhrzeit: 09:07

Stuttgart: Verkehrsausschuss beschließt zahlreiche Verbesserungen beim ÖPNV

Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 24. Juli 2017 viele Grundsatzentscheidungen getroffen, die den öffentlichen Personennahverkehr in der Region Stuttgart weiter voranbringen. Dazu gehört der barrierefreie Ausbau am Gleis 2 des Bahnhofs Feuerbach, eine Frischzellenkur für die Fahrzeuge auf der Kleinen Teckbahn (Kirchheim/Teck – Oberlenningen) und die Verschärfung der Strafzahlungen bei der S-Bahn.

VVS-Tarif 2018: Preiserhöhung für die einzelnen Ticketarten ist okay
Der Verband Region Stuttgart nimmt die Tariferhöhung für Bus- und Bahn-Tickets im VVS-Gebiet um 1,9 Prozent ab 1. Januar 2018 zur Kenntnis. CDU, Grüne und Freie Wähler sprachen von einer „moderaten Erhöhung“. SPD, Linke und FDP halten die Tariferhöhung auch angesichts der seit Jahren sprudelnden Ticket-Einnahmen für falsch. Mehrheitlich akzeptieren die Regionalpolitiker die Verteilung der Erhöhung auf die einzelnen Ticketarten. Sie forderten allerdings, bei der laufenden grundlegenden Tarifreform an der ein oder anderen Stellschraube der Tarifstruktur zu drehen.
Bei der Kostensteigerung um 1,9 Prozent handelt es sich um die niedrigste Erhöhung seit 2001. Berücksichtigt man die reale Kostentwicklung hätten den Verkehrsunternehmen im VVS rechnerisch eine Erhöhung um 2,09 Prozent zugestanden. Der VVS erwartet durch die Tariferhöhung Mehreinnahmen von mindestens 9,6 Millionen Euro. Derzeit decken die VVS-Ticket-Gesamteinnahmen etwas mehr als 60 Prozent der Kosten für den ÖPNV. Die Gesellschafterversammlung des VVS entscheidet morgen abschließend über den Tarif 2018.

S-Bahn-Vertrag: Wieder Strafzahlungen für unpünktliche Züge
Der Verband Region Stuttgart erhält künftig wieder Strafzahlungen für unpünktliche Züge, auch während der Bauzeit von Stuttgart 21. Das sieht eine Vertragsanpassung zwischen der Region und der DB Regio AG vor. In der aktuellen Fassung des S-Bahn-Vertrags waren die Strafzahlungen während der Bauzeit des Bahnprojekts auf Eis gelegt worden. Künftig wird für Züge, die später als der laut Fahrplan nachfolgende Zug der Linie unterwegs sind, eine Strafzahlung wegen Unpünktlichkeit fällig. Außerdem verpflichtet sich die DB Regio AG, innovative Pilotprojekte im Höhe von 540.000 Euro anzuschieben. So sollen unter anderem Prognose– und Fahrplandaten für „Open-Service-Anwendungen“ kostenlos, öffentlich und weltweit zur Verfügung gestellt werden. Damit einher geht eine höhere Transparenz, die ganz im Sinne der Fahrgäste ist. Die heute im Verkehrsausschuss vorgestellten Eckpunkte werden nun in einen Vertragstext gegossen.

Bahnhof Feuerbach: Mittelbahnsteig (Gleis 2) wird barrierefrei
Der Verband Region Stuttgart zahlt zirka 950.000 Euro dafür, dass der Mittelbahnsteig (Gleis 2) im Bahnhof Feuerbach auf S-Bahn-Einstiegsniveau erhöht werden kann. Die Gesamtkosten liegen bei zirka 2,659 Millionen Euro, von denen das Land knapp 1,1 Millionen Euro trägt und etwa 614.000 Euro die DB Station & Service. Damit ist sichergestellt, dass zumindest der Bahnsteig am Gleis 2 während der Bauarbeiten für Stuttgart 21 barrierefrei umgebaut werden kann. Ursprünglich hätte auch der Bahnsteig am Gleis 1 während der Arbeiten zu Stuttgart 21 auf 96 Zentimeter erhöht werden sollen. Dem hatte die DB zum Jahreswechsel eine Absage erteilt, nachdem das Bauunternehmen deutlich höhere Kosten für die Bahnsteigerhöhung geltend gemacht hatte. Die Erhöhung des Bahnsteigs am Gleis 1 kann nun erst nach Fertigstellung von Stuttgart 21 erfolgen. Der Verband Region Stuttgart, der sich bereits verpflichtet hatte, für beide Bahnsteige Planungskosten zu tragen, bleibt dran!

Kleine Teckbahn: Modernisierte Fahrzeugflotte
Für die Nutzer der Kleinen Teckbahn steigt der Fahrkomfort. Zwischen Kirchheim/Teck und Oberlenningen sollen ab Dezember 2018 komplett modernisierte Fahrzeuge der BR 650 fahren. Die drei bisherigen Fahrzeuge sowie ein weiteres Reserve-Fahrzeug, dessen Frischzellenkur im Laufe des Jahres 2019 folgt, werden dem S-Bahn-Standard entsprechend ausgerüstet: mit Echtzeit-Infos zur Fahrt und Umsteigemöglichkeiten, Videoüberwachung und WLAN. Statt bisher drei werden künftig 12 Stellplätze für Fahrräder vorhanden sein. Durch den Einbau von Dieselpartikelfiltern werden die Züge auch umweltfreundlicher unterwegs sein. Ursprünglich war die Erneuerung der Fahrzeugflotte auf der Kleinen Teckbahn ab 2021 vorgesehen, doch der Markt bietet derzeit keine Neufahrzeuge, die alle Anforderungen dieser Strecke voll erfüllen.
Parallel zur Inbetriebnahme der S1 von Plochingen nach Kirchheim/Teck und in Absprache mit den Anliegerkommunen war im Dezember 2009 ein Bus-Schienen-Konzept fürs Lenninger Tal umgesetzt worden. Zug und Bus fahren jeweils stündlich - mit Ausnahme werktags zwischen 9.00 Uhr und 11.00 Uhr - und ermöglichen so den Anschluss an die S-Bahn in Kirchheim/Teck. Für einen durchgängigen 30-Minuten-Takt auf der Schiene wären Investitionen in Millionenhöhe notwendig, unter anderem in die Strecke und in die Beseitigung von gut 15 Bahnübergängen.

Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

Datum:08.07.2017 - Uhrzeit: 14:05

VRS: Aufwärtstrend bei der S-Bahn

Der fünfte S-Bahn-Gipfel im Verkehrsausschuss zeigt, dass die S-Bahn wieder stabiler unterwegs ist

Die S-Bahn ist wieder zuverlässiger. Die zahlreichen Aktivitäten der DB-Töchter, der VVS GmbH sowie des Verbands Region Stuttgart für mehr Stabilität beim S-Bahn-Verkehr wirken. Störanfälligkeit und Verspätungen der S-Bahn haben

offensichtlich das tiefste Tal durchschritten. Das ist das Signal des heutigen S-Bahn-Gipfels im Verkehrsausschuss. Gleichwohl bleibt es dabei: Die zahlreichen Baustellen sowie die Tatsache, dass die S-Bahn in Stuttgart ihre Gleise mit anderen Zügen teilen muss, bergen auch künftig Verspätungsrisiken.

Überschlagene Wenden wirken positiv

Der Verband Region Stuttgart habe wichtige Beiträge für die positive Trendwende geleistet, sagte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. Sie erinnerte beispielsweise an den Kauf von zehn neuen S-Bahn-Fahrzeugen im Gesamtwert von über 80 Millionen Euro. Damit konnten überschlagene Wenden an den Bahnhöfen Filderstadt, Schorndorf, Stuttgart-Vaihingen und Weil der Stadt eingeführt werden. Durch entspannte Zeiten beim Wenden würden mögliche Folgeverspätungen im Netz vermieden oder abgebaut. Dr. Schelling sieht ebenso wie die Regionalpolitikerinnen und –politiker weiterhin „Bedarf für zusätzliche Verbesserungsmaßnahmen“. Ganz oben steht die Einführung der digitalen Signalisierung ETCS in der Stammstrecke.

Jede Sekunde zählt

Das Resümee von S-Bahn-Chef Dr. Dirk Rothenstein nach dem nunmehr fünften „S-Bahn-Gipfel“ mit Vertretern aller DB-Konzerntöchter sowie der VVS GmbH fällt verhalten positiv aus: „Die von der DB seit 2013 umgesetzten Maßnahmen greifen. Wir geben zu, nicht immer sofort. Aber sie bewirken heute, dass wir bei einer Toleranz von sechs Minuten mit einer robusten Pünktlichkeit von über 97 Prozent unterwegs sind.“ Dass die Werte unterhalb der vereinbarten Ziele von 98 Prozent liegen, führt der Vorsitzende S-Bahn Stuttgart der DB Regio AG auf die derzeitigen Rahmenbedingungen zurück. „Über 100 Baustellen im Jahr, über die Hälfte der Strecken, die wir uns mit anderen Zügen teilen, und ein stetig wachsender Anteil von externen Einflüssen, die uns unvorbereitet treffen, lassen eine Stabilität auf höchstem Niveau einfach nicht zu.“

Die Fahrgastinformation, gerade im Störungsfall, müsse noch besser werden. „Wir werden deshalb verstärkt auch in die Information der Reisenden bei Unregelmäßigkeiten investieren und unter anderem den DB Streckenagent zur Pendler- und Vielfahrer-App für die S-Bahn Stuttgart machen“, führte Dr. Rothenstein weiter aus. Er kündigte an, dass „die Investitionsoffensive der DB Netz AG konsequent fortgeführt“ werde. Darunter fallen unter anderem die vorbeugende Instandhaltung sowie ein Diagnosesystem für Weichen. Als „deutlichen Erfolg“ wertete Dr. Rothenstein den Einsatz der S-Bahn-Helfer. Die Haltezeitüberschreitungen an der Station Hauptbahnhof konnten so um 48 Prozent reduziert werden. Dass die Zugausfälle insgesamt noch immer deutlich zu hoch sind, liege an Einflüssen von außen, auf die die S-Bahn nicht einwirken könne. Dr. Dirk Rothenstein prognostizierte, dass in diesem Jahr mit einem neuen Höchststand an Zugausfällen durch Dritte gerechnet werden müsse.

Die Baustellen zur Instandhaltung des S-Bahn-Netzes sowie die Bauarbeiten für Stuttgart 21 werden auch in Zukunft zu Einschränkungen des S-Bahn-Verkehrs führen. Dennoch versicherte Dr. Rothenstein. „Wir werden weiterhin um jede Sekunde ringen und an jeder Schraube drehen, um noch pünktlicher zu werden.“

Auch der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (GmbH) leistet seinen Beitrag für bessere Fahrgastinformation und mehr Fahrplanstabilität, wie Jochen Biesinger ausführte. Bis Ende 2019 sollen 62 Prozent der Umstiegszeiten zwischen S-Bahn und Bussen mindestens fünf Minuten betragen. In Kombination mit der technischen Anschlusssicherung ergebe sich sogar ein Gesamtwert von rund 91 Prozent.

Erste wahrnehmbare Erfolge stellen sich ein

Thomas Leipnitz (SPD) formulierte: „Die Botschaft hör‘ ich wohl, alleine mir fehlt der Glaube“. Viele Probleme seien von der DB Netz AG „hausgemacht“. Dadurch würden der S-Bahn „Knüppel zwischen die Beine geworfen“. Es sei umso wichtiger, sich dem Thema ETCS anzunehmen. „Der ÖPNV muss funktionieren und die Qualität der S-Bahn muss stimmen“, sagte Eva Mannhardt (Grüne). „Unsere Bemühungen zeigen langsam Erfolg. Ich habe das Gefühl, es geht etwas besser.“ Sie ermunterte, weiter in Infrastruktur zu investieren und forderte Verbesserungen bei der Information. „Man sieht Ihr ehrliches Bemühen, die Grundübel zu bekämpfen“, sagte Rainer Ganske (CDU). Leider gebe es dabei keine schnellen Erfolge. Die Region habe mit dem Kauf der Fahrzeuge viel Geld in die Hand genommen. Diese sollten aber nicht langfristig für überschlagende Wenden verwendet werden, sondern werden für die Ausdehnung des 15-Minuten-Takts gebraucht.

Im Gegensatz zu den Vorjahren hat Bernhard Maier (Freie Wähler) nun „das erste Mal das Gefühl, dass sich etwas bewegt.“ Es gehe aufwärts und es bestehe Grund zur Hoffnung. Vertragliche Aufgabe der Bahn sei es, ETCS einzuführen, um die Pünktlichkeit weiter zu verbessern. Nicht die kleinen Verspätungen, sondern die Großstörungen an der Infrastruktur seien das eigentliche Ärgernis für Pendler, führte Ingo Mörl (Piraten/Linke) aus. Durch die Ausdehnung des 15-Minuten-Takts gebe es nur noch „eine große Hauptverkehrszeit“, in der die S-Bahnen pünktlich fahren müssten. „Von Seiten der Bahn ist viel unternommen worden“, bilanzierte Armin Serwani (FDP). Angesichts der gestiegenen Fahrgastzahlen müsse der Fahrplan zeitliche Puffer für Umstieg, aber auch für Ein- und Ausstieg, erhalten. Dr. Burghard Korneffel (Innovative Politik) sagte: „Wenn wir mit Lobhudelei anfangen, bleibt der Fortschritt auf der Strecke.“ Er forderte weitere Anstrengungen.

Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart
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