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News-Rubrik: News-Archiv März 2015

Datum:31.03.2015 - Uhrzeit: 08:30

BLS Cargo bestellt 15 Mehrsystem-Loks

- 15 Lokomotiven vom Typ Vectron MS
- Einsatz auf dem Korridor D-A-CH-I-NL
- Höchstgeschwindigkeit bis zu 200 km/h
Das Schweizer Schienengüterverkehrsunternehmen BLS Cargo hat bei Siemens 15 Mehrsystem-Lokomotiven vom Typ Vectron MS bestellt, die für den grenzüberschreitenden Einsatz in den Ländern Deutschland (D), Österreich (A), Schweiz (CH), Italien (I) und Niederlande (NL) vorgesehen sind. Alle entsprechenden Traktions- und Zugsicherungssysteme des Nord-Süd-Güterkorridors sind an Bord. Die Lokomotive kann bis zu 200 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen und verfügt über eine Leistung von 6.400 kW. Die Auslieferung erfolgt in drei Phasen. Bereits im zweiten Halbjahr 2016 sollen die ersten Lokomotiven in Betrieb gehen.

„BLS Cargo hat mit dem Vectron Ende 2014 umfangreiche Testfahrten und Prüfungen hinsichtlich Traktionsverhalten, Vielfachsteuerung, Energieverbrauch, Bedienbarkeit und Wartbarkeit durchgeführt. Das Gesamtkonzept des Vectron hat uns überzeugt“, sagte Dirk Stahl, CEO der BLS Cargo AG.

Jochen Eickholt, Chef der Siemens-Bahnsparte, ergänzt: „Eine überzeugende Performance unseres Vectron gab den Ausschlag für diesen Auftrag. Dahinter steht ein zukunftsweisendes und flexibles Konzept. Es sieht nicht nur umfassende Länderpakete für den europaweiten Betrieb vor, sondern bietet auch über den gesamten Lebenszyklus hinweg höchste Wirtschaftlichkeit für unsere Kunden.“

Der Vectron kann durch Länder- und Ausstattungspakete skaliert und damit exakt auf die jeweilige Verkehrsaufgabe ausgerichtet werden. Schnell verfügbare Vorzugsvarianten sorgen für kurze Lieferzeiten. Die Lokomotiven können aufgrund des Vectron-Plattformkonzepts auch später aufwandsarm für den Einsatz auf den verschiedenen Korridoren auf- und umgerüstet werden.



Quelle:/Fotos: Siemens AG

Datum:30.03.2015 - Uhrzeit: 09:20

Klein aber fein...

... war der Sonderzug, der am 27. März 2015 im Bahnhof Koblenz Hbf fotografiert wurde. Die E69 03 hatte dabei den Kanzlerwagen WGSmz 853.0 (61 80 89-90 001-2) am Haken. Unterstützt wurde sie von der ebenfalls dem DB Museum Koblenz gehörenden 333 068.






Quelle:/Fotos: Joachim Kratz

Datum:27.03.2015 - Uhrzeit: 09:20

Milliardenauftrag: Siemens baut den Rhein-Ruhr-Express

  • Siemens liefert 82 Züge und übernimmt Wartung für 32 Jahre
  • Auftrag mit einem Gesamtvolumen von über 1,7 Milliarden Euro
  • Tausende Jobs gesichert – allein bei Siemens entstehen 100 Stellen

    Siemens hat am 26. März 2015 offiziell den Zuschlag für einen Rekord-Auftrag aus der Metropolregion Rhein-Ruhr erhalten. Die am neuen Schienenverkehrskonzept Rhein-Ruhr-Express (RRX) beteiligten Zweckverbände beauftragen Siemens mit der Lieferung von 82 Elektrotriebzügen vom Typ Desiro HC und der Wartung über einen Zeitraum von 32 Jahren. Der Auftrag im Gesamtvolumen von über 1,7 Milliarden Euro ist für Siemens der bisher größte aus dem Bereich des regionalen Schienenverkehrs in Deutschland.

    "Das ist ein Riesenerfolg für das Bahngeschäft von Siemens. Wir sichern und schaffen dadurch hochwertige Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen. Unser moderner Zug ist eine gute Nachricht für Millionen Pendler an Rhein und Ruhr, der bevölkerungsreichsten Region Deutschlands", sagte Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens. Das Unternehmen liefert nicht nur die neuen Züge, sondern ist auch mit der Instandhaltung für 32 Jahre beauftragt – das ist in dieser Größenordnung ein Novum in der deutschen Bahnindustrie. Dafür wird in Dortmund-Eving ein Instandhaltungswerk für die gleichzeitige Betreuung von bis zu vier Zügen gebaut, rund 100 Stellen für Fachkräfte im Mehrschichtbetrieb werden geschaffen. Neben einer Fahrzeughalle, Spezialwerkstätten und einer Außen-Waschanlage sind Abstellgleise für bis zu zehn Züge geplant. Insgesamt hat Siemens damit in die Bahntechnikstandorte an Rhein und Ruhr rund 150 Millionen Euro investiert.

    Der als Jahrhundertprojekt der Metropolregion geltende RRX soll von 2018 an die ständig wachsenden Verkehrsprobleme an Rhein und Ruhr lindern. Die Region ist einer der größten Ballungsräume Europas mit rund zehn Millionen Einwohnern und zahlreichen Transitstrecken. Vor allem auf der Kernstrecke zwischen Köln und Dortmund schränken überlastete öffentliche Nahverkehrs- und Zugverbindungen die Mobilität seit Jahren erheblich ein.

    Durch den gezielten Ausbau der Schienenwege und die damit mögliche Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene wird erwartet, dass der RRX mehrere zehntausend Autofahrten pro Werktag überflüssig macht. Geplant ist, dass Ende 2018 die ersten RRX-Züge mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde im Großraum Rhein-Ruhr verkehren. Perspektivisch soll nach dem Ausbau der Schieneninfrastruktur der Viertelstundentakt erreicht werden.

    Der Auftrag für Siemens umfasst neuentwickelte, auf hohe Kapazitäten ausgelegte Doppelstock-Züge aus der bewährten Desiro-Zugfamilie. Jede Zugeinheit besteht aus vier Wagen. Auf 105 Metern Länge verteilen sich 400 Sitzplätze. Im Betrieb sollen jeweils zwei Einheiten verbunden werden, damit entsteht ein Acht-Wagen-Express mit 800 Sitzplätzen. Die Desiro-Züge fahren heute unter anderem in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Russland, der Schweiz, Thailand und demnächst auch in Österreich.



    Quelle:/Fotos: Siemens

  • Datum:27.03.2015 - Uhrzeit: 09:20

    VIAS übernimmt Erft-Schwalm-Netz

    VRR und NVR vergeben RB 34 und RB 38 an neuen Betreiber

    Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Nahverkehr Rheinland (NVR) beabsichtigen die Betriebsleistungen im Erft-Schwalm-Netz ab Dezember 2017 von der VIAS GmbH durchführen zu lassen. Zu diesem Entschluss kamen am 26. März 2015 die Gremien der beiden beteiligten Aufgabenträger. Das Verkehrsunternehmen setzte sich mit dem wirtschaftlich besten Angebot in einem europaweiten Wettbewerbsverfahren durch. Nach Ablauf einer zehntägigen Einspruchsfrist wird mit dem neuen Betreiber ein zwölfjähriger Verkehrsvertrag abgeschlossen. Zum Einsatz kommt erneut das Fahrzeugfinanzierungmodell des VRR. Dieses sieht vor, dass das Eisenbahnverkehrsunternehmen die Fahrzeuge für den Betrieb der Linie beschafft und an den Zweckverband VRR weiterveräußert. Der VRR wird Eigentümer der Fahrzeuge, übernimmt die Finanzierung und verpachtet diese für die Laufzeit des Verkehrsvertrages an den Betreiber.

    Mit dem heutigen Beschluss ist das im Juli 2014 gestartete Ausschreibungsverfahren um das rund 850.000 Zugkilometer jährlich umfassende Netz vorbehaltlich der Einspruchsfrist abgeschlossen. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 verkehren auf den Regionalbahn-Linien RB 34 und RB 38 neue leistungsstarke Diesel-Triebfahrzeuge des Herstellers Alstom, die modernen Qualitätsstandards entsprechen. Die Züge sind komfortabler ausgestattet als die aktuell verkehrenden Fahrzeuge und ermöglichen zudem einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg an 76 Zentimeter hohen Bahnsteigen. Mit VIAS verkehrt künftig das siebte Eisenbahnverkehrsunternehmen im VRR. Gegründet wurde die VIAS GmbH im Jahr 2005 durch die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH und die Rurtalbahn GmbH. Im Zuständigkeitsbereich des NVR fährt die VIAS bzw. die dahinterstehende Rurtalbahn mit hoher Zuverlässigkeit die Leistungen der RB 21. Zudem ist es im NVR und VRR mit dem Betrieb der RB 34 betraut. Es verkehrt aktuell im Unterauftrag der DB Regio NRW als Rurtalbahn auf dieser Linie, welche auch künftig Mönchengladbach und Dalheim verbindet. Allerdings sieht die neue Ausschreibung eine Ausweitung des Leistungsangebots vor. So wurde montags bis freitags ein durchgehender Stundentakt ausgeschrieben, zudem wird täglich eine zusätzliche Fahrt ab ca. 22.30 Uhr von Mönchengladbach nach Dalheim angeboten. Die RB 38, die nach aktuellem Fahrplan von Düsseldorf Hbf über Bedburg (Erft) nach Köln Messe/Deutz verkehrt, wird zukünftig in Bedburg (Erft) geteilt. Im Erft-Schwalm-Netz wurde nur der nördliche Teilabschnitt Düsseldorf – Bedburg (Erft) ausgeschrieben. Dies resultiert aus den Planungen des NVR, den südlichen Streckenabschnitt zwischen Bedburg und Köln zu elektrifizieren und dort auf S-Bahn-Betrieb umzustellen. Auch der VRR hatte eine Elektrifizierung des nördlichen Streckenabschnitts in Erwägung gezogen, diese jedoch aus verkehrlichen und wirtschaftlichen Gründen verworfen.

    Die Ausschreibung des Erft-Schwalm-Netzes ist im Interesse der Fahrgäste so gestaltet, dass ein reibungsloser Anschluss zwischen nördlichem und südlichem Teil in Bedburg gesichert ist. Da es zu den Hauptverkehrszeiten zu Platzengpässen auf der Linie RB 38 kommt, wurden zu diesen Zeiten nicht nur höhere Kapazitäten, sondern auch weitere Fahrten zwischen Grevenbroich und Neuss ausgeschrieben. Demnach wird auf diesem Abschnitt montags bis freitags zwischen 6 und 8 Uhr ein 15-Minuten-Takt angeboten.

    Quelle:/Fotos: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

    Datum:27.03.2015 - Uhrzeit: 09:20

    SCI: Neue Studie zum deutschen Bahnmarkt

    Die Türe für Wettbewerber stand noch nie so weit offen im deutschen Bahnmarkt – trotz Kostendruck steigt auch der Innovationsbedarf

    Wettbewerb belebt nicht nur das Geschäft, er öffnet auch für Neues. Das ist zurzeit auf allen Ebenen des Bahnmarkts spürbar – sowohl bei den Ausschreibungen für Verkehrsleistungen als auch bei Zügen und Infrastruktur. Betreiber, Hersteller, Dienstleister und Behörden zeigen wachsendes Interesse an kostengünstigen Lösungen. Anhaltende Unzufriedenheit mit bestehenden Lieferanten oder Dienstleistern und knappe Finanzressourcen eröffnen externen Markteinsteigern bessere Eintrittschancen denn je. Gleichzeitig erwarten die Kunden innovativere Lösungen und heben ihre Anforderungen an umweltfreundliche, energieverbrauchs- und lärmarme Produkte. Eine besondere Rolle kommt in den kommenden Jahren der durchgängigen Digitalisierung des gesamten Bahnsektors zu. Dies sind die zentralen Ergebnisse der neuen Marktstudie „Der deutsche Bahnmarkt – Fakten, Akteure, Zahlen, Trends“ der SCI Verkehr GmbH.

    Deutschland hat traditionell einen der am weitesten liberalisierten Bahnmärkte in Europa. Die Verkehrsleistungen erwirtschaften etwa 21,7 Mrd. Euro Umsatz, das aktuelle Marktvolumen für Produkte und Dienstleistungen erreicht knapp 10,6 Mrd. Euro und wird in den nächsten fünf Jahren durchschnittlich um 3,6 % pro Jahr ansteigen.



    In den vergangenen fünf Jahren öffneten die Liberalisierung des Fernbusverkehrs und die Stärkung wettbewerblicher Verfahren im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) den Markt noch weiter. Die daraufhin eingetretene Vergabewelle für SPNV-Verkehrsleistungen hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, der fulminant gewachsene Fernbusmarkt steht vor einer ersten Konsolidierung.
    Knappe Finanzmittel und zugleich steigende Ansprüche der Kunden und der Gesellschaft an Zuverlässigkeit, Komfort und Umweltschutz bilden eine ständige Herausforderung. Die Produkte und Dienstleistungen konnten zuletzt nicht immer mithalten – zum Missfallen der Bahnen, ihrer Auftraggeber und der Endkunden. Wo neue Wege gegangen wurden, haben sie das Gesicht des deutschen Bahnmarktes bereits deutlich verändert, angefangen bei völlig neu entwickelten Produkten (z.B. für den Schutz vor Lärm und Erschütterungen im Gleis) über einheitliche E-Ticketing-Lösungen bis hin zur fortschreitenden Verzahnung von Personenfern- und -nahverkehr.
    Da auch in elektrifizierten Netzen immer mehr Triebwagen lokbespannte Züge ersetzen, boomt der Markt für Elektrotriebwagen. Im Güterverkehr bestimmen der beständig wachsende Containertransport und die Umrüstung auf neue Bremssysteme die Investitionen. Eines der wichtigsten Innovationsfelder ist die Digitalisierung der Transportkette sowie die Versorgung der Kunden mit leistungsfähigen IT-Angeboten. „Fahrgäste und gewerbliche Versender wollen durchgehend gut informiert sein – nicht nur bis zum Bahnsteig oder zur Laderampe“, so Maria Leenen, geschäftsführende Gesellschafterin der SCI Verkehr GmbH. „Dieses Feld ist auch attraktiv für Zulieferer, die bisher nicht im Bahngeschäft unterwegs waren.“
    Wichtige ungeklärte Marktgrundlagen wie die Bereitstellung öffentlicher Finanzmittel im Personen- und der intermodalen Chancengleichheit im Güterverkehr erhöhen den Druck auf kostengünstige und innovative Problemlösungen weiter. „Dieses Klima gibt neuen Akteuren besonders gute Chancen, Marktsegmente für sich zu erschließen“, stellt Leenen fest.

    Die Marktstudie „Der deutsche Bahnmarkt – Fakten, Akteure, Zahlen, Trends“ ist ab sofort in deutscher und ab April 2015 in englischer Sprache bei der SCI Verkehr GmbH (www.sci.de) erhältlich.

    Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH

    Datum:27.03.2015 - Uhrzeit: 09:20

    VRS: Region sichert langfristig den S-Bahn-Fahrplan

    Verband Region Stuttgart schließt Rahmenvertrag mit DB Netz AG über die Schienenwegkapazitäten für den S-Bahn-Verkehr
    Der Verband Region Stuttgart hat die Schienenwegkapazitäten für die S-Bahn bis Ende 2025 vertraglich vereinbart. Das hat Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler am 26. März 2015 bekanntgegeben. Mit der DB Netz AG sei ein Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren geschlossen worden. „Damit sichern wir den S-Bahn-Fahrplan mit einer Toleranz von fünf Minuten auch über die Fertigstellung von Stuttgart 21 hinaus“, so Dr. Wurmthaler. Positiver Effekt sei, dass der Inhaber eines Rahmenvertrags für seine Züge auf alle Fälle eine Trasse von der DB Netz AG zugewiesen bekommt. „Das ist ein Riesenvorteil, besonders dann, wenn weitere Züge um ein und dieselbe Trasse konkurrieren“, unterstreicht Dr. Wurmthaler.
    Der Abschluss des Rahmenvertrags erfolgte in enger Kooperation mit der DB Regio AG. Sie kann, wie bisher praktiziert, einen Rahmenvertrag lediglich über fünf Jahre abschließen. Der Verband Region Stuttgart kann als Aufgabenträger für die S-Bahn dagegen eine Vertragslaufzeit von zehn Jahren vereinbaren. Über die DB Regio AG werden auch weiterhin jährlich die für den S-Bahn-Verkehr benötigten Trassen bestellt. „Wir haben nun langfristige Planungssicherheit, aber auch die Flexibilität weitere S-Bahn-Verkehre außerhalb des Rahmenvertrags aufs Gleis zu schicken“, so Dr. Wurmthaler. Damit sei ein Beschluss des Verkehrsausschusses vom Mai 2014 umgesetzt.

    Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

    Datum:26.03.2015 - Uhrzeit: 08:25

    DB Regio und CFL fahren in Traktion zwischen Trier und Koblenz

    Eine neue Ära im Schienenpersonennahverkehr hat begonnen – doppelstöckige und einstöckige Züge fahren aneinandergekoppelt

    Bereits im Dezember 2014 erteilte das Eisenbahn-Bundesamt die Zulassung für die Mischtraktion des einstöckigen Niederflurtriebzugs FLIRT der DB Regio AG mit dem Doppelstocktriebzug KISS der Luxemburgischen Staatsbahn CFL. Nun ist es soweit, die beiden Triebzüge werden, nach einer erfolgreichen Testphase, seit dem 16. März 2015 im Fahrgastbetrieb eingesetzt. Aneinandergekoppelt fahren sie auf der Strecke Koblenz-Trier in Rheinland-Pfalz.

    Die Mischtraktion eines Doppelstocktriebzuges mit einem einstöckigen Triebzug ist erstmalig und einmalig.

    Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH, sagt: „Damit haben wir eine neue Ära im Schienenpersonennahverkehr eingeleitet. Erstmals werden Triebzüge unterschiedlichen Typs von zwei europäischen Staatsbahnen gemeinsam betrieben. Es freut mich, dass die Reisenden beider Länder mehr Komfort erleben dürfen und kein Umsteigen mehr erforderlich ist. Dieses Projekt zeigt eindrücklich, dass mit partnerschaftlicher Zusammenarbeit und innovativen Ideen Fahrzeughersteller und Verkehrsunternehmen gemeinsam ein grenzüberschreitendes, fahrgastfreundliches und wirtschaftliches Gesamtkonzept realisieren können.“

    Fünf Aufgabenträger aus vier Bundesländern (Rheinland Pfalz, Hessen, Baden Württemberg und Saarland) sind die Besteller der modernen und anspruchsvollen Verkehrsleistungen, wie sie jetzt auf dem „SÜWEX-Netz“ anzutreffen sind.

    Die Luxemburgische Staatsbahn CFL bestellte bei Stadler Pankow für den Betrieb in Luxemburg und grenzüberschreitend nach Deutschland acht dreiteilige elektrische Doppelstocktriebzüge des Typs KISS. Sie verfügen über je 284 Sitzplätze, darunter 29 in der 1. Klasse, sowie großzügige Mehrzweckbereiche.

    Die DB Regio AG hatte bei Stadler Pankow 28 fünfteilige elektrische Niedertriebzüge für den Einsatz in Rheinland-Pfalz bestellt. Dieser FLIRT der 3. Generation kann bis zu 160 km/h schnell fahren und zählt mit Erfüllung der Crashnorm EN15227 zu den sichersten Zügen seiner Klasse. Um den Fahrgästen komfortable Ruhezonen anzubieten, wurde in dem zentralen Mittelwagen auf Einstiegstüren verzichtet. Der FLIRT verfügt über 248 Sitzplätze in der 2. und 23 Sitzplätze in der 1. Wagenklasse.

    Quelle:/Fotos: Stadler Rail Group

    Datum:20.03.2015 - Uhrzeit: 13:25

    DB und Bombardier erzielen Vergleich über Streitigkeiten zu verschiedenen Fahrzeugprojekten

    Die Deutsche Bahn und Bombardier Transportation haben sich bei verschiedenen Fahrzeugprojekten auf einen aussergerichtlichen Vergleich verständigt. Beide Unternehmen konnten damit langjährige gerichtliche Streitigkeiten einvernehmlich beilegen.

    'Wir haben in den letzten Monaten intensiv an einer Lösung dieser extrem komplexen und schwierigen Situation gearbeitet und so für beide Seiten einen akzeptablen Vergleich erzielt", sagt Gerd Becht, Vorstand Compliance, Datenschutz, Recht und Konzernsicherheit der Deutschen Bahn. Die Vorwürfe, die beide Seiten vor den Gerichten geäussert haben, sind damit erledigt.

    Bei vom Vergleich umfassten Zugtypen handelt es sich um Fahrzeuge der S-Bahn Berlin, Regional- und S-Bahnzüge in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg sowie um den Talent 2.

    Lutz Bertling, Präsident von Bombardier Transportation betont: 'Seit Ubernahme der Leitung von Bombardier Transportation war es mir ein persönliches Anliegen, das Verhältnis zu unserem wichtigsten Kunden zu verbessern. Der Vergleich ist ein positives Signal für unsere zukünftige Zusammenarbeit."

    Die Deutsche Bahn und Bombardier sehen durch diesen Schritt die Geschäftsbeziehung auf eine neue Grundlage gestellt, die eine bessere Zusammenarbeit ermöglicht.

    Uber die Details des Vergleichs haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

    Quelle:/Fotos: DB Mobility Logistics AG

    Datum:20.03.2015 - Uhrzeit: 08:00

    Stadler baut für die Schwedische SJ die X2000-Flotte um


    Stadler Rail wird zusammen mit ABB den Upgrade der Hochgeschwindigkeitsflotte X2000 der Schwedischen Staatsbahn SJ vornehmen. Diese Züge gehören seit ihrer Einführung vor 25 Jahren zu den komfortabelsten Zügen der Welt. Stadler Rail hat mit ABB einen Zusammenarbeits-Vertrag unterzeichnet. 36 Züge der X2000-Flotte erhalten eine neue elektrische Ausrüstung von ABB. Stadler Rail übernimmt die Montage-Arbeiten. Der Stadler-Anteil hat ein Volumen von rund CHF 24 Mio., wird an einem Standort in Schweden ausgeführt und schafft neue Arbeitsplätze.

    Jürg Gygax, Exekutive Vice President Service bei Stadler Rail, freut sich sehr über diesen Auftrag: „Wir sind sehr stolz darauf, diesen tollen Zug modernisieren zu dürfen. Der Auftrag stellt für unser Service-Geschäft einen sehr wichtigen Meilenstein dar.“ Im Geschäftsfeld Service ist Stadler Rail neben Schweden in Ungarn, Algerien, Österreich, Italien, Polen, Norwegen, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden tätig.

    Der Hochgeschwindigkeitszug X2000 wurde Ende der 1980er-Jahre von ASEA (einer der Vorgängerfirmen der ABB) gebaut. Er weist ein hohes Mass an Komfort, Bewegungsfreiheit und Service auf, unter anderem auch wegen der im Vergleich zu Kontinentaleuropa deutlich breiteren Wagenkasten. Die Fahrzeuge wurden zuerst auf der Strecke Stockholm – Göteborg eingesetzt, später auch auf diversen weiteren Strecken.

    Standort in Schweden

    36 dieser Züge, die etwa die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht haben, werden nun einem Upgrade unterzogen. Die Kompositionen bestehen aus einem Triebkopf, vier Wagen und je einem Bistro- und Steuerwagen. Sie erhalten neue technische Komponenten wie Stromrichter, Trafos, Konverter oder Transformer und neue Führerstände. Diese Ausrüstung wird von ABB geliefert.

    Stadler Rail übernimmt an einem neuen Standort in Schweden die Demontage der bestehenden Komponenten, die Montage der neuen Ausrüstung und die statische Inbetriebsetzung der Züge. Mit diesem Upgrade kann die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Züge nochmals deutlich gesteigert werden. Die X2000 erhalten unter anderem auch ein neues Fahrgastinformationssystem und werden wesentlich weniger Energie verbrauchen. In einer zweiten Phase plant die SJ ein Refurbishment des Interieurs, für welche es noch eine separate Ausschreibung geben wird.

    Mit dieser Zusammenarbeit zwischen ABB und Stadler Rail wird eine sehr lange und bewährte Partnerschaft weiter ausgebaut. Viele der von Stadler Rail gebauten Neufahrzeuge erhalten jeweils elektrische Ausrüstung von ABB. Stadler Rail wird in Schweden rund 50 – 60 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Evaluation eines geeigneten Mietobjektes ist bereits im Gange.

    Wachsendes Geschäftsfeld Service

    In den wachsenden Geschäftsfeldern der Serviceleistungen möchte sich Stadler Rail verstärkt engagieren. Neben Umbauarbeiten wie am X2000 gehören dazu die langfristigen Service- und Instandhaltungs-Verträge für verschiedene Flotten in der Schweiz, Deutschland, Ungarn, Algerien, Österreich, Norwegen, Italien, Polen, Schweden und den Niederlanden, teilweise bereits seit vielen Jahren. An allen bisherigen Standorten erreicht das Unternehmen höchste Verfügbarkeitswerte. Spitzenreiter ist die Westbahnflotte in Linz, die eine Verfügbarkeit von 99,7% erreicht. Stadler bietet ein breites Spektrum von kleineren Servicearbeiten der mobilen Equipen an Subsystemen sowie Fahrzeugen bis zu umfangreichen Reparaturen von schwer beschädigten Unfallfahrzeugen an. Dabei kann auf dem langjährigen firmeninternen Know-how in diesen Dienstleistungen aufgebaut werden.

    Quelle:/Fotos: Stadler Rail

    Datum:19.03.2015 - Uhrzeit: 08:50

    Der aktuelle Stand beim Bender

    4 x 420 von 145 019 aus Offenbach nach Opladen/Bender am 16.03.2015 überstellt: (vorn am Tor) 420 280/420 780, 420 356/420 856, 420 286/420 786, 420 266/420 766 (hinten)

    Am Montag 09.03.2015 wurden nach Opladen überstellt (in der Reihenfolge) - vom Tor aus gesehen
    155 267-8, 155 202-5, 155 266-0, 155 214-0 (Latz), 155 154-8, 155 264-5, 155 140-7
    155 267-8 ++ 16.03.2015
    155 202-5 ++ 17.03.2015
    155 266-0 ++ 18.03.2015


    Zerlegung der 155 266 am 18.03.2015


    155 214 wartet am 18.03.2014 auf die Zerlegung

    4 x 420er aus Darmstadt nach Opladen/Bender am 02.03.2015 überstellt: 420 324 (vorn), 420 282, 420 338, 420 384
    420 834 ++ 10.03.2015
    421 384 ++ 10.03.2015
    420 384 ++ 09./10.03.2015

    420 338 ++ 09.03.2015
    421 338 ++ 09.03.2015
    420 838 ++ 07./09.03.2015

    420 782 ++ 06.03.2015
    421 282 ++ 05./06.03.2015
    420 282 ++ 05./06.03.2015


    Zerlegung des 420 782 am 06. März 2015


    420 824 ++ 04./05.03.2015
    421 324 ++ 04./05.03.2015
    420 324 ++ 04.03.2015

    4 x 420 aus Darmstadt am 23.02.2015 überstellt: 420 350 (am Tor) + 420 285 + 420 385 + 420 377
    420 350 ++ 25.02.2015
    421 350 ++ 25.02.2015
    420 850 ++ 25.02.2015

    420 285-9 ++ 25/26.02.2015
    421 285-8 ++ 26.02.2015
    420 785-8 ++ 26.02.2015

    420 385-7 ++ 26.02.2015
    421 385-6 ++ 26.02.2015
    420 885-6 ++ 26./27.02.2015

    420 377-4 ++ 27.02.2015
    421 377-3 ++ 27.02.2015
    420 877-3 ++ 27.02.2015

    420 317-0 ++ 20.02.2015
    421 317-9 ++ 20.02.2015 (ehemaliger 421 379)
    420 817-9 ++ 20./21.02.2015
    420 788-2 ++ 21.02.2015
    421 288-2 ++ 21.02.2015
    420 288-3 ++ 21.02.2015
    420 833-6 ++ 23.02.2015
    421 333-6 ++ 23.02.2015
    420 333-7 ++ 23.02.2015
    420 792-4 ++ 24.02.2015
    421 292-4 ++ 24.02.2015
    420 292-5 ++ 24.02.2015


    Ein Berg von 420er-Resten, 08.02.2015


    Quelle:/Fotos: Markus Tigges

    Datum:18.03.2015 - Uhrzeit: 09:10

    Neues Elektronisches Stellwerk (ESTW) für den Frankfurter S-Bahn-Tunnel

    Deutsche Bahn investiert über 95 Millionen Euro bis 2018
    Modernste Signal- und Sicherungstechnik für eine der meistbefahrenen Strecken Deutschlands

    Die Deutsche Bahn baut in Frankfurt als Ersatz für das noch aus dem Jahr 1978 stammende Relaisstellwerk für die Tunnelstammstrecke der S-Bahn Rhein-Main ein neues Elektronisches Stellwerk (ESTW). Mit der dazu notwendigen Erneuerung der gesamten Leit- und Sicherungstechnik im Tunnel wurde bereits begonnen. Bis 2018 investiert die Bahn hier über 95 Millionen Euro in komplett neue Signaltechnik.

    Die über 6 Kilometer lange Tunnelstrecke zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Frankfurt-Lokalbahnhof beziehungsweise Frankfurt-Mühlberg mit ihren sieben Stationen wird von 8 S-Bahnlinien durchfahren. Stündlich verkehren in jeder Richtung 24 S-Bahnen mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 Kilometer pro Stunde.

    Die hohe Zugdichte bringt das vorhandene Stellwerk an die Kapazitätsgrenze. Es wird daher zur Beibehaltung der aktuellen Betriebsqualität durch ein neues, elektronisches Stellwerk ersetzt. Dies bedeutet den Austausch der kompletten Sicherungstechnik im Tunnel. Dazu müssen 160 Kilometer Kabel neu verlegt, 154 Signal erneuert und hunderte von Achszählern und Prüfeinrichtungen zur Geschwindigkeitsüberwachung der Züge ausgetauscht werden. Aufgrund der Platzverhältnisse im Tunnel werden bauliche Sonderlösungen für die Signalbe-festigungen und Zugsicherungsanlagen erforderlich.

    Wegen der beengten Verhältnisse stehen direkt am jeweiligen Baufeld keine Abstellflächen zur Verfügung. Dies bedeutet, dass die erforderliche Bedienung der Baustelle ausschließlich in den Nachtstunden über die S-Bahn-Gleise erfolgen kann. Hierdurch entsteht Nacht für Nacht ein hoher Aufwand für die notwendigen Sperrungen der Gleise für den Personenverkehr und die tägliche Wiederherstellung der Verkehrssicherheit vor der morgendlichen Betriebsaufnahme.

    Die Baustelle im S-Bahn-Tunnel ist eine logistische Herausforderung, die technisch professionell vorbereitet und umgesetzt wird. Dazu gehört auch die bautechnisch erforderliche Totalsperrung der Tunnelstrecke in den hessischen Sommerferien ab dem 25. Juli 2015. Die Zeit der Sommerferien wurde hierzu bewusst gewählt, da in dieser Zeit der Schülerverkehr nicht betroffen und darüber hinaus wegen der allgemeinen Urlaubszeit mit bis zu 20 Prozent weniger Fahrgästen zu rechnen ist.

    Quelle:/Fotos: DB AG

    Datum:17.03.2015 - Uhrzeit: 08:20

    Erste SRI-145 umlackiert

    Nun ist auch die erste SRI-145 im neuen Lack unterwegs. Am 16.03.2015 fuhr die 145 087 von SRI Rail Invest in neuer Lackierung durch Gleis 9 in Göttingen





    Quelle:/Fotos: Albert Winkens

    Datum:16.03.2015 - Uhrzeit: 10:31

    Ungewöhnlicher Gast in München (2)

    Eine weitere nicht alltägliche Sichtung aus München: Die 189 212 hat im Bw München eine neue Software erhalten. Die Lok war am 11. März im Bw München Hbf abgestellt (alle vier: Helmuth van Lier):





    Von dort ist sie Richtung Augsburg - Stuttgart abgefahren. Warum die Fahrt von Laim über den Ostbahnhof, Freimann, Rbf. Nord und Olching ging, wusste niemand. Das Bild entstand am 12. März am Heimeranplatz in München. (Klaus Heinemann)



    Quelle:/Fotos: Helmuth van Lier/Klaus Heinemann

    Datum:16.03.2015 - Uhrzeit: 10:31

    Ungewöhnlicher Gast in München

    Gleichstromloks sind schon aufgrund der Tatsache, dass sie im Stromnetz der DB AG nicht fahren können eher ein seltener Gast in Deutschland. Am 6. März konnte aber die E483 005, vermutlich auf dem Weg zum Hersteller oder vom Hersteller zurück, in München Ost Rbf zusammen mit der Lokomotion 139 260 und der Alpha Trains 185 527 abgestellt fotografiert werden.




    Quelle:/Fotos: Harry Müller

    Datum:13.03.2015 - Uhrzeit: 08:50

    Die zweite "D'r Zoch kütt"-Lok


    Seit kurzem ist die zweite Lok mit Werbung "D'r Zoch kütt" im Einsatz, Am 4. März 2015 fuhr die 101 062 mit RE 2021 aus Nürnberg in München Hbf ein.

    Quelle:/Fotos: Klaus Heinemann

    Datum:10.03.2015 - Uhrzeit: 09:06

    Cityjet beendet Tests bei Railtec Arsenal

    Nach rund zwei Monaten Aufenthalt ist ein für die ÖBB bestimmter Cityjet am letzten Freitag (06.03.2015) aus dem Klima- Windkanal der Railtec Arsenal ausgetreten um für die noch ausstehenden Komplettierungsarbeiten wieder nach Deutschland überstellt zu werden. Nachdem der zweite Übergangswagen erst am Floridsdorfer Frachtenbahnhof beigegeben worden ist, war die freie Triebwagenfront höchst erfreulich.





    Quelle:/Fotos: Raimund Whynal, Bahnnews-Austria

    Datum:10.03.2015 - Uhrzeit: 09:05

    Hyperion

    Der rumänische Prototyp "Hyperion" für einen leichten Schnelltriebwagen als Städteverbindung trägt nun eine neue Lackierung. Der Erbauer ist Softronic, die Nachfolgerin vom bekannten Electroputere. Die Aufnahmen stammen vom letzten Samstag auf der Strecke Ploiesti - Predeal



    Zum Vergleich Aufnahmen vom letzten Sommer aus dem Raum Bukarest als der Zug Probefahrten mit ursprünglicher Farbgebung absolvierte.




    Quelle:/Fotos: Mircea Dorobantzu

    Datum:09.03.2015 - Uhrzeit: 10:00

    SCI Global Rail Index 1/2015

    Internationale Bahnbranche verspürt kurzfristige Erholung - die Aussichten auf 2015 sind aber getrübt

    Die Stimmung führender Unternehmen der weltweiten Bahnbranche, welche durch den SCI Global Rail Index erfasst wird, hat sich zu Beginn des Jahres 2015 leicht verbessert. Dies liegt vor allem an der gestiegenen Zufriedenheit mit der derzeitigen Geschäftslage und einer Stabilisierung der Nachfrage. Mehrere große Aufträge wie die vorläufige Vergabe von 82 Doppelstocktriebzügen für den Rhein-Ruhr-Express an Siemens, 37 Alstomfahrzeuge für die Verkehrsbetriebe Paris und 156 Metrowagen von CNR Changchun für die Stadt Lanzhou heben die Stimmung zu Jahresbeginn. Ob sich dieser Optimismus fortsetzt ist allerdings fraglich. Die Aussichten auf das kommende Halbjahr sind deutlich getrübt. Die internationale Bahnbranche erwartet 2015 ein schwieriges Jahr.




    Die aktuelle Geschäftslage wird als etwas besser eingeschätzt als im vorherigen Quartal. Auffallend gut ist, dass nur 6% der Unternehmen ihre Geschäftslage als unbefriedigend ansehen. Grund sind gute Abschlüsse zu Jahresbeginn wie zum Beispiel Siemens Zuglieferungen für den Rhein-Ruhr-Express und eine stabile Auftragslage in China. Insgesamt entwickeln sich die wichtigen europäischen Märkte stark, dank Infrastrukturoffensiven und Fahrzeugbestellungen. Auch der US-Markt entwickelt sich gut. Einzig Russland leidet unter der schwächelnden Wirtschaft und dem Ukraine-Konflikt.



    Die Nachfrage nach Produkten und Leistungen hat sich leicht verbessert, verbleibt aber auf niedrigem Niveau. Auch der aktuelle Auftragsbestand hat sich entsprechend leicht verbessert. Dabei halbierte sich die Anzahl an Unternehmen, die ihre Auftragslage als zu niedrig einschätzen. Allerdings unterscheidet sich die Lage je nach Region deutlich. Die geopolitischen Konflikte in Nahost und Osteuropa führen zu einer geringeren Nachfrage und Unsicherheit über die künftige Entwicklung.



    Die Aussicht auf das erste Halbjahr 2015 ist getrübt. Die Zukunftserwartungen sind so niedrig wie seit 1,5 Jahren nicht mehr. Die Gesamtbranchenaussicht bleibt schwach positiv. Der gestiegene Anteil an ungünstigen Bewertungen durch die befragten Topmanager basiert auf verschiedenen Verunsicherungen an Markt: Der Merger von CNR und CSR in China lähmt den wichtigsten Einzelmarkt, die Signale des europäischen Marktes sind uneinheitlich und ein Ende der Wirtschaftskrise in Russland ist nicht absehbar. Die differenzierte Marktentwicklung zeigt sich auch am geschätzten Personalbedarf der nächsten 6 Monate: 22% der Unternehmen wollen mehr Mitarbeiter einstellen, wohingegen 25% ihre Mitarbeiteranzahl reduzieren möchten. Immerhin 72% der Unternehmen erwarten eine stabile Preisentwicklung in den nächsten 6 Monaten.



    Das Investitionsniveau steigt nur leicht im Vergleich zum Vorjahr. Selbst niedrigste Zinsen setzen nur einen geringen Anreiz. Entsprechend sehen die wenigsten Unternehmen nachhaltig steigende Investitionen im vergangenen Jahr, während die Anzahl der Unternehmen, die geringere Investitionen als im Vorjahr tätigen, so groß ist wie in den letzten 5 Jahren nicht mehr.

    Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH

    Datum:06.03.2015 - Uhrzeit: 09:00

    Vergabeverfahren Autozug Sylt: Eilantrag von RDC Deutschland abgelehnt

    Am 05.03.2015 hat das Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag der RDC Deutschland GmbH (RDC D) abgelehnt. RDC D hatte in der vergangenen Woche beim Verwaltungsgericht Köln Klage dagegen eingereicht, dass die Bundesnetzagentur (BNetzA) im Vergabeverfahren für den Autozug der DB Netz AG vorgegeben hatte, dass Rahmenverträge für die Strecke Niebüll-Westerland (Sylt) nur für zwei Kapazitäten pro Stunde und Richtung gesichert werden sollen.

    Nun entschied das Verwaltungsgericht Köln, den Eilantrag nicht zuzulassen, weil der Bescheid der Bundesnetzagentur nicht offensichtlich rechtswidrig sei, vielmehr gebe Hinweise, dass er nicht zu beanstanden sei.

    „Wir sind enttäuscht über diese Entscheidung“, sagt Hans Leister, bei RDC für den Personenverkehr in Europa zuständig. „Das Verfahren ist jetzt genau da, wo es letzte Woche bereits war: DB Netz ist von der BNetzA angewiesen, nur zwei von vier Fahrtmöglichkeiten pro Stunde und Richtung, also 50% der Streckenkapazität, als Rahmenvertrag an die Nah.sh, an DB Fernverkehr für den Intercity und an RDC Deutschland zu vergeben. DB Autozug erhält keine Rahmenverträge.“

    Die DB Netz AG hatte ursprünglich beabsichtigt, weit mehr als 75 Prozent der Streckenkapazitäten in Rahmenverträgen zu vergeben. Um die Versorgung der Insel Sylt zu verbessern, hatte allein RDC D Anträge auf Rahmenverträge für bis zu zwei Kapazitäten pro Stunde und Richtung gestellt. Gleichzeitig hatte RDC D einen Konsensfahrplan vorgestellt, der sowohl den Personennah- wie den Personenfernverkehr als auch den Autozug berücksichtigt und von einer Vergabe von drei Kapazitäten pro Stunde und Richtung an die beteiligten Eisenbahnunternehmen beziehungsweise den Besteller von Nahverkehrsleistungen in Schleswig-Holstein ermöglicht.

    „Eine solche Einigung ist nun kaum mher mehr möglich“, sagt Carsten Carstensen, Geschäftsführer von RDC D dazu. „Zwar stellt das Gericht fest, die Entscheidung habe keine unmittelbaren Auswirkungen darauf, in welchem Umfang und mit welcher Häufigkeit künftig Züge von Niebüll nach Westerland verkehren. Aber da zwei von vier Trassen nun jährlich neu vergeben werden müssen, wird jährlich erst im August oder September klar sein, wie der Fahrplan für das jeweilige Folgejahr aussehen wird.“

    „Jetzt bleibt abzuwarten, wie DB Netz nach der EIBV die zwei Fahrmöglichkeiten für Rahmenverträge auf Nah.sh, Intercity und RDC Deutschland verteilt. Sicher ist, dass wir ausreichend viele Trassen für den Betrieb des Autozugs Sylt erhalten werden. Wir planen zum Fahrplanwechsel zu starten und setzen die Vorbereitungen fort“, stellt Hans Leister klar. „Wir prüfen auch, ob wir Beschwerde gegen den Beschluss einlegen werden.“

    Gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde eingelegt werden, über die dann das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen entscheiden müsste.

    Quelle:/Fotos: RDC Deutschland

    Datum:03.03.2015 - Uhrzeit: 09:20

    Neuer Schrottlokzug aus Rostock

    In Rostock wurde der nächste Schrott-Zug mit 155er zusammengestellt, die wohl auch zum Bender gehen sollen. Es handelt sich um 155 214, 154, 264, 266, 140, 267, 202.
    Quelle:/Fotos: Marko Obermair

    Datum:02.03.2015 - Uhrzeit: 09:00

    Vergabeverfahren Autozug Sylt: RDC Deutschland ficht Bescheid der Bundesnetzagentur an

    Konsensfahrplan nach wie vor möglich / Gerichtsstreitigkeiten wären schlechteste Lösung

    Im laufenden Vergabeverfahren um den Autozug zwischen Niebüll und Westerland (Sylt) sucht die RDC Deutschland GmbH (RDC D) weiter nach einer für alle am Eisenbahnverkehr von und zu der Insel sinnvollen Lösung und stellt einen möglichen Konsensfahrplan vor. „Mit der Veröffentlichung dieses Vorschlags, möchte wir die Transparenz des weiteren Verfahrens für alle Beteiligten und insbesondere für die Öffentlichkeit sicherzustellen“, sagt Hans Leister, bei RDC für den Personenverkehr in Europa zuständig, dazu. „Es handelt sich dabei um eine Lösung, die auf Basis von drei Rahmenvertragskapazitäten je Stunde und Richtung umsetzbar wäre.“
    Gleichzeitig hat RDC D hat sich dazu entschlossen, gegen den Bescheid der Bundesnetzagentur (BNetzA) aus der vergangenen Woche beim Verwaltungsgericht Köln zu klagen. Am 20.02.2015 hatte die Bundesnetzagentur der DB Netz AG die geplanten Rahmenvertragsabschlüsse für der Strecke Niebüll-Westerland untersagt und ein neues Entscheidungsverfahren angeordnet, dass bis zum 04.03.2015 läuft. Als Grund hatte die BNetzA angegeben, die DB Netz AG habe bei ihrem Vergabevorschlag insgesamt mehr Rahmenvertragskapazitäten mit den beteiligten Verkehrsunternehmen abschließen wollen, als es die gesetzlichen Regelungen der Eisenbahninfrastruktur-Benutzungsverordnung (EIBV) zulassen.
    Der Einspruch von RDC D richtet sich nun in erster Linie gegen die Maßgabe, dass nur zwei Kapazitäten pro Stunde und Richtung per Rahmenvertrag gesichert werden sollen. „Das entspricht nicht der Eisenbahninfrastruktur-Benutzungsverordnung, die vorgibt, dass 75% der Kapazität einer Strecke ohne weiteres mit Rahmenverträgen belegt werden können, im Einzelfall auch darüber hinaus. Das würde bei vier betrieblich möglichen Fahrmöglichkeiten je Stunde und Richtung zwischen Niebüll und Westerland(Sylt) die rahmenvertragliche Sicherung von drei Kapazitäten je Stunde und Richtung bedeuten, sagt Leister dazu. „Mit der Maßgabe der Vergabe von Rahmenverträgen für nur zwei Kapazitäten pro Stunde, also nur 50 Prozent, beschränkt die Bundesnetzagentur aus Sicht von RDC D in unzulässiger Weise die Vergabe von Rahmenverträgen. Dagegen haben wir uns nun gewandt.“
    Jetzt gibt es vom Verwaltungsgericht Köln eine erste Reaktion dazu: Die Bundesnetzagentur wurde gebeten, mitzuteilen, dass sie den oben genannten bis zu einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln über den Antrag von RDC D nicht vollziehen wird, und zum Sachverhalt Stellung zu nehmen. Wie das Verwaltungsgericht am Ende entscheiden wird, bleibt abzuwarten.
    Aus unserer Sicht ist der Gerichtssaal ist der schlechteste Ort, um einen vernünftigen Fahrplan abzustimmen“, sagt dazu Carsten Carstensen, Geschäftsführer bei RDC Deutschland. Er plädiert dafür, ungeachtet des gesetzlichen Verfahrens weiter an dem bereits abgestimmten Fahrplan zu arbeiten.
    „Wir werden unser Recht auf den diskriminierungsfreien Trassenzugang nicht aufgeben“, sagt Hans Leister. „Die Bahnreform gilt in ganz Deutschland, jeder muss sich dem Wettbewerb stellen, auch der DB Sylt-Shuttle. Es ist Zeit, sich umfassend über die Modernisierung und des Ausbau der Strecke Niebüll-Westerland Gedanken zu machen. Dazu muss sich vor allem die Einstellung ändern „wir lassen am besten alles, wie es ist“.“ RDC D appelliert in diesem Zusammenhang an das Land Schleswig-Holstein und DB Netz AG, in letzter Minute noch zu versuchen, einen den Interessen der Fahrgäste entsprechenden Fahrplan durch Rahmenverträge zu sichern. „Falls es zu der jetzt von der Bundesnetzagentur vorgeschriebenen Sicherung von nur zwei Trassen je Stunde und Richtung kommt, sind Konsenslösungen zwar schwieriger, aber auch nicht völlig ausgeschlossen. Auch dazu wird RDC Deutschland beitragen“, stellt Hans Leister weiter klar.

    Quelle:/Fotos: RDC Deutschland
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