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News-Rubrik: News-Archiv Oktober 2013

Datum:31.10.2013 - Uhrzeit: 09:21

E94 052 kommt in die Lokwelt

Nach einer Meldung der Internetseite der Lokwelt Freilassing soll die E94 052 heute Mittag gegen 12 bis 14 Uhr in der Lokwelt eintreffen. Die E 94 052 wurde vom Verein "Freunde des historischen Lokschuppens 1905 Freilassing e.V." gekauft und ist damit in dessen Besitz und Eigentum. Sie wird jetzt erst mal in der Werkstatt in der Lokwelt hergerichtet. Die spätere Aufstellung ist indessen noch nicht ganz geklärt.
Quelle:/Fotos: lokschuppen.org

Datum:31.10.2013 - Uhrzeit: 08:42

Bender Update

Die erste Lok ist bereits Geschichte:
143 878 ++ 29.10.2013


Ganz am Ende der Reihe wartet 155 053


Die Lauffähigkeitsbescheinigung der 155 053


Quelle:/Fotos: Markus Tigges

Datum:30.10.2013 - Uhrzeit: 09:11

Eine Beklebungsvariante verschwindet

Mit der Rückkehr der 152 105 aus dem Werk Dessau hat sich die Zahl der Elektroloks mit Railion-Logo nun auf nur noch sieben Loks reduziert:
145 012 und 014
151 096
152 075||, 090, 100, 103
Alle Loks haben im Dezember Fristablauf, so dass diese Beklebungsvariante spätestens zum Jahreswechsel Geschichte sein wird.


Das Bild der 152 103 entstand am 12. November 2011 in Hannover. (Benjamnin Henneicke)


Quelle:/Fotos: Lok-Vogel Redaktion

Datum:30.10.2013 - Uhrzeit: 09:11

Zwei weitere 110 auf dem Weg zum Schrott

110 457 und 110 432 wurden heute mit einem Güterzug von Köln-Gremberg nach Köln-Kalk überführt und werden wohl in den nächsten Tagen zu einem der bekannten Schrotthändler in der Region überführt
Quelle:/Fotos: Gilbert Coletti

Datum:29.10.2013 - Uhrzeit: 08:15

17 Bender-Neuzugänge...

Am Vormittag des 28.10.2013 trafen gegen 11 Uhr die 17 (!) Neuzugänge beim Bender ein. Es handelt sich dabei um die am 23.10.2013 von Grießheim nach Köln-Kalk Nord überstellten 111 195, 143 133, 968, 878 und 971 sowie die als 62001 von WRS ebenfalls nach Köln-Kalk Nord am 24.10.2013 zugeführten 155 098-7 + 034-2 + 129-0 + 241-3 + 208-2 + 231-4 + 014-4 + 216-5 + 053-2 + 018-5 + 256-1 + 215-7. Hier die Bilder dazu:


5 x 155 stehen auf dem Gelände und 7 x 155 außerhalb, angeführt von 155 129 vor dem Tor.


Die 111 195 steht genau zwischen dem 143- und 155er Teil.


Bei der 143 878 wurde umgehend mit der Zerlegung begonnen.


Quelle:/Fotos: Markus Tigges

Datum:29.10.2013 - Uhrzeit: 08:14

VRR und Abellio: RB 47 wird zu S 7

- Vorstellung des neuen S-Bahn-Betriebskonzepts und Qualitätsverbesserungen durch hochmoderne Züge
- Information zum Schienenersatzverkehr aufgrund der Sanierung der Müngstener Brücke
Am 28. Oktober 2013 Vormittag haben der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Abellio über die bevorstehende Betriebsaufnahme der derzeitigen RB 47 „Der Müngstener“ zwischen Wuppertal – Remscheid – Solingen informiert. Mit der Betriebsaufnahme durch Abellio am Sonntag, den 15. Dezember 2013, wird die Linie als neue „S 7“ verkehren und den Fahrgästen im bergischen Städtedreieck einen komfortablen S-Bahn-Takt sowie mehrmals täglich Weiterfahrten in die Landeshauptstadt Düsseldorf anbieten. Zu den wesentlichen Qualitätsmerkmalen der S 7 zählen:
- Einsatz von spurtstarken, klimatisierten Dieseltriebzügen mit einem Fahrzeugeinstieg auf Bahnsteighöhe für einen schnellen und barrierefreien Fahrgastwechsel.
· Geringfügig geänderte Abfahrtzeiten und attraktive, bahnsteiggleiche Anschlüsse der neuen S 7 im S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr, z.B. in Solingen Hbf zur S 1 nach Düsseldorf oder in Wuppertal Hbf zur S 9 nach Essen.
· Ein attraktiver 20-Minuten-Takt montags bis freitags, der in der Hauptverkehrszeit abschnittsweise zu einem 10-Minuten-Takt verdichtet wird.
· 30-Minuten-Takt abends und am Wochenende.
· Nachtverkehr im 60-Minuten-Takt, am Wochenende bis nach 2 Uhr.
· Einsatz von Doppeltraktionen zwischen Solingen Hbf und Remscheid Hbf zu besonders nachgefragten Zeiten.
Die Anbindung an die Landeshauptstadt Düsseldorf wird durch die S 7 ebenfalls verbessert. Künftig werden morgens zwei Fahrten von Remscheid nach Düsseldorf und nachmittags in der Gegenrichtung angeboten.

„Als Besteller von Nahverkehrsleistungen sind wir bestrebt, eine qualitativ hochwertige öffentliche Mobilität in unserer Region zu garantieren. Mit der Abellio hat sich ein Betreiber im Wettbewerbsverfahren durchgesetzt, der uns aus seinen Bestandsverkehren als zuverlässiger Partner bekannt ist und dort sehr gute Noten bei unseren Qualitätsvorgaben erzielt,“ kommentiert VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann.

Aufgrund der Sanierung der Müngstener Brücke wird Abellio ab dem 15. Dezember 2013 einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einrichten, der voraussichtlich bis zum 27. Juni 2014 andauern wird. Für die Fahrgäste im Bergischen Land bedeutet dies weiterhin einen Umstieg vom Zug in den Bus sowie eine Fahrzeitverlängerung von rund 20 Minuten.

„Die Betriebsaufnahme der neuen S 7 erfolgt durch die Brückensperrung unter erschwerten Bedingungen. Nicht nur für uns, sondern vor allem für die Fahrgäste, die weiterhin auf den bekannten Schienenersatzverkehr zwischen Solingen Mitte und Remscheid Hbf ausweichen müssen. Auch wenn wir unseren Fahrgästen diese Unannehmlichkeiten nicht ersparen können, möchten wir Ihnen diese Zeit wenigstens so angenehm wie möglich gestalten und haben uns schon zahlreiche Fahrgastaktionen ausgedacht, wie wir sie auch in unseren Bestandsverkehren bei Baustellen durchführen“, so Ronald R. F. Lünser, Geschäftsführer Abellio Rail NRW.

Erhöhten Reisekomfort und zuverlässige Fahrten versprechen die fabrikneuen Dieseltriebzüge ALSTOM CORADIA Lint 41, von denen Abellio neun Stück auf der Strecke des Müngsteners einsetzen wird. Bei der Beschaffung der Züge ist zum ersten Mal das VRR-Finanzierungsmodell zum Einsatz gekommen, bei dem Abellio die Züge zwar beschafft, sie jedoch an den VRR weiterveräußert. Dieser übernimmt die Finanzierung der Fahrzeuge und verpachtet sie während der gesamten Betriebslaufzeit an Abellio zurück.

Die Züge befinden sich derzeit im Zulassungsverfahren durch das Eisenbahnbundesamt (EBA). „Aktuell gehen wir davon aus, dass die Züge pünktlich zur Betriebsaufnahme eine Zulassung erhalten werden und ab dem ersten Tag einsatzfähig sind. Erfahrungsgemäß muss man aber sagen, dass es sich hierbei um ein sehr komplexes Verfahren handelt, bei dem Verzögerungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können“, so Lünser. „Für den Fall, dass die Züge entgegen unserer Erwartungen nicht bis zur Betriebsaufnahme zugelassen sein sollten, haben wir ein Ersatzkonzept erarbeitet, das den meisten Fahrgästen ebenfalls moderne, klimatisierte Dieseltriebzüge bietet.“


Testfahrt des neuen ALSTOM CORADIA Lint 41/H


Quelle:/Fotos: Abellio GmbH/Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR

Datum:29.10.2013 - Uhrzeit: 08:14

Bombardier Kompetenzzentrum für Drehgestelle in Siegen feiert Richtfest

- Drehgestell-Kompetenzzentrum treibt Entwicklung der BOMBARDIER FLEXX-Drehgestelle voran
- Standort fördert Zusammenarbeit zwischen Kunden, Lieferanten und Wissenschaftlern

Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation hat am 28. Oktober 2013 mit dem feiern des Richtfests für das neue Kompetenzzentrum für Drehgestelle an seinem Standort Siegen einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung dieses Bauvorhabens erreicht. Ortliche Politiker und Stakeholder nahmen an der Feier ebenso teil wie Bart Vantorre, President der Business Unit Bogies von Bombardier Transportation. Auch Vertreter der Universitäten in Siegen und Aachen waren unter den Gästen. Die Vertreter von Bombardier dankten allen Beteiligten, die den Bau des Drehgestell-Technikzentrum ermöglich haben und würdigten die Fertigstellung des Rohbaus und die Errichtung des Daches für das neue Drehgestell-Kompetenzzentrum.

Paul Breuer, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, und Paul Wagener, Bürgermeister der Stadt Netphen waren sich einig: 'Das Technikzentrum für Drehgestelle von Bombardier ist ein aufregendes Projekt für unsere Region, das massgeblich zu deren wirtschaftlicher Entwicklung beiträgt. Wir haben uns von Anfang an zu diesem wichtigen Projekt bekannt und werden Bombardier im Hinblick auf Genehmigungen der örtlichen Behörden weiterhin bei der fristgerechten Fertigstellung unterstützen. Im Rahmen unserer regionalen Entwicklungstätigkeit haben wir bereits mit der Implementierung von Programmen begonnen, die die Region insbesondere für international agierende Unternehmen attraktiver machen und Arbeitsplätze schaffen sollen."

Prof. Dr. Peter Haring Bolivar, Prorektor der Universität Siegen, und Prof. Dr. Torsten Dellman, Leiter des Instituts für Schienenfahrzeuge an der RWTH Aachen, ergänzten: 'Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bombardier und den Universitäten Aachen und Siegen stellt eine perfekte Kombination aus angewandter Forschung, den Kapazitäten eines Prüfzentrums und der industriellen Anwendung dar. Dies wird uns in die Lage versetzen, Innovationen im Bereich der Drehgestelltechnik voranzutreiben und die Leistung der Drehgestelle vorab zu prüfen."

Das neue Kompetenzzentrum soll Mitte 2014 den Betrieb aufnehmen. An dem Standort werden die Fachingenieure von Bombardier die notwendigen Werkzeuge und Mittel zur Entwicklung und Prüfung des Bombardier FLEXX-Drehgestellportfolios vorfinden. Auf diese Weise sollen die Kundenanforderungen, insbesondere im Hinblick auf die strengen Zertifizierungs- und Zulassungsverfahren, noch besser erfüllt werden können.

Der Standort Siegen wird eine einzigartige Produktions- und Innovationszentrale darstellen. Er soll zukünftig den Hauptsitz der Business Unit Bogies, das neue Technikzentrum für Drehgestelle, den bereits bestehenden Endmontagebereich, das Radsatzzentrum sowie das Reparatur- und Instandsetzungszentrum umfassen.

Bart Vantorre, President der Business Unit Bogies bei Bombardier Transportation: 'Der Bau des Drehgestell-Technikzentrums schreitet schnell voran. Die örtlichen Behörden in Netphen und Siegen haben einen grossen Anteil daran, dass diese erhebliche Investition für Bombardier bislang ein voller Erfolg ist. Ich möchte auch den Universitäten Siegen und Aachen für die fruchtbare und offene Zusammenarbeit danken. Wir sind unseren Kunden verpflichtet und das neue Technikzentrum gibt uns die Mittel in die Hand, um die Anforderungen unserer Kunden jetzt und in Zukunft zu erfüllen." Darüber hinaus wird uns das Kompentenzzentrumin die Lage versetzen, noch mehr junge, talentierte Mitarbeiter und internationale Drehgestellspezialisten zu uns nach Siegen zu holen und die Zusammenarbeit mit allen unseren Partnern - Kunden, Zulieferern und der akademischen Welt - zu intensivieren."

Quelle:/Fotos: Bombardier Transportation

Datum:28.10.2013 - Uhrzeit: 09:38

143 868 auf dem Weg zum Schrotthändler

143 868 war auf dem Weg zum Schrotthändler in Magdeburg, als sie am 25. Oktober 2013 in Seddin fotografiert wurde

Quelle:/Fotos: W. Giebel

Datum:25.10.2013 - Uhrzeit: 09:54

Zwei Schrottlokzüge

In den letzten Tagen setzten sich zwei Züge mit diversen Schrottloks in Richtung Opladen in Bewegung: Am 23. Oktober überführte die 143 166 die 111 195 und 143 133, 878, 968 sowie 971 von Frankfurt nach Köln. Am 24. Oktober brachte dann die 140 169 die Lokomotiven 155 098, 034, 129, 241, 208, 231, 014, 216, 053, 018, 256 und 215 von Rostock-Seehafen nach Gremberg.
Quelle:/Fotos: DSO

Datum:22.10.2013 - Uhrzeit: 09:25

DB Regio: Werkstatt-Neubau in Nürnberg vollendet

Werkstatt-Neubau vollendet - DB Regio Franken investierte 66 Millionen Euro in Nürnberg
Im Nürnberger Ortsteil Gostenhof nahm DB Regio Franken heute nach insgesamt drei Jahren Bauzeit seine umfangreichen neuen Werksanlagen in Betrieb. Auf 130.000 Quadratmetern investierte die Bahn 66 Millionen Euro in eines der größten Bauvorhaben in Nürnberg. Rund ein Drittel der Investitionssumme sind Fördermittel des Freistaates Bayern. Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, Nürnbergs OB Dr. Ulrich Maly und Vertreter der Deutschen Bahn betonten die Bedeutung der Anlagen für den Regionalverkehr und für die Sicherung von hochwertigen Arbeitsplätzen in der Metropolregion Nürnberg.
Zunächst errichtete DB Regio Franken 2011 auf dem Gelände des ehemaligen Containerbahnhofs eine moderne Werkstatthalle mit Betriebs- und Sozialgebäude für die zentrale Instandhaltung der, im Großraum Nürnberg verkehrenden, neuen Elektrotriebzüge der S-Bahn Nürnberg. Im zweiten Bauabschnitt folgten nun die Werkstattbereiche für Ellok, Diesel-Triebwagen, Reisezugwagen, eine Waschhalle zur Unterflurreinigung der Züge sowie zur Graffitientfernung, eine Außenwaschanlage, eine Innenreinigungsanlage mit sechs Gleisen und eine weitere Halle mit integrierter Unterflur-Radsatz-Drehmaschine zur Reprofilierung der Räder. Norbert Klimt, Vorstand DB Regio: „Wir sind stolz auf die neuen Anlagen. Sie untermauern unsere Ziele: hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, Umweltvorreiter und moderner Verkehrsdienstleister in einem zu sein. Wir bedanken uns beim Freistaat Bayern für die Unterstützung und bei der Stadt Nürnberg für die gute Zusammenarbeit.“
Die neue Werkstatt trägt zur langfristigen Arbeitsplatzsicherung von ca. 200 Arbeitsplätzen in der Werkstatt selbst und nachgelagert nochmals über 700 Arbeitsplätzen bei DB Regio Franken im Betriebsbereich, wie Lokführer, Kundenbetreuer, Ortsdienst und Verwaltung am Standort Nürnberg bei. In den neuen Anlagen werden 41 Diesel-, 64 Elektrotriebzüge, 50 Lokomotiven und ca. 150 Reisezugwagen rund um die Uhr gewartet und instandgehalten.

Sonnenenergie, Schallschutz und Wärmerückgewinnung
Mit der Fertigstellung der gesamten Anlage können die beiden bisherigen Werkstatt Standorte Gostenhof (Instandhaltung von elektrischen Lokomotiven sowie Verbrennungstriebzügen) und Dürrenhof (Instandhaltung von Reisezugwagen) an einem zentralen Standort zusammengelegt werden. Maßnahmen wie z. B. Regenwassernutzung in der Zug-Außenreinigung, Tageslicht abhängige Steuerung der Hallenbeleuchtung, Wärmerückgewinnung in der Lüftungsanlage, ermöglichen einen Ressourcen schonenden Betrieb. Derzeit entsteht auf dem Dach der neuen Werkstatthalle eine Photovoltaik-anlage. Dafür hat DB Regio Franken 12.000 qm Dachfläche an die Deutsche Solarkraftwerke GmbH in Fürth vermietet. Weiterhin werden aufgrund strenger Auflagen im Planfeststellungsverfahren mit über zehn Einzelmaßnahmen aktiv die Schallemissionen erheblich reduziert. DB Regio Franken, mit Standorten in Nürnberg und Würzburg, ist einer von fünf Verkehrsbetrieben der DB Regio Bayern. Mit den Teilnetzen Mittelfrankenbahn, Mainfrankenbahn, S-Bahn Nürnberg und dem Main-Spessart-Express umfasst das derzeitige Streckennetz von Regio Franken ca. 1.300 km mit 38,5 Mio Fahrgästen pro Jahr.

Quelle:/Fotos: DB Mobility Logistics AG

Datum:18.10.2013 - Uhrzeit: 08:00

RPS-Lok 151 007 in Wien

Am 17.10.2013 wurde die 151 007 als Lokzug von Deutschland kommend nach Wien Penzing überstellt. Äußerlich ist von ihrem geänderten Einsatzgebiet noch nichts zu sehen. Man darf gespannt sein welche Leistungen sie erbringen wird, vermulich "Mädchen für alles" wo eine starke Lok benötigt wird.
Die Bilder entstanden bei der Durchfahrt in Wien Hütteldorf und am RPS-Parkplatz in Wien Penzing.





Quelle:/Fotos: Herbert Pschill

Datum:17.10.2013 - Uhrzeit: 11:42

Paribus Capital bestellt Vectron AC

Das Hamburger Emissionshaus Paribus Capital GmbH hat Siemens mit der Lieferung von zwei Elektrolokomotiven beauftragt. Erworben werden sie im Rahmen des dritten Eisenbahnfonds Paribus Rail Portfolio III. Die Vectron AC-Lokomotiven sollen im Dezember 2013 übergeben und ab Auslieferung jeweils für mindestens drei Jahre vermietet werden. Beide Lokomotiven kommen in Schweden im Personenverkehr zum Einsatz.

Die im Paribus Rail Portfolio III eingesetzten Vectron AC-Lokomotiven verfügen über eine Leistung von max. 6.400 Kilowatt (kW) und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde (km/h). Die Lokomotiven sind sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr sowie in Einzel- und Mehrfachtraktion einsetzbar. Aufgrund ihrer modularen Bauweise sind sie darüber hinaus für den Einsatz in unterschiedlichen Ländern umrüst- oder erweiterbar.

Für die zwei neuen Lokomotiven geht die Reise ab Auslieferung direkt nach Schweden. Beide sind bereits ab Dezember 2013 für jeweils drei Jahre, zuzüglich einer Option auf weitere drei Jahre, an ein privates Eisenbahnverkehrsunternehmen für den Personenhochgeschwindigkeitsverkehr vermietet. Dort werden die Lokomotiven in den fahrplanmäßigen Verkehr eingebunden.

Ein Vectron von Siemens ist bereits seit mehreren Monaten zur Erprobung in Skandinavien im Güter- und Personenverkehr unterwegs. Er zeichnet sich durch eine nachgewiesene sehr gute Zugkraftausnutzung unter allen Wetterbedingungen aus. In Schweden wurde ein Güterzug mit rund 2.300 Tonnen eine sechs Kilometer lange Steigung mit 10 Promille hinaufgezogen. Die Zuglok Vectron AC 193 923 mit einer Leistung von 6.400 kW sorgte für eine konstante Zuggeschwindigkeit von 40 km/h über die komplette Steigung hinweg. Die Zuhilfenahme von Sand war nicht notwendig.

Quelle:/Fotos: Siemens

Datum:17.10.2013 - Uhrzeit: 08:43

242 504 für Hectorrail ist fertig


Am 16. Oktober 2013 wurde die 242 504 zum neuen Eigentümer Hectorrail überstellt. Die ehemalige MRCE 182 504 war im Frühjahr von Hectorrail erworben worden und hatte bis Oktober eine HU mit Anpassungen und Neulack in Linz erhalten. Das Bild zeigt die Lok am Zugschluss eines LTE-Güterzuges am 16. Oktober in Ehrenbreitstein.

Quelle:/Fotos: Joachim Kratz

Datum:16.10.2013 - Uhrzeit: 09:42

Die neue Werdenfelsbahn startet am 15. Dezember

Mit 27 neuen Elektrotriebzügen startet DB Regio Oberbayern am 15. Dezember die neue Werdenfelsbahn. Der neue Fahrplan bringt für die Reisenden in der Region zahlreiche Vorteile: Zwischen München und Weilheim erhöht die Bahn Montag bis Freitag die Zugleistungen um 62,5 % und bietet damit einen ganztägigen Halbstundentakt. Zwischen München und Kochel gibt es einen umsteigefreien Stundentakt. Im Berufsverkehr wird auch hier auf einen Halbstundentakt aufgestockt. Als Gewinner einer europaweiten Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die den Schienen-personennahverkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, kann DB Regio Oberbayern für die kommenden zwölf Jahre dieses ausgeweitete Angebot fahren.

Seit Mitte April sind die ersten Züge bereits in der Region unterwegs. „Wir bekommen viel Lob von den Reisenden und Anregungen, das ein oder andere noch anzupassen“, sagte Antonia von Bassewitz, Geschäftsleiterin von DB Regio Oberbayern, heute auf der Premierenfahrt. „Die Ausstattung der neuen Fahrzeuge ist individuell auf unsere Fahrgäste – seien es Pendler oder Freizeitreisende - abgestimmt.“

Neigungsfreie Einstiegsbereiche, breite Türen und ein fahrzeuggebundener Hublift für Rollstuhlfahrer ermöglichen allen Fahrgästen einen bequemen und sicheren Einstieg. Die Züge mit ihren 217 Sitzplätzen verfügen über einen hellen, klimatisierten Innenraum mit Panoramafenstern, eine Kinderecke und einen Ruhebereich. Die Züge bieten viel Platz für Gepäck sowie Mehrzweck-bereiche, in denen Fahrräder und Skiausrüstungen bequem abgestellt werden können. Alle Fahrzeuge sind mit dem dynamischen ReisendenInformations-System (RIS) ausgestattet, das automatisch per Funkübertragung aktuelle Anschlussinformationen auf Bildschirmen anzeigt. Für Menschen mit Sehbehinderung sind die Beschriftungen an allen Bedienelementen ertastbar, in den Türen ist ein akustisches Signal eingebaut und es gibt Hinweise über Außenlautsprecher.

Mit dem Start der Werdenfelsbahn im Dezember profitieren die Fahrgäste auch von den häufigeren Direktverbindungen zwischen München und dem Werdenfelser Land. Die neuen Züge können mehrfach zusammengekoppelt in München starten. Jeweils ein Zugteil wird in den Knotenbahnhöfen wie Tutzing abgekoppelt und fährt dann beispielsweise nach Kochel weiter – ohne dass umgestiegen werden muss. Um 15 Minuten schneller, mit einer Fahrzeit von nur noch 70 Minuten, sind künftig sechsmal täglich Expresszüge zwischen München und Garmisch-Partenkirchen unterwegs.

Nachdem der Zughersteller Bombardier noch nicht alle Fahrzeuge ausgeliefert hat, wird DB Regio Oberbayern zunächst auf den Strecken nach Reutte und Oberammergau mit den bereits bekannten Zügen weiterfahren sowie auf der Hauptstrecke nach Mittenwald für täglich sieben Zugleistungen einen Doppelstockzug einsetzen. „Das ist ein kleiner Wermutstropfen. Aber auch die Doppelstockwagen sind bei unseren Fahrgästen sehr beliebt“, so Antonia von Bassewitz.

Auch die Infrastruktur entlang der Strecke wurde spürbar verbessert. Für barrierefreie Stationen und eine moderne Schieneninfrastruktur wendete die Deutsche Bahn in den vergangenen Jahren rund 60 Millionen Euro auf.

Quelle:/Fotos: DB Mobility Logistics AG

Datum:16.10.2013 - Uhrzeit: 08:58

Es tut sich wieder was am Schrottlok-Horizont

Am 23.10.2013 sollen 111 195, 143 132, 143 133, 143 580 und 143 878 von Grießheim nach Opladen überstellt werden. Evtl. geht die Fahrt auch erst wieder nach Köln-Kalk, um später nach Opladen zum Bender gebracht zu werden.
Quelle:/Fotos: Markus Tigges

Datum:15.10.2013 - Uhrzeit: 08:28

Neue Werbelok in Österreich

Bedingt durch ihre öffentliche Präsentation am Wiener Praterstern, wurde Österreichs neueste Werbelokomotive, 1216 141 am 14. Oktober Morgen als Lokzug (!) nach Wien überstellt. Den Umstand eines rund zweistündigen Zwischenhaltes im Bahnhof Stockerau hat sich allerdings bescheiden umsetzen lassen, nachdem in Anschluss an die blaue Stunde nebelige Tristesse einkehrte. Doch sei es wie es ist, anbei einige Ergebnisse des „Morgensports“.





Quelle:/Fotos: Sybic, Bahnnews-Austria

Datum:14.10.2013 - Uhrzeit: 10:07

S-Bahn-Zug auf den Namen "Osterburken" getauft

Die Stadt Osterburken hat am 13. Oktober 2013 die Patenschaft für einen Zug der S-Bahn RheinNeckar übernommen. Bürgermeister Jürgen Galm und Andreas Schilling, Chef der S-Bahn RheinNeckar, tauften am Bahnhof Osterburken das S-Bahn-Fahrzeug ET 425 215 auf den Namen „Osterburken“.

„Die Zugtaufe setzt ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit der Stadt Osterburken mit der S-Bahn RheinNeckar“, sagte Andreas Schilling bei der Taufe. „Unsere Fahrgäste schätzen vor allem die Schnelligkeit, die Sauberkeit und die Zuverlässigkeit der roten S-Bahn-Züge“. Täglich nutzen rund 700 Bürgerinnen und Bürger aus Osterburken die S-Bahnen, die den Bahnhof in Osterburken anfahren.

Auch Bürgermeister Jürgen Galm begrüßte die Patenschaft für den S-Bahn-Zug: „Wir haben die Patenschaft gerne übernommen. Die S-Bahn mit dem Namen Osterburken wird ein guter Botschafter unserer Stadt im weitverzweigten Netz der Metropolregion Rhein-Neckar sein. Für uns ist es Stadtmarketing par excellence.“

Damit trägt der fünfzehnte von insgesamt 40 S-Bahn-Zügen den Namen einer Stadt und das Logo der Metropolregion Rhein-Neckar. Name und Logo sind beidseitig an den Enden des Zuges angebracht und werden so künftig im ganzen S-Bahn-Netz zu sehen sein.

Die S-Bahn Rhein-Neckar, in Deutschland die Nummer 1 in Sachen Kundenzu-friedenheit, verbindet seit dem 14. Dezember 2003 mit der Linie S 1 Osterburken im 60-Minuten-Takt mit den Zentren der Metropolregion Rhein-Neckar – Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen. Die S-Bahnen der S-Bahn RheinNeckar sind schnell und spurtstark und benötigen für die Fahrt von Osterburken nach Heidelberg mit allen Unterwegshalten knapp eine Stunde und dreißig Minuten.

Quelle:/Fotos: DB Mobility Logistics AG

Datum:11.10.2013 - Uhrzeit: 07:53

Präsentation des neuen Werbe-Railjets



Am 10. Oktober 2013 wurde in Wien Westbf. die neue beklebte Railjet-Garnitur 51 präsentiert. Der Zug wirbt für "Ski Austria".

Quelle:/Fotos: Herbert Pschill

Datum:10.10.2013 - Uhrzeit: 09:51

23 neue Talent-Züge künftig im „Warnownetz“ im Einsatz

23 neue Züge der Baureihe ET442 vom Typ Talent 2 werden künftig von DB Regio unter anderem auf der Rostocker S-Bahn im Netz „Warnow“ eingesetzt. Der erste Zug dieses Typs wurde am 9. Oktober 2013 vorgestellt. Die neuen Bahnen zeichnen sich durch hohe Modernität, ein zeitgemäßes Informationssystem mit Displays, Klimaanlage sowie moderne Sitzlandschaften aus. Sie werden schrittweise die Altbau-Doppelstockwagen ablösen.

Renado Kropp, Regionalleiter Marketing DB Regio Nordost: „Mit diesen Schmuckstücken beginnt eine neue Ära des S-Bahn-Verkehrs in der Region um Rostock.“

Die Auslieferung des ersten neuen Triebzuges Talent 2 für das Netz Warnow erfolgte jetzt, weitere folgen in den nächsten Wochen. Die neuen Fahrzeuge fahren zunächst auf der Linie S3 Rostock - Laage - Güstrow.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember - der übrigens mit geringen Fahrzeitveränderungen auf der S-Bahn verbunden ist - werden die neuen Triebzüge nach Auslieferung sukzessive auf der S1 Warnemünde - Rostock Hbf sowie Richtung Schwaan beziehungsweise Laage nach Güstrow (S2/S3) fahren. Anschließend werden die Linie RE 7 zwischen Wismar, Schwerin und Ludwigslust, sowie Einzelzüge zwischen Schwerin und Rostock und zwischen Rostock und Ribnitz-Damgarten ebenfalls auf die neuen Talent 2 umgestellt. DB Regio geht davon aus, im April 2014 alle Züge des Netzes "Warnow" mit den insgesamt 23 Neufahrzeugen zu betreiben.

#Die modernen Triebzüge überzeugen durch ihre Ausstattung: komfortable Einstiegsbereiche und Mehrzweckabteile, ein modernes Fahrgastinformationssystem, behindertengerechte Toiletten und Vollklimatisierung sind nur einige der Neuerungen. Auch für die Sicherheit der Fahrgäste ist gesorgt - mit einem Videoüberwachungssystem und der Spaltüberbrückung für einen komfortablen Zugang mit Rollstuhl oder Kinderwagen. Weil er dank des Energierückspeisungsverfahrens Ressourcen effizienter einsetzt, schont der Talent 2 auch die Umwelt.

Die Linien, die mit Elektrofahrzeugen befahren werden, also die Rostocker S-Bahn und die RE 7 Wismar - Schwerin - Ludwigslust betreibt DB Regio seit Dezember 2012 nach dem neuem "Warnow"-Verkehrsvertrag. Allerdings führten Kapazitäts- und Lieferschwierigkeiten des Herstellers Bombardier Transportation leider zu Verzögerungen bei der Auslieferung der neuen Fahrzeuge.

Im Vergabeverfahren für das Netz "Warnow" erhielt DB Regio Nordost Mitte 2010 den Zuschlag. Das Netz "Warnow" umfasst insgesamt circa 3,8 Millionen Zugkilometer, davon rund 2,4 Millionen Zugkilometer im elektrischen Netz und 1,4 Millionen Zugkilometer im Diesel-Netz.

Quelle:/Fotos: DB Mobility Logistics AG

Datum:10.10.2013 - Uhrzeit: 09:14

VRS: Bei der S-Bahn soll es wieder besser laufen

Sondersitzung zur Situation der S-Bahn: Vertreter der DB-Töchter kündigen Verbesserungen an – Einsatz der neuen S-Bahn-Fahrzeuge in Aussicht gestellt

Die Stuttgarter S-Bahn muss wieder pünktlicher werden. Darin sind sich die Vertreter der Deutschen Bahn AG, des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS GmbH) und der Verband Region Stuttgart als Zuschussgeber der S-Bahn Stuttgart einig. In einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses haben heute Experten der Deutschen Bahn AG, des S-Bahn-Fahrzeugherstellers Bombardier und des VVS die Situation bei der S-Bahn analysiert. Sie machten Zusagen, die Abfertigung am Zug in der Tunnel-Stammstrecke zu verbessern (DB Regio/S-Bahn Stuttgart), vorsorglich Teile der Infrastruktur zu erneuern (DB Netz AG) und die Fahrgäste bei Störungen besser und einheitlich zu informieren (DB Station & Service und VVS). Die Sitzung war von den Fraktionen SPD und Grüne beantragt worden. Sehr kritisch wurde von allen Rednern der Einsatz der neuen S-Bahn-Fahrzeuge ET 430 beurteilt.

Von einer „absolut unbefriedigenden Pünktlichkeit“, sprach Regionalpräsident Thomas S. Bopp. Dieser Einschätzung schlossen sich Redner aller Fraktionen und Gruppen an. Bopp berichtete von einem kürzlichen Spitzengespräch mit dem Vorsitzenden der DB Regio AG, Dr. Manfred Rudhart, beim Verband Region Stuttgart. Ihm gegenüber habe er die Kritik der Region deutlich formuliert. „Diese Botschaft kam an“, so S-Bahn-Chef Hans-Albrecht Krause. Das Gespräch belege, wie wichtig das Thema S-Bahn Stuttgart bei der Unternehmensspitze der DB Regio AG genommen werde.

Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler machte deutlich: „Es liegt in der betrieblichen und wirtschaftlichen Verantwortung der Bahn, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, so dass die Qualitätsziele auch eingehalten werden.“ Zusätzliches Geld der Region könne dafür nicht erwartet werden. Die Betriebskosten für die von der Regionalversammlung kürzlich beschlossene Verlängerung von Zügen der Linie S1 sollten von DB Regio übernommen werden, bis die Qualität bei der S-Bahn wieder stimme. Dr. Wurmthaler forderte außerdem, dass die DB Netz AG über die heutigen Zusagen hinaus in den nächsten Monaten „weitere Verbesserungen in der Eisenbahninfrastruktur und gegebenenfalls im Fahrplan aufzeigt“. Die bundesweite Zielsetzung für die Qualität von Infrastruktur, die bei einer Pünktlichkeit von 93,5 Prozent (bei einer Toleranz von bis zu 6 Minuten) liegt, müsse überdacht werden. Zum Vergleich: Der dazugehörige Zielwert für die S-Bahn Stuttgart beträgt 98 Prozent, im Jahr 2013 erreichte die S-Bahn bisher einen Wert von etwa 96 Prozent.

Juni 2013 – ein schwarzer Monat für die S-Bahn

Doch diese Durchschnittswerte täuschen nicht darüber hinweg: Gerade in der Hauptverkehrszeit bei einer Toleranz von bis zu 3 Minuten ist Sand im Getriebe. Im September bewegte sich der Wert bei rund 75 Prozent, einen richtigen Einbruch gab’s im Juni. „In diesem schwarzen Monat kam alles zusammen“, so Hans-Albrecht Krause, Sprecher der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart. Gründe waren: 17 Großstörungen an der Leit- und Sicherungstechnik, Bauarbeiten auf der Linie S6 sowie Einflüsse durch Dritte und Unwetter. Aber auch 4 Fahrzeugstörungen „mit erheblichen Auswirkungen“ haben die Bilanz getrübt und die Nerven der S-Bahn Fahrgäste strapaziert. Er zeigte Verständnis dafür, dass bei Fahrgästen großer Unmut entstehe, wenn durch verspätete S-Bahnen regelmäßig Anschlüsse flöten gingen. Auf Baustellen und Probleme im Bereich Infrastruktur seien die meisten ausgefallenen Züge von Januar bis August 2013 zurückzuführen, nämlich rund 72.500 Zug-Kilometer (im Vorjahreszeitraum: 42.529 Zug-Kilometer).

Pro Tag fahren im S-Bahn-Netz Stuttgart über 1.300 Züge, skizzierte Lars Grübnau, Leiter Produktion der DB Netz AG für den Regionalbereich Südwest, den Mischbetrieb. Er erkennt seit 2007 einen „schleichenden Trend von Verschlechterungen“, die er auf Netzerweiterungen, mehr Züge und Baustellen zurückführte. Die Pünktlichkeit in der Hauptverkehrszeit am Nachmittag sei von 2007 bis 2013 um 6,4 Prozent zurückgegangen. „Die Stabilität der S-Bahn liegt uns sehr am Herzen. Wir wollen als Vertragspartner von DB Regio eine Topp-Leistung bringen“, sagte er. Es werde zunehmend mehr investiert, um vorbeugend Teile von Stellwerken, Signalen oder Weichen zu erneuern. „Wir leisten sukzessive unseren Beitrag für eine Stabilisierung der S-Bahn“, sagte er. Alleine 2013 seien 41 Millionen Euro in die Infrastruktur des Schienennetzes der Region Stuttgart investiert worden. „Wir müssen einen Trend umkehren, da braucht es mehr als reine Störungsbekämpfung“.

Ein- und Ausstieg soll rascher gehen – S-Bahn-Helfer am Hauptbahnhof

Das Motto von S-Bahn-Chef Hans-Albrecht Krause, „Jede Sekunde zählt“, ist Programm. Statt Fahrgäste freiwillig zu entschädigen, investiere die S-Bahn in die Pünktlichkeit. Durch eine schnellere Abfertigung an den Haltestellen Hauptbahnhof und Stadtmitte solle die Pünktlichkeit im Gesamtnetz erhöht werden. Dort würden bis Anfang 2014 Monitore eingebaut, auch Durchsagen am Bahnsteig und vom Fahrzeugführer sollen die Fahrgäste bewegen, rascher ein- und auszusteigen. Darüber hinaus sollen die Türen der Fahrzeuge ET 423 und ET 430 zentral geschlossen werden. Am Hauptbahnhof sollen in der Rushhour S-Bahn-Helfer den Einstiegsvorgang beschleunigen.

Rückkehr der neuen S-Bahn-Fahrzeuge im Dezember

Auch der misslungene Einsatz der neue Fahrzeuge ET 430 sorgte für reichlich Probleme. Wunde Punkte bei den neuen Fahrzeugen ET 430 sind die Türbereiche und die Schiebetritte, die den Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteig überbrücken sollen. Nach dem Einsatz der ersten Fahrzeuge mussten diese nach nur wenigen Wochen wegen technischer Probleme aus dem Betrieb genommen werden. „Trotz intensiver Tests traten im Betrieb unerwartet Störungen auf“, sagte Michael Clausecker, Vorsitzender der Geschäftsführung Bombardier Transportation GmbH. „Wir sind den Problemen sehr gründlich auf den Grund gegangen.“ Bombardier habe sowohl Änderungen an der Software als auch Anpassungen am Schiebetritt selbst vorgenommen. „Um einen zuverlässigen Betrieb der Fahrzeuge zu gewährleisten, soll der Schiebetritt vorübergehend stillgelegt werden.“ Sofern die Zulassungen des Eisenbahnbundesamtes vorliegen, sollen die Züge ab Dezember sukzessive in Betrieb gehen. Um auf Nummer sicher zu gehen, erwartet Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler, dass DB Regio, wie vertraglich vereinbart, auf die alten Fahrzeuge des Typs 420 „so lange die Hand drauf hält, bis gesichert ist, dass die neuen Fahrzeuge den reibungslosen Alltagseinsatz bestehen.“

Im Fall der Fälle: bessere Information

„Wenn’s schon nicht klappt, sollte die Information der Fahrgäste zumindest funktionieren“, sagte Hans-Albrecht Krause. Das vermissen viele Fahrgäste derzeit. „Informationen müssen in allen Medien konsistent vorliegen und Prognosen über die Störfalldauer müssen verbessert werden“, sagte er. Deshalb kündigten DB Regio, DB Station und Service und die VVS GmbH kurz- und langfristige Verbesserungen zur Information der Fahrgäste im Störungsfall an. Dazu zählen beispielsweise ein vierter „Regionaler Ansager“. Ab Dezember 2013 sollen damit 58 Stationen von Stuttgart aus mit aktuellen Informationen versorgt werden. „Perspektivisch sollen alle Haltestellen aus Stuttgart beschallt werden“, sagte Sven Hantel, Leiter Regionalbereich Südwest von DB Station und Service. Zudem werden alle 331 Fahrgastinformationsanlagen von Stuttgart aus bedient. Bis Juni 2014 sollen an den Bahnsteigen aller 82 S-Bahn-Stationen Videokameras angebracht sein. Damit lässt sich das Geschehen vor Ort beobachten und leichter steuern. „Von alledem versprechen wir uns eine signifikante Steigerung der Kundeninformation“, so Sven Hantel. Wie komplex die Informationskette im Störungsfall ist und dass automatisierte Infos in solchen Fällen an ihre Grenzen stoßen, erläuterte der Abteilungsleiter Fahrgastinformation vom VVS, Dr. Florian Bitzer. Textmeldungen sollen durch die Verkehrsunternehmen besser eingegeben werden können. Die Genauigkeit der Informationen soll dadurch steigen.

Regionalpolitik: große Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation

„Die Probleme bei der S-Bahn sind nicht neu, aber sie werden größer und deutlicher“, sagte Thomas Leipnitz (SPD). Er sprach von einem „Problemkreis“, bei dem die Infrastruktur eine zentrale Rolle spiele. „Der S-Bahn-Gipfel war ein Erfolg“, so Leipnitz. „Die Probleme müssen schnellst möglich behoben werden.“ Er beantragte eine Folgesitzung.

„Die Pünktlichkeit in der Hauptverkehrszeit ist unter dem Niveau des Erträglichen. Dadurch wird die S-Bahn unzuverlässig. Das Notfallmanagement bei der Information funktioniert nicht“, sagte Eva Mannhardt (Grüne). „Es muss bessere Lösungen geben, als Fahrpläne zu ändern oder Züge abzubestellen“. Sie forderte einen konkreten Maßnahmen- und Zeitplan, der in Ansätzen präsentiert worden sei.

„Wenn die S-Bahn leidet, leidet der ganze ÖPNV in der Region“, brachte es Helmut Noë (CDU) auf den Punkt. Mit Blick auf den Fahrzeughersteller Bombardier sagte er: „Was Sie abgeliefert haben, war keine Glanzleistung“. Qualität und Entgelt klaffen weit auseinander, kündigte Noë einen Antrag an, zurückbehaltenes Infrastrukturentgelt der Region nicht auszuzahlen. Die heutige Information sei sehr offen erfolgt, seine Fraktion habe ein hohes „Grundvertrauen“ in Hans-Albrecht Krause und die S-Bahn Stuttgart.

Alfred Bachofer (Freie Wähler) vermutet hinter den Problemen „Sparbemühungen angesichts der Privatisierung der Deutschen Bahn AG“. Trotz aller Probleme erkennt er die Bemühungen von DB Regio ausdrücklich an. „Wir glauben, dass bei der Bahn die Botschaft angekommen ist“, sagte er. In Sachen Fahrzeuge führt er aus: „Eine Firma wie Bombardier kann sich so etwas nicht leisten.“

Beim Thema Information erkannte Kai Buschmann (FDP) „mangelndes Bewusstsein“. „Das S-Bahn-System ist so engmaschig gestrickt, dass der kleinste Vorfall das ganze System zu Fall bringt.“ Es gebe ein „grundsätzliches Strukturproblem“. „Wir brauchen pragmatische und nicht ideologiegetriebene Lösungen“, forderte er. Nach der Sitzung könne man „Licht am Ende des Tunnels erkennen“.

„Die Ursachen für die Probleme sind vielfältig“, stellte Christoph Ozasek (Linke) fest. „Wir wollen keine Durchhalteparolen, wir wollen Lösungen.“ Er verlangte mehr Transparenz.

Quelle:/Fotos: Verband Region Stuttgart

Datum:07.10.2013 - Uhrzeit: 10:21

Neue Werbelok in Österreich

Seit 4. Oktober ist die 1116 182 mit einer Ganzreklame für die Einsatztruppe "Cobra" im Einsatz. Ein Bild gibt es hier.
Quelle:/Fotos: bahnbilder.warumdenn.net

Datum:04.10.2013 - Uhrzeit: 09:40

Neuigkeiten aus der Schweiz

Ae 6/6 Reaktivierung
SBB Cargo hat 10 gut erhaltene Gotthardloks vom Typ Ae 6/6 für die diesjährige Zuckerrübenkampagna reaktiviert. Die Loks sollen Züge zu den Zuckerfabriken Aarberg sowie Frauenfeld transportieren. Es handelt sich hierbei um die Loks 11419, 11430, 11440, 11465, 11470, 11488, 610 496, 11501, 11513 und 11517. Sobald die Zuckerrübenkampagna 2013 beendet ist, sollen alle Ae 6/6 abgestellt und verschrottet werden. Immerhin werden einige Ae 6/6 durch SBB Historic der Nachwelt erhalten. (Korrektur: Die Ae 6/6 fahren zur Zeit keine Rübenzüge, diese Reihe ermöglicht es jedoch, dass andere Maschinen für den Rübenverkehr frei werden)


Ae 6/6 in allen Lackierungsvarianten im Grenzbahnhof Buchs SG. Aufnahme aus dem Jahr 2007. (Ludwig Reyer)



Gepäcktriebwagen Deh 120 und De 110 der Zentralbahn nehmen Abschied.
Mitte Oktober 2013 rollen die letzten noch betriebsfähigen Gepäcktriebwagen der Reihen De 110 und Deh 120 der Zentralbahn aufs Abstellgleis. Die Leistungen werden die neuen Stadlerrail Pendelzüge übernehmen. Als einziges Fahrzeug bleibt der Deh 4/6 914 der Nachwelt erhalten, der durch SBB Historic gerettet wurde.


De 110 021-1 rollt dem Ende entgegen. (Aufnahme am 26.09.2013 in Meiringen / Ludwig Reyer )



Re 484 am Gotthard
Seit längerem kann man nun vermehrt Re 484-Doppeltraktionen vor schweren Transitzügen Basel-Italien beobachten. Ein Grund sind Lokführerschulungsfahrten für SBB Cargolokführer aufgrund des bevorstehenden Einsatzes auf DB Loks der Baureihe 185.


Re 484 007 mit einer weiteren Re 484 in Doppeltraktion vor einem schweren Transitzug Basel-Italien auf der Inschireussbrücke oberhalb von Amsteg. (Aufnahme 26.09.2013 Amsteg CH / Ludwig Reyer)



Eem 923
Stadlerrail Bussnang konnte kürzlich die Eem 923 024 an SBB Cargo übergeben. Bis 2014 werden noch 6 Loks mit den Nummer 025-030 folgen.


Eem 923 011-1 in Lenzburg (Aufnahme Ludwig Reyer / Jahr 2013 )



Neues Rollmaterial für die SZU
Stadlerrail kann für die Sihltal-Zürich-Uetliberg Bahn (SZU) 6 neue Zweisystem Niederflurtriebzüge Be 556 liefern. Die schon gelieferten Zügen absolvierten sehr intensive Probefahrten, wobei man auch die Zweifrequenztechnik 1200 Volt Gleichstrom+15kV 16,7 Hz Wechselstromausrüstung prüfen konnte. Wenn diese Züge auf der S 10 Zürich-Uetliberg fahren muss der Stromabnehmer nach rechts aussen verschoben werden, weil die Fahrleitungen Gleich+Wechselstrom zwischen Zürich- und Zürich Giessenhübel nebeneinander laufen. Fahren die Züge auf der S 4 Zürich-Sihlwald wird dagegen der Stromabnehmer von rechts aussen in die Mitte zurückgeschoben und auf Wechselstrom umgestellt.


Be 94 85 7 556 511-4 CH-SZU bei einer Betriebsprobefahrt auf dem Uetliberg (Aufnahme 14.08.13 Uetliberg / Ludwig Reyer )



Grunderneuerung Be 556 521-528
Durch die Ablieferung der neuen Zweifrequenzzüge Be 556 511-515 werden die Vorgängertriebwagen Be 556 521-528 sowie die dazu passenden Niederflurzwischenwagen hauptrevidiert und im Innenraum aufgefrischt. Nach Fertigstellung werden mit den revidierten Fahrzeugen 4teilige Pendelzüge gebildet die folgerndermaßen aussehen werden: Be 4/4-2 Niederflurzwischenwagen-Be 4/4. Zudem wird noch eine Reserveeinheit Be 4/4-1 Niederflurzwischenwagen-Be 4/4 für die Verstärkungs-S 10 Zürich HB-Triemli-Zürich HB gebildet.


Be 556 521-3 als S 10 Zürich HB-Uetliberg. (Aufnahme 14.08.2013 Uetliberg / Ludwig Reyer )

Re 420 230
Die Re 420 230, die dieses Jahr in Neuhausen am Rheinfall bei Schaffhausen einen schweren Zusammenstoss mit einem GTW hatte, durchläuft im SBB Industriewerk Bellinzona eine Unfallhauptrevision. Sie erhielt dabei im Rahmen der Aufarbeitung u.a. einen neuen Führerstand sowie eine Neuverkablung. Ihre beiden Drehgestelle werden ebenfalls hauptrevidiert und nach Fertigstellung an die Lok montiert. Sobald die Lok fertig ist, wird sie eine Probefahrt absolvieren und in den Betrieb zurückkommen.

ETR 610
Der erste Cisalpino DUE ETR 610 ist zu einem längeren Boxenstop ins SBB Industriewerk Yverdon gekommen. Er bekommt dort die Revision 1 nach über 1,2 Mio Kilometer Laufleistung. Es werden 21 Mio CHF für diese Instandhaltung an den ETR 610 investiert. 30 Mitarbeiter werden benötigt um diese umfangreiche Arbeiten zu erledigen, die gleichzeitig zur Hauptrevision der SBB RABDe 500 ICN laufen.

ETR 470
SBB Personenverkehr haben an einer kürzlich einberufenen Sitzung mit Treniitalia bekannt gegeben, dass sie die pannenanfälligen ETR 470 Cisalpino UNO ab Dezember 2014 aus dem Verkehr nehmen und dann nur noch mit dem ETR 610 über den Gotthard fahren. Trenitalia hat ebenfalls versprochen ihre noch vorhandenen ETR 470 im Dezember 2015 auszurangieren und dann mit ETR 610 zu fahren.


Quelle:/Fotos: Ludwig Reyer

Datum:02.10.2013 - Uhrzeit: 09:35

DB Regio soll überraschend Zuschlag für Mitteldeutsches S-Bahn-Netz II erhalten

DB Regio könnte ab Dezember 2015 Nahverkehrsleistungen im Raum Dessau-Roßlau, Lutherstadt Wittenberg, Leipzig, Halle und Magdeburg realisieren

Wir freuen uns, dass nun der Zuschlag für das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz II an DB Regio angekündigt ist. Denn der Verkehrsvertrag sichert zwischen 2015 und 2030 rund 270 Arbeitsplätze bei DB Regio Südost“, äußerte sich Frank Klingenhöfer, Chef von DB Regio Südost, am frühen Abend.

Man sei von Anfang an davon überzeugt gewesen, hier ein attraktives und qualitativ hochwertiges Angebot eingereicht zu haben, was sich mit dem Zuschlag jetzt auch entsprechend bestätigt habe. Mit einer hochmotivierten Mannschaft werde DB Regio jetzt unmittelbar an die Vorbereitung der Betriebsaufnahme des MDSB II gehen.

„Bis Dezember 2015 liegt jedoch noch ein weiter Weg vor uns, denn ein solch komplexes Projekt innerhalb von rund zwei Jahren zu stemmen, ist ein wahrer Kraftakt. Zumal wir in den letzten Monaten sehr viel wertvolle Zeit verloren haben, die es jetzt aufzuholen gilt.“

Der Verkehrsvertrag ist Grundlage für eine Verkehrsleistung von rund 5,6 Millionen Zugkilometer im Jahr über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (Nasa GmbH) hatte heute Nachmittag überraschend mitgeteilt, dass das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz (MDSB) II nach der Entscheidung der Vergabekammer Halle nun an DB Regio vergeben werden soll. Das Netz umfasst – in der Erweiterung des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes, das am 15. Dezember in Betrieb geht –, die elektrisch betriebenen Nahverkehrsstrecken durch den Leipziger City-Tunnel nach Dessau-Roßlau und Lutherstadt-Wittenberg. Darüber hinaus sind im Verkehrsvertrag auch die Strecken von Magdeburg über Dessau-Roßlau nach Leipzig, Lutherstadt Wittenberg sowie ins brandenburgische Falkenberg (Elster) bzw. Jüterbog enthalten.

Quelle:/Fotos: DB Mobility Logistics AG

Datum:02.10.2013 - Uhrzeit: 08:57

SCI-Studie: Reisezugwagen bleiben Alternative zu teureren Trieb- und Hochgeschwindigkeitszügen

Im letzten Jahrzehnt waren sich alle Eisenbahnexperten einig: In Europa werden zukünftig allein moderne Trieb- und Hochgeschwindigkeitszüge das Bild des hochwertigen Schienenpersonenverkehrs prägen. Reisezugwagen mit ihrem angestaubten Image schienen in den Beschaffungsplänen der großen Bahnen kaum eine Rolle mehr zu spielen. Doch die lokbespannten Reisezugwagen haben gegenüber Triebzügen auf vielen Relationen kaum betriebliche Nachteile, sind flexibler und oft günstiger. Vor dem Hintergrund knapperer Mittel und einem kostengetriebenen Wettbewerb wird dieser Fahrzeugtyp daher auch bei Europas Bahnen für ausgewählte Projekte wieder nachgefragt. Weltweit werden neue Reisezugwagen vor allem in Indien, China und Russland beschafft – Europa spielt kaum mehr eine Rolle. Allein diese drei Länder machen knapp drei Viertel des Weltmarkts aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse der SCI Verkehr in ihrer neunen Studie „Reisezugwagen – weltweite Marktentwicklungen 2012-2017“.

Europa: Doppelstockwagen im Fernverkehr echte Konkurrenz zu Triebzügen

Der Trend der fortlaufenden Substitution lokbespannter Reisezugwagengarnituren durch moderne Triebzüge galt lange als Sinnbild europäischer Eisenbahnentwicklung im Personenverkehr. Zuletzt verschwanden gerade erst die doppelstöckigen Reisezugwagen des Airport-Express in Berlin und wurden durch einstöckige Triebzüge ersetzt. Im Nah- und Regionalverkehr war nun zu erwarten, dass ausschließlich Doppelstocktriebzüge beschafft werden würden. Nach Abschluss der Auslieferung von Doppelstockfernverkehrswagen schien der Fahrzeugtyp in Deutschland keine weitere Perspektive zu besitzen. Aufgrund der Kostenvorteile lokbespannter Züge gegenüber anderen Fahrzeugtypen werden nun allerdings ab 2016 in Bayern doch doppelstöckige Reisezugwagen mit Geschwindigkeiten bis 200 km/h in Dienst gestellt, welche die betriebliche Grenze zwischen Nah- und Fernverkehr verschwimmen lassen. Mit dem Hersteller Skoda tritt gleichzeitig ein neuer Hersteller von Reisezugwagen und Lokomotiven in den deutschen Markt ein. Auch im Fernverkehr hat die DB AG kostenintensive ICx-Triebzüge abbestellt und im Ausgleich die preisgünstigeren Doppelstockwagen für den Fernverkehr geordert.

In Österreich ist der aus Reisezugwagen bestehende Railjet bereits das neue Gesicht des Fernverkehrs, in der Tschechischen Republik wird er es werden. In Belgien sollen entgegen Vermutungen vergangener Jahre durch die Inbetriebnahme weiterer 450 M6-Wagen ebenfalls die traditionellen Doppelstockwagen das Rückgrat der Flotte bleiben. Analog des beobachteten Strategiewandels scheint nun selbst in Ländern wie Frankreich oder der Schweiz die bereits beschlossene vollständige Abkehr vom Reisezugwagen nicht mehr als unumstößlich. Derzeit noch folgt die PKP Intercity in Polen dem Beispiel vieler westlicher Anbieter und gibt Reisezugwagenbestellungen zugunsten der Beschaffung neuer Pendolinos und Triebzüge vorerst auf, doch ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Auch hier können die Kostenvorteile der Einzelwagen die Entscheider noch einmal neu überlegen lassen.

Es bleibt im Ergebnis festzuhalten, dass das Marktvolumen neuer Reisezugwagen in Europa zwar insgesamt aufgrund des grundsätzlichen Trends der Substitution weiter sinkt, trotzdem aber interessante Einzelprojekte wieder auf die moderne lokbespannte Lösungen – insbesondere im Bereich des Doppelstocks - setzen.

Welt: Indien, China und Russland treiben den Weltmarkt

Anders als in Europa stellen lokbespannte Reisezugwagen vor allem in den asiatischen Weltmarktregionen das verlässliche Rückgrat des Schienenverkehrs dar. Über die Hälfte der mehr als 35 000 zwischen 2008 und 2012 ausgelieferten Wagen verkehrt nun in den TOP-Märkten China, Indien und Russland. Während im größten Land der Welt zuletzt anstatt hoher Beschaffungszahlen das Augenmerk auf hochwertigen Fahrzeugen mit Beteiligung westlicher Hersteller lag, versuchen die Staatsbahnen in Indien und China in erster Linie der rasch steigenden Nachfrage nach Personenverkehren mit sehr hohen Beschaffungsvolumina neuer Wagen zu begegnen. Erst zuletzt bekamen Qualitätsmerkmale wie Sicherheit und Klimatisierung mehr Aufmerksamkeit.


Wurde im betrachteten Zeitraum noch etwa die Hälfte des Marktvolumens mit 75 % aller Wagen erzielt, werden auch in Indien und China die Fahrzeugkosten in den nächsten Jahren deutlich steigen. Indien etwa beabsichtigt den langfristigen Ersatz aller derzeitigen Standardwagen durch 200 km/h schnelle Wagen nach LHB-Design mit höheren Sicherheitsstandards. Die Umsetzung des Planes ist in fernerer Zukunft auch realistisch, sofern eine in Ansätzen erkennbare landesweite Wirtschaftskrise der indischen Bahn nicht die notwendigen finanziellen Mittel raubt.

Weltmarkt: Flottenerneuerungsprogramme lassen hohe Marktvolumina erwarten

In Nordamerika und Afrika sind es vor allem die geplanten Flottenerneuerungsprogramme der Fernverkehrsbetreiber Amtrak (USA) und Shosholoza Meyl (Südafrika), in deren Rahmen im Verlauf der nächsten Jahre mehrere hundert Fahrzeuge die vielfach sehr alten Bestände verjüngen sollen. Analog realisiert dies derzeitig die kasachische Staatsbahn KTZ in Partnerschaft mit dem spanischen Hersteller Talgo. In den USA jedoch wurde das Programm in den letzten Jahren mehrfach überarbeitet und reduziert, die Umsetzung in Südafrika ist ebenfalls stark von den finanziellen und politischen Rahmenbedingungen des Landes abhängig. Während die ersten Fahrzeuge an Amtrak bereits ausgeliefert werden, befindet sich das Projekt in Südafrika noch in der Planungsphase.

Die Marktstudie „Reisezugwagen – Weltweite Marktentwicklungen 2012-2017“ ist ab Oktober 2013 in deutscher Sprache und Mitte November in englischer Sprache erhältlich bei der SCI Verkehr GmbH (www.sci.de).

Quelle:/Fotos: SCI Verkehr GmbH

Datum:01.10.2013 - Uhrzeit: 08:36

DB plant ab 2018 die Erneuerung von drei Tunneln im Mittelrheintal

Bank-, Bett- und Kammerecktunnel zwischen St. Goar und Oberwesel müssen erneuert werden • Aktuelle Sicherheitsstandards erfordern eingleisige Tunnelneubauten • DB untersucht verschiedene Varianten

Durch drei Tunnel führt die linksrheinische Zugfahrt gegenüber der Loreley von St. Goar nach Oberwesel: Bank-, Bett- und Kammerecktunnel. Um den über 150 Jahre alten Schienenverkehrsweg im Mittelrheintal zu erhalten, muss die Deutsche Bahn die alten Tunnelbauwerke umfassend erneuern.

Zusammen mit der notwendig werdenden Erneuerung müssen auch die aktuellen Sicherheitsstandards eingeführt werden. Die neuen Richtlinien verlangen eine deutliche Vergrößerung des Tunnelquerschnitts. Eine Aufweitung ist aber aus Gründen der vorhandenen Topographie nicht möglich. Dem entgegen steht auch der Denkmalschutz der historischen Tunnelportale. Daher untersucht die DB derzeit verschiedene Varianten, um die Strecke wie bisher zweigleisig betreiben zu können. Denkbare Varianten sind die eingleisige Erneuerung der bestehenden Tunnel und der Neubau einer weiteren Tunnelröhre. Eine andere Variante könnte aus dem Neubau zweier eingleisiger Tunnelröhren und der Stilllegung der bestehenden Eisenbahnlinie im Bereich der alten Tunnel bestehen.

Das Mittelrheintal zeichnet sich durch seine enge Talsituation und die spezifischen geologischen Verhältnisse am Berghang aus. Die bestehenden Tunnel bzw. die geplanten Tunnelvarianten liegen im Kernbereich des UNESCO-Welterbes, Teilflächen auch im Bereich von Landschafts- und Natura 2000-Gebieten. Neben der Finanzierbarkeit muss auch die Lärmbelastung durch die vorhandene Infrastruktur im Rahmen der Variantenuntersuchung berücksichtigt werden. Weitere Punkte sind die touristische Nutzung des Gebietes sowie die betrieblichen Anforderungen, Baustellenlogistik und Rettungskonzepte.

„Die Erneuerung von Bank-, Bett- und Kammerecktunnel ist eng mit den besonderen Interessen der Menschen und der Natur im Mittelrheintal verknüpft“, erklärt Jürgen Gunnemann, Projektleiter bei der DB ProjektBau. Um die Region bereits in die Vorplanung miteinzubeziehen und die Anregungen und Hinweise der Menschen vor Ort frühzeitig in den Planungen berücksichtigen zu können, gründet die DB einen projektbegleitenden Arbeitskreis aus lokalen und regionalen Interessensvertretern. In diesem Arbeitskreis wird die DB kontinuierlich über den Fortgang der Planungen informieren und die unterschiedlichen Varianten zur Diskussion stellen. Ziel soll sein, dass die am Ende favorisierte Lösung von den Betroffenen akzeptiert wird.

Die aktuelle Vorplanungsphase, in der unter anderem Kartierungsarbeiten und Probebohrungen durchgeführt werden, ist der früheste Teil des mehrjährigen Planungsprozesses. Mit einem Baubeginn kann frühestens ab 2018 gerechnet werden.

Quelle:/Fotos: DB Mobility Logistics AG
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