E-Lok-Beheimatung beim Bw Hannover
(von Hans Sölch)
Zu den Lokomotiven, die am längsten in Hannover beheimatet waren, gehörte auch die abgebildete 110 277. Die Lok kam am 23. Mai 1963 nach Hannover und verließ es zusammen mit dem Großteil der verbliebenen Loks am 1. April 1965 in Richtung Hamburg. (HS, 25. April 1995, München Hbf)
Obwohl seit Jahrzehnten ein wichtiges Betriebswerk für Dampf- und Dieselloks, konnte die E-Lok hier nie richtig Fuß fassen. Nur wenige Jahre beherbergte das Bw Hannover einen eigenen Bestand an elektrischen Lokomotiven.
Die Ursprünge des Betriebswerks reichen bis in die Siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Schon kurz nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn gab es eine Betriebs- und Werkstättenanlage am Raschplatz. Durch die Umgestaltung der Bahnanlagen in den Jahren 1876-1879 musste diese Betriebsstätte dem neuen Hauptbahnhof Platz machen. Um weiter Loks und Wagen unterhalten zu können, wurde am Stadtrand in Leinhausen ab 1875 eine neue preußische Hauptwerkstätte errichtet. Am 31. März 1878 wurde das Werk feierlich eingeweiht. In der gleichen Zeit entstand auch in Westausfahrt des neuen Hauptbahnhofs bei Hagenkamp die königlich preußische Betriebswerkstätte Hannover, die insbesondere für die Wartung der Lokomotiven zuständig war. Auch auf der Ostseite des Bf Hannover entstanden wenig später mehrere Bw-Einrichtungen wie eine Drehscheibe oder ein Kohlelager. Dieser Bw-Teil wurde fortan als Ostschuppen bezeichnet.
Im Jahr 1884 verfügte das Bw in Hannover-Hagenkamp über einen Lokschuppen mit 31 (12/19) Ständen, der von zwei Drehscheiben aus bedient wurde. Zudem gab es zwei Gebäude für Werkstatt, Büro und Sozialräume, drei Kohlenlager, vier Trichter mit Kohletaschen, fünf Holzlager und sechs Schlackengruben. In den kommenden Jahrzehnten nahm das Bw weiter an Bedeutung zu und wurde entsprechend erweitert. Insbesondere der Ostteil nahm an Bedeutung zu, während Hagenkamp aufgrund mangelnder Erweiterungsmöglichkeiten immer unbedeutender wurde.
Um 1930 beheimatete das Bw Hannover u.a. 17 Loks der BR 01, 16 der BR 17, 15 der BR 38, 5 der BR 74 und 19 der BR 89.70. Kurz vor Kriegsende im Oktober 1944 hatte sich der Bestand bei der 01 auf 23 Loks erhöht. Gleichzeitig waren nun auch 23 Loks der BR 03 im Bestand geführt. Die BR 17 war noch mit 14 Loks vertreten, die 89.70 nur noch mit 2 Exemplaren. Neu war dafür die BR 91 mit 10 Loks sowie die Polnische Beutelok 38 4537 (ex PKP Ok 22-52).
Nachdem sich die Wirren des Krieges und die ständigen Umbeheimatungen der Nachkriegszeit gelegt hatten, beherbergte Hannover insgesamt 61 Dampfloks (35 Loks der BR 01, 11 der BR 03, 7 der BR 38, 1 der BR 89.70 und 7 der BR 91). 1960 wurde das Bw Hagenkamp aufgelöst - fortan hieß das Bw nur noch Hannover ohne die Zusatzbezeichnung Ost.
Die Elektrifizierung bei der DB schritt in den sechziger Jahren immer weiter gegen Norden voran. Mit der Elektrifizierung sollte das Bw Hannover auch E-Loks beheimaten. Hierfür war der Lokschuppen 1 entsprechend umgebaut worden. Auch das Personal wurde entsprechend umgeschult. Trotzdem erhielt nur ein Teil der Bw-Gleise eine Oberleitung - die Dampfloks blieben weiter im Schuppen 2. Um das Personal entsprechend vorzubereiten bekam Hannover am 4. Mai 1963 die E 10 287 und E 41 243 zugewiesen.
Um rechtzeitig bis zur Eröffnung genügend E-Loks im Bestand zu haben, wurden im Mai 1963 noch weitere Loks der Baureihen E 10, E 40 und E 41 in die Messestadt umbeheimatet. Der Großteil kam dabei aus Dortmund. Lediglich drei Loks (110 277-279) wechselten am 23. Mai aus Nürnberg in die Messestadt. Zudem gab es mit 140 426, 141 246 und 141 247 auch drei farbikneue Lokomotiven.
Am 26. Mai 1963 wurde schließlich die Strecke Bebra - Eichenberg - Hannover offiziell dem elektrischen Betrieb übergeben. Nun war ein durchgehender elektrischer Betrieb von Hannover bis Frankfurt oder Würzburg möglich. Aus diesem feierlichen Anlaß bekam die bereits in Hannover stationierte E 10 286 zwei von Eisenbahnfreuden gestiftete Bronzetafeln mit der Aufschrift "Erste E-Lok in Hannover". Die Lok zog dann den F 56 Blauer Enzian als Eröffnungszug in Richtung Würzburg. Die gleiche Lok hatte bereits vier Tage zuvor, am 22. Mai, im Rahmen einer Werkstattprobefahrt mit drei Schnellzugwagen die Strecke Hannover - Eichenberg befahren.
Zum Zeitpunkt der offiziellen Eröffnung am 26. Mai beheimatete das Bw Hannover folgende Lokomotiven:
E 10
9
E 10 277-279, 282-287
E 40
6
E 40 195, 198, 224, 251, 252, 426
E 41
8
E 41 243-247, 298, 310, 311
Die meisten E 40er waren nur bis zur Lieferung neuer Loks von den Lokfabriken leihweise nach Hannover abgegeben worden. Als erste neue Loks trafen am 7. Juni die 140 279 und am 8. Juni die 140 372 ein, kurze Zeit später, am 11. Juni, folgten dann die 140 427 und 436. Nachdem am 19. Juni die 140 280 den bestand weiter verstärkt hatte und die Neuanlieferung der 140 281 (25.6.), 373 (27.6.) und 374 (25.6.) absehbar war, gab Hannover die 140 195, 198, 224, 251 und 252 am 22. Juni nach Dortmund zurück. Bereits am 12. Juni war die 141 298 ins Ruhrgebiet zurückgeschickt worden. Bis zwischen Ende Mai und Anfang Juli trafen auch die fabrikneuen E 10 255-260 in Hannover ein.
Die E 10er wurden von Hannover aus vor Schnellzügen nach Frankfurt und Würzburg eingesetzt. Die E 41 leistete ihre Kilometer vor allem vor Nahverkehrszügen nach Bebra. Die Güterzüge auf diesen Strecken lagen im Verantwortungsbereich der E 40 - Schwerpunkt war dabei die Strecke Kreiensen - Bebra.
Gleich 16 (!) neue E 40er kamen im Juli 1963 nach Hannover. Grund waren Planungen die Güterzüge auf den bald elektrifizierten Strecken nach Seelze und Lehrte mit den E 40er zu bespannen. Den Anfang machte die E 40 375 am 1. Juli und als letzte der sechzehn Loks traf die E 40 439 am 30. Juli ein. Dazwischen wurden noch die E 40 376, 437, 456, 282, 378, 377, 428, 379, 380, 438, 381, 382, 457 und 283 (in Reihenfolge der Anlieferung) nach Hannover geliefert. Im selben Monat wurden dafür die E 40 279 (4.7.), 372 (15.7.) und 426 (3.7.) nach Bebra abgegeben.
Auch im August 1963 riss der Strom an neuen Lokomotiven nicht ab. Gleichzeitig wurden aber verstärkt Lokomotiven an andere Dienststellen abgegeben. Neu trafen drei Loks der BR E 10 (E 10 301-303) und neun der BR E 40 (E 40 284, 285, 383-385, 429, 440, 441, 458) ein. Da eine Verwendung für so viele neue Loks in Hannpover nicht gegeben war, wurden weitere Loks an andere Dienststellen ausgeliehen, so u.a. die E 40 280 nach Heidelberg, 281 und 375 nach Offenburg, 282 und 373 nach Bamberg, 374 nach Koblenz-Mosel, 376 und 456 nach Mainz-Bischofsheim sowie 427 und 436 nach Stuttgart.
Teilweise währte der Abgang der Loks aber nicht allzu lange. So kehrten die E 40 282, 373, 376, 427, 436 und 456 bereits im September 1963 wieder nach Hannover zurück, nachdem die beiden großen Güterbahnhofe in Seelze und Lehrte nun elektrisch erreichbar waren. Zusätzlich trafen noch die E 40 286, 287, 386-392 fabrikneu sowie die E 40 372 aus Saarbrücken im Bw ein. Im Oktober ebbte der Strom an Zugängen langsam ab. Am 19. Oktober 1963 kam die E 40 402, am 20. Oktober die E 40 273 und 274 nach Hannover. Am 26. Oktober 1963 folgte noch der Rückkehrer E 40 374 aus Offenburg. Am 26. November 1963 kehrten noch die E 40 281 und 375 aus Offenburg zurück. Zwei Tage später war auch die E 40 280 aus Heidelberg nach Hannover heimgekommen. Zum Winterfahrplanwechsel übernahmen außerdem die Hannoveraner E 10er einige Leistungen von Nürnberger und Frankfurter Loks.
Am 20. Dezember 1963 war die Strecke Hannover - Lehrte Nord dem elektrischen Betrieb übergeben
Worden, wo nun auch die Hannover E-Loks zu finden waren. Deswegen wurde die E 10 327 aus Köln am 13. Dezember nach Hannover geschickt. Sonst gab es im Dezember keine Bestandsveränderungen mehr, so dass das Bw Hannover zum Jahreswechsel 1963/64 folgende Lokomotiven beheimatet hatte:
Am 21. Februar 1964 erhöhte sich der Bestand der E10er in Hannover durch den Zugang der fabrikneuen E 10 328 auf zwanzig Lokomotiven. Für die E 40 273, die am 12. April nach Dortmund abgeben wurde, sowie die E 40 274 und 402, die am 11 bzw. 10. April nach Offenburg wechselten, kamen am 6. April die E 40 399, am 16. April die E 10 539 und am 17. April 1963 die E 40 400 nach Hannover.
Im Mai kamen erneut mehrere E 40er fabrikneu nach Hannover. Diesmal griff die Deutsche Bundesbahn der Aufnahme des elektrischen Betriebes nach Hamburg und Bremen voraus. Den Anfang machte E 40 482 am 12. Mai, gefolgt von E 40 483 (14.5.), E 40 540 (20.5.), E 40 484 (23.5.) und E 40 485 und 486 (beide 27.5.). Dafür wurde mit E 40 280 am 28. Mai wieder eine Lok leihweise aus dem Bestand abgegeben - diesmal nach Hagen Eckesey. Ihr folgten am 1. Juni noch die E 40 281, 372 und 374. Wie schon zuvor verlieh Hannover überzählige Loks an andere Dienststellen.
Direkt ab Werk kamen im Juni 1964 die E 40 306 (19.6.), E 40 487 (12.6.), E 40 529 (16.6.) und E 40 541 (19.6.) nach Hannover. Ende Juni (27.6.) folgte noch die E 40 542, die zuvor einen AW-Aufenthalt über sich ergehen lassen musste. Die Lok war zuvor beim Bw Köln-Deutz beheimatet. Der Zustrom an fabrikneuen Loks riss auch im Juli 1964 nicht ab. Gleich zehn neue Loks der BR 140 trafen in diesem Monat in Hannover ein (E 40 246, 308, 491, 492, 530-534 und 546). Zusätzlich kam mit E 40 1309 auch die erste Loks mit elektrischer Widerstandsbremse nach Hannover. Die Loks der E 40.11 sollten im Dienst auf den hessischen Mittelgebirgsabschnitten der Nord-Süd-Strecke eingesetzt werden. Am 28. Juli 1964 wechselten E 40 427 und 429 nach Dortmund, kamen aber einen knappen Monat später, am 26. August, wieder nach Hannover zurück.
Der August 1964 brachte auch noch einige weitere Veränderungen. Neben den farbikneuen Loks (E 40 493, 535, 547 sowie die mit E-Bremse versehenen E 40 1310-1313), verstärkten die E 40 307 und 545 aus Hagen Eckesey den heimischen Bestand. Zusätzlich kam für einige Tage die E 40 490 aus Bamberg nach Niedersachen, kehrte aber am 13. August , zusammen mit den E 40 491 und 492 nach Bamberg zurück.
Im September 1964 überwogen immer noch die Zugänge. Allerdings gab es neben den Loks der später als 139 bezeichneten E 40er (E 40 1314-1316), nur noch einen fabrikneuen Neuzugang, die E 40 247. Die Lok wurde allerdings wenige Wochen später, am 26. September, nach Offenburg abgegeben. Den gleichen Weg hatten zuvor bereits E 40 493, 533-535 angetreten. Zwei Loks gab Hannover nach Mainz Bischofsheim (E 40 539, 540) ab. Am 11. September wurde die E 40 546 durch die Bebraer E 40 426 ausgetauscht. Zusätzlich kamen noch die Hagener Loks E 40 280, 281 und 372 nach Hannover. Damit erreichte der Bestand mit 97 Lokomotiven seinen absoluten Höchststand. Folgende Loks waren am 31. September in Hannover anzutreffen:
Im Oktober 1964 traf der erste große Einschnitt in der Beheimatung von E-Loks die ehemalige Dampflokhochburg. Die Arbeiten am neuen E-Lok-Bw Seelze waren nahezu fertiggestellt und so wechselten gleich 29 Loks der BR E 40 zum 1. Oktober zum Bw Seelze (E 40 280-287, 306-308, 372, 373, 376, 426, 427, 429, 456, 483-486, 529-532, 542 und 545). Am 4. Oktober folgte noch die E 40 246 ihren Schwestern nach. Am 21. Oktober wurden noch die E 40 547 und 548 nach Saarbrücken abgegeben. Im Gegenzug erhielt Hannover lediglich die E 40 493 aus Offenburg sowie die fabrikneuen E 40 549 und E 41 341.
Der Wegfall der vielen 140er im Oktober wurde im November durch den Zugang mehrere fabrikneuer Loks wieder etwas kompensiert. Verstärkt kamen dabei Loks der Baureihen E 10 (349-351) und E 41 (280, 342-345) nach Hannover. Aber auch eine E 40 (E 40 550) und zwei E 40.15 (E 40 1552, 1553) wurden noch angeliefert. Im Dezember 1964 folgten noch die E 10 352-354, E 40 1554, 1555 sowie E 41 281, 346-350). Die Loks waren u.a. für den Einsatz auf der seit 14. Dezember elektrisch befahrenen Strecke nach Bremen vorgesehen. Der Bestand an 140ern wurde dagegen weiter dezimiert und am 14./15. Dezember nach Seelze abgeben. Diesmal traf es die Lokomotiven E 40 375, 377-381, 386, 387, 400, 428, 436-438, 482, 487, 541, 549, 550). Zum gleichen Termin wechselte die E 40 493 zur Personalschulung nach Hamburg Eidelstedt. Damit ergab sich zum 31. Dezember 1964 folgendes Bild:
E 10
19
277-279, 282-287, 301-303, 328, 349-355
E 40
14
382-385, 388-392, 439-441, 457, 458
E 40.11
12
1309-1316, 1552-1555
E 41
19
243-247, 280, 281, 310, 311, 341-350
Die durchschnittliche Leistung einer Hannoveraner E 10 betrug 1964 nur 166 399 km/Lok und lag damit am untersten ende der DB-Statistik für diese Baureihe. Dies lag an den nur begrenzten Einsatzmöglichkeiten. Auch die E 41 lag mit durchschnittlich 33.900 km/Lok bei nur einem Viertel der von anderen Bws erreichten Leistungen. Das Bw Hannover, das 1963 aufgrund des Endes der elektrischen Fahrleitung noch wichtig war, rückte mit der weiter voranschreitenden Elektrifizierung immer mehr in den Hintergrund. Die Loks konnten von Hamburg, Seelze oder Hagen wesentlich besser und wirtschaftlicher eingesetzt werden. So war die Entscheidung die E-Lok-Beheimatung in Hannover aufzulösen durchaus richtig.
Während die 140 im Januar weiter auf dem Rückzug war, kamen weiter Loks der BR E 10, E 40.11 und E 41 nach Hannover. Das Bw hatte nun die Aufgabe die Loks vor der Umbeheimatung nach Hamburg (E 10) sowie Hagen und Seelze (E 40, E 41) einzufahren. Frisch ab Fabrik trafen im Januar 1965 die E 10 355-358, E 40 1556-1558, E 41 282, 351-355 in der Messestadt ein. Das baldige Ende war aber im Januar schon absehbar. Am 27. Januar wechselten die E 40 382-385 nach Seelze. Auch bei der E 41 gab es die ersten Einschnitte. Mit den E 41 280-282, 350-355 wechselten Ende Januar die ersten, teilweise gerade erst eingetroffenen Loks, nach Hagen Eckesey.
Trotz dem baldigen Ende kamen immer noch neue Loks nach Hannover. Noch war das Bw Hamburg nicht elektrisch erreichbar und so kamen weiter E 10er nach Hannover. Im Februar 1965 trafen E 10 359, 360, E 40 1559, E 41 356-360 sowie E 41 384 ein. Ab Mitte Februar verließen die E 40 1309-1311 vor der Umbeheimatung nach Seelze die heimatlichen Hallen in Richtung AW.
Obwohl mit E 10 356-360 die ersten Schnellzugloks ab dem 12. März nach Hamburg abgegeben wurden, kam mit E 10 362 nochmals eine fabrikneue Lok dieser Baureihe nach Hannover. Im selben Monat wechselte auch E 40 390 nach Seelze und ein Großteil des Bestandes der E 40.11 (E 40 1312-1315, 1554, 1558) nach Seelze bzw. Bebra (nur E 40 1554). Auch bei der E 41 gab es immer noch Zu- und Abgänge. Während am 12. März die E 41 353-357 nach Hamburg übergeben wurden, trafen mit E 41 361, 385 und 386 noch drei Loks direkt ab Werk in Hannover ein.
Am 31. März waren nur noch folgende Loks im Bestand:
E 10
21
277-279, 282-287, 301-303, 328, 349-355, 362
E 40
4
388, 389, 391, 392, 439-441, 457-458
E 40.11
12
1316, 1552, 1553, 1555-1557, 1559
E 41
23
310, 311, 341-349, 358-361, 384-386
Anfang April endete die Beheimatung beim Bw Hannover dann endgültig. Zum 1. April wurden alle noch vorhandene Loks mit Ausnahme der E 40 392 nach Seelze (BR E 40, E 41) und Hamburg (E 10) abgegeben. Mit der Umstationierung der E 40 392 am 8. April endete endgültig die Beheimatung von E-Loks in Hannover.
Ab 1965 wurde das Bw dann für die Beheimatung von Brennkraftlokomotiven ausgebaut. Für einige Jahr beherbegte Hannover dann Großdieselloks der Baureihen 220, sowie die kleineren 290, 212 oder 260/261 oder 236. Doch auch dies dauerte nicht allzu lange. Ende 1975 wurden die Streckendieselloks wieder an andere Dienststellen abgegeben. Immer noch hatte das Bw eine bedeutende Stellung als Einsatzstelle, beheimatete aber nur noch Kleinlokomotiven. Regelmäßig kommen auch heute noch Lokomotiven anderer Bws nach Hannover. Münchner Maschinen gehören ebenso zum Bild wie Loks aus Berlin, Hamburg oder dem Ruhrgebiet. Noch im Dezember 1998 waren insgesamt 75 Loks (überwiegend Kleinloks der Reihen 360, 332 sowie einige Großdieselloks der BR 290) im Bestand des Bws. Jedoch erinnert heute nichts mehr daran, dass innerhalb von nur zwei Jahren 169 verschiedene Neubaulokomotiven in Hannover stationiert waren.
Statistik:
Übersicht über die in Hannover stationierten Lokomotiven: