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Jungfraubahn seit 1912 Kurzprofil

Jungfraubahn
von Ludwig Reyer

Technische Daten Jungfraubahn
Konzessionsgesucheinreichung: 1893
Bauzeit: 1898-1912
Streckenlänge: 9,34km
Spurweite: 1000mm
Stromsystem: 1125V 50 Hz Drehstrom
Zahnradsystem: Strub
Gefälle: 250 Promille ( 25% )
Kursbuchlinie: 311/312
Betriebszeit: Ganzjährig

Die Konzession
Am 27. +28. Juni 1883 erstellte der damalige Planer Adolf Guyer Zeller, eine erste Bleistifftskizze für die Erstellung einer Schmalspurbahn von der Kleinen Scheidegg hinauf zur Jungfrau. Per 20. Dez 1893 wurde dann dass Konzessionsgesuch für diese Strecke Kleine Scheidegg-Eiger- gletscher – Eiger-Mönch-Jungfrau beim Bernischen Regierungsrat einge-reicht. Nach rund einem Jahr genauer am 21. Dez 1894 wurde Adolf Guyer Zeller, die Konzession erteilt und somit gingen die Bauarbeiten am 27. Juli 1896 los.

Es kann gebaut werden
Nach intensiven Bauarbeiten, konnte am 19. Sept 1898 der erste Abschnitt Kleine Scheidegg-Eigergletscher offiziell eingeweiht, und dem Betrieb übergeben werden. Noch im gleichen Jahr wurde dann mit den Sprengarbeiten zum Tunnel begonnen, aber leider verstarb der Planer Adolf Guyer Zeller 1899 im Alter von 60 Jahren an einer Lungenentzündung. Seine Nachkommen führten das Bauwerk weiter und man konnte per 2. Aug 1899 bereits bis zur Station Rotstock fahren. Nach 4 weiteren Baujahren wurde am 28. Juni 1903 die Station Eigerwand eingeweiht. Seine Nachkommen reichten am 4. März 1905 eine Konzession für eine Seilbahn Eismeer-Eiger ein, wo aber umgehend abgelehnt wurde. Am 28. Juli 1905 war es soweit man konnte schon die Bahnstation Eismeer einweihen, und damit die Touristen mit der Bahn hinaufbringen. Aufgrund Finanzproblemen ruhten die Bauarbeiten ab 1905-1907, weil die Italienischen Bauarbeiter Streikten wegen dem Jämmerlichen Tageslohn von nur 4.50 Fr was ihnen die Entlassung dann brachte.

Jungfraujoch ist erreicht
Am 21. Juni 1912 war der Tag gekommen, man konnte den feierlichen Durchschlag feiern mit dem Ruf: DURCH! was die Mineure freute weil man den Berg bezwungen hat. Per 1. August 1912 wurde dann die Strecke sowie der Höchstgelegenste Bahnhofs von Europa auf 3454m Höhe eingeweiht und in Betrieb genommen. Die Baukosten betrugen 16 Mio. Franken, doppelt so hoch als zuerst geplant. Dass restliche Projekt bis hinauf zur Jungfrau selber wurde nicht mehr weiterverfolgt, sondern fallen gelassen weil alles restliche viel Geld verschlungen hat.

Rollmaterial
Vom Eröffnungsjahr an, setzt die Jungfraubahn Holzkastenzüge mit je einer Kleinlok und einem passenden Wagen ein wo ROWAN heissten. Leider kam sie an ihre Grenzen, weil immer wie mehr Leute aufs Jung-fraujoch wollten und darum kaufte man sich Triebwagen Typ BDeh 4/4 mit passenden Steuerwagen, was die Leistung steigerte. In den 90er Jahren sah die JB schon wieder ein Engpass, und beschaffte sich bei der einstigen SLM neue Doppeltriebwagen BDeh 4/8. Später wurden bei Stadlerrail nochmals Baugleiche BDeh 4/8 beschafft, was bis heute nun gut reicht. Zur Wartung aller Züge, hat man im Bhf. Eigergletscher eine Werkstatt gebaut sowie auf der Kleinen Scheidegg zwei kleinere Depot mit Unterhaltswerkstätte. Für den Materialtransport zum Jungfraujoch, werden einfach sowie Moderne Vorstellwagen sowie Gütersteuerwagen vor die normalen Personenzüge gesetzt, um so unsinnvolle Züge zu ersparen was auch Betriebswirtschaftlicher ist. Der Winter ist ein regelrechter Feind, denn in solchen Höhen Stürmt es recht stark darum gibt es Tage wo kein Bahnbetrieb mehr machbar ist. Wenn das Wetter wieder einiger massen gut ist, kommen alle Schneeräumungsfahrzeuge zum Einsatz die aber wegen ihrem alter per Saison 2012/2013 abgelöst werden mittels einer neuen Grosschneefräse wo mehr kann als anderen.

Ausstellung Jungfraubahn
Im Berghaus auf dem Jungfraujoch, ist eine sehr interessante Daueraus-stellung über die Entstehung der Jungfraubahn zu sehen sowie ein Modell des ersten Zuges ROWAN. Als Hit gibt es den Eiger-Ambassador Express mit einer Stillreinen Holzkastenzugseinheit, wo nur im Sommer an ausgewählten Tagen fährt.


BDeh 4/4 207 im Bhf Eismeer (24.05.12 Ludwig Reyer) leider ist dass Bild nicht so gut weil es im Tunnel entstand


Der 1. ROWAN Zug fuhr so ab dem Eröffnungsjahr 1912 aufs Jungfraujoch (Jungfraujoch 24.05.12)


BDeh 4/8 214 und BDeh 4/8 218 Doppeltraktion. Vorne auf Gleis ist BDeh 4/4 208 (Kleine Scheidegg 24.05.12)


Die He 2/2 8 mit Schneepflug der Jungfraubahn

Bilder und Text: Ludwig Reyer



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