Baureihe 1570 BBÖ/DRB/ÖBB elektrolok.de
Schnellzuglok 1925-1978 Kurzprofil



Kurzprofil Baureihe 1570 ÖBB (ex BR E 22 DRB, 1570 BBÖ)


Nachdem 1923 der erste Abschnitt der Arlbergbahn von Innsbruck bis Telfs-Pfaffenhofen und 1924 der Abschnitt von St. Anton nach Langen elektrisch befahrbar waren, kamen zunächst die Baureihen 1029 (später 1073), 1080 und 1100 (spätere 1089) zum Einsatz. Doch bald zeigte sich, dass eine geeignete Talschnellzuglok fehlre, da die 1080 und 1073 zu wenig Leistung hatten und die 1089 nur 65 km/h in der Höchgeschindigkeit erreichte. Bei der Becshaffung ging die BBÖ entgegen der damals weitverbreitenden Stangenloks den Weg eines Einzelachsantriebs udn entschloss sich zum Bau einer (1A)'Bo(1A)' -Lokomotive, die von den ÖSSW (Österreichischen Siemens Schuckert Werken) im elektrischen Teil und Krauss in Linz beim mechaniscehn Teil gefertigt wurden.
1925 (1570.001) und 1926 (1570.002-004) wurden die vier bestellten Loks abgeliefert und der Zfl. Bludenz zugeteilt, wo sie während ihrer gesamten Einsatzzeit beheimatet bleiben sollten. Da sich die Loks gut bewährten wurde 1926 eine weitere Serie von Loks bestellt, die auf der 1570 aufbauten, aber eine verstärkte Leistung aufwiesen und als 1670 in den Betrieb genommen wurden. In den folgenden Jahrzehnten prägten diese Lokomotiven das Bild der Strecken in Voralberg von Bludenz nach Lindau und Bregenz nach St. Magarethen sowie Feldkirch - Buchs. Hin und wieder kamen die 1570 mit ihren Umläufen auch bis nach Innsbruck in Tirol. Bespannt wurden praktisch alles was auf diesen Strecken fuhr, vom Personen- und Eilzug über Schnellzüge bis hin zu Güterzugleistungen.
Nach der Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn bekamen die 1570er die Bezeichnzung E 22.0. Am Einsatzgebiet änderte sich allerdings nichts. Nach dem Krieg bekamen die Loks 1954 dann wieder die Bezeichnung 1570.
Da die Baureihe mit vier Loks relativ klein war, gab es schon früh Ersatzteilschwierigkeiten, die oft zu langen Standzeiten führten. Die benötigten Ersatzteile mussten in der Zwischenzeit aufgearbeitet oder neu angefertigt werden. Dieser Umstand führte 1971 schließlich dazu, dass die 1570.03 nach einem kleinen Schaden am 5. April 1971 als erste ihrer Baureihe ausgemustert und als Ersatzteilspender ausgeschlachtet wurde. Das gleiche Schicksal traf auch die 1570.02 am 25. Oktober 1972. Immerhin bewahrte diese Entscheidung die beiden anderen Maschinen (1570.01 und 04) noch einige Jahre vor der Abstellung. Mit zunehmender Lieferung der 1044 waren die alten Damen aber entbehrlich und die ÖBB kassierte die 1570.04 am 20. September 1977 und die 1570.01 am 28. Juli 1978.
Die 1570.01 blieb der Nachwelt erhalten und befindet sich heute im Eisenbahnmuseum in Straßhof.



Baujahre:1925, 1926
Stückzahl:4
Betriebsnummern: BBÖ: 1570 (1570.001 - 004)
DRB: E 22 (E 22 001 - 004)
ÖBB: 1570 (1570.01 - 04)
Ausmusterung:1971, 1972, 1977, 1978


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