Baureihe 139 / E 40.11 DB/DB AG elektrolok.de
Güterzuglok 1959 bis Kurzprofil



Kurzprofil Baureihe E 40.11 / 139


Als die DB am 29. Mai 1960 den Versuchsbetrieb mit dem Stromsystem 15 kV, 16 2/3 Hz auf der Höllentalbahn und Dreiseenbahn einstellte, benötigte sie für die steile Strecke geeignete Ersatzloks. Zunächst kamen Lokomotiven der Baureihe E 44 mit Widerstandsbremse (spätere 145 bis 1984 ausgemustert) zum Einsatz. Zudem beschloss die DB auch sieben Lokomotiven aus der danmals in Serie gebauten 140 mit dieser Bremse auszustatten und dort einzusetzten. Die Lokomotiven bekamen die Loknummer E 40 1131 - 1137 und die Unterbaureihenbezeichnung E 40.11. Da sich die Loks gut bewährten wurden für andere Steilstrecken ebenfalls Loks mit Widerstandsbremse ausgestattet. So kamen die E 40 1163 bis 1166 zum Bw Hagen-Eckesey für den Einsatz auf der Steilrampe Erkrath - Hochdahl. 1964 folgten mit E 40 1309-1314 nochmal einige Loks nach Hagen und zugleich mit E 40 1315 und 1316 zunächst zwei Loks nach Bebra. Später kam auch die letzte Serie (E 40 1552-1563) nach Bebra. Seit dem 1.1.1968 wurde die Unterbaureihe E 40.11 als 139 in den Bestandslisten der DB geführt. Einige Lokomotiven (139 131, 135, 136, 137, 309-316) wurden Anfang der Siebziger Jahre mit Wendezugsteuerung ausgestattet. Im Jahr 1975 wurden alle 139er beim Bw Offenburg konzentriert - Einsatzscherpunkt waren damals Höllental-, Dreiseen- und Schwarzwaldbahn. 1985 wurde die 139 134 als Ersatz für die ausgemusterte 110 477 in eine 110 umgebaut und als 110 511 in den Bestand der DB eingereiht.

Anfang der Neunziger Jahre änderte sich das Einsatzgebiet erneut. Nachdem sich die DR-Baureihe 143 gut im Schwarzwald bewährt hatte, gab man die 139 schrittweise nach München ab, wo sie für den RoLa-Einsatz zwischen Ingolstadt und Brennersee verwendet wurden. Da dafür aber mehr Lokomotiven als die bis dato vorhandenen 31 Stück benötigt wurden und sich gleichzeitig die Möglichkeit bot, die z-gestellte Baureihe 114 (ehemalige Rheingolkdloks der Baureihe E 10.12) in 110er umzubauen, baute die DB zwischen 1993 und 1995 insgesamt 18 Lokomotiven der Baureihe 110 mit flachem Lokkasten (110 283, 255, 145, 157, 264, 260, 287, 285, 122, 246, 250, 262, 213, 214, 177, 172, 222 sowie 139) in 139er um. 1994 musste die 139 563 als erste Lok nach einem Unfall ausgemusert werden. 2002 wurden alle Loks aus konzerntechnischen Gründen nach Nürnberg abgegeben, ohne dass sich an dem Einsatzgebiet was änderte. Heute sind die Loks noch in ganz Deutschland vor Güterzügen, im Alpenvorland auch vereinzelt noch mit Personenzügen anzutreffen.

Baujahre:1959, 1960, 1964, 1965
1957-1959, 1961-1963 (Umbauten aus 110), Umbau 1993-1995
Stückzahl:31 Orginallokomotiven und 18 Umbauten
Betriebsnummern: E 40 1131-1137, 1163-1166, 1309-1316, 1552-1563 (DB)
139 131-137, 163-166, 309-316, 552-563 (DB ab 1968, DB AG)
Umbauten: 139 283, 255, 145, 157, 264, 260, 287, 285, 122, 246, 250, 262, 213, 214, 177, 172, 222, 139 (Umbauten aus 110 1993-1995)
Ausmusterung:1941-1943


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