Baureihe 1040 ÖBB elektrolok.de
Mehrzweckzuglok 1950 bis 2002 Kurzprofil





Wolfgang Pischek schickte mehrere Fotos der Baureihe 1040 (von l.o. nach r.u.):
1040.12 am 06.09.78 in der Zf Wien Süd - 1040.10 mit Umbau-Düsenlüftergitter am 06.09.78 in Wien Süd
1040.01 am 15.06.86 in Mürzzuschlag - 1040.13 am 11.09.78 in Amstetten
1040.003 am 05.08.94 in Waidhofen/Ybbs - 1040 002 am 19.04.88 in Krems
1040.011 am 21.04.00 in Kleinreifling - 1040.005 zusammen mit 1040 007 am 16.05.92 in Klamm
(Alle Fotos: Wolfgang Pischek, www.e-lok-woife.de)



Kurzprofil Baureihe 1040 ÖBB


Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ging man auch bei der ÖBB an die Entwicklung einer neuen E-Lokgeneration. Dabei bot sich eine Weiterentwicklung der bestens bewährten E 45.2 (1245) an, in dem aber gleichzeitig die technischen Errungenschaften der vergangenen zehn Jahre einfließen sollten.
Bereits 1947 bestellte die ÖBB zehn Lokomotiven, die zunächst noch als E 45.3 projektiert wurden, bei den Lokomotiv-Fabriken ABES (elektrischer Teil) und Wiener Lokomotivfabriks A.G. (mechanischer Teil). Die Höchstgeschwindigkeit sollte 90 km/h betragen. Etwas später wurden noch weitere sechs Lokomotiven nachbestellt.
Als erste Lok wurde die E 45 301 im Oktober 1950 abgeliefert und im Dezember 1950 übernommen. Auch die E 45 302 wurde noch 1950 abgeliefert. Die 1951 gelieferten Loks wurden dagegen in Anlehnung an die ehemalige BBÖ-Nummer als 1170.302 bis 310 bezeichnet. Dagegen lieferte man die sechs Lokomotiven der zweiten Bauserie bereits unter der neuen Nummer 1040 aus. Bis Ende 1953 waren alle 16 Loks im Bestand.
Zunächst bei der Zfl Salzburg-Gnigl beheimatet, kamen einige Loks wenig später nach Wien West, Amstetten oder Mürzzuschlag. Das Einsatzgebiet erstreckte sich von Salzburg auf die Tauernstrecke und nach der Elektrifizierung der Westbahn auch bis Wien, wo vor allem Güterzüge befördert wurden. Später kamen die Loks auch im Regionaldienst zum Einsatz. In den letzten Einsatzjahren wurden die verbliebenen Loks in Selzthal zusammengezogen, wo sie vor allem vor Übergabezügen zu finden waren.
Als erste Lok wurde die 1040 007 nach einem Zusammenstoß mit der 1042.029 im Bahnhof Mürzzuschlag im Februar 1995 kassiert. Im Juni 1996 folgten dann die 1040.02 und die 1040.16, 1998 die 1040.05, 2000 die 1040.04 und 2001 die 1040.003, 006 sowie 011-013. Damit waren nur noch sechs Loks im Jahr 2002 im Bestand der ÖBB: 1040.001, 008, 009, 010, 014 und 015.
Zum 1. März 2002 musste die 1040.008 kassiert werden. Bei einer Abschieds-Lokparade in Selzthal wurden am 1. Mai 2002 noch mal alle vorhandenen Loks (1040 001, 003, 006, 008-010, 013-015) der Öffentlichkeit präsentiert. Zu diesem Zeitpunkt bestand noch ein dreitägiger Umlauf in Selzhal für die letzten vorhandenen fünf Betriebsmaschinen. Doch das Ende der Baureihe nahte mit schnellen Schritten. Per 1. Juli 2002 wurden die 1040 010 und die 1040 014 aufgrund von Schäden abgestellt. Wenig später fielen auch die designierte Museumslok 1040 001 (grün) sowie die 1040 009 wegen technischen Defekten aus, so dass die 1040.015 die letzte Betriebsmaschine war. Doch auch die 1040.015 musste Anfang August mit einem Schaden abgestellt werden. Im gleichen Monat wurden die 1040.003, 006 und 012 in Linz verschrottet.
Einige Loks werden aber der Nachwelt erhalten bleiben. Die grüne 1040.01 soll wieder aufgearbeitet werden und weiter als Museumslok zur Verfügung stehen. Die 1040.008 gehört dem Museum in Strasshof, die 1040.009 dem Museum in Sigmundsherberg, die 1040.010 bleibt als Ersatzteilspender in Selzthal, die 1040.013 ist inoffiziell die zweite Museums-1040, und die 1040.015 hat bei der ÖGEG in Ampfelwang eine neue Bleibe gefunden. Um den Erhalt der 1040.014 bemüht sich derzeit Thomas Schüller (Helfen können Sie hier)

Baujahre:1950-1953
Stückzahl:16
Betriebsnummern:1950: E 45 301, 302
1951: 1170.301-310
ab 1952: 1040.01-16
ab 1985: 1040.001-016
Ausmusterung:1995-2003


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