| E-Stories | Die letzte Fahrt der 103 149 | elektrolok.de |
| Bilder erzählen | 20.06.1997 |
Erst später erfuhr ich aus der Tageszeitung, was der 103 wiederfahren war. Dort war im Lokalteil unter der Überschrift "Personenzug schleift Auto 600 Meter mit" ein Bericht über den Unfall nebst zwei Fotos der qualmenden Lok. Ursache war ein BMW, der ausgerechnet auf einem beschrankten Bahnübergang in Krottenmühl am Simssee (Landkreis Rosenheim), den Geist aufgegeben hatte. Der Versuch der Fahrzeuglenkerin, das Auto noch von den Gleisen zu schieben schlug fehl - der Wagen bewegte sich keine Zentimeter. Als die Frau gerade Hilfe holen wollte, schlossen sich die Schranken. Unglücklicherweise war es ausgerechnet einer der wenigen mit 103 bespannten Planzüge, der sich dem Schrankenübergang unaufhaltsam näherte.
Der 44-jährige Lokführer leitete zwar sofort nachdem er das Hindernis erkannt hatte, eine Vollbremsung ein, jedoch war es schon zu spät. Die Lok prallte mit voller Wucht auf den BMW und schleifte ihn noch 600 Meter mit. Dabei geriet das Auto völlig unter die Räder der Lok und fing Feuer. Der Brand breitete sich dabei auf die Lok aus und zerstörte einen guten Teil der Forderfront der betroffenen 103 149. Lokführer und Unfallfahrerin erlitten zwar einen Schock, jedoch waren zum Glück keine ernsthaften Verletzungen zu beklagen. Die Deutsche Bahn AG bezifferte den Schaden nach ersten Schätzungen auf rund eine Million Mark. Der Zugverkehr zwischen Rosenheim und Salzburg war mehr als 3 Stunden blockiert. Die Reisenden wurden mit Bussen weiterbefördert.
