Chronik 01.11.1993 elektrolok.de
01. November 1993: Abstellung des letzten 1044er-Prototyps Deutsche Bundesbahn


01. November 1993: Abstellung des letzten 1044er-Prototyps

Am 1. November 1993 wurde die 1044.002, der zweite Prototyp der Baureihe 1044, von der ÖBB kassiert. Der erste Prototyp, die 1044.01 war bereits 1986 in die Schnellfahr-Testlok 1044.501 umgebaut worden. Dagegen konnte sich die 1044.002 noch einige Jahre im Dienst halten. Die Lok war am 20. Februar 1975 bei der ZFl. Wien Süd in Dienst gestellt worden, wo sie zusammen mit der 1974 gelieferten 1044.01 im Schnellzugdienst zwischen Villach und Wien eingesetzt wurde. Ab Sommer 1975 kamen beide Prototypen nach Wien West in den Plandienst auf der Westbahn nach Salzburg oder Passau. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bewährten sich die Loks sehr gut und wurden in hoher Stückzahl in Serie gebaut. Mitte der Achtziger wurden die beiden Prototpyne allerdings durch ihre individuelle Technik zunehmend teuer in der Erhaltung, so dass sich die ÖBB entschloss zunächst die 1044.01 aus dem Verkehr zu ziehen und zu der Hochgeschwindigkeitslokomotive 1044.501 umzubauen. Die 1044.02 blieb dagegen weiter im 1044er Umlauf.
Am 01. August 1991 wurde die Serienlok 1044.043 bei einem Unfall in Schleifling schwer beschädigt. Als die 1044.002 im Jahr 1993 zur HU in der Hauptwerkstätte Linz anstand, entschloss sich die ÖBB aus den beiden Maschinen unter Verwendung des Lokkastens der 1044.002 die 1044.043 wieder aufzubauen, da die Lok als Serienmaschine wesentlich billiger in der Unterhaltung war. Also wurde die 1044.002 zum 01. November 1993 aus dem Bestand gestrichen. Da auch die 1044.501 mittlerweile zur Verschrottung ansteht, bleibt damit wohl keine der beiden Prototypen erhalten. Lediglich die 1044.043 ist noch mit dem Lokkasten der 1044.02 unterwegs.
Das Bild zeigt die seit dem Umbau im weiß-roten Farbkleid gestrichene 1044.043 am 24. Oktober 1995 vor dem EC Mimara in Rosenheim.
(Foto: HS, 24.10.1993)

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